Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

j/ensx70


@ jens

wie oft ist das bei DIR so vorgekommen? also im klartext: wie viele freundinnen hast du in dieser "ich brauche keine freundin"-stimmung kennengelernt und wie viele hast du bisher insgesamt?

citronyx

Ha, jetzt wird's interessant! Aber Du schreibst trotzdem nichts von Dir, aber sei's drum.

So eine optimistische Phase, in der ich mich mit meinem Leben und allem eigentlich richtig gut gefühlt habe, hatte ich leider nur einmal, und das dauerte etwa 3-4 Jahre. In dieser Zeit hatte ich 2.5 Freundinen (also keine Langzeitbeziehungen), allerlei Dates und einen großen "Kumpelkreis", also Freunde, mit denen man auf Parties geht und sowas. Außerdem war ich zu der Zeit gesellschaftlich aktiv, Tanzkurse, Sport, und habe Leute durch Leute kennengelernt. Insgesamt war ich viel offener, Freunde von Freunden kennenzulernen und spontan was zu unternehmen.

Während dieser Zeit sind mir immer mal wieder Frauen über den Weg gelaufen, die das eine oder andere von mir wollten; teilweise wollte ich nicht, teilweise war ich zu überrascht, teils waren sie verheiratet (da wollte ich dann auch nicht), und teilweise hat's ja auch geklappt.

Und wie war das mit Dir?

j0en2s70


was für "uns" frustrierend sein kann, ist natürlich der umstand, dass es leute gibt, die eigentlich gar keinen partner wollen und glückliche singles sind, die dann problemlos in eine beziehung reinkommen.

das hat sicher mit der ausstrahlung zu tun. man wirkt glücklich und dadurch attraktiv. aber wirk mal glücklich, wenn dir deine biografie zeigt, dass du eigentlich kein begehrenswerter mensch bist, weil dich alle ablehnen. vielleicht nicht als freund oder kollegen, aber als partner. da brauchts mehr als zuversicht, um das jahrelang mitzumachen.

Zur Zeit fühle ich mich auch wieder eher so. Meine letzte Freundin hatte ich vor etwa 4-5 Jahren, und seitdem wieder Durststrecke. Wenn mir doch mal eine nette Frau über den Weg läuft (lies: es sich zufällig ergibt, dass man zusammen ausgeht), überlege ich mir nicht bloß, ob sich daraus eine Beziehung ergeben könnte, sondern auch schon, wie sie aussehen könnte, welche Probleme sich ergeben könnten, und dann ist ja alles schon theoretisch bis hin zur Trennung durchdacht, dass ich dann praktisch alles überspringe und gleich bei der Trennung wieder einsetze.

Wenn sich im Alltag mal ein sympathisches Gespräch ergibt, bin ich immer zu überrascht und nicht spontan genug, die Frau nach der Tel.nummer zu fragen oder sich zu verabreden. So gehen die wenigen Chancen auf vieleicht wenigstens Affairen mit jungen Frauen den Bach runter.

Hinzu kommt auch eine tranige Lustlosigkeit bei mir. Anstatt abends in den Cafés rumzusitzen, hänge ich in Foren herum und verbreite Küchenphilosophie.

Andererseits verspüre ich auch nicht viel Lust, auszugehen und jemanden kennenzulernen.

h!errx kocxh


"unsere" optik ist halt ne andere ... sollten "wir" angesprochen werden, ist da schnell mal ein misstrauen. was will die von mir. von mir will eh keine was. mich beachtet keine, die will mich eh verarschen oder was auch immer.

das ist stumpfsinnig und blöd. aber das ist ein produkt der individuellen vergangenheit und kann nicht einfach ignoriert oder beseitigt werden. warum soll jemand denken, dass man ihn als sexuelles wesen wahrnimmt, wenn nichts in seiner geschichte darauf hinweist?

j8ejns7x0


"unsere" optik ist halt ne andere... sollten "wir" angesprochen werden, ist da schnell mal ein misstrauen. was will die von mir. von mir will eh keine was. mich beachtet keine, die will mich eh verarschen oder was auch immer.

Was meinst du damit, mit "euerer" optik? So ein mißtrauen hatte ich früher auch immer. Und das hat es mir vermießt, mich in meinen 20ern (und eigentlich auch jetzt) austoben zu können. Wie alt bist du denn?

das ist stumpfsinnig und blöd. aber das ist ein produkt der individuellen vergangenheit und kann nicht einfach ignoriert oder beseitigt werden. warum soll jemand denken, dass man ihn als sexuelles wesen wahrnimmt, wenn nichts in seiner geschichte darauf hinweist?

herr koch

Sieht man dir deine geschichte an? dein aussehen gibt ja auch keinen hinweis darauf, dass du kein sexuelles wesen bist. spiel halt das spiel einfach mit.

mir ging's früher genauso, wenn eine mal was von mir wollte, hab ich abgeblockt. und später habe ich mich wegen meiner unerfahrenheit geschämt, was die ganze sache ja auch nicht besser gemacht hat.

die sache hat sich schrittweise gebessert, als ich mehr mit frauen gemacht habe, tanzkurs oder sport. man hat sich unterhalten, und ich hab gemerkt, dass frauen ja auch nicht beißen. diese sachen hatte ich nicht gemacht, um frauen kennenzulernen, sondern aus spaß an der sache. das andere hat sich dann quasi von selbst ergeben.

außerdem glaube ich nicht, dass noch nie eine frau mal anfangsinteresse an dir hatte, du hast es wohl bloß abgeblockt. oder aber, du hast es nicht richtig deuten können. ist mir mal so passiert: auf einer party sagt mir eine frau ihren namen. hab ich ihr auch meinen namen gesagt, aber war nur überrascht, was das denn jetzt sein sollte. anstatt mit ihr etwas smalltalk zu machen, was sie arbeitet, wo sie wohnt, ob sie einen freund hat, usw.

h1erDr pkocxh


ich mein damit unsere jm-optik. ich bin 25.

eben. man nimmt das interesse nicht wahr, falls es vorhanden gewesen sein sollte.

BzetIsyG2x006


Here we go: Näheres zum Beziehungsangstbuch

So, da sich ja zumindest Lewian und Wallisli sich für das Buch zu interessieren scheinen, hab' ich's rausgekramt, um Euch eine detailliertere Zusammenfassung geben zu können. Eins vorweg: Das Buch ist ein "Arbeitsbuch". Einmal querlesen bringt vermutlich herzlich wenig. Stattdessen gibt es einem viele Ansatzpunkte über die eigene Problematik nachzudenken. Außerdem zeigt es viele verschiedene Verhaltensmuster auf, die Leute mit Beziehungsangst an den Tag legen. Da sollte man sehr offen und schonungslos gegenüber sich selbst sein. Vor allem sollte man sich die Stellen markieren, die auf einen selber zutreffen, da natürlich auch viele Muster vorgestellt werden, die nicht relevant sind. Dann ist es leichter, den Überblick zu behalten.

Handlungsvorschläge, um langfristig eine Verhaltensänderung herbeizuführen, gibt es auch relativ ausführlich. Auch hier trifft je nach Typ manches zu und einiges nicht. Der erste Schritt ist (wie fast immer), sein eigenes "Beziehungs-Vermeidungs-Verhalten" zu durchschauen. Ob man aktiver oder passiver Vermeider ist, kann man mit Hilfe eines Tests (Multiple Choice) recht gut einschätzen.

So, jetzt zu den Inhalten im Einzelnen:

Teil 1 - Angst vor dem, was man gerne hätte

Hier wird zunächst ein Überblick gegeben, wie sich Bindungsprobleme generell äußern können. Anschließend werden 16 Fragen präsentiert, mit deren Hilfe man sich selber einen Eindruck darüber verschaffen kann, ob und wie ausgeprägt man Bindungsängste hat. Es folgen detaillierte Ausführungen dazu, wie und vor allem wann sich Beziehungsängste im Einzelnen äußern.. Dann wird die Betrachtung differenziert in aktive und passive Beziehungsvermeider.

Teil 2 - Ängste verstehen und Problemen offen entgegentreten

Hier gibt es zunächst einen Test, ob man eher ein aktiver oder ein passiver Beziehungsvermeider ist. Dann folgen kurze Abschnitte zu unterschiedlichsten "Problemen", mit denen sich beziehungsängstliche Menschen in viele Fällen herumschlagen:

- Wie schnell treffen sie in anderen Bereichen bindende Entscheidungen?

- Sind Sie unerreichbar?

- Bleiben Sie am liebsten anonym?

- Können Sie Pläne machen?

- Wie sieht es beruflich aus?

- Wie wohnen Sie?

- Was hängt an Ihren Wänden?

- Bedeuten Haustiere zu viel Verantwortung?

- Wie leicht fallen Ihnen größere Anschaffungen?

- Und wie sieht es aus mit alltäglichen Entscheidungen?

- Möchten Sie immer alles umtauschen?

