» »

Vergewaltigungsfantasien

Chravzyle"nxi


Genau darauf wollte ich eigentlich auch hinaus-daß diese Phantasien benutzt werden können, um sich quasi einen "Freibrief" zu holen und es vor sich selbst zu rechtfertigen, wenn denn doch mal was passiert

CGlaupdsia


Ismael danke für die Ausführungen, ich hab noch eine Weile gewartet, ob noch etwas kommt.

Aber ich denke ich habe den Schlüsselsatz für mich schon gefunden:

Vielleicht denke ich aber auch nur deshalb so, weil ich mir derartige Phantasien nun überhaupt nicht vorstellen kann.

Für einen Außenstehenden MUSS es ja abartig erscheinen. Wenn der, der die Fantasien hat schon selber Probleme damit hat, wie unverständlich muss es dann für jemanden sein, der damit nichts zu tun hat.

Das soll bitte kein Vorwurf sein, nur ein Versuch meinerseits zu verstehen.

Ich habe mich gerade damit angefreundet, nicht verrückt zu sein, weil ich solche Gedanken habe. Daher möchte ich auch nicht auf diese Schiene zurückgeschoben werden.

Mein Mann weiß davon, er akzeptiert es, wollte aber nie Näheres wissen, hat nie nachgefragt, was genau ich mir vorstelle (ich bezweifle ob ich dieses Vertrauen aufgebracht hätte, das alles zu erzählen. Ich hätte immer geschönt) er sagt, ihm würde wohl schlecht werden. Ja, glaub ich auch. Aber er weiß in welche Richtung es geht und wie morbid es teilweise ist.

Ich bezweifle dennoch, dass es tiefenpsychologische Ursachen hat, die ergründenswert sind.

Ich gehe eher auf die Vermutung von Regina, dass irgendetwas eben doch langweilig ist und schon immer war, dass man sich immer irgendeinen Kick gewünscht hat, der nie kam. Also eher etwas Banales...

Die Tatsache ist, es ist da, und man muss damit umgehen. Und da finde ich es eben 1000 mal besser, es auszusprechen und zu akzeptieren als es zu verdrängen und Schuldgefühle zu haben.

C7arixbo


also Vergewaltigung und "dominieren" sind zwei verschiedene Sachen gemäß den zahlreichen Postings zu diesem Thema.

Vielleicht denke ich aber auch nur deshalb so, weil ich mir derartige Phantasien nun überhaupt nicht vorstellen kann.

kann ich verstehen, wenn man (rein physikalisch) zum Täter werden könnte. Ein Mann kann (oder könnte körperlich) vergewaltigen. Eine Frau könnte dies nur in Gedanken.

Angest vor dem, was man machen könnte! Obwohl man sich davor ekelt,

KJleixo


Claudsia

Für einen Außenstehenden MUSS es ja abartig erscheinen. Wenn der, der die Fantasien hat schon selber Probleme damit hat, wie unverständlich muss es dann für jemanden sein, der damit nichts zu tun hat.

Ich finde bisher nichts unverständlich oder nicht nachvollziehbar daran, was Du geschrieben hast. Ich fand es interessant, als Du geschrieben hast, wann Du diese Fantasien hast und wenn ich Dich recht verstanden habe, dann dienen Dir Deine Fantasien dazu, Deine Lust während der Sexualität mit oder ohne Deinem Partner zu steigern. Vergleichbar damit, wenn sich jemand in der Fantasie vorstellt, gerade mit jemandem anderen GV zu haben, obwohl es der Partner ist. Die Fantasie wird dazu genutzt etwas auszugleichen, was in der Realität in der gemeinsamen Sexualität nicht vorhanden ist.

Ich habe mich gerade damit angefreundet, nicht verrückt zu sein, weil ich solche Gedanken habe. Daher möchte ich auch nicht auf diese Schiene zurückgeschoben werden.

Es hat niemand geschrieben, dass Du verrückt wärst. Kann es sein, dass das eher Deine Assoziationen waren, bevor Du Deine Fantasien akzeptiert hast?

An den Antworten hast Du aber gesehen, dass die wenigsten Frauen über echten Vergewaltigungen (die real ausgeübt eine Straftat sind) an sich oder gegenüber anderen fantasieren, es also ungewöhnlich ist, was nicht gleichbedeutend mit verrückt ist. Auch finde ich es ungewöhnlich, dass Du trotz einer Vergewaltigung diese Fantasien hast. Mich an Deiner Stelle würde es interessieren, warum das so ist und wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann interessiert es Dich ja auch.

Ich bezweifle dennoch, dass es tiefenpsychologische Ursachen hat, die ergründenswert sind.

Ich gehe eher auf die Vermutung von Regina, dass irgendetwas eben doch langweilig ist und schon immer war, dass man sich immer irgendeinen Kick gewünscht hat, der nie kam. Also eher etwas Banales...

Wie Ismael schon schreibt, bedeutet es nicht, dass es bei Dir pathologisch ist. Es bedeutet aber auch nicht dass generell solche Träume nicht pathologisch sein können. Wenn Du es für Dich geklärt hast, dann ist es doch in Ordnung.

Allerdings können solche Träume von und bei anderen eine ganz andere Bedeutung haben und durch die Anhäufung solcher Träume kann man in sich sehr wohl auch solche Bedürfnisse wecken, indem einmal der Wunsch entsteht und dann die Tat folgt. Bei solchen Menschen sind diese Gedanken auch gefährlich. Ich denke auch, dass die Wahrscheinlichkeit bei Frauen nicht sehr groß ist, wobei ich als Frau sicher auch an der Ursache interessiert wäre.

So wie es sich bei Dir anhört, so hast Du die Ursachen ja eigentlich selbst schon genannt. Auch hast Du Deine schriftstellerische Tätigkeit erwähnt und Schriftsteller (nicht nur Schriftsteller) gehen mit ihrer Fantasie ganz anders um, sie "verwenden" Gedanken ganz anders, als z. B. jemand, der seinen ganzen Frust, Aggressionen, Minderwertigkeitskomplexe, usw. versucht in seiner Fantasie auszuleben und sich z. B. in seinem Alltag nicht zurecht findet. Auch hast Du geschrieben: "Das erste könnte sogar sein, also devot, und Schmerzen mag ich eigentlich auch, ich füge sie mir manchmal selber zu, weil wie schon erwähnt, mein Mann würde das nie, aber SM ist definitiv nichts für mich." also ist zumindest ein gewisser Genuss am Schmerz vorhanden.

Ich finde aber nicht, dass man generell sagen kann, dass Vergewaltigungsfantasien bei allen auch nur Fantasien bleiben. Ich finde, es ist eine Grauzone, die harmlos sein kann, aber nicht sein muss.

ELuphrTaxsie


... außerdem

gelten in der Phantasie andere Spielregeln als im "richtigen Leben". In meinen Phantasien wird immer nach meinen Regeln gespielt, das macht Phantasien so angenehm - aber auch meist inkompatibel für das 'reale' Leben.

IWsmaexl


@ Claudsia

Ich habe mich gerade damit angefreundet, nicht verrückt zu sein, weil ich solche Gedanken habe. Daher möchte ich auch nicht auf diese Schiene zurückgeschoben werden.

Schienen und Schubladen führen in der Tat nicht weiter. Ich denke ferner, dass es von derlei Phantasien beliebig feine Abstufungen gibt, man muss also schon jeden Fall individuell betrachten. Psychisch absolut gesund und psychisch absolut krank sind zwei Extreme einer Skala, die in der Praxis nicht vorkommen, es gibt sozusagen nur ein Mehr oder Weniger. Außerdem hat jeder Mensch seine Macken oder Schrägheiten an anderer Stelle, seine eigenen Pathologien zu finden, diese zu bewerten und sich deren bewusst zu sein, das sollte unser Ziel sein.

Die Tatsache ist, es ist da, und man muss damit umgehen. Und da finde ich es eben 1000 mal besser, es auszusprechen und zu akzeptieren als es zu verdrängen und Schuldgefühle zu haben.

Auch hier gebe ich Ihnen Recht. Nur soll eben das Aussprechen durchdacht sein und nicht nach dem Motto: Egal, so bin ich halt.

