Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

KqwaAk


Gedanken an die Zukunft

Warum für mich eine Beziehung erstrebenswert ist:

..weil ich das Zusammensein mit diesem bestimmten Menschen auf eine Art genieße, die ich in dieser Kombination und Komplexität nicht bei anderen empfinde.

Weil ich mich wohl fühle; gleichzeitig geborgen, vertraut, angeregt, beruhigt, aufgehoben, angekommen, belebt...

Ich darf und kann verletzbar sein, mich öffnen - seelisch, geistig, persönlich.

Ich kann mit ihm reden und schweigen und beides ist gleich gut.

Wir können alles an- und aussprechen, ohne die Vertrauensbasis auch nur anzutasten.

Wir sind zwei eigenständige Menschen, nicht abhängig und auch das tut mir gut. Füreinander da, aber auch jeder für sich.

Er ist mir nahe und mit Menschen, die mir nahe sind, möchte ich mein Leben teilen. Ich kann ohne ihn leben, aber ich möchte es lieber mit ihm.

Und so sollte es mein Partner auch empfinden. Geben, nehmen, teilen, sein.

Ein schöner und interessanter Text von dir Aldhafera.

Mich beschäftigt immer wieder die Frage ob ich mich für eine Beziehung eigne. Wie mag es wohl sein mit einer Frau zusammen zu leben? Was ist die Altrenative? Immer alleine zu sein ist kein schöner Gedanke. Wozu mache ich mir die Mühe mein Studium zu betreiben und dann mal arbeiten zu gehen und Geld verdienen wenn ich immer alleine bin?

Gibt es eine Frau die mit mir Kompatibel ist? Kann es funktionieren, dass wir uns nicht irgendwann auf die Nerven gehen? Lässt sich die richtige Mischung aus Nähe und Freiheit finden?

Es ist immer wieder ein seltsames Gefühl auf der Strasse Paare zu sehen die händchenhaltend vorbeilaufen. Das würde ich auch gerne mal erleben wie das ist. Es ist sicher ein tolles Gefühl. Aber werde ich jemals die Gelegenheit haben es herauszufinden?

Wie fühlt es sich bloß an eine Frau zu küssen? Wie geht das überhaupt?

Wie ist es nicht alleine einzuschlafen und wieder aufzuwachen? Ich wüsste es so gerne.

j8ens7S0


@Bergsteiger & s. wallisi & Betty

Hallo Ihr dreie,

aus meiner ganz aktuellen Erfahrung (von vor 5 Minuten) kann ich sagen, dass Live-Kommunikation mit anderen Menschen etwas sehr positives ist.

Ich habe zum Glück ein Hobby, dass man nur sinnvoll mit anderen und für andere machen kann. Zu diesem Zweck suche ich per Anzeigen Leute, die das Hobby mit mir zusammen machen möchten. Eben habe ich mit wem telefoniert, um einen Termin zum gemeinsamen Machen auszumachen. Ich bin jetzt erstmal optimistischer Stimmung und freue mich auf den Termin.

Als ich vorhin Bergsteigers Beitrag gelesen hatte, konnte ich mich so richtig in Deine Stimmung oder Gefühle hineinversetzen. Ich kenne es auch so. Ich fühle mich auch häufiger so. Nämlich, dass mich Menschen, oder vielmehr, der ständige vergeblich Versuch, mit Menschen in Kontakt zu kommen, einen ständig entäuscht und nur Narben zurücklässt. Und dass die Naturerlebnisse beim Bergsteigen eine tiefe, reine Quelle der Freude über die Schöpfung sind.

Ich finde es schockierend, dass Du über das Gehen spekulierst. Ich glaube, es ist womöglich gut, wenn Du diese Deine dunklen Gefühle Dir von der Seele schreibst. Aber, ich fühle mich schockiert dabei und fühle mich unsicher, was ich darauf sinnvolles antworten könnte. Ich hoffe sehr, Du betrachtest es nur als eine rein theoretische Option, als philosophischen Gedanken.

Solche Gedanken sind mir selber nicht ganz fremd. Aber: Wenn ich mich einmal solchen Gedanken hingebe, kommen mir auch ziemlich sofort andere Gedanken. Nämlich erstens, der Gedanke der sportlichen Herausforderung: Ich werde mich nicht unterkriegen lassen! Ich will wissen, wieweit ich durchhalten kann! In Deine Bergsteigersprache übersetzt: Ich werde mich immer festhalten und weiterklettern, und sei es noch so beschwerlich! Und sei der Gipfel noch so weit entfernt! Und obwohl mir in der Steilwand alle Knochen und alle Muskeln schmerzen, werde ich nicht abstürzen, sondern verschnaufen, mich festhalten, abwarten, und schließlich, wenn der Schmerz etwas abgeklungen ist, weiterklettern. Egal, welches Ziel mich erwartet. Ich will dieses Ziel selber gesehen haben! Egal, was es ist. Egal, ob gut oder schlecht. Ich will aber unbedingt wissen, wie dieses Spiel ausgegangen sein wird!

