» »

Sex durch Medien in der Gesellschaft zu sehr normalisiert?

T1he Seexker hat die Diskussion gestartet


Ein Hallo an alle.

Ich beschäftige mich schon länger mit dem Umstand, ob wir nicht durch die Medien ein gewisses Leitmotiv unterbewusst vorgesetzt bekommen. Nämlich, ob wir Sex noch als das höchste der Gefühle betrachten und empfinden, oder wir uns durch die Medien nicht eher einem Zwang aussetzen, dazugehören zu wollen(Statistiken-Umfragen).

Das Thema ist ein weites Feld und ich würde gerne eure Ansichten und Meinungen dazu lesen wollen.

Antworten
P6hilip|p H.


Ich nehme an, dass Du

weniger danach fragst, ob wir Sex als sehr intensives und unvergleichbares Gefühl erleben, sondern eher wissen möchtest, aus welchen Motiven wir Sex haben.

Mir ist es total egal, was irgendwelche Sexstatistiken aussagen, ich habe ganz einfach sauviel Spaß beim Bumsen und das ist der einzige Grund für mich, weshalb ich Sex habe.

Ich lese keine Statistiken über das sexuelle Verhalten meiner Mitmenschen, weil ich die für unwissenschaftlich und ausserdem irrelevant halte. Ich lebe in einer sehr netten Partnerschaft mit einer jungen Frau, die genauso denkt wie ich (s.o.) und uns ist es ganz egal, wie oft der Durchschnittsdeutsche poppt, wir tun es einfach immer dann, wenn uns danach ist (also so gut wie bei jedem Zusammensein ;-)).

Grüße

JA E xA


Sex durch Medien in der Gesellschaft zu sehr normalisiert?

Achso, wusst gar nicht, dass Sex eigentlich unnormal ist ;-) ist ne ziemlich blöde Formulierung, meinste nicht auch?

Nämlich, ob wir Sex noch als das höchste der Gefühle betrachten und empfinden, oder wir uns durch die Medien nicht eher einem Zwang aussetzen, dazugehören zu wollen (Statistiken-Umfragen).

Da gebe ich dir allerdings Recht. Es ist eben das andere Extrem zu früheren Jahrhunderten, wo man sich durch die Propaganda der Kirche eher unnormal gefühlt hat, wenn man ein großes sexuelles Verlangen hatte. Heute dagegen fühlen sich eher die "Asexuellen" (machen 2 % der Bevölkerung aus) sowie die mit geringerer Libido unsicher, weil sie denken, mit ihnen stimme etwas nicht.

Allerdings wird diesen Menschen durch die Medien nicht wirklich ein schlechtes Gewissen gemacht, wie es die Kirche früher in umgekehrter Weise getan hat.

Ich denke, im Laufe der Zeit, vielleicht in einigen Generationen, werden alle Menschen ihre Nische gefunden haben und toleriert werden. Jedenfalls finde ich die Zustände heutzutage um einiges besser als zu irgendeiner früheren Zeit.

sFun98x7


Vielleicht kann man die Frage so formulieren:

Habe ich Sex, weil mich der Partner interessiert, oder habe ich Sex, weil mich der Sex interessiert?

Ich denke, wenn jemanden nur oder überwiegend der Sex interessiert, dann wird das mit der Zeit entwertet - leider! Außerdem ist es nicht nett gegenüber dem Partner.

Zur ursprünglichen Frage: Ich glaube schon, dass heute viele Leute nur deshalb in so jungem Alter Sex haben, weil sie denken, das gehört dazu. Erst letzte Woche habe ich wieder gehört, dass immer mehr sehr junge Mädchen schwanger werden.

jves$s.törtcxhen


Habe ich Sex, weil mich der Partner interessiert, oder habe ich Sex, weil mich der Sex interessiert

Ich würd sagen, das ist persönlichkeitssache.

sRun98D7


@ jess.törtchen

Natürlich ist das Persönlichkeitssache. Aber die Frage ist doch: Ist das gut oder schlecht?

Mir ist vollkommen klar, dass man hier nicht vorschnell und nicht zu streng werten darf. Aber wenn gebrochene Herzen oder ungewollte Schwangerschaften dabei rauskommen, hätte man es sich schon vorher genauer überlegen sollen.

jIessR.töFrtchexn


Ist das gut oder schlecht?

