Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

jHensx70


mrk82

Kein Stempel, das ist wahr.

Von außen ist es nicht erkennbar, auch nicht im täglichen sozialen Miteinander.

Höchstens, wenn man mal mit einer Frau, äh, intimer wird. Aber selbst da muß es nicht zwangsläufig "rauskommen". Eine Frau, mit der ich mal häufiger rumgekuschelt hatte, und wusste, das ich JM war, fragte auch mal, ob ich wirklich nie was mit Frauen hatte.

Ich meine, man muß sich da keinen Kopf machen, dass man zu unerfahren, zu ungeschickt oder gar "biologisch" anders sei. Ich denke, wenn man sich da keinen Kopf macht und sich von seinen Gefühlen leiten lässt, wird alles gut. D.h., es macht Freude, beiden. Ich könnte mir aber vorstellen, wenn man sich einen heißen Kopf macht und alles rational angeht um bloß ja nichts falsch zu machen, könnte es so wirken, als sei man nicht bei der Sache, als gefalle es einem nicht, oder als sei man bloß mechanisch dabei.

Beste Grüße

CVoppeZr


@ kwak

Immerhin ist es ein positives Erlebnis.

Diese positiven Erlebnisse hab ich seit Jahren. Eigentlich schon immer. Aber das hat nicht allzu viel zur Sache getan. Mitunter hab ichs auch nicht positiv sehen können.

Kwak, es ist einfach nicht so, daß dir irgendein positives Erlebnis zufliegt, und alles ändert sich plötzlich von allein... damit du schön so weitermachen kannst, wie bisher.

Nee... du mußt dran arbeiten. Oder besser gesagt, du KANNST dran arbeiten und es beeinflussen. Und es dir bewußt machen, was dir möglich ist. Du brauchst nicht erst drauf warten, bis irgendwas zufällig passiert.

M8o2ni(ka6x5


Jeder Langzeit-JM hat wahrscheinlich etwas an sich was von Frauen als eigenwillig empfunden wird. Leider sieht der JM es selbst nicht.

Das ist eben die Frage. Da kann man nicht alle in einen Topf werfen, aber es kann eben auch sein - und das vermute ich bei dir - dass jemand noch JM ist, WEIL er etwas ausstrahlt, was nicht attraktiv ist. Eigenwilligkeit ist eher ein positives Attribut, wenn aber Eigenwilligkeit als Verschrobenheit (beispielsweise) zum Ausdruck kommt, nicht. Das hängt alles im Groben mit dem gesamten sozialen Verhalten zusammen. Ich denke, dass DAS dein Problem ist und die "Frauenfrage" nur eine Folge davon. Die würde sicher auch ihre Schärfe verlieren, wenn du den Umgang mit Menschen insgesamt als positiver erleben könntest, also auf gut deutsch mehr "mit dem Haufen" mitlaufen würdest. Dich nicht selbst ausschließen etc. etc.

j0ensz70


Monika,

ich finde, Du hast es gut auf den Punkt gebracht.

Ich glaube schon, wenn man aktiv etwas an seiner Situation ändern will, wird man schon Ursache, Wirkung und Symptom auseinanderhalten müssen.

Wenn man JM ist, WEIL man komisch-verschroben ist, ist es wohl eher angesagt, daran etwas zu ändern. (Anstatt z.B. in den Puff zu gehen: Symptome flicken.)

Ich denke nicht, dass der bloße JM-Status größere Auswirkungen auf Beziehungsfähigkeit, Gefühlsempfinden usw. hat. Freilich, man ist ungeübt; alles ist neu und ungewöhnlich. Aber, man ist nicht quasi "biologisch" gezeichnet.

Ich war ja auch lange Jahre lang ewiger JM, dann hatte ich mal was mit Frauen, und nun liege ich seit einigen Jahren wieder im Winterschlaf. Das fühlt sich aber noch nicht so schlimm an. Rational betrachtet, läuft mir die Zeit davon, nochmal eine "richtige" Beziehung mit allem drum und dran und Kindern und so zu haben. Gefühlsmäßig tut es aber noch nicht so sehr weh. Ich fühle mich häufig melancholisch, aber mir fehlt der Antrieb, etwas zu ändern.

Naja, ich finde es immerhin ermutigend, dass man nicht sozusagen "biologisch" besonders ist, sondern dass es viel mit der eigenen Einstellung zu tun hat: Denn daran kann man etwas ändern. An äußeren Umständen könnte man schon viel weniger ändern.

Freilich: Wenn's denn hauptsächlich an der eigenen Einstellung liegt, hat man auch die ganze Last und Arbeit am Hals, selber etwas aktiv ändern zu müssen, wenn sich im Leben etwas ändern soll. Bloß abwarten und jammern und darauf zu warten, dass sie die böse Welt ändert, hilft nicht weiter.

Beste Grüße

j=ens'7b0


... dass sich die böse Welt ändert ...

M>oWnikka65


Freilich: Wenn's denn hauptsächlich an der eigenen Einstellung liegt, hat man auch die ganze Last und Arbeit am Hals, selber etwas aktiv ändern zu müssen, wenn sich im Leben etwas ändern soll.

Die Frage ist natürlich, wie und wo man da aktiv wird, denn das Problem ist eins, dass sich selbst in den Schwanz beißt. Beispielsweise kwak: Er bekommt den Rat, sich mehr unter Leute zu mischen, mal vereinfacht ausgedrückt. Er sagt aber, er fühlt sich in solchen Situationen fehl am Platz. Das ist der Punkt, geht er unter Leute, fühlt er sich unwohl, amusiert sich nicht, erlebt aber, dass Andere sich prächtig amüsieren, was wiederum das Gefühl, anders und fehl am Platz zu sein verstärkt. Also bleibt er lieber zu Hause -- Sorry, kwak, ich will dich hier nicht vorführen.. so ist das nicht gemeint..

Es wäre so einfach, wenn er Spaß hätte, aber er weiß nicht, wie er dieses "ich habe keinen Spaß" ändern soll, Spaß kann man sich nicht verordnen, der stellt sich ein oder eben nicht.

Meiner Ansicht nach ist das eine Frage des "sich Einlassens" und des Durchhaltevermögens. Sich Einlassen auf Menschen ist schwer, wenn man es nicht gewöhnt ist, und das geht nur langsam und mit viel Übung, bis man einen gewissen Durchbruch erreicht, dann kann es sehr schnell gehen. Ein Punkt muss kommen, wo man sich nicht mehr als von den Anderen abgetrennt erlebt.

Kewaxk


Einige Erkenntnisse

In den letzten Wochen sind mir einige Dinge klar geworden. Ich habe nicht nur das Problem sehr lange JM geblieben zu sein. Es gibt noch andere Probleme die damit zusammenhängen oder für das JM-Problem mit verantwortlich sind.

Ein großes Problem ist mir fehlt der Spaß am Leben. Ich habe schon seit einiger Zeit nicht was mir Spaß macht. Das wirkt sich auch negativ auf die Dinge aus die ich dringend erledigen muss. Im Studium hänge ich mit der Arbeit wieder zurück. Ich muss unbedingt einige Sachen aufarbeiten um für die nächsten Prüfungen fit zu werden. Aber mir fehlt mal wieder der Antrieb. Also tut sich nichts.

Einen anderen Teil von diesem Problem hat Monika schon treffend beschrieben. Ich habe keinen Spaß daran unter Leute zu gehen. Ich fühle mich dort oft am falschen Ort. Alle um mich herum haben Spaß aber ich stehe irgendwie daneben. Auch meine Fähigkeit Gespräche zu führen macht Schwierigkeiten. Wenn es um ein Thema geht über das ich etwas weiß ist es kein Problem. Darüber kann ich reden. Wenn aber das Thema fehlt habe ich ein Problem. Dann weiß ich nicht was ich sagen soll. Das habe ich jetzt mit dem Mädel aus der Uni erlebt. Ich fand kein Thema das sie interessierte und es kam kein wirkliches Gespräch zustande. Ich hatte den Eindruck sie interessiert sich nicht für das was ich zu sagen habe. Von ihr kam auch nichts um das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken oder es in Gang zu bringen. Seitdem habe ich große Zweifel ob es noch Aussicht auf Erfolg gibt. Wie soll der von mir angedachte Cafebesuch ein Erfolg werden wenn wir kein gemeinsames Gesprächsthema finden?

