» »

Fremdgehen?

Mqonikqa65


Anderl

Oder sucht man solange, bis man resigniert als Single dann letztendlich doch allein bleibt, weil man diesen Kompromiss eben nicht eigehen möchte?

Oder betrügt man seinen Partner und fühlt sich beschissen dabei, weil man es kaum ertragen würde, selbst betrogen zu werden?

Man kann das auch anders lösen, in dem man sich Freiheiten gibt und nicht betrügen muss. Harmonische Partnerschaft und erfülltes Sexleben ist leider wirklich nicht immer eins und die Lösung muss nicht heißen, dass man die harmonische Partnerschaft deshalb in den Wind schießt. Sicher, wäre es anders herum ideal, aber wenn es nun mal nicht so ist oder nicht mehr so ist, dann kann man Kompromisse eingehen, muss man eigentlich. Sonst läuft es auf das hinaus, was du oben schreibst.

D1ecr A3ndemrl


@Monika65

Monika65 schrieb:

Man kann das auch anders lösen, in dem man sich Freiheiten gibt und nicht betrügen muss.

Schön wär's, wenn jeder mit diesen "Freiheiten" auch umgehen könnte.

Frankinho schrieb:

Ich bin sicher, mit ihr über vergangene ONS zu sprechen käme dem sofortigen Ende unserer Ehe gleich. Sie ist eigentlich sehr weltoffen, aber bei allem, was mit Sex zu tun hat, höchst konservativ und würde es mir nie gestatten, ganz offen Sex mit anderen Frauen zu haben, das passt schlicht und einfach nicht in ihr Denkschema.

Ich glaube, daß die von Frankinho geschilderte Einstellung eher die Regel als die Ausnahme ist. Durch unsere gesellschaftliche Prägung können wir ja auch nicht anders, als mit Eifersucht und dem Gefühl des Gedehmütigtseins zu reagieren, wenn unser Partner fremdgeht (würd mir ja auch kaum anders ergehen).

Ab wann die Situation so im argen ist, daß man die Partnerschaft in den Wind schiessen muß liegt dann nur noch an der Leidensfähigkeit des Einzelnen, oder?

w9iXeauuchgim.mer


Der Anderl

Sind eine harmonische Partnerschaft und ein erfülltes Sexleben wirklich immer zwangsverbunden?

Es ist die Frage, ob man unter einer harmonischen Partnerschaft ohne sexuelles Begehren überhaupt eine Beziehung versteht. Für mich wäre das eine freundschaftliche Zweckgemeinschaft und die brauche ich nicht, weil ich da lieber verschiedene Freunde habe, mit denen ich nicht zweckmäßig verbunden bin. In so einer Partnerschaft käme ich mir vor wie in einer WG, nur dass man in einer WG mehr Freiheiten und weniger Verpflichtungen dem anderen gegenüber hat. Wenn es keinen Grund gibt (z.B. Kinder) wüsste ich nicht, was ich in so einer Zweckpartnerschaft soll. Angst vor dem Alleinsein? Da würde ich mich dann lieber trennen und damit die Chance schaffen, einen anderen Partner zu finden, wo auch die erotische Komponente stimmt.

Zum einen sucht man sich einen Partner, mit dem man Kinder großziehen und alt werden möchte, zum anderen jemanden, mit dem man Spaß beim Sex hat und oft paßt das einfach nicht zusammen

Ich möchte aber gewiss nicht auf Kinder gebären und großziehen reduziert werden, aber genausowenig auf Spaß und Sex. Du vereinst doch schließlich auch beides in dir, also wieso sollte es daher nicht möglich sein, einen Partner zu finden, der ebenfalls beides in sich vereint, denn diese Fähigkeit beanspruchst du doch auch für dich selbst, da kannst du sie doch nicht anderen generell absprechen. Es gibt ja auch genug beispiele von Paaren, bei denen das Sexleben gut ist und die trotzdem auch zusammen Kinder aufziehen.

w?i'eauch/immexr


Der Anderl

Durch unsere gesellschaftliche Prägung können wir ja auch nicht anders, als mit Eifersucht und dem Gefühl des Gedehmütigtseins zu reagieren, wenn unser Partner fremdgeht

Das hat nichts mit gesellschaftlicher Prägung zutun, denn Eifersucht ist ein kulturübergreifendes Phänomen, gibts auch sogar schon bei Tieren und somit gehört es eben zum menschlichen Wesen und wird wohl eher eine Ausnahme bleiben, ohne Eifersucht zu leben. Es kann auch nicht die Lösung sein, Gefühle zu unterdrücken, die einfach normal menschlich sind.

liegt dann nur noch an der Leidensfähigkeit des Einzelnen, oder?

Aber da steht Leiden gegen Leiden. Ich kenne offene Beziehungen, wo der Partner leidet und jedesmal drei Kreuze macht, wenn die Affaire des anderen wieder vorbei ist, es aber dennoch akzeptiert. Da wird dann das Nicht-Leiden des einen an sexueller Treue gegen das Leiden des anderen höher bewertet. Eine optimale Lösung ist das auch nicht.

d"ynoJzerxus


nicht selten

Also Ich glaube ja, dass es dieses Problem recht häufig gibt und dass bei den meisten Partnerschaften nach einigen Jahren sexuell die Luft raus ist. Wenn ich mich in meinem Freundeskreis so umhöre geht das tendenziell eher von den Mädels aus (dass die nicht mehr so Bock haben und so). Als Mann weiß man dann nicht recht, ob es an einem selbst liegt (z.B. dass man schlecht im Bett ist oder so) und das verunsichert einen und macht die Situation noch komplizierter. Man sollte glaub ich versuchen, mal offen über das Problem zu reden, aber Druck ausüben ist, glaub ich, der falsche Weg.

D8er5 Anxdexrl


@wieauchimmer

Zuerst wollte ich Dir schreiben, daß ich es prima finde, wie Du gewisse Zusammenhänge ausdrücken und auf den Punkt bringen kannst. Ich wollte, ich könnte das auch so.

Prinzipiell stimme ich Deiner Meinung, bzw. vielmehr Deiner Einstellung zu, komme dann aber doch immer wieder gedanklich in's Straucheln.

Es ist die Frage, ob man unter einer harmonischen Partnerschaft ohne sexuelles Begehren überhaupt eine Beziehung versteht.

Da hast Du ja recht, wenn es sich dabei um eine "frische" Partnerschaft handelt. Hier geht's aber, denke ich, um langjährige Beziehungen die oftmals (wie Du ja auch schon angemerkt hast) von gemeinsamen Kindern begleitet werden. Ich geh mal davon aus, daß anfänglich in wohl den meisten Beziehungen der Sex gepaßt hat.

dynozerus schrieb:

...dass bei den meisten Partnerschaften nach einigen Jahren sexuell die Luft raus ist.

Ich seh da auch das eigentliche Problem.

Da würde ich mich dann lieber trennen und damit die Chance schaffen, einen anderen Partner zu finden, wo auch die erotische Komponente stimmt.

Was dann bedeutet, daß Du Dich für die temporäre Partnerschaft entscheidest, oder? Von Anfang an ist klar, daß, wenn die Luft raus sein sollte (was ja nicht sein muß), auch Ende mit der Beziehung ist. Unromantisch aber realistisch.

Vor ein paar Wochen war ein Artikel im "Spiegel", in dem eine Expertin meinte, daß es überhaupt erstaunlich ist, wie viele Partnerschaften doch für ein Leben lang halten. Biologisch gesehen wäre die Zweckgemeinschaft nach dem Großziehen der Kinder eigentlich beendet.

Ich möchte aber gewiss nicht auf Kinder gebären und großziehen reduziert werden, aber genausowenig auf Spaß und Sex. Du vereinst doch schließlich auch beides in dir, also wieso sollte es daher nicht möglich sein, einen Partner zu finden, der ebenfalls beides in sich vereint, denn diese Fähigkeit beanspruchst du doch auch für dich selbst, da kannst du sie doch nicht anderen generell absprechen. Es gibt ja auch genug beispiele von Paaren, bei denen das Sexleben gut ist und die trotzdem auch zusammen Kinder aufziehen. [/]

Natürlich möchte niemand auf nur eine Seite seiner Persönlichkeit reduziert werden. Das Problem ist doch nur, daß wir uns alle im Laufe der Zeit verändern und sich somit auch die Beziehung ändert. Klar wäre der Idealfall, daß man sich in einer Beziehung aufeinander zu bewegt. Aber ist es nicht genauso wahrscheinlich das der Weg in die andere Richtung geht?

...Eifersucht ist ein kulturübergreifendes Phänomen, gibts auch sogar schon bei Tieren und somit gehört es eben zum menschlichen Wesen und wird wohl eher eine Ausnahme bleiben, ohne Eifersucht zu leben.

Völlig richtig ;-)

Wobei es mir egal ist, woher die Eifersucht kommt, ob aus den Genen oder meiner Erziehung. Wichtiger ist, daß sie existiert und man sich das auch klar macht.

Aber da steht Leiden gegen Leiden. Ich kenne offene Beziehungen, wo der Partner leidet und jedesmal drei Kreuze macht, wenn die Affaire des anderen wieder vorbei ist, es aber dennoch akzeptiert. Da wird dann das Nicht-Leiden des einen an sexueller Treue gegen das Leiden des anderen höher bewertet. Eine optimale Lösung ist das auch nicht.

Naja, wenn ich das in letzter Konsequenz richtig verstehe leidet man immer.

Der eine leidet unter fehlendem Sex

Der nächste leidet unter dem Fremdgehen des Partners

Der dritte leidet, weil er verlassen wird, weil die Beziehung nicht klappt

...und irgendwie leiden wir alle, oder? Jetzt kann man sich aussuchen, welches Leid einem am liebsten ist. Naja, tut mir leid.

Vielleicht sollte ich in's römisch katholische Lager konvertieren - dort wird man für Leiden heilig gesprochen *grins*

Eine optimale Lösung ist das auch nicht.

Ich glaub, die finden wir innerhalb dieses Beitrages nicht wirklich.

boalle~2x6


Hm..schwierig!

Was sind denn Deine Beweggruende es ihr evtl. erzaehlen zu wollen?

Ein schlechtes Gewissen oder die Hoffnung, dass sich dann bei Euch wieder was verbessern koennte?

Also...boa...ich habe echt keine Ahnung, was ich wollte, wenn ich in der Lage Deiner Frau waere. Kaeme darauf an, aus welchem Grund ich keinen Sex wollte. Ob es am Partner laege oder an einem allgemeinen Desinteresse am Sex. Wenn das geklaert ist, dann koennte man weitersehen.

Wenn Du damit okey bist, so wie es jetzt ist, dann wuerde ich es so belassen. Ich glaube, wenn Du es Ihr sagst, dann geht das Geschiss erst richtig los.

wCieaucchimmxer


Der Anderl

Da hast Du ja recht, wenn es sich dabei um eine "frische" Partnerschaft handelt.

Was ich unter einer Beziehung "definiere", das ändert sich nicht dadurch, wie lange diese Beziehung schon besteht. Wenn es eine freundschaftliche Partnerschaft ist, dann nenne ich das auch so. Wenn ich mit einem Mann gemeinsame Kinder, Haus, etc. hätte und von beiden Seiten nur noch freundschaftlich/partnerschaftliches Interesse besteht (ist es einseitig, dann funktioniert das m.E. nicht), dann würde ich vielleicht einen Grund sehen, eine freundschaftliche Partnerschaft zu führen und das vom Sex zu trennen. Ohne solche Gründe würde ich aber komplett einer neuen Liebe eher eine Chance geben, denn man muss auch mal dran denken, dass die Affaire, die ich anderenfalls nebenher hätte, mit ihrer Neberolle ohne Aussicht auf eine verbindlichere Zukunft, auch nicht unbedingt glücklich ist. Außerdem wäre freundschafliche Partnerschaft für mich zu wenig leidenschaftlich, um mich im Falle eines Neuverliebens trotzdem bei dem Partner zu halten. Eine nur Sexaffaire ohne Gefühle interessiert mich aber auch nicht sonderlich, denn das ist mir auch zu leidenschaftslos.

w*ieau;chi2mmexr


Der Anderl

Von Anfang an ist klar, daß, wenn die Luft raus sein sollte (was ja nicht sein muß), auch Ende mit der Beziehung ist.

Eben: Es muss nicht sein. Und bei den meisten Beziehungen, von denen man liest, dass da irgendwann sexuell die Luft raus ist, war entweder von Anfang an noch nie soo viel Luft drin, oder wegen der Kinder und bei Zweiterem besteht ja eine gute Chance, daran zu arbeiten, wenn man es nicht verpasst. Viele scheinen aber m.E. schon von Anfang an sexuell nie zusammen gepasst zu haben. Da finde ich es eher schlimm, wenn man schon nach einem Jahr feststellt, es passt nicht, dass man dann noch 10 Jahre zusammen bleibt und eine Familie gründet....denn prüfe, wer sich ewig bindet...und das sollte m.E. auch im Bereich Sex ernst genommen werden.

Biologisch gesehen wäre die Zweckgemeinschaft nach dem Großziehen der Kinder eigentlich beendet.

Hab aber auch schon händchenhaltende Rentner gesehen, die ihren Ehepartner auch immer noch als Geliebte/r bezeichnen. Das mag selten sein, aber das gibts.

Klar wäre der Idealfall, daß man sich in einer Beziehung aufeinander zu bewegt.

Wenn man sich aber voneinander wegbewegt, wieso soll man dann krampfhaft zusammen bleiben? Wegen der Kinder gibt es auch andere gute Lösungen.

Wobei es mir egal ist, woher die Eifersucht kommt, ob aus den Genen oder meiner Erziehung. Wichtiger ist, daß sie existiert und man sich das auch klar macht.

So kann man das natürlich auch sehen. Es gibt nur immer wieder Leute, die dem Partner vorwerfen, dass er ja irgendwie spießig sei, weil er so gesellschaftskonform eifersüchtig ist.

Naja, wenn ich das in letzter Konsequenz richtig verstehe leidet man immer.

Der eine leidet unter fehlendem Sex

Der nächste leidet unter dem Fremdgehen des Partners

Ja, genau. Da hat dann wohl jeder seine eigene Wertung, ob das Leiden an fehlendem Sex (auch je nachdem, ob er ganz fehlt oder nur relativ selten ist, oder bestimmte Techniken verweigert werden) schlimmer ist, oder das Leiden am Fremdgehen und was dann eigentlich die Beziehung noch soll, wenn sie nur so noch existieren kann, dass einer von beiden leidet, das wäre für mich die Frage. Wenn sich zufällig zwei finden, die nicht drunter leiden, dann werden sie sich auch problemlos auf eine offene Beziehung einigen können. Das kann man aber nicht erwarten.

Vielleicht sollte ich in's römisch katholische Lager konvertieren - dort wird man für Leiden heilig gesprochen *grins*

Gute Idee!

Ffran-kixnho


@dynozerus

Die Sache mit der eigenen Verunsicherung ist ein nicht zu verachtender Punkt und ich muss zugeben, dass sich der Sex mit einer anderen Frau meist auch als eine Form der Selbstbestätigung herausgestellt hat. Ich hab sicher kein Problem mit meinem Selbstbewusstsein, wenn aber die eigene Frau einem so gar kein Gefühl des Begehrtseins gibt, wird man schon nachdenklich. Da nützt dann auch die Beteuerung, dass sie mich durchaus als begehrenswert empfindet, nichts mehr, wenn das Verhalten im Bett etwas anderes aussagt.

FGranklinho


@balle26

Im Grunde ist es ok so wie es jetzt ist. Man muss sich auch überlegen, ob die Wahrheit nicht viel verletztender sein kann als ein Betrug, von dem die Betrogene erst gar nichts erfährt.

Übrigens: Kann mir mal jemand erklären, wie das mit dem Zitieren funzt?

lbissyx-k


Hab aber auch schon händchenhaltende Rentner gesehen, die ihren Ehepartner auch immer noch als Geliebte/r bezeichnen. Das mag selten sein, aber das gibts.

In dem Zusammenhang fällt mir ein Film ein, den ich am Wochenende gesehen hab "Wie ein einziger Tag". Kennt jemand den? Total rührend. Da gings wirklich um ein Paar, die sich als Jugendliche kennen- u. liebengelernt haben u. als Alte zusammen gestorben sind.

Moon>ikaW6x5


Frankihno

Zitieren: So, wie es unten beschrieben ist. Einfach das Zitat beginnen mit genau den eckigen Klammern und dem z, am Ende des Zitats die eckigen Klammern, der Schrägstich und das z.

D`er NAndexrl


*smile*

man kann's mit dem zitieren auch übertreiben (siehe Anderl weiter oben) *grins*

F[rankinxho


@Monika65

Zitieren: So, wie es unten beschrieben ist. Einfach das Zitat beginnen mit genau den eckigen Klammern und dem z, am Ende des Zitats die eckigen Klammern, der Schrägstich und das z.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Danke! ;-)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH