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Warum ich Prostituierte geil finde

SQte[rne6nkixnd


Oblivion

Du kannst Sex nicht als Gegenständlich behandeln.

Ein Mann wird nicht Sex wollen, weil es ein Neutrum ist, sondern weil er davon Gefühle bekommt.

Es bewirkt also etwas..ohne Wirkung keine vorherige Handlung.

oablivifoxn


Sternenkind

Du kannst Sex nicht als Gegenständlich behandeln.

Das tue ich doch gar nicht, ich weise nur darauf hin, daß "Sex" in sich kein Qualitätsmerkmal hat. Er kann gut sein, schlecht sein, gewollt oder ungewollt sein, aber immer ist es Sex.

S7terPnenki^nd


Oblivion

Ich zitiere dich:

Sex ist aber Sex, ein Akt, der wohl etwas mit Gefühlen zu tun hat, aber kein Gefühl IST.

Toll, das Gleiche jetzt mal andersrum: Ich vergleiche Sex mit einem Gegenstand, du sagst mir, daß es kein Gegenstand ist. Du vergleichst Sex mit einem Gefühl, ich sage dir, daß Sex kein Gefühl ist.

wpieaZuchimmxer


oblivion

Keineswegs...das entspringt nur deinem Hirn. Wenn du farbenblind wärst und ich dir sagen würde "Der Himmel ist blau"

Du sagst also, wenn die eine Gruppe ein Bedürfnis hat, dann ist erstmal egal, ob dieses Bedürfnis berechtigt ist (weil es z.B. den anderen zu einem Objekt macht oder einem Dienstleister, weil dieser selber dieses Bedürfnis nicht hat, dem anderen also nur zu Diensten wäre). Stimmts? Es spielt also keine Rolle, ob sie ein Recht drauf haben oder nicht.

Wenn die eine Gruppe ein Bedürfnis hat und das höher ist, als das "Gegenleistungs"-Bedürfnis der anderen Gruppe, dann hat die andere Gruppe Macht.

Hab ich dich soweit verstanden?

Ein Beispiel:

Weisst du, wer nach deiner These unglaublich viel Macht hat, weil dort in sexueller Hinsicht ein hohes Ungleichgewicht vorhanden ist? Kinder! Denn die wollen gar keinen Sex, aber es gibt genug Erwachsens, die das Bedürfnis haben, mit Kindern Sex zu haben. Du sagtest ja, es ist egal, ob das Bedürfnis berechtigt ist (denn ansonsten können wir diskutieren, ob es berechtigt ist, das Bedürfnis zu haben, eine Frau, die selber keine Lust hat, für seine eigene Selbstbefriedigung zu benutzen, aber du sagtest ja, dass du dieses Bedürfnis selber nicht wertest, also auch nicht in diesem Fall, denn entweder man wertet, oder nicht).

Kinder, die nicht mit Erwachsenen Sex haben wollen, obwohl die Erwachsenen dieses Bedürfnis haben, haben also Macht über die Erwachsenen. Nach deiner These: Eindeutig Ja

Ich habe ledigtlich Frauen gegen Kinder ausgetauscht und das Bedürfnis nach Sex mit Frauen gegen das Bedürfnis nach Sex mit Kindern. Also mein Beispiel ist absolut passend. Du wertest das Bedürfnis nicht, ob es berechtigt ist und es ist auch egal, ob es auf beidseitigkeit beruht, sondern deine These heisst ja: Es ist in jedem Fall Macht, wenn eine Gruppe ein Bedürfnis hat, was nur eine andere Guppe befriedigen kann, die selber ein geringeres oder kein Bedürfnis hat. Also kann man das auch ohne weiteres auf Pädophile und Kinder übertragen.

Aber merkst du vielleicht mal am Beispiel Sex mit Kindern, wie pervers deine Theorie mit der Macht ist? Die Kinder haben nun plötzlich Macht über die pädophilen Erwachsenen, jedenfalls nach deiner These.

Der Fehler ist m.E., dass man eben doch danach fragen muss, ob das Bedürfnis berechtigt ist. Das gilt für das Bedürfnis nach Sex mit Kindern ebenso wie für das Bedürfnis, eine Frau zu benutzen, die selber keine Lust auf Sex hat, auch wenn es im Fall von Kindern natürlich moralisch und strafrechtlich verwerflicher ist, aber das bedürfnis, mit jemandem Sex haben zu wollen, der selber dazu aber keine Lust hat, ist ja genau dieselbe.

Wenn du sagst, dass eines von beiden "krank" ist, dann wertest du wieder, aber du sagtest ja, dass du nicht werten willst, denn sonst musst du auch werten, ob es berechtigt ist, sich an einer Frau zu befriedigen, die selber keine Lust hat. Hier müsstest du dann genauso werten und wieso sollte dies bei Frauen berechtigt sein und bei Kindern nicht? Was es angeht, dass der Körper kein Gegenstand ist und was Menschenwürde und Selbstbestimmung über den eigenen Korper angeht, haben ja schließlich Frauen nicht weniger Rechte als Kinder, also ist es dasselbe.

Ich könnte dann auch sagen, dass ich es grundsätzlich "krank" finde, andere Menschen als Befriedigungsobjekte zu benutzen.

Der zweite Fehler ist, dass eine Gruppe, nur weil eine andere Gruppe "scharf" auf sie ist, aber das nicht auf ausgeglichene Gegenseitigkeit beruht, direkt Macht hat, denn nach deiner These haben Kinder, die von Pädophilen angemacht werden, Macht über diese Pädophilen, denn was deine These angeht, gibt es bei diesem Beispiel keinen Unterschied dazu, dass ein Mann scharf auf eine Frau ist, aber sie will nicht.

Stehst du nach diesem Beispiel immer noch zu deiner These?

Selbstbefriedigung

Wenn Sex die Befriedigung sexueller Lust ist (und das willst du doch nicht abstreiten, oder?...und es gehr ja heir die ganze Zeit um Befridigung von Bedürfnissen), dann hat die Frau in dem Fall, wo sie keine Lust hatte, nicht wirklich Sex gehabt. Sie hat mit sich Sex machen lassen, aber sie selber hatte ja keine Lust, die sie dabei befriedigt hat. Mit welchen Begriffen würdest du denn das unterscheiden? Ich finde Selbstbefriedigung am lebendem Objekt im Vergleich zu Sex aus beidseitiger Lust eine ganz passsende Unterschediung, aber du kannst gerne andere Begriffe vorschlagen.

Du siehst aber doch hoffentlich ein, dass es ein entscheidender Unterschied ist, ob sie auch Lust hat und ebenfalls dabei ihr sexulles Bedürfnis befrideigt, oder ob sie ihm nur behilflich ist, seins zu befriedigen. Oder siehst du da vielleicht keinen Unterschied? Sex ist Sex. Ob die Frau auch Bock hat, scheißegal. Macht keinen Unterschied.

Kann wohl nicht sein, dass du den Bedürfnissen von Männern so viel Gewicht einräumst (denn um die Macht, diese zu befriedigen oder nicht, geht es ja hier), während die von Frauen scheißegal sind. Also sollte dieser Unterschied schon eine entscheidende Rolle spielen. Wenn du der Meinung bist, es kommt nur auf das Bedürfnis des Mannes an und die Lust der Frau ist egal, Die Welt kreist quasi allein um die Befridigung des Mannes, dann brauchen wir hier nämlich nicht weiter zu diskutieren, weil das eine ultrachauvinistische Einstellung wäre. Also wie möchtest du beidseitige Luts und einseitige Lust, wo der andere sich ledigtlich hergibt, also Dienstleistung, unterscheiden?

Sxalo9mxe


Re: Eröffnungsbeitrag KLjunkies

Die erste Variante stellt sicherlich die qualitativ hochwertigere dar (vor allem, wenn auch Liebe im Spiel ist). Sie ist allerdings mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Denn man muss eine Frau finden, die sich freiwillig zur Verfuegung stellt. Zusaetzlich duerfte es fuer viele Maenner schwierig sein, eine schoene Frau zu finden, was die Qualitaet des Aktes mindert.

Für die Qualität des Aktes spielt die empfundene Schönheit der Partnerin nur eine untergeordnete Rolle. Es sei denn, man hält seine Ansprüche gering und reduziert das sexuelle Erleben auf den visuellen Reiz. Dieser ist in der Tat nicht unbedeutend, aber, wenn es sich um so komplexe Dinge wie Erotik handelt, eben nur die halbe Miete. Wenn überhaupt.

Als ich vor einem Jahr noch Kurse im "Tao der heilenden Liebe" gab, beklagte sich manche Frau, die auf Grund ihrer körperlichen Vorzüge, von vielen Männern sicherlich als sehr hübsch eingestuft werden würde, darüber, dass ihr eigener Mann kein sexuelles Interesse mehr an ihr habe. Nach näherem Kennenlernen stellten wir gemeinsam fest, dass eine der betreffenden Frauen seit Jahren in die so genannte Routine-Falle getreten ist. Dem Mann wurde das mit der Zeit langweilig und auch ihre schöne Gestalt verlor für ihn zunehmend an Reiz. Er verliebte sich in eine andere -weniger hübsche- Frau, die es offenbar verstand, sein Feuer erneut zu entfachen.

Deine Formulierung: "Denn man muss eine Frau finden, die sich freiwillig zur Verfuegung stellt" treibt mich zu der Vermutung, dass Dir das Wesen der Erotik bisher entgangen ist. Die sexuellen Möglichkeiten einer innigen Partnerschaft hast Du selbst noch nicht ausgelotet. "Sich freiwillig zur Verfügung stellen" hat nicht das Mindeste mit der erotischen Leidenschaft zu tun, die entsteht, wenn sich zwei Menschen einander magisch angezogen fühlen. Suchst Du also das ultimative Erlebnis, dann solltest Du Deine Vorstellung von Erotik neu überdenken.

Nun, warum finde ich Prostituierte geil? Ich denke die Vorstellung, schoene nackte Frauen benutzen zu duerfen, ist fuer die meisten heterosexuellen Maenner verlockend. Dass dies gegen Bezahlung moeglich ist, finde ich wunderbar.

Lassen wir hier die moralischen Aspekte außen vor, denn die bewertet jeder Mensch unterschiedlich. Prostitution ist im Grunde genommen nichts anderes als ein spezieller Dienstleistungssektor.

Dabei verkauft die Frau ihren Körper nicht (wie das oft so dahergeredet wird), sondern setzt ihn bewusst als "Werkzeug" ein.

Und genauso wie der Schlosser nicht sein Werkzeug verkauft, verkauft die Frau auch nicht ihren Körper. Sie stellt Zeit und Können zur Verfügung und deckt einen Bedarf

Und, den Gesetzen der freien Marktwirtschaft entsprechend, bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Arbeitet eine Prostituierte längere Zeit in einem Bordell, ist die Zahl ihrer Stammkunden ein Indiz dafür, wie gut oder wie schlecht sie in ihrer Tätigkeit ist. Je höhere Ansprüche sie (aus Sicht des Kunden) erfüllt, desto höher ihr "Marktwert" ergo desto höher ihr Preis.

