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Fremdgehen?

Fdran`kinho hat die Diskussion gestartet


Hallo! Ich lese hier schon längere Zeit interessiert (manchmal auch amüsiert) mit, habe aber nun das Bedürfnis, auch mal was loszuwerden. Dabei gehts ums Fremdgehen.

Zur Vorgeschichte: Ich bin schon sehr lange mit meiner Frau zusammen, der Sex war nie besonders aufregend geschweige denn ungewöhnlich. Das hat mir lange nichts ausgemacht, aber irgendwann fand ich es 1. nur noch langweilig und 2. war es mir zu blöd, immer derjenige zu sein, der den Anstoss zum Sex gibt und bei diesen seltenen Gelegenheiten auch noch regelmäßig einen Korb bekommt und wenn dann doch was ging, im Dunklen auf einer offensichtlich gelangweilten Frau rumzurutschen. Ich habe auch des öfteren versucht, die Dinge mal anzusprechen und ihr klar zu machen, dass ich ihr Mann bin, bei dem sie sich für nichts schämen muss. Diese Gespräche führten jedoch grundsätzlich zu nichts und endeten meist mit ihrer Aussage, dass sie nun mal so sei und sich auch nicht ändern könne.

In der Quintessenz habe ich vor einiger Zeit jegliche Annäherungsversuche eingestellt mit dem Ergebnis, dass wir nun seit mehr als 2 Jahren nicht mehr miteinander geschlafen haben. Dabei habe ich festgestellt, dass ich mittlerweile auch gar keine Lust mehr auf sie habe und scheinbar macht es ihr auch nichts aus, im Gegenteil, ich habe den Eindruck, dass es ihr ganz recht ist, in Ruhe gelassen zu werden. Wir haben also nun gewissermaßen ein stilles Agreement, nicht mehr miteinander zu schlafen. Das ist aus den geschilderten Gründen ok für mich.

Aber nun kommts: Das alles heißt noch lange nicht, dass ich komplett auf Sex verzichten möchte. Was bleibt also anderes übrig, als es mit anderen Frauen zu tun? Genau das mache ich seit einiger Zeit, hatte bisher zwei mehr oder weniger längere Affären, aber auch schon den einen oder anderen One-Night-Stand. Jedes Mal, aber wirklich jedes Mal (!) habe ich dabei wunderbare erotische Erlebnisse gehabt, zum Teil mit Sachen, von denen ich bei meiner Frau nicht mal zu träumen gewagt hätte.

Ich kann mir vorstellen, das nun viele sich fragen, warum ich mich nicht von meiner Frau trenne, wenns schon im Bett nicht mehr läuft. Die Krux bei der Sache ist nur, dass ich das nicht möchte! Es gibt Dinge, die uns sehr verbinden und die ich nicht missen möchte. Was ich mir wünschte, wäre ein offener Umgang damit, ich bleibe bei meiner Frau und trotzdem darf ich meine sexuellen Bedürfnisse ausleben, was ich letztlich auch als fair empfände, denn schliesslich ist sie ja nicht dazu bereit, mir da entgegen zu kommen. Ich fürchte nur, dass sie das so nicht akzeptieren würde.

Der langen Rede kurzer Sinn: Eine Lösung für mein Problem erwarte ich hier gar nicht mal, aber vielleicht hat der/die eine oder andere ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir davon berichten, wie er/sie damit umgeht.

Antworten
J_ 1E xA


da fragst du am besten...

die "wieauchimmer", die kann dir da so einige Tips geben, wie man guten Sex hat, auch wenn nichts mehr zu holen ist... ;-D

Sorry, aber jetzt mal ernsthaft: ich würde auf jeden Fall mit deiner Frau sprechen, auch über deine One-Night-Stands.

Wenn sie abgesehen vom Sex die gleiche Verbundenheit für dich empfindet wie du zu ihr, dann wird sie die Wahl haben, entweder zu versuchen, dir erfüllenden Sex zu bieten (was ja zu bezweifeln ist, ob das klappt) oder eben sich damit abzufinden, dass du dir Sex bei anderen Frauen holst.

A#zraxel


Bei mir wars genauso, nur etwas verdreht. Ich war 4 Jahre lang mit meiner Freundin zusammen und sie hatte nie Lust darauf, mit mir zu schlafen. Irgendwann hab mich damit abgefunden. Es hat mich zwar traurig gemacht, aber ich hab sie eben geliebt.

Irgendwann bin ich dann dahintergekommen, dass sie sich regelmäßig mit anderen Männern getroffen hat, weil ich offenbar so mies im Bett bin. Sie meinte wortwörtlich "Was bleibt mir übrig, wenns der eigene Mann im Bett nicht bringt ?"

