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Auf der Reeperbahn, nachts um halb eins,

mKeerm^an


Sex und Liebe sind für mich zwei getrennte Sachen.

Woran soll sie erkennen, das Sex mit ihr was anderes ist als mit der Prostituierten?

Der Sex, an sich, ist nichts anderes. Auch mit meiner Frau ist der Sex nur körperlich, für mich ist er nicht befriedigender, nur weil ich sie liebe.

CDookinTg-Wooxdy


meermann

Sex und Liebe sind für mich zwei getrennte Sachen.

Das ist durchaus eine mögliche Position und die ist auch OK, wenn beide Partenr sie teilen. Swingerclubs hätten keine Existenzgrundlage, wenn es nicht mehr Leute gäbe, die genauso denken.

Meine persönliche Einstellung ist anders und das scheint auch bei den meisten UserInnen hier so zu sein, wenn man sich das Ringen um Lösungen bei sexuellen Problemen in einer Beziehung eben innerhabl dieser Beziehung hier in vielen Fäden ansieht. Das spricht aber nicht dagegen, das Deine Position zum Sex allgemein akzeptabel ist. Das schließt mich mich den Gang zur Hure allerdings nicht mit ein, da teile ich die früher geäusserten Positionen von wieauchimmer oder Ismael und anderen.

wEiJeau=chimmxer


Cooking-Woody

Ismael und anderen.

War Ismael nicht Dr Schüller himself?

w|ieauc~himmexr


meerman

Auch mit meiner Frau ist der Sex nur körperlich,

Das heisst, du benutzt sie ebenfalls als ein Objekt und behandelst sie damit gleichfalls wie eine Hure (nur, dass sie kein Geld dafür bekommt) und siehst du, mit solchen Männern Sex zu haben, die mich nur als Körper, also Objekt sehen, also gleichbedeutend mit einer Hure, mit denen habe ich keinen Sex und schon gar keine Beziehung. Gott sei dank gibt es aber auch genug andere, die Körper, Emotion und Geist nicht spalten.

Aber das hat eine lange Tradition:

"Mit dem Übergang vom Mutter- zum Vaterrecht wird das monistische Weltbild abgelöst vom dualistischen, welches bis heute das Abendland beherrscht und den Menschen zum Suchenden machte. Erst im Patriarchat kommt es zur Trennung von Gott und Welt und der Transzendenz des Göttlichen. Es entstehen die Gegensätze Gott und Mensch, Diesseits und Jenseits, Immanenz und Transzendenz. Es gibt "Licht" und "Finsternis". Sehr deutlich ist dies in der Lehre des guten und des bösen Prinzips bei Zarathustra ausgedrückt. Der iranische Religionsstifter degradierte alle Götter des persischen Pantheons (der ursprünglich weiblich besetzt war) außer den großen Geist Ahura Mazda zu Teufeln. Die strengen Moralvorschriften spalten die Menschen irreversibel in Natur und Geist, Trieb und Moral, Herz und Kopf, Sinnlichkeit und Sittlichkeit, wobei ersteres zugunsten des letzteren verdrängt wird."

Der Dualismus macht den Menschen zu einem Suchenden, denn er ist nicht mehr ein ganzes, sondern ein gespaltenes Wesen, was einen Teil seiner selbst verlieren muss, um sich selber im Gegenteil des Verlorenen zu finden. Da aber die Identifikation mit nur einer Seite der künstlichen Trennung und die Verneinung der anderen Seite seiner Selbst, Defizite schafft, hört die Suche nie auf, da die Ahnung, etwas verloren zu haben, immer währt.

Dein "Doppelleben", was du führst, passt auch prima in diese Denkweise. Das hat nämlich auch Tradition:

"Doch selbst Kleriker handelten immer anders, als die Kirche sprach. Das Zölibat, die Ehelosigkeit von Priestern, seit dem 3. Jahrhundert propagiert, 1074 eingeführt, konnte nie wirklich durchgesetzt werden. Bischof Heinrich von Lüttich z.B. zeugte im 13. Jahrhundert 61 Kinder. Auch die Prostitution war und blieb unausrottbar. Überliefert sind Spesenabrechnungen christlicher Ratsherren, die neben Essen und Wein auch den (dreimal so teuren) Prostituiertenbesuch abrechneten. Bei großen Festessen wurden Dirnen zum Nachtisch gereicht. Die Veranstalter christlicher Kreuzzüge mussten in einem einzigen Jahr für den Unterhalt von 13 000 Prostituierten aufkommen , und als Papst Innozent III. nach achtjährigem Aufenthalt 1243 Lyon verlässt, bemerkt Kardinal Hugo zynisch: "Seit wir hierher kamen, haben wir große Verbesserungen erwirkt. Bei unserer Ankunft fanden wir drei oder vier Bordelle. Hinter uns lassen wir nur eins. Wir müssen jedoch hinzufügen, dass es sich durchweg vom Ost- bis zum Westtor erstreckt."