- Fällt es Ihnen schwer, sich von alten Sachen zu trennen?

- Wie stehen Sie zum Kinderkriegen?

Anschließend gibt es einen Fragekatalog, der einem helfen soll, die eigenen Gefühle weiter zu erforschen. Dann werden vier verschiedene Kategorien von Bindungsängsten dargestellt:

1. Narzißtische Bindungsangst (Perfektionisten)

2. Klaustrophobische B. (Angst vor Verlust der Freiheit, Kontrolle o.ä.)

3. Allgemeine B. (Angst davor Träume aufzugeben, Angst vor Blöße, Angst vor Abhängigkeit o.ä.)

4. Durch besondere Umstände bedingte B.

Es folgt ein Kapitel, das entsprechend der o.g. vier Kategorien den "Problemmechanismus" offenlegt.

Zum Schluß folgt auf ca. 20 Seiten eine Art Stufenplan, wie man seine Beziehungsangst angehen sollte, um sie langfristig in den Griff zu bekommen. Darüber hinaus gibt es einen Anhang von ca. 60 Seiten, in dem eine ganze Reihe von konkreten Ratschlägen zusammengefasst ist, wie man sich ein neues, positives Verhaltensmuster aneignet.

Wie Ihr seht, ist das Problem sehr vielschichtig und kann in den unterschiedlichsten Ausprägungen auftreten. Deshalb ist es mir nicht möglich, in ein paar Sätzen die Lösungsansätze zusammenzufassen. Ich hoffe, die ausführliche Inhaltsbeschreibung hilft Euch, zu entscheiden, ob das Buch was für Euch ist. Da das Taschenbuch recht günstig zu haben ist, könnt Ihr aber im Zweifelsfall nicht viel falsch machen. :-)

K1waqk


@schüchtern

Wenn du dich neu einkleiden willst solltest du schrittweise vorgehen. Auf einmal einen ganzen Schrank voll neuer Kleidung zu kaufen ist sehr teuer. Deshalb kauf immer mal wieder ein neues Teil. Fang z.B. mit einer neuen Hose an, wenn du das nächste Mal etwas Geld übrig hast ein neues Hemd oder etwas anderes. Immer mal wieder etwas dazu statt alles auf einmal neu. Veränderungen sind meist ein langsamer Prozess.

Du kannst auch den Pimpfaden reaktivieren. Frollein und Gentille sind besser als ein teurer Typberater. Sie haben mir auch einige wertvolle Tips gegeben.

j&ens7x0


Was ist denn die JM-Optik? Wurde das schon mal hier besprochen?

Wenn du erst 25 bist, ist das gerade das richtige Alter. Aus meiner bescheidenen Erfahrung der Tipp: Sieh zu, dass du was mit Frauen unternimmst, was dir von der sache her Spaß macht. Nicht, um primär eine Freundin zu finden, sondern um Smalltalk mit Frauen zu lernen. Um dich unverkrampft im Frauenumfeld bewegen zu können. Um mit den ganzen Frauen aus dem Kurs (Tanz, Sport, VHS, ...) mal zum Kursabschluß abends auf ein Fest, Weihnachtsmarkt, ... zu gehen. Nicht, um welche anzubaggern, sondern aus Spaß an der Sache. (Wenn's trotzdem funkt, kann man auch nichts machen, ist aber nicht Ziel der Übung.) Sei neugierig!

Wenn dann doch mal eine was von dir will, kannst Du wenigstens "reflexartig" ein Gespräch ein bißchen im Gang halten, bis du, wenn du sie auch sympathisch findest, nach ihrer Tel.nummer fragen kannst.

Mit meiner ersten Freundin war ich zusammengekommen, nachdem ich einige Blind-Dates aus Kontaktanzeigen gemacht hatte. Nachdem ich mich mit einer Frau aus dem Sportkurs abends verabredet hatte, und das Date dann ziemlich peinlich, also eher sprachlos verlief.

Meine Freundin hatte ein gewisses Interesse an mir, und ich war neugierig, was passiert, wenn ich mich mal darauf einlasse.

h@errL k)oSch


mir gehts im moment gut, ich treff mich mit einer netten dame.

mir gehts einzig darum, dass es kein patentrezept gibt und man durchaus ein "normales" leben führen kann ohne jeglichen erfolg zu haben.

ich bin oft mit frauen zusammen, ess meist mit frauen am mittag und so.

dennoch brauchte es einen zufall, dass ich mal mehr als einmal mit einer was unternehmen konnte.

c,itrPonyxx


@ jens

hm, wie soll ichs beschreiben. also grundsätzlich wars bei mir so. nach langer langer langer langer phase in der ich IMMER ohne jegliche ansätze von beziehung war folgte vor zwei jahren der beginn, dass alles ins rollen kam.

grundsätzlich wars bei mir so, dass ich auch in der zeit, in der ich allein war kein dauer-trauer-typ war. ich bin ein offener typ und kann leicht auf leute zugehen, die ich nicht kenne und in gesprächen eher zu offen, als zu zurückhaltend. nach dem abi hab ich mein studium durchgezogen und arbeite seitdem in meinem beruf. also einen mangel an zu belohnenden stationen in meinem leben gibts nicht. und trotzdem: ich musste 32 jahre alt werden, ehe der stein mit den männern ins rollen kam bzw. sich mal etwas auf gegenseitigkeit ergab.

zu meiner stimmung folgendes: in den langen jahren gings mir grundsätzlich immer schlechter, weil mir das alleinsein wirklich nicht gut getan hat. die einsamkeit was liebe und sex anbelangte, hat mir arg zugestetzt. kurz: ich litt. abzulesen war mein inneres an den bildern, die ich malte. meine mal- und zeichenlehrerin las aus ihnen, wie schlecht ich mich fühlte. meine bilder wandelten sich. die farben wurden wärmer. mein leben wandelte sich. (ha, jetzt denkst du: ich habs doch gleich gesagt: gute stimmung -> partner tritt auf den plan). naja. der erste mann wurde kein partner. aber er legte die gewissheit in meine seele, dass da draußen noch mehr männer sind, die mich so wollten, wie ich bin. (dabei wollte DER mich ja gar nicht, SO, wie ich WAR. eigentlich also absurd, dass er das bewirkte. aber gut....)

als es mir einige monate wieder mal so richtig mies ging, ich also wirklich eine krise durchlebte und die sich dem ende neigte, die gedanken wieder klarer wurden - da trat mein erster freund auf den plan und sprach mich an.

jsenys7x0


herr koch,

ich schreibe das ja nicht bloß für dich persönlich. Freilich gibts keine Patentrezepte. Ich schreibe ein paar Gedanken, andere schreiben ihre Gedanken.

ich bin oft mit frauen zusammen, ess meist mit frauen am mittag und so.

Arbeitskolleginnen?

dennoch brauchte es einen zufall, dass ich mal mehr als einmal mit einer was unternehmen konnte.

???

chitvro nyxx


ich kenne jemand, der sein leben nicht besonders gut auf die reihe kriegt. aber trotzdem findet er freundinnen, führt partnerschaften. ich verstehe das nicht wirklich. aber es zeigt, wie auch mein leben, dass deine theorie, dass partnerschaften belohnungen dafür sind, dass "das leben grad klappt" nicht stimmt.

h}err ikhoch


ja, arbeitskolleginnen.

eben. es brauchte einen zufall, dass ich SIE kennen lernen durfte.

jzens.7x0


@citronyx

Ich will ja gar nicht meine "Thesen" bestätigt sehen. Mich interessiert eher ein Gedanken- und Erfahrungsaustausch.

Aber wenn Du Deinen Freund kennengelenrt hast, nachdem Du Deine Krise überwunden hast, ist das denn nicht eher so, wie ich's auch erfahren habe? (Mir geht's nicht um's Recht-Haben, sondern ums verstehen.)

Wie war das denn in Deinem Studium? Wenn du so kontaktfreudig warst, wieso hat sich nie was ergeben?

Ahh, das mit dem Belohnen habe ich wohl falsch formuliert: Das lässt sich nicht an objektiven Dingen festmachen, wie Studium abgeschlossen oder Job gefunden. Sondern eher so, wie man diese Dinge für sich selber bewertet, oder wie zufrieden man sich in seinem Leben fühlt.

jBensY70


ich kenne jemand, der sein leben nicht besonders gut auf die reihe kriegt. aber trotzdem findet er freundinnen, führt partnerschaften. ich verstehe das nicht wirklich. aber es zeigt, wie auch mein leben, dass deine theorie, dass partnerschaften belohnungen dafür sind, dass "das leben grad klappt" nicht stimmt.

Nunja, das ist ja eine gute Nachricht, dann besteht ja Hoffnug für alle. :-)

Hmm, wie fühlt er sich denn selber dabei? Empfindet er seinen Zustand, also dass er sein Leben nicht auf die Reihe kriegt, als belastend?

Und viel wichtiger: Wie findet er dauernd neue Freundinnnen?

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