Naja, das hat dazu geführt, dass wir uns getrennt haben. Ich bin aber nicht böse auf sie, weil ich doch irgendwo verstehen kann, dass ich eben nicht in der Lage war, ihr zu geben, was sie brauchte (was auch immer das war). Es gibt also solche und solche Fälle. Tatsache ist, dass ich selbst mit so einem Fall vertraut bin. Ich kann zumindest denen einen Trost geben, denen es genauso gegangen ist, wie mir.

w3ieauchZimmer


J E A

auch wenn nichts mehr zu holen ist...

???

J] Ex A


Diese Gespräche führten jedoch grundsätzlich zu nichts und endeten meist mit ihrer Aussage, dass sie nun mal so sei und sich auch nicht ändern könne.

wuieLauch~imxmer


J E A

Das sagt mir immer noch nichts, was das mit mir zutun haben soll.

J( E xA


ach so...

ich dachte ja nur... *:)

-/Willoxw-


Ich kenne auch so einen Mann und bin eine dieser "Affären" gewesen. Ich bin in der Sache etwas zwiegespalten - einerseits versteh ich ihn und dich, Frankinho, andererseits auch irgendwie nicht.

Bei dem Mann, mit dem ich was angefangen habe, begann es damit, daß er mit mir über seine Frau gesprochen hat, daß sie ebenso desinteressiert an Sex ist, wie Frankinho's und daß er mit ihr gesprochen hat und auch das dasselbe Ergebnis hatte, wie hier bereits beschrieben... Er hat ihr sogar "gedroht", sie zu betrügen, wenn sich sextechnisch zwischen ihnen nichts ändert, aber sie hat ihn nur ausgelacht und gemeint, das würde er ja eh nicht machen!

Ich weiß nicht, wie sie reagieren würde, wenn er ihr sagte, daß er sich seinen Sex bereits woanders sucht...

Ich für meinen Teil würde immer Klarheit haben wollen. Wenn ich mit einem Mann zusammen bin, dessen Bedürfnisse ich nicht befriedigen will / kann, dann muß ich mir im Klaren sein, daß er sich die Befriedigung woanders holt. Worum es auch immer geht, sei es Sex oder seine Hobbys... Nur, wie gesagt, ich als Partner würde es wissen wollen.

LG

Foran8kinxho


@JEA

Ich bin sicher, mit ihr über vergangene ONS zu sprechen käme dem sofortigen Ende unserer Ehe gleich. Sie ist eigentlich sehr weltoffen, aber bei allem, was mit Sex zu tun hat, höchst konservativ und würde es mir nie gestatten, ganz offen Sex mit anderen Frauen zu haben, das passt schlicht und einfach nicht in ihr Denkschema.

Hinzu kommt noch der Faktor der Demütigung, was ein solches Fremdgehen ja nun mal bedeutet. Allerhöchstens könnte ich mir vorstellen, dass sie sowas wie eine heimliche Affäre mit einer anderen Frau stillschweigend akzeptieren würde, wenn sie davon mehr oder weniger zufällig erfährt, bzw. sich ihren Teil dazu denken kann und wir das nicht großartig thematisieren würden. Wobei das auch für mich zugegebenerweise so etwas wie der Weg des geringsten Widerstandes wäre.

wQieapuchUimmxer


Frankinho

Wobei das auch für mich zugegebenerweise so etwas wie der Weg des geringsten Widerstandes

Für mich wäre das ein sehr geheucheltes Leben und da würde ich nicht mit leben wollen. Die Vogel Strauß-Strategie, eine Lebenslüge leben, das wäre nicht mein Ding und das wäre für mich auch keine Beziehung/Ehe mehr, die auf Wegschauen aufbaut. Wieso trennst du sich nicht?

Der Weg des geringsten Widerstandes wäre mir zu feige und ich würde meine eigene Selbstachtung verlieren.

J) E# A


hm

vielleicht könntest du ihr ja wenigstens sagen, dass ONS für dich in Zukunft unausweichlich werden, falls sich zwischen euch nichts ändert...

aber

Allerhöchstens könnte ich mir vorstellen, dass sie sowas wie eine heimliche Affäre mit einer anderen Frau stillschweigend akzeptieren würde, wenn sie davon mehr oder weniger zufällig erfährt, bzw. sich ihren Teil dazu denken kann und wir das nicht großartig thematisieren würden.

du kennst deine Frau ja und wenn du meinst, dass sie soetwas stillschweigend tolerieren würde... dann hätte ich da an deiner Stelle auch keine moralischen Bedenken. Schlimm wäre nur, wenn sie es zufällig mitbekäme und du sie falsch eingeschätzt hättest, was die offene Aussprache betrifft. Dass sie dir dann also eine Riesenszene machen würde, warum du es ihr nicht wenigstens gesagt hättest oder so... das musst du halt richtig einschätzen.

