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Spannender Sex in längerer Beziehung?

L3o0vHuxs


Wie findet man die Lust trotz der Vertrautheit wieder?

Vertrautheit ist eigentlich nur die Gewöhnung an die geistigen, psychischen Gegenden, an denen man sich laufend trifft. In diesem Sinne ist Vertrautheit eine Beschränkung. Sie ist eine Art bekannte Maske. Und langsam verblasst der Mensch dahinter.

Da hilft es, immer wieder hinter die Maske, hinter die Gewohnheit zu schauen, das Unbekannte aufzusuchen oder das Bekannte neu als etwas jetzt Lebendiges, Fließendes (im Unterschied zur Erstarrung der Vertrautheit) zu sehen. Wenn man damit ehrlich umgehen kann und nicht irgendwelche Ängste im Hintergrund eine zwingen, den Partner so zu sehen, wie man ihn sich zurechtgelegt hat, dann nimmt die Kontrolle ab, die die Vertrautheit aufrechterhält, das Vertrauen nimmt aber zu und die Lust jauchzt vor Vergnügen.

M/ae$82


Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich es spannender machen soll, wenn ich selbst gar nicht so große Lust auf Sex habe.

Ich würde erstmal versuchen herauszufinden, warum du keine Lust auf Sex hast. Standartfrage hierzu: Wie verhütest du? Denn die Pille kann sich negativ auf die Libido auswirken. Das habe ich übrigens selber nicht geglaubt, weil ich auch unter der Pille häufig Lust auf Sex hatte. Aber seit ich sie nicht mehr nehme habe ich noch mehr Spaß am Sex - und auch mehr Lust. ;-)

Die andere Frage ist: Wie läuft bei euch der Sex ab? Kannst du dich fallen lassen, oder denkst du eher darüber nach, ob du seinen Erwartungen genügst?

Wie findet man die Lust trotz der Vertrautheit wieder?

Hier geben viele den Tipp, sich Varianten einfallen zu lassen, andere Orte, andere Spielarten, evtl. Partnertausch... Aber auch damit ist man irgendwann durch wir haben das gar nicht erst probiert.. Da bleibt nur, nicht in der Breite zu suchen, sondern in der Tiefe. Sex ist nicht nur Triebbefriedigung sondern das Zerfließen mit- und ineinander. Es geht darum, den Partner, den Duft, die Haut, die Stimme... und seine eigenen Gefühle bewusst wahrzunehmen, sich in diese Gefühle fallen zu lassen. Das wird nie langweilig. Im Gegenteil, je größer das Vertrauen, desto überwältigender die Gefühle.

Allerdings kribbelt es in meinem Bauch auch nach 22 Jahren Ehe immer noch, wenn ich meinen Mann sehe, wenn er mir im Vorbeigehen einen Kuss in den Nacken gibt, wenn er nackt vor dem Badezimmerspiegel steht und sich rasiert, wenn er mich über seiner Teetasse mit den Augen anblitzt... x:) Auch das hat vielleicht etwas mit Wahrnehmung zu tun, damit, den anderen über dem täglichen Kleinklein nicht aus den Augen zu verlieren.

:)*

s0eknsibexlman


Da bleibt nur, nicht in der Breite zu suchen, sondern in der Tiefe. Sex ist nicht nur Triebbefriedigung sondern das Zerfließen mit- und ineinander. Es geht darum, den Partner, den Duft, die Haut, die Stimme... und seine eigenen Gefühle bewusst wahrzunehmen, sich in diese Gefühle fallen zu lassen. Das wird nie langweilig. Im Gegenteil, je größer das Vertrauen, desto überwältigender die Gefühle.

:)z :)^

D|ie Sdehe(rin


Wie findet man die Lust trotz der Vertrautheit wieder?

ich stelle mir auch eher die frage, wo ich die lust in der vertrautheit finde :)z

weil gerade die vertrautheit mir ein feld öffnet, in dem alles kann und nichts muss! ich kann meinem mann – eben wegen der vertrautheit – alle meine wünsche offenbaren und er mir seine. es gibt keine tabus und keine peinlichkeiten mehr zwischen uns.

und das eröffnet meinem mann und mir alle breiten und alle tiefen |-o

L%ov6Hu&s


Wortgefühl

Ich habe in meinem Beitrag zwischen Vertrautheit und Vertrauen unterschieden. Geht es nur mir so? Vertrautheit klingt für mich wie Vertrauen in einem Käfig, nämlich dem Käfig des Gewohnten. Erstarrt, ein Sein ohne weiteres Werden (fließen, leben...).

Wenn das so passt, verstehe ich, dass Vertrautheit die Lust tötet, während die Lust mit dem Vertrauen mitwächst.

MBae82


Vertrautheit

...ist für mich das Gefühl, anzukommen, zu Hause zu sein. Ich kenne mich aus, fühle mich geborgen, kann loslassen. Das hat nichts mit einem Käfig zu tun, eher mit einer Höhle ;-) .

LAovHu_s


Mae

Aber wenn man es so versteht wie du, dann geht doch die Lust mit zunehmender Vertrautheit nicht verloren.

Was wäre denn das richtige Wort für das beginnende Aneinandervorbeileben, wenn das Offizielle alles bekannt ist und der Rest unter den Teppich gekehrt wurde und die Lust sich ebenfalls unter den Teppich verkrümelt?

s`ensibnelman


Was wäre denn das richtige Wort für das beginnende Aneinandervorbeileben

Langeweile? Statik? Gewohnheit? Gleichgültigkeit? Monotonie? Einfallslosigkeit? Bequemlichkeit? Fantasielosigkeit? Desinteresse? ---?

L ovHxus


Aber das sind alles negative Begriffe, sensibelman. Es scheint aber doch so zu sein, dass es den Partnern gut geht, während sich die Lust allmählich davon schleicht.

Forever.Yours hat das auf ihre Weise ausgedrückt:

Ich liebe meinen Partner, wir harmonieren, lachen viel und schauen bei fast allen Themen in die gleiche Richtung. Dennoch verliere ich die Leidenschaft für Sex, hab viel seltener Lust und es liegt sicherlich nicht an ihm.

Und sie benutzt als "Erklärung" das Wort 'Vertrautheit':

Wie findet man die Lust trotz der Vertrautheit wieder?

Und da frage ich mich eben, was könnte das für eine Vertrautheit sein, bei der sich die Lust verkrümelt? Und diese Vertrautheit ist sicher eine andere als die, von der Mae schrieb.

s_ensi^belxman


Naja, Gewohnheit ist vielleicht gar nicht so unpassend und von meinen aufgeführten Worten wohl nicht unbedingt negativ besetzt.

D'ie Stehexrin


genau wie ich das wort selbstverständlichkeit als relativ neutral empfinde, es aber auch in die langweilige ecke stellen könnte.

und für mich sind vertrauen und vertrautheit auch total unterschiedliche empfindungen, beide aber unglaublich positiv besetzt :)z

außerdem ist es für viele ja schon schwierig, wenn sie bei der ganzen alltagsnähe noch leidenschaft pflegen sollen... es liegt wohl eher nicht an den begrifflichkeiten, sondern daran, wie man die lust, erotik, leidenschaft im alltag erhält – gell sensibler mann ;-)

sBensJibel7man


es liegt wohl eher nicht an den begrifflichkeiten, sondern daran, wie man die lust, erotik, leidenschaft im alltag erhält – gell sensibler mann

genauuuuuu.. :)z ;-D :)^

L9ovLHus


Die Seherin

und für mich sind vertrauen und vertrautheit auch total unterschiedliche empfindungen, beide aber unglaublich positiv besetzt

Für mich ja auch. Aber bei mir - zusammen mit sensibelman, Mae und dir und sicher noch vielen anderen bei uns - geht ja mit der Vertrautheit nicht die Lust verloren. Trotzdem gibt es mindestens genauso viele, die sehr wohl die Erfahrung machen, dass mit zunehmender Vertrautheit die Lust flöten geht. Und auch, wenn das einige völlig normal finden und es als "such is life" sehen, gibt es auch andere, die das Gefühl nicht loswerden, dass es auch anders sein könnte. Daher ja die Ausgangsfrage.

Ist die Vertrautheit, die zur Unlust führt eine andere als die, die die Lust vertieft?

Oder führt die selbe Vertrautheit bei verschiedenen Menschen zu entgegengesetzten Ergebnissen?

Im zweiten Fall ist die Antwort auf die Ausgangsfrage trivial: Kommt drauf an, was du für ein Typ bist. Entweder es klappt oder vergiss es.

Der erste Fall interessiert mich. Was ist das für eine Vertrautheit, die von der Ferne verlockend klingt und - bei ihr angekommen - die Erotik verschlingt, wie die Sirene ihre Opfer? Und wie lässt sie sich von der Vertrautheit unterscheiden, die wir meinen? Und welche Hilfestellungen lassen sich daraus für Fragende wie die TE oder Forever.Yours ableiten?

LaovHxus


wie man die lust, erotik, leidenschaft im alltag erhält

Anders gefragt: Kann man das auch lernen, wenn es einem nicht in die Wiege gelegt wurde?

Ich habe mir ja auch schon die Finger an dem Thema wund geschrieben, aber es scheint immer nur bei denen anzukommen, die es nicht mehr lernen müssen.

FooreDvers.Youxrs


Anders gefragt: Kann man das auch lernen, wenn es einem nicht in die Wiege gelegt wurde?

Das wäre auch so mein Anliegen. Denn, wenn mir andere schreiben wie die Lust bei ihnen gerade mit der Vertrautheit steigt, dann bin ich zwar neidisch, aber es hilft mir persönlich nicht weiter. :D

Mir fällt da als Ansatzpunkt eigentlich nur ein, dass man an Lust und Sex von zwei verschiedenen Seiten herangeht. Besonders Frauen scheinen den Akt als ein Ausdruck von Liebe zu verstehen. Da ist es nachvollziehbar, dass die Erlebnisse mit der fester werdenden Beziehung und Verbundenheit besser werden.

Für mich ist Lust hingegen etwas animalisches, mich reizt das Unbekannte und Unerwartete. Es darf aber auch nicht zu unbekannt sein, also ONS kommen nicht in Frage. Diese Art der Lust ist leider wenig vereinbar mit einer monogamen langjährigen Beziehung, also möchte ich die andere Form kennen und lieben lernen.

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