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Fremdgehen?

w#-si:exben


Claudsia

amen!

danke!

wieauchimmer referiert hier im forum über beziehungen wie sie sein könnten, wenn sie und ihr ex endlich nach 100 jahren einen weg zueinander gefunden haben.

aber selber eine gemeinschaft mit allen höhen und tiefen über jahrzehnte aufrecht zu erhalten (und wenn es sein muss, dann eben auch mit der einen oder anderen lüge) das ist beständigkeit.

wbieauschifmmexr


striptease

in dem sinne ist es also keine leistung, wenn eine beziehung nur dauerhaft ist, weil sie dank einer lüge hält.

So meine ich das.

C%lau4dxsia


Aber jede Wette, dass sie das wieder total ignoriert und uns gleich wieder mit ihren Erfahrungen zupostet.

woiea1uchixmmer


Claudsia

und willst jemandem, der über 4mal so lang mit einem Partner zusammen ist, weise Ratschläge erteilen.

Ich erteile keine weisen Ratschläge, sondern sage meine Meinung bezüglich Lügen, vor allem Lebenslüge, Heucheln, etc. hat mit Beziehung alleine gar nichts zutun, sondern ist etwas Grundsätzliches, was auch für Freundschaften gilt. Ich weiß auch nicht, wieso die Länge einer Beziehung es rechtfertigen sollte, diese Werte über Bord zu werfen.

Sex in so einer langjährigen Partnerschaft ist Gewohnheit, sonst nichts.

Du solltest nicht von deiner Partnerschaft auf alle schließen. Es obliegt jedem selber, Gewohnheit zuzulassen, oder nicht.

Im Prinzip läuft es ewig nach dem gleichen Schema ab.

In vier Jahren sind uns die neuen Ideen nicht ausgegangen. Woher willst du wissen, dass sie uns in 5, 6, 10, oder 18 Jahren ausgehen? Ich bin nun seit 12 Jahren Designerin und Kunst mache ich seit 25 Jahren. Die Ideen sind mir noch nicht ausgegangen. Da ist es sogar umgekehrt. Habe ich eine Idee, entstehen daraus 3 neue. Ob etwas zum Schema wird und einem die Ideen ausgehen, ist sicher auch eine Frage der Kreativität (aber auch diese benötigt Phasen, wo man sich mal ganz zurückzieht). Es gibt keinen Grund dafür, dass diese mit der Zeit nachlässt. Allerdings besteht sie auch nicht ohne Hinzutun. Es gibt Millionen Möglichkeiten.

Du kennst deinen Partner nach 18 Jahren in und auswendig.

Und gerade das eröffnet immer neue Ideen. Es sei denn, der Partner tritt auf der Stelle und ist so ein Gewohnheitsmensch, dass er ein Routinefetischist ist. Mit dem würde ich es aber kein halbes Jahr aushalten. Mein Freund kennt seinen Computer in und auswenidg. Dennoch entdeckt er mit Leidenschaft immer wieder Neues.

Du weißt was er am Morgen sagt und was er am Abend sagt.

Dann ist er vielleicht so ein Routinemensch. Bei mir weiß man das nämlich nicht. Daher steh ich aber auch auf Männer, die immer mal wieder wechselnde, aber auch gleichbleibende und dafür aber im Detail differenzierende, Spleens haben. Meiner steht gerade drauf, mir auf Japanisch zu antworten.

Darum brechen viele in unserem Alter aus, sagen sich, was das solls gewesen sein?

Das kann ich auch nachvollziehen. Es lässt sich aber vermeiden, indem man gar nicht erst einbricht. Mein ganzes Leben ist fern von Routine, wieso sollte ausgerechnet meine Beziehung (wenn es der passende Partner ist) zur Routine werden?

Und wenn ich mich dann ein wenig ausgetobt habe

Ich habe nicht das Bedürfnis, mich auszutoben. Mein Freund hat es jetzt ein Jahr gemacht und hat die Schnauze voll. Wird auf Dauer nämlich auch langweilig. Er bekommt nicht einmal mehr die Namen der ganzen Frauen hintereinander. Er hat aber auch seine Jugend verpasst. Ich nicht. Ich hate genug Gelegenheiten, Abenteuer auszuprobieren, habe ich auch ca. 5x gemacht und fand es so abenteuerlich auch wieder nicht, dass ich dafür betrügen würde, oder gar eine gute Beziehung riskieren.

Ich hatte eben keinen mit SM und keinen Fußfetischisten und keinen der NS mag oder AV.

NS muss ich nicht unbedingt haben, aber mit Lebensmitteln "spielen" ist nett. Mein Freund ist im Prinzip für alles offen.

Wenn man das Gefühl hat, man hat was verpasst, kann ich nachvollziehen, dass dies ein bohrendes Gefühl ist. Mit meinem Freund kann ich aber alles ausprobieren. Wenn es uns dann nicht gefällt, was wir ausprobiert haben, dann hab ich zumindest nicht mehr das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

Ist es zu verübeln, dass ich sage, ich will das mal einfach erleben?

Ich verübel es doch gar nicht. Ich verübel nur, das Betrügen und Hintergehen. Ich habs ja meinem Freund auch nicht verübelt. Weh getan hats aber trotzdem und das habe ich ihm verübelt. Hätter er mich aber betrogen, dann gäbe es jetzt keine zweite Chance. Ein Vertrauensbruch ist m.E. immer noch schlimmer, als die Wahrheit und ob ich die Wahrheit zugemutet haben will, dass möchte ich selber entscheiden. Ich habe es ihm nun ganz klar formuliert. Ein sozusagen "passierter" Seitensprung, der wirklich keinerlei Bedeutung hat, der nicht gerade dannn passiert, wenn die Beziehung sowieso nicht gut läuft und den er schnell wieder vegessen kann (bezogen auf die Frau), da soll er den Mund halten, aber ich habe ihm auch die Verantwortung dafür gegeben, drauf zu achten, wieviele Geheimnisse eine Beziehung vertragen kann. Ich finde es nämlich gerade gut, dass ich nicht aufpassen muss, dass ich nicht versehendlich was Falsches sage, oder dann doch richtig lügen muss, weil ich mir meinen seeligen Gesichtsausdruck, nach einem Abenteuer, nicht verkneifen kann. Wenn das Abenteuer aber toll war, möchte ich mir diesen Gesichtsausdruck auch nicht verkneifen müssen und wenn es nicht toll war, dann kann ich ja auch ganz auf solche Abenteuer verzichten. Mir aber nicht sagen, wenn er unzufrieden mit unserem Sexleben ist und mir seine Wünsche nicht mitteilen und sie mit anderen ausleben, ohne mir die Chance zu geben, sie mit ihm auszuleben, das würde ich ihm sehr übel nehmen.

Aber erfahren muss er es trotzdem nicht, weil es ihm vielleicht wehtut.

Aber du hast ihm auch keine Treue versprochen und wenn er noch sagt, dass er es auch nicht wissen will, dann ist das ja in Ordnung. Ich stehe nur absolut nicht auf heile Welt spielen, die in Wahrheit so an einem seidenem Faden hängt, dass er kurze Satz: "Ich hatte Sex mit jemand anderes" das ganze Gerüst auf einen Schlag zum Einsturz bringt.

Es ist zugunsten unserer Partnerschaften

"Ich lüge dich an, weil es besser für dich ist", ist immer noch Bevormundung, denn ich entscheide selbst, was besser für mich ist.

w,ieaucYhimmxer


striptease

man soll es ausleben, sagt ja niemand was, aber auf zwei hochzeiten zu tanzen, weil man auf keines der büfets verzichten möchte (bildhaft ausgedrückt mal)... ob das von der wichtigkeit der partnerschaft zeugt ist fraglich..

Sehe ich auch so. So wie es mit meinem Freund gelaufen ist, finde ich dann noch besser. Es hat mich verletzt, aber er hat mich nicht betrogen, sondern mir sein Problem, dass er denkt etwas verpasst zu haben und ihn das regelrecht quält, mitgeteilt. Das konnte ich insoweit nachvollziehen, weil es mir immer so mit fernen Ländern ging und seit ich in China war, ist diese blöde Sehnsucht weg. Sie wäre aber durch reines Nachdenken nicht weggegangen. Ich musste es tun. Ist zwar etwas anderes, aber was gleich war, war das Gefühl, etwas verpasst zu haben und es ging ihm ja nicht nur um sexuelle Erfahrungen, sondern er ist ja auch in eine andere Stadt gezogen.

Wir haben uns dann getrennt. Er hat sich ausgetobt (9 Frauen in einem Jahr!), es reicht ihm. Er hat gerade dadurch gemerkt, wie sehr er mich vermisst und nun sind wir wieder zusammen (zurzeit aber Fernbeziehung) und er will auch gar keine offene Beziehung mehr. "Richtiger" wäre es vielleicht gewesen, sich auszutoben, bevor er eine feste Beziehung eingeht. Aber es läuft eben nicht immer alles in der "richtigen" Reihenfolge.

Ich würde mich von meinem Mann im Guten trennen und ihm auch erklären, wieso, natürlich mit dem Risiko, dass er inzwischen eine andere Frau kennen lernt, aber das wären für mich einfach klarere und ehrliche Verhältnisse. Ich will meine Freiheit, dann aber auch bitte ganz und ohne die Sicherheit einer Beziehung im Rücken, die nur deshalb eine Sicherheit bleibt, weil ich ihn heimlich betrüge. War unsere Beziehung wirklich so gut, dann wird sie auch ein Jahr Trennung überstehen und man kann dann wieder zusammen kommen. Für mich wäre das auch keine Freiheit, wenn ich mir diese betrügerisch erstehlen müsste. Man will irgendwie Freiheit, aber lieber doch nicht so richtig, denn auf die Sicherheit und Geborgenheit will man ja auch nicht verzichten. Das ist mir zu inkonsequent und zu dürftig. Ich würde dann wirklich frei sein wollen, um mich wirklich auszutoben. Wenn man das mit dem Reisen vergleicht, dann wäre das kleine betrügerische Abenteuer für mich wie eine Butterfahrt nach Holland, im Vergleich zu einer Rucksacktour durch Asien.

wjieauchNimmxer


w-sieben

wenn sie und ihr ex endlich nach 100 jahren einen weg zueinander gefunden haben.

Wir haben jetzt eine Fernbeziehung, mailen, telefonieren und besuchen uns regelmäßig, aber schön, dass DU das beurteilen kannst.

Euhemalig<ecr NuPtzer N(#115x906)


claudsia

eigentlich ist es eine anmaßung von mir in diesem faden zu schreiben... worauf ich persönlich zurückgreifen kann ist folgendes. ich bin noch ziemlich jung. ich kann mir schon allein deshalb nicht vorstellen, wie es ist, 18 jahre mit jemandem zusammen zu sein, weil ich selbst erst 20 bin. jedoch bin ich fast 6 jahren in einer glücklichen beziehung, einer ziemlich reifen beziehung möchte ich dazu sagen.

aus der situation heraus, dass es mein erster freund, mein erster und einziger kuss, mein erster sex war.. kommt mir natürlich ab und zu der gedanke "wie sind die anderen"... vielleicht, nur vielleicht ist diese neugierde mit dem wunsch nach austoben nach 18 jahren vergleichbar..

abgesehen davon jedoch, dass viele faktoren auch in mir drin, so etwas nicht zu lassen würden, weil ich diesen psychischen schmutz, den ich dann an mir sehe ja nur mit mühe und not abkriege, bloß wenn ich einen typen in der disco mehr als zwei mal angelächelt habe... ist es aber auch so, dass ich (obwohl ich wirklich nicht wüsste, was ich ohne ihn in meinem leben noch hätte) mir nicht vorstellen kann mit ihm an einem tisch zu sitzen, seine hand zu halten, ihm in die augen zu sehen mit der gewissheit in so gravierend zu belügen...

wie gesagt, es ist nur eine erklärung meiner argumentation, kein dogma für alle, gewiss nicht.

ich wage es sowieso nicht jemanden wegen seines lebens zu verurteilen. und wenn jemand egoistisch ist und beides haben möchte.. nun ja, wer von uns ist nicht egoistisch und wer kann entscheiden wieviel egoismus normal ist und wo die grenze liegt... mich stört (blöder ausdruck, entschuldige) nur diese "ausrede", dass es dem partner dadurch besser geht...

denn derjenige, dem es besser geht, ist man selbst, weil man beides hat. der partner verweilt subjektiv in seinem alten leben, hält sich an die regeln (obwohl vielleicht auch er was anderes möchte) und wird objektiv "entmündigt" (wie hier schon mal gesagt wurde).

in wahrheit ist der satz "was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß" (oder sie) eben nur ein gewissensstiller, eine hilfe beim lügen... es ist menschlich so etwas anzuwenden, aber man sollte es doch auch als solches erkennen.

...finde ich :-/

lg

EVhemal~igerb Ntutze]r (#Y115x906)


wieauchimmer

Man will irgendwie Freiheit, aber lieber doch nicht so richtig, denn auf die Sicherheit und Geborgenheit will man ja auch nicht verzichten. Das ist mir zu inkonsequent und zu dürftig.

:)^

ja, es sind zwei leben, die man zu kombinieren versucht. singledasein und beziehung. leider nur auf kosten des anderen, der die regel "treue" aufstellte und darauf vertraut.

lg

w>ieba9uchiJmmer


Claudsia

und uns gleich wieder mit ihren Erfahrungen zupostet.

Wo habe ich eigentlich aus meinen Erfahrungen von 18 Jahren Ehe gepostet? Aber du willst mir doch nicht meine Erfahrungen mit Vertrauen und Lügen absprechen, oder?

Außerdem habe ich meine Erfahrungen mit kleinen Abenteuern. Die kann man an jeder Straßenecke haben. Es ist nicht so eine wahnsinnig große Abwechslung, Sex zu haben, mal mit einem mit Haaren auf der Brust, mal ohne, verschiedenen Schwänzen, verschiedenen Gerüchen, mal die eine oder andere neue Technik, die man aber dann sowieso nicht erwarten kann, dass der feste Partner sie so nachspielt, wie es der andere Mann gemacht hat und so wahnsinnig waren die technischen Unterschiede nicht. Es waren insgeasmt nur 14, aber ich sehe keine Veranlassung, dass Nummer 15 nun DIE große Neuigkeit und Abwechslung bringt. Klar ist es mit jedem Mann ein bisschen anders, aber weil es ja sehr oberflächlich ist, weil man sich eben nicht in und auswendig kennt, habe ich es gar nicht als so großen Unterschied gesehen. Ob ich einen französichen Wein trinke, oder einen italienischen, ich merke kaum einen Unterschied. Bei meinem Freund sind wir allerdings wie Weinkenner und merken feinste Unterschiede.

Ich finde den Unterschied sehr groß, ob man da einen fremden Körper hat, wo man gar nicht weiß, was dem gefällt und im Grunde sein eigenes Programm abspult und im Punkt "Aufeinander eingehen" völlig im Dunkeln tappt und den vielen Spielarten und dem Ausprobieren auf dem Hintergrund, den Partner gut zu kennen, die ich in der Beziehung mit meinem Freund habe. Mit 20 verschiedenen Männer oberflächlichen Sex zu haben, finde ich viel langweiliger, als 20 Mal mit meinem Freund Sex zu haben. Ich habe aber auch nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben. Mein Freund meint nun im Nachhinein, er habe nicht wirklich etwas verpasst gehabt, er sei ein Idiot gewesen, zu glauben, dass er was verpasst.

w2ieamuch!immer


striptease

singledasein und beziehung

Das hat mein Freund auch versucht, aber immerhin offen und nicht, indem er mich heimlich betrügt. Er wollte mal endlich tun und lassen können, was er will. (Er war nämlich noch nie Single, seit er von seinen Eltern weg ist und bis dahin hatte er keine Erfahrungen mit Frauen) Da hab ich ihn dann gefragt, ob es das dann sein kann, sich von mir, nach meinen Bedingungen erlauben zu lassen, mal eine Affaire haben zu dürfen, quasi Freiheit auf Genehmigungsantrag, oder heimlich tun und lassen zu müssen, was er will, 1000 Euro Steuern bezahlen und sich freuen, wenn man 10 Euro hinterzogen hat. Das sei doch vollkommen halbherzig. Nichts Halbes und nichts Ganzes. Die Freiheit, die ist doch da. Sie wartet da draußen vor der Tür. Du musst nur rausgehen und sie dir nehmen, aber nicht mal kurz mit einem Bein rausgehen, sondern ganz rausgehen, aber da sei er wohl zu feige zu und wolle sich daher lieber seine Freiheit von mir in gefahrlosen Portionen einteilen lassen...Mit dem letzten Satz hab ich ihn natürlich regelrecht zur Trennung provoziert.

leider nur auf kosten des anderen, der die regel "treue" aufstellte und darauf vertraut.