Naja, DAS ist auch Persönlichkeitssache... ;-D

Und wenn etwas ungewolltes dabei herauskommt, dann sind halt die falschen Persönlichkeiten aufeinander getroffen...

lg

SMchn)archbxär


Wichtig ist auf jeden Fall Sex und Liebe nicht miteinander zu verwechseln. Beide können zusammen auftreten, müssen es aber nicht.

Ausserdem bin ich der Meinung, dass zwar viel über Sex geredet wird und viele nackte Menschen (vorwiegend Frauen) gezeigt werden, doch die eigentliche sexuelle Aufklärung lässt doch arg zu wünschen übrig.

Sicherlich, eigentlich weiss jeder, wie Kinder "gemacht" werden und wofür man Gummis braucht. Aber dann enset das Wissen schon meist. Guckt doch mal hier ins Sex-Forum. Viele der Fragen, die her gestellt werden, kenne ich noch aus meiner Kindheit. Damals standen sie in der Bravo und wurden von Dr. Sommer beantwortet...

T}h5e S[eekexr


@schnarchbär:

ich gehe sogar noch einen Schrit weiter: Gerade heute, wo wir alle so furchtbar aufgeklärt sind, sollten wir mindestens doppelt aufpassen. Denn wie Du eben geschrieben hast: die sexuelle Aufklärung scheint stark zu wünschen ürig zu lassen. Wir wurden zwar schon in der 8ten aufgeklärt, aber ich wusste das alles schon vorher. (Habe aber noch keine Gelegenheit dazu gehabt, dieses anzuwenden ;-D)

Apropos Bravo oder (andere) Forum: Ich stelle immer wieder fest, dass einige tatsächlich Liebe und Sex miteinander verwechseln. Andererseits macht man auch viele schlechte Erfahrungen, um damit umgehen zu lernen und sich selbst weiter zu entwickeln. Mein Eindruck von den Medien ist, dass sie speziell den jugendlichen, die zu einem großen Teil sehr (zu) unreif für ihr Alter zu sein scheinen, durch Reizüberflutung vor die von Dir erwähnten Tatsachen stellen, und nun sich selbst überlassen sind. Rat wird widerum in den Medien gesucht und irrtümlicherweise auch gefunden, weil die Medien für viele eine anonyme Eltern Kind Beziehung ausmachen werden. An einem Missstand sind immer alle Beteiligten schuld, aber ich denke auch, dass viele Eltern es nicht mehr verstehen (warum eigentlich?), ihre Kinder zu erziehen und sie denen sich bis zu einem bestimmten Grade selbst überlassen, wie es wiederum in den Medien zum Teil zum tragen kommt.

Die Gesellschaft wird übersexualisiert sein, weil vielen genug Persönlichkeit und Selbstsouveränität fehlt, zu differenzieren, was für sie selbst wichtig ist und was sie möchten. Die Frage nach dem, was sie möchten, wird dann wieder durch die Werbung beantwortet, in welcher Sex eine gute Begleiterscheinung ist. Eine These, die sich daraus entwicklet wäre dann, dass durch Reizüberflutung uns das Denken und Handeln (ich meine das substanzielle) abgenommen und unser Unterbewusstsein, durch die Medien gesteuert wird. Der sexuelle Trieb dürfte ja nun ein ureigener Trieb sein, der fest im Unterbewusstsein verankert ist, und in ertser Linie darauf abzielt, möglichst viele Nachkommen zum Fortbestehen der Art zu zeugen. Demnach ist nach einem berühmten Psychologen wohl alles menschliche Handeln von der sexuellen Treibhaftigkeit ausgegangen und geht davon aus. Wenn ich mich intensiv selbst beobachte (durch Reizüberflutung wird aber bezweckt, dies zu verhindern, ergo: Konzenztration auf das wesentliche!) stelle ich immer wieder fest, dass da wirklich sehr viel bestätigt werden kann: Ich studiere und möchte was werden, um später eine Familie gründen zu können und Nachkommen zu zeugen, damit ich einen Sinn in dem sehen kann was ich tue, aber auch meiner eben natürlichen Pflicht nachkomme.

hiermit verbleibe ich erst mal (muss weiter studieren... ;-D ...)

S"ch(nar4chbär


@Seeker:

Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Solche Beiträge sind es, weswegen ich so viel Spass am Med1-Forum habe. Man kann hier doch noch ernsthaft diskutieren :)^

Viel Spass beim Studieren!*:)

PZerl2e79


ich finde heutzutage wird sex etwas überbewertet. überall liest man artikel über sex, studien, statistiken usw. über sex wird immer und überall sehr offen diskutiert. das ist ja nicht schlimm, was mich einfach stört ist, dass viele, hauptsächlich junge menschen, das gefühl haben, sie MÜSSEN sex haben, weil sie sonst nicht akzeptiert werden. je mehr sex umso besser, bzw. umso besser angesehen. das ist doch falsch. es stört mich manchmal, dass in den foren immer wieder danach gefragt wird "wie oft habt ihr sex"? oder "wieviel sex ist normal"? man sollte sich nicht danach messen, wie oft man sex hat und welche praktiken man dabei ausübt.

die medien üben ganz sicher einen druck auf uns aus.

S chna^rchbäCr


@Perle79

Hallo, *:)

Auch da gebe ich dir recht. Um heute "In" zu sein muss man jung sein, Sex jeden Tag mindestens dreimal haben (natürlich mit unterschiedlichen Partnern) ein en HaufenGeld verdienen und natürlich so künstlich schön sein wie die TV-Stars.

Ich Oute mich: Ich bin von allem das Gegenteil! Und dennoch lebe ich und werde geliebt, so wie ich bin! :-x

POerlez7x9


weil über sex heute so offen diskutiert wird, erfährt man auch mehr über sexuelle vorlieben usw. ich versuche mich mal ganz bewusst sehr vorsichtig auszudrücken: es gibt leute, die leben ihren sex auf eine etwas "speziellere" art aus oder stehen auf eher ungewöhnliche sexualpraktiken. wenn diese leute sich outen, werden sie oft als krank und abartig angesehen. umgekehrt ist es aber genau so. wenn leute auf den eher "normalen" sex stehen, werden sie gleich als langweilig angesehen. klar ist, dass jeder das tun soll, was gefällt. ich denke, die leute, die den normalen sex bevorzugen, die fühlen sich vielleicht minderwertig, weil sie mit den anderen, die ungewöhnlichen sex praktizieren, nicht mithalten können oder denken sich: bin ich zu langweilig. umgekehrt gibt es vielleicht welche, die denken: bin ich gestört, weil ich solch "ungewöhnliche" neigungen habe? ich finde, das ist ein echt heikles und schwieriges thema. man muss da immer ungemein aufpassen, dass man nichts falsches sagt.

in den medien wird sex breitgequatscht. besuche in einem swingerclub sind heutzutage beinahe normal (so kommt es mir manchmal vor). sex zu dritt oder zu viert.....MUSS man doch mal gemacht haben. seitensprünge.....wen kümmerts? macht doch eh jeder.....ich finde das wirklich traurig. mit sex wird so leichtsinnig umgegangen....genau wie mit der beziehung. der sex mit meinem partner reicht mir nicht aus? okay...ich suche mir den sex woanders. ich bin nicht mehr glücklich in der beziehung? okay...ich mache schluss. irgenwie wird einfach nicht mehr gekämpft....schade!

ich möchte hier ganz bewusst noch anfügen: ich möchte meine aussagen nicht verallgemeinern! natürlich, wie überall, gibt es immer ausnahmen!

*:)

k$a_xos


es gibt doch ein

Buch über eben dieses Thema von Foucault.

Irgendwas mit Lüsten..(guckst du bei [[http://amazon.de]])

Das erklärt einiges :-)

SAcph0narc-hbäxr


@Perle79

Was ich am 31.05.05 14:46 Seeker geschrieben habe gilt auch für Dich :)^

bis auf das Studieren... ;-)

...die fühlen sich vielleicht minderwertig, weil sie mit den anderen, die ungewöhnlichen sex praktizieren, nicht mithalten können oder denken sich: bin ich zu langweilig.

Genau! Irgendwie habe ich das Gefühl, ich hätte da noch wass versäumt. Andererseits will ich auch nicht alles ausprobieren, was vielleicht möglich ist. Solange wir (mein Mäuschen und ich) noch beim "Blümchen-Sex" noch Orgasmen bekommen ist es ja auch gut ;-D

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH