Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

hWegrrb kocxh


war grosses kino, das konzert. ganz gross.

s:cAhücVhterxn


@die Serafina

Außerdem habe ich noch die positive Nebenwirkung mitgenommen, dass ich mich jetzt eher mal was traue, weil ich gelernt habe, mich meinen Ängsten zu stellen. Früher war ich z.B. superschüchtern, habe mich in der Disko nicht mal getraut, einen Blickkontakt zu halten und immer gleich weggeguckt. Ist mal ein Typ auf mich zugekommen, bin ich vor Angst fast gestorben (war aber gar nicht nötig, durch mein abweisendes Verhalten hat mich eh niemand angesprochen ). Tja, und irgendwann hab ich da echt ne 180°-Wendung hingelegt und selber Typen angesprochen.

Ich würde es gerne auch schaffen, Frauen anzusprechen. Nur leider finde ich es, das es für uns Männer ein bisschen schwieriger ist, eine Frau anzusprechen, weil ich schon häufig erlebt habe, das Frau glaubt, das Mann was für eine Nacht sucht. Aber Frauen haben es eindeutig nicht viel leichter, nur ein kleines bisschen

t9aim


@ schüchtern:

Wie wäre es, wenn du mal etwas mit einer Bedienung oder ner Verkäuferin flirtest. Die müssen nett sein ;-D

Spass beiseite. Da kann man gut üben mal eine Frau anzulächeln, denn sooo schwer ist es nicht. Beim bestellen immer freundlich lächeln, vielleicht kurz was sagen.

d!j e`lem8ent ofV cxrime


dies und das

1. Hurra! Morgen Date. Morgen Abend. Abend besser als Tag. Sagt Intuition. Sie wollte es. Sie wollte es besser als Ich wollte es. Auch Intuition.

2. ein paar (längere) Anmerkungen, weil hier so oft von "Frauen ansprechen" die Rede ist. Also das ist interessant. Offensichtlich herrscht hier eine enorme überschätzung des Sprachlichen. Und ich vermute, damit auch eine Überschätzung des Intellektuellen. Denn dann - beim ansprechen - muss man reden, und das ist nun mal intellektuelle Tätigkeit.

Mit meinen zugegebenermaßen lächerlich wenigen Erfahrungen – aber immerhin einigen positiven – im Bereich des Flirts würde ich sagen, dass das Ansprechen eine Sache ist, die erst sehr spät kommt. Vorher kommen Blicke, manchmal auch Berührungen.

Was ist eigentlich Flirten? Alle Menschen die sich in irgendeiner Weise begegnen, also sich körperlich in Reichweite eines Sinnesorgans befinden (meistens das Auge) verhalten sich irgendwie zueinander. In der modernen Massengesellschaft verhalten sich ca. 99,999% der Menschen fremd zueinander. Es wird vielleicht manchen überraschen, aber fremd-sein braucht ganz bestimmte Verhaltensweisen. Fremdsein ist ein Tun, es gibt bestimmte blick- und körperanordnungen die man befolgen muß, um auf höfliche Art fremd zueinander zu sein und zu bleiben. Darüber gibt es in der soziologie kiloweise literatur. Die ich zufälligerweise alle gelesen habe. (fast)

z.B. wenn sich 2 auf der straße entgegenkommen: Kurzes anblicken auf distanz, dann wegblicken, dann noch mal wenn man sich näher gekommen ist (um nicht zusammenzustoßen), dann senken sich die blicke.

So.

Jetzt flirt. Das ist eben interessant. Weil man da die Fremdheitsregeln übertritt. Zunächst minimal. Der blick bleibt ein paar milisekunden länger auf dem gegenüber, als man es SELBST für angemessen hält (das kostet überwindung). Dann noch mal. Dann noch mal. Immer etwas länger. (Auf den eigenen Gesichtsausdruck achten – freundlich!! Blicke sind wie geschliffene Schwerter. Wenn der blick falsch ankommt kann es feindschaft bedeuten).

Anderes beispiel. Ich setz mich in der bahn neben eine schöne gleichaltrige frau. Ihre hand berührt meinen schenkel. "Natürliche" reaktion gegenüber fremden: wegziehen, "Territorium" achten . aber: einfach mal Bein dalassen. Jetzt zieht sie ihre Hand für sekunden nicht weg! Ein enormer erfolg! Schon hat man eine Beziehung (im elementaren sinn des Wortes). Dann gucken. Dann noch mal.....

Es kostet überwindung. Das sind minimale Grenzüberschreitungen. Das ist flirten, noch lange bevor man spricht. Wenn man einen menschen anspricht, dem man zuvor völlig fremd war, dann ist es eigenartig, denke ich. Es gibt regeln. Warum gucken alle weg, wenn scientology auf der straße steht? Man spricht keinen an, bevor man einvernehmlichen Blickkontakt hat.

Was für viele so abschreckend ist, wenn ich mich recht erinnere, ist diese Ambiguität des Flirts - Warum ist das immer so uneindeutig? Kann ich nicht einfach sagen hey du, ich will dich. Nein kann nicht. Das wäre das Gegenteil von flirt. Ich glaube man kann sagen, das exakte Gegenteil eines Flirts ist der militärische Befehl oder eine Vergewaltigung. Flirtkommunikation heißt, immer ein Hintertürchen offen zu haben. Wenn ich’s mir recht überlege, dann sollte das eigentlich das abschreckende für einen JM/ eine JF sein, sondern das BERUHIGENDE. Man kann immer noch sich zurückziehen und trotzdem sein Gesicht wahren. Man kann auch einen Korb kriegen und sein Gesicht wahren. Missverständnis. Wollte gar nicht flirten, wollte wirklich nur Feuer.

Kurz gesagt: die Regeln des Fremdbleibens immer ein kleines bisschen übertreten. Ohne penetrant zu werden. Und lächeln.

d_ie SerPafinxa


Nur leider finde ich es, das es für uns Männer ein bisschen schwieriger ist, eine Frau anzusprechen, weil ich schon häufig erlebt habe, das Frau glaubt, das Mann was für eine Nacht sucht.

Ich will ja auch gar nicht behaupten, dass es leicht wäre. Und ich will auch nicht bestreiten, dass man als Mann vielleicht eher mit Körben rechnen muss (obwohl ich mir durchaus auch welche eingehandelt habe, so ist das nicht). Ich behaupte lediglich, dass es nicht besser wird, solange man nichts tut und sich einfach weiterhin fürchtet. Ich glaube, der Trick ist, sich zu zwingen, sich zu überwinden, und zwar immer wieder aufs Neue. Und bitte glaubt mir, ich weiß, dass das schwer ist.

Ich bin zum Beispiel gerade erst vor ein paar Tagen zu meiner ersten Tanzstunde gegangen (kleine Nebeninfo: außer ein bisschen Disco-Gehopse habe ich noch nie getanzt!). Es ist ein karibischer, ziemlich enger Tanz. Und der Kurs natürlich auch noch in einer Fremdsprache. Mir war richtig schlecht vorher. Schlecht und zittrig. Und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie albern das aussieht, wenn so eine große, unkaribische Trulla wie ich sich zum ersten Mal an so einem Tanz versucht. Ich hab mich da echt zum Horst gemacht und war mir dessen die ganze Zeit durchaus bewusst - aber nichts desto trotz hat es irgendwie auch Spaß gemacht und hinterher war ich echt stolz auf mich, dass ich mich das getraut habe.

Aber obwohl ich immer mal wieder solche kleinen "Erfolgserlebnisse" habe, muss ich mich bei solchen Dingen trotzdem jedesmal wieder zwingen. Und mir ist wie gesagt schlecht vorher und ich denke "Warum tu ich mir das an? Warum geh ich nicht einfach nach Hause und häng mich auf die Couch?" Aber es bringt mich eben voran; so einen Tanzkurs hätte ich noch vor ein paar Jahren niemals gemacht.

heer|r kocxh


dj

Ich setz mich in der bahn neben eine schöne gleichaltrige frau. Ihre hand berührt meinen schenkel.

mal ehrlich (ohne angriffig zu sein), wie oft passiert das?

man kann jetzt "uns schweizer" als reserviert betrachten (aber kaum mehr als andere im mitteleuropäischen vergleich), aber so nah setzt sich bei uns keiner an einen anderen, dass man sich zufällig berührt.

drj ele.ment 3of crixme


zu stoßzeiten ist es schon manchmal recht voll. es geht ja auch nicht ums ranklatschen. kann auch eine ganz sanfte nähe sein, die man nur ganz leich spürt.

dLie S4erJafina


herr koch

Echt, das kommt in einer schweizer Straßenbahn nie vor, dass sich zwei nebeneinandersitzende Menschen zufällig berühren? Wie macht ihr das?? ;-D

k}uckucck\sblume


So.

Jetzt flirt. Das ist eben interessant. Weil man da die Fremdheitsregeln übertritt. Zunächst minimal. Der blick bleibt ein paar milisekunden länger auf dem gegenüber, als man es SELBST für angemessen hält (das kostet überwindung).

gute beschreibung! genauso ist es,

und es kostet wirklich überwindung, immer noch. sehr viel überwindung sogar. doch genau so geht es, ja. :)^ :)^ :)^

hXerrH kocxh


der tag war zu lang. hab "bank" gelesen statt "strassenbahn". gut, in stosszeiten mags das geben, das stimmt. aber selbst dann hab ich noch nie bewusst erlebt, dass mein bein berührt worden wäre. die meisten lesen irgendwas und haben die hände daher höher.

dxie S_er`afxina


und es kostet wirklich überwindung

Meine Rede... ;-D

dbj el[ement owf c4rixme


war nur ein beispiel

wahrscheinlich sind bei euch reichen schweizern einfach die bahnen zu groß und ihr seid einfach zu wenige!!!

aber es kommen ja deutsche.

@kuckucksblume:

ja, aber es macht wahnsinnig spass. und man gewöhnt sich schnell dran.

und: es kommt auch immer wieder mal was zurück. und es ist auch verblüffend von wem ;-)

hLervr kWoch


und deutsche fassen wir nicht an!!!!! :-p

nö, aber ernsthaft ... meine erfahrung im umgang mit meinen mitmenschen (und da will ich mich nicht mal gross ausschliessen) ... grad in stosszeiten sind wir lieber eine masse der individuen.

zufällige berührungen seh ich jetzt als selten an ... jedenfalls so, dass beide seiten darauf reagieren.

kEuCckucrksblxume


herr koch,

aus dem langen artikel pickst du genau den eher schwieriger in die praxis umzusetzenden teil (das mit der straßenbahn) heraus - doch was ist mit dem rest?

die sache mit den blicken.. die ist nämlich sehr sehr interessant :-p :p> :-x

h err hkoch


jo. dem rest kann ich nicht widersprechen, also lass ichs unkommentiert :-p

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