m,eermVan


Das heisst, du benutzt sie ebenfalls als ein Objekt und behandelst sie damit gleichfalls wie eine Hure

So eine Denkweise ist für mich dumm und einfältig! Wenn ich dich ernst nehmen würde, sogar beleidigend.

wPieaNuchimmexr


meerman

So eine Denkweise ist für mich dumm und einfältig!

Du hast selber gesagt, deine Frau wäre beim Sex für dich auch nur Körper und mich wundert, dass du nicht weisst, dass "Objekt" ein anderes Wort für Körper ist. Wer ist denn da von uns dumm und einfältig? Wenn ich beim Sex nur noch Objekt bin, dann ist mein Körper so austauschbar und der Rest von mir ja unwichtig, dass es m.E. nichts anderes ist, als den Körper einer Hure für seine Befriedigung zu benutzen. Wenn du diese Zusammenhänge nicht verstehst, mach dir mal Gedanken über deine Dummheit.

M8oniJkax65


Der Sex, an sich, ist nichts anderes. Auch mit meiner Frau ist der Sex nur körperlich, für mich ist er nicht befriedigender, nur weil ich sie liebe.

Befriedigung beim Sex hängt auch für mich nicht von der Liebe ab, im Gegenteil, trotz Liebe kann der Sex unbefriedigend sein. Guter Sex mit Liebe ist natürlich für die Seele aufbauender, aber guter Sex ohne Liebe ist eben trotzdem noch guter Sex, rein körperlich und das hat auch einen guten Effekt auf die Seele. Während schlechter Sex und Liebe die schlimmsten von allen denkbaren Möglichkeiten ist.

w(iea4uchi(mmer


Monika65

Befriedigung beim Sex hängt auch für mich nicht von der Liebe ab

Von Liebe im Speziellen hat doch auch keiner hier geredet, sondern davon, ob der andere nur ein Körper ist oder eine vollständige Person, wenn ich mit ihm Sex habe. Ich hab z.B. keinen Sex mit einem Mann, der zwar einen ganz tollen Körper hat, den ich aber als Mensch nicht mag. Bei einer Hure ist beim Sex der Mensch aber egal und wenn es bei der eigenen Frau beim Sex nur um den Körper geht, dann ist in dem Moment der Mensch genauso egal.

M#onik<a65


wieauchimmer

wenn es bei der eigenen Frau beim Sex nur um den Körper geht, dann ist in dem Moment der Mensch genauso egal.

Ich hatte es nicht so aufgefasst. Er sagte, der "Sex sein nur körperlich", nicht die Frau nur Körper. Das ist doch ein Unterschied.

wlieau_c$himmxer


Monika65

Er sagte, der "Sex sein nur körperlich", nicht die Frau nur Körper.

Das, was du das schreibst, ist für mich ein Paradoxum. Wenn der Sex rein körperlich ist, dann habe ich in dem Moment ja nur mit einem Körper Sex, also ist dann in diesem Moment die Frau auch nur Körper, weil sie darauf ja dann reduziert ist. Schließlich ist "DER Sex" nicht irgendein Seinszustand, der mit mir nichts zutun hat. Ich bin es ja, die Sex hat und wenn der andere für mich nur Körper ist, dann ist es eben nicht ER im Speziellen, als ganzer Mensch, der er ist, sondern nur sein Körper, mit dem ich Sex habe.

Das ist doch ein Unterschied.

Ein Unterschied wäre es dann, wenn er und seine Frau mit "DEM Sex" nichts zutun haben würden, wenn Sex irgendeine Veranstaltung wäre, an der man teilnimmt wie eine Party. Da es aber Teil der Persönlichkeit ist, sehe ich da keinen Unterschied. Es ist ja mein Sex und sein Sex, wenn ich Sex habe und eben nicht "der Sex", irgendeine von uns losgelöste Sache.

