» »

Kann ein 57-jähriger Mann einen hochkriegen?

SEalomxe


@ Rolfus

Die beschriebenen Vorteile stimmen, wer aber eine stahlharte Erektion wünscht, wählt Viagra. Die anderen Produkte wirken länger, aber weniger intensiv.

Auf viele Anwender mag das wohl zutreffen, aber den Augen zuliebe ist von Viagra abzuraten. Sildenafil hemmt im Vergleich zu Tadalafil 70 mal stärker !!! PDE-6 (Dieser Faktor ist für die Erektion völlig irrelevant, im Gegensatz zu PDE-5). PDE-6 Hemmung wirkt sich nachteilig auf die Retina aus, auch wenn hier -aus logischen Gründen- noch keine Langzeitstudien vorliegen.

Ich kann mich zwar in die Gedankenwelt eines Mannes nur bedingt hineinversetzen, würde hier aber klare Prioritäten setzen. Meine langfristige Gesundheit hätte hier eindeutig Vorrang. Eine härtere Erektion lässt sich auch -völlig nebenwirkungsfrei- durch PC-Muskel-Training erzielen.

Der Testosterongehalt im Blut des Mannes nimmt ab dem 18-20 Altersjahr stetig ab.

Die Keimdrüsen produzieren dieses Hormon bis ins hohe Alter beinahe kontinuierlich, der Verlustpegel ist vergleichsweise gering. Entscheidend ist hier das Zusammenspiel aller hormonbildenden Drüsen. Wenn die Nebennieren beispielsweise nicht mehr genug DHEA produzieren, wirkt sich das auch nachteilig auf die Testosteronbildung aus. Die zurückgehenden Pickel Jugendlicher sind weniger das Resultat herabgesetzter Hormonproduktion, als vielmehr ein Zeichen dafür, dass der Körper gelernt hat, mit DHT (ein aktives Produkt des Testosterons) umzugehen. Junge Männer, die über das Teeny-Alter hinaus unter Akne leiden, sind auch anfälliger gegen vorzeitigen Haarausfall und seltsamerweise auch anfälliger unter erektiler Dysfunktion zu leiden.

Einen Urologen sind diese Zusammenhänge nicht bekannt, weil sie nicht Bestandteil seiner Ausbildung sind. Einen Andrologen gibt es in Deutschland nur auf dem Papier. Man absolviert als Arzt einen Zusatzkurs und nennt sich dann so. In Amerika gilt ein Androloge als eigenständiger Facharzt und wird auch dementsprechend ausgebildet. Viele Urologen sind nicht einmal in der Lage, zwischen freien Testosteron und nachgewiesenen Testosteron im Serum (Gesamt-Testosteron) zu unterscheiden, und die wenigen, die das vermögen, wissen nichts um die signifikante Bedeutung dieses Unterschieds. Mit zunehmendem Alter bindet sich ein großer Teil des Testosterons an Eiweißkörper und wird damit inaktiv. Allzu schnell wird der Patient unter Übergehung dieser Tatsache dann beruhigt: "Ihr Testosteron-Spiegel ist in Ordnung. Der gemessene Wert liegt im Normalbereich."

Durch Sport kann man etwas gegensteuern. Sonst nimmt der Quotient Oestrogen/Testosteron zu und anstelle von Muskeln sammelt sich oft Fett an.

Durch regelmäßigen Sport lässt sich zweifellos viel erreichen, das steht ganz außer Frage. Jedoch sind Ursache und Wirkung nicht immer eindeutig identifizierbar. Schwindende Muskeln können zwar durch entsprechendes Krafttrainung wieder aufgebaut werden, können aber ebenso auf eine Fehlsteuerung im Hormonsystem hindeuten. Ein Teufelskreis, der sich gegenseitig hochschaukelt.

Das physiologische Gleichgewicht wurde gestört - nur so viel ist sicher.

Jeder Mann benötigt zum optimalen Ablauf innerer Stoffwechselprozesse neben Testosteron auch einen bestimmten Anteil an "weiblichen" Hormonen, insbesondere Progesteron. Stellt der Körper genügend davon her, kann der Körper daraus Östrogen abspalten. Als "Abfallprodukt" erhält er dann noch Testosteron gratis dazu. Für besondere Fälle steht dem Körper aber auch das Enzym Aromatase zur Verfügung. Dieses Enzym wandelt Testosteron direkt in Östrogen um. Im Laufe der Zeit und als Resultat diverser Fehlsteuerungen... (Der Alterungsprozess an sich hat einen physiologischen und einen pathologischen Faktor. Zu letzterem zählen enzym- und hormonbedingte Fehlsteuerungen, die wiederum Folge von Oxidationsprozessen sind.) ...führt das Enzym Aromatase ein gewisses Eigenleben und kann durch körpereigene Hemmer nicht im Zaum gehalten werden. Die Folge davon ist eine Verschiebung des von Dir erwähnten Quotienten zu Gunsten des Östrogens. Damit reduziert sich nicht nur die Erektionsfähigkeit des Mannes, sondern auch seine Fähigkeit, sexuelle Lust zu empfinden. Daran können weder Viagra noch Cialis etwas ändern.

G-eosrgeandG-eorgy


Salome

Na, das erklaert doch alles!!!:)^

Mein Oestrogen Anteil sorgt fuer einen guten Zweck.

Ich liebe nur Frauen;-D

einen lieben Gruss *:)

George

d@er bKni?lch


- Einschub -

Eine härtere Erektion lässt sich auch -völlig nebenwirkungsfrei- durch PC-Muskel-Training erzielen.

Das mag ich nicht so recht glauben. Das Anspannen des PCMs erzeugt zwar das Gefühl, Blut in den Penis zu pumpen, allerdings ist das eben nur ein Gefühl. Durch die Lage des Muskels kann ich mir noch vorstellen, dass das Training den Winkel der Erektion beeinflusst. Falls jemand vernünftige anatomische Fakten liefern kann: ich wäre interessiert.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH