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Leben nach dem ersten Sex

Sate'ffix 83


Ich hatte mein erstes mal mit 17. Verändert hat es mich allerdings überhaupt nicht. Die erste Beziehung hat mich und mein Leben total verändert.

kJleenGer-dxd


Ja, Frauen ist offenbar das erste Mal Sex Wurst, Männern leider nicht immer... ;-)

Da hat vielleicht die Evolution einen bösen Streich gespielt.

SXtdeffi x83


Die meisten Männer, haben hier aber so was ähnliches gesagt wie ich.

k0leenxer-dd


Dann bin ICH wohl abartig - als ich den erste GV "vollbracht" hatte (anderthalb Jahre nach Fehlversuch - der Dienst an der Waffe hatte weitere Versuche unterbunden ;-) ) fühlte ich mich doch bissel anders ;-)

SItefCfi 8x3


Ein bissle anders fühlt man sich vielleicht. Aber das "Leben nach dem ersten Sex" ist doch nicht anders als vorher, oder?

k1leenexr-dd


Wenn Du mit "Leben nach dem ersten Sex" (GV) Essen, Trinken, Job und Verwandschaft meinst - nein.

Nach dem "Fehlversuch" ("autsch - tut weh!") hatte ich mich nicht mehr getraut und bei den sehr seltenen Gelegenheiten hatten wir nächtelang (buchstäblich nächtelang) Petting gemacht.

Ich bin ausgelaufen und sie auch.

Nach längerer Abstinenz hatte dann ein Kumpel Übernachtungsmöglichkeit gegeben (ich hatte mit meiner Schwester ein Zimmer :-( ) und plötzlich ging es.

Okay, "Spätzünder", aber nun bissel stolz oder wie man das nennen möchte...

Männer sind manchmal anders - und Frauen auch ;-)

Ich wußte nun, wie es geht, wie es sich anfühlt und es war auf der psychologischen Checkliste abgehakt - Mann konnte sich wichtigeren Aspekten zuwenden...

K7waxk


Ich wußte nun, wie es geht, wie es sich anfühlt und es war auf der psychologischen Checkliste abgehakt - Mann konnte sich wichtigeren Aspekten zuwenden...

:)^ Sehr gut und treffend beschrieben. Dieses Wissen wie es sich anfühlt ist eine Frage die einen JM sehr beschäftigen kann.

WTühsteDnsohxn


Noch ein paar Gedanken...

...zur Puff-1.Sex-Geschichte. Ich denke 'laut'. Jetzt geht es um die emotionale Entwicklung. JM verliebt sich ab der Pubertät in Frauen. Er träumt von ihnen und stellt sich Sex mit ihnen vor, soweit seine Phantasie das zulässt, kommt aber bei diesen pubertär idealisierten Frauen nicht zum Zug. Er wird älter. Er hört und liest immer mehr und weiss, wie 'es' theoretisch gehen würde. Aber er ist den Frauen immer noch nicht richtig nahe gekommen, d.h. er hat keine erobert bis und mit Petting und eben mehr. Nun kommt eine 'Abkapselungsphase', welche dazu führt, dass er sich (mehr oder weniger bewusst) sexuell zurückzieht und anderen Beschäftigungen nachgeht und sich auf der sicheren 'Ich spare meine Gefühle (und das ganze Interesse) für die Richtige auf'-Schiene bewegt, welche dazu führt, dass auf den zweiten Blick möglicherweise interessante Frauen ignoriert werden und bei 'Richtigen' eine mentale Blockade eintritt. Dies führt zu mönchischem Verhalten und kann eine Weile dauern, bis das Unterbewusstsein zurückschlägt und 'Ich bin alleine!' an die Oberfläche schreit. Schnitt. JM fasst den Plan, bei der Professionellen Sex zu probieren. Er geht und kommt. Er ist jetzt ein bisschen mehr Mann. Er kann. Er geht wieder. Die Frau als idealisiertes Geschöpf wird auf eine reale Ebene heruntergeholt. Koitus an und für sich ist keine überirdische Erfahrung, aber durchaus angenehm. Das Resultat: Sex ist - vielleicht hat man das nie wahrhaben wollen - nur etwas ganz Normales. Aber von der guten Sorte. Jedoch... Er geht wieder und der Thrill wird kleiner. Etwas fehlt einfach. Ihr Körper ist immer noch warm, rund und weich, aber sie verliert an Bedeutung. Es wird - wie ein paar Weise gemahnt haben - zu einer Befriedigung am lebenden Körper. Die Befriedigung ist umso schlechter, je weniger man in Stimmung ist und je weniger man seine Phantasie benutzen kann, um sich vielleicht eine andere Begehrte vorzustellen. Und jetzt kommen die wichtigen Punkte. Der Puff-JM kann diese Frau emotional nicht begehren, weil er sie erst vor wenigen Minuten kennengelernt hat und sich nicht ein vergangenes emotional schönes Erlebnis abrufen kann. Er kann sie sympathisch, nett, verführerisch finden, aber er kann maximal aufgrund eines hormonellen Auftrages spitz auf sie sein. Schönheit als Statue (JM-Idealisierung) alleine ist nicht sexuell. Beim wiederholten Versuch, ein 'geileres Erlebnis' zu finden, lernt der Ex-JM, dass er es nicht finden wird, solange er keine emotionale Bindung herstellen kann. Es wird immer nur ein stärkeres Ejakulationsgefühl bleiben. Mit dem Effekt allerdings, dass die Frau als solches an Wert verliert. Wenn er Sex will, geht er ihn sich kaufen. Wird es zum Teufelskreis? Die Suche wird grösser, die Befriedigung immer kleiner? Denn der JM wird immer nur Nähe suchen. Körperliche auch, aber vorallem geistige. Liebe soll letztere heissen. Durch seine Puffbesuche hat er die Sexualität vom Olymp geholt, sie aber in eine Schweinegrube geworfen? Wird durch die begleitende Mechanisierung des Aktes auch in möglichen Beziehungen das Vergnügen vermindert, z.B. weil man die Verknüpfung von geistiger und körperlicher Liebe nie gelernt hat (kann man zwar wahrscheinlich noch lernen, oder?)? Und das Annähern an Frauen wird auch nicht einfacher, weil man nicht lernt, wann man was machen darf. Dies ist eine sensible Sache. Und der Vorteil des Puff-Besuchs, sich anonym blamieren zu können, steigert möglicherweise die Hemmungen, etwas bei einer realen Frau zu versuchen (Ausweichverhalten). -> Man wird nicht darum herum kommen, es 'gratis' zu versuchen, was je nach Fall eine gründliche Revision des gesamten Charakters benötigt (oder viel Glück).