@ Caribo

kann ich verstehen, wenn man (rein physikalisch) zum Täter werden könnte. Ein Mann kann (oder könnte körperlich) vergewaltigen. Eine Frau könnte dies nur in Gedanken.

Darüber habe ich auch nachgedacht, den Gedankengang letztlich aber wieder verworfen. Es gibt genügend Gewaltphantasien, die auch eine Frau auszuleben im Stande wäre. Der Weg zu dem Punkt sicher gehen zu können, dass diese Phantasien niemals in die Wirklichkeit umgesetzt werden, dürfte bei Frauen und Männern vergleichbar sein.

KPleiyo


Ismael

Darüber habe ich auch nachgedacht, den Gedankengang letztlich aber wieder verworfen. Es gibt genügend Gewaltphantasien, die auch eine Frau auszuleben im Stande wäre. Der Weg zu dem Punkt sicher gehen zu können, dass diese Phantasien niemals in die Wirklichkeit umgesetzt werden, dürfte bei Frauen und Männern vergleichbar sein.

Das sehe ich auch so, dass es genügend Gewaltfantasien gibt, die auch Frauen ausüben können und es letztlich auch zunehmend tun. Nicht umsonst haben Gewaltfilme eine Altersbegrenzung. Nun ist es aber leider nicht so, dass alle über 18 auch psychisch stabil sind und nicht mehr beeinflussbar. Da spielt es keine große Rolle mehr, ob es ein Kinofilm oder ein Kopffilm ist, durch den gewisse Neigungen verstärkt werden, indem man ihn immer und immer wieder ablaufen lässt. Trotzdem werden Vergewaltigungen nur zu einem geringen Prozentsatz von Frauen verübt, wobei das Aggressionspotential von Frauen in den letzten Jahrzehnten steigt und auch die Gewalttaten von Frauen. Der Großteil der Täter sind immer noch Männer und dafür ist eine gewisse genetische Veranlagung verantwortlich. Aber die scheint sich auch zu verändern. So gesehen, haben Frauen bisher ihre Aggressionen anders ausgelebt und ihre Fantasie anders genutzt als Männer. Mit steigendem Aggressionspotential könnten diese Fantasien wieder eine andere Bedeutung bekommen. Ein wirklich schwieriges Thema. :-/

R;eginab-/91x2


Noch mal zum Thema

Ich war 3,5 Jahre mit einem Mann zusammen gewesen, der auch Gefallen an Macht und Gewaltspielchen gefunden hat. Er hat mich ganz langsam, fast unmerklich, in diese Richtung gelenkt.

Erst durch diesen thread bin ich wieder daran erinnert worden und habe quasi eine Reise in die Vergangenheit gemacht. Denn an diese Zeiten denke ich wahrlich nicht gern zurück.

Es gab Situationen beim Sex, in denen hat er mich schmerzlich gebissen, gewürgt oder kräftig an den Haaren gezogen. Geschlagen und gekratzt. Es mag sein, dass ich anfangs noch, weil es etwas neues (aber dennoch für mich abnormales) war, selbst Gefallen daran gefunden hatte. Eine Zeitlang fand ich es auch geil. Doch es wurde mehr und mehr zum unverzichtlichen Muss unseres Sexuallebens. Und da bekam ich dann doch Zweifel, weil ich auf jeden Fall eher der Typ für zärtlichen Kuschelsex. Als willkommene Abwechslung gern! Aber diese kann ich auch anders in mein Sexleben einbauen. Ich erinnere mich noch genau daran, dass ich nach einiger Zeit Probleme mit diesen Sexpraktiken bekam und mich daher nicht mehr fallen lassen konnte. Was hieß, dass es mir weh getan hat, was er mit mir angestellt hat und ich oft heimlich geweint habe. Das war wie ein Teufelskreis, aus dem ich mich erst einmal nicht befreien konnte. Er war der Einzige, mit dem ich jemals solche Erfahrungen gemacht habe und darüber bin ich ehrlich gesagt auch froh. Und dass dahinter irgendeine Geschichte, also die sog. Wurzel steckt, da bin ich mir fast zu 100% sicher. Ich kenne sein Leben, ich kenne IHN und es passt einfach alles zusammen. Und vielen von euch ist ja nun auch hinreichend bekannt, dass auch genau dieser Mann meine (und seine!!!) kleine Tochter sexuell mißbraucht hat. Ob da ein Zusammenhang besteht? Keine Ahnung und ich möchte das auch nicht einfach behaupten. Aber vorstellen kann ich mir das sehr wohl. Nun, mit dieser Zeit in meinem Leben habe ich so gut wie abgeschlossen, aber manchmal holt einen die Vergangenheit ein, ob man will oder nicht.

Nach diesem Partner habe ich meinen jetzigen kennen gelernt (nachdem ich erst mal 2 gute Jahre alleine war ;-)) und noch nie haben wir etwas in dieser Art praktiziert. Ich habe schon Wünsche mit ihm besprochen :-/ Aber er hat ja schon Probleme damit, mich einfach zu nehmen. Eine Fantasie von mir ist, dass er zu mir kommt... vor der Tür steht... rein kommt, mir die Sachen vom Körper reißt und mich einfach nimmt. Aber er sagt, er könne das nicht aus Angst, mir vielleicht dabei weh zu tun. Auf der einen Seite finde ich das schade, weil ich ihm total vertraue und andererseits finde ich das auch sehr ehrenhaft von ihm. Er ist eben ein lieber Mensch und tut sich schwer, Grenzen oder Hürden zu überwinden. Aber er ist äußerst lernwillig. ;-D Aber deshalb nun sich einem anderen Mann zuwenden? Nein, das käme für mich nicht in Frage. Lieber bin ich mit einem Mann zusammen, dem ich bedingungslos vertrauen kann und der mich auch auf ganz natürliche Art und Weise seit 5,5 Jahren sexuelle anzieht.

Mein Ex wird ein Leben lang Probleme mit seinen Fantasien haben und in meinen Augen gehört er ganz dringen therapiert. Denn das ist das nicht das Einzige, was mir später in der Bezieung Angst an ihm gemacht habt.

Sorry, dass ich ein wenig abgeschweift bin, aber dies ist ein so komplexes Thema. %-|

l/ady Umanxgo


Ismael

Es tut mir leid fürs Einmischen, aber:

es gibt sozusagen nur ein Mehr oder Weniger. Außerdem hat jeder Mensch seine Macken oder Schrägheiten an anderer Stelle, seine eigenen Pathologien zu finden

Wenn es doch immer nur ein Mehr oder Weniger gibt- wie kann man dann bei bestimmten "Mehrs" von Pathologien reden?? Wenn es völlig normal ist, dass mal das eine, mal das andere mehr vorkommt?! Man kann doch nicht die "Mehrs" die man selbst nur einfach nicht nachvollziehen kann (weil man sie nicht) hat deshalb als pathologisch bezeichnen. Was mich massiv stört ist, dass hier von Pathologien und Schrägheiten ( %-| ) die Rede ist. Dass besagte Phantasien auch Phantasien bleiben und kein Bedarf besteht sie in die Tat umzusetzen wurde doch schon x-fach in diesem Faden erwähnt, betont und ausgeführt.

Vielleicht hab ichs auch nur falsch verstanden, in dem Fall bitte ich um Entschuldigung, denn ich möchte die entstandene Diskussion nicht durcheinander bringen...

:-|

Cmlau6ds)ia


Erstmal danke euch allen, ihr habt mir viel zum Nachdenken gegeben, ich werd mir das alles in Ruhe noch ein paarmal durchlesen.

Lady Mango, genau das war eigentlich auch mein Gedanke, wenn man eine Ursache für diese Fantasien sucht und sie pathologisch nennt, holt man sie dann nicht in die Wirklichkeit und sucht umgekehrt nach einer Möglichkeit sie auch zu verwirklichen? Weil das ist eben NICHT der Fall.

Allerdings gibt mir die Geschichte von Regina doch zu denken, ob es bei Männern (evtl. auch bei Frauen?) nicht anders sein kann, weil sie körperlich eben die Möglichkeit haben, ihren Willen durchzusetzen und es von daher auch irgendwann wollen, oder der Wunsch überhandnimmt...

Dann wäre es allerdings mehr als gefährlich.

Ich überlege gerade, wenn ich mit einem Mann zusammen wäre, der mir Sachen von sich erzählen würde, die ich mir ja auch vorstelle, ich glaub, hm... ganz ehrlich, ich würde die Flucht ergreifen. Den müsste ich schon sehr gut kennen und ihm voll vertrauen.

Also messe ich auch mit zweierlei Maß...

I'sm6aexl


lady mango

Wenn es doch immer nur ein Mehr oder Weniger gibt- wie kann man dann bei bestimmten "Mehrs" von Pathologien reden?? Wenn es völlig normal ist, dass mal das eine, mal das andere mehr vorkommt?! Man kann doch nicht die "Mehrs" die man selbst nur einfach nicht nachvollziehen kann (weil man sie nicht) hat deshalb als pathologisch bezeichnen.

Wir müssen uns m.E. von der Vorstellung verabschieden, dass Menschen entweder gesund oder krank seien. Der Übergang vom Gesunden zum Pathologischen ist fließend, die Extreme kommen selten vor. Trotzdem gibt es pathologische Qualitäten; nur weil fast alle Menschen sie aufweisen, sind sie noch lange nicht gesund. Der Begriff der Normalität ist hier schwer unterzubringen, wenn man Normalität definiert als das, was die Mehrheit der Menschen kennzeichnet.

Um es anschaulich zu machen, lassen Sie uns unsere Zähne betrachten. Nur vergleichsweise wenige Erwachsene haben völlig kariesfreie Zähne, völlig intaktes Zahnfleisch und eine perfekte Zahnstellung. Es ist leicht, einen Idealzustand zu definieren, auch wenn dieser nach der o.g. Definition nicht normal ist. Karies nur deshalb nicht als pathologisch zu bezeichnen, weil so viele Menschen ein oder mehr versorgte Löcher in ihrem Mund haben, ist sicher nicht sinnvoll, eine solche Betrachtung würde zu einem leichtfertigen Umgang mit der Zahngesundheit führen. Jemandem Karies zu bescheinigen, bedeutet auch nicht, ihn auf ein bestimmtes Gleis zu schieben, es bedeutet lediglich, sich eine Abweichung vom Gesunden bewusst zu machen und mit ihr verantwortlich umzugehen.

Ich habe den Verdacht, dass eine Gewaltphantasie, um bei unserem anschaulichen Beispiel zu bleiben, einem kariösen Zahn entspricht. Wenn dieser sauber versorgt ist, braucht sich niemand Sorgen zu machen, im Zweifel lasse ich aber lieber einen Zahnarzt drüber schauen.

Leider fällt es den meisten Menschen die Psyche betreffend schwer, einen solchen kontrollierten Defektzustand unvoreingenommen zu akzeptieren. Hier kann man nicht von krank oder gesund im absoluten Sinne sprechen, es ist eine krankhafte Stelle, eine Pathologie, ohne dass der Mensch jetzt in jedem Fall einer Therapie bedürfte. Nur, wenn man jeglichen Defektzustand in seinem Wunsch nach Normalität verleugnet, lieber gar nicht genauer hinschaut, dann läuft man Gefahr, dass sich mehr daraus entwickeln könnte.

HKighvarxt


Ich habe den Verdacht, dass eine Gewaltphantasie, um bei unserem anschaulichen Beispiel zu bleiben, einem kariösen Zahn entspricht. Wenn dieser sauber versorgt ist, braucht sich niemand Sorgen zu machen, im Zweifel lasse ich aber lieber einen Zahnarzt drüber schauen.

:)^ :)^

Ich habe auch eine ähnliches erlebt wie regina, auch wenn ich nicht das opfer war, sondern eine freundin von mir...

Diese Freundin (devot) hatte ein Verhältnis mit unserem ehemaligen chef...

jedenfalls hatten beide sm, anfangs hatte sie spass dran und ihr gefiel es so gedemütigt zu werden..

diese "spielchen" wurden immer agressiver, bis sich die "rollenverteilung" auch auf die "realität" hin ausdehnte..

er schlug sie, vergewaltigte sie in der arbeit (was definitiv keine spielchen mehr waren) etc.

offiziell wusste ich von der ganzen sache natürlich nichts und gab mich ihm gegenüber normal, obwohl ich am liebsten ausgezuckt wäre...

irgendwann war es dann soweit, dass er was getrunken hatte und hat sich mir anvertraut...

er erzählte mir, dass seine leidenschaft immer mehr zur krankheit wurde, dass er sm beim sex nicht mehr von der realen welt unterscheiden kann.

Diese Lust, die er im Bett dabei verspürte, dehnte sich mehr und mehr auf sein privatleben aus, er konnte die rolle des dominierenden nicht mehr loswerden, besonders nicht bei meiner freundin und bei seiner ex-frau, da sie es beim sex schon zugelassen hatten.

er schlug und vergewaltigte beide, schlug seine kinder, vergewaltigte noch 2 weitere frauen (übrigens ist er jetzt gott sei dank in der anstalt)

Ich verurteile niemanden der SM praktiziert, aber mir persönlich ist aufgefallen, dass die personen die bei sm dominant sind das oft auch ausserhalb des bettes sind und sich mit gewalt was erzwingen (wollen).

ich will damit auch nicht sagen, dass jeder der SM praktiziert nicht ganz dicht ist - oh gott nein, wirklich nicht!!

dennoch ufert das ganze bei manchen leuten derart aus, dass es eben krankhaft wird und sie nicht mehr anders "können".

sobald dies eintritt liegt meiner meinung nach eine schwere psychische störung vor, die auf jeden fall behandelt gehört.

Denn auch SM hat was mit einverständnis und vor allem vertrauen zu tun. ist dem nicht so, dann handelt es sich um eine vergewaltigung.

phantasien sind in ordnung, wie schon gesagt wurde, "gedanken sind (teilweise)frei" solange diese gedanken nicht zwanghaft werden...

bedenklich wären (meiner meinung nach) phantasien wo man ein kind vergewaltigt bzw. wo es sich nicht mehr um sm-vergewaltigungsphantasien (wo ich das einverständnis und vertrauen voraussetze) handelt..

C7l0audsiza


Bedenklich sind momentan auch PNs die ich bekomme.

Sie sind nicht belästigend, ganz bestimmt nicht, die würd ich ja melden, aber sie haben doch den Tenor, dass ich gefragt werde, was ich bei der realen Vergewaltigung empfunden hab (ob ichs genossen hab).

Es sind teilweise nette, ernstgemeinte Fragen, zeigen aber ganz deutlich, dass es hier Missverständnisse gibt, dass Realität und Fantasie nicht unterschieden werden.

Ist das Thema doch zu heiß?

Ich wollte doch die Realität ganz außen vor lassen, nur über die Gedanken sprechen, aber anscheinend geht das nicht.

H%ihghaxrt


aber sie haben doch den Tenor, dass ich gefragt werde, was ich bei der realen Vergewaltigung empfunden hab (ob ichs genossen hab).

na sorry, solche leute sind wohl nicht ganz dicht :-/

:°_

Ich wollte doch die Realität ganz außen vor lassen, nur über die Gedanken sprechen, aber anscheinend geht das nicht.

realität und gedanken sind manchmal sehr eng miteinander verbunden.. manche können es unterscheiden, manche nicht. und die, die es nicht können stimmen mich sehr bedenklich...

ich glaub, dass niemand jmd vergewaltigen würde, der nicht schon mal solche gedanken im kopf gehabt hat.

bzw. soll das nicht heissen, dass jeder, der solche gedanken hat gleich automatisch jemanden vergewaltigt..

CulaBud_sia


Danke Highart, der letzte Satz, der ist es, worauf es wirklich ankommt.

soll das nicht heissen, dass jeder, der solche gedanken hat gleich automatisch jemanden vergewaltigt..

Und es heißt genauso wenig, dass jeder der davon träumt, eine reale Vergewaltigung will.

Ich träume oft von Schlangen, deswegen begegne ich ihnen immer noch äußerst ungern...

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH