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Keuschheit von Priestern, Nonnen und Mönchen

sJchreQibenxder


@ thaumazo

@ thaumazo

nun, die Frage, wem mein Ansatz weiterhilft, kann ich nicht beantworten,

der Beitrag kann letztlich nur ein Anschub zum selbstständigen Weiterdenken sein.

Sollte es denn nicht zu denken geben, dass die besten Mannesjahre in der Biographie fehlen?

Jesus war Gott und Mensch in einer Person, so gesehen war er

- wahrscheinlich - ohne jede "Sünde" gegen die 10 Gebote.

[[http://www.mdr.de/kultur/647735-hintergrund-661112.html]]

Interessanterweise gibt es in der Originalfassung der Gebote den Begriff der "Unkeuschheit" nicht, so gesehen hätte Jesus durchaus

- nach heutigen Maßstäben - unkeusch leben können, ohne gegen die seinerzeit für alle Juden gültigen Gebote zu verstoßen. Hat er ja vieleicht sogar, innnerhalb seiner besagten Biographie-Lücke....

Da solch eine Sichtweise nicht in das Weltbild der nachmaligen kath. Kirche passte und auch heute keinesfalls passt, darf es nicht verwundern, wenn Sexualität in allen ihren menschlichen Ausprägungen immer tabuisiert wurde und bis heute wird, und wenn von kath. Priestern verlangt wird, normal-körperliche sexuelle Bedürfnisse zu negieren.

Mein Ansatz ist folgender: Du kannst normal im Menschen angelegte Bedürfnisse nicht negieren, für jeden Menschen ist Sex ein großes Glück und ein Geschenk Gottes und der Natur, dass jeder Mensch auch annehmen darf.

Gleichzeitig muss es jedem Menschen gestattet sein, für sich zu entscheiden, der eigenen Sexualität freiwillig zu entsagen, dies gehört zur Menschlichen Freiheit, ebenso wie der freiwillige Verzicht auf Autofahren oder Drogen oder Fleisch oder Milchprodukte oder Computer oder eine eigene Wohnung..............(die Liste lässt sich beliebig fortsetzen).

Wenn nun ein Priester, gleich welcher Konfession, für sich eine solche Entscheidung zum Verzicht auf Sex in seinem freien Willen trifft, dann ist es ja völlig in Ordnung.

Dann würde ich eine solche Entscheidung auch eher respektieren und akzeptieren, als eine unter dem hohen Druck der gültigen kath. Theologie und der kath. Hierarchie getroffene Entscheidung zur Sex-Losigkeit für den Rest des Lebens als Priester.

tQh&aum{azxo


@schreibender

Sollte es denn nicht zu denken geben, dass die besten Mannesjahre in der Biographie fehlen?

Na ja, aus eigener Erfahrung weiß ich, dass auch die Lebensjahre 30-33 noch ganz gute Mannesjahre sind. Und über die wird ja in den Evangelien berichtet. Allerdings nicht in der Weise, dass hier Tagebuch geführt wird darüber, ob Jesus womöglich am 2.4.31 abends zwei Gläschen vom guten Golan-Wein zuviel getrunken oder noch ganz andere Sachen gemacht hat. Dabei wäre übrigens vorehelicher Geschlechtsverkehr auf der jüdischen Sündenskala ganz oben gestanden, denn außer den bewussten zehn Geboten gab's noch 603 andere. Über manche davon hat Jesus sich zwar bewusst hinweggesetzt, allerdings sind darunter keine, die die Sexualität betreffen. Der Grund dafür, warum über die Jahre vor seinem öffentlichen Auftreten fast nichts berichtet wird ist einfach der, dass während dieser Zeit nichts weltbewegendes passiert ist und es deshalb auch nichts aufzuschreiben gab.

Jesus war Gott und Mensch in einer Person, so gesehen war er - wahrscheinlich - ohne jede "Sünde" gegen die 10 Gebote.

??? ?

Da solch eine Sichtweise nicht in das Weltbild der nachmaligen kath. Kirche passte und auch heute keinesfalls passt, darf es nicht verwundern, wenn Sexualität in allen ihren menschlichen Ausprägungen immer tabuisiert wurde und bis heute wird, und wenn von kath. Priestern verlangt wird, normal-körperliche sexuelle Bedürfnisse zu negieren.

Noch mal ganz langsam: Die kath. Kirche hat also ein Weltbild entworfen, welches auf den Aussagen der neutestamentlichen Texte beruht, welche nichts über vorehelichen (und natürlich auch nichts über ehelichen) Sex von JC berichten. Weil die Kirche aber insgeheim befürchtet hat, dass JC doch Sex hatte, hat sie die Sexualität unterdrückt, um doch wieder mit den nt. Aussagen konform zu sein. Oder wie soll man das verstehen?

Wenn nun ein Priester, gleich welcher Konfession, für sich eine solche Entscheidung zum Verzicht auf Sex in seinem freien Willen trifft, dann ist es ja völlig in Ordnung.

Genau so ist es. Aber dann ist es ja auch in Ordnung, wenn jemand für sich die Entscheidung trifft, kath. Priester zu werden in dem Bewusstsein, dass damit eben auch die Ehelosigkeit, sprich Sexlosigkeit, verbunden ist.

b\eetleBjuice2x1


grins..

also zu der Keuchheit von Jesus selber--- wer war denn dann Maria Magdalena *ketzerisch einwerf* Und wieso sollte er überhaupt keusch leben? Haben die Prister im Altertum auch ewig nicht und Jesus war doch im Prinzip nur stinknormaler Jude.

Zudem hatte er erwiesenermaßen Geschwister, soviel zu Marias Keuschheit bis ins Grab... auch wenn es wohl Halbgeschwister waren ;-)

Hjaru


@thaumazo: Apropos Besserwisserei @:)

Es geht überhaupt nicht um den Gegensatz empfangen - gezeugt, sondern um gezeugt - geschaffen (genitum, non factum). Und es geht auch nicht darum, ob der Sohn durch den Geist empfangen wurde, sondern ob er vom Vater und vom Sohn ausgeht (qui ex Patre Filioque procedit).

Außerdem gibt es in dieser Hinsicht keinen Unterschied zwischen der römisch-katholischen und der griechisch-katholischen Kirche. Denn die katholischen Ostkirchen haben das gleiche Glaubensbekenntnis wie die r-k, sonst würden sie ja auch nicht mit dieser in voller Gemeinschaft stehen. Die griechisch-orthodxe Kirche ist dagegen ganz was anderes.

Und das Tridentum dauerte nur bis 1563.

Du hast recht - ich habe übrigens in der Tat die griechische Kirche im Gegensatz zur lateinischen Kirche gemeint (in vorreformatorischer Zeit von orthodox oder katholisch zu sprechen wäre ahistorisch); wie das Glaubensbekenntnis der griechisch-katholischen (das ist die sog. ukrainisch-unierte) Kirche exakt aussieht, das wage ich so aus dem Stehgreif nicht zu beurteilen - die unierten orientalischen Kirchen erkennen zwar den Papst als ihr Oberhaupt an und unterstehen der Heiligen Kongregation für die Orientalischen Kirchen in Rom, haben aber ihren jeweils eigenen, von Rom unabhängigen Ritus und auch einen jeweils eigenen Patriarchen (in manchen dieser Kirchen gibt z.B. durchaus verheiratete Kleriker). Ja, und bei dieser Gelegenheit gleich noch die Berichtigung eines weiteren kleinen Schnitzers, der mir unterlaufen ist: Der von mir genannte auf Papst Johannes XIX. folgende Papst war Benedikt IX. (nicht der VIII., wie ich irrtümlicherweise schrieb). Benedikt VIII. war allerdings ebenfalls ein Mitglied jenes Familienclans, der im 10. und 11. Jahrhundert über mehrere Generationen hinweg das Papsttum quasi in Erbpacht hielt und damit wesentlichen Anstoß für die cluniazensische Reformbewegung gab (benannt nach dem Kloster Cluny in Frankreich, dem geistigen Zentrum dieser Bewegung). Benedikt VIII. war ein Bruder von Sergius IV. und Vorgänger von Johannes XIX.

