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Fremdgehen?

F7ranXkinxho


Das klingt nicht nach einer tollen Ehe...

Entschuldige, dass ich das jetzt mal so aus dem Zusammenhang reisse, aber was genau ist eine tolle Ehe eigentlich? Gibts dafür Parameter, anhand denen man das sozusafgen messen kann? Erfüllter Sex? Viele Kinder? Gemeinsam angehäufte Reichtümer? Ich meine, das mag alles dazugehören, aber letztlich muss jeder diese Bewertung für sich allein vornehmen und das ist der entscheidende Punkt!

MXonikEa65


Frankinho

Tolle Ehe, hm, damit habe ich aufgegriffen, was hier immer wieder so genannt wurde, die Vorstellung, die man von einer Ehe hat, meistens dann, wenn man sie noch gar nicht eingegangen ist. Das ist ja genau der Punkt, dass man diese Idealvorstellung, jeder auf seine Weise, im Lauf der Jahre letztlich der Realität anpassen muss oder darf. Und an dieser Realität sind beide beteiligt. Manchmal ist es die Geschichte von der Taube auf dem Dach und dem Spatz in der Hand und sollte es umgekehrt sein, hat er meinen Glückwunsch.

w|iea%uchifmmer


Frankinho

Gibts dafür Parameter, anhand denen man das sozusafgen messen kann?

Ja, über diese Parameter reden wir ja die ganze Zeit hier. Was wäre z.B. für dich eine gute Freundschaft? Wäre eine Freundschaft, in der du von deinem Freund belogen wirst, etwa für dich eine gute Freundschaft? Für mich wäre das gar keine Freundschaft oder die längste Zeit eine Freundschaft gewesen. Wie siehts mit Vertrauen aus? Steigt nicht grundsätzlich die Güte einer zwischenmenschlichen Beziehung (egal welche) mit dem Grad des Vertrauens? Wie siehts mit Nähe/Intimität aus? Gehört zur Nähe und Intimität nicht Offenheit? Wie soll sich Intimität entfalten, wenn man zueinander nicht offen ist?

Erfüllter Sex? Viele Kinder? Gemeinsam angehäufte Reichtümer?

Wenn du mir dies antwortest, dann hast du nicht einen einzigen Beitrag von mir und auch nicht einen einzigen Beitrag von Striptease gelesen oder verstanden. Aber sich drüber aufregen, dass ich mich immer wiederhole. Da scheinen all die Wiederholungen nichts gebracht zu haben.

aber letztlich muss jeder diese Bewertung für sich allein vornehmen

Du bist in einer Ehe oder? Dir ist es aber scheinbar nicht klar, dass du nicht alleine diese Bwertungen vornimmst, sondern ihr euch beide über diese Bwertungen einig werden müsst. Deiner Frau verwehrst du aber mit deiner Lüge, überhaupt ehrlich darüber Bescheid zu wissen, was DEINE Bewertungen sind. Sie glaubt, euer gemeinsamer Wert wäre z.B. Treue und Vertrauen. Schade, reingefallen, denn das täuscht du ihr ja nur vor. Da wären wir wieder beim Thema Entmündigung.

w.ieauc:himxmer


Monika65

was hier immer wieder so genannt wurde, die Vorstellung, die man von einer Ehe hat, meistens dann, wenn man sie noch gar nicht eingegangen ist

Die Maßstäbe Ehrlichkeit und Vertrauen, die setze ich gleichfalls für eine Freundschaft an und da habe ich bereits welche, die fast 30 Jahre lang funktionieren. Jetzt hat man zu einer Beziehung natürlich eine andere Verbindung und mehr Nähe, etc, als zu Freunden, aber ich werde mit Sicherheit meine Grundmaßstäbe, die ich als Qualtätskriterium für JEDE zwischenmenschliche Beziehung sehe nicht ausgerechnet in der Beziehung drangeben, die mir am nächsten, am wertvollsten etc. ist.

Das sind MEINE Maßstäbe, die zunächst von der Beziehung unabhängig sind, aber das sind die Maßstäbe, wo sich die Menschen, mit denen ich zutun habe, drauf verlassen können. Das ist das, was ich sozusagen in die Verhandlungen, was die Qualität einer Beziehung ausmacht, einbringe. Diese werde ich nicht verleugnen und in den Staub treten aus lauter Feigheit meine Pfründe, kuscheligen Gewohnheiten, etc. zu verlieren. Das finde ich charakterlos.

Würde ich also meine Wertmaßstäbe von Ehrlichkeit, etc. auf die sich auch meine Freunde verlassen können, in einer Ehe drangeben, weil ich sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht aufrechterhalten kann, dann könnte man den Spruch dazu anbringen:

"Ehe verdirbt den Charakter".

Bevor mir eine Ehe den Charakter verderben würde, würde ich mich lieber trennen.

M(on%ikxa65


"Ehe verdirbt den Charakter".

Bevor mir eine Ehe den Charakter verderben würde, würde ich mich lieber trennen.

Lol... das könnte man natürlich, krass ausgedrückt, so sehen. Da möchte ich gar nichts dagegen sagen, ich glaube dir auch, dass du das so machen würdest. Ich kann nur immer wieder sagen, man kann aber nicht von sich auf andere schließen, anderen sind andere Dinge in der Ehe eben wichtiger. Angenommen, es ist das Gefühl von wirtschaftlicher Sicherheit. Das ist dir vermutlich fremd, wenn nicht sogar zuwider, sozusagen das Gegenstück von deinen Prioritäten, aber das ist eben bei anderen Menschen anders, sie brauchen diese Sicherheit mehr als Intimität und Nähe. Und letztlich lebt jeder in seinem Universum, das anzuerkennen ist sehr wichtig, um sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen.

Fcrankixnho


@Monika65

Das ist ja genau der Punkt, dass man diese Idealvorstellung, jeder auf seine Weise, im Lauf der Jahre letztlich der Realität anpassen muss oder darf.

Klar ist, dass man sich selbst und seine Ansprüche mit den Jahren verändert. Manchmal, weil man mit der Zeit desillusioniert wird, das ist natürlich unangenehm und frustrierend. Manchmal aber auch, weil man mit wachsender Lebenserfahrung auch gelassener wird, das ist dann wiederum ein recht angenehmer Prozess. Wohl nur für die Wenigsten erfüllt sich der Traum von einem lebenslangen "Verliebtsein wie am ersten Tag", der große Rest muss sich oder übel mit seinem "Schicksal" arrangieren. Aber ok, ich finde, damit kann man auch ganz gut leben.

w{ieauchximmexr


Monika65

Lol... das könnte man natürlich, krass ausgedrückt, so sehen.

Ja, es ist krass ausgedrückt. Wenn ich aber in meinem vorherigem Leben nicht lüge, weil Ehrlichkeit für mich einen hohen Wert hat und eine Ehe mich dazu verleitet, zu lügen, dann trifft der Spruch doch zu.

Ich kann nur immer wieder sagen, man kann aber nicht von sich auf andere schließen, anderen sind andere Dinge in der Ehe eben wichtiger.

Da greift aber wieder der Punkt der "Entmündigung". Wenn meinem Partner Ehrlichkeit in der Beziehung nicht wichtig ist, dann sollte ich das doch wissen, um entscheiden zu können, ob ich mich auf eine Ehe mit ihm und seinen Werten überhaupt einlassen möchte. Haben sich seine Werte geändert, dann geht mich das ebenfalls etwas an, denn ich muss eine Entscheidungsgrundlage dafür haben, ob für mich die Kriterien in dieser Ehe noch stimmen und ich sie weiterhin führen will.

Angenommen, es ist das Gefühl von wirtschaftlicher Sicherheit.

Es kommt darauf an, aus welchem Grund wir geheiratet haben. War es von Anfang an klar, dass wirtschaftliche Sicherheit ein hoher Wert ist und Ehrlichkeit geringer und sind wir uns darüber einig, dann ist das in Ordnung. Wenn er aber behauptet hat, als er mich geheiratet hat, es ginge ihm vor allem um Liebe und Freundschaft und Vertrauen, dann ist es nicht ok, wenn er, ohne mich darüber in Kenntnis zu setzen, seine Prioritäten ändert, mich in dem Glauben lässt, es ginge immer noch um Liebe und Vertrauen, das aber nicht so ist. Früher war man da ehrlicher. Da hat man aus wirtschaftlichen Gründen geheiratet und das war auch allen klar. Heute heiratet man in der Regel aus Liebe und wenn sich im Laufe der Ehe an diesem Motiv etwas ändert, dann hat der andere das Recht, über diese geänderten Bedingungen Bescheid zu wissen, um seinerseits zu entscheiden, ob das für IHN noch eine Basis ist, oder nicht mehr.

Mboniqka6x5


Frankinho

Das hatten wir noch gar nicht angesprochen. Das man sich verändert, andere Dinge braucht und dadurch andere Prioritäten als zum Zeitpunkt der Eheschließung.

Ich bin sowieso der Meinung, dass der Ehe zu viel zugemutet wird an idealisierten Vorstellungen seit der Romantisierung des Ehebegriffs.

wAieauc5hHimmexr


Frankinho

Wohl nur für die Wenigsten erfüllt sich der Traum von einem lebenslangen "Verliebtsein wie am ersten Tag", der große Rest muss sich oder übel mit seinem "Schicksal" arrangieren.

Dann schau mal in den Faden zum Thema langjährige Beziehungen, da wirst du feststellen, dass es eine ganze Menge sind, die immer noch von Leidenschaft reden und glücklich sind und nicht eine geringe Minderheit. Ich finds auch ein wenig armseelig, wie hier immer mit einer vermeindlichen Mehrheit argumentiert wird. Wenn die Mehrheit der Menschen vom Hochhaus springt, machst du das dann auch? (Die Mehrheit der Menschen spricht übrigens chinesisch. Wieso sprichst du deutsch?) Ganz davon abgesehen, dass es, laut dem benannten Faden, nicht die Mehrheit ist, was soll das Argument: "Andere machen es ja auch", für ein Argument sein? Ziemlich charakterloses Argument, oder?

wQi2eaudchimxmer


Monika65

Das man sich verändert, andere Dinge braucht und dadurch andere Prioritäten als zum Zeitpunkt der Eheschließung.

Diese Veränderungen gehen aber den anderen "Vertragspartner" etwas an. Wenn eine Versicherung im Laufe der Zeit ihre Leistungen/Bedingungen ändert, hat sie da ihre Vertragspartner auch von in Kenntnis zu setzen und ihnen die Möglichkeit zu geben, unter den neuen Bedingungen zu entscheiden, ob sie die Versicherung nicht lieber kündigen.

FCraneki[nho


@Monika65

Ich bin sowieso der Meinung, dass der Ehe zu viel zugemutet wird an idealisierten Vorstellungen seit der Romantisierung des Ehebegriffs.

Also ich persönlich brauch das nicht. Das mag jetzt zwar im Zusammenhang mit dem eigentlichen Thema des Fremdgehens wie ein Anachronismus erscheinen, Fakt ist aber, dass sich das Gefühl des Zusammengehörens zumindest bei mir um keinen Deut verändert hat. Nach 10 gemeinsamen Jahren wollte meine Frau, auch wegen des Kindes, heiraten. Das war (bzw. ist immer noch) ok, habe ihr zuliebe zugestimmt, an meinen Empfindungen hat sich dadurch nichts geändert, was ich ihr aber auch so gesagt habe.

E.he+m~aliPger Nu^tzeir (x#11590x6)


frankhino

der von dir beantwortete beitrag war eigentlich auf einen beitrag von claudsia die antwort. ich weiß, dass du der ursprüngliche fadenersteller bist und hoffe es ist nicht schlimm, wenn ich auch mal auf andere fremdgänger-erfahrungen und -empfindungen eingehe.

*:)

lg

CZlaud3siva


@frankinho

Ob Ehe oder nicht, ist das so entscheidend? Kann man sich denn da rausreden, und sagen, ich darf fremdgehen, weil ich ja den treueschwur nicht geleistet habe?

Also ich denke, dass es nicht viel Unterschied macht. Ein Paar gehört zusammen, ob verheiratet oder nicht. Und auch bei Unverheirateten ist es Fremdgehen.

(Das einzige ist, dass das Auseinandergehen einer Ehe viel mehr Probleme macht. Scheidung, Krieg, Geld,...

Ja gut, kann bei Beziehungen auch sein. Aber bei einer Ehe kostet es bestimmt mehr. )

Und ich nehm eines mehr als ernst, ich habe damals gesagt, "ich will dich lieben achten und ehren, bis dass der Tod uns scheidet." Und das gilt für mich immer noch.

Als sich mein Mann veränderte, von heute auf morgen, musste ich mich umstellen. Aber meine Liebe hat es nicht geschmälert. Nur das Zusammenleben ist um einiges schwieriger geworden. Doch da muss man durch, ich habe es einst geschworen. Bloß meinen Körper und einen Teil meiner Gedanken habe ich nicht mit "verkauft", die gehören ganz mir.

EehemXaliger NuAtzer (#1!159x06)


monika

Jeder Mensch hat andere Kriterien für sein Leben und seine Beziehung, das verteidigst du doch sonst auch.

ich kritisiere nichts, ich rede einfach. irgendwo muss eine diskussion ja beginnen und grundsätzlich ist es dann ein "ich sehe es so und du anders" - gespräch.

sonst bräuchte ja niemand einen faden aufzumachen, weil ALLES verschiedene kriterien sind, zu den niemand anders was sagen kann.

Er hätte schon längst etwas merken müssen, wenn er nur wollte.

naja, solche fälle, wo der partner wirklich die augen verschließt oder es gar weiß, aber nicht offiziel wissen möchte sind nicht gegenstand meiner beiträge. denn in solchen fällen ist es nun mal kein vertrauen, das gebrochen wird.

ich meine die wirklich blinden partner. wobei es natürlich immer eine frage ist, was sollte einer wissen, was weiß er wirklich... genau solcher fall, den du beschreibst, rechtfertigt das fremdgehen nach dem motto "es macht ihn glücklich, es ist besser", denn der andere hat sich selbst für die "unwissenheit" entschieden und somit dem fremdgehen mehr oder minder zugestimmt.

ich bevorzuge aber eine abstrakte diskussion, dabei greife ich zwar persönliche beiträge von einigen auf, wandle sie jedoch um und mein anliegen, bzw. mein themenausgang sind die wirklich unwissenden.

lg

EohemaIligerq Nu$tzer x(#115906)


frankhino

was sind die parameter einer ehe... tja, es ist für jeden natürlich verschieden. für die einen ist es nähe, für die anderen kinder oder eine wirtschaftliche basis... aber ich wage mal vielleicht ein parameter aufzustellen, dass für alle gilt:

die möglichkeit die regeln der ehe und ihre objektive sowie subjektive gestalt selbst festzulegen. und zwar für jeden partner.

sowie auch das recht der nichtakzeptanz von regeln, die der andere neu einführt.

lg

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