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Vergewaltigungsfantasien

uyhu2


@ lady mango

Zugegeben, in dem beschriebenen Fall gehe ich davon aus. So traumatisiert das Mädel aber in dem Augenblick war, denke ich, ist meine Behauptung doch begründet. Zumal, um auf den zweiten Fall zu sprechen zu kommen:

Das war ein Mädchen, dass ich gut kannte. Wir haben uns darüber sehr lange ausgetauscht, bzw. hab ich ihr einfach zugehört. Der Gedanke allein, den erlebten Albtraum in anderer Form als erotischen Traum neu aufzuwärmen, wäre für sie reiner Zynismus gewesen.

Etwas anderes mag es sein, sich von einem Partner, dem man voll vertraut, dominieren zu lassen bzw. sich das in der Fantasie auszumalen. Das möchte ich auch in den genannten Fällen nicht ausschließen; womit wir aber wieder bei der Definitionsfrage wären.

Mich würde ebenfalls Claudsias Sicht darauf interessieren, könnte es aber auch verstehen, wenn sie darüber nicht schreiben will.

C[laudFsixa


Ich hab darüber geschrieben, wenn du dir die Mühe machen würdest, zurückzulesen, kannst du es nachlesen.

Aber die Kurzfassung:

Ich hatte diese Fantasien schon immer und als gerade jemand von Kinderspielen schrieb (war es Frosch?) da machte es bei mir Ping. Ja natürlich, als Kind spielten wir so was, da hatte ich zwei Freundinnen, mit denen habe ich diese Fantasien gespielt, allerdings ohne die sexuelle Komponente, die haben wir vielleicht gefühlt aber nicht verstanden, wir waren ja erst so 8 Jahre alt. Auch da ging es um Unterdrückung, Fesseln und Schlagen. Teilweise um Menschenopfer, wir haben alle den Tiger von Eschnapur und das indische Grabmal gesehen, ich glaub, das hat uns schon beeinflusst, die schöne Frau, die geopfert wird, das war eine sehr romantische Vorstellung.

Die Vergewaltigung war vor ca. 8 Jahren und ich war nicht traumatisiert. Fragt mich nicht warum, es war eben so. Ich war geschockt, ja sicher, aber nicht lang, ach, ich denk nicht gern dran, das ist so lange her und eigentlich vergessen.

Aber es hat nichts an meinen Fantasien geändert.

Vielleicht muss ich dazusagen, dass ich hart im Nehmen bin, und es in meinem Leben schon mehr Katastrophen gab, die schwerer zu ertragen waren.

TMheorTiep=hil7istxer


@Kleio

Dein Einwand verdient eine Antwort. Leider war ich über's Wochenende nicht online und hatte heute auch nicht die entsprechende Zeit. Ich werde aber versuchen mich morgen Abend zu äußern, wobei das knapp wird. Kann also auch durchaus später werden.

Gruß

T.

F6lenTsmich


An Claudsia und die anderen betreffenden Frauen.

Dann will ich mal eine kurze Erklärung versuchen von euern Vergewaltigungs- und Unterwerfungsfantasien. Mit Kategorien wie PATHOLOGISCH und TIERREICH möchte ich dabei nicht kommen. Es geht vielmehr dabei um die sehr menschliche Seite der Sexualität, und das ist die MORAL. Diese ist der Schlüssel für solche Fantasien.

Die Sexualität ist nämlich in der Gesellschaft nach wie vor eine sehr MORALISCHE Sache, was vor allem von Anfang an den Kindern vermittelt wird. Nacktheit, eigene Lust, Selbstbefriedigung sind unmoralisch, im eigenen Alltag der Heimlichkeit unterworfen. Wenn dann sexuelle Gefühle und Fantasien aufkommen, hängt sehr vieles einfach von individuellen Zufällen ab. Die ganze sexuelle Ausrichtung kann davon abhängen, so werden Jungen gerne schwul, die in ihrer Jugend ein erstes schwules Erlebnis haben. Andere kleine Zufälle prägen oft die späteren Lieblingsfantasien. Sexuelle Erregung, die einfach mit irgendetwas anderem im Zeitpunkt zusammenfällt, Fetischismus, Orientierung auf einen bestimmten Partnertyp, die sexuellen Perversionen und Nichtperversionen sind unzählbar.

Die ganze Abteilung der Gewalt- und Unterwerfungsfantasien, ob aktiv oder passiv, basiert auch auf solchen Zufällen, hat es aber inhaltlich in sich. Der Kern all dieser Fantasien ist die ÜBERWINDUNG, VERLETZUNG, ZERSTÖRUNG der MORAL, die den Kindern verinnerlicht, dass man als Mädchen sich sexuell eher defensiv, als Junge offensiv verhalten muss.

Um mit den Mädchen anzufangen: Die in der Jugend im Mädchenkopf und tiefer immer öfter hochkommende Geilheit gerät in einen WIDERSPRUCH zu dieser Moral. Dies ist offenbar ein sehr verbreitetes Problem, denn sonst würde nicht die Vergewaltigungsfantasie in so vielen Frauenköpfen sein. Die Überwindung, Verletzung oder Zerstörung der Moral AN SICH wird dann oft zur Lieblingsfantasie in den Köpfen, oft doppel- oder mehrbödig: Ich bin wegen meiner Geilheit ein schlechtes Mädchen. Ungestraft kann ich sie nur in meiner Fantasie ausleben. Dort kommen ein oder mehr böse Männer, die sich einen feuchten Kehricht um diese Moral scheren. Ich wehre mich, aber sie sind skrupellos. Sie fallen über mich her, und ich muss gestehen, ich genieße es. Nicht nur den Akt an sich, sondern auch, wie die Scheißmoral AN SICH von denen brutal weggewischt wird und ich auch ein böses, lustvolles Mädchen sein kann.

Ein anderes Motiv ist die BESTRAFUNGSFANTASIE. Bestraftwerden (früher oft eine praktische Erfahrung) für die unerlaubte weibliche Geilheit. Oder auch, seltener, die umgekehrte Bestrafungsfantasie gegen Männer, die beliebige Freiheit und Dominanz über Männer, auch oft die Fantasierung der Bewunderung und Bedienung der eigenen fraulichen Erotik von willenlosen Lustsklaven. Alles eine geile Zerstörung von Moral. Die ganzen vielen doppelbödigen Fantasien in dieser Abteilung kann man hier nicht alle erklären, manche bleiben wohl auch etwas rätselhaft.

Zu den Männern muss man wohl sagen, dass die höflichen Anfragen, die ihr Frauen bezüglich eurer erlebten Vergewaltigung bekommen habt (ob ihr nicht doch etwas Lust dabei empfunden habt), wohl den Gipfel eines großen Eisbergs (Scheißbergs?) sichtbar machen. Es liegt denen natürlich erst einmal der alte Männerirrtum zugrunde, dass es schon einen Gefühlsreiz für die Frau bedeutet, wenn in ihrer Scheide ein Schwanz nur mechanisch unterwegs ist. Was MORALISCH hinter diesen Fantasien steckt, ist nicht schwer zu erraten: Die umgekehrte, OFFENSIVE Überwindung der lästigen weiblichen Wehrhaftigkeit, bis hin zu der Bestrafung einer vermeintlich moralisch übermäßigen weiblichen Geilheit: "Ich nehm dich jetzt hart ran, du willst es doch, du Schlampe!" "Ja, gibs mir!" (Von hier aus kann man übrigens auch erklären, warum in den minderwertigen Kommerzpornos die Darstellerinnen auch beim Letzten immer diese bescheuerten Pumps anbehalten müssen.)

Vor einiger Zeit waren mal harte SM-Pornos noch freigeben. Ein Sexshop-Besitzer hat mir damals gesagt, die Kunden gucken NUR noch dies Zeug in den Solowichskabinen. Und tatsächlich hörte man von überall echte oder gespielte weibliche Schmerzensschreie unter klatschenden Schlägen aus den Fernsehern. Da können einem schon generelle Bedenken kommen, und in zumindest französischen Vorstädten geht ja auch die Gewalt wieder massiv ab gegen Mädchen und Frauen.

Als kleinen Beweis für diese ganze Moralthese von mir möchte ich noch die japanische Pornoindustrie bringen. In dieser Gesellschaft ist die Erotik im Alltag einer wesentlich strengeren Moral unterworfen als hier. Und UMSO GRÖSSER ist der Anteil an Pornos, die Gewalt gegen Frauen enthalten. Und das bei diesem höflichen, liebenswerten Völkchen. Bei weiterem Nachdenken aber nicht verwunderlich.

Alles, was ich zu Gewaltfantasien gesagt habe, darf nicht bewertend verstanden werden. Natürlich nur, solange das Fantasien bleiben oder alle Beteiligten freiwillig mitmachen.

(Wen es hier interessiert, ich habe keinerlei solch Fantasien. Meine spezielle Fantasie ist die Selbstbefriedigung von euch Frauen. Aber das ist ein anderes Kapitel.)

Schönen Gruß

Micha

FmlenYsmiEch


Nachtag noch für Claudsia.