Solche Schnitzer können leider schon mal passieren, wenn man ohne vorher extra in der Fachliteratur nachzuschlagen nur aus dem Kopf komplizierte theologische und historische Sachverhalte darzulegen versucht - und dabei auch noch Nicht-Katholik ist. Als einzige Entschuldigung kann vielleicht gelten, dass man derlei leider auch zur Genüge in hochgelehrten wissenschaftlichen Abhandlungen findet, von approbierten Experten niedergeschrieben, die Muße und Gelegenheit genug hatten, jeden einzelnen Sachverhalt detailliert zu prüfen.

Es ging mir bei meinen Ausführungen allerdings nicht um Besserwisserei. Was ich deutlich machen wollte, das war die Tatsache, dass man die theologische Konzeption von Christentum, die eine Kirche vertritt, zur Kenntnis nehmen und ihre Geschichte als menschliche Institution kennen muß, um ihre Dogmen zu verstehen, die ihrerseits ihrem Organisationsprinzip zugrundeliegen. Gerade bei einem so heiklen und intimen Thema wie Keuschheit respektive Sexualität. Wobei "verstehen" meint, Kenntnis über maßgebliche Hintergründe und Zusammenhänge zu besitzen - nicht unbedingt, privat und persönlich religiöse Überzeugungen zu teilen.

Für die RÖMISCH-KATHOLISCHE Kirche, die ja nur EINE christliche Kirche von vielen ist (wenn auch die an Mitgliedern stärkste), heißt dies nun einmal ganz konkret: Wissen über ihr Gottesverständnis und ihre Sakramentenlehre besitzen; Wissen über den spätantiken Zeitgeist und die asketischen, weltflüchtenden Tendenzen jener fernen Epoche besitzen, die die theologische Konzeption dieser Kirche maßgeblich geprägt haben (Institutionen sind die kulturellen Gedächtnisse der Menschheit, hat irgendein großer Gelehrter mal gesagt, ich bin mir jetzt nicht sicher, ob es Pierre Bourdieu war); Wissen über die cluniazensischen und gegenreformatorischen Transformationen dieser Kirche besitzen, die ihr ihr heutiges Profil verschafft haben.

Nur mit diesem Wissen versteht man, warum diese Kirche monastisch organisiert ist und von ihren Klerikern ein Leben im Zölibat verlangt. Warum dieser aus römisch-katholischer Sicht einen tieferen Sinn hat. Nur so versteht man auch andere Stellungnahmen dieser Kirche zum Thema Sexualität - wenn es zum Beispiel um so heiße Eisen wie Empfängnisverhütung, Ehe und Homosexualität geht.

Noch einmal und um mich so klar und deutlich auszudrücken wie ich es mit meinen sprachlichen Fähigkeiten nur irgend zu tun vermag: Das heißt nicht, dass man die inhaltlichen Positionen dieser Kirche teilen muß. Das heißt nicht, dass man die inhaltlichen Positionen dieser Kirche nicht für weltfremd, ja, vielleicht sogar für moralisch verwerflich halten kann oder darf (Moral ist ja in weiten Teilen ein historisches Phänomen). Das heißt auch nicht, dass man nicht eine kategorische inhaltliche Gegenposition einnehmen darf, vielleicht sogar muss.

Aber es heißt sehr wohl, dass man vor unzulässigen Verallgemeinerungen und dem Nachplappern platter Klischees geschützt ist. Natürlich gibt es Alkoholiker und Päderasten unter den römisch-katholischen Priestern. Natürlich gibt es auch Verklemmte und Kriminelle unter ihnen. Natürlich gibt es Kumpanei und Mauschelei und alle sonstigen Arten menschlicher Unzulänglichkeiten. Aber: In welcher menschlichen Institution gibt es das schließlich nicht? Sind wir nicht alle Sünder und bedürfen daher auch alle der göttlichen Gnade und Barmherzigkeit?

Die römisch-katholisch Kirche darauf zu reduzieren und sie dann womöglich noch in einer Art von doppelter Reduktion so bis zur Karikatur verzerrt als prototypisch für DAS CHRISTENTUM schlechthin zu denunzieren ist intellektuell zutiefst unredlich und im besten Falle eben auf Unwissenheit zurückzuführen. Es hat ungefähr so viel Wahrheitsgehalt wie die Aussage: Alle Rabbiner sind Alkoholiker, Päderasten, Kriminelle, Mauschler etc. pp. und damit hat sich auch Alles erledigt, was sie zum Thema Sexualität zu sagen haben - ja, was sie überhaupt zu sagen haben. Eine Aussage, die man dem Betreffenden sicher nicht so einfach durchgehen lassen würde. Und zwar völlig zu Recht und unabhängig davon, ob es nun absolut oder prozentual mehr oder weniger Alkoholiker, Päderasten, Kriminelle und Intriganten unter den Rabbinern gibt als unter den römisch-katholischen Priestern!

Wobei auch bei dieser Art von Kirchenkritik historisches Wissen weiterhilft und das Phänomen verstehbar macht. Faktisch handelt es sich ja darum, dass hier zumeist unreflektiert nachgeredet wird, was einige Journalisten in Wort und Bild und Schrift verbreitet haben, gestützt nicht zuletzt auf das Expertentum professioneller Kirchenkritiker wie Drewermann, Küng, Deschner oder seit neuestem auch Heiner Geißler. Diese (jedenfalls die gelehrteren unter ihnen) reproduzieren ihrerseits zumeist nichts Anderes als die Skandalisierungsstrategie bildungsbürgerlicher Kulturkämpfer aus der Bismarckzeit wie etwa den von mir genannten Ignaz von Döllinger - wobei diese nun ihrerseits auf Versatzstücke der reformatorischen Polemik aus dem 16. Jahrhundert zurückgriffen. Damals war die lateinische Kirche im Abendland ja in der Tat eine Institution mit geistigem Monopolstatus und die Methode, sie vehement mit ihren praktischen moralischen Unzulänglichkeiten zu konfrontieren - insbesondere mit der Unkeuschheit ihres Klerus und dessen Unfähigkeit, sexuell enthaltsam zu leben - sowie ihre institutionelle Existenz für nicht heilsnotwendig zu deklarieren, ja, sie mit den Acessoires und Attitüden des Bösen auszustatten, der effektivste Weg, sie dieses Status´ zu entkleiden. Schon im 19. Jahrhundert war das Recycling dieser Methode zu machtpolitischen Zwecken allerdings nicht mehr wirklich originell und darüber hinaus moralisch selbst höchst fragwürdig (Georg Herwegh - alles Andere als ein Mucker und Frömmler - hat damals ein paar wunderschöne Verse zu diesem Thema gedichtet, leider habe ich sie so aus dem Kopf nicht präsent). Heute - im 21. Jahrhundert - wirkt sie selbst seltsam antiquiert und es spricht nicht für das Niveau bestimmter Publikationsorgane, sich ihrer immer noch zu bedienen. Auch dann nicht, wenn sie von den klügeren Köpfen unter den professionellen Kirchenkritikern inzwischen aushilfsweise mit der Freudschen Neurosenlehre oder fernöstlich inspirierter New-Age-Esoterik aufgepäppelt wird.

Ja, und warum nun ein so hartes und trockenes Brot in einem Thread wie diesem, wo es doch um ein so leichtes und lockeres Thema wie Sexualität geht? Weil Sexualität ein sehr ernstes und schwergewichtiges Thema ist, bei dem es eben nicht überall möglich ist, so leicht und locker zu plaudern wie etwa bei einer Unterhaltung über FKK oder über das erotische Potential von Arschgeweihen. Jedenfalls nicht, wenn man das Thema seriös behandeln will und ein so schwieriger und vielschichtiger Aspekt wie Sexualität und Religion zur Sprache kommt.

