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Bigamie? Wieso nicht?

IJjo!n1 =Tichxy


na wenn Marvin jetzt schon tagelang nachdenkt, noch ein paar praktische Anmerkungen (zum Teil auch aus einer kurzzeitigen Pärchen/Pärchen-Beziehung):

Auch bei mehr als zwei Partnern spielt Eifersucht etc. eine Rolle. D.h. wenn man sich klar darüber ist, was innerhalb der Beziehung geht, kann man dritte (in dem Fall fünfte ;-) ) ablehnen. Zusätzliche Bindungen erfordern das Einverständnis aller Beteiligten, ansonsten wird es genauso als Betrug gewertet wie in einer Paarbeziehung. Was da in der Diskussion durchklang, daß man als Partner sowohl in einer (hypothetischen) Dreierbeziehung und gleichzeitig in einer weiteren Zweier-Beziehung rechtlich sich einen Anspruch erwirbt, werden wohl auch die die hartgesottensten Polygamisten ablehnen. Nein, eine Wahlverwandschaft, wenn der Ausdruck schon gefallen ist, mit allen rechtlichen Konsequenzen, die erweiterbar ist, wenn alle zustimmen.

Konkretes Gedankenkonstrukt bezogen auf das Beispiel von wai: in der mmf-Konstellation kann sich natürlich m(1) wünschen, daß f(2) mit einbezogen wird. Wehren sich m(2) und/oder f(1) dagegen, hat m(1) die Wahl, daß zu akzeptieren und weiterzuleben wie bisher oder oder sich von den beiden zu trennen und mit f(2) eine neue Beziehung aufzubauen. Beides gleichzeitig geht nicht, zumindest nicht als vollwertige Wahlverwandschaft. Eine "Affäre", die von m(2) und f(1) geduldet wird, ist natürlich möglich - aber da ist kein Unterschied zur jetzigen Situation.

Schwierig wird es, wenn Nachlaßverfügungen getroffen werden müssen und nicht alle "Wahlverwandten" einer Meinung sind. An der Stelle bestünde tatsächlich rechtlicher Klärungsbedarf. Soll es dann der "kleinste gemeinsame Nenner" sein oder hat einer einen Alleinvertretungsanspruch? Hier kommen de facto die Probleme, die in der gleichen Situation in einer Ehe entstehen würden - nur noch extremer, weil sich mehr Beteiligte einigen müßten.

mU a rf v ix n


re:

na wenn Marvin jetzt schon tagelang nachdenkt

*grins*, es hat sich fuer mich noch keine Moeglichkeit ergeben, dieses korrekt zu beenden. Der einfachste Fall waere natuerlich, das der "Patient" selbst eine Verfuegung erlassen hat - der Wille des Individuums steht in dieser Situation aus meiner Sicht ueber dem der Partner. Aber wenn es keine gibt, und nun mehr als eine vormundschaftsberechtigte Person auftritt... bereits heutzutage streiten sich mit gewisser regelmaessigkeit Eltern und Partner/innen. Da ist noch eine Partner/in streitverschaerfend. Ijon Tichy, in deiner Beschreibung finde ich selbstredend die Meinung der Partner wichtiger, als die Eigene, noch einen Partner hinzuziehen zu wollen und zum Erbrecht bin ich sowieso grundsaetzlich anderer Meinung.

An meiner grundsaetzlichen Meinung, dass der Mensch in jeder Hinsicht in der Lage ist, mehrere Personen zeitgleich zu lieben und schon allein wegen seiner biologischen Beduerfnisse kaum in der Lage treu zu sein, aendert dies jedoch nichts (interessanterweise sind sich zumindest in meinem bekanntenkreis paare viel eher treu, wenn ihnen das fremdgehen grundsaetzlich erlaubt ist, aber das ist eine andere geschichte).

Polygynie, Polyandrie und Polygynandrie sind in verschiedenen Volksstaemmen heute noch ueblich, aber ich hatte noch keinen Erfolg, herauszufinden, wie sich dort die angesprochen Patientenregleung finden laesst. Auch muss ich ein paar Buecher herauskramen. Schliesslich ist die heutige Ehe erst durch die Industrialisierung entstanden, da zuvor ein Leben in einer Kleinfamilie gar nicht moeglich war.

Hier kommen de facto die Probleme, die in der gleichen Situation in einer Ehe entstehen würden - nur noch extremer, weil sich mehr Beteiligte einigen müßten.

Ich suche also eine in dieser Hinsicht praktikable Loesung, die rechtliche Nachteile fuer in Vielpartnerschaften Lebende ausschliesst. Ich weiss nicht genau, ob und wieweit dies in den Wahlverwandschaftskonzepten der PDS beruecksichtigt wurde.

Doarmstjadt2x5M


Ein Witz zur abwechslung

Wie wird Bigamie bestraft?

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Mit zwei Schwiegermüttern!

:-)

P8rin7zValigum


Ist doch super. Mehrere Frauen, für verschiedene Gelegenheiten.

Eine zum Bum... eine zum Ausgehen, eine zum Angeben, eine für die Hausarbeit, eine zum Kochen,usw.

Wenn die Frauen das mitmachen, OK. Aber welche "Sie" will das schon?

m& a jr v xi n


Polygamie wuerde natuerlich auch Polyandrie ermoeglichen, also einen Mann zum Kuscheln, einen zum Bezahlen, einen zum Vorzeigen und einen jungen Hengst fuer das Wesentliche... um mal in deinen veralteten Kategorien zu bleiben...

Etin BEmot=ionauxt


Interessanter Thread. Ich würde mal fragen wollen, welche Beweggründe es in unserer, sagen wir mal deutschen, Wohlstandswelt überhaupt geben könnte, eine bigamistische Beziehung einzugehen. Ich würde sagen, daß der Gedanke in 95% der Fälle sexuelle Hintergründe hat und in 95% der Fälle von Männern gedacht wird. Ich meine, die Idee hätte schon was, so eine nette kleine Groß"familie" mit vielen Frauen...vielen Kindern...und natürlich mir ;-D

Warum man daraus eine Ehe drehen muß, entfällt mir jedoch. Ich halte die klassische Ehe, wie einige der hier postenden Leute, ohnehin für überholt.

P@rinzVMal4iu0m


Summa sumarum ist das doch sowieso Käse. Die meisten Männer werden doch schon von einer Frau überfordert. Diese ständigen Gemütsschwankungen, abstrusen Einrichtungsvorstellungen, Schuhprobleme etc.

Und das dann auch noch doppelt?

Nein Danke.

N[ightexr


LOL

Schade das so einfach über Darmstadts Witz drüberweg gegangen wird. ;-)

Denn so lustig er ist, so viel Wahrheit steckt auch in Ihm und meines Erachtens neben allen hier angeführten Argumenten mit eine DER treffenden Begründungen GEGEN die Bigamie (oder gar Polygamie) ;-D

rqoteLo6la


hey...

es soll auch nette schwiegermütter geben (aber wo bitte?)

ATnnas~ Ansigcxhten


Die meisten Männer werden doch schon von einer Frau überfordert. Diese ständigen Gemütsschwankungen, abstrusen Einrichtungsvorstellungen, Schuhprobleme

das ist eindeutig das problem einiger in dieser diskussion: bigamie bedeutet nicht zwangsläufig ein mann und viele frauen, wie glücklicherweise einige erkannt haben, auch gegeteiliges kann der fall sein.

Die Fähigkeit zur vielfachbeziehung hängt dabei viel mehr von der sozialisierung des jeweiligen menschen als von seinen materiellen ressourcen ab.

da aber unsere gesellschaft ebenso wie die orientalischen polygamie-befürwortenden gesellschaften patriachalischen und hieraschischen strukturen unterworfen sind, ergibt sich eine bigamie selbst im fiktiven sinne wie in diesem forum größtenteils zum vorteil des mannes.

deshalb kann ich es besonders als frau nicht gutheißen bigomie oder polygamie rechtlich zuzulassen.

in einer gesellschaft (oder auch in mikrokosmen), die sich von dem strikten, christlichen und konservativen vorstellungen der familie löst, kann ich mir das aber sehr wohl vorstellen. dann verschwimmt die grenze vo selbst zum anderen. ich selbst kann aus meinen erfahrungen in einer großfamilie sagen, dass ich mehr als einen menschen in meinem leben brauche- in der freundschaft wie in der liebe. auch zu zweit kann man sehr einsam sein und machen wir uns nichts vor vielschichtigkeit belebt die beziehung besonders weil sich zwei niemals alle bedürfnisse gegenseitig befriedigen können.

es kann also gesagt werden, wir sind noch nicht reif für eine solche idealistische form der liebe.

K:ifmaru1


Annas Ansichten

"es kann also gesagt werden, wir sind noch nicht reif für eine solche idealistische form der liebe"

Oder nicht nahe genug verwand mit Bonobos, Schimpansen oder Gorillas!?

AwnnpasA Ansixchten


Re: Annas Ansichten

Ich hab nichts gegen Bonobos, Schimpansen oder Gorillas.

Abgesehen davon sind wir mit ihnen näher verwandt als das Zebra mit dem Esel.

asrkt.os}48


suche nette bigame frau für ein leben im raum stuttgart

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