Laut gedacht. Dies sind durch eigene Erfahrungen entstandene Ideen, keine festen Meinungen.

JM im Puff: Zuversicht/Zufriedenheit kann (bei Erfolg!) wachsen, Desillusionierung könnte ein Problem werden. Meinungen?

Epilog: Desillusionierung ist eigentlich lehrreich. Ich weiss nun, dass der Puffbesuch nur ein kurzer Ausschlag auf dem 'Sex-O-Meter' ist (der möglicherweise mit höherem Einsatz stärker ist (GFS?)). Aber ich lerne diesen Körperkontakt als etwas Normales und grundsätzlich nicht besonders Schwieriges kennen. Dies macht lockerer... Genauso lerne ich, dass ich eine Frau richtig begehren will und auch begehrt werden will, damit es auch etwas symbiotisch Schönes ist, weshalb ich an mir als Ganzes arbeite. Somit haben die Puffbesuche doch ihren Dienst geleistet, und das 'Leben nach dem ersten Sex' ist etwas weiser.

wyieauu5cuhimmer


Wüstensohn

Es wird immer nur ein stärkeres Ejakulationsgefühl bleiben. Mit dem Effekt allerdings, dass die Frau als solches an Wert verliert. Wenn er Sex will, geht er ihn sich kaufen. Wird es zum Teufelskreis? Die Suche wird grösser, die Befriedigung immer kleiner?

Sofern dir das:"Genauso lerne ich, dass ich eine Frau richtig begehren will und auch begehrt werden will, damit es auch etwas symbiotisch Schönes ist, weshalb ich an mir als Ganzes arbeite." nicht gelingt, besteht eben die Gefahr, dass du nun "angefixt" bist und der Misserfolg noch quälender wird. Dass du an dir als Ganzes arbeiten musst, das war doch schon vor dem Besuch klar. Jetzt ist es, wie mir scheint, nur noch dringender. Ob aber der Druck der Dringlichkeit zum Erfolg führt oder noch mehr zu einem Frustteufelskreis, ist die Frage.

(kann man zwar wahrscheinlich noch lernen, oder?)

Da du ja in dir das Gespür hast, dass zwischen geistiger und körperlicher Liebe für deine Erfüllung eine Verbindung sein sollte, brauchst du das nicht lernen, denn du weisst es ja. Du kannst es höchstens verlernen, indem du aufgibst, das zu finden und dich mit weiteren regelmäßigen Puffbesuchen zufrieden gibst.

Und der Vorteil des Puff-Besuchs, sich anonym blamieren zu können, steigert möglicherweise die Hemmungen, etwas bei einer realen Frau zu versuchen (Ausweichverhalten).

Das meine ich ja damit, dass es für das, was man lernen "muss", um das JM- Darsein auf freier Wildbahn loszuwerden, eben nichts bringt, sondern es vielleicht sogar noch mehr verunsichert.

C4aptpain Fwutuxre


@Wüstensohn

Hallo Wüstensohn, ein sehr interessanter Gedankengang! Ich hab mich bewußt nur kaum mit den Fragen des "danach" beschäftigt, um sozusagen nicht den Himalaya hinter den Alpen erblicken zu müssen, aber ich finde Deine Gedankengänge schlüssig und nachvollziehbar und bin nun so gespannt wie Du, was die Leute, die was dazu zu sagen haben, sagen werden!

kjleeneXr-xdd


Der letzte Absatz ist ein ordentlicher Epilog, ansonsten muß ich mir das Ganze morgen noch mal zu Gemüte ziehen ;-)

W(üstrensoxhn


Jetzt ist es, wie mir scheint, nur noch dringender. Ob aber der Druck der Dringlichkeit zum Erfolg führt oder noch mehr zu einem Frustteufelskreis, ist die Frage.

Da habe ich es momentan etwas mit dem Antagonisten in 'Highlander': "It's better to burn out than to fade away." Mir wird jetzt, wo ich langsam ein bisschen Feuer in mir spüre, bewusst, wie leer ich jahrelang war. Erschreckend.

muß ich mir das Ganze morgen noch mal zu Gemüte ziehen

Wir hören... :-)

wTieau?chimmxer


Wüstensohn

"It's better to burn out than to fade away."

In der Regel führt mehr Aktion und sozusagen "Wille zum Erfolg" ja auch eher zum Ziel, als Lethargie. Bei der Liebe ist aber das Problem, dass das eigene Wollen gar nichts nützt, wenn die andere Seite nicht auch will. Bei beruflichen Zielen ist meine Erfahrung, dass Anstrengung sich lohnt. In der Liebe habe ich aber bessere Erfahrungen mit auf mich zukommen lassen gemacht.

k:leePner-dd


Die Frau als idealisiertes Geschöpf wird auf eine reale Ebene heruntergeholt.

So etwa hatte ich das gemeint. (J-)Mann hat einen kleinen Schritt geschafft.

Er geht wieder und der Thrill wird kleiner. Etwas fehlt einfach. Ihr Körper ist immer noch warm, rund und weich, aber sie verliert an Bedeutung.

Auch das ist okay, schließlich ersetzt das nicht die folgenden Schritte. Aber eine erste Erfahrung. Ex-JM kann körperliches Bedürfnis und Annehmlichkeit einer noch nebulösen Liebe zuordnen.

Ex-JM schaut Frauen etwas wissender und damit etwas unbefangener in die Augen. Das Schild "ich weiß nicht" ist weg.

Noch keine Garantie für eine innige Beziehung, aber eine kleine Bürde abgeworfen. Eine Kleine.

Und das Annähern an Frauen wird auch nicht einfacher, weil man nicht lernt, wann man was machen darf.

Nun kommt der Punkt, wo ich mich oute:

als Nicht-JM und nach sehr langer Beziehung und Ehe (mit einem eher unverhofften Seitensprung) muß ich gestehen, keine Ahnung von Selektion und Baggern zu haben. Ich kann jeder Frau tief in die Augen schauen und das beruhigt mich ungemein, aber Feedback ist für mich schwer zu deuten und kommt eher überraschend. Hier muß wohl das "Basteln" am Ego fortgeführt werden, um selbst eindeutige Signale auszusenden.

Aber ich lerne diesen Körperkontakt als etwas Normales und grundsätzlich nicht besonders Schwieriges kennen. Dies macht lockerer...

Du sagst es ... (s.w.o.)

kVlee=ner-xdd


Nachtrag

Wenn er Sex will, geht er ihn sich kaufen. Wird es zum Teufelskreis? Die Suche wird grösser, die Befriedigung immer kleiner? Denn der JM wird immer nur Nähe suchen. Körperliche auch, aber vorallem geistige. Liebe soll letztere heissen.

Mann sollte sich schon klar darüber sein, daß man dort keine (Gegen-)Liebe findet. Bei ersten Anzeichen solcher "Anwandlungen" (ist garnicht selten) - Finger wech!

Im günstigsten Fall blockt SIE einfühlsam, im ungünstigsten Fall verliert Mann alles Hab und Gut.

Durch seine Puffbesuche hat er die Sexualität vom Olymp geholt, sie aber in eine Schweinegrube geworfen?

Ich selbst fühle mich weder beschmutzt noch sonst schlecht; Beziehungsfähigkeit habe ich sicher nicht eingebüßt.

Und der Vorteil des Puff-Besuchs, sich anonym blamieren zu können, steigert möglicherweise die Hemmungen, etwas bei einer realen Frau zu versuchen...

Glaube ich nicht. Nach erfolgreichem Vollzug des "Erstlingswerkes" sollte das angeknackste Ego eine mehr oder weniger starke Stütze haben (ich kann ES, ich habe eine ERFAHRUNG).

Desillusionierung könnte ein Problem werden

Jein. Es wird es klar, daß Mann mit "wissendem Blick" allein keine Partnerin für die Liebe findet, aber ein (kleines) Teil vom quälenden Manko ist weg, Mann ist etwas freier im Denken und Handeln.

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