:)D

Hlarxu


@Insulaner

hätte einer einen Faden mit dem "Theologie der Enthaltsamkeit" eröffnet, hätt höchstens Papa Ratzi "urbi et Orbi" dazugepostet

Mag sein - aber ist das wirklich so schlecht? *:)

tDha:um>azo


@Haru

Tschuldigung Haru, mit der Besserwisserei habe ich eigentlich meine eigenen pedantischen Ausführungen gemeint. Im Übrigen habe ich alle Achtung davor, dass du dir für diesen Thread so viel Mühe machst und, abgesehen von den paar Kleinigkeiten, eine mächtig fundierte Argumentation lieferst, die sich wohltuend abhebt von so manchem oberflächlichen Beitrag zu diesem Thema. :)^

Das Glaubensbekenntnis der griechisch-katholischen Kirche müsste übrigens, wie ich schon angedeutet habe, das gleiche wie das der römisch-katholischen sein, da alle zur katholischen Kirche gehören, die mit ihr im "dreifachen Band" des gleichen Bekenntnisses, der gleichen Sakramente sowie der gleichen Hierarchie verbunden sind (vgl. Codex Iuris Canonici can. 205).

t1hauxmazo


@beetlejuice21

grins..

also zu der Keuchheit von Jesus selber--- wer war denn dann Maria Magdalena *ketzerisch einwerf* Und wieso sollte er überhaupt keusch leben? Haben die Prister im Altertum auch ewig nicht und Jesus war doch im Prinzip nur stinknormaler Jude.

Wer Maria Magdalena war? Eine der Jüngerinnen, die Jesus nachgefolgt waren (vgl. Lukas 8,2). Man sollte es nicht glauben, aber schon damals war es möglich, dass Männer und Frauen miteinander Umgang hatten, ohne gleich miteinander in die Kiste hüpfen (oder in eines der tragbaren Betten, vgl. Johannes 5,8f).

Wenn Jesus "stinknormaler Jude" war, dann ist es ja klar, dass er keusch gelebt hat. Ich weiß nicht, was für Vorstellungen über das Judentum zu jener Zeit herumschwirren, aber was sexuellen Rigorismus angeht stand es den Moralvorstellungen, wie sie heutzutage in islamischen Gottesstaaten herrschen, sicherlich nicht nach. Priester haben dagegen nicht "keusch", wenn man darunter enthaltsam versteht, gelebt (vgl. Lukas 1,5ff). Aber die waren ja auch verheiratet. Von den damaligen Fruchtbarkeits- und Mysterienkulten, wo es sexuell teilweise ziemlich freizügig zuging, hat sich das Judentum allerdings entschieden distanziert.

b!eetle`juicex21


@ thaumazo:

Entschuldige, ich hab den Ernst ein wenig verkannt, mit dem du an das Thema herangehst *und das ist nun wirklich ernst gemeint* Ich finde es beachtlich und solch fundiertes Wissen habe ich nicht.

Darum auch mein *grins* und *lach* Denn, es sollte mehr ein lockerer Einwurf sein mit der Maria Magdalena. Das sie sich damals verkauft hat und gläubig wurde, finde ich alles in allem auch ein schönes Bildnis und Gleichnis. Für mich ist die Bibel auch nichts anderes, auch wenn ich keine Textstellen zitieren kann, habe ich sie dennoch gelesen und viele Dinge sollte man sich wirklich zu Herzen nehmen.

Aber die Anfangsfrage war ja nach wie vor, warum Priester keusch leben /leben müssen und auch wie sie das aushalten. So hab ich die Frage wenigstens verstanden.

Und nochwas:

Wenn Jesus "stinknormaler Jude" war, dann ist es ja klar, dass er keusch gelebt hat. Ich weiß nicht, was für Vorstellungen über das Judentum zu jener Zeit herumschwirren, aber was sexuellen Rigorismus angeht stand es den Moralvorstellungen, wie sie heutzutage in islamischen Gottesstaaten herrschen, sicherlich nicht nach.

Ist es nicht doch so, dass viele islamisch Gläubige von ihren Frauen die Jungfräulichkeit erwarten, sich aber selber keineswegs daran halten als Jungmann in die Ehe zu gehen?

(Existiert hier auch ein netter Threat zu)

t`hau_mazxo


@beetlejuice21

Ach, wenn man schon so viele Diskussionen über dieses und ähnliche Themen geführt hat, kann man gar nicht anders, als ernst daran gehen. Finde ich aber gut, dass du deine Position klar gestellt hast. Noch mal zur Maria M.: Die ist nicht zu verwechseln mit der "Sünderin" bei Lukas 7,37-50, welche traditionellerweise als Prostituierte angesehen wird und erst später auftaucht als M. M. und nach dieser Episode auch keine Rolle mehr spielt im Gegensatz zu ersteren.

So bibelfest wie es scheint, bin ich übrigens gar nicht. Ich besitze nur glücklicherweise eine sogenannte "Konkordanz", in der man nachschaeun kann, welches Stichwort wo in der Bibel vorkommt. Ich lerne bei dieser Diskussion selbst eine ganze Menge Neues.

tVhau7maz.o


@beetlejuice21

Ist es nicht doch so, dass viele islamisch Gläubige von ihren Frauen die Jungfräulichkeit erwarten, sich aber selber keineswegs daran halten als Jungmann in die Ehe zu gehen?

(Existiert hier auch ein netter Threat zu)

Sehr guter Einwand. Ich weiß leider nicht, wie es mit Theorie und Praxis in dieser Hinsicht im Islam heute aussieht. Aber ich weiß auch nicht, warum man JC jetzt auf Teufel komm raus nachweisen will, dass er "es" doch schon mal getan hat. Es gibt in der Geschichte wirklich unzählige Beispiele von Menschen, die tatsächlich und ganz bewusst bis ans Lebensende den Freuden der Liebe entsagt haben. Mein Ding wär das auch nicht, aber warum sollte gerade Jesus nicht auch so gelebt haben?

b^egetlej~uixce21


Ja genau das meine ich ja... Ich finde JC nur menschlich wenn er "es" denn dann doch getan hat und die Stelle mit dem "wer unschuldig ist werfe den ersten Stein" zeigt doch wohl, dass es eben kaum einer ist... oder eher gar keiner?

Das einzige was ich hier (auch schon ziemlich zu anfang) gesagt habe, ist das ich was gegen Scheinheiligkeit habe. Sicher gibt es schwarze Schafe unter den Priestern etc. Doch anstatt, dass die Kirche dies zugibt wird es unter meterhohe Teppiche gekehrt, Das ist etwas, dass ich nicht nachvollziehen kann und wogegen ich mich wehre.

Ansonsten soll doch jeder glücklich werden wie er will... von mir aus mit 100 oder mit gar keinem Partner in seinem Leben.

cNl#axm3


beetlejuice21

Das fatale an der Sache ist nur die römisch-katholische Kirche ist eine weltumspannende Einheitskirche. Im Gegensatz zur evangelisch-lutherischen Kirchen mit ihren Ablegern. Bei letzteren wird alles im Bistum geregelt. In der katholischen zentral in Rom.

Nun muß eben egal ob Pfarrer in Australien, Deutschland oder Südamerika, das gleiche Kirchenrecht gelten. An dem hierzu erforderlichen Konsens wird jeder scheitern.

Im Gegensatz zu den staatlichen Gesetzen kann die Theologie nicht an die veränderten gesellschaftlichen Entwicklungen angepaßt werden.

bReetlaeju#ice21


Naja es stimmt schon, aber die Strukturen, bis auf den allerhöchsten sind doch gleich. Was sind denn dann Diozösen mit Bischof weiter zu Kardinälen die sich auch in Deutschland gerne mal einmischen usw...

Also ob alles bis nach ganz oben zum Papst geht glaub ich bald nicht... aber ich gebs zu, Ahnung hab ich nicht ;o)

c6lavm3


beetlejuice21

Bezeichnen wir es einmal die Zentralregierung in Rom. Im Grunde ist die Kurie nichts anderes, gibt es vom "disziplinarrechtlichen" Aufbau her, zwischen Papst und Bischof nur noch den Erzbischof. Dessen Amt ist an den Bischofssitz geknüpft.

Wie beispielsweise in München und Freising, deren prominentester Vertreter Erzbischof Josef Ratzinger war. Üblicherweise ist so ein Amt mit der Berufung zum Kardinal verbunden. So auch in Köln und Mainz, da werden die Bischöfe regelmäßig in den Kardinalsstand erhoben.

boee0tl,eju/ixce21


Ja so ungefähr hab ich das auch mal gelernt ,o) Naja ich bin Protestantin und ich sag ja nicht das die besser sind ;o) Nur das "Problem" mit der Ehe haben sie eben nicht...

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