Freedom is just another word for noting left to loose. Wenn man also Angst hat, etwas zu verlieren, kann man nicht wirklich frei sein. Ob man so leben will, dass einem nichts so wichtig ist, dass es einem egal ist, ob man es verliert, das ist eine ganz andere Frage. Aber auf der einen Seite Freiheit haben wollen und auf der anderen Seite an der Sicherheit einer Beziehung festhalten wollen, das widerspricht sich einfach. Mir wäre das zu wenig. Freiheit auf Kosten anderer, ist für meine Begriffe keine Freiheit. Wenn ich Freiheit will, dann nehme ich sie mir, aber muss dann auch die Konsequenz tragen, Sicherheit zu verlieren. Beides funktioniert eben nur mit einem heimlichem Doppelleben und mal ganz davon abgesehen, ob ich damit jemand anderen verletze, es wäre mir irgendwie zu billig, mir meine Freiheit heimlich erschleichen zu müssen. Es ist aber auch meine Freiheit, mich auf eine Beziehung einzulassen und darum fühle ich mich da auch nicht eingeengt, denn ich kann ja jederzeit gehen. Wenn ich mich aber auf Verantwortung eingelassen habe, ganz freiwillig, dann habe ich diese auch m.E. zu tragen. Man sollte sich vielleicht gut überlegen, ob man dem anderen Treue verspricht, denn dann muss man das m.E. auch halten.

Ich hätte vielleicht (vor allem, wenn es Gründe gäbe, wegen z.B. schlechtem Sexleben in der Beziehung) gar kein schlechtes Gewissen wegen dem Fremdgehen an sich, aber eins, weil ER mir vertraut und ich genau weiß, dass er das zu Unrecht tut. Fremdgehen finde ich noch irgendwie verzeihlich, denn es kommt so oft vor, dass es wohl menschlich ist, von mir aus auch "menschliches Versagen". Einen Vertrauensbruch in diesem Umfang könnte ich aber nicht verzeihen. Also kann ich mir das selber auch nicht verzeihen. Mit jemandem, dem man nicht vertrauen kann, möchte ich nichts zutun haben. Dummer Weise kann ich aber schlecht den Kontakt zu mir selber abbrechen.

CClaVudsixa


Striptease, es ist absolut keine Anmaßung von dir zu posten.

V.a. weil du sensibel genug bist, andere Meinungen und Erfahrungen gelten zu lassen. Und damit kommst du erwachsener rüber als so manche, die furchtbar viel Erfahrung mit 4jährigen Beziehungen haben. Ich hab dich schon verstanden, und ich denke, du hast auch meine Position nachvollziehen können. wenn du es auch nicht billigen kannst, aber das verlangt ja niemand.

Dass eine Lüge eine Lüge ist und bleibt, ist vollkommen klar.

Dass gewisse Leute nicht sehen können, dass Routine erst nach etwa 7 Jahren einkehrt (also ich hab es schonmal in einem anderen Faden erwähnt, in den ersten 4 oder 5 Jahren haben mein Mann und ich gepoppt nach allen Regeln der Kunst und da war immer noch einiges neu), dass ein Mensch kein Computer ist (WAI, der Vergleich war echt "gut". ich entdeck an meinem Compi auch jeden Tag was neues, also komm, mach dich nicht lächerlich), sondern gewohnheitsliebend, dass mindestens 18 mal 350 mal Sex etwas mehr ist als 20 mal, dass ich zufällig auch Künstler bin, nein so was aber auch (mir seit 25 Jahren auch die kreativen Ideen nicht ausgegangen sind) und mein Mann auch, ach nee, dass das nicht einsehbar ist, damit muss ich mich wohl irgendwann abfinden.

das andere Problem ist die Lüge.

Für mich gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ich sage:

"Schatz, ich fahr heut zu ... ich komme morgen früh wieder, du weißt ich muss mich sexuell ausleben!"

Oder ich sage nichts.

Wo fühlt sich mein Mann besser?

Meine Ehe gefährdet weder das eine noch das andere. Aber mein Mann schläft besser wenn ich schweige.

Bei Caramel ist es sowieso anders. Er weiß, dass dann Schluss ist. Aber nennt mir EINEN vernünftigen Grund, warum er verzichten soll. er wär doch blöd. Gelegenheit ist da, also ran an den Speck. Und er liebt seine Frau und seine Frau liebt ihn. Warum soll er sie verlassen? Es ist nur Sex, sonst nichts! Er muss nur aufpassen, dass sie nie dahinterkommt. Und wenn, weiß man auch nicht, ob es wirklich das Ende wäre, ob nicht nach einer großen Krise ein neuer Anfang gemacht werden kann (wie ich es kürzlich bei Freunden erlebte, wo die Ehe jetzt besser denn je läuft).

Aber auf der einen Seite Freiheit haben wollen und auf der anderen Seite an der Sicherheit einer Beziehung festhalten wollen, das widerspricht sich einfach.

Nein, es widerspricht sich nicht. Nur wenn man schwarz weiß denkt. Wenn man Farbnuancen dazwischen sieht (was einem Künstler eigentlich nicht schwer fallen sollte) dann kommt man sehr leicht vom entweder / oder Prinzip weg. es gibt auch die kleine Freiheit, den sog. Freigang, der den Häftlingen zugestanden wird. (manchmal bricht auch einer aus dem Gefängnis aus und wird dann wieder verhaftet und eingesperrt.)

Und ein Jahr Trennung ist keine Lösung. Warum sollte ich das? meine Kinder diesem Trauma aussetzen? Für was? Nur wegen Sex? also bitte, es geht um größere Zusammenhänge.

Ich finde ihr macht ein Drama aus einer ganz normalen Sache. Mein Körper meldet sich nach so und so viel Jahren mit gewissen Bedürfnissen zu Wort. Also erfülle ich sie ihm. Mein Körper hat viel für mich getan, jetzt sorge ich dafür, dass er auch mal zu seinem Recht kommt und zwar ohne gleich die große Krise vom Zaum zu brechen. Einfach still, leise und heimlich. Ohne jemandem, den ich sehr liebe, wehzutun. Und ohne das als Lebenslüge zu bezeichnen.

WAI wir sprechen uns nach 10 Jahren Nah-(nicht Fern-)Beziehung wieder. Und zwar einer Beziehung, in der das Wort Liebe die Hauptrolle spielt.

mionixk


Gute Nacht!!!

[[http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.das-erotische-sekretariat.de/quickie/fremdgehen.jpg&imgrefurl=http://www.das-erotische-sekretariat.de/quickie/fremdgehen.html&h=688&w=478&sz=92&tbnid=czcY-SYvUrgJ:&tbnh=137&tbnw=95&start=2&prev=/images%3Fq%3DFremdgehen%26hl%3Dde%26lr%3D%26sa%3DN]]

C1lpaudxsia


monik :)^

wWieauchimFmer


Claudsia

Dass gewisse Leute nicht sehen können, dass Routine erst nach etwa 7 Jahren einkehrt

Hier im Forum gabs schon Aussagen von Leuten, bei denen nach mehr als 7 Jahren immer noch keine Routine eingekehrt ist. Wieso stellst du also deine Erfahrungen als allgemeingültig hin?

den sog. Freigang, der den Häftlingen zugestanden wird.

Wenn ich schon so weit bin, mich als Häftling zu sehen, dann reicht mir so ein kleiner, erbärmlicher Freigang nicht.

ein Mensch kein Computer ist

Nein, er ist viel komplexer und vielschichtiger, als ein Computer.

sondern gewohnheitsliebend,

Das mag auf dich zutreffen, aber nicht auf jeden.

CQlaudxsia


Das mit dem Computer hast du gesagt!

Nicht ich! Ich hab mich kringlig gelacht drüber.

Gute Nacht meine Liebe, ich geh jetzt zu meinem lieben Mann und hab gewohnheitsmäßigen Sex mit ihm.

Meine Erfahrung ist nicht allgemeingültig. Aber im Unterschied zu dir habe ich welche in einer langjährigen Beziehung. Du redest nur darüber, ich lebe sie!

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