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Vergewaltigungsfantasien

Kaleio


pathologisch

Vielleicht sollet auch "pathologisch" definiert werden. :-D Ich habe den Eindruck, dass "pathologisch" nicht wertfrei und im Zusammenhang mit dem Text gelesen wird. Es wird etwas hineininterpretiert, was nicht da steht. Für mich bedeutet es nicht, dass etwas Pathologisches unbedingt schädliche Konsequenzen haben muss, weder für sich, noch für andere. Es kann aber sein, muss nicht sein. Ich finde, dass es eine Grauzone ist und es sowohl viele gibt, die weder sich noch andern mit ihren Fantasien schaden, unabhängig davon, worum es in diesen Fantasien geht, da sie sie als reinste Fantasien betrachten, dass es viele gibt, die sich durch ihre Fantasien schaden, weil dise Fantasien sich selbst betreffen, daraus Wünsche entstehen, die nicht realisierbar sind und beginnen Realität und Traum nicht mehr zu unterscheiden, dass es viele gibt, deren Fantasien irgendwann in Wünsche übergehen, es in die Tat umsetzen und sich und anderen schaden.

Pathologisch beschreibt für mich auch nicht die Häufigkeit von Fantasien. Wenn ich mir jedes mal eine Fantasie heranziehe, um aus einem seelischen Loch zu kommen und ich jeden Tag in einem solchen Loch bin, dann würde ich das als pathologisch bezeichnen, genauso aber würde ich es als pathologisch bezeichnen, wenn das alle zwei Wochen, alle drei Monate oder alle drei Jahre vorkäme. Schadet es mir? Nein. Schade ich jemandem anderen? Schon gar nicht. Ich differenziere klar zwischen Fantasie und Wirklichkeit. Wenn ich mir etwas in meiner Fantasie erschaffe, was es nicht gibt, was ich gar nicht will, dass es das gibt, so ist es für mich pathologisch (tue ich übrigens auch), unabhängig davon, worum es in dieser Fantasie geht. Dann käme die zweite Ebene der Betrachtung hinzu, worüber ich fantasiere, warum es diese Fantasie ist und nicht eine andere, usw. usw. und welchem Zweck diese Fantasie dient. Kinder z. B. erschaffen sich manchmal einen imaginären Freund. Er dient dem Zweck, dass sie sich nicht einsam fühlen.

T2heorieVphiClisxter


grundsätzlich deckt sich die Grundaussage dieses Fadens mit meinen Erfahrungen: Vergewaltigungsphantasien sind unter Frauen extrem verbreitet, gleichzeitig dürfte es kaum jemanden geben, der sich eine reale Vergewaltigung wünscht.

Was mich nun fasziniert, ist die Tatsache, dass ich nun schon mehrfach gelesen habe, dass die Vergewaltigung wohl d i e Urangst der Frauen sind. Keine Furcht ist bei einer solchen Mehrheit so ausgeprägt, wie die der Vergewaltigung. Sie rangiert weit vor Mord, Krieg, Unfalltod usw. Ist diese vermeintliche Polarität nun Zufall, oder besteht ein Zusammenhang. Findet die ständige Furcht vor einer Vergewaltigung ihren Ausdruck in der Fantasie, oder gar umgekehrt? Kompensiert die Fantasie die zu einem gewissen Teil die Furcht. Oder ist die Fantasie einfach eine Art Relikt, lässt sie sich mit Selektion erklären (herrischer, dominanter, körperlich weit überlegener Mann = bessere Spermien), oder mit einer latenten Submissivität der Frau im Allgemeinen?

Ksle#ixo


Claudsia

Ich finde, dass die Problematik daraus entsteht, dass eine Vergewaltigungsfantasie nicht wirklich eine Fantasie ist, sondern ein Traum, über etwas das in der Realität jederzeit vorkommen kann. Eine Märchenfee ist für mich Fantasie, ein dreiköpfiger Drache ist Fantasie, Harry Potter ist Fantasie, die Klingonen sind Fantasie, usw. usw. Von einer Vergewaltigung zu träumen, heißt für mich, von einer an sich in der Realität möglichen Situation zu träumen, sie aber doch nicht wirklich zu wollen und darüber zu fantasieren, dass einem diese Situation gefällt. Das Fantastische daran sind die Verschiebungen der moralischen Werte.

Ist das Thema doch zu heiß?

Ich finde nicht, dass es zu heiß ist, sondern dass wohl jeder dieses Thema anders angeht.

Ich wollte doch die Realität ganz außen vor lassen, nur über die Gedanken sprechen, aber anscheinend geht das nicht.

Du hast danach gefragt, ob alle Frauen Vergewaltigungsfantasien haben und die Schwierigkeit ergibt sich schon mit dem Begriff Vergewaltigungsfantasie, denn Du bist eine der wenigen, die Vergewaltigungsfantasien im ursprünglichen Sinne des Wortes Vergewaltigung haben. Ich finde aber, dass man nicht davon ausgehen kann, dass jeder mit seinen Fantasien so umgeht wie Du und man kann auch nicht davon ausgehen, dass jeder klar zwischen Fantasie und Wirklichkeit unterscheiden kann.

bzw. soll das nicht heissen, dass jeder, der solche gedanken hat gleich automatisch jemanden vergewaltigt..

Danke Highart, der letzte Satz, der ist es, worauf es wirklich ankommt.

:)^

THheorjiephilxister


ich glaub, dass niemand jmd vergewaltigen würde, der nicht schon mal solche gedanken im kopf gehabt hat.

bzw. soll das nicht heissen, dass jeder, der solche gedanken hat gleich automatisch jemanden vergewaltigt..

es ist nur so ein gefühl, dass ich durch nichts belegen kann, aber ich glaube die fantasien eines mannes, der eine reale Vergewaltigung vornimmt, allgemein zerstörerische Tendenzen haben, ohne dass sie eine Vergewaltigung beinhalten müssen oder sie zumindest durch VF dominiert würden.

Anders ausgedrückt: ich halte es für denkbar, dass ein mann, der nie oder kaum an vergewaltigungen gedacht hat, sondern eher an mord, chaos, sprengstoff und der am strand sandburgen anderer leute zerstört, zum vergewaltiger wird, wenn er sich plötzlich mit einer sich bietenden gelegenheit konfrontiert sieht.

man kann mir allerdings gerne widersprechen, wie gesagt: nur ein gefühl.

w4ep|s


Theoriephilister

solche Art von VG gibt es sicherlich auch, aber der typische Vergewaltiger hat in der Regel ein psychisch gestörtes Verhältnis zu Frauen und zur Sexualität.

Dies hat mir zumindest mal ein Kripobeamter erzählt. Der kleinere Teil sind diejenigen, die es einfach nur geil finden eine Frau mit Gewalt zum Sex zu zwingen.

wenn er sich plötzlich mit einer sich bietenden gelegenheit konfrontiert sieht.

Diese Gelegenheiten gibt es jeden Tag. Ich gaube, dass es in den meisten Fällen vorsätzlich ist.

TdheAorifepheilistexr


diese gelegenheiten gibt es vielleicht täglich, wenn man sie sucht. aber wenn ich einfach nur meinem täglichen leben nachgehe, komme ich doch eher selten in eine situation, die eine vergewaltigung "nahe legt", also frau und ich alleine, niemand in hörweite, sie schwächer, ich in entsprechender "stimmung", etc.

CVraznylxeni


Aber daß du diese PNs bekommst, verwundert mich nicht wirklich Claudsia-und auch die Frage nach der realen Vergewaltigung! Denn immerhin hast du ja preisgegeben, daß du trotz dieses schlimmen Erlebnisses noch immer diese Fantasien hast-da drängt sich diese Frage ja nachgeradezu auf! Denn für mich ist das ebenso unvorstellbar! Und da spielt die Realität eine zu große Rolle, als daß man es nur auf Fantasien beschränken könnte!

wue#ps


wenn man sie sucht

ist es vorsätzlich und glaube ich der Regelfall.

aber wenn ich einfach nur meinem täglichen leben nachgehe, komme ich doch eher selten in eine situation

z.B. im Parkhaus, oder Parkplatz vor der Disco, am Strand, Möglichkeiten gibt es genug und in Kombi mit Alkohol passiert auch viel im Privatbereich.

CBlaudxsia


Also mal zum Thema, auch wenn ich sehr ungern darüber rede.

Wenn ich eine erlebte Vergewaltigung genieße, ist es keine.

Unter Vergewaltigung verstehe ich Sex gegen meinen Willen. Ich habe nein gesagt und mich gewehrt.

Und damit erübrigt sich meiner Ansicht nach jede Frage, ob ich irgendetwas genossen hab.

Ich hatte eine Darmspiegelung, trotzdem mag ich AV auch in Gedankenspielereien.

Auch wenn ich ab und zu an die Spiegelung denke dabei... :-/

Das eine (Fantasie) hat mit dem anderen (Realität) herzlich wenig zu tun.

Rzeginba-9x12


Es verwundert einen vielleicht nicht,

aber in Ordnung finde ich es dennoch nicht, dass Claudsia nun solche PN's bekommt. Einiges kann man ja evtl. noch mit der Neugierde dieser user erklären, aber trotzdem muss das nicht sein.

Ehn)gelcthenn


Also, mal ganz ehrlich gesagt

... mache ich mir auch manchmal Gedanken darüber. Ich will auf gar keinen Fall von einem Mann zum Sex gezwungen werden!... Nein wirklich nicht.

Wenn dann würde ich sagen, dass es mich anmacht, wenn ich mich beim Sex etwas wehre und meinen Freund nicht direkt ranlasse. Ihm macht es auch sehr viel Spaß und er es macht ihn auch richtig heiß. Ob man das jetzt Vergewaltigungsfantasien nennen kann soll mal dahin gestellt sein!... Auf jeden Fall finde ich Gewalt (in Maßen) beim Sex echt geil.

CBrazLylxeni


Engelchenn

Nun, dann kannst du aber auch bei deinen Fantasien nicht von VERGEWALTIGUNGSfantasien sprechen, weil da genießt du es ja auch offensichtlich

Cxrazy+lenxi


Regina

Naja, dann darf man so ein Thema auch nicht anschneiden-ist doch logisch, daß manche Männer hier nur auf sowas warten

CKl8audsxia


Ok, Leni, haben wir das geklärt, dann nenn sie anders, deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. ;-)

Aber das ist trotzdem nicht das Thema. Und deinen versteckten Vorwurf, dass ich es genieße, was du als entsetzlich erlebt hast, kann ich gut nachvollziehen.

Aber ich HABE diese Gedanken, wie so manch andere sie haben. Sie sind da und es geht einzig darum, dass sie mich und andere verwirren. Und ich spreche sie aus, wie manch andere vielleicht zum ersten Mal so richtig, was in gewisser Weise eine Befreiung bedeutet.

Wenn es dir wehtut, was ich verstehen kann, kann ich dir doch nicht helfen.

Vielleicht solltest du nicht mehr hier lesen, wenn es dich belastet, genauso wenig, wie ich in dem Faden mit der Harnröhre lese, weil mir da schlecht wird. Ich will dich nicht vertreiben, ganz sicher nicht, ich will nur eines nicht, mich hier für meine Gedanken entschuldigen müssen oder schämen oder verteidigen. Das habe ich lange genug.

C'lauxdxsia


Ich habe mich auch nicht über diese PNs beschwert, ich habe mich ernsthaft gefragt, ob das Thema nicht doch zu gefährlich ist, und du, Leni, vielleicht damit Recht hast, dass man eine Rechtfertigung liefert.

Aber dann hab ich mir überlegt, dass diejenigen die Rechtfertigung für sich sowieso finden. Und es mir wichtiger ist, einmal offen darüber reden zu können.

Und das wollte ich damit auch ein wenig zur Diskussion stellen.

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