Habt ihr denn mal wenigstens andeutungsweise über fremdgehen gesprochen, so dass du Anhaltspunkte für deinen und ihren Umgang mit der Sache hast?

M1oni;k[a6x5


Frankhino

Ich finde das gar nicht so schlecht. Vielleicht kann deine Frau sich an den Gedanken gewöhnen, womöglich unterschätzt du sie da. Wichtig ist, dass sie keine Zweifel an deiner Loyalität und eurer Beziehung gegenüber hat. Wirklich eifersüchtig auf den Sex mit einer Anderen ist sie vielleicht gar nicht, aber sie kann womöglich große Angst haben, dass du bei so einer Affäre eine kennenlernst, die sie womöglich völlig ersetzen könnte. Je sicherer sie sich da fühlen kann, umso weniger muss sie das kratzen.

l}isosyx-k


Ich kann dich irgendwie verstehen, Frankinho.

Bei mir ist es umgekehrt, nur dass ich bisher treu war.

Mein Mann hat an mir scheinbar überhaupt kein sexuelles Interesse mehr.

Spreche ich ihn darauf an, heißt es gleich, ich würde ja auch keine Anstalten machen, mal anzufangen. Deute ich aber an, dass ich Sex möchte, heißt es gleich: "Du hast wohl nichts anderes im Kopf?!"

Ich fühle mich inzwischen als Frau total unattraktiv, obwohl ich immer wieder von anderen gesagt oder gezeigt kriege, dass ich eben doch sehr ansehnlich bin. Aber was nützt mir das, wenn mein eigener Mann lieber mit der Fernbedienung spielt als mit mir _:-(

Da kommen einem dann doch irgendwann solche Gedanken, dass man sich die Anerkennung eben woanders holen muss.

asl%exh


Was ich mir wünschte, wäre ein offener Umgang damit, ich bleibe bei meiner Frau und trotzdem darf ich meine sexuellen Bedürfnisse ausleben, was ich letztlich auch als fair empfände, denn schliesslich ist sie ja nicht dazu bereit, mir da entgegen zu kommen. Ich fürchte nur, dass sie das so nicht akzeptieren würde.

warum sollte sie den offenen umgang, den du dir wünschst, nicht akzeptieren? dass du dich nicht trennen möchtest, hast du bereits geschrieben, auch dass es dinge gibt, die euch sehr verbinden und die du nicht missen möchtest. dies wäre zwar (vorübergehend) eine partnerschaft, die nicht dem entspricht, wie es früher bei euch war (also: incl. sex), aber ihr nehmt wenigstens den druck, der auf euch beiden lastet, komplett heraus. und wenn erst dieser druck weg ist, um den eure gedanken seit 2 jahren kreisen, wundert man sich oft, wie sich dinge plötzlich in eine ganz andere richtung wandeln, an die man vorher nicht gedacht hat.

Dler A?nderl


Die innere Zerrissenheit...

...kann ich seh gut verstehen. Frankinho will seine Frau ja auch nicht verlieren.

So ging es mir auch, trotz meines sexuellen Defizites.

Meine Exfrau hat in den 15 Jahren, die wir zusammen waren kein einzigesmal mit mir geschlafen, da sie ein psychisches Problem damit hatte. Wir Beide verdrängten das, anstatt es aufzuarbeiten.

In der ganzen Zeit war ich treu und rettete mich in eine Zukunft, in der alles besser werden würde.

Als wir uns trennten war sie 32 und noch Jungfrau (und ich Jungmann). Die Trennung war schrecklich für mich (und für sie wohl nicht weniger), weil ich sie einfach nicht verlieren wollte. Wir waren für unsere Umwelt das perfekte Dreamteam, wir waren erfolgreich, hatten einen sehr großen Freundeskreis und ständig auf Achse. Eigentlich ein schönes Leben.

Aber so konnte ich nicht weiterleben. So richtig verarbeitet hab ich's (trotz fachmännischer Hilfe) wohl immer noch nicht.

Meine Frage ist aber die:

Sind eine harmonische Partnerschaft und ein erfülltes Sexleben wirklich immer zwangsverbunden? Ich überleg da hin und her und komm zu keinem befriedigenden Ergebnis.

Zum einen sucht man sich einen Partner, mit dem man Kinder großziehen und alt werden möchte, zum anderen jemanden, mit dem man Spaß beim Sex hat und oft paßt das einfach nicht zusammen, ohne Kompromisse eingehen zu müssen.

Ist das etwas, mit dem man sich einfach abgegeben muß?

Oder sucht man solange, bis man resigniert als Single dann letztendlich doch allein bleibt, weil man diesen Kompromiss eben nicht eigehen möchte?

Oder betrügt man seinen Partner und fühlt sich beschissen dabei, weil man es kaum ertragen würde, selbst betrogen zu werden?

Ich glaub, jeder wird seinen Weg finden müssen, auch wenn's dauert...

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