Und zweitens der spirituelle Gedanke: Dass ich jetzt lebe, dass ich jetzt da bin wo ich jetzt bin, hat vieleicht seinen tieferen Grund. Vieleicht werde ich bald, vieleicht werde ich in einigen Jahren gebraucht, um etwas sinnvolles oder menschliches zu tun. Vieleicht, um jemandem zu helfen, vieleicht, um meine Familie zu unterstützen. Vieleicht, um bei einer Demonstration für Frieden und Gerechtigkeit einer unter den vielen zu sein, die die gute Sache unterstützen. Wenn du es religiös möchtest, vieleicht hat mich Gott dafür vorgesehen, unauffällig zu überwintern, bis ich eines Tages etwas positives tun muß oder darf. Vieleicht, jemanden aus Bergnot retten, vieleicht jemandem die Schönheit der Berge und der Natur zu vermitteln und die Notwendigkeit des Naturschutzes - sagen wir mal - in die Herzen der Menschen zu tragen (um es pathetisch zu formulieren).

Ich mache gerne Radtouren oder kleinere Wanderungen durch die Felder und Wälder. Wenn ich einmal eine solche Tour gemacht habe, fühle ich mich sehr viel besser, auch wenn ich vorher miese Gedanken hatte. Die Gerüche des Waldes oder der Felder, die Vogelstimmen über dem Feld, die Farben der Natur, und die Erschöpftheit nach der Tour geben mir ein besseres Gefühl. Wenn ich an den letzten Sommer zurückdenke, finde ich, dass solche Touren das schönste waren, was ich erlebt habe. Insofern kann ich mich - glaube ich - gut in Deine Bergsteigereien hineinversetzen. Und es gibt noch so viele Wege und Wälder und Felder zu erkunden, dass es mehr als genug für ein Leben ist.

Betty, Du schreibst, dass Hobbies mit anderen Menschen positiv wirken, dass z.B. Vereinsrunden am Stammtisch o.ä. positiv wirken. Das kann ich aus meiner Erfahrung nur bestätigen. Mein Vereinsstammtisch muntert mich immer etwas auf, selbst wenn ich mit mieser Stimmung dort hin gehe. Hinterher fühle ich mich immer etwas besser, etwas motivierter und optimistischer als vorher. Und dabei war es bloß etwas zusammen essen und trinken und Small-Talk. Aber ich fühle mich danach optimistischer und lebendiger, mehr als Mensch.

Von daher kann ich Deine Idee, s. wallisi, Dir ein Hobby zu suchen, was man mit anderen Menschen macht, nur unterstützen. Wenn ich längere Zeit einsam bin und nur allein zuhause rumhänge oder in Foren surfe, fühle ich mich mehr oder weniger unbedeutend, nutzlos oder überflüssig. Wenn ich aber unter Menschen war, mit denen ich geredet habe, und sei es bloß sinnloser Small-Talk, fühle ich mich sehr viel besser. In den Vereinsrunden machen wir uns Gedanken darüber, was wir denn mal zusammen unternehmen könnten; Fahrten, Reisen, Weihnachtsmarktbesuche. Es macht Spaß, solche Dinge mit den anderen zu planen, meine Ideen einzubringen, und ich habe Vorfreude darauf, diese gemeinsam geplanten Unternehmungen zu machen.

Das hat nun alles erstmal gar nichts damit zu tun, irgendwie Frauen oder Männer kennenzulernen. Ich mache solche Sachen (Verein, Hobby) auch nicht, um irgendwelche Frauen kennenzulernen.

Ich denke aber, man erweitert dadurch erstens seinen Bekanntenkreis, und zweitens hat man durch solche Aktivitäten mehr Freude am Leben. Und dadurch schafft man sich mehr Gelegenheiten, nette Frauen oder Männer kennenzulernen, und unverkrampfter oder unverbiesteter, d.h. voller schlechter verbitterter Gedanken, aufeinander zuzugehen. Offener zu sein. Neugieriger zu sein.

Ich mache die Hobby-Sache und den Verein, weil's auch so schon Freude macht. Wenn Frauen-Geschichten dabei herausspringen, ist's schön, aber nicht das entscheidente.

@ Bergsteiger:

Du hast sinngemäß geschrieben, Menschen entäuschen einen bloß, verletzen einen, und lassen Dich im Stich. Du hast sinngemäß geschrieben, Menschen verletzen Dich nur und geben Dir nichts positives zurück.

Zottelbär (glaub ich) hat sinngemäß geschrieben, Menschen helfen aber auch, trösten und sind da in der Not, bereiten Freude und helfen einander.

Du bist ein Mensch!!!

In welche Kathegorie Mensch würdest Du Dich einordnen? In die Zottelbär'sche oder die Bergsteigerisch'sche Kathegorie?

Hilfst Du, tröstest Du, oder lässt Du im Stich und verletzt nur?

Liebe Grüße

jCeZns7x0


Hi Betsy2006,

entschuldige, ich hab Dich als "Betty" zitiert. Bitte, vergieb mir. ;-) War keine Absicht.

So schön, wie Du das über Klavier und Chor geschrieben hast, kann ich es gar nicht schreiben.

Erst mal die Leute dort als Menschen schätzen lernen, Ideen einbringen, die guten eigenen Ideen durchsetzen zu versuchen und die schlechten eigenen verwerfen.

Bekanntschaften, Leute dadurch kennenlernen.

Du schreibst, "sich als Teil des Ganzen zu fühlen. Mit anderen auf ein Ziel hinarbeiten." Ich sage für diesen Sachverhalt, "sich als Mensch fühlen, sich lebendig fühlen." Ich glaube, wir meinen dasselbe.

Ich finde, soetwas gibt eine Motivation, sich auch über miese, schlechte Alltagsgedanken hinweg zu retten.

Wenn ich mal etwas persönliches fragen darf: Bist Du JF? (Also, ich habe nicht alle 2000+ Seiten in diesem Thread durchgelesen.) Oder warum schreibst Du hier? Ich finde Deine Beiträge ja sehr sinnvoll und weiterführend.

Liebe Grüße

TVorDtoxla


Wenn ich mal etwas persönliches fragen darf: Bist Du JF?

:=o 8-)

m=rk8B2


was pfeifst so rum? :p> 8-)

ADldhaJfexra


Ob Torti etwas sagen möchte? ;-D

AoldhDafexra


Hallo Bergsteiger,

am liebsten würde ich fast jeden Satz von dir zitieren und kommentieren, aber ich mag ja so Mega-Posts nicht.

Als versuche ich meine Gedanken zu deiner Antwort etwas zu bündeln und hoffe, es bleibt verständlich.

Einen Teil der Wahrnehmung, des Bauchgefühls, von Betsy teile ich. In der Hinsicht, dass du die Natur, das Klettern, als vollkommen unbelastet empfindest und dem somit – im Gegensatz zu Menschen, die dich verletzten, ignorieren und enttäuschen – ganz offen entgegen trittst. Hier kannst du mit allen Sinnen wahrnehmen, was dir geboten wird. An Wundervollem und auch an Grenzen. Das eine genießt du, doch auch das andere entmutigt dich nicht. Du testest diese Grenzen an und wenn sie wirklich unverrückbar sind, dann kannst du das akzeptieren. Ohne Gram und Hader. Und sogar aus beidem schöpfst du Kraft und Energie. Beides gibt dir etwas.

Dies ist etwas, was ich mehr als gedanklich nachvollziehen kann. Ich empfinde da vollkommen gleich, nehme ich an. Seit frühester Kindheit war ich draußen eigentlich immer glücklich. Oft dreckig, zerschrammt und nass, aber auf irgendeine Weise auch durch Gesehenes, Gefühltes, Gehörtes, Erlebtes auch beschenkt.

Und – weil du dies ansprachst: Die schönen Momente teilen? Jemandem zeigen, was DU als einzigartig empfindest? JA!

Nichts wird dadurch entwertet. Nichts dir genommen. Im Gegenteil, denn damit teilst du nicht "nur" den Moment an sich, sondern auch ein Stück deines Wesens.

Denn auch Menschen können uns beschenken. Gibt es (jetzt mal vom partnerschaftlichen Aspekt) denn gar niemanden, der dir in gewisser Weise nahe steht und von dem du dies erfahren konntest? Waren die besonderen Augenblicke in der Klettergruppe weniger wert, als beim Alleinklettern? Haben nicht beide – geteilte und ungeteilte - Momente ihr Gutes?

Dass dich die Suche, die Sehnsucht nach einer Partnerin und die immer wieder von dir dabei erlebte Zurückweisung frustriert, wenn sollte das wundern. Dass ein positiv besetztes "Bergi und die Frauen" für dich absurd und jenseits deiner Vorstellungskraft erscheint, klar.

Weder ich noch irgendjemand hier wird dir versprechen können, dass "der Topf seinen Deckel findet". (Bitte um Entschuldigung für diesen grauenvollen Spruch! ;-))

Vielleicht gibt es trotzdem (so wie Betsy und S. wallisii anregten) auch noch mehr Wege in deinem Leben, anderen Menschen näher zu kommen und ihnen eine Chance zu geben, gut für dich und dein Leben zu sein.

Meine Überlegung war, dass es Dein Leben bereichern würde, Dir viele positive Impulse geben würde, Dich einer Gruppe anzuschließen: Die einzelnen Mitglieder als Menschen wahrnehmen, nicht als Mann oder Frau. Diese Menschen kennen lernen und das liebenswerte, wertvolle an ihnen entdecken - an jedem einzelnen Gruppenmitglied. Sich als Teil eines Ganzen fühlen. Mit anderen zusammen auf ein Ziel hinarbeiten, bei Rückschlägen mit ihnen zusammen fühlen, bei Erfolgen sich gemeinsam freuen, an hitzigen Diskussionen in der Gruppe wachsen. Lernen, Menschen wieder an sich ranzulassen. Lernen, sich im richtigen Moment auch mal unterzuordnen und im richtigen Moment nachdrücklich seine eigenen Interessen zu vertreten.

Genau dies, danke Betsy. :-)

Das wünsche ich dir sehr, Bergsteiger. Natürlich neben dem, dass dich eines Tages einfach eine wundervolle, warmherzige Lady wegfängt. Wie herrn koch. OK, nicht seine. :-p

m!rk8l2


nein, nicht meine. die geb ich nicht mehr her x:)

T`ort%olxa


Nein, ich will nichts sagen, steht mir ja auch nicht zu. ;-D

jVensx70


-

Zitat:

Wenn ich mal etwas persönliches fragen darf: Bist Du JF?

Pfeif-Smilie. Brille-Smilie-

Tortola

:=o 8-)

Och nö, du, nö, also, neulich hat mich auch wer sowas gefragt. Ich dachte, das gehört zum guten Ton hier. :=o 8-)

Nichts für ungut.

Liebe Grüße

mUrkJ8x2


Mich deucht, der Tortola kennt die Antwort :=o

AKldhaxfera


Kwak

Vielen Dank für die Blume! :-D Und spannende Fragen von dir. Ein Großteil davon schwirrte auch schon in meinem Kopf herum. Zum einen die Fragen nach dem Sinn und Inhalt des eigenen Lebens; dann die danach, wie wohl unsere Zukunft aussehen mag.

Nach wie vor finde ich es wichtig und sinnvoll, über so etwas nachzudenken. Antworten können ja nur wir selbst geben und auch dies natürlich nur teilweise.

Einiges dabei kann uns weiterbringen, zuviel Nachdenken uns blockieren.

Ob ich mich für eine Beziehung eigne, habe ich erst erfahren, als ich bereit für eine war, mich auf sie einlassen mochte und konnte, und –natürlich – seit ich eine lebe. Worin ja für uns unfreiwillig Partnerlose oft die größte Hürde besteht… :-/

Meiner Meinung nach ist im Vorfeld der Gedanke, ob du dich eignest bzw. beziehungsfähig bist, weitaus bedeutungsloser als der, ob du für eine Beziehung auch bereit bist. Betsy hatte das an verschiedenen Beispielen in ihrem Leben auch sehr schön hier aufgezeigt.

LG! *:)

@ mrk82: Ja, wehe auch!;-)

@ Tortola: Versteckt sie sonst das Adventsnougat? ;-D

Tsort&ola


Welches Adventsnougat? ??? Das ist nicht für den Advent, das ist für mich ... >:( ;-D Und die guten Sorten sind nur so spärlich gesät. :°(

AWldha.fexra


Hm, sollte ich doch mal einen Lieferservice einrichten? Schließlich hab ich ja... Beziehungen. 8-)

Tlorbtolxa


Och nö, du, nö, also, neulich hat mich auch wer sowas gefragt. Ich dachte, das gehört zum guten Ton hier.

Ich als Gentleman darf da eh nichts drüber sagen. ;-)

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