Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

lAiebes/lottQc]hen


aber den grund seines gedankens kann ich sehr gut nachvollziehn. klar, wer nicht sieht, dass er interessant, liebenswert, etc. ist, ist selbst schuld. nur soll schlussendlich die "ganze" welt selbst schuld sein? und hilft ihm (und mir und allen, die betroffen sind) das irgendwie weiter? ich würd sagen, nein.

und das ist ja das problem... daher der gedanke. nicht, weil er langweilig "ist", sondern weil ihm das gefühl gegeben wird, er seis. irgendwie.

Ja, die Gedanken kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Als Mensch sowieso, da sucht man immer Bestätigung und Rückmeldung vom Gegenüber... und wenn eben gar nix kommt oder eben eine negative Rückmeldung, kann das u.U. ziemliche Scherben und Verletztheit hinterlassen. Nur, das Essentielle ist: *Du* bist nicht weniger *Du* und auch nicht weniger "Wert" oder wertzuschätzen, nur weil Dein momentanes Gegenüber Dich verkannt hat. Aber da ist die Zwickmühle, da liegt der Hase im Pfeffer... der JM ist sowieso unsicher, sucht nach klaren Signalen, Hinweise, Bestätigung - und sieht das als klare *negative* Bestätigung. Ich kann nur wiederholen: Lasst euch *das* nicht für bare Münze verkaufen, das ist nämlich nichts als eine fiese Lüge!

Keine Ahnung, ob das in irgendeiner Weise verständlich ist... ich wollte schon lange im Bett sein und doch musste ich jetzt hier noch kurz was dazu sagen...

h2err kIoxch


bestätigung kriegen wir wohl schon auch. wenn wir eine prüfung erfolgreich bestanden haben, auf dem gipfel eines gerade bestiegenen berges stehen, unzählige tanzkurse erfolgreich hinter uns brachten ... hab am samstag lange mit schnügi darüber geplaudert. das problem ist nicht unbedingt die fehlenden erfolgserlebnisse im allgemeinen ... sondern ganz konkret die ausbleibenden erfolge beim anderen geschlecht. (oder beim selben, will ja niemanden ausschliessen.)

ich weiss, wie wertvoll ich bin, ich weiss, was ich kann und dass ich vieles kann. nur eins halt nicht. und gerade das ist so belastend. dass ich nicht schwimmen und nicht autofahren kann, ist mir so lang wie breit. aber ich gewichte halt nicht alles gleich ... :-/

lbiebeesloyttchxen


In meinem spätnächtlichen Beitrag ging es mir nicht um Erfolgserlebnisse allgemein oder um Bestätigung und Wertschätzung im Beruf, durch sportliche Leistungen oder in der Familie... sondern sehr explizit und konkret um Bestätigung und Wertschätzung vom anderen Geschlecht, v.a. da, wo man sich "mehr erhofft" und eh schon leicht konfus und verunsichert ist. Und genau da tritt ein, was Bergsteiger beschreibt:

Jedes negative Erlebnis in Folge macht mich irgendwie nur noch verkorkster und verzweifelter.

Man kann das nicht mehr mit Fassung tragen, es fällt schwer (oder ist sogar unmöglich), es nicht persönlich zu nehmen und immer mehr schwindet die Hoffnung, dass man irgendwie noch "akzeptabel" wäre beim anderen Geschlecht.

Und genau *da* muss die Persönlichkeitsstärke greifen - ja, unter anderem hilft da auch diese "andere" Bestätigung, dass man weiß, man *ist* trotzdem jemand. Und eben: *Du* bist nicht weniger *Du* und auch nicht weniger "Wert" oder wertzuschätzen, nur weil Dein momentanes (im Fall eines JM, weibliches) Gegenüber Dich verkannt hat.

Bergsteiger

Ich will jetzt auch nicht weiterbohren bei der Frage zu der netten jungen Frau, ob das *nicht doch noch* was werden könnte. Da scheinst Du Dich entschieden zu haben und bei dem Entschluss solltest Du auch bleiben, alles andere wäre rumgeiert. Aber auf etwas, was Du geschrieben hast, möchte ich noch hinaus:

Und mit Berührungen und Näherkommen hab ich schon recht deutliche Signale gegeben, scheint mir zumindest. Wenn von ihrer Seite kein Signal kommt dass sie es mag, so seh ich keinen Grund, da weiterzubohren. Ich hätte sie näher kennenlernen wollen, wenigstens ein Date.

"Mit Berührungen und Näherkommen"... finde ich recht diffus. Für Dich können da etliche Grenzen fallen, bei Berührungen, Abstände usw. - und für die andere Person kann das u.U. völlig unbemerkt ablaufen, weil sie sich an ganz andere Art von Berührungen und Abstände gewöhnt ist. Da würde ich doch fragen, ob Deine nonverbale Kommunikation so klar rübergekommen ist, wie Du es Dir denkst.

"Wenn von ihrer Seite her kein Signal kommt, dass sie es mag..." - jeder Mensch ist da wieder anders. Beim einen merkt man sofort, er/sie mag das... andere warten erst mal ab und melden sich erst, wenn es ihnen unangenehm ist. Damit will ich aber keinesfalls anregen, Du sollst junge Damen wahllos betatschen ;-) ... würdest Du auch nicht tun, bin ich mir sicher. Aber auch da möchte ich Dich zum Nachdenken anregen über die Signale, die Du meinst, gesendet zu haben.

"Ich hätte sie näher kennenlernen wollen..." - und hast Du ihr das auch gesagt?? In Worten? Einigermaßen klar und deutlich? *Das* wäre m.E. ein springender Punkt... dann weiß sie woran sie ist und kann dementsprechend reagieren. Wenn nicht, kann sie vielleicht das alles auch gar nicht einordnen, rätselt ihrerseits über den netten jungen Mann, den sie kennengelernt hat, aber aus dem sie nicht schlau wird...

Nur Mut... es *geht* weiter! :)* :)* :)*

L)ewixan


Bergsteiger, herr koch

Was hat man davon, sich zu sagen, dass es nicht an einem selbst liegt? Dass man vielleicht mal aufhoert, den sicherlich bedauernswerten Umstand des JM-Seins als Zeichen einer allgemeinen Mangelhaftigkeit anzusehen. Liebe ist immer etwas Individuelles. Wer sich selber genug liebt, muss sich nicht fragen, ob er liebenswert ist. Wer kennt euch besser als ihr selber? Und wenn die Antwort ist: Niemand - warum gebt ihr anderen, Frauen, die euch gar nicht richtig kennen, das Recht, zu entscheiden, ob ihr euch selber liebenswert finden sollt? Das macht keinen Sinn.

Natuerlich loest das das JM-Problem nicht. Aber es zeigt eine Richtung auf, in die man gehen kann, um sich nicht mehr so, wie ihr es tut, von diesem Problem abhaengig zu machen und herunterziehen zu lassen. Zuerst muss man mal mit sich selber klarkommen. (Dass das moeglicherweise irgendwann auch aufs andere Geschlecht attraktiver wirkt, ist eine andere Sache.)

Ich habe das Wort "Schuld" nicht benutzt, und aus gutem Grund.

Schuldzuweisungen sind immer destruktiv, an sich selber, an andere. Spricht man von "Schuld", impliziert man immer, das jemand falsch war und haette anders sein sollen. Wer sagt denn, dass Bergsteiger mit besagter Frau haette zusammenkommen "sollen"? Vielleicht was das einfach nicht, was das Leben mit euch vorhatte. Da hat keiner Schuld, es sollte halt einfach nicht sein.

Natuerlich macht es manchmal Sinn, an sich selber zu arbeiten, sich selber zu veraendern. Es kann schon sein, dass es in euch bestimmte eingefahrene Mechanismen und Einstellungen gibt, die in vielen Situationen Hindernisse darstellen (das zu erkennen, meint, dass man ueber sich selber lernt - es meint nicht, dass man "selbst schuld" ist - wer weiss denn, wo diese Hindernisse herkommen). Das ist in diesem Faden ja oft genug diskutiert worden und Bergsteiger hat ja schliesslich auch was an sich getan. So weit, so gut.

Aber ihr seid immer so schnell dabei, zu sagen, "hinterher ist es besser, also war es vorher falsch". Ihr stellt euch selber als Mangelwesen vor, die es zu verbessern gilt, weil ihr anderenfalls zu schlecht, unfaehig, was auch immer seid. Damit unterminiert ihr euer Selbstbewusstsein.

Man kann an sich selber arbeiten und stolz darauf sein, dass man in der Lage dazu ist, das Potenzial hat, sich zu veraendern. Man kann sich sagen: Ich arbeite an mir, und ich bin schon jetzt im Moment in Ordnung, ich mag mich, weil ich beschlossen habe, an mir zu arbeiten, und weil ich das Potenzial habe, etwas zu veraendern.

Oder man kann sagen: Ich muss an mir arbeiten, weil ich ein Mangelwesen bin und alles anders werden muss, damit ich aus dem Quark komme.

Preisfrage: Welcher Zustand fuehlt sich besser an, und auf der Grundlage welcher Einstellung ist es eher zu erwarten, dass man erfolgreich an sich selber arbeitet?

Nein, stop! Natuerlich wird jetzt jemand ankommen und sagen: "Meine Einstellung ist aber die andere, und also bin ich selber schuld." Ja nun. Von mir aus, wenn's euch Freude macht... schuld ist, wer selber schuld sein will.

A&ld\hafexra


Vom eigenen Wert...

Leider kann ich gerade nur kurz schreiben:

Wie sicher die meisten hier in diesem Faden kenne ich die Gedanken und die damit einhergehenden Gefühle von Bergsteiger und herrn koch. Dieses: "Ich bin weniger wert. Nicht gut genug." Man zieht sich selbst damit enorm runter und stellt nicht nur sein Leben, sondern sich als Mensch komplett in frage. All das, wo man sich gut fühlt, worin man sonst auch Stärken sieht... als dies tritt in solchen Momenten in den Hintergrund, weil man sich fragt, was denn so essentiell falsch, so ungenügend an einem ist, dass man nicht als Beziehungspartner angenommen werden kann.

Dabei ist das der falsche Ansatz. Für einen Partner ist man mehr wert, als andere! Also heißt das eben nicht, dass wir einen geringeren Wert haben.

Sondern "nur":-/ entweder noch nicht dem Menschen begegnet sind, wo dies der Fall war oder uns in unseren Möglichkeiten selbst blockiert haben. (Eigen-/Fremdwahrnehmung und -ausstrahlung von Interesse, innere Blockaden, äußere Umstände etc.)

Entschuldigt bitte, wenn sich das Posting etwas konfus liest, ich hoffe, man kann erahnen, worauf ich hinaus wollte.

Riesen :°_ und *:) und @:) an alle von mir!

APldh)afexra


Nachtrag

Ich habe hier und in einem anderen Forum für Beziehungsunerfahrene derart wundervolle, warmherzige, einzig- und großartige Menschen kennen gelernt, dass allein auch nur der Hauch eines Gedankens, einer davon sei weniger wert als irgendwer anders, vollkommen absurd ist. Und ich habe festgestellt, wenn man mit einem für diese Problematik (der JM/F / ABs) geschärften Blick sein Umfeld betrachtet, gibt es erstaunlich viele von uns. Die können nicht alle "kaputt" sein... ;-)

sqchüchqtern


@Lewian

Was hat man davon, sich zu sagen, dass es nicht an einem selbst liegt? Dass man vielleicht mal aufhoert, den sicherlich bedauernswerten Umstand des JM-Seins als Zeichen einer allgemeinen Mangelhaftigkeit anzusehen. Liebe ist immer etwas Individuelles. Wer sich selber genug liebt, muss sich nicht fragen, ob er liebenswert ist. Wer kennt euch besser als ihr selber? Und wenn die Antwort ist: Niemand - warum gebt ihr anderen, Frauen, die euch gar nicht richtig kennen, das Recht, zu entscheiden, ob ihr euch selber liebenswert finden sollt? Das macht keinen Sinn.

Natuerlich loest das das JM-Problem nicht. Aber es zeigt eine Richtung auf, in die man gehen kann, um sich nicht mehr so, wie ihr es tut, von diesem Problem abhaengig zu machen und herunterziehen zu lassen. Zuerst muss man mal mit sich selber klarkommen. (Dass das moeglicherweise irgendwann auch aufs andere Geschlecht attraktiver wirkt, ist eine andere Sache.)

Das macht jeder. Das ist überall so, jemanden die Schuld zu geben ist nun mal viel einfacher. Was wäre die alternative? Das es eine "galaktische Planung" ist? Das es jemand so vohergesehen hat. Auf das alles hat man keinen Einfluss.

Ich habe das Wort "Schuld" nicht benutzt, und aus gutem Grund.

Schuldzuweisungen sind immer destruktiv, an sich selber, an andere. Spricht man von "Schuld", impliziert man immer, das jemand falsch war und haette anders sein sollen. Wer sagt denn, dass Bergsteiger mit besagter Frau haette zusammenkommen "sollen"? Vielleicht was das einfach nicht, was das Leben mit euch vorhatte. Da hat keiner Schuld, es sollte halt einfach nicht sein.

Hier sehe ich ein grosses Potential an Depressionen. Nach dieser Meinung ist doch alles vorbestimmt. Was soll ich tun, entweder es klappt oder nicht. Und da es bei mir nicht klappt, heisst das automatisch, das es mit hoher warscheinlichkeit nie klappen wird. Je älter ich werde, desto unwahrscheinlicher halte ich es, überhaupt eine beziehung zu führen. Ich bin so an das Singleleben gewöhnt, das ich gar nicht weiss, ob ich überhaupt mit einer Person zusammensein könnte. Derzeit bestimme nur ich. Ich stehe auf wann ich will, ich gehe schlafen wann ich will. Ich gehe fort, wohin und wann ich möchte. Wenn ich jetzt eine Freundin hätte, müsste ich mich ja mit ihr absprechen, den sie mag vieleicht nicht 100% das, was ich gerne machen möchte.

Natuerlich macht es manchmal Sinn, an sich selber zu arbeiten, sich selber zu veraendern. Es kann schon sein, dass es in euch bestimmte eingefahrene Mechanismen und Einstellungen gibt, die in vielen Situationen Hindernisse darstellen (das zu erkennen, meint, dass man ueber sich selber lernt - es meint nicht, dass man "selbst schuld" ist - wer weiss denn, wo diese Hindernisse herkommen). Das ist in diesem Faden ja oft genug diskutiert worden und Bergsteiger hat ja schliesslich auch was an sich getan. So weit, so gut.

Das erst mal erkennen ist sehr schwer. Aber daran arbeiten, wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, noch viel schwerer. Ich habe ein sehr grosses Problem, auf fremde Leute zuzugehen, ein gespräch anzufangen. Ich fühle mich in Gegenwart fremder Leute meist sehr unwohl, ich kann mir eigendlich nur bei Leuten öffen, die ich kenne bzw besser kenne.

Aber ihr seid immer so schnell dabei, zu sagen, "hinterher ist es besser, also war es vorher falsch". Ihr stellt euch selber als Mangelwesen vor, die es zu verbessern gilt, weil ihr anderenfalls zu schlecht, unfaehig, was auch immer seid. Damit unterminiert ihr euer Selbstbewusstsein.

Was soll man machen, wenn man sich jahrelang als "Ladenhütter" sieht? Sieht, wie Freunde Beziehungen aufbauen, zusammenziehen, Kinder bekommen usw. Man man selber quasi immer auf der Stelle geht, es fast keinen Unterschied zwischen mir und der Person gibt, die eine jahrelange Beziehung führt. Schicksal? Pech?

LeeRwiaxn


schuechtern (und alle)

Das macht jeder. Das ist überall so, jemanden die Schuld zu geben ist nun mal viel einfacher. Was wäre die alternative? Das es eine "galaktische Planung" ist? Das es jemand so vohergesehen hat. Auf das alles hat man keinen Einfluss.

Es macht nicht jeder - ich mache es z.B. nicht.

Ich vertrete auch nicht "galaktische Planung", Vorbestimmung oder sowas. Das ist ein Missverstaendnis. Ich gebe zu, mein Satz "es sollte halt nicht sein" ueber Bergsteigers Geschichte legt diesen Eindruck nahe, aber das ist nicht, was ich meine.

Offenbar sind viele Menschen besessen davon, alles erklaeren und auf irgendwelche letztlich gueltigen Ursachen zurueckfuehren zu muessen. Ob es nun eigene Schuld, Schicksal, Gene, Erziehung oder was auch immer ist. Es wird allgemein verkannt, wie wenig wir all das wissen koennen. Es ist alles unglaublich verworren. Selbst wenn man nicht an das Schicksal glaubt, kann man irgendwelche verschlungenen Pfade genetischer Uebertragung und/oder traumatische Erfahrungen, die unbemerkt im Unbewussten gewirkt haben, verantwortlich machen, wenn man sich nicht selber schuldig sprechen will. Oder man kann klar, deutlich und ueberzeugt sagen: Wir wissen es einfach nicht. Meine Wahl.

Ich bin der Meinung, das Erklaeungen (die man immer aus einer Riesentruhe moeglicher, teilweise unsichtbarer Ursachen auswaehlen kann) nur dann irgendetwas bringen, wenn sie als Aufhaenger genutzt werden, die Situation zu veraendern und zu verbessern. Was immer euch einfaellt, macht Sinn, wenn ihr es fuer euch nutzen koennt, und es macht keinen Sinn, wenn es euch nur herunterzieht. Als ich "es sollte halt nicht sein" schrieb, war das von mir als Angebot gemeint, die Situation im Nachhinein so zu erklaeren, dass Bergsteigers Selbstwertgefuehl keinen Schaden nehmen muss. Wohl wissen, dass ich persoenlich keine Ahnung habe, was der "wirkliche" Grund ist, so wenig wie Bergsteiger und vermutlich auch die Frau selbst. Wir koennen es einfach nicht wissen. Niemand. Niemals. Nach den Sachen, die Bergsteiger geschrieben hat, sehe ich keinen Grund, warum er in dieser Situation an seiner Person oder auch an dem, was er getan hat, zweifeln sollte. Das ist nicht immer so - manchmal macht man etwas, das schief laeuft und dann sagt man sich "den Fehler mache ich nicht nochmal". Auch gut. Dann lernt man was. Das Konzept "Schuld" braucht man aber auch dafuer nicht - wenn man will, kann man den Fehler auf irgendeine fruehere Erfahrung schieben oder was auch immer (oder sich daran erinnern, dass man letztlich nie wissen kann, wer oder was schuld ist). Und im Uebrigen weiss man auch in so einem Fall nicht genau, ob wirklich der "Fehler" entscheidend war. Aber das ist auch egal.

Der Verbesserungswille zaehlt, nicht wer schuld ist. Die Gegenwart und Zukunft zaehlen, nicht die Vergangenheit.

FNrolxlein


Aldhafera

Was sind ABs? *:)

s>chüchhterrxn


@Lewian

Unwissenheit, das ist das, was uns alle verbindet. Ich bin derzeit ratlos, was ich noch machen soll. Ich geniesse mein Leben, habe Spass. Ich gehe weg, in die Disco, tanzen und habe meinen Spass. Trotzdem fehlt mir was im Leben, aktuell merke ich es besonders stark in den spätschichtwochen. Ich weiss einfach nicht, was ich besser oder anders machen soll.

@Frollein

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Menschen_ohne_Beziehungserfahrung]]

B ergst7eiSger 7x8


Ja, die Gedanken kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Als Mensch sowieso, da sucht man immer Bestätigung und Rückmeldung vom Gegenüber... und wenn eben gar nix kommt oder eben eine negative Rückmeldung, kann das u.U. ziemliche Scherben und Verletztheit hinterlassen. Nur, das Essentielle ist: *Du* bist nicht weniger *Du* und auch nicht weniger "Wert" oder wertzuschätzen, nur weil Dein momentanes Gegenüber Dich verkannt hat.

Auch wenn es so sein soll, ich habe nichts davon. Nehmen wir mal ein Beispiel: Was nützt es dem Sportler, objektiv der Beste zu sein, wenn die Wettkampfrichter falsch entscheiden? Sieger des Wettkampfes wird jemand anders sein, und das ist es, was zählt. Es können einem tausend Leute sagen, wie toll man doch ist, und dass sich jede Frau glücklich schätzen könnte, einen zu haben. Aber wenn keine Frau da ist, so sind es einfach nur Worte. Sie sind kein Ersatz für die Nähe und Geborgenheit.

Ich hab mal in einem Routenführer den Satz "Amore alpimum optimus" gelesen - etwas frei übersetzt "Es gibt keine grössere Liebe als die zu den Bergen". Ja, wenn ich in den Bergen bin, geht es mir gut, ich fühle mich frei und bin glücklich. Bin ich daheim oder wo sonst auch immer, gibt es Momente, wo ich mich gut fühle, und Momente wie diesen. Ich fühle mich nicht frei, ich fühle mich als Person ignoriert. Die einzige Waffe dagegen war es, hohe Mauern der Unverletzlichkeit um mich aufzubauen. Auch wenn ich die Mauern abzureissen versuche, es bleibt ein Trümmerfeld um mich herum liegen. Was für andere das schönste ist was es gibt, ist für mich nur mit Schmerz und Leere verbunden. Wer verzweifelt ist und sucht, wird sowieso nie jemand finden. Sei es halt so. Für mich wird die Reise dieses Jahr in den Bergen zu Ende gehen. Ich hoffe, dass ich wenigstens dazu den Mut haben werde, irgendwann muss das aufhören. Ausser den Bergen hält mich hier nichts mehr.

So, jetzt weiss ich nicht mehr was schreiben. Vielleicht sollte ich es überhaupt lassen, und den Admin um die Löschung meines Accounts bitten. Macht's gut.

AGldha}fferxa


Frollein

AB steht für "Absolute Beginner", Menschen mit (unfreiwillig) keiner oder wenig Beziehungs-/Sexualitätserfahrung.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Menschen_ohne_Beziehungserfahrung]]

In dem letzten auf dieser Site angegebenen Weblink (AB-Chat Homepage) finden Interessierte eine Liste der aktuellen AB-Foren und auch entsprechende Chatzugänge. Und in einem davon auch mich öfter... ;-)

P.S. Ich unterschreib auch noch mal bei Lewian, bis auf den letzten Satz. Die Vergangenheit zählt in gewisser Weise natürlich. Sie hat uns geprägt, zu dem Menschen gemacht, der wir sind.

Aber: leben können wir nur in der Gegenwart. Vergangenheit (Eindrücke und Erinnerungen) und Zukunft (Erwartungen, Wünsche, Träume, Hoffnungen und Befürchtungen) existieren einzig nur in unserer Vorstellung, nur das Jetzt ist Realität.

Unsere Gedanken und Vorstellungen beeinflussen unsere Wahrnehmung dessen, was wir erleben. Wie wir uns erleben und einschätzen.

Unser Leben wird nicht so sehr von unseren Erfahrungen geprägt wie von unseren Erwartungen.

George Bernhard Shaw

Ein Beispiel aus einen sehr hilfreichen Buch, welches ich gerade las:

"Wenn du zum Beispiel glaubst, dass man den Menschen nicht trauen kann, wirst du die ganze Welt durch den Filter dieser Erwartung betrachten und überall Beweise dafür entdecken. Deine Überzeugungen... setzen innere Prozesse und Verhaltensweisen in Gang, die beeinflussen, wie du dich bewegst und verhältst und wie du dich fühlst. ... Wenn du die Menschen in deiner Umgebung beispielsweise als Freunde betrachtest, gehst du locker und entspannt auf sie zu, und dann werden deine Energie und dein Verhalten sie zu dir hinziehen. Das ist eine der Arten, wie deine Erwartungen deine Erfahrungswelt prägen."

Ahl9dhajferxa


Verdammt, ihr wart schneller...

@schüchtern & Bergsteiger:

trotzdem fehlt mir was im Leben

kein Ersatz für die Nähe und Geborgenheit

Ich fühle mich nicht frei, ich fühle mich als Person ignoriert.

Was für andere das schönste ist was es gibt, ist für mich nur mit Schmerz und Leere verbunden.

Kein einziger hier wird diese Sätze "kleinschreiben" können. Weil wir alle dieses Gefühl, diesen Schmerz, diese Sehnsucht nur zu gut kennen.

DAS ist real. Und genau deshalb möchte ich jetzt da nicht mit Trost und Knuddlern oder Problemlösungsschreibversuchen kommen. Dies alles gab und gibt es zur Genüge hier. Für jeden.

Aber manchmal muss auch Raum und Offenheit und Respekt für den Schmerz da sein.

s~chü7chtexrn


Aber manchmal muss auch Raum und Offenheit und Respekt für den Schmerz da sein.

Was möchtest du mir damit sagen?

AGldha fera


Nur genau das. Das man dieses Gefühl eben nicht immer relativieren kann. Wie in einem Gespräch mit einem Freund: manchmal ist ein Rat angemessen, eine gemeinsame Suche nach Lösungen. Manchmal aber auch einfach nur Zuhören und Dasein.

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