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Kein Sex vor der Ehe,

C}laudrsia


Mir fällt grad noch ein Beispiel in dem Zusammenhang ein, weil Pummelchen das mit der Anatomie gebracht hat.

ach ja, sogar zwei:

1. Mein ehemaliger Schwiegervater in spe hat auch jungfräulich geheiratet um in der Hochzeitsnacht festzustellen, dass seine Frau eigentlich ein halber Mann war, also da ging sexuell gesehen wohl nur AV.

Kinder sowieso nicht.

Die Ehe wurde KIRCHLICH geschieden, weil sie nie vollzogen werden konnte. Aber das Herzeleid möcht ich nicht erlebt haben. Das war so Anfang der 60er Jahre.

2. Ein Bekannter von mir wurde mit 31 Jahren als Jungmann geschieden (nicht kirchlich) weil ihn seine Frau 8 oder 9 Jahre lang nicht reinließ, es ging einfach nicht, sie versperrte sich, hatte Schmerzen usw.

Es hielt so lange, weil er sie liebte. Und er trauert ihr heut noch irgendwie nach, ist aber inzwischen wieder verheiratet und hat Kinder.

Ja wirklich, Sex ist nicht alles, aber doch ein bestimmender Teil, nicht?

u)hu2


Ich weiß nicht, diese Beispiele von Claudsia gehen doch irgendwie an der Sache vorbei. Es mag das ja geben, dass bei jemand das Geschlecht rein anatomisch "unentschieden" ist. Und sicher gibt es auch Leute, die erst mal psycholgische Behandlung brauchen (Dazu würde ich mal zählen, wer seinen aus freien Stücken geheirateten Gatten nicht "ran" lässt).

Aber erstens sind diese Fälle ja nun doch nicht so häufig. Und zweitens - was noch wichtiger ist - stinkt da der Fisch vom Kopf her: Es gibt kein echtes Vertrauen, keine Offenheit und keine Ehrlichkeit. Was für ein Wunder, dass dann der Sex auch nicht so toll bzw. gar unmöglich ist.

Doch wenn zwei Menschen entweder keine krassen Besonderheiten haben oder aber diese vorher offen ansprechen, und wenn diese zwei sich bedingungslos aufeinander einlassen, dann werden sie sich auch sexuell glücklich machen.

Cclau5d@sia


Uhu, die gehen eben nicht an der Sache vorbei. Hier wurde mehrmals gesagt, dass der Sex zu wichtig genommen wird, dass Sex nicht alles ist blablabla.

Das stimmt ja auch, und nenn mir die langjährige Ehe, die ohne sexuelle Durststrecken auskommt, aber eine Ehe, wo es mit dem Sex überhaupt nicht funktioniert, hat in meinen Augen keine Chance.

Und die Gefahr besteht leider.

Ich war genauso, ich wollte mit 16 ins Kloster, oder eben heiraten und Kinder bekommen, jungfräulich natürlich.

Ich hatte mit 15 meinen ersten, mit 16 meinen zweiten Freund, aber der dritte, den ich mit 18 hatte, der überzeugte mich dann doch von Sex vor der Ehe.

GOTT SEI DANK!

Ich hätte den vielleicht geheiratet... Im Urlaub lernte ich ihn dann endgültig kennen. Wir waren ein Herz und eine Seele, solange jeder gegen unsere Verbindung war. Wir schworen uns zusammen und liebten uns. Dann waren plötzlich alle einverstanden und wir fuhren mit Segen der Eltern in Urlaub. Wenn ich mir vorstelle, es wären die Flitterwochen gewesen...

Wir mussten abbrechen, wir hätten es keinen Tag mehr zusammen ausgehalten. Wir blieben noch ein halbes Jahr beieinander, aber es war nur mehr ein Aufrechterhalten von etwas, das eigentlich vorbei war. Wir ekelten uns voreinander, es hat einfach nicht gepasst.

Und ich kannte ihn übrigens bevor wir zusammenkamen schon 5 Jahre und war immer von ihm fasziniert gewesen.

CTl~audsxia


Die Verbindung hielt übrigens drei Jahre.

Ich war 21 als wir die Verlobung lösten.

P_u;mme)lchtexn


Und ich kann ja auch net unbedingt was dafür wenn "Seiner" einfach zu groß und dick ist und ich von Natur aus sehr eng bin...das ist nunmal Fakt gewesen!! Und ständig Sex unter Schmerzen haben zu müßen ist auch nicht gerade toll.

B\usntexr


Für mich

ist Sex sehr wichtig!

Bei allen Verhaltensmustern, die Menschen haben und natürlich auch brauchen, ist es ohnehin schwierig, einen Menschen wirklich inhaltlich kennen zu lernen. Das kann dann schon mal viele Jahre dauern, bis man das Gefühl hat, seinen Partner wirklich zu kennen. Beziehungen gehen eben gerade deshalb so oft auseinander, weil man irgendwann merkt, daß die Kompatiblität nicht ausreicht, um zusammen zu bleiben.

Abgesehen von den Genüssen, die ich mit Sex verbinde, bin ich absolut überzeugt davon, daß Sex ein INDIKATOR für Kompatiblität ist.

Wenn der Sex mit einem Menschen Spass macht und total rund läuft, ist die Wahrscheinlichkeit einfach sehr viel größer, dass es auch in anderen Lebensbereichen passt - jedenfalls ist das meine Erfahrung.

Übrigens noch eine kleine Bemerkung für alle, denen die Bibel so am Herzen liegt:

In diesem Buch ist ein Euphemismus zu finden, nämlich "er hat Sie erkannt", gemeint ist damit "er hat sie gefickt".

Beim Vögeln haste die größte Chance, Dein gegenüber zu erkennen.

- Ficken macht Spaß

- Ficken ist gut für Körper und Seele

- Ficken soll man nach Gottes Meinung garantiert so oft wie

möglich.

- Ficken dürfen und müssen alle ledigen Hamster und Lemminge

(Ficken ist natürlich der Oberbegriff für Sex)

Heuchlerische Eheversprechen (die meisten werden heutzutage nun mal nicht eingehalten) innerhalb irgend eines blöden Rituals haben in unserer Gesellschaft meiner Meinung nach keine Berechtigung mehr.

Ein Ehrenwort will gut überlegt sein, man sollte sich überlegen, ob man es tatsächlich an eine religiöse Form bindet.

Geistige Unreife ist nichts Schlimmes, aber wenn sich so ein junger Mensch lediglich auf einer Religionskrücke abstützt, finde ich das echt schade.

In dem Alter, boah, knackige 18, sollte man sich einfach nur die "Seele aus dem Leib ficken", wenn sie dann danach wieder in den Leib hineinfährt, DANN ist man nahe bei Gott :-) :-) :-)

Punkt

Blunxter


@uhu2

In unserer pluralistischen Gesellschaft, folgt doch jeder irgend einem Entwurf, über den er aber nachdenkt und den er für sich selber als gut erkennt.

Leider hast Du Recht, was die Masse betrifft.

Nur folgen die Leute oft tatsächlich nur EINEM Entwurf, das ist das Problem, das ist Uniformität.

Es gibt Millionen Entwürfe, alle kann man nicht kennen, aber man kann bemüht sein, möglichst viele zu kennen, über die man nachdenkt.

Der daraus resultierende EIGENE Entwurf ist doch viel wertvoller als diese Nachplapper-Floskelpruster-Mentalität.

Aber bequemer ist das natürlich, sich wenige Entwürfe vorzunehmen und dann zu entscheiden, was gut und schlecht ist.

Cqlau,dsxia


An Ilarys Stelle würd ichs einfach auf mich zukommen lassen.

Nicht das Prinzip zur Gottheit erhöhen.

Weil wenn es dann doch passiert, fühlt man sich als Versager und Sünder.

Ich würde dir raten Ilary, nimm es als deine gute Vorstellung, aber heb es nicht auf einen unerreichbaren Altar, bring keine Opfer, sondern lass den Dingen ihren Lauf, so wie es kommt so ist es gut.

Es war noch nie heilbringend, irgendwelchen Götzen hinterherzulaufen und darüber das Menschsein zu vergessen.

Viel Glück!!!

Cfla)udsi0a


Bunter, in der Bibel findest du noch ganz andere Sachen...

Bei deinen Ausführungen zu Sex und Partnerschaft kann ich dir aus meiner Erfahrung heraus nur zustimmen.

Gerade in meiner Ehe ist es so, wenn der Sex stimmt, stimmt auch alles andere, am Sex merken wir zuerst, wenn wir in eine Krise schlittern. Es harmoniert einfach nicht mehr...

BDuntBer


@claudsia

Hallo!

Schön, daß wir bei einigen grundsätzlichen Dingen synchron sind.

:-)

Deine Einstellung ist mir sehr angenehm, Du wirkst besonnen und erwachsen. Zwar kann ich nicht alles unterstreichen, was Du schreibst, aber es ist plausibel und rund.

Es war noch nie heilbringend, irgendwelchen Götzen hinterherzulaufen und darüber das Menschsein zu vergessen.

:)^

hcaiaxka


alsoch ich bin ganz stark gegen sex vor der ehe!! werde dies auch durchziehn

*:)

080Lkinax00


Da ich als Lesbe eh nicht heiraten kann, hat sich die Frage für mich nie gestellt... find aber dass dieser Vorsatzt "Kein Sex vor der Ehe" bei vielen eher dazu führt frühschnell und überstürtz zu heiraten. Sich Zeit lassen ist völlig okay, aber man muss ja nicht gleich bis zur Ehe warten. :-p

DLe"r Geimst dSes Waldxes


Ich denke, was diese ganze "Kein Sex vor der Ehe" Diskussion angeht, darf man auch keinesfalls außer Acht lassen, unter was für gesellschaftlichen Umständen diese biblischen Gebote damals aufgestellt wurden.

Heiraten aus Liebe gab es damals wahrscheinlich kaum, da haben die Eltern die zukünftige Braut für den jungen Mann ausgesucht und deren Eltern dann ein angemessenes Mitgift für das Mädchen gezahlt. Das Standardalter fürs Heiraten war damals mit etwa 12, für die Jungen unter Umständen etwas später. Wenn ein Mädchen kurz vor ihrem 13. Lebensjahr noch nicht verheiratet war, haben die Eltern wahrscheinlich bereits Torschlusspanik geschoben. Von daher war es auch erheblich einfacher für die jungen Leute, unberührt in die Ehe zu gehen und nicht bereits vorher fröhlich ein wenig durch die Gegend zu vögeln, zumal die Pubertät und auch das damit verbundene Erwachen des Geschlechtstriebes damals später einsetzte als heute, was angeblich an der heutigen besseren Ernährung liegen soll. Die jungen Leute waren also folglich in den meisten Fällen bereits verheiratet, bevor die, für die Pubertät obligatorische hormongebeutelte Geilheit und der Wunsch, diese auch ausleben zu wollen, bei ihnen aufkamen.

Ach ja, und was die Ehe an sich angeht: Die Frage, ob es zwischen beiden Ehepartnern auch sexuell gut passte, stellte sich damals gar nicht (höchstens, ob die Frau dazu in der Lage war, ihrem Mann männliche Nachkommen zu schenken), da in der Ehe die Frau dem Mann Untertan war und er über sie frei wie über einen Gebrauchsgegenstand verfügen konnte und sie im Zweifelsfalle auch wieder verstoßen konnte, was natürlich umgekehrt nicht möglich war. Die sexuelle Befriedigung der Frau spielte natürlich in dem Zusammenhang auch keine Rolle, da sexuelles Begehren etwas war, was nur dem Mann zugesprochen wurde. Die Frau hatte also auch diesbezüglich keine Ansprüche zu stellen und sich mit dem zu bescheiden, was der Mann wollte oder bereit war zu geben.

Die Umstände haben sich von damals zu heute gottseidank erheblich geändert. Die Menschen werden erheblich früher geschlechtsreif und heiraten später als damals. Und auch die Frage, ob Mann und Frau sexuell miteinander harmonieren, hat heute erheblich mehr Relevanz als damals, da ein schönes, befriedigendes Sexualleben mittlerweile als wichtiger Bestandteil einer Beziehung angesehen wird. Frauen haben erheblich mehr Mitspracherecht in der Beziehung und können diese auch leichter wieder beenden oder sich scheiden lassen, wenn sie in der Ehe/Beziehung nicht mehr glücklich sind und auch sexuell immer zu kurz kommen. Und wie man ja bereits hier im Thread lesen konnte, werden viele der Paare, die sich dem biblischen Diktat, dass nur Sex innerhalb einer ehelichen Verbindung gut und gottgewollt ist, fügen und darum früh heiraten, damit dann letzten Endes auch in vielen Fällen nicht froh, weil es sexuell nicht passt oder der Mann/die Frau irgendwann doch noch Nachholbedarf entwickelt, was dann entweder Fremdgehen oder Scheidung zur Folge hat.

Sorry, aber diese "Kein Sex vor der Ehe" Parole ist in meinen Augen mittlerweile einfach nicht mehr zeitgemäß. Ich persönlich würde diese Formel dahingehend ein wenig modernisieren, dass wenn man wirklich unbedingt auf gute und gottgewollte Weise Sex haben möchte, man dies am Besten im Rahmen einer Beziehung und mit einem Menschen, den man wirklich liebt, tun sollte. Das wäre dann zwar noch keine eheliche, aber immerhin eine partnerschaftliche Verbindung zweier Menschen und da man u. a. auch aus Liebe zueinander miteinander schläft und nicht nur aus purer Geilheit, fiele auch der "Sklave seiner Triebe" Aspekt sowie wildes In-der-Gegend-rumvögeln weg, welches ja anscheinend zum Teil auch durch besagtes Gebot mit unterbunden werden sollte.

Es gibt da einen sehr netten Absatz zum Thema "Sex und Religion" aus dem äußerst empfehlenswerten Buch "Wild Thing" von Paul Joannides, den ich in dem Zusammenhang recht passend finde.

Oft genug haben religiöse Führer gegen bestimmte sexuelle Praktiken gezetert und gewettert, von Masturbation und Oralsex bis hin zur Homosexualität, als wären diese Dinge das Werk des Teufels. Doch was ist eigentlich, wenn Gott sich eher dadurch geehrt fühlt, dass jemand mit Freude masturbiert, als dass er einen schnellen Rosenkranz betet oder seine obligatorische Stunde in der Kirche absitzt? Schließlich hat Gott den Orgasmus erschaffen, während Gebete und Kirchen Schöpfungen der Menschen sind. Was ist, wenn Gott mehr Freude darüber empfindet, dass ein unverheiratetes Paar liebevoll Oralsex praktiziert, als dass eifrige, verheiratete Kirchgänger leidenschaftslos in der Missionarstellung Geschlechtsverkehr treiben?

trhe)questgions


Ich bin in dieser religiösen Gesellschaft aufgewachsen, die absolut hinter "Kein Sex vor der Ehe" steht.

Ich jedoch finde, dass es absoluter Schwachsinn ist!

Wenn man sich wirklich liebt, dann kommt man sich näher. Liebe hat nichts mit einer Heirat zu tun!

Bekannte Mädels von mir heiraten mit 18 Jahren, nur weil sie erst dann Sex haben dürfen. Das ist doch absolut bekloppt!

T1imN 2


Zeitgemäß ist: Sex nach der Ehe!

]:D

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