» »

Bigamie? Wieso nicht?

m* a r vx i n


Unschuldsengel

Die Ehe ist aber keine "natuerliche" Lebensform.

Noch zu Zeiten Goethes war fremdgehen nicht unschicklich, sondern es war noch voellig normal, seine Lust auszuleben - allerdings zugegebenerweise nur fuer den Mann. Ist es denn aber richtig, in der Emanzipation zu fordern, dass der Mann sich auch einschraenken soll, anstatt die eigene sexuelle Freiheit rechtlich nachteilslos zu ermoeglichen?

Ich möchte, dass sich die Menschen ihre Beziehungsform auswählen können, ob sie zu zweit, zu dritt, zu fünft miteinander leben - und dass sie in jedem Fall keine rechtlichen Nachteile haben.

Susanne Ahlers, PDS Tja, sehe ich auch so.

Ich jedenfalls hoffe dass die Verwendung der Worte "Untreue", "Seitensprung" oder "Fremdgehen" seit ungefaehr 300 Jahren die wesentlich aelteren Konzepte "Spaß", "Freude" oder "Liebe"(die natuerlich alle immer auch sexuell gemeint waren) nicht bis in allle Ewigkeit ersetzen werden.

U[nscrhu9ldsdengel


Bislang ist aus meiner Sicht kein besseres Leitbild erfunden worden. Ein Leitbild bietet Orientierung. Hier kommt nur Desorientierung zum Ausdruck. Man könnte, man sollte dürfen,....

Es wird ja auch später niemand gezwungen werden, aber vielleicht finden wieder mehr Leute Freude daran. Aus meiner Sicht sind die alternativen Lebensformen nicht besser, bringen keinerlei sozialen, organisatorischen Fortschritt.

Und das Spannende, Verbotene, Wilde, was mal damit verbunden war. Is auch nich mehr...

wsieauc4himmxer


m a r v i n

Ich jedenfalls hoffe dass die Verwendung der Worte "Untreue", "Seitensprung" oder "Fremdgehen" seit ungefaehr 300 Jahren die wesentlich aelteren Konzepte "Spaß", "Freude" oder "Liebe" (die natuerlich alle immer auch sexuell gemeint waren) nicht bis in allle Ewigkeit ersetzen werden.

Was wohl aber als bewiesen gilt:

" In allen Kulturen hüten Frauen und Männer eifersüchtig ihre sexuellen und Fortpflanzungspartner.[ Selbst in einem Harem gibt es eine Hauptfrau mit besonderen Privilegien] Bekannterweise gibt es einige Ausnahmen wie Partnertausch, doch weltweit betrachtet und in den Dimensionen unserer eigenen Gesellschaft spielen solche Verhaltensweisen eine sehr geringe Rolle. Bisweilen wird von Völkern berichtet, in denen es keinerlei sexuelle Eifersucht gegeben habe oder gebe. Nach neuen ethnologischen Forschungen kann man aber davon ausgehen, dass solche Darstellungen auf einer ungenügenden Faktensammlung beruhen und daher unrichtig sind. Die Polynesier werden in der Literatur häufig als Menschen beschrieben, bei denen es weder sexuelle Scham noch sexuelle Eifersuchtsreaktionen gegeben habe. In der Südsee reagiert man aber auf einen »Seitensprung« des Ehepartners oder der Ehepartnerin ähnlich verletzt wie bei uns. So unterschiedlich, wie man meinen möchte, sind die Kulturen im Hinblick auf die Sexualität also nicht.

Sexuelle Scham ist in der Tat ein universelles Phänomen, und der Geschlechtsverkehr findet nirgendwo, bis auf sehr seltene Ausnahmen, in aller Öffentlichkeit statt. Dieser intimste aller Akte ist biopsychisch offenbar so gesteuert, dass wir die Intimität, die Abgeschiedenheit von den anderen suchen und im Normalfall nicht wünschen, dass es Zeugen dabei gibt."