Entgegen hier vertretener Meinungen werden professionelle Edelhuren auch von Männern besucht, die im alltäglichen Leben bei Frauen beste Chancen haben und alles Andere als "Versager" sind. Das älteste Gewerbe der Welt ist nun mal kein Sozialhilfe-Projekt. ;-)

w'iea@uchsimm_er


oblivion

Das tue ich doch gar nicht, ich weise nur darauf hin, daß "Sex" in sich kein Qualitätsmerkmal hat. Er kann gut sein, schlecht sein, gewollt oder ungewollt sein, aber immer ist es Sex.

Dann sage mir doch mal, von was du überhaupt redest.

So wie ich dich verstanden habe ist die Ausgangsbasis deiner Argumentation, dass Männer (sofern sie hetero sind) ein sexuelles Bedürfnis, also Lust, auf Sex mit einer Frau haben und wenn die Frau aber "nein" sagen kann (ein Recht, was du ihr ja auch nicht absprichst), weil sie nicht will, hat der Mann das Pech, dass er dieses Bedürfnis nicht befriedigt bekommt und daraus leitest du eine Macht der Frau über die Befriedigung des Mannes ab. Soweit richtig?

Es geht also um das sexuelle Bedürfnis der Männer. Das ist ja das Motiv, wieso sie überhaupt von einer Frau abhängig sind, weil sie eben das Bedürfnis auf eine Frau haben und nicht auf ihre Hand oder eine Gummipuppe oder sonstwas.

Sexuelles Bedürfnis ist hier also der Zentrale Begriff, richtig? Weil es der zentrale Begriff ist, habe ich nun Überlegungen zum Bedürfnis von Frauen angestellt und wenn es um Bedürfnis geht, dann ist es doch wohl vollkommen richtig, zu unterscheiden, wie es mit dem Bedürfnis der Frau aussieht, zu unterscheiden zwischen Sex, wo beide ein sexuelles Bedürfnis befriedigen und Sex, wo nur einer von beiden sich befriedigt, weil der andere gar kein Bedürfnis hat.

Wenn es aber um das Bedürfnis der Frau geht, da kommst du dann plötzlich mit so Sprüchen wie "Sex ist Sex" und "Es kommt nicht auf die Qualität an". Ja, reden wir nun über Bedürfnisse, oder uber eine körperliche Turnübung, die aus sexuellen Handlungen besteht? Plötzlich, wo es um das Bedürfnis der Frau geht, ist Bedürfnis total egal und du redest nur noch vom sexuellen Akt und Sex ist Sex.

Entweder wir reden als zentralen Punkt über Bedürfnisse oder nicht und es ist tatsächlich eine sehr chauvinistische Einstellung, aussschließlich das Bdürfnis des Mannes ins Zentrum zu stellen, während das von der Frau keine Rolle spielt, denn Sex ist ja plötzlich einfach nur Sex und die sexuelle Lust macht plötzlich keinen Unterschied mehr, sobald es um die der Frau geht, während beim Mann die sexuelle Lust das zentrale Thema ist.

Also du musst dich schonmal entscheiden, über was wir hier reden. Für die Selbstbefriedigung des Mannes ist die Frau jedenfalls nicht zuständig und zwar im Grunde genauswowenig wie ein Kind für die Befriedigung eines Pädophilen zuständig ist mit dem einzigen Unterschied, dass eine erwachsene Frau selbst darüber entscheiden kann, ob sie sich auch ohne eigene Lust auf Sex einlässt (falls es sich nicht um eine Vergewaltigung oder sonstige Zwänge handelt) und ein Kind, weil nicht eigenverantwortlich, hier nicht selber entscheiden kann, sondern von Erwachsenen beschützt werden muss. Also haben weder Kind noch Frau in diesem Fall Macht, bzw Frau und die Eltern des Kindes, die "nein" sagen, wenn ein Pädophiler sein Bedürfnis ausleben will, während die Frau selber "nein" sagt.

