» »

Lust an Macht, Lust an Unterwerfung

K#eusc9hhe8itsgügrtexl hat die Diskussion gestartet


Angeregt durch einige Beiträge der letzten Zeit in [[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/223859/]] habe ich begonnen, über Unterwürfigkeit und Dominanz im sexuellen Kontext nachzudenken. Ich selber hatte bislang keine Gelegenheit, praktische Erfahrungen mit dieser Thematik zu sammeln, weiss also auch nicht, ob es mir überhaupt gefallen würde.

Ich bin mir jedoch sicher, dass ich an Unterwerfung gegenüber einer dominanten Frau keinen Spaß hätte, was mich interessiert, ist, wie Ihr Euch zu einem sexuell dominierenden Partner entwickelt habt, wie Ihr die Hemmschwelle, den anderen bewusst zu unterdrücken, überwunden habt, wo Eure Grenzen liegen.

Ich wende mich ausdrücklich nicht an Menschen mit sadomasochistischen Neigungen, ich respektiere Eure Vorlieben, lehne für mich allerdings alles ab, was mit Gewalt und körperlichem Schmerz zusammenhängt.

Vielen Dank für zahlreiche Meinungen und eine höfliche Diskussion!

KG

Antworten
D`ancJerinbthedxark


KG,

BDSM muss überhaupt nichts mit Schmerz zu tun haben.

dann bin ich mal gespannt..

M+aggCySY 10x0


Wenn du eine Hemmschwelle hast, die du unterdrücken musst, solltest du vielleicht lieber nicht zu viel Dominanz walten lassen. An deiner Stelle würde ich nur das machen wozu ich nichts unterdrücken oder mich überwinden muss. Ohne dich angreifen zu wollen: hast du schon mal überlegt ob du wirklich dominant sein willst?

(selbst bin übrigens devot, kann das daher vielleicht nicht recht beurteilen)

i(nfmame-f]atxale


Wenn du davon ausgehst, Keuschheitsgürtel, dass in einer D/S-Beziehung der dominante Part seine(n) Sub (O-Ton) "bewusst unterdrückt", dann hast du meines Erachtens das Wesen einer solchen Beziehung nicht verstanden.

Es geht nicht um rücksichtslose Durchsetzung der eigenen Interesse auf Kosten eines ohnmächtigen Partners. Doms - ob male oder female - übernehmen primär Verantwortung für den Partner, der sich ihnen anvertraut. Richtschnur aller Mittel, die zum Einsatz kommen, muss das Spiel mit den Grenzen des devoten Partners sein, das behutsame und geduldige Austesten und Steigern der Belastbarkeit. Das verlangt ungemein viel Einfühlungsvermögen, Beobachtungsgabe und vor allem Zuneigung.

Ein(e) Top, der/die das nicht leisten kann, ist in meinen Augen nur dumm und nicht dom.

pkapae noxah


Keuschheitsgürtel

hallo,

ich wage es jetzt mal, auch wenn du sadomasochistisch veranlagte menschen ausdruecklich außen vor lassen moechtest. ich werde auch nur ueber meine dominante ader schreiben und die sadistische dabei, so gut es geht, außen vor lassen. hoffe das ist ok

was mich interessiert, ist, wie Ihr Euch zu einem sexuell dominierenden Partner entwickelt habt, wie Ihr die Hemmschwelle, den anderen bewusst zu unterdrücken, überwunden habt, wo Eure Grenzen liegen.

hier muss ich mich den worten meiner vorschreiberin anschließen. ich finde das "bewusst unterdruecken" etwas ungluecklich gewaehlt im ausdruck. es ist zwar so, dass ich ein nein meiner frau gerne in ein ja verwandle, allerdings ohne dabei ihren willen zu brechen.

im alltag sind wir sowieso gleichberechtigt und sie ist eine hervorragend selbstbewusste frau. vielleicht fiel es mir auch deshalb gar nicht schwer, meine dominanz ihr gegenueber auszuleben, weil ich einfach weiß, dass es auch ihr wille ist. ich breche sie dabei nicht und fuerchte mich auch nicht davor. ueberwinden musste ich mich gleich gar nicht.

ich bin zwar der dominante part, dennoch geht nie wirklich etwas gegen ihren willen. es ist zwar ein spiel mit dem feuer und einige verbrennen sich dabei vielleicht sogar die finger. wir allerdings nicht. ich kann liebe und dominieren zu gleich. ja vielleicht sogar dominieren, weil ich liebe. weil ich weiß, dass es auch ihre sexuelle erfuellung ist.

D+ancerNin0thexdark


schöööön!

Duanc"erinpthedxark


wie Ihr die Hemmschwelle, den anderen bewusst zu unterdrücken, überwunden habt,

ich kann nicht wirklich dazu was sagen, da ich eben dev bin aber: Überleg mal, wie es wäre, wenn der andere genau das will? Du tust es ja nicht gegen den Willen desjenigen....

poapaV 'noa]h


Überleg mal, wie es wäre, wenn der andere genau das will? Du tust es ja nicht gegen den Willen desjenigen...

eben. das meine ich auch.

K%eusc=hhewiUtsgürtxel


Maggy, infame

An deiner Stelle würde ich nur das machen wozu ich nichts unterdrücken oder mich überwinden muss. Ohne dich angreifen zu wollen: hast du schon mal überlegt ob du wirklich dominant sein willst? (MaggyS)

Es geht ja nicht darum, dass ich heute entscheiden will, fortan als dominanter Liebhaber durchs Leben zu wandeln, ich finde den Gedanken an sich aber spannend. Von meiner jetzigen Warte aus, ohne jede dom / dev-Erfahrung, kann ich sagen, dass mir die Vorstellung eines Machtgefälles zwar irgendwie sehr gut gefällt, da ich auch im sonstigen Leben gerne die Kontrolle innehabe, ich aber eben nicht weiss, was mich bei einer devoten Partnerin erwartet. Klar, das ist individuell und ganz verschieden, aber deshalb fragte ich ja auch nach Euren Grenzen, also dem, was für Euch das Extremum an Unterwerfung darstellt.

Es geht nicht um rücksichtslose Durchsetzung der eigenen Interesse auf Kosten eines ohnmächtigen Partners. Doms - ob male oder female - übernehmen primär Verantwortung für den Partner, der sich ihnen anvertraut. Richtschnur aller Mittel, die zum Einsatz kommen, muss das Spiel mit den Grenzen des devoten Partners sein, das behutsame und geduldige Austesten und Steigern der Belastbarkeit. Das verlangt ungemein viel Einfühlungsvermögen, Beobachtungsgabe und vor allem Zuneigung. (infame-fatale)

Dass es nicht darum geht, sich an einem völlig wehrlosen Partner zu vergehen, ist schon klar, da wäre für mich längst eine Grenze überschritten. Mir geht es nicht um Unterdrückung im körperlichen Sinne. Fesseln fände ich wohl zu albern, um es ernsthaft zu betreiben, ich will nicht schlagen, peitschen oder sonstwie "wehtun". Physische Schmerzen sind in meinen Augen ohnehin kein gutes Mittel zur Unterdrückung, psychisch kann man da viel mehr machen, das interessiert mich.

Grüße

KG

pRapaY nxoah


psychisch kann man da viel mehr machen, das interessiert mich.

um diesen punkt mal aufzugreifen und ein beispiel zu geben: meine frau "darf" sich nicht selbstbefriedigen, ohne mich vorher um erlaubnis zu fragen. fuer außenstehende bzw. menschen ohne dom / devot neigung mag das vielleicht schrecklich klingen. sie reizt es aber. die ungewissheit, ob ich nun zustimme.. sich zu "ueberwinden" und nachfragen zu muessen.

K:eu>sch6he%itsgürxtel


Hemmschwelle zur Unterdrückung

Ja, es ist unglücklich formuliert. Ich drücke es mal anders aus: War es nicht ungewohnt, den ansonsten gleichberechtigten Partner sich Euch unterwerfen zu sehen?

Wenn überhaupt, hätte ich höchstens Interesse an einer dom / dev-Beziehung rein im sexuellen Sinne. Alle anderen Lebensbereiche erfordern in meinen Augen Gleichberechtigung. Es stellt für mich momentan gedanklich einen ziemlichen Spagat dar, sich auf der einen Seite auch mal dem devoten Partner unterzuordnen, wenn es ums Abendessen oder das Fernsehprogramm geht, ihn dann beim Sex allerdings grundsätzlich "unter sich" zu haben.

Grüße

KG

pha2pa n2oaxh


Ich drücke es mal anders aus: War es nicht ungewohnt, den ansonsten gleichberechtigten Partner sich Euch unterwerfen zu sehen?

fuer mich nicht. vielleicht einfach, weil es eben kein "hirnloses unterdruecken" ist, sondern wir das alles nach und nach erkundet haben. sicherlich war ich schon immer etwas dominanter im bett, als sie. in welche richtung das laeuft war also keine ueberraschung. aber: sie formuliert ja auch konkret, was ihr gefaellt, wie sie behandelt werden will und was sie high macht. deshalb: gar kein problem fuer mich.

Es stellt für mich momentan gedanklich einen ziemlichen Spagat dar, sich auf der einen Seite auch mal dem devoten Partner unterzuordnen, wenn es ums Abendessen oder das Fernsehprogramm geht, ihn dann beim Sex allerdings grundsätzlich "unter sich" zu haben.

du sagst es ja selbst: gedanklich. da liegt der knackpunkt irgendwie. fuer mich, als jemand der mitten drin ist, macht das keine probleme. ich kann meine frau sexuell dominieren, direkt und ohne widerspruch im bett nehmen und eine halbe stunder spaeter in der kueche stehen und das geschirr spuelen ;-D falls du verstehst, was ich meine.

KKeu\schnheitshgürtexl


papa noah

falls du verstehst, was ich meine.

Genau das war es! Vielleicht sollte ich solche Gedanken einfach beiseite lassen. Solange kein Wille gebrochen wird, sollte ja hierbei

sie formuliert ja auch konkret, was ihr gefaellt, wie sie behandelt werden will und was sie high macht.

einvernehmlich geklärt werden können, was geht und was nicht.

Grüße

KG

Maeeretsexngel


einvernehmlich geklärt werden können, was geht und was nicht

Das ist mit das Wichtigste :)^

Und glaub mir der Alltag lässt sich ausblenden ;-)

Kqesxtra


Meeresengel

Und glaub mir der Alltag lässt sich ausblenden

Ohja :)^

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH