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Was bedeutet für euch außergewöhnlicher Sex

d^ie BetTrachtZerixn


neugierigweibchen (2)


Frau fängt an zu spülen, Mann steht mit dem Tuch in der Küche, Frau kann jetzt denken: Was will er? Etwas können heißt nicht, es zu müssen, es gibt 1000 andere Fragesätze, die uns an der Spüle einfallen können. Aber nur das denkt sie: Was will er? Will er mir in der Küche nur helfen, weil er findet, daß das einfach normal ist, oder will er mir nur helfen, weil er was von mir will? Will er mir heute nur in der Küche helfen, einfach so, oder weil er wegen irgend etwas ein schlechtes Gewissen hat? Wegen gestern abend? Wegen gestern abend im Bett, nachdem er mir vorher im Garten geholfen hatte? Im Garten so half, wie er jetzt zum Trockentuch greift? Will er sich durch Helfen in der Küche bedanken, weil es gestern abend gut war für ihn? Weil es nicht so toll war? Weil ich nicht toll war, toll wurde? Greift er wegen irgendwas anderem zum Handtuch? Warum, verdammt noch mal, will er mir in der Küche helfen?! Damit ich eher fertig werde, wir früher im Bett landen? Noch früher? Im Bett landen wir früher oder später sowieso – ist heute der Tag, an dem er mir wirklich nur in der Küche helfen will? Ach, wie schön wäre das! Was will er noch gleich? Das Handtuch hat er schon in der Hand: Aha!

Schon wieder ficken, auch heute ficken? Wieder 30 bis 60 Minuten? Auch in dieser Woche wieder jeden Abend 30 bis 60 Minuten? Die Woche à 7 Tage, ein Monat à 30 Tage/Abende, soundso viele Jahre à 12 Monate (laß mal, neugierigesweibchen, die Flut der Wiederkäuer rechnet uns das aus); die Küchensituation, wie gesagt, als Beispiel. Ein Mann kann im Garten helfen, er kann putzen, selbst spülen, vor dem Spülen vorspülen, er kann einkaufen gehen, das Abendessen vorbereiten, dies alles nur in Liebe tun, in unklarer oder sehr klarer Absicht, wobei jede Gemengelage und Quantifizierung immer möglich ist.

Klingt bis hierher einfach und in allen möglichen Varianten auf Anhieb überschaubar, zugegeben, ist es aber nicht, denn die Küchensituation ist noch viel komplexer. Eben habe ich nämlich einen Fragesatz nicht weitergeführt, diesen: "Damit ich eher fertig werde?"

Wobei denn, beim Spülen oder bei was anderem? Oder ist es so: Wenn wir in der Küche früher fertig werden, muß ich mich im Bett dann auf länger als 30 bis 60 Minuten einrichten? Muß ich oder darf ich? Soll ich? Wieder mal? Eigentlich komme ich wie ein Automat, hat mein Süßer einen Orgasmus, habe ich zehn, er ist einfach saugut im Bett, aber wir sind ja gar nicht im Bett, wir sind in der Küche. Hm, wie kriege ich bloß heraus, was er will, was er heute will?! Verdammt! Aber ihn direkt fragen? Könnte ich machen, würde sich so anhören: "Willst du schon wieder Sex?"

Wie stellen sich uns Männer dar, die aus freien Stücken in der Küche helfen? Natürlich als Männer ohne jeden Hintergedanken – und an dieser Stelle können wir splitten: Wir können uns schlicht freuen, froh und glücklich darüber sein, daß uns in der Küche geholfen wird. Oder wir können die Offerte, die im Griff zum Trockenhandtuch besteht, begleitet oder nicht von einer schlichten Umarmung oder einem Küßchen, so oder so verführerisch oder sonstwie ins Ohr, auf die Wange oder in die Nackengrube gehaucht, während wir vor der Spüle stehen, als massive Bedrohung empfinden; selbst diesen Grad an Bedrängnis kann die Situation erzeugen. Ein Mann kann einfach so ein Handtuch vom Haken nehmen oder so, daß es absolut nicht berechnend wirkt. Gegen unsere Trickkiste ist es nichts, neugierigesweibchen, aber unterschätzen soll man den Einfallsreichtum der Männer auch nicht, finde ich. Hier können wir noch mal splitten: Merkt ein Mann überhaupt, daß er ein Handtuch berechnend vom Haken nimmt, oder ist er einfach nur scharf, merkt gar nichts und findet sich einfach nur einen tollen Typ, der nun mit Fug und Recht auf eine adäquate Reaktion wartet?

Welche Frage konkret in der Tiroler Küche hing? Es ist eine, die Hans klar war, bevor er sich an mich wandte, und am Mittwoch formulierte er sie. Also das geht nicht, daß Hans hier der Kopf abgerissen wird, denn er hat seine Fehler eingesehen und verstanden; nicht verstanden hat er, daß er auf gute Antworten nicht rechnen kann, wenn er nicht sinnvoll informiert. Welche Antwort, neugierigweibchen, gibst Du Deinem Süßen denn, wenn er Dich fragt: "Kann ich dir helfen, abtrocknen vielleicht?" Die konkrete Frage in der Tiroler Küche ist eine, die – bei exakt demselben Wortlaut und in exakt demselben lieben Tonfall wie eben wiedergegeben – in den Ohren der Empfängerin grundlegend anders ankommt, als sie gemeint zu sein scheint. Weil sie nicht so gemeint ist, nicht nur so gemeint, wie sie sich anhört. Sonst würde Frau an der Spüle nämlich nicht fragen: "Willst du schon wieder Sex?" Ein Unterschied, oder? Ein zweifacher ist es: Hans gehört ganz sicher nicht zu den Männern, die nur ficken wollen; er gehört zu den Männern, die sich sehr zärtlich um eine Frau bemühen, alle Geduld der Welt und dabei alles andere im Sinn haben, als nur ihren Schwanz möglichst schnell in der Möse unterzubringen. Aber auch diese Geduld täglich aufzubringen, so ungefähr seit 27 Jahren – ist es ein Wunder, daß Hans' Süße hinter nahezu jedem Hilfeangebot einen Hintergedanken vermuten muß? Und wieder können wir splitten: Bildet Frau sich was ein? Oder hat sie den einzigen Hintergedanken der immer gleichen Frage so oft bestätigt gefunden, daß eine Frage in der Küche nie mehr verstanden werden kann: "Kann ich dir helfen, abtrocknen vielleicht?"

Jetzt nehmen wir die Frage aus der Küche mit ins Bett, denn in ihm verklingt die Frage ja nicht. Im Gegenteil: Hier klingt die Nachfrage nach und wird erst recht laut, laut und bedrängend: "Willst du schon wieder Sex?" Aber wie müßte der Dialog in der Küche lauten, wie allein darf er lauten in einer intakten Beziehung, zum Beispiel in der zwischen Dir und Deinem Süßen? Du liegst im Bett, das Programm steht fest, denn nur als Folge des Programmablaufs kommt es ja überhaupt erst zur Nachfrage in der Küche. Es folgt das Liebesspiel, jeder würde es Vorspiel nennen, aber ist es eines? Es kann so gut und einfallsreich und immer wieder neu sein, kann sein, wie es will; immer bleibt es nur dasjenige Spiel, das die Nachfrage in der Küche hervorrief. Es folgt das allabendliche Liebeswerben eines auch nach vielen, vielen Ehejahren immer noch sehr verliebten Mannes. Hm: Sind wir jetzt scharf wie ein Rettich oder liegen wir stumm und steif wie eine Beate-Uhse-Puppe? Werden wir aktiv, helfen wir selbst nach, damit es so aussieht, als hätten wir Lust bekommen? Wurde uns Lust gemacht, wurde von uns insgeheim unterdrückte Lust zu guter letzt doch noch freigesetzt, liegt die letzte SB schon eine Woche zurück und wäre eh mal wieder fällig gewesen? Eine Splittingfrage, was sonst, so ungefähr 1000 Verzweigungen sind möglich, und von jeder einzelnen zweigen 1000 weitere ab. Weil alles in dieser Frage steckt: "Willst du schon wieder Sex?"?

Leider ist in Wirklichkeit alles viel komplexer, eingeschlossen alle bisherigen Splittings und alle Stellen, an denen ich vorher jeweils ein Splitting an das nächste hätte reihen können. Ganz und gar nicht liegen die Verhältnisse so einfach, wie ich sie hier kurz zusammenfasse, ich schreibe es nur so einfach hin. Der Excel-Rechner ist wirklich klasse, niemand muß den Beitrag lesen! Denn mit dem Griff zum Trockenhandtuch setzt die Küchensituation (Was will er, will er wieder Sex?) doch gar nicht ein. Sie setzt früher ein – wenn wir uns vor die Spüle stellen? Beim Abräumen des Tisches, beim Essen, beim Decken des Tisches? An welchem der Abende der letzten Woche, des letzten Monats, des letzten Jahres, der letzten Jahre? Alle Tage haben unter anderem: Morgenstunden, Mittagsstunden, Abendstunden, zum Beispiel im Urlaub, und in jeder dieser Stunden kann etwas passieren. Nur: Wann passierte was? Wo genau muß interpunktiert werden?

neugierigweibchen: Du und Dein Süßer nach dem Abendessen, der Tisch ist abgeräumt, Du schickst Dich an zu spülen.

"Kann ich dir helfen, abtrocknen vielleicht?"

"Oh ja, das ist lieb von dir! Vielleicht können wir heute ja mal ein bißchen früher ins Bett, du, wir haben die ganze Woche noch nicht, weißt du das überhaupt..."

Siehst Du, so wünsche ich es mir für Tirol.


Deine Frage da vorhin, völlig okay; aber doch ein sehr kurzer Beitrag; schreibe doch mal einen längeren. Es lohnt sich, glaube mir. Die Umstellung erfolgte übrigens im Frühjahr 2003, ich hatte vergessen, es hinzuzufügen.

dcie[ Beatrachtxerin


So, lieber Hans, jetzt noch mal für hier...


...gute Antworten von allen kannst Du erst dann erwarten, wenn Du ein Informationsgerüst vorgibst, mit dem alle was anfangen können. Es ist ja nicht wie mit der Excel-Tabelle, in die nur Zahlen eingetippt werden müssen, und den Rest macht das Programm. Zum Beispiel hatte ich in einem kleinen Satz die Stellung zweier Wörter vertauscht, dann umformuliert, in vier oder fünf Zwischenschritten, so daß eine hilfreiche Frage übrigblieb. Sie war hart für Dich, ich weiß, aber sie stimmte.

Laß das erst mal weg, kannst Du Dir ja als Beitragsentwurf für spätere Tage aufheben, aber es gibt doch ein signifikantes Ereignis, das wie ein Leitmotiv ist, ich meine die Sache mit dem Kalender, für die Verhütung. Sage und schreibe 27 Jahre später nehmt Ihr beide das Ereignis aus der Zeit vor Eurer Hochzeit wieder auf, 2005. Da war also das X in ihrem Kalender für die Verhütung, X für "Verkehr". Vielleicht sahst Du den Kalender zufällig, vielleicht ließ Deine Süße ihn aber auch wie zufällig liegen, auch so was gehört nun mal zur weiblichen Trickkiste, wenn man gern zündelt. Jeder andere Mann, der auf diese Weise – durch Lunzen oder wirklich nur zufällig – dahintergekommen wäre, daß seine alle Ficks so gewissenhaft notierende Süße sich damals außer Dir noch mindestens einem weiteren Mann hingab, im Wechsel halt, wäre aus allen Wolken gefallen und hätte Terz gemacht. Du hast keinen Terz gemacht, die Sache gefiel Dir, machte Dich sogar superscharf: So steht es mehrfach im Forum, Du wiederholst Dich gern. Weißt Du jetzt, wann Du an Deinen Rivalen von heute gekommen bist? Aber heißt das auch, daß der Interpunktionspunkt vor der Hochzeit liegt? Auch die Komplikation bei der zweiten Geburt mußt Du bedenken, tust Du auch – aber all diese unzähligen Splittings, ungefähr so viele wie die Anzahl der Atome im Weltall, gehen in die Rechnung ein.

Also die betuppt Dich wie vor der Hochzeit, die Methode ist dieselbe, noch vor der Hochzeit fiel die Entscheidung für die Methode, sie ging als Eure gemeinsame Mitgift in die Ehe ein. Und das sind ja tolle Ausreden nach 27 Jahren im allgemeinen und etlichen wilden Jahren im besonderen: Plötzlich behauptet sie, Dein Schwanz wäre ihr zu dick. Und das glaubst Du ihr? Unzugänglich, unzulänglich? Auch das kann sein, es kann gut sein, daß Du ihr dann wirklich zu groß bist; lies mal bei Dir, auf Deinen acht Seiten nach, wann das früher auftrat, ich habe es bemerkt, aber in der Eile nicht erwähnt. Es kann also auch stimmen, muß keine Ausrede sein. Eines ist aber auch klar: Zum Menstruationskalender von damals gehören die drei großen B: Bücher, Büchlein, Buchhaltung. Eine führt gewissenhaft Buch, aus sehr vernünftigen Gründen auch, später kommt ein Büchlein hinzu, Du greifst ihr Motiv auf. Die dazugehörige Rechnung, ach, allein für die würdest Du hier gesteinigt. Aber unmöglich kannst Du hier nach Deinem an allem Relevanten total vorbeigehenden Startbeitrag noch einen Beitrag bringen, in dem Du wieder nur berichtest, daß Dich halt scharfmacht, wenn Deine Süße fremdgeht, sofern nur sichergestellt ist, daß sie danach nach Hause kommt und Dir alles brühwarm berichtet, in allen Einzelheiten.

So, ein Einzeiler, über den ich mich geärgert habe – das kommt binnen einer Woche dabei heraus, siehst Du mal, Hans, so ist das. Nach Tippis gucke ich jetzt aber nicht mehr, keine Lust. Morgen schaue ich mal nach den anderen kleinen Sätzen, nur fünf oder sechs hatte ich ja in der Eile zitiert, so 20 bis 30 sind das im ganzen schon.

Mit liebem Gruß, pfüeti

DkarkSKlay2er


Wow, da kommt man nach langer Abstinenz wieder ins Forum und mit das erste, was man sieht, sind mal wieder seitenlange Essays der Betrachterin... :-|

Naja, wem's gefällt...

s&g_faxn


Es gibt keinen Zwang im Forum!

wem's nicht gefällt, der muss die Essays auch nicht lesen

d.ie BeNtrachyt\erixn


DarkSlayer


Mein Gott, wenn meine Kenntnisse der englischen Sprache doch etwas besser wären! Dann würde ich die Übersetzung wagen.

Betrachte einmal Deinen Text – ein Text ist es, ein Beitrag lediglich nach den Maßstäben der Redaktion – eine gute Weile und versuche zu ergründen, was Du geschrieben hast. Steht da auch nur irgendwas zu dem, was zunächst Thema zu sein schien, oder zu dem, was ich zuletzt ganz bewußt so ausformuliert habe, daß kein Schatten auf den Kollegen fallen konnte? Da finde ich meine Methode doch um einiges besser. Im ersten Beitrag liege ich, wenn auch nicht ganz, so doch ziemlich daneben, habe aber den Mut zu versuchen, aus sehr wenig (der Umfrage) wenigstens etwas zu machen. Dafür bin ich belohnt worden, von zwei Menschen; mitunter genügt ein einziger Schritt in die richtige Richtung. Einmal auf dem Weg, finde ich mich zumeist rasch zurecht. Ich denke, es war richtig von mir, es nicht bei dem Einzeiler zu belassen.

Aber vielleicht hast Du ja beide Sätze von Sepp Herberger nicht verstanden, weder den ersten noch den zweiten. Lies sie erneut, sie sind einfach zu verstehen, finde ich immer noch. Schade, daß ich so sehr wenig von Fußball verstehe, auf keinem Gebiet sind meine Defizite größer, sonst würde ich morgen am Tag einen Faden zu Fußballfragen aufmachen, "bei Walter".

"neugierweibchen" hat sich gar nicht mehr gemeldet, ist Dir das aufgefallen, DarkSlayer, weißt Du zufällig Näheres? Der WM-Rechner ist übrigens Scheiße, weiß ich leider erst seit gestern: Beim dritten oder vierten Öffnen präsentierte Excel 10.0 nach einer entsprechenden Fehlermeldung eine völlig zerschossene Tabelle, mit der nichts mehr anzufangen war. Hoffentlich hast Du sie nicht auch heruntergeladen, es täte mir leid.

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