Dass du schon als Kind Fesselfantasien hattest und auch praktiziert hast, bildet meines Erachtens kein großes Rätsel. Das gehört doch zu Kinderspielen dazu, das Kämpfen, Balgen und auch die gegenseitige Über- und Unterwerfung. Die Fesselspiele liefen bei uns als Jungs unter der Überschrift INDIANER. Und wir haben sie, das Gefesseltwerden und die Befreiung daraus, auch manch schmerzhafte gegenseitige Verletzung, als durchaus lustvoll empfunden. Aber nicht mit einem sexuellen Gehalt.

Ich denke mal, DU hast diese Spiele dann später einfach mit deinen aufkommenden sexuellen Gelüsten oder Fantasien verknüpft. Eben einer dieser Zufälle, die die Lieblingsfantasie prägen und die man dann gern behält für das weitere Leben. Kann das sein?

Gruß

Micha

L5ab\bygixrl


flensmichel

eine äußerst spannende und auch einleuchtende darstellung. Einblicke in die tiefen Abgründe der Seele sozusagen ;-D

Also denkst Du das kommt aus moralischen Gründen, sozusagen die "bestrafung" für die Geilheit weil man moralisch gesehn das als was schlechtes sieht?

Einerseits kann ich das nachvollziehn, da könnte schon was dran sein andererseits jedoch war es bei mir eher so je mehr ich mich im Laufe der zeit zu meiner Sexualität allgemein bekannt habe und gelebt habe umso mehr auch Vorstellungen in dem Bereich.

Das würde sich ja dann wiederum widersprechen.

Ich in auch sehr offen erzogen worden, jedoch sehr stark geprägt von "emanzipierten" Frauen (Mutter und große Schwester waren Alice Schwarzer fans ;-D ;-D)

Bewußt habe ich sicherlich keine moralischen Probleme mit Geilheit aer wer weiß was unterbewußt alles mitspielt...

Fakt ist jedoch daß ich wie gesagt sehr "emanzipiert" erzogen worden bin und mir auch solch ein Frauenbild nahe gelegt worden ist. Der Punkt an mir ist eher daß ich mich damit nicht so ganz identifizieren kann und konnte, ich habe da schon immer ziemlich aus der Stränge geschlagen und meine Familie bereits mit 14 mit "reizwäsche" (dementsprechenden Dessous und Kleidung) geschockt.....

Mir wurde sogesehn schon nahegelegt daß es etwas "schlechtes" ist sexobjekt zu sein und auch etwas schlechtes ist sowas rauszuprovozieren.

Kann schon sein daß es damit was zu tun hat, wer weiß...

L?abEbyxgirl


ach so, umso mehr hat es mir natürlich auch spaß gemacht und ich habe auch ganz gerne meine familie provoziert damit die über meine Offenheit sichtlich oft entsetzt war lol ;-D, egal obs jetzt Partnerwechsel war (wenn dauernd verschiedene Jungs ein und aus gingen) oder eben die Kleidung die ich anhatte die für meine familie "aufreizend" usw war obwohl es wirklich an sich gar nix schlimmes war.

Aber schon klar daß das bild wo einem da vermittelt wird einen dann irgendwo prägt %-|

Fule~nsmxich


Hallo Labbygirl,

die Moralisierung der Sexualität ist ja allgegenwärtig, nicht nur die Eltern haben Einfluss. Du hast dann offenbar mit zunehmendem Alter und Souveränität die Fantasien nicht fallengelassen, weil ihre Grundlage weggefallen ist, sondern sie souverän weiter ausgebaut, so wie sie grundsätzlich nun mal waren. Das finde ich normal, dass Fantasien, wie immer sie sind, weiter ausgebaut werden, weil man sich auch einfach mehr traut, sich zu ihnen bekennt. Um oft in späteren Jahren dann sogar mal etwas davon umzusetzen.

Aber ich muss befürchten, hier noch weitere Fälle um die Ohren gehauen zu bekommen, die meine Theorie ins Schleudern bringen. Einige Fantasien sind einfach aus Zufällen entstanden, die der Inhaber selbst kaum erklären kann. Aber grundsätzlich halte ich an meiner Moraltheorie fest, gerade die weibliche Erotik kann man in ihren vielen Facetten oft gut damit erklären.

Bei meiner Fantasie kenne ich den Zufall, der sie entstehen ließ. Warum ich allerdings heute immer noch und mehr denn je dem Thema Weibliche Masturbation hinterherlaufe, kann ich selbst nicht genau sagen. Die Leute werden an Themen halt gern zu reinen Methodikern und neigen damit zu einer gewissen Verrücktheit.

Aber jetzt muss ich erst mal ins Bett, bin Donnerstag wieder hier.

Schönen Gruß

Micha

DhanFce rinFthedarxk


@Kleio:

hm, jetzt wird es schwierig.

Hinterfragen würde ich auch immer, woher was kommt. Es gibt aber Dinge, die kann man tausend mal hinterfragen, und man bekommt keine Antwort.

Was wäre z. B. etwas, worauf man nie eine Antwort bekommt?

kommt drauf an. Entweder man sucht krampfhaft eine Antwort, dann wird es quälend, oder man sucht eben nicht, und sagt sich: "Es ist so, wie es ist" und lebt damit, wie auch immer das aussieht.

Du schreibst ja auch selbst:

Allgemein gesehen, finde ich, dass es davon abhängt, was die Vergangenheit in einem selbst anrichtet und welche Auswirkungen sie individuell hat oder zu welchen Handlungen sie sich und anderen gegenüber führt.

es kommt eben auf die Auswirkungen an.

Ich bin aber auch ganz allgemein gesehen der Meinung, dass die zwanghafte Aufarbeitung von Kindheitstraumata nicht unbedingt sinnvoll ist. Menschen vergessen traumatische Ereignisse, und das ist, solange es keine dramatischen Auswirkungen hat, auch gut so.

Es bedeutet ja nicht unbedingt, dass man nicht "alltagstauglich" ist, oder gar gefährlich, egal welche Fantasien man hat, kann aber sein. Bei vielen Menschen nagen Kindheitserlebnisse mehr oder minder an der Psyche, trotzdem "funktionieren" sie. Es bedeutet aber nicht unbedingt, dass sie innerlich rund sind, ausgeglichen und zufrieden mit sich selbst sind. Um feststellen zu können, ob man etwas will, dafür muss man einmal einen eigenen Willen haben und der ist meiner Meinung durch das Selbstbewusstsein bedingt.

das ist richtig.

jetzt beantworte mir aber mal eine Frage: WER ist denn schon innerlich rund? Wer lebt alles das aus, was er sein könnte, oder trachtet zumindest danach? Die meisten von uns geben sich doch mit einem Zehntel des Potentials dessen zufrieden, was in ihnen steckt. Und lassen sich in ihrer Freizeit vom Konsum betäuben. Ablenken. Fernsehen, Kneipe sind nur zwei Beispiele dafür.

Das war nie mein Ding. Mein Ding bin ich. Und das, was ich will. Und natürlich die Auseinandersetzung damit.

Wenn ich mich z.b. frage: "will ich das wirklich, meine Vergewaltigungs"träume" erleben"?, frag ich mich auch, warum; ich werde/habe aber darauf keine Antwort erhalten in mir. Ich weiß nur, dass ich körperlich anders reagiere als andere Menschen, viel robuster bin, was Schmerz an sich angeht, dass ich ganz anders anspreche auf Körperreize, dass mich ein gewisses Maß an Angst, Bedrohung, Ungewissheit anmacht sexuell; dass ich aber z.b. auch die Fähigkeit habe, Schmerz abzuspalten, das wäre wieder psychisch, also, ich meine, es gibt eben Dinge, die sind so, wie sie sind, da gibt es eben keine Antwort drauf.

Finde ich in Ordnung, wenn Du das so siehst.

Allgemein gesehen sind Menschen ja nicht gleich schmerzempfindlich. Das könnte schon einer der Gründe sein. Genauso kann man natürlich seinen Körper trainieren, die Schmerzempfindlichkeit dermaßen zu erhöhen und dann eine Grenze zu überschreiten, an dem körpereigene Endorphine ausgestoßen werden, dass man quasi einen rauschähnlicher Glückszustand erreicht. Mir fällt da ein Bild in einem Film ein, als sich ein Indianer an zwei Holzpfählen, die ihm durch die Brust gezogen wurden, auf einem Seil hochgezogen wird und dann Stunden lang an diesen Seilen hängt. Solche Tourtouren kann man nur überstehen, weil der Körper Endorphine produziert. Wenn der Schmerz zu groß wäre, würde man sowieso ohnmächtig werden.

ja, ich kenne dieses Zeremoniell. Es nennt sich "Sonnentanz" und wurde meines Wissens nach von den Sioux-Indianern vollzogen. Als Mutprobe. Wer es durchstand, galt als besonders tapfer.

Der Grund dafür ist also ein anderer als der:

Das ist ja auch der Grund, warum schwerverletzte Menschen zuerst keinen Schmerz fühlen.

hierbei handelt es sich um einen Schockzustand, damit der KÖrper reaktionsfähig bleibt, um in Gefahr handeln zu können.

Endorphine werden vom Körper nun einmal nicht nur in solchen Situationen ausgeschüttet. Wenn man es aber so lernt, dann ist es durchaus nachvollziehbar, dass man sich diesen Zustand immer wieder so herbeiführt.

das Gehirn lernt solche luststeigernden, und damit ja belohnenden Vorgänge sehr schnell. Nicht zuletzt jede Sucht funktioniert so.

D`ancer^inthpedark


@Flensmich:

Die ganze Abteilung der Gewalt- und Unterwerfungsfantasien, ob aktiv oder passiv, basiert auch auf solchen Zufällen, hat es aber inhaltlich in sich. Der Kern all dieser Fantasien ist die ÜBERWINDUNG, VERLETZUNG, ZERSTÖRUNG der MORAL, die den Kindern verinnerlicht, dass man als Mädchen sich sexuell eher defensiv, als Junge offensiv verhalten muss.

ja, würde zustimmen. So richtig die Sau rauslassen, aber ungestraft, weil der Aktive ja der "Täter" ist. Bzw. "gespielt" Gegenwehr ausüben. Mein "Nein" dabei ist immer der beste Beweis, dass der Mann es richtig macht *grins*

Und es ist ja auch heute noch so: Richtig geil darf eine Frau nicht sein. Die Moral spricht dagegen.

Bestrafungen: Es ist eins meiner Lieblingsspiele, Bestrafungen für Geilheit herauszufordern. Das kann man sehr gut provozieren... aber ich fürchte, das geht ein wenig vom Thema ab.

CnlauIdsixa


Flensmich, einiges, ja vieles von dem, was du schriebst, trifft auf mich zu.

Aber ich bin dennoch der Auffassung, dass ich keine Ursache suchen will für das alles. Ich habe einen Ist Zustand, mit dem ich lebe.

Die Gegenwart und die Zukunft, das sind die Sachen, die zählen, nicht die Vergangenheit, schön, wenn ich weiß, warum ich so wurde, aber das ist kein Grund weiter so zu sein wie ich bin, ich kann es ja ändern. Es liegt doch immer in meiner Macht, mein Verhalten zu bestimmen, darum zählt für mich eine unglückliche Jugend nicht als mildernder Umstand bei Verbrechen. Ich habe einen Verstand, ich habe das Wissen und die Entscheidungsmöglichkeit und kann auswählen, ob ich jemanden töte oder vergewaltige oder eben nicht, weil es ein Verbrechen ist.

Was anderes sind die Träume, die mich umgeben, über die habe ich keine Gewalt, aber ich kann sie als solche nehmen und akzeptieren und eben die Grenze zum RL schließen. Und somit habe ich kein Problem.

Aber interessant ist es manchmal schon, so Erinnerungen hervorzurufen, gerade diese Kinderspiele, war schön damals.

F&le{nsmxich


Hallo Claudsia,

zwei Dinge, die ich bei deinem obigen Beitrag nicht ganz verstehe:

Du schreibst; "Ich bin dennoch der Auffassung, dass ich nicht die Ursache für alles suchen will."

Das würde uns auch überfordern. Aber ich hatte dich so verstanden, dass dir und anderen aufgefallen ist, dass die MEISTEN eurer Freundinnen Vergewaltigungsfantasien oder ähnliche Fantasien haben. Dann lohnt es sich doch schon allein deshalb genauer darüber nachzudenken, weil wiederum sicherlich die meisten betreffenden Frauen ein Problem damit haben: Sie schämen sich vor sich selbst, erklären sich für durchgeknallt oder pathologisch und behalten es ihr Leben lang als dunkles Geheimnis für sich. Der einfachere Grund, darüber genauer nachzudenken, ist aber doch auch schon, dass es eben die MEISTEN Frauen zu betreffen scheint. Dann sollte man eine GESETZMÄSSIGKEIT dahinter vermuten.

In die Abteilung KINDHEIT/JUGEND musste ich gehen, weil sich meist schon dort die Lieblingsfantasien herausbilden. Man darf dann allerdings nicht in die grundfalsche Geisteswissenschaft namens PSYCHOLOGIE verfallen (Freud und Konsorten). Ich habe nur ausgeführt, dass damals bei uns oft ein zufälliges Zusammenfallen von aufkeimender sexueller Erregung und der Situation, in der diese auftrat, genügte, und fertig war die Lieblingsfantasie. Oft waren es Filmszenen, aber manchmal auch das Gefühl oder der Geruch von Gummi, und wir haben einen ganzen, fertigen Gummifetischisten. So können die verschiedensten, schillerndsten Fantasien entstehen. Aber wie gesagt, für die verblüffend häufige VERGEWALTIGUNGSFANTASIE in den Frauenköpfen muss es darüberhinaus eine GESETZMÄSSIGKEIT geben, die man IN IHR SELBST erschließen muss. Diese Gesetzmäßigkeit habe ich mit dem Knackpunkt ALLGEGENWÄRTIGE HERRSCHENDE MORAL herausgefunden, behaupte ich.

Von unserer jeweiligen Lieblingsfantasie gehen wir dann offenbar ungern wieder ab. Es ist offenbar so: Genauso, wie sich im Laufe unserer Jahre unsere erregbaren Körperzonen an einen bestimmten mechanischen Reiz gewöhnen, um zum Orgasmus zu kommen (der sehr unterschiedlich sein kann), so gewöhnt sich unser Geist offenbar allzu gern an seine Lieblingsfantasie, die uns dabei immer so schön in Fahrt bringt. So bleiben wir bei ihr, auch dann, wenn wir uns hinterher ihrer immer schämen.

Wie kommst du aber auf den Satz: "Eine unglückliche Jugend zählt nicht als mildernder Umstand für spätere Verbrechen."?

Von einer unglücklichen Jugend habe ich nichts gesagt. (Kann es andererseits überhaupt eine glückliche Jugend in erotischer Hinsicht geben? Wer kommt schon konfliktfrei durch die Pubertät, gerade bei der unverändert herrschenden Moralisierung des Sex.) Also ich verstehe nicht, zu wem du diesen Satz sagst. Ich wollte niemanden entschuldigen, und für seine Fantasien braucht sich schon gar niemand zu entschuldigen. Wir sollten im übrigen nicht in die Denke des faschistischen Pöbels verfallen, der sich täglich in der Leserbrief-Rubrik der BILD-Zeitung austoben darf, um dort ständig nur die "Höchststrafe" für alles und jedes zu fordern. "Bestimmt findet sich wieder ein milder Richter, der bei dieser Bestie eine ach so schwere Jugend entdeckt."

Dieses ist keine Unterstellung gegen dich, dein Satz läuft nur etwas Gefahr, das zu assoziieren. Wir sollten vielmehr froh sein, dass es hier noch ein aufgeklärtes und im guten Sinn liberales Forum gibt. Deswegen auch meine Hochachtung vor diesem Thread, den du aufgemacht hast.

Wenn noch jemand was für mich hat, ich bin in 4 Tagen wieder hier.

Schönen Gruß

Micha

LXonerx77


Hallo Flensmilch,

du hattest weiter oben eine wie ich finde interessante Antwort zu mögl. Ursachen solcher Vergewaltigungsphantasien gegeben.

Ich selbst habe nach diesem Thema nur gesucht und es gelesen, da mir meine Freundin vor kurzem in einem sehr offenen Gespräch sagte, ihre Top-Phantasie beim Masturbieren wäre es, vergewaltigt zu werden.

Nach 4,5 Jahren Beziehung u. voller Unwissenheit wie viele Frauen solche Phantasien haben, war ich erst ziemlich verdutzt. Bin ein sehr offener Mensch und kein Nihilist, nur mal so nebenbei. Nach Lesen etlicher Threads und Artikeln zu dem Thema hab ich erkannt daß das bei vielen Frauen "normal" ist.

Meine Freundin hatte mit 14 Jahren solch eine Vergewaltigungszene in einem Film gesehen, die sie wohl erst abschreckte aber auch irgendwie erregte, wie sie erzählte.

Seit sie 14 ist benutzt sie diese Phantasie!!!!!!! Ein echter Dauerbrenner ;-)

Diese Phantasie sollte nur ihr gehören, da hab ich nichts zu suchen, und daß sie es mir doch erzählte empfinde ich als ungeheuren Vertrauensbeweis, zumal sie bis gestern selbst nicht wusste wie viele Frauen diese Phantasie haben, bis ich ihr eben gestern von zahlreichen Artikeln im Internet dazu ERZÄHLT habe.

Auch erzählt hab ich von den Pärchen, die das in der Beziehung nachspielen und wir haben es daraufhin auf ihren Wunsch gestern ausprobiert mit vereinbartem Codewort, zum Stoppen falls es nicht so der Bringer wäre. Und es war toll, sie sagt nein und wehrt sich, ich mache weiter, sie flüchtet, etc. Sie war echt hocherregt. Aber gekommen war sie nicht, war aber auch nicht MEIN fixiertes Ziel! Wie gesagt, bin für alles offen und der Meinung man kann Dinge gern ausprobieren, wenn es BEIDEN etwas bringt auch weiterführen.

Aber ich will erwähnen, daß sie in 4,5 Jahren erst 3 mal beim Sex gekommen ist. Und wir haben oft auch härteren Sex, auch Fesseln.

Und ich denke dabei nicht nur an mich, bin eben kein Arschloch. Ich seh ganz passabel aus und bin gross und durchtrainiert, "ausreichend ausgestattet", und auch ihr Typ. Will damit nur sagen daß ich nicht abstossend wirke. (Habe die Erfahrung eben gemacht)

Aber sie sagt sie spürt nicht genug um beim Verkehr um zu kommen, sie sei oft so kurz davor, erregt ohne Ende, aber sie spüre vaginal nur so einen Druck und manchmal sei es auch zu tief und schmerzt. Wenn sie dann nebenher klitoral was macht kommt sie auch nicht :o(

Wenn sie allein mit ihrer Vergewaltigungsphantasie masturbiert (Klitoral, ganz komische und kleine Zone bei ihr, weiter oben unter viel Haut), erzählte sie, kommt sie schon mal nach nur 2 Minuten!!!!

Nach Lesen dieses Threads zum Thema fielen mir die vielen Parallelen auf zu der Phantasie meiner Freundin. "ER" hat kein Gesicht beim Akt, etc.

Nun, mich interessieren nicht nur die Ursachen für solch eine Phantasie, sondern auch um welche Gefühle es für die (speziell meine) Frau dabei genau geht.

Geht es hier echt um Zufälle aus der Kindheit die eine Orientierung festlegten, oder die verlogene Sex-Moral unserer Gesellschaft, also da auszubrechen? So wie du es ja beschrieben hast.

Ein Posting in diesem Thread machte mich noch neugieriger:

Besteht vielleicht eine tiefe NEIGUNG zum Masochistischen, zum Devot sein?

Oder ist die Vergewaltigung allerletztes und erregendstes Resultat ihres tief verwurzelten Glaubens, so in etwa müsste es laufen zw. Frau + Mann? (Er nimmt, sie hat zu geben)

Ich geh jetzt mal stark ins Detail und beschreibe die Phantasien meiner, im echten Leben sehr sehr lieben, und warmherzigen Freundin, wie SIE es mir erzählte als wir vorgestern ganz offen über unsere Neigungen geredet haben.

+++++Da wir hier anonym sind und sie es nie erfährt, kann ich das guten Gewissens machen.+++++

Nicht weil ich von DIR eine Totalbegründung hören möchte, sondern eher deine Meinung, in welche Richtung die Ursachen und viell. verborgenen Wünsche, Neigungen diese Phantasie zeigen könnte.

--->Szenario1 und am häufigsten:

ALLE SZENEN SIEHT SIE IN DER PHANTASIE ALS DRITTE, sieht also zu wie sie vergewaltigt wird.

Vergewaltigung von hinten über der Motorhaube. Sie sieht dabei kein Gesicht bei ihm. Sie mit Rock (wann trägt sie sonst mal Röcke??) Der Mann ist nie abstossend. Eine Vorgeschichte gibts dazu nur in den seltensten Fällen (wenn dann ein Streit, in dem "ER" seinen Willen durchsetzt, und dann loslegt. Der Streit sei schemenhaft, also wenn überhaupt).

Meist sieht sie sich sofort von diesem Gesichtslosen vergewaltigt zu werden.

Er hält ihre Hände fest, nimmt sie hart ran, beschimpft sie übel, sie hätte es verdient, Drecksstück, mehr Schimpfwörter, etc.

Zumeist sieht sie nur den beider Schambereich meinte sie. Oder seinen nackten Oberkörper.

Sie weiss nur daß sie sich wehrt, und dann kommt sie auch schon

MEISTENS WENN ER DANN KOMMT.

+++Daß steht irgendwie im Gegensatz zu deiner Begründung im Thread, wo die Frau ja dann irgendwann aufhört sich zu wehren und es geniesst das böse Mädchen zu sein. Warum?

Weil sie schon kommt nach manchmal nicht mal 2 Minuten? Oder aber weil es ihr um das blanke ausgenutzt werden geht, das Devote ??? ?

--->Szenario2:

Fast das Selbe, nur eben in einem Treppenhaus eines Großen Gebäudes, Krankenhaus z.B.

--->Szenario3:

Wieder keine Gesichter. Stehend gefesselt mit Augenbinde wird sie von 2 Männern erst ZÄRTLICH liebkost, überall, sie sieht Männerhände, breite Schultern. Dann wird sie genommen, und muß auch oral befriedigen, etc.

+++Sie selbst sagt sie weiß es selbst nicht, was genau sie daran so stark erregt, sie würde sich so etwas im echten Leben nie wünschen. Denk ich mir +++

Ich für meinen Teil habe auch meine Phantasien mit fremden Frauen, oder z.B. Arbeitskolleginnen...aber ich weiss genau um was es mir geht: Die Bestätigung, zu sehn wie die Frau es geniesst. Einfach ranzudürfen, irgendwo dominant zu sein, selbst begehrt zu werden.


OK, genug Details |-o ;-)

Was meinst Du worum es ihr höchstwahrscheinlich gehen könnte?

Welche Gefühle sie in ihrer Phantasie aufkommen lässt, die sie dann so stark erregen?

Was steht für sie im Vordergrund?

- Das Devote, das irgendwo masochistische, ausgenutzt zu werden? (In ihrer Phantasie sieht sie sich selbst ja nie, das Ganze zu geniessen!!!! Könnte passen.)

- Das pure begehrt werden, 100% im Mittelpunkt zu stehn? ("ER" sagt in ihrer Phantasie, sie hätte es verdient, Dreckstück....das wäre schon ambivalent)

- Die Vorstellung genommen zu werden, hart und brutal, kompromisslos, von einem echten kerl, so die pure Männlichkeit zu spüren? Animalisch? (dafür spricht daß es immer ein Fremder, Gesichtsloser ist)

Auch noch zu erwähnen vielleicht: Ich war/bin ihr "Erster" %-|

Obwohl sie das, wenn ich in offenen Gesprächen darauf hinweise, immer abtut. Sie hätte kein echtes, tieferes Interesse an anderen Männern. Und würde sich eher in die Hosen machen wenn sie mal einer ansprechen würde. Glaub ich ihr sogar, kenne sie halt größtenteils doch ;-D

Gruß, Loner

P.S.

Darf natürlich jeder seine Meinung dazu abgeben.

C.laudxsia


Zunächst mal Loner, was du über deine Freundin schreibst, deckt sich größtenteils mit meinen Vorstellungen, nur dass ich meist nicht als dritte dabei bin (bin ich auch oft) sondern in die Rolle des Mannes schlüpfe und wie du schreibst, komme, wenn ER kommt, hab ich aber hier schon irgendwo mal erwähnt.

Ist aber ein interessanter Aspekt, den ich jetzt auch zum ersten Mal von jemand anderem höre.

Flensmich, du hast das schon richtig gelesen. Ich will für

mich

keine Ursache finden, ich will den Ist Zustand haben, erleben und auskosten, mich nicht fragen, warum und wieso.

Das mit der schweren Jugend war absolut nicht auf dich bezogen, das war nur ein Beispiel für meine Art die Dinge zu sehen. Dass ich nämlich der Gegenwart verhaftet bin und nicht der Vergangenheit.

Ich hab hier auch schon mehrmals geschrieben, warum ich diesen Faden eröffnete.

Zum einen interessierte es mich wirklich, ob es Frauen gibt, die diese Fantasien NICHT haben, und da haben einige geschrieben, diese Frage war also beantwortet.

Zum anderen (und das war der heimliche Hauptgrund) wollte ich meinen "Leidens"genossinnen zeigen, dass sie nicht allein sind, also diese Erfahrung, die ich erst vor kurzem machen durfte, weitergeben.

Ich habe darunter gelitten, anders zu sein, und als ich merkte, dass ich gar nicht so anders bin, ist mir eine Last von den Schultern gefallen. Wenn nur eine einzige Frau hier ein AHA Erlebnis hatte, dann hat dieser Faden seinen Sinn.

Dazu kommt, dass ich eine Zeitlang wirklich grübelte, warum und wieso, aber ich stellte fest, das bringt nichts, ich hab mich in der Vergangenheit verloren und sinnlos aufzuarbeiten versucht.

Bis ich eben merkte, jeder hat seine Geschichte, wichtig ist, wie du damit lebst und was du aus dir machst.

Und dazu gehört, dass ich diese Gedanken und Träume als solche akzeptiere, als Teil von mir, mich nicht für sie schäme, nicht vor ihnen erschrecke und mich trotzdem nicht als verrückt betrachte. Weil es nicht das RL ist sondern nur Gedanken, die niemals Eingang ins RL finden werden. Weil ich das nicht will.

Eine Zeitlang war ich auch auf dieser devot Schiene, wollte das unbedingt erleben, aber nein, ich stellte fest, dass ich das gar nicht will, es gefällt mir nicht und bringt mir nichts. Nur die Gedanken daran sind geil.

Vielleicht liegt das auch daran, dass meine Fantasien zu hart sind und alles, was wir im RL machen könnten ohne dass bleibende Schäden da sind, wäre eben nur ein Spiel und als solches würde es von mir als lächerlich empfunden werden.

Bitte, ich will hier nichts und niemanden abwerten, will SM oder anderes nicht als lächerlich bezeichnen. Ich sage nur, dass es für mein Empfinden so wäre.

Allerdings fehlt mir hier ein wenig die praktische Erfahrung. Hab nur reingeschmeckt, nicht wirklich mitgemacht. Das muss jeder für sich erfahren, wieviel er ins RL rüberlässt...

kuerzen"wachxs


Ich moechte mal von einer Dame Vergewaltigt werden.. wie das wohl ist :-/

Maenner duerfen auch davon Traeumen, ja.. ^^

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