Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

CPoppexr


@ jens

Ich bin 25...

Ich glaube auch, es ist wichtig, dass man seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche als wichtiger fühlt und begreift als die Wünsche und Erwartungen seiner Mitmenschen.

Das ist das wichtigste in drei Zeilen komprimiert, würd ich sagen, aber es ist alles andere als leicht zu verwirklichen.

Man gewöhnt sich dran, eigene Impulse, Ecken, Kanten, Wünsche und Bedürfnisse zu ignorieren und in einem Rahmen zu funktionieren, den man sich selbst aufgrund äußerer oder eigener Erwartungen gesetzt hat, weil das mal erfolgsversprechend schien. Dabei verliert man sich selbst nach und nach aus den Augen.

Das habe ich allerdings nicht bewusst getan, um etwas zu bewirken oder zu erreichen, sondern zufällig und unbewusst. Das ist vieleicht sowieso das beste, weil man dann nicht nachgrübelt, ob man es "wert" ist, dass sich andere Menschen mit einem anfreunden, oder was sich daraus ergibt, oder ob man irgendwas investieren soll; sondern man erlebt es einfach, ist neugierig, was sich denn noch alles ergibt, und ist offen für neue Erfahrungen. Man lebt einfach in der Gegenwart, kurz: man lebt.

Ich hab aber festgestellt, daß es mir schwergefallen ist, unabhängig von irgendwelchen großen Veränderungsplänen was für mich zu tun.

Es ist auf jeden Fall der richtige Weg, aber ich denk, die Veränderungen der Lebensumstände, wie du sie beschreibst, sind sozusagen schon die Steine, die wir ins Rollen gebracht haben, ohne eine vorhergehende Initialzündung ist man nur zu träge, soweit zu kommen. Das ist das, was ich damit meine, sich selbst aus den Augen zu verlieren. Diese völlige Trägheit, Unglauben gegenüber Veränderung und teilweise Selbstverachtung - also sonderlich geachtet hab ich mich wirklich nicht. Man muß erstmal den inneren Antrieb wecken, etwas für sich zu tun. Nur festzulegen, etwas zu tun - damit ist es nicht getan.

(Wenn man allerdings genügend Antrieb hat, die Welt um sich herum auszugestalten... dann sollte man sofort damit anfangen).

Ich weiß nicht, ob man aus eigener Kraft über diese Phase des frommen Wunsches hinauskommt und sich an den Haaren da rausziehen kann, es ist doch alles so festgefahren und unbewußt, daß man trotz aller guten Vorsätze unbewußt die selben Fehler nur wiederholt.

Ich hab sicher einige Fortschritte gemacht, und vieles, was ich bewußt entscheiden und beeinflussen konnte, hab ich auch gemacht, aber unterbewußt hab ich mich kaum verändert. Die vielen kleinen Erfolge haben sich nur mäßig auf mein Selbstbild ausgewirkt.

Ich red seit nun fast nem Jahr regelmäßig mit nem Therapeuten über dieses Persönlichkeitsfindungsproblemchen, und ich glaube, das ist es, was mir am meisten geholfen hat. Das Forum ist natürlich eine wunderbare Möglichkeit sich auszutauschen, man lernt ne Menge - aber nur darauf zu setzen... ich weiß nicht. Es hat seine Grenzen, und die liegen in der Natur der Sache. Im Internet zu schreiben geht einfach nicht nah genug, um Veränderung zu bewirken.

cMitro_nyx


@ copper

Im Internet zu schreiben geht einfach nicht nah genug, um Veränderung zu bewirken.

ich weiß was du meinst. ich verstehe es jetzt aber extra anders und meine dazu: kann auch anders gehen. im internet schreiben kann auch folgen haben. folgen/veränderungen: negative wie positive. zu den positiven mehr...

cWitrgonyxx


@ kwak und andere

wollt ihr noch ein paar tassen tee? :)D :)D :)D :)D :)D :)D :)D :)D :)D :)D neee, scherz. der teevorrat ist aufgebraucht. die teetassen leer.

c(itrocnyxx


@ kwak und andere

So, nachdem ich euch jetzt mit genug Tee für ein paar Tage versorgt hatte und die Teevorräte aufgebraucht sind (denn wie heißt es so schön? - Abwarten und teetrinken ;-) ) nun doch noch ein "kleiner Beitrag" von mir. (äh, kleinere beiträge von mir... will jemand eine tasse tee dazu? :)D

Kennengelernt haben wir uns vor Jahren übers Internet. Aus Diskussion wurde freundschaftliches Geplänkel. Freundschaftliches Geplänkel und sehr ehrlicher und persönlicher Austausch wechselten sich ab. Die Zeichen der Zeit standen schlecht und es blieb beim Austausch übers Internet. Aber es entwickelte sich eine Freundschaft. Später lernten wir uns dann doch kennen.

Wir trafen uns dann nach meiner ersten Beziehung wieder. Da fühlte ich mich mich übrigens auch zum allerersten mal in meinem Leben als "echter Single". Ist man erst Single, wenn man eine Beziehung hinter sich hat? Gefühlsmäßig? Merkwürdiger Gedanke! Wobei dieses Gefühl nur von sehr kurzer Dauer war. Denn ich stürzte mich ja kopfüber ins Leben, ins reale Kennenlernen mit ihm.

Und noch mehr Gedanken:

Wie ungewöhnlich, wenn man mit jemandem, mit dem man seit Jahren übers Internet kommuniziert und den man schon so gut kennt, eine Beziehung anfängt!

Wie schön, den Menschen nun auch real besser kennenzulernen!

Wie beruhigend, zu erleben, dass man ihm auch im realen Leben vertrauen kann und sich gut aufgehoben fühlt!

Wie spannend, zu beobachten, wie sich die eigenen Gefühle zum anderen entwickeln!

Was für eine schöne Überraschung, wenn man eines Tages gemeinsam im Bus steht und auf einmal das Gefühl hat: "Ja, ich fühle mich ihm verbunden." und man strahlt ihn an!

Wie blöd, wenn er dann fragt, "Warum lachst du denn so komisch?"! ;-)

Wie schwierig, darauf eine passende Antwort zu finden, die auch richtig rüberkommt!

Wie aufregend, vieles gemeinsam zu entdecken!

Wie ereignisreich, so viel gemeinsam zu unternehmen!

Wie interessant das Bahnfahren sein kann!

Wie langweilig das Bahnfahren sein kann!

Wie ermüdend das Bahnfahren sein kann!

Wie nervtötend das Bahnfahren sein kann!

Wie teuer das Bahnfahren sein kann!

Wie zeitraubend das Bahnfahren sein kann, denn...

Wie schnell die gemeinsamen Wochenenden einer Fernbeziehung doch immer vorbei sind!

Wie leer die Wohnung erscheint, wenn man wieder alleine ist!

Wie unpraktisch, wenn beide gleichzeitig mies drauf sind, und man sich nicht gegenseitig aufmuntern kann! (Da fühlt man sich manchmal doch glatt wieder wie eine Quasi-JF. (NEIN: SCHERZ!!!!) Nein, das ist natürlich nicht so. Aber frustrierend ist das schon. Wenn auch niemals so, wie es in der JF-Zeit gewesen ist.)

Wie gut, dass es kam, wie es kam!

Wie gut, dass wir träumen können was noch kommen könnte!

Wie gut, dass wir im Jetzt leben!

Wie gut, dass es noch viele Jetzts gibt. Mancher nennt es Zukunft!

(sorry, kommt wahrscheinlich allzu euphorisch rüber. vorgestern war ich noch mies drauf. heute wiederum nicht. )

Eymot#ionaxle


Ich glaube auch, es ist wichtig, dass man seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche als wichtiger fühlt und begreift als die Wünsche und Erwartungen seiner Mitmenschen.

Das kommt automatisch, wenn ich in Kontakt mit meinen eigenen Gefühlen komme, und ich glaube gar nicht im Sinne von "wichtiger", sondern im Sinne von "ups da ist ja (m)ein Seelenraum", den ich erkenne und gestalte.

@:),

CJop*per


@ citronyx

Wie gut, dass wir im Jetzt leben!

Wie gut, dass es noch viele Jetzts gibt. Mancher nennt es Zukunft!

Jederzeit :)^

@emotionale

Das kommt automatisch, wenn ich in Kontakt mit meinen eigenen Gefühlen komme, und ich glaube gar nicht im Sinne von "wichtiger", sondern im Sinne von "ups da ist ja (m) ein Seelenraum", den ich erkenne und gestalte.

Stimmt, das triffts noch besser, glaub ich.

Es ist natürlich ne Art von Egoismus, aber das hat so einen negativen Anklang... es geht eigentlich um die angewohnte, irgendwie hilflose Selbstlosigkeit, die man auf diese Art überwinden kann.

C~oppexr


@ mich selbst

Das ist das wichtigste in drei Zeilen komprimiert, würd ich sagen, aber es ist alles andere als leicht zu verwirklichen.

Hehe, nicht mal bis drei zählen kann er ;-D

E1motionxale


;-D es liest sich übrigens schön, was du von deinem jüngeren "Werdegang" so schreibst.

Grüße, :-)

jCensD70


@citronyx

Zitat:

Wie gut, dass wir im Jetzt leben!

Wie gut, dass es noch viele Jetzts gibt. Mancher nennt es Zukunft!

Schön geschrieben! :)^

@emotionale

Zitat:

Das kommt automatisch, wenn ich in Kontakt mit meinen eigenen Gefühlen komme, und ich glaube gar nicht im Sinne von "wichtiger", sondern im Sinne von "ups da ist ja (m) ein Seelenraum", den ich erkenne und gestalte.

Stimmt, das triffts noch besser, glaub ich.

Es ist natürlich ne Art von Egoismus, aber das hat so einen negativen Anklang... es geht eigentlich um die angewohnte, irgendwie hilflose Selbstlosigkeit, die man auf diese Art überwinden kann.

Copper

Es ist schon eine Art Egoismus, ich möchte schreiben, eine gesunde Art Egoismus. Das heißt natürlich nicht, dass man keine Rücksicht nehmen soll, oder niemals Kompomisse eingehen oder Hilfe geben soll.

Aber wenn man selbst-los sich bemüht, stets so zu erscheinen, wie man glaubt, dass die anderen einen gerne sehen würden, ist man über kurz oder lang sein Selbst los. Ich glaube, man ist dann keine Persönlichkeit mehr, die Halt und Widerstand geben könnte, sondern eher so eine Art Nebel, durch den man hindurchgreift und die keine Stütze oder Halt für den Partner sein kann. Und davon hat der Partner dann schließlich auch nichts.

(Außer, man hat einen Partner, der einen Claquer oder hündischen Bewunderer sucht.)

Ich denke, ohne gesunden Egoismus oder Selbstbewusstsein kann man auch keine richtige Partnerschaft oder Beziehung haben.

Nun habe ich alles schwarz/weiß gemalt, der Deutlichkeit halber, und die Grautöne und Farben rausgelassen. Damit dürfen die weniger Grobgestrickten das Bild ausmalen. ;-)

Beste Grüße

D0oragson


N.B., und ich warte immer noch auf Deine fundierten praxisnahen Vorschläge, wie man denn eine Frau, die das auch will, für einen ONS oder eine Affaire kennenlernt.

haben wir doch alles schon tausendmal durchgekaut: über I-net, z.b singlebörse, kontaktanzeige, Frauen kennenlernen im Beruf oder Studium, im Bekanntenkreis, auf Partys, Sportverein, Kirchenchor, inner Disse, Supermarkt, Strassenstrich usw...

E`m1ot~io4nale


k.A.

hier? [[http://www.traumdeuter.ch/texte/uebersicht_b.htm]]

Gruß,

jGen&s70


@copper

ch hab aber festgestellt, daß es mir schwergefallen ist, unabhängig von irgendwelchen großen Veränderungsplänen was für mich zu tun.

Der kleine Plan, den ich hatte, war in die Großstadt zu ziehen, um abends ohne Auto besser ausgehen zu können. Das heißt, dass ich, wenn ich mal ein Bier getrunken hatte, ohne teures Taxi oder ohne auf Züge angewiesen zu sein, nach hause kommen konnte.

Es ist auf jeden Fall der richtige Weg, aber ich denk, die Veränderungen der Lebensumstände, wie du sie beschreibst, sind sozusagen schon die Steine, die wir ins Rollen gebracht haben, ohne eine vorhergehende Initialzündung ist man nur zu träge, soweit zu kommen.

Das ist wohl wahr. Aber wie kommt man zu solchen Initialzündungen? Eigentlich muß man sie einfach nur machen. Man ändert sein Leben, indem man es ändert. Aber wie rafft man sich dazu auf? Wie zwingt man sich dazu? Dazu habe ich kein Rezept. Du hast Deinen Weg mithilfe eines Therapeuten gefunden, anderen hilft es vieleicht, im Urlaub in fremden Städten in ganz ungewohnter Umgebung neues auszuprobieren, andere werden vieleicht durch das Ende der Ausbildung und Job in anderer Gegend dazu gezwungen, etc.

(... wegen Zustimmung gelöscht ...)

Ich hab sicher einige Fortschritte gemacht, und vieles, was ich bewußt entscheiden und beeinflussen konnte, hab ich auch gemacht, aber unterbewußt hab ich mich kaum verändert. Die vielen kleinen Erfolge haben sich nur mäßig auf mein Selbstbild ausgewirkt.

Möchtes Du das etwa näher erläutern? Das würde mich interessieren.

(...) Das Forum ist natürlich eine wunderbare Möglichkeit sich auszutauschen, man lernt ne Menge - aber nur darauf zu setzen... ich weiß nicht. Es hat seine Grenzen, und die liegen in der Natur der Sache. Im Internet zu schreiben geht einfach nicht nah genug, um Veränderung zu bewirken.

Copper

Seh ich auch so. Die Ratschläge, die man hier bekommen kann, hören sich wohl für jemanden, der im Sumpf steckt, wie Binsenweisheiten an - du mußt unter Menschen gehen, du mußt soziale Kontakte aufbauen (in vielen Variationen und ausführlicher gepostet); das wissen die Betroffenen wahrscheinlich selber schon. Oder sie sind zu hoch, eher für die "Fortgeschrittenen", wie das vielgelobte Maschinenkanon'sche Regelwerk.

Interessanter finde ich fast noch solche Diskussion wie jetzt diese.

Beste Grüße

D%oragxon


Die drei Prinzipien der Partnersuche:

Dmoragoxn


1. Keine Frau ist es Ihnen schuldig mit Ihnen zusammenzusein, wenn Sie eine wollen, müssen Sie sich selbst aufraffen und alles daran setzen eine zu finden.

A8nvxal


So wider da und ein wennig Niedergeschlagen...

War ein schöner Tag aber sie meinte: "Sie könnte sich eine beziehung mit mir vorstellen liebt mich aber noch nich sondern braucht noch Zeit."

Einerseits kann ich das verstehen (Sie hatte auch zimliche Probleme nach der trenung mit ihrem letzten freund und hat nun angst das ich sie auch so stark verletze) aber habe halt auch angst das ich im grunde umsonst energie hineinstecke.

Ich möchte ihr gerne die zeit geben aber diese Ungewissheit ist für mich auch extrem belastend..

Naja es war aber auf jedenfall trozdem ein sehr schöner Tag.

Anval

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