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Fremdgehen?

wBieauWchiWmmer


Frankinho

Promiskuität

Es gibt keine Kultur, in der es im sexuellen Bereich keine Eifersucht gibt. Kann also nicht nur mit Kultur, Kirche und Moral zusammenhängen. Aber gehört auch zu den beliebten Rechtfertigungen, dass der Mensch doch eigentlich nicht monogam sei. Kann ich dir gerne ein Link geben zu dem Thema.

das ist so drin in den Köpfen.

Ja, und zwar von Natur aus.

Cvlaud%sixa


Also ich kann da nur für mich sprechen. Ich war ein einziges Mal eifersüchtig und das war auf eine Arbeitskollegin meines Mannes, mit der er sich prima verstand und von der er mir ständig erzählte. Da war bestimmt nie etwas körperliches, allein die Tatsache, dass er gern mit ihr redete...

MpoSnik#a65


Claudsia

Geht mir auch so. Wenn ich mal eifersüchtig war, dann seltener, wesentlich seltener wegen sexueller Dinge.

Was von Natur aus ist oder nicht, kann kein Mensch mit Sicherheit behaupten, mit der Natür kann man wirklich alles, jede noch so abwegige Theorie untermauern. Abgesehen davon, sind wir nicht nur "Natur"geschöpfe, sonst dürften wir Sex und Fortpflanzung z. bsp. gar nicht so trennen, wir wir das heute tun.

Eifersucht ist ein ganz normales Gefühl, eine Seitenarm des Grundgefühls Angst. Sie gehört zum Leben dazu, genauso wie andere Gefühle auch.

wFieauc7himmxer


Monika65

Was von Natur aus ist oder nicht, kann kein Mensch mit Sicherheit behaupten,

Was man aber mit Sicherheit auch nicht behaupten kann (und dafür gibts auch Belege, z.B. kulturübergeifende Vergleiche), dass sexuelle Eifersucht nur durch Kultur oder Religon den Menschen "eingeimpft" wurde und er von "Natur" aus grundsätzlich poligam veranlagt wäre. Er ist beides, was auch seinen Grund hat. Die Vielehe in moslimischen Ländern hat z.B. den Hintergrung von Männermangel durch Kriege, aber selbst Mohamed schrieb, dass nur ein Mann, der es schafft all seinen Frauen auch gerecht zu werden, mehrere haben sollte. Wieso wir nicht komplett auf Monogamie oder Polygamie festgelegt sind? Weil die mächtigste Überlebensstrategie des Menschen seine Flexibilität ist. Bei Männermangel bietet sich die Vielweiberei ja an, um die Geburtenrate nicht zu gefährden. Ist das Verhältnis Männer/Frauen ca. 50:50 bietet sich aber die Monogamie an. Jede Gesellschaft mischt sich in das Sexualleben ihrer Mitglieder, weil Menschen "Hordentiere" sind und um des sozialen Zusammenhalts ist es eben wichtig, Regeln aufzustellen, die nicht zu sozialem Unfrieden führen. Wenn ein Pascha 50 Frauen für sich beansprucht, gehen 49 andere Männer leer aus.

eine Seitenarm des Grundgefühls Angst.

Es ist aber auch nicht so selten, dass man einen Partner an einer Affaire verliert und daher diese Angst ja nicht unberechtigt. Vor allem gehts da heute ja weniger um den Verlust der existenziellen Sicherung, als um den Verlust emotionaler Verbundenheit. Da, wo es Polygamie gibt, wird aber aus existenziellen Gründen geheiratet. In Matriarchaten wird meist die temporäre Monogamie gepflegt, denn man ist existenziell nicht aufeinander angewiesen und es hält, solange man sich liebt und/ oder versteht.

MVon@ika-65


Ich sehe das im Prinzip auch so, will hier auch gar nicht die Ansicht vertreten, dass der Mensch von Natur aus nicht zur Monogamie fähig sein, zumindest temporär. Meiner Ansicht nach führen nur solche Diskussionen nicht weit, wo jeder seine Ansicht mit der "Natur" versucht zu untermauern, das wird endlos, weil jeder ein Beispiel für alles finden kann. Zumindest wenn man alles was kreucht und fleucht mit einbezieht.

Es ist aber auch nicht so selten, dass man einen Partner an einer Affaire verliert und daher diese Angst ja nicht unberechtigt.

Jedes Gefühl ist meiner Ansicht nach berechtigt, das würde ich gar nicht abstreiten wollen. Sicher ist die Schwelle, bei der jemand ein bestimmtes Gefühl erlebt, unterschiedlich, aber in dem Moment, wo es da ist, hat es zumindest für diese individuelle Person seine Berechtigung. Das wollte ich ja damit sagen, Eifersucht ist was völlig Normales, nur, man sollte sich und seinen Partner nicht zum Sklaven der Eifersucht machen. Zunächst ist es, wie jedes andere Gefühl auch, bei dem, der es empfindet. Bei den meisten funktionierenden Beziehungen gibt es einen Konsenz darüber, wie man damit umgeht, aber die Lösung kann aus meiner Sicht nicht sein: "Ich bin eifersüchtig, also darfst du nicht..." Das ist zu einfach. Da muss schon mehr abgewogen werden.

w$iea=uc1himxmer


Monika65

Meiner Ansicht nach führen nur solche Diskussionen nicht weit, wo jeder seine Ansicht mit der "Natur" versucht zu untermauern

Ich habe auch dieser m.E. billigen "Rechtfertigungsstrategie" etwas entgegengesetzt: Der Mensch sei von Natur aus polygam und Fremdgehen sei so etwas wie die Befreiung der menschlichen Natur von der Versklavung durch Moral, weil man sie so einfach nicht stehen lassen kann, denn es ist eine Pseudo-Rechtfertigung. Gerade der Punkt, dass die Natur uns Flexibilität lässt, führt dazu, dass man um eigenverantwortliches Handeln nicht drum herum kommt und nicht der Natur die Verantwortung zuschieben kann.

Jedes Gefühl ist meiner Ansicht nach berechtigt,

Es gibt ja aber auch soetwas wie einen "Normalzustand". Man kann ja auch krankhaft eifersüchtig sein und an Phobien leiden, die zumindest objektiv betrachtet nicht mehr berechtigt sind und deshalb "behandlungs"-bedürftig, weil sowohl der Betroffene, als auch die Umgebung darunter leiden. Das wollte ich mit dem Begriff "berechtigt" voneinander abgrenzen.

aber die Lösung kann aus meiner Sicht nicht sein: "Ich bin eifersüchtig, also darfst du nicht..." Das ist zu einfach.

Letztendlich hat man eh nicht das Recht, dem anderen etwas zu verbieten, aber man hat eben das Recht, sich selber dazu zu entscheiden, das nicht mitzumachen. Es ist ja auch nicht gleich Erpressung, wenn ich unter etwas leide, was ich meinem Partner aber nicht verbieten kann, weil es im Grunde sein autonomes Freiheitsrecht ist, aber ich mich dann da raus ziehe, indem ich mich eben trenne oder zunächst dagegen wehre. Es nicht mitzumachen, das ist wiederum mein autonomes Recht und da steht Freiheit gegen Freiheit und das führt dann zum bekannten, als auch unkonkreten Spruch: "Die eigene Freiheit hört da auf, wo die Freiheit des anderen anfängt". Unter Angstzuständen (auch Misstrauen) und Druck kann man nämlich auch nicht frei sein, denn Angst ist schließlich der Freiheitskiller Nr. 1.

M\on8ika65


wieauchimmer

Ich sehe das in allen Punkten genauso.

n^one


die einzigen menschen die ich noch mehr verachte als fremdgeher sind die kreaturen die sich soweit ernierdrigen ihnen auch noch zu verzeihen...zero tolerance, egal wie unpopulär das sein mag!

NHightxer


warum?

Da gehört in vielen Fällen eine gewaltige und wie ich finde bewundernswerte Stärke dazu!

nuonxe


ist das so?! viele verzeihen weil sie mehr angst haben allein zu sein als sich den konsequenzen einer harten entscheidung zu stellen...es gehört viel stärke dazu eine entscheidung wieder die gefühle zu treffen. und wie viele fremgeher tun es nach einem tränenreichen: es tut mir ja so leid! verzeih mir bitte! ich werd´s auch nie wieder tun! doch bald wieder!? 80% oder mehr? mit einem ich verzeih dir erkauft man sich oft nur die zeit bis zum nächsten mal...

der schrecken ohne ende...also ich bin für das ende mit schrecken!

wPiea*uchAimxmer


Nighter

Ist das eine Stärke oder nicht in vielen Fällen Verdrängung, um nicht die Konsequenzen ziehen zu müssen?

C[lau;dsixa


Gott sei Dank sind wir wieder beim Thema.

Ja, None, da hast du mal eine interessante Meinung. Hast du das so bereits erlebt? Weil du gar so hart urteilst.

Oder verachtest du mich so, dass du nicht mit mir diskutieren magst?

nfoxne


ich persönlich...klopf auf holz... noch nicht..allerdings bereits viele male miterlebt aus erster hand aus jeder perspektive...betrüger oder betrogener...männlich oder weiblich...jung und alt...verheiratet oder nicht...mit oder ohne kinder...scheidung oder "versöhnung"...und alle kamen sie zu mir um rat und beistand oder sogar mein stillschweigen zu erreichen. ich weiß wie die betroffenen vorher waren ich weiß wie sie nachher waren...ich hab erlebt was die fremdgeherei aus tätern und opfern macht...ich habe männer gesehen die sich für eine frau die ihnen ein kuckuckskind unterschiebt zum affen machen...frauen die zu männern zurückkehren die mit ihrer besten freundin ins bett steigen kaum das sie ihnen den rücken zudrehen...ich habe wut gesehen, verzweiflung, körperverletzung, selbstmordversuche...

fremdgehen ist kein kavaliersdelikt! es hat folgen! hier gibt es echte opfer, echtes leid! und wozu das alles?

weil einige menschen nicht in der lage sind ihren reisverschluß zu bzw. ihre beine zusammen zu halten. es gibt hier nichts zu beschönigen...keine erklärung ist akzeptabel, keine entschuldigung ausreichend für diese niederträchige form des vertrauensmißbrauchs...

vergebung?! bin ich jesus, wächst mir gras aus der tasche?!

ich erwarte von anderen nur was ich selbst zu tun bereit bin..nicht mehr...aber sicher nicht weniger! erwarte ich zuviel?...ich hoffe nicht!...ich gehe nicht fremd weil ich zum einen meine partnerin liebe...kein ausreichender grund...notorische fremdgänger lieben ihre frauen tatsächlich oftmals sehr, das hält sie aber nicht davon ab sie bei jeder gelegenheit zu bescheißen...und zum andern weil ich sie respektiere und ihr als mensch allein schon so etwas nicht antun würde...ist eine sache des charakters...respekt! und schließlich gebietet es auch der respekt vor mir selbst. ich will mich morgens im spiegel anschauen können ohne mir eingestehen zu müssen das ich ein verlogener bastard bin der seine frau betrügt.

menschen die auf die gefühle anderer scheißen und ihre beziehung auf dem altar ihrer persönlichen geilheit opfern kann ich nicht respektieren...nicht in fragen zwischenmenschlicher beziehungen!

und wie sollte ich als betroffener in der lage sein so etwas zu verzeihen oder gar zu vergessen?!

es gibt genug grauzonen auf dieser welt mit denen ich mich abfinden muß...treue und fremdgehen ist für mich keine und darf es niemals sein, das bin meiner partnerin und mir selbst schuldig.

FYr*anmkHinxho


@none

es gibt genug grauzonen auf dieser welt mit denen ich mich abfinden muß...

Tja, blöd, dass die Welt nicht so einfach in schwarz und weiß eingeteilt ist, nicht wahr?

N{ightexr


Möglicherweise gehört auch viel Verdrängung dazu, aber das Verzeihen eines Seitensprungs grundsätzlich als Vedrängungstaktik und/oder Schwäche auszulegen, halte ich für äußerst gewagt.

Nochdazu dies schon fast zu einem Prinzip der Stärke umzudrehen und aus diesem prinzip heraus ("Mir geht niemand ungestraft fremd) grundsätzlich zu erklären, das man aus Stärkegründen heraus in jedem Fall die Beziehung beendet. (man will ja nicht als Weichei dastehe - vor wem auch immer )

Gleichzeitig aber kategorisch das Verheimlichen jeglicher Art von Seitensprung als Betrug darzustellen (was es ja auch ist).

Aber es wird dadurch jeglicher Freiraum für Kompromisse zerstört.

Jemand geht fremd (unter welchen Bedingungen auch immer) .. ein Fehler? - egal, die Beziehung ist damit egal unter welchen Unständen beendet.

Eine Beichte ist somit schon überflüssig .. .man kann also auch sofort wortlos seine Sachen packen und gehen!?!?!

Hmmk , klingt mir wirlich alles sehr theoretisch ... und solch extreme (als kompromisslose Einstellungen) nähren in mir den Verdacht, dass man selbst noch nie in einer langen und gefühlsintesiven Beziehung gesteckt hat!

Aus der Ferne theoretisiert es sich leicht!

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