Für den Sex mit einem Mann ist die Frau hingegen "zuständig", aber das kann sie ihm nur bieten, wenn sie selber Lust hat. Da aber Lust eine spontane Gefühlsregung ist, hat sie darüber ebenfalls keine Macht. Also reden wir sowohl im Falle von Mann, als von Frau über sexuelle Bedürfnisse, oder über Dienstleistung?

kT4n1.cxkel


wieauchimmer

du willst einfach nicht kapieren,

- daß es die meisten Männer schwerer haben, einen Sexualpartner zu finden, als die meisten Frauen

- daß Männer deshalb dafür tun müssen als Frauen, sich einen Sexualpartner zu suchen

- daß Frauen auch Sex haben können, ohne dabei etwas zu empfinden oder Lust zu haben

- daß daraus folgt, daß Frauen Sex auch einsetzen können, um bestimmte Ziele zu erreichen.

Daß du das nicht kapieren willst, liegt einfach daran, daß es nicht in deine radikalfeministische Ideologie paßt. Aber laß dich von Argumenten nicht beeindrucken.

wjieauchmimmer


oblivion

Wenn es um Überlebensnotwendiges geht, dann stimme ich mit dir im Punkt Macht überein. Die gesamte Marxistische Ideologie dreht sich ja um diesen zentralen Punkt. Es gibt die Besitzenden und die, welche von den Beseitzenden existenziell abhängig sind und damit haben die Besitzenden Macht.

Was besitzt aber eine Frau? Ihren Körper. Der ist aber nicht ihr Besitz, so wie man einen Gegenstand besitzt, sondern ihr Körper gehört zu ihrer Persönlichkeit. Also ist es nicht etwas, was anderen zum Überleben benötigen und sie von ihrem "Besitz" etwas abgeben muss, um eine ausgleichende Gerechtigkeit zu schaffen. Hier greift nämlich die Menschwürde, wohingegen ich von einer Feuerholzwürde oder Brotwürde noch nie was gehört habe (Die Würde der Tiere hingegen ist ja immer wieder im Gespräch, weil es da nämlich auch Meinungsverschiedenheiten gibt, ob man über den Körper von Tieren einfach so wie über einen Gegenstand verfügen darf. Haben Tiere eigentlich Macht, wenn ich Hunger habe, ein Tier jage, aber es nicht von mir gefressen werden will? Nach deiner These hätte dieses Tier Macht über mich, weil es sich weigert, mir mein Bedürfnis zu erfüllen und wenn es um die Vegetation schlecht bestellt ist, wie z.B. auf Grönland, dann muss ich sogar verhungern, wenn ich das Tier nicht essen kann). Was hat sie noch? Sie hat sexuelle Lust und diese gibt sie ja freiwillig, wenn sie sie hat.

L-ewliaxn


wieauchimmer, oblivion

Eigentlich wollte ich in diesem Faden nichts mehr posten, aber eure Diskussion über Macht ist dermaßen hartnäckig, dass ich doch einmal schreibe, wie ich das sehe.

Ich denke, der Machtbegriff, den oblivion benutzt, ist klar, einleuchtend und von der einschlägigen Literatur gedeckt (wobei diese jedoch uneinheitlich ist). Wenn A etwas will, was B hat, dann hat B Macht über A. So weit, so gut.

Jedoch schreibt oblivion die ganze Zeit so, als sei Macht etwas Objektives, und A sei eine Art "Opfer" der Macht. Nach konstruktivistischer Auffassung ist Macht jedoch etwas Konstruiertes. Wir sind verantwortlich für das, was wir für unsere Bedürfnisse halten. Das heisst, ein Mann, der sich für dermaßen vom Sex abhängig hält und also herstellt, dass er unbedingt eine Frau braucht, konstruiert diese dadurch als mächtig. Natürlich kann die Frau mit ihrem Verhalten an dieser Konstruktion mitwirken, aber der Kern ist, dass Macht eingeräumt werden muss, damit es sie gibt. Damit bin ich aber inhaltlich wieder mehr auf wieauchimmers Schiene, denn die ganze Machtdiskussion (in der ich von der Begrifflichkeit eher oblivion zustimmen würde) entbindet die Männer in keiner Weise von der Verantwortung für ihr Verhalten Frauen (speziell Prostituierten) gegenüber, genausowenig wie den Pädophilen, der mitunter durchaus auch das Kind als mächtig über sich konstruieren wird (was das Kind jedoch selten von sich aus mitspielen wird).

kg4ng1ckMexl


Natürlich kann die Frau mit ihrem Verhalten an dieser Konstruktion mitwirken, aber der Kern ist, dass Macht eingeräumt werden muss, damit es sie gibt.

Mit Verlaub, Lewian, das ist konstruktivistischer Schwachsinn. Wenn ich dir ein Gewehr unter die Nase halte, dann kannst du mir nicht mehr viel einräumen.

Bei Sex ist das Ganze nicht so krass, aber dafür kann man mit Sexentzug auch nicht so viel bewirken wie mit einem Gewehr.

Ich denke, hier wird mehr am feministischen Frauenbild konstruiert als an sonst irgend etwas.

wuieaucXhixmmer


k4n1ckel

daß daraus folgt, daß Frauen Sex auch einsetzen können, um bestimmte Ziele zu erreichen.

Das KÖNNEN sie und dann haben sie Macht. Da es sich bei Sex aber nicht um etwas Überlebensnotweniges handelt, kann aber auch der Mann "nein" sagen, wenn er sich nicht ausnutzen lassen will, also ist diese Macht nicht sonderlich groß. Es gibt schließlich genug Männer die "nein" sagen und sich nicht von einer Prostituierten ausnehmen lassen und viel Geld dafür bezahlen. Es geht also. Wieso sollten sie aber Macht haben, wenn sie einfach nur keine Lust haben und "nein" sagen, ohne damit irgendein erpresserisches Ziel zu verbinden? Das kapierst DU scheinbar nicht. Eine Frau ist nicht für die Selbstbefriedigung eines Mannes zuständig, also hat sie auch keine Macht und ein Mann ist in der Lage, "nein" zu sagen, wenn sie Sex einsetzt, um bestimmte Ziele zu verfolgen, ohne dass es deshalb sterben muss. Er bekommt nur nicht sein Bedürfnis befriedigt. Und? Wenn ich einen Heißhunger auf Schokoladentorte habe und gehe zum Bäcker und frage ihn, ob er mir ein Stück schenkt, weil ich kein Geld habe und er sagt "nein", hat er dann etwa auch Macht über mich? Muss ich verhungern ohne Schokoladentorte, wenn ich genug Brot habe?

daß es nicht in deine radikalfeministische Ideologie paßt

Willst du mir hier blöd kommen, oder diskutieren? Die Ideologie von Männern scheint ja daraus zu bestehen, dass Frauen dafür zuständig sind, Männern ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen und zwar im Zweifel auch, wenn die Frau selber keine Lust hat. Das ist eine absolut chauvinistische Ideologie, weil die Frau grundsätzlich als Dienstleisterin gesehen wird, aber das wirst DU wohl nie kapieren.

kl4n1xckel


wieauchimmer

Das KÖNNEN sie und dann haben sie Macht.

Punkt. Den Rest hättest du dir sparen können.

bla blupp

Sie haben Macht. Ob viel oder wenig, große oder kleine, das ist wohl von Mann zu Mann unterschiedlich. Genauso wie es Leute gibt, die für eine Schokotorte Verbrechen begehen würden.

So hat der Bäcker in deinem Beispiel genau so viel Macht über dich, wie dir eine Schokotorte wert ist. Die Macht ist größer, wenn es die einzige Schokotorte auf der Welt ist, und noch größer, wenn es nichts anderes zu essen gibt, noch größer, wenn es deine Lieblingsspeise ist, und normalerweise ziemlich klein.

So ähnlich verhält es sich mit Sex.

Und übrigens, ob eine Frau Lust hat oder nicht, das macht für das Bestehen der Macht keinen Unterschied. Sie [b]kann

nämlich auch ohne Lust Sex haben. Wofür sie da ist oder nicht, das spielt keine Rolle. Die Macht, und ich dachte das hätten wir eben gelernt, folgt aus diesen vier Voraussetzungen:

- daß es die meisten Männer schwerer haben, einen Sexualpartner zu finden, als die meisten Frauen

- daß Männer deshalb dafür tun müssen als Frauen, sich einen Sexualpartner zu suchen

- daß Frauen auch Sex haben können, ohne dabei etwas zu empfinden oder Lust zu haben

- daß daraus folgt, daß Frauen Sex auch einsetzen können, um bestimmte Ziele zu erreichen.

Und zur Beruhigung deiner feministischen Beißreflexe: Daraus folgt nicht, daß die Frau ist zur Befriedigung des Mannes da ist.

Finde dich halt mal damit ab, daß Frauen nicht nur arme Opfer sind.

Willst du mir hier blöd kommen, oder diskutieren? Die Ideologie von Männern scheint ja daraus zu bestehen, dass Frauen dafür zuständig sind, Männern ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen und zwar im Zweifel auch, wenn die Frau selber keine Lust hat. Das ist eine absolut chauvinistische Ideologie, weil die Frau grundsätzlich als Dienstleisterin gesehen wird, aber das wirst DU wohl nie kapieren.

Nichts, was ich geschrieben habe, unterstützt diese Sicht der Dinge. Das sind Vorstellungen, die allein in deinem Kopf entstanden sind, und einiges über dich und dein Männerbild aussagen. Nämlich daß es radikalfemistisch und männerverachtend ist, während Frauen die ewigen unschuldigen Opfer sind. Wenn man so etwas verbreitet, dann muß man schon etwas Wind aushalten können.

w}iea+uchWimmexr


Lewian

Wir sind verantwortlich für das, was wir für unsere Bedürfnisse halten.

Ausnahme: Das was wir tatsächlich zum Überleben brauchen. Dass ich Luft zum atmen brauche und Wasser und Nahrung, das ist sicher kein Konstrukt. Was den Sex angeht, gebe ich dir vollkommen Recht.

Das heisst, ein Mann, der sich für dermaßen vom Sex abhängig hält und also herstellt, dass er unbedingt eine Frau braucht, konstruiert diese dadurch als mächtig.

Und das ist aber ein Konstrukt, was sich aus der Kultur des Patriarchats ableitet. Denn dahinter steckt ja der Gedanke, dass es Aufgabe der Frau ist, für seine sexuelle Befriedigung zuständig zu sein. Nehmen wir z.B. Kasper Hauser, der hat zwar masturbiert, aber der Anblick einer Frau gab ihm gar nichts. Er hatte zwar sexuelle Bedüfnisse, aber hat diese einfach überhaupt nicht (aus fehlender Erfahrung) mit einer Frau in Verbindung gebracht. Homosexuelle Männer bringen ja auch keine Frau damit in Verbindung. Wenn ich mich vollkommen normal verhalte, aber dennoch das Subjekt der Begierde eines Mannes werde, der mich aber gar nicht interessiert, was habe ICH dann damit zutun, wenn er mich für sein Glück oder seine sexuelle Erfüllung verantworlich macht?

Diese Denkweise scheint aber unter Männern verbreitet, denn ich habe schon mehrmals erlebt, dass ein Mann etwas von mir wollte, ich ihm aber keinerlei Anzeichen gegeben habe, dass ich auch meinerseits Interesse an ihm habe. Es folgte eine regelrechte Belagerung, Telefonterror und wenn ich dann so weit war, dass ich in Freundlichkeit keinen Sinn mehr sah und ihm androhte, dass ich ihn wegen Nötigung anzeige, wenn er so weiter macht, dann war es meistens so, dass er mir regelrecht zum Vorwurf machte, dass ich seinem Glück im Wege stehe und ihm sein Bedürfnis nicht befriedige. Ich war nun also Schuld an seinem Leiden. Diese Belagerung nennt man Starking und das ist bei Männern nicht selten. Es kam sogar so weit, dass ein Mann, dem ich klar gesagt hatte "nein", das absolute Eifersuchtsdrama startete, weil ich mich in einen andern verliebt hatte, schließlich in Therapie ging und mich dafür verantwortlich machte. Am liebsten hätte er mir sicher noch die Rechnung des Therapeuten geschickt, weil es ja angeblich meine Schuld war. Ich weiß nicht, was da im Kopf mancher Männer so abgeht. Aber das ist ihr eigener Psychotripp, der nichts mit mir zutun hat, außer, dass sie irgendetwas auf mich projezieren. Im Grunde genau dieselbe Geschichte, nur dass es dabei nicht allein um Sex ging, sondern um Liebe.

L6ewiaxn


k4n1ckel

Mit Verlaub, Lewian, das ist konstruktivistischer Schwachsinn. Wenn ich dir ein Gewehr unter die Nase halte, dann kannst du mir nicht mehr viel einräumen.

Genau falsch. Menschen mit einem Gewehr vor der Nase verhalten sich extrem unterschiedlich, und die, die sich weniger beeindrucken lassen, sind normalerweise in einer stärkeren Position als die anderen.

Abgesehen davon macht es, wie wieauchimmer schon sagt, einen ganz entscheidenden Unterschied, ob es um Leben und Tod geht oder nicht. Ich bleibe dabei: Dass die Frau in diesem Fall Macht hat, kann man so sehen (wenn man ihr das als Mann einräumt), aber es bringt die Diskussion nicht weiter, bzw. höchstens dann, wenn man sich klar macht, wie Macht entsteht. Und natürlich sind Frauen auch nicht immer nur arme Opfer, aber hat das wieauchimmer jemals behauptet?

w ieauoch\immxer


k4n1ckel

Sie haben Macht.

Wenn du nicht in der Lage bist "nein" zu sagen, sondern den Frauen in deinem eigenem Hirn diese Macht gibst, dann ist das nicht das Problem der Frauen, sondern sein Psychotripp und da kann dir vielleicht ein Therapeut weiterhelfen. Lies mal, was Lewian dazu schreibst, der ist ein Mann und keine Emanze und ich gebe ihm Recht.

Sie [b]kann nämlich auch ohne Lust Sex haben.

Wieso sollte sie? Bei Männern dreht sich hier alles um deren sexuelles Bedürfnis, aber bei Frauen ist es scheißegal, ob sie Lust hat? Typisches Chauvinistengerede!

Daraus folgt nicht, daß die Frau ist zur Befriedigung des Mannes da ist.

Imn Kopf eines Mannes, der einer Frau die Macht für seine sexuelle Befriedigung gibt, ist sie ja scheinbar eben doch dafür zustänsig, denn sonst würde er sie ja nicht als mächtig empfinden.

Nämlich daß es radikalfemistisch und männerverachtend ist

Ach ja? Wenn ich also denke, dass meine eigene Lust darüber entscheidet, ob ich Sex habe oder nicht und nicht, aber ein Mann meint, ich müsse ihm Sex geben auch ohne Lust, weil er sonst mein Opfer ist, dann bin ich also männerverachtend? Wann bin ich es denn nicht? Wenn ich ohne Lust, sondern aus Menschenfreundlichkeit, für jeden Mann, der ein Bedürfnis nach Sex hat, die Beine breit mache? Denn wenn ich es nicht mache, dann nutze ich ja meine Macht aus? Ich glaube, DU hast da extrem verdrehte Gedanken in deinem Hirn.

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