Mein erster Bordellbesuch: hier ist mein Bericht

20.08.05  19:36

Hi!

Gestern bin ich meiner Neugier erlegen und habe eine ca. 1 Woche alte Idee in die Tat umgesetzt - allerdings nach der prämisse "alles kann - nichts muß". Und ich fuhr gut dabei, denn meine negativen Befürchtungen wurden nur bestätigt. Dennoch war es eine eindrucksvolle Erfahrung.

Ich wählte das angeblich älteste klassische Bordell Stuttgarts - das Dreifarbenhaus. Geschickt versteckt liegt es mitten im kulturellen und politischen Zentrum der Landeshauptstadt.

Hinter der verwitterten Stahltür fällt der Blick auf eine sitzende Mittfünfzigerin, deren Klofrau-Look wohl kein Kostümbildner besser hinbekommen hätte. Vielleicht soll das eine Verwechslung mit den Hauptakteurinnen vermeiden.

Die Innenarchitektur versetzt mich ins Staunen. Vor meinem geistigen Auge habe ich mir eine art Clubatmosphäre vorgestellt, mit zentralen Foyers mit Bars u.s.w. zum Kennenlernen. Stattdessen glaube ich, soeben eine militärische Bunkeranlage betreten zu haben. Auf jedem Treppenabsatz endlos lange, fensterlose Gänge, spärlich mit Neonfunzeln beleuchtet. Alle 6m auf beiden Seiten eine Tür, die in exakt normierte Zimmerchen von ca. 3 x 3m mündet. Ca. 50% der Türen sind offen. In unwirklichem Licht der abgedunkelten Zellen muß ich mich zunächst vergewissern, daß die z.T. regungslos auf dem bett lungernden Damen keine Wachsfiguren sind. OK, manche stehen auch an der Tür und lächeln mir zu - das sind aber ausschließlich Südländerinnen. Je europäischer das Aussehen, um so gelangweilter und gleichgültiger blicken die Herumlungernden in ihre Glotze. Erstaunlicherweise wirken ihre nackten, nur mit einem String bekleideten Körper auf mich so unerotisch, so abstumpfend. Die Freude des Entpackens hat hier gar keine Chance. Viel inspirierender fand ich die perfekt sitzende Hüfthose einer Passantin, der ich 10min vorher in der Fußgängerzone auf den Arsch geglotzt habe.

Die ganze Atmosphäre - die Innenarchitektur, die mich an Käfighennen erinnert, das vordergründige Äußere, die stumm herumstreundenden älteren Herren - läßt meine ohnehin nur schwach entfachte Geilheit komplett versiegen.

Dennoch kann ich der Situation etwas abgewinnen: Gelangweilt haben mich die neu gewonnenen Eindrücke keineswegs. Und außerdem ist es ja durchaus fair, daß es keinen zentralen Eintritt gibt und man die anbieterinnen beliebig begutachten kann.

Nachdem ich alle 4 Etagenflure 2 x durchkämmt habe, werde ich langsam ungeduldig. Vor den aufdringlichen Südländerinnen habe ich etwas Scheu, und auch asiatische Mädels meide ich trotz Empfehlungen in diversen Foren lieber. Ich habe das Bedürfnis, mich mit der Dame auch 100% verständigen zu können, da ich auf meiner Expedition jetzt ja kaum mehr pure Geilheit befriedigen will, sondern nur noch Neugier. Außerdem sagt mit optisch der mitteleuropäische Typ grundsätzlich am meisten zu, da ja auch die mich inspirierenden Passantinnen diesem Typ angehören.

Eine freundlich drauflosplaudernde deutsche Mittdreißigerin winkt mich in ihr Zimmer. Ich muß mich erst mal fassen, keinerlei Routine in meinen Verhandlungen. Für 30,- ohne Verkehr, nur Berühren, wäre angesichts meines nicht vorhandenen Erregtheitsgrades optimal. Doch als ich nochmal explizit nach dem Berühren der Mumu frage, beginnt sie zu zetern. Ich versuche, sie mit meiner konstant ruhigen Art zu beschwichtigen, aber sie beruhigt mich nicht wirklich. OK, ich verdrücke mich. Auf dem Flur kommt mir schon eine Art Security aus 2 drittklassigen Türstehern entgegen, verpißt sich aber auch wieder, als sie sieht, daß nix los ist. (Hat die Frau da irgendeinen Alarmknopf gedrückt?)

OK, sich meine Neugier im Moment auf hübsche Mitteleuropäerinnen fixiert (bei vorhandener Geilheit könnte sich das aber ändern), gehe ich zu einem extrem gelangweilten, aber hübschen, jungen, deutschen Mädel ins Zimmer. Sie macht den Eindruck, daß sie so wenig Bock hat, daß sogar Zetern ihr zu viel ist. Da ich sie attraktiv finde, ist meine Wunschvorstellung Berührungen am ganzen Körper, fingern und Lecken. Lecken ist definitiv nicht im Programm. OK, damit ich hier endlich mal rauskomme, lege ich ihr 30,- auf den Tisch und darf sie berühren. Als ich ihren String beiseite schiebe, eklärt sie mir, daß Muschi-Berühren 10,- Aufpreis kostet. "Tja, das ist ein knallhartes Geschäft", betont sie. Ach, da das ganze rein erotisch gesehen sowieso den Bach runter geht, verzichte ich. Und so laß ich meine Hände noch paar mal über ihren Körper gleiten, und sie räkelt anschließend in Rückenlage sogar ihre nun entblößte Mumu vor meiner Nase. Ein paar mal kommen meine Finger ihr zu nahe, so daß sie sie abfängt. Ich schmunzelnd "ups - sorry" (das groteske Verbot leicht erheiternd findend)

Währenddessen läuft extrem-Smalltalk ab. Sie guckt gelangweilt. Ich zu ihr: "lanngweilig?" Sie "mmm. ....... muß ja nicht immer Ficken sein (denkt bei sich: aber mehr Kohle hätt ich schon gern verdient).

Nach geschätzten 10min sagt sie "So, jetzt müssen wir aber beenden" Ich willige ein und frage sie noch rein interessehalber nach dem Grund, weswegen Lecken oft nicht im Angebot ist, vermute das Restrisiko von Infektionen. Ihre Begründung fällt anders aus. Sie hält es für dieses Etablissement persönlich für zu intim. Angesichts meiner Eindrücke eine durchaus nachvollziehbare Begründung (obwohl ich ihr rasiertes Prachtexemplar gerne mal berührt hätte)

Fazit: Naja, 2 Dinge sind der Atmosphäre eher abträglich: Die auf Quantiät getrimmte Massenabfertigung und die Bunkeranlage mit herumstreunenden älteren Herren.

Sollte ich mal einen professionellen Dienst ernsthaft zur Lustbefriedigung in Anspruch nehmen wollen, muß ich wohl Frauen mit Privatwohnungen auf Sympathiegrundlage kontaktieren. Vor 5 Jahren - zu meinen Jungmannzeiten - machte ich eine diesbezüglich sehr positive Erfahrung. Die Frau (eine Schwarze) gab mir damals vieles, was in diesen Käfighennen-Angebot vollkommen fehlt. Vor allem, was die zwischenmenschliche Komponente angeht. Das Zuhören, das ehrlich herüberkommende Interesse, das Freude, jemandem etwas beibringen zu können.

Insofern kann ich frustrierte Jungmänner von solchen Fastpoppbuden nur abraten, auch wenn es das vermeintlich preiswerteste ist. (1 Fick 50,-)

Für einen Jungmann ist eine Dienstleisterin geeigneter, deren Sitzungsziel nicht primär das mechanische Abspritzen ihres Kunden ist, sondern das Drumherum, das Hemmungen abbauen, das Motivieren für die "freie Wildbahn" u.s.w.

Und für diejenigen, die auf Fastpopp stehen, hätte man schon längst einen sich bewegender und stöhnender Frauentorso entwickeln können (oder gibts das schon?)

Tageserlebnis hiermit komplett verarbeitet.

melde mich ab. (hallo MK ;-)

Y\ofrdiexd

20.08.05  20:16

Yofried

Irgendwie deprimierend

Ich war vor 3 Jahren in Warschau mit einen Freund. Der kannte sich schon etwas besser aus und lud mich in eine Vergnügungsbar. Man sahs an einen langen Tisch mit Blick auf eine große Fläche. Auf einmal stolzierten 30 Schöhnheiten herein (wirklich eine hübscher als die andere) und hatten ein bezauberndes lächeln. Sie wurden "namentlich" vorgestellt. Es war kein Puff, aber man konnte den Abend mit einer oder mehrere leicht bekleideten Mädchen verbringen und auch plaudern. Für 30 Sloty gab es einen Pivatdance in einer separaten Ecke. Das Mädchen zog sich dabei vollkommen aus und schmiegte sich mit ihren Körper an den meinen. Der Unterschied zu Deutschland ist wohl der, dass es durchaus erlaubt war die Dame überall zu streicheln bzw. zu berühren. Keine Einzige hatte eine ernste Miene gezogen, alle waren immer freundlich. Ich denke gerne an diesen Abend zurück.

U_rknjall

20.08.05  20:31

Das ist aber absolut untypisch steril, kalt und abweisend!

Wärst Du mal lieber gegangen!

Grüße vom kleinen Prinzen

D;er kleqine dPLrinz

20.08.05  20:39

@Yofried

Mann, bist Du ein hartgesottener Bursche - auch noch Geld dort gelassen :-o :)^

Ich meine, mal durchlaufen, um sich den Eintritt für die Geisterbahn zu sparen, ist ja okay... ;-)

kAleeYner-dxd

20.08.05  21:09

@kleener

Klar, für das, was geboten wurde, waren 30,- irgendwie zu viel. Andererseits wollte ich unbedingt erst da raus, wenn ich endlich irgendeinen Dienst in Anspruch genommen habe. War in der Form ne einmalige Sache.

Bei fremdländischen Anbieterinnen hätte ich möglicherweise mehr bekommen. Aber Laufhäuser wie die sind für mich jetzt ja eh so gut wie gestorben.

YHofdrixed

20.08.05  22:03

>.<

halloo ... *:)

was ich nicht verstehen kann, wieso muss man überhaupt erst ein bordell aufsuchen, um seiner befriedigung nachzugehen? oO das geht auch anders... ausserdem ist es doch total widerlich sex mit jdm. einzugehen den man nicht kennt und sich womöglich mit krankheiten zu inzifieren, vorallendingen bei südländischen typen >.<.ich versteh nicht wie man sowas in anspruch nehmen kann... >:( ??? erklärs mir... lg extravagant

Euxtravfaganxt

20.08.05  22:13

@Extravagant

Deine Frage wurde hier schon mit blutig getippten Fingern beantwortet - unter Anderem im großen JM-Faden... evtl. mal die Suchfunktion testen ;-)

k^lIeenIer-xdd

20.08.05  22:23

Extravagant

was ich nicht verstehen kann, wieso muss man überhaupt erst ein bordell aufsuchen um seiner befriedigung nachzugehen?

Müssen muß niemand. Aber für den durchschnittlich aussehenden Mann ist es nun mal deutlich schwerer und aufwendiger als für die durchschnittlich aussehende Frau, einen nicht-kommerziellen Sexpartner zu finden. Ein Aspekt, der vielen Frauen in der Form wohl gar nicht bewußt ist. (->Angebot und Nachfrage) Daher kann bezahlter Sex für bestimmte Beweggründe für einen Mann eine sinnvolle Option sein.

Deine Vorbehalte bzgl. Widerlichkeit (wer hatte vorher mit der Frau Verkehr?) und Krankheiten sind durchaus nachvollziehbar.

YSoTfrixed

20.08.05  22:27

oO

huhu @:)

ich kann dich da schon verstehen, aber verstehen kann ich männer trotzdem nicht, die dahingehen... hast du keine freundin beziehung?

scheint ja so zu sein, sonst wärst du nicht dahingegangen... aber gekriegt hast du nicht sonderlich viel... wieso versuchst du nicht eine normale frau auf normale weise kennenzulernen und mit ihr sex zu haben?

lg extravagant

E!xtrgav&axgant

20.08.05  22:44

Nein, Extravagant, es ist komplizierter

Ich habe eine feste Freundin, die ihre Neugier nach fremder Haut durch Fremdgehen jedoch schon gestillt hat. Ich suche äquivalente Erfahrung mit fremder Haut, kann und will eine richtige Affäre jedoch aufgrund des Aufwands und des Stresses nicht aufbauen (obgleich eine richtige Affäre natürlich befriedigender, wenn auch emotional schwieriger wäre).

Ypofdried

20.08.05  22:52

aahh?

was ich nicht verstehe ?

warum seid ihr dann überhaupt zusammen..ihr scheint euch ja anscheinend ja nicht zu lieben bzw.jeglichen körperkontakt zu vermeiden , wenn sie schon fremdgegangen ist ...

habt ihr überhaupt sex miteinander?nein oder?

lg extravagant

E}xtra(va;gan0t

20.08.05  23:02

Oje - ich sagte ja schon, es ist kompliziert, zumindest für eine nicht unbedeutende Anzahl von Lesern in älteren Threads.

Wir haben oft Sex miteinander und uns verbindet auch Zuneigung. Das Unverständliche für viele - anscheinend auch für Dich - beginnt dort, wo ich meine Sehnsucht und Neugier nach fremder Haut vollkommen trenne von der Beziehung zu meiner Freundin.

Ich respektiere jedoch Dein Unverständnis *:)

Y6o]frixed

20.08.05  23:06

Ich kann eigentlich gar nicht wirklich etwas dazu sagen, möchte es aber ;-). Also ich finde deinen Bericht interessant. Ich habe keine Ahnung von diesem Gewerbe, aber da hast du scheinbar wirklich Pech gehabt. Denn es gibt sicherlich auch schönere Bordelle (wenn man da von "schön" sprechen kann) mit netteren Frauen. Und ich denke, wenn du deiner Neugierde nach fremder Haut nachkommen möchtest, ob verständlich oder nicht, dann solltest du vielleicht dennoch auf dieser Linie bleiben, auch wenn dein erster Besuch ein Flopp war.

N4ora022

20.08.05  23:28

Hi Nora

danke für das Lob an meinen Bericht (hatte ausch schon per PN gute Resonanz)

wobei sich da einige Fehlerchen eingeschlichen haben. Zuletzt aufgefallen ist mir ein grober Rechenfehler: Wenn quadratische Zimmer á 3x3m aneinander gereiht sind, ist der Türabstand auf dem Flur auch 3m. (nicht 6m)

Unverständlich in dem ansonsten guten Forum ist eine fehlende edit- oder Vorschaufunktion.

Und ich denke, wenn du deiner Neugierde nach fremder Haut nachkommen möchtest, ob verständlich oder nicht, dann solltest du vielleicht dennoch auf dieser Linie bleiben, auch wenn dein erster Besuch ein Flopp war.

Das will ich jetzt lieber mit sogenannten Hobbyhuren. Das sind Frauen mit Privatwohnung, die das nur als Nebenerwerb betreiben, wodurch der Quantitätsfaktor zugunsten der Qualität zurückgedrängt wird. Sind natürlich schwerer ausfindig zu machen als Laufhäuser, und auch gegenseitige Sympathie spielt IMO eine größere Rolle.

cu

YDofrixed

20.08.05  23:38

Vorausgesetzt die Türen befinden sich immer in der Mitte der Wand. Korrekterweise müssten wir dann auch die Breite der Tür selbst rausnehmen, aber das würde jetzt alles zu weit führen ;-).

Aber danke für die Aufklärung und Korrektur ;-).

Nxo}rax22

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