Es macht auch keinen Sinn, Regeln vorbei an menschlichen Gefühlen zu erlassen. Wie sehen das Menschen, die sich zur Polygamie bekennen? "... Die meisten Polys erleben ab und zu Eifersucht, aber sie lassen ihr Leben nicht von Emotionen kontrollieren."

Ich lass mich allerdings gerne von meinen Emotionen kontrollieren und hätte keine Lust, diese zu verdrängen, nur um einem Ideal sexueller Freiheit zu entsprechen.

YQoseffS mit cTarnkapxpe


Unschuldsengel

Ein Leitbild bietet Orientierung. Hier kommt nur Desorientierung zum Ausdruck. Man könnte, man sollte dürfen,...

Ich denke, Du redest von DEINER Desorientierung, die Du nicht so pauschal auf andere übertragen solltest.

Es wird ja auch später niemand gezwungen werden, aber vielleicht finden wieder mehr Leute Freude daran. Aus meiner Sicht sind die alternativen Lebensformen nicht besser, bringen keinerlei sozialen, organisatorischen Fortschritt.

Ebene doch: sie schränken die wahl meines eigenen lebensstils nicht mehr über Verbote ein. Ich kann also machen, was ich will. Ich werde nicht mehr dafür geächtet, dass ich nicht verheiratet bin. Es gab Zeiten, da galt man als Unverheirateter nicht einmal als vollständiger Erwachsener. Das ist heute nicht mehr so. Und darin liegt ein Fortschritt. Und wenn die Leute dann doch Freude an der Ehe haben, hindert sie nun auch keiner (auch nicht die immer wieder für schuldig erklärten 68er...)

Und das Spannende, Verbotene, Wilde, was mal damit verbunden war. Is auch nich mehr...

Und daraum geht es auch nicht. es geht darum, das zu dürfen, was man auch wirklich für richtig hält. Kurzzeitige Tabubrüche sind nur Strohfeuer und haben nichts mit dem Problem zu tun.

Wenn man aber einen anderen Lebenstil leben will, dann steht im Vordergrund, was man dauerhaft leben will, nicht der kurze Ausbruch in das Reich des Verbotenen.

Uunscohuledsengexl


Es ist doch eigentlich ganz einfach und ich denke, daß gilt für fast alle Menschen. Wenn man frisch verliebt ist, dann möchte man seinen Partner nicht teilen. Im Gegenteil man verteidigt ihn, bis auf´s Blut!

Später kommen dann diese ganzen Seitensprünge, Dreier, Swingerclub, offene Beziehungen, Puff usw.

Die Leute haben zu viel Langeweile! Man muß nicht päpstlicher als der Papst sein, aber das alles als normal oder gar wünschenswert zu propagieren, ist Schwachsinn!

Aus staatlicher Sicht, der an einem gesunden Fortbestand seiner Grundlage interessiert ist, sind diese Auswüchse zu hemmen.

m+ a "r v iD n


@ all

Yoseff hat's gesagt: Es geht nicht darum, die Polygamie ueber die Ehe zu erheben sondern hier eine Gleichberechtigung zu schaffen.

insofer

@ wieauchimmer

Es macht auch keinen Sinn, Regeln vorbei an menschlichen Gefühlen zu erlassen.

Darum geht es ja. Die Ein-Ehe und vor allem das Verbot der Ein-Ehe sind Regeln, die an menschlichen Gefuehlen einiger Personen vorbeigehen. Also: Weg damit.

Ydoseff mi:t )Tma<rnkaGppe


Unschuldsengel

Aus staatlicher Sicht, der an einem gesunden Fortbestand seiner Grundlage interessiert ist, sind diese Auswüchse zu hemmen.

jetzt kommt also doch wieder das autoritäre Argument: es handele sich um Auswpüche, darum, muss der starke Arm des Gesetzes etwas tun.

der Staat sind wir alle, also die menschen, die in ihm leben, Insofern muss er sich in seinemWert auch allen, die in ihm leben , gegenüber als gut und richtig legitimieren. Er kann mithin nicht so konstruiert werden, wie es eine bestimmte Gruppe der Gesellschaft allein für richtig hält.

me a rh v i xn


Edit

Ich meinte natuerlich das "Verbot der Viel-Ehe".

Uhnschul1dsenDgexl


Yoseff

Ich bin bstimmt nicht desorientiert. Ich vertrete immer ganz klar meine Position!

Generell befinden wir uns wieder im Spannungsfeld, wo das Recht des Einzelnen im Gegensatz der Allgemeinheit gegenübersteht.

Mal ganz ehrlich, so eine süße Maus mit allem drum und dran. Verläßlich, nicht prüde, romantisch, eine in die man sich gerne verliebt, möchtest Du nicht heiraten? Dann bist Du in meinen Augen kein vollständiger Erwachsener.

U{nschZuQldsengxel


jetzt kommt also doch wieder das autoritäre Argument: es handele sich um Auswpüche, darum, muss der starke Arm des Gesetzes etwas tun.

Er hat es schon getan. Die Rechtslage ist eindeutig und aus meiner Sicht richtig. Wer nicht heiratet, bekommt auch keinen Stéuervorteil, das halte ich auch für richtig. Ich würde noch weitergehen, wer nur heiratet, aber keine Kinder bekommt verliert den Steuervorteil wieder. Übliche Ausnahmen ausgenommen.

YGoseff# mit Taxrnkappxe


Unschuldsengel

Mal ganz ehrlich, so eine süße Maus mit allem drum und dran. Verläßlich, nicht prüde, romantisch, eine in die man sich gerne verliebt, möchtest Du nicht heiraten?

nein, die will ich nicht hzeiraten, wiel ich für das zusamenleben keinerlei Papier benötige und auch keine wie auch imer geartete zeremonie. Dafür brauche ich lediglich eine Wohnung, wo wir beide Platz haben.

Ja, es ist eben gut so, dass Deine Einschätzung hinsichtlich meines Erwachsenseins nicht maßgeblich ist. Du hast dankenswerter weise betont, dass es sich um Deine persönliche Meinung handelt. genau dabei sollte es eben auch bleiben: es sollte jedermann selbst für sich allein beurteilen, aber es sollte nicht in kollektiven Druck umschlagen, dass eben alle nur noch eine einizge richtige Lebensweise zu leben hätten. denn wäre es so, wäre dies nicht mehr mein Land.

mV a vr v i| n


ach und @wieauchimmer

auch ich lasse mich sehr gern von meinen emotionen kontrollieren - aber was soll ich tun, wenn ich mich in mehr als eine person verliebe und diese liebe auch erwidert wird?

UZnscXhulds[engxel


Ich verstehe Deine Position, ich halte sie nur für fehlgeleitet. Wer auch immer dafür verantwortlich sei... Keinerlei Romantik? Alles kalt und nüchtern mir Berechung und Vollkaskoversicherung?

Das ist nicht mein Land.

Tja, es ist aber unser Land. Was machen wir denn jetzt? :-)

Ucnsc5hul8dsengexl


Ich habe ne Idee. Wir lassen hier mal ausnahmsweise alles wie es ist. ;-D

JUos|pexr


Analyse bitte!

Kann man nicht erst einmal den privaten, menschlichen Aspekt vom staatlich, moralischen, gesetzgeberischen trennen?

Privat gab und gibt es Bigamie ja schon immer. Jede Beziehung mit bekanntem und mehr oder weniger akzeptiertem dritten Partner fällt darunter. Auch homosexuelle Dreierbeziehungen fallen darunter. (Kenne eine solche sogar aus meinem Freundeskreis)

So what?

Die staatliche Regelung dagegen ist künstlich, willkürlich und vom kulturellen oder religiösen Hintergrund abhängig.

Zudem: Nur von offizieller Seite wird überhaupt mit dem Begriff "Bigamie" operiert.

Die betroffenen Partner leben einfach zusammen, lieben sich oder zoffen sich.

Dass der Ärger bei Trennungen, Alimenten, Erbrecht usw. um so größer wird, je mehr Personen involviert sind, liegt dabei auf der Hand.

Josper

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH