Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

h/err ;koxch


wenn du eine freundin willst, wirst du zwangsläufig damit konfrontiert werden, aus deinem trott auszubrechen ... vielleicht solltest du wirklich erst daran arbeiten.

SNchtznxgrrrm


@Kwak

Dann fahr doch einfach mal nach der Uni mit dem Bus/Tram/Ubahn ins Zentrum der Unistadt, laufe eine Runde durch die Fußgängerzone und fahr dann erst nach Hause. Das schaffst du doch locker, du hast dich ja auch in Hamburg zurechtgefunden.

M3onzikca6x5


kwak

Würde ich aber auch sagen, es wird höchste Zeit. Erkunde deine Umgebung, auch wenn es dir schwer fällt. Jemand, der mit dir zu tun haben wird, muss ja den Eindruck gewinnen, dass es dir an den einfachsten Dingen fehlt. Womöglich gewinnst du ja auch für dich was dafür, neue Interessen, Anregungen. Eine Stadt hat doch viel zu bieten, Gastronomie, Bibliotheken, Kultur in jeder Form. Mach mal eine Stadtführung für Touristen mit.

Dass du jetzt mal in Hamburg warst, ist doch gut. Das zeigt, dass du prinzipiell damit klar kommst.

Hast du keine Bekannten im Studium? Freunde? Studentenkneipen?

Sf. waSllrisii


sowas bringt nichts bei diesem Problem, geht mir nämlich genauso und solche Stadtspaziergänge mache ich gelegentlich - ich schätze da müsste man schwerere Geschütze auffahren wie einen Verein oder sonstwas mit zwingendem Menschenkontakt und Kommunikation. Und selbst sowas würde sofort mit der Gewöhnung bzw. Einlebung seinen Trainingseffekt verlieren, man müsste also ständig neues in der Richtung suchen.

Ich für meinen Teil hab das aufgegeben, das Pensum an ständiger Konfrontation das nötig wäre um sich irgendwann in ferner Zukunft in solche unbekannten Stituationen wohlzufühlen ist entmutigend - ich habs oft genug mitgemacht: die Gewöhnung tritt schnell ein und das einzige was man geschafft hat ist zu den zwei Aufenthaltsorten (um nicht zu sagen Rückzugsorten) noch einen hinzuzufügen. Das Problem der Unflexibilität oder gar der Angst vor unplanbaren, unbekannten Situationen bleibt bestehen - vielleicht gibts andere Wege das zu bekämpfen aber mit menschenmöglicher Konfrontationsbereitschaft ist's nicht getan - sie müsste (aus meiner Sicht) übermenschlich sein, jeden Tag eine andere neue unbekannte Situation suchen. Ich persönlich hab da nicht die Kraft für.

Lkewixan


s. wallisii

Das psychologische Problem ist mal das eine, das laesst sich sicherlich nicht so einfach loesen - aber rein pragmatisch gesehen hat sich das Leben doch schon erweitert, wenn man statt zweier irgendwann fuenf oder sieben vertraute Orte hat...

jjen sd70


Hallo Kwak!

Hallo jens,

Zitat:

So wie du schreibst habe ich den Eindruck, dass Du glaubst, irgendwas besonders richtig machen zu müssen.

Ja, ich muss ihr zeigen/sagen, dass ich an ihr Interesse habe.

Nö, musst Du gar nicht! Wer zwingt Dich denn dazu? Wenn Du musst, dann lass es bleiben! Du musst Dich nicht zwingen! Und, offengesagt, wenn Du selber wolltest, hättest Du schon längst getan?

Zitat:

Wenn Du sie ausserhalb der Uni treffen willst, warum fragst Du sie nicht, ob ihr mal was abends oder am WE zusammen unternehmt? Zusammen auf eine Studenten-Fete gehen, Kneipentour, Museum, Kino, Weihnachtsmarkt, ..., genug der Anregungen!

Klingt gut. Nur leider ist in der Nähe der Uni nichts brauchbares. Unsere Wohnorte liegen auch recht weit auseinander.

Ach du meine Güte! Bei Dir ist Zucker und Salz verloren! ;-) -- Naja, es gibt ja auch keine Fahräder, Autos oder Busse, nich wahr? ;-) Fürs Fahrad ist's schon zu kalt, Auto haste nicht oder kriegste kein Parkplatz in der Stadt, und Bus kostet Geld, musste dreimal umsteigen, und außerdem dauert die Fahrt zulang, und abends fährt ja keiner, nich wahr? ;-) :-p ;-)

Was glaubst Du wohl, was die ganzen anderen Studenten abends machen? Im Kämmerchen sitzen und Trübsahl blasen? ;-) -- Hmm, naja, vieleicht schon, die lernen alle nur ganz fleißig und haben niemals Parties und gehen nicht in Kneipen. ;-) Und die leben auch das ganze Studium streng enthaltsam! ;-) Nun, da kann man leider nichts machen! In Deiner Stadt kann man sich nicht verlieben! :-( Weil man sich leider nirgendwo verabreden kann. :-( Da bleibt Dir nur übrig, bis nach dem Studium zu warten, wenn du wegen der Arbeit in eine andere Stadt wechselst. Geht wohl nicht anders. :-( ;-) ;-) ;-)

Zitat:

Du beklagst dich darüber, keine Erfahrungen auf diesem Gebiet zu haben, und deshalb nicht zu wissen, wie. Erfahrungen werden aber gemacht, nicht erdacht.

Stimmt. Nur der berühmte erste Schritt fällt mir mal wieder schwer.

Kwak

Tja, Kwak, und deshalb musst Du jetzt auch aufgeben. Es ist ein weiser Rat, glaub mir: "Wenn dir etwas schwerfällt, dann versuche es erst gar nicht! Nur wenn du etwas versuchst, kannst du auch scheitern."

;-) ;-) ;-)

Offen gesagt, ich glaube, eine Beziehung ist erstmal zu schwierig für Dich. Ich würde sagen, sieh erstmal zu, dass Du Dein Sozialleben in etwas normale Bahnen lenkst, Kumpels und Kumpelienen kennenlernst. Freundin und Beziehung kommt dann von ganz alleine und ganz ganz einfach.

Mann, Kwak!!! Wenn irgendwo ein haufen junger Menschen zusammen sind, gibt es tausende Möglichkeiten, Leute kennenzulernen und auszugehen. Selbst im hinterletzten Dreckskaff! Oder glaubst Du, selbst in irgendeiner Walduni wollen die Leute vereinsamen? Die organisieren sich selber was! Studentenclubs, Wohnheimfeten!

Gefühlte 80% der StudentInnen sind daran interessiert, im Studium neue Freunde kennenzulernen, Spaß, Affairen und Beziehungen einzugehen und wieder abzubrechen. Sie sind daran interessiert, Tanzkurse zu machen, Billard zu spielen, zu feiern, LAN-Parties zu machen, Sport zu treiben. Und selbst Solo-Sportarten wie Jogging machen sie lieber zusammen im Lauftreff! Schach, Literaturklubs! Musikmachen, Chöre, Theatergruppen!

Für alle Interessen gibt's was.

Und wenn du noch nicht weisst, wo und wie, dann frag doch die Leute danach, wo es Kneipen gibt, ob es Sportkurse gibt, usw.

Warum fragst'n Du nicht Dein Schwarm, wo man einen guten Kaffee trinken kann, wo's 'ne lauschige Kneipe gibt? Entweder sie weiss was, dann gehste mit ihr zusammen dahin, oder sie weiss nichts, dann machste 'ne Erkundungstour mit ihr.

Ist alles ganz einfach. Die äusseren Schwierigkeiten fantasierst Du Dir bloß herbei!

Nochmal langsam im ganzen Satz: In einer Unistadt gibt es keine objektiven äusseren Schwierigkeiten, gesellig zu sein, auszugehen und Frauen oder Männer kennenzulernen.

Beweis: Die ganzen anderen StudentInnen machen es so.

Deine Schwierigkeiten liegen folglich allein in Dir selber begründet! Darüber möchtest Du aber anscheinend hier nicht reden.

Gut, das akzeptiere ich. Aber man kann den Hund nicht zum jagen tragen.

Beste Grüße

[Warnung: Dieser Beitrag spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder und enthält Spuren von nichtgekennzeichneter Ironie.]

MConi1ka6x5


s.wallisii

Das verstehe ich jetzt nicht. Natürlich ist es nicht nötig, jeden Tag eine unbekannte Situation herbeizuführen. Darum gehts doch nicht, das wäre nun auch nicht mein Ding. Wir alle lieben doch - in unterschiedlichem Ausmaß - das Vertraute.

Und die Stadt, in der man lebt, selbst wenn man im Randbereich lebt, sollte doch zu diesem vertrauten Ort gehören, zumindest der Kernbereich. Das ist bei einer nicht allzu riesigen Stadt ja nun auch kein menschenunmögliches Unterfangen. Und dann hat man auch da vertrautere Orte, wie Lewian sagt, ein paar mehr vertraute Orte. Das macht wirklich einen Unterschied.

Die meisten Menschen wollen sich doch nicht dauernd mit ihrem Partner daheim verkriechen.

Und auch für einen selbst kann das nicht gut sein. Wie die Natur der Angst nunmal beschaffen ist, sie wird durch Nichtausetzen immer größer.

Alnval


SoBei mir ist zur zeit alles hoffnungslos.

Das Mädel fing irgend wan an sich an einen Freund von mir ran zu machen.

Das wurde nichts naja 2 Wochen später rief sich mich an und fragte nach der nr von einem Freund den sie vom sehen herr kannte.

Naja 1 Woche später waren die beiden zusammen.

Ich fühle mich mal wider ausgenutzt ich war da für sie und sie wusste warum ich für sie da bin weil ich mehr alls eine Freundschaft will aber werd nur ausgenutzt.

*sing*

"Und sollt´ man mit solch Mädchen zum Tanze ausgehen,

ja dann bleibt man am besten ganz dicht dabei stehen,

denn sonst tanzen sie gleich mit die anderen Knechte,

denn die Mädchen sind schlechte. Tü-te-rü-tü-tü-tü

"

*/sing*

Anval

jyensx70


@S. wallisii

sowas bringt nichts bei diesem Problem, geht mir nämlich genauso und solche Stadtspaziergänge mache ich gelegentlich - ich schätze da müsste man schwerere Geschütze auffahren wie einen Verein oder sonstwas mit zwingendem Menschenkontakt und Kommunikation. Und selbst sowas würde sofort mit der Gewöhnung bzw. Einlebung seinen Trainingseffekt verlieren, man müsste also ständig neues in der Richtung suchen.

Ich für meinen Teil hab das aufgegeben, das Pensum an ständiger Konfrontation das nötig wäre um sich irgendwann in ferner Zukunft in solche unbekannten Stituationen wohlzufühlen ist entmutigend - ich habs oft genug mitgemacht: die Gewöhnung tritt schnell ein und das einzige was man geschafft hat ist zu den zwei Aufenthaltsorten (um nicht zu sagen Rückzugsorten) noch einen hinzuzufügen. Das Problem der Unflexibilität oder gar der Angst vor unplanbaren, unbekannten Situationen bleibt bestehen - vielleicht gibts andere Wege das zu bekämpfen aber mit menschenmöglicher Konfrontationsbereitschaft ist's nicht getan - sie müsste (aus meiner Sicht) übermenschlich sein, jeden Tag eine andere neue unbekannte Situation suchen. Ich persönlich hab da nicht die Kraft für.

S. wallisii

Hmm, ich weiss nicht so genau, was Du meinst.

Ich wills mal so schreiben: ich war auch ein schüchterneer Einzelgänger. Trotzdem war ich selten immer mal ausgegangen. Das waren aber situationen, wo ich mich teilweise auskannte: Kneipen, aber eben für mich neue Kneipen. Leute habe ich da kaum kennengelernt, aber doch auch mal, aber eben nur sehr selten. Vieleicht, weil mir die Situationen, in der ich die Leute kennengelernt habe, teilweise bekannt waren (Stammkneipe).

Als ich ausgezogen war, war ich dann richtig wild darauf, alles kennenzulernen, neue Menschen, neue Kneipen, Diskos, Feten, usw. Es hat mir richtig Spaß gemacht, mit Bekannten Kneipentouren durch unbekannte Läden zu machen, also in jeder Kneipe ein Bier und dann weiter.

Oder mit einer guten Freudin in komische Diskos zu gehen, Hip-Hop, Malle-Diskos, Schicki-Micki. Ich wollte mich einfach mal drauf einlassen für einen abend und war neugierig. Es war ja auch alles neu und aufregend für mich, eigene Wohnung, eigenes Leben. Ich hab mich sogar selber mal auf eine Fete eingeladen bei Freunden von Bekannten, die ich kaum kannte. Oder Leute in Kneipen kennengelernt, dann mit denen noch weiter um die Häuser gezogen und dann nachts irgendwo bei wem in der Wohnung zum Absacker gelandet.

Muß man nicht jeden abend haben, aber es war mal ganz lustig. Ich hatte mich damals so lebendig gefühlt. Das war auch die Zeit, wo ich von Frauen angeflirtet wurde. Oder wo ich mich mal ganz einfach mit Frauen verabredet hatte.

Mittlerweile habe ich die Lust an solchen Dingen verloren. Ich könnte zwar einfach mal ausgehen, aber mir fehlt die Lust, ich fühle mich zu müde. Und ausserdem finde ich, würde mir das zu viel Unordnung in mein Leben bringen. Genauso wie eine Beziehung: wäre zuviel Unordnung, zuviel Stress.

Außerdem finde ich Ausgehen mittlerweile etwas langweilig; es ist doch immer das gleiche, mal in grün, mal in blau.

Wenn ich so weitermache, bin ich in wenigen Jahren komplett isoliert und werde ein wunderlicher Kauz.

Nur, wie kann ich mich motivieren, wieder geselliger zu werden? Wie kann ich mich motivieren, wieder Spaß an solchen Sachen zu haben? Wieder Spaß an Hobbies zu entwickeln?

Beste Grüße

M^onikBa6x5


jens

Deine Situation kann ich auch verstehen, es geht eben mal hin und her, man ist nicht immer gleich drauf, wie man so schön sagt. Und vielleicht ist bei dir eben momentan mehr Rückzug dran.

So eine radikale Änderung wie deine hat durchaus auch ihren Sinn, ich kenn das auch, manchmal braucht man Extreme. Und die hält man halt nicht lange durch.

Aber bei kwak ist das anders. Er lebt nur an zwei Orten, daheim und Uni, und es ist anscheinend nie anders gewesen. Er ist nicht in der Lage, mal mit einem Mädchen mal ganz locker irgendwo einen Kaffee trinken zu gehen, weil er noch nie im Ortskern war und auch in seiner Heimatstadt kennt er sich nicht aus. Sorry, es tut mir leid, ich muss ehrlich sagen, das ist nicht mehr im Rahmen dessen, was ich als "normal" bezeichnen würde. Deshalb wäre es für ihn so wichtig, das, was er selbst als Trott bezeichnet, mal zu ändern, in dieser Hinsicht einen weiteren Horizont zu bekommen und eben auch damit attraktiver zu werden.

S'. swalUlisii


@Lewian

aber rein pragmatisch gesehen hat sich das Leben doch schon erweitert, wenn man statt zweier irgendwann fuenf oder sieben vertraute Orte hat...

weiß nicht, was genau ist denn der Gewinn? Blöde Frage ich weiß ;-D aber genau so stellt sie sich mir... mir geht's ähnlich wie jens70 - mit Ausnahme des zweiten Absatz (richtig gerne bin ich noch nie weggegangen) hätte sein Beitrag fast Wort für Wort von mir stammen können. Es ist also nicht so dass ich nicht wüsste wie es ist regelmäßig und oft wegzugehen... die Motivation dazu fehlt inzwischen halt komplett - es ändert nichts an mir, es ist kein effektvolles Training und macht mich auch weder glücklicher oder ausgeglichener wie jetzt wo ich mehr oder weniger isoliert bin. Manchmal fühle ich mich sogar nach solchen Aktivitäten erst richtig einsam.

@Monika65

Die meisten Menschen wollen sich doch nicht dauernd mit ihrem Partner daheim verkriechen.

Und auch für einen selbst kann das nicht gut sein. Wie die Natur der Angst nunmal beschaffen ist, sie wird durch Nichtausetzen immer größer.

Ja da hast du wohl leider recht, ich denke öfter darüber nach wie das Problem mit dem Zusammenleben mit einem Isolierten zu lösen wäre, ich denke es ist sicher irgendwie möglich. Was den Rest betrifft... wenn das aufbringbare Ausmaß an Konfrontation gerade dazu reicht dass die Ängste nicht schlimmer werden sondern nur auf einem Level bleiben bietet das halt irgendwie nicht so die blendende Motivation damit weiterzumachen. Immer derselbe Scheiß, ich glaub mir reichts die paar mal im Jahr, jedesmal in neuen Menschengruppen vor Angst ewig einfach nur schweigend dazuhocken... mach das regelmäßig mit und du fängst an dich selbst zu hassen... :-D na gut so schlimm ist's nicht mehr ganz, früher wars so, scheint also doch irgendwie besser zu werden auch ohne ständige Selbstvergewaltigung, also wofür das ganze?

Naja, vielleicht geb ich mir das im April mal wieder - das Forumstreffen wär den Schmarrn fast wert ;-D

@jens70

Wenn ich so weitermache, bin ich in wenigen Jahren komplett isoliert und werde ein wunderlicher Kauz.

;-D mich betreffend ist das etwas was mich wenig beängstigt - ich kann wohl kaum noch wunderlicher werden :-D ;-) ... und du? meinst du nicht dass wenn dir die aktive Zeit so gefallen du nicht einfach irgendwann die Nase voll hast und wieder auf Achse gehst - könnte ich mir zumindest bei dir vorstellen, ... vielleicht nach Beendigung deiner ideologischen Identitätskrise (bezieht sich auf den selbstoffenbarenden und teilweise überraschenden Beitrag von dir vor einiger Zeit :-) )

@all

Geht denn einer von euch aufs Forumstreffen? Ich glaub das würde meine Motivation gleich vervielfachen :-D |-o

j4ens7x0


Hallo Monika!

jens

Deine Situation kann ich auch verstehen, es geht eben mal hin und her, man ist nicht immer gleich drauf, wie man so schön sagt. Und vielleicht ist bei dir eben momentan mehr Rückzug dran.

So eine radikale Änderung wie deine hat durchaus auch ihren Sinn, ich kenn das auch, manchmal braucht man Extreme. Und die hält man halt nicht lange durch.

Ich weiss jetzt nicht, was Du mit radikaler Änderung meinst. Wenn Du die eben geschilderte Situation nach meinem Auszug und erster eigener Wohnung meinst, das fand ich nicht so extrem.

Ich fand es eher so, dass ich damals endlich mal ins normale Leben gefunden hatte. Also, mit Bekannten (das heisst, Leute, die ich erst seit ein paar Wochen kannte) ausgehen, zu privaten Parties gehen, all sowas. Das war ja jetzt nicht so, dass ich jede Nacht Party gemacht hatte, aber ich hatte am WE meißtens etwas vor.

Wie gesagt, damals fühlte ich mich richtig lebendig. Da, wo ich war, war es "in". Wo ich war, war vorne. ;-)

Der Rückzug dauert jetzt leider schon ein paar Jährchen an. Ich hoffe, es wird bald wieder anders.

--- Hmmm, wäre ich jetzt in einer festen Beziehung und hätte Kinder (von meinem Alter her würde das sehr gut passen), wäre mein jetziges Verhalten ziemlich familienförderlich.

Vieleicht kommt so eine Rückzugsstimmung einfach mit dem Alter.

Aber bei kwak ist das anders. Er lebt nur an zwei Orten, daheim und Uni, und es ist anscheinend nie anders gewesen. Er ist nicht in der Lage, mal mit einem Mädchen mal ganz locker irgendwo einen Kaffee trinken zu gehen, weil er noch nie im Ortskern war und auch in seiner Heimatstadt kennt er sich nicht aus. Sorry, es tut mir leid, ich muss ehrlich sagen, das ist nicht mehr im Rahmen dessen, was ich als "normal" bezeichnen würde. Deshalb wäre es für ihn so wichtig, das, was er selbst als Trott bezeichnet, mal zu ändern, in dieser Hinsicht einen weiteren Horizont zu bekommen und eben auch damit attraktiver zu werden.

Monika65

Sorry, offen gesagt, das finde ich auch. Aber Kwak ist doch noch jung, ich glaube Mitte 20. Bei mir ging das "richtige" Leben erst Ende 20 los. Was ich rückblickend so interessant oder aufschlußreich finde, ist, dass ich in den einsamen Jahren auf Frauen gar nicht interessant gewirkt habe. Als ich ausgezogen war und offener wurde und mit Bekannten ausging usw., hatten mich Frauen auch mal angeflirtet (was ich zuerst gar nicht bemerkt hatte, weil ich das gar nicht gewohnt war).

Über einen Sportkurs hatte ich die Tel.-Nummer einer Studentin bekommen, also, wir hatten Nummern getauscht. Als ich sie anrufen wollte, musste ich auch erstmal meinen Mut zusammen nehmen, aber das war nicht so grausam, dass ich wochenlang ums Telefon geschlichen wäre. Sondern eher so etwas Aufgeregtheit beim Abnehmen des Hörers. Und dann war es sooo einfach mit ihr zu reden und sie zu einem Treffen einzuladen. Und zu meiner Überraschung hatte sie einfach so, ohne irgendwelche Überredungsbemühungen, zugesagt.

Aber das war auch meine damalige Lebenseinstellung oder sowas. Hätte sie abgelehnt, hätte es mich auch nicht am Boden zerstört.

Also, ganz so locker war es bei mir auch nicht so. Das war auch ein Prozess, der sich über die Zeit erstreckt hatte. Mit Rückschlägen. Als ich einmal eine Beziehung hatte, die dann nach kurzer Zeit wieder zerbrochen war, hatte ich mich auch ein paar Monate lang total als Versager und beziehungsunfähiger Mensch gefühlt, als ein Mensch, der überhaupt nicht liebenswert ist und es verdient, verachtet zu sein. Da ist ja nicht so, dass man einmal eine Freundin hat, und -- schwubs -- sind alle Probleme und Minderwertigkeitskomplexe sofort gelöst oder entfernt.

Zurück zum Telefon-Date: Das war mehr so Neugier von meiner Seite aus. Sie hatte was ganz anderes studiert als ich, also war ich neugierig oder interessiert, was sie so macht, wie sie studiert, welche Jobs sie damit bekommt, usw. Eigentlich eher Interesse an ihr als Mensch und nicht ein krampfhafter Versuch, endlich eine Freundin zu bekommen.

Stimmungsschwankungen hatte ich auch damals. Große Enttäuschungen. Niedergeschlagenheit, depressive Phasen. Aber es war glaub ich meine intensivste Zeit. Ich vermisse das Feuer von damals.

Genug von mir! (Ich schreibe meine Erfahrungen nur als Beispiel.)

Meiner Erfahrung nach sollte Kwak zusehen, unter Leute zu kommen, Uni-Sportkurse oder irgendwas zu machen, um nicht immer bloß zuhause zu hocken. Bei mir war's so, dass ich erst etwas lockerer mit Frauen umgehen konnte, nachdem ich normal unter Leuten war und irgendwie den Umgang mit Menschen etwas gelernt hatte. Und wenn ich nicht wusste, wie ich mich in Situationen verhalten sollte, habe ich das eben zugegeben und gefragt. Ich meine, man muß nicht perfekt sein, man darf auch ("soziales") Unwissen zugeben und lernbegierig sein. (Und selbst damals war mein erstes Date, ein Blind-Date, eine grausig-krampfhafte Angelegenheit. Aber sie hat mir nicht den Kopf abgerissen oder mich verspottet. War eine Lernerfahrung. Die späteren Blind-Dates liefen dann schon lockerer, dank der ersten "Niederlagen-Erfahrung".)

Ich weiss nicht, wie man Kwak helfen könnte, oder was man ihm konkret ratschlagen sollte. Was er immer wieder als Hinderungsgründe anführt, sind meiner Meinung nach Pipifaxe: Er kennt den Ortskern nicht, die Wohnorte sind zu weit entfernt, usw.

Wenn es wirklich nur das wäre, könnte er doch seinen Schwarm fragen, wo man mal gut Kuchen essen und Kaffee trinken könnte. Oder aber, er macht Erkundungstouren durch seine Unistadt. Wo liegt denn da echt ein Problem?

Ich glaube, seine Probleme liegen in seiner von ihm hier nur angedeuteten Vergangenheit. So etwas hat er ja mal hier angedeutet. Da er sich dazu hier nicht äußern mag, aus Gründen, die uns weiter nichts angehen, wäre meiner Meinung nach der einzig seriöse Rat, sich z.B. an die psycho-soziale Studentenberatung zu wenden. Oder aber, er bekommt es im Laufe der Jahre selber geregelt. Gut, man braucht Geduld. Es geht immer nur Schritt für Schritt. Muß er selber wissen.

Beste Grüße

jpenss70


@S. wallisii

@jens70

Zitat:

Wenn ich so weitermache, bin ich in wenigen Jahren komplett isoliert und werde ein wunderlicher Kauz.

mich betreffend ist das etwas was mich wenig beängstigt - ich kann wohl kaum noch wunderlicher werden ... und du? meinst du nicht dass wenn dir die aktive Zeit so gefallen du nicht einfach irgendwann die Nase voll hast und wieder auf Achse gehst - könnte ich mir zumindest bei dir vorstellen, ... vielleicht nach Beendigung deiner ideologischen Identitätskrise (bezieht sich auf den selbstoffenbarenden und teilweise überraschenden Beitrag von dir vor einiger Zeit )

@all

Geht denn einer von euch aufs Forumstreffen? Ich glaub das würde meine Motivation gleich vervielfachen

S. wallisii

Hallo S. wallisii,

so wie Du schreibst finde ich Dich eigentlich gar nicht verwunderlich oder als Kauz. Du schreibst zwar von Deinen Ängsten oder Blockaden, aber ich finde, Du erkennst Deine Probleme und suchst nicht nach Ausflüchten oder vorgeschobenen Gründen. Ich finde, was Du schreibst ziemlich vernünftig und durchdacht.

Ich habe in letzter Zeit das Interesse, Frauen kennen zulernen, verloren. Irgendwo war das halt so krampfig geworden. Wenn ich mal eine nette Frau flüchtig kennengelernt hatte, habe ich mir schon den Beziehungsalltag ausgemalt und tausend Gründe gefunden, weshalb's nicht klappen sollte. In so einer Gefühlssituation ist's blöde, nach Frauen schauen zu wollen. Ich müsste mich zwingen, und Zwang ist doof. Wollen macht geil. ;-)

Ich sehe deshalb zu, dass ich Leute für mein Hobby und meine Leidenschaft finde. Ich hab mich für morgen deswegen mit wem verabredet, und es macht wieder Spaß! :-) Ich kenn den Typen nicht (Anzeige von mir), ich weiss nicht, wo die Sache hinläuft, aber ich freue mich drauf. Vieleicht wird's was, vieleicht wird's morgen das letzte Mal sein, das wir uns sehen, aber ich bin mal wieder neugierig und gespannt darauf, wie er so ist, was er in die Sache miteinbringt.

So, die ideologische Identitätskrise habe ich noch immer. Schöner Ausdruck von Dir. :-) Ich hatte ja insgeheim gehofft, dass mir alle möglichen Leute mir mein Gefasel um die Ohren hauen, um mir die Augen zu öffnen, aber das ist wohl zuviel verlangt von dem Forum. Vieleicht war's bloß zu lang und zu langweilig geschrieben. Vieleicht zu uninteressant.

Selbstoffenbarung. Ja, ich finde, so ein Forum könnte man im Schutz der relativen Anonymität dazu nutzen. Um von anderen Standpunkte und Meinungen zu bekommen. Auch, um die Ohren gehauen zu bekommen. Heilsamer Tritt in den Hintern.

Naja, ich glaube, es hilft mir a bissl was, meinen Krempel mal in Textform zu bringen und dann selber zu lesen. Die Widersprüche treten ja dann erst zutage.

Forumstreffen? Lese ich jetzt zum ersten Mal. Gibt's ein Faden dazu? Vieleicht würde ich auch mal dahin fahren.

Beste Grüße

Sq. w-all(isxii


ja? würdest du? :-D Also ich überleg noch ob ich mich trauen soll ;-D aber weit hätte ich es ja nicht ist nämlich in Nürnberg. Ein Aprilwochenende, welches genau steht in diesem Faden: [[http://www.med1.de/Forum/Cafe/348400/]] musst ein wenig zurückblättern da steht dann wer alles schon sicher kommt.

so wie Du schreibst finde ich Dich eigentlich gar nicht verwunderlich oder als Kauz.

hihi - das ist nett, aber soll ich dir das wirklich glauben? ;-D Außerdem bin ich im RL leider nicht wie hier, trau ich mich gar nicht mich dort derart zu extrovertieren :-( naja und wenn mal doch dann laber ich meistens schneller als ich denke %-| ;-D

welchem Hobby gehst du denn nach? Verzeih meine Neugier. |-o

Ich hatte ja insgeheim gehofft, dass mir alle möglichen Leute mir mein Gefasel um die Ohren hauen, um mir die Augen zu öffnen, aber das ist wohl zuviel verlangt von dem Forum.

ach ich glaub schon dass das geht ;-) es sprengt vielleicht nur den Rahmen des JM-Fadens. (und mal am Rande: hey, dir entgehen überaus interessante Themen wenn du nur in diesem Faden hier liest bzw. schreibst ;-) )

Hoola%bixene


Forumstreffen? Kennt man sich da oder kommen lauter Unbekannte?

Ich hab mich hier auch schonmal mit einigen getroffen und wir werden es wieder tun, allerdings eben nur der kleine Kreis, der immer miteinander schreibt (ach herrje, wie klingt das jetzt). :-/

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