MMoOnika6x5


Wenn der Sex rein körperlich ist, dann habe ich in dem Moment ja nur mit einem Körper Sex, also ist dann in diesem Moment die Frau auch nur Körper,

Diese Schlussfolgerung trifft so bei mir nicht zu. Der Sex ist bei mir manchmal oder öfter rein körperlich, damit mache ich eine Aussage über mich. Es ist ein rein körperlicher Zustand, in dem ich sehr bei mir bin. Meinen Partner empfinde ich dann ebenfalls als körperlich, es ist ein ganz anderer Zustand als wenn ich mit ihm frühstücke, jogge oder über die Gurkenpreise lästere. Es ist ein ganz spezieller Ausschnitt seiner Person, in dem Fall meines Freundes ein Ausschnitt, mit dem ich NIE Probleme habe, im Gegensatz zum sonstigen Leben. In dem Sinne mag er in diesem Moment auf diesen Ausschnitt reduziert sein, aber ich sehe darin keinerlei Herabwürdigung. (Im Gegenteil) Du scheinst aber darin eine zu sehen.

wQie4auc&himmexr


Monika65

Der Sex ist bei mir manchmal oder öfter rein körperlich

Sofern es aber dieser ganz bestimmte Körper ist mit seinen ganz bestimmten Eigenarten auch bezüglich seiner Körperreaktion, seines Handelns, ist es kein reiner Körper, sondern immer noch der Körper der bestimmten Person. In dem Moment, wo es keinen Unterschied für mich macht, wessen Körper das ist und er austauschbar ist, ist es nicht mehr die Person, sondern höchstens noch die männlichen Attribute, die mich interessieren. Im Bordell sind die Körper austauschbar.

Es ist ein Unterschied, ob ich mich beim Sex vornehmlich auf meinen und seinen Körper konzentriere, oder wie es so schön heisst: Sex und Gefühle trenne. Wenn das Gefühl, was ich zu jemandem habe, für die sexuelle Befriedigung völlig irrelevant ist, so wie meerman ja sagt, dann trenne ich es ja. Du sagst aber: "Guter Sex mit Liebe ist natürlich für die Seele aufbauender" (statt "aufbauender" könnte man sicher auch "befriedigender" sagen). Für meerman besteht nach seinen Worten aber kein Unterschied.

Eine Entwürdigung ist es, wenn ich als bestimmte Person keine Rolle mehr spiele. Wenn es dasselbe ist, ob ein Mann mit mir, die er liebt, Sex hat, oder mit einer anderen, dann spile ich als die Person, die er liebt, ja in dem Moment keine Rolle mehr. Für meinen Freund ist es ein Unterschied (für mich ebenfalls), denn bei fremden Frauen bleibt er gefühlsmäßig distanzierte, also weniger innig und leidenschaftlich und das wirkt sich für ihn, so wie er sagt, auch auf die Befriedigung beim Sex aus.

m@eepr>maxn


wai

Ich sehe auch in einer Hure einen Menschen, während du sie in deiner Welt zu Objekten degradierst. Sie degradieren möchtest, weil sie nicht in dein Weltbild passen.

Und übrigens, ich bin kein Suchender.......dein kleiner Exkurs geht bezüglich meiner Person ins Leere.

mDeerxman


Eine Entwürdigung ist es, wenn ich als bestimmte Person keine Rolle mehr spiele.

Für mich spielst du definitiv keine Rolle ;-D

Keine AHnung wie man Sex so überbewerten kann.........

wbieau)chgimmxer


meerman

Ich sehe auch in einer Hure einen Menschen, während du sie in deiner Welt zu Objekten degradierst.

Toller Spruch, allerdings höchst unglaubwürdig, dass man einen Körper, den man mal für eine halbe Stunde Benutzung mietet, als Mensch sieht. Komisch, dass da dann so ein Desinteresse besteht, ob diese Frau ebenfalls Lust auf Sex hat oder auf welchem Hintergrund sie diesen Beruf ausübt. Wo ist denn da der Mensch, den man in diesem Körper sieht?

Sie degradieren möchtest, weil sie nicht in dein Weltbild passen.

Da verwechselst du was. Ich degradiere die Männer, die zu Huren gehen, aber netter Versuch, nur leider völlig verfehlt.

Keine AHnung wie man Sex so überbewerten kann...

Na, wenn der Sex nicht wichtig ist, wieso kannst du nicht drauf verzichten und betrügst sogar deine Frau? Auch sehr unglaubwürdig, was du hier schreibst. Auf Unwichtiges kann man nämlich verzichten und riskiert dafür nicht seine Ehe.

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