Dann bereitet mir die ungewisse Zukunft Sorgen. Was kommt nach dem Studium. Werde ich jeden Tag im Büro sitzen und dann alleine zu Hause sein? Wo soll mir noch eine Frau im passenden Alter über den Weg laufen wenn ich nicht mehr in die Uni gehe? Kann das ein erfülltes Leben sein?

Es gibt Dinge die ich gerne mal tun würde. Aber alleine? In diesem Sommer war ich alleine im Urlaub. Aber wirklich toll war es nicht. Bei manchen Gelegenheiten fühlte ich mich fehl am Platz. Ich war alleine unterwegs und sah überall glückliche Paare. Das drückt auf die Stimmung.

Die Lebensjahre die andere nutzen um sich für die Zukunft etwas aufzubauen sind bei mir ungenutzt verstrichen. Diese Defizite machen sich jetzt schmerzhaft bemerkbar.

Ich fühle mich seit einiger Zeit einsam. Nicht weil sich an meiner Situation etwas verändert hat sondern weil mir langsam klar wird in welch eine miese Lage ich im Lauf der Zeit immer tiefer reingerutscht bin. Einen Ausgang daraus finde ich nicht.

Wenn ich dann weiter in die Zukunft denke wird es noch erschreckender. Die meisten Menschen in meinem familiären Umfeld sind deutlich älter als ich. Ich muss also davon ausgehen in 30 bis 40 Jahren alt und alleine zu sein wenn ich aus dem aktuellen Desaster nicht rausfinde.

m}ryk8x2


das wird so sein, richtig.

drum schau, dass du was daran änderst. und mir scheint, wie wenn du das nicht allein schaffst.

also nütz die zeit, die du bisher zum analysieren deiner situation und zum lustlos rumgammeln ver(sch)wendet hast und such dir professionelle hilfe.

ich bin kein fachmann. aber die lustlosigkeit und der mangel an perspektiven tönt doch ziemlich nach krankheit. und dagegen gibts möglichkeiten.

d7er-berg$steixger


Monika

Meiner Ansicht nach ist das eine Frage des "sich Einlassens" und des Durchhaltevermögens. Sich Einlassen auf Menschen ist schwer, wenn man es nicht gewöhnt ist, und das geht nur langsam und mit viel Übung, bis man einen gewissen Durchbruch erreicht, dann kann es sehr schnell gehen.

Ja, schon. Aber es braucht auch ein gewisses Mass an Glück, jedenfalls wenn es ums Kennenlernen geht. Genauso wie man mit 18 die Berge noch herausfordert und oftmals alle Schutzengel dabei waren, kann es andererseits auch mit der grössten Erfahrung passieren, dass etwas schiefgeht.

Ein Punkt muss kommen, wo man sich nicht mehr als von den Anderen abgetrennt erlebt.

Einspruch! Meine Erfahrungen mit Frauen sind zu 99.99% negativ. Begriffe wie "Freund/Freundin", "Liebe" oder "Ex" sind mir nur von anderen bekannt, sie gehören nicht zu meinem Erfahrungsschatz. Das ist faktisch der Ausschluss von "den Anderen", da braucht man doch nichts schönreden zu wollen. Ich kann bei diesen Themen nunmal nicht mitreden, weil es keine entsprechenden Erfahrungen gibt.

Dieses Wochenende hätte es für mich einige Gelegenheiten für Flirts gegeben. Ich habe sie nicht genutzt. Und zwar bewusst nicht genutzt, weil mir nicht danach war, und irgendwie auch aus destruktiven Gedanken heraus. Um ganz ehrlich zu sein, ich empfand eine gewisse Genugtuung dabei, Flirtversuche im Keim ersticken zu lassen. Vor ein paar Monaten hätte ich mich über sowas gefreut, nun ists mir egal, weil mir klargeworden ist, dass das mit den Frauen gar nicht funktionieren kann. Es gibt viel wichtigere Dinge im Leben als eine Beziehung und Sex :-)

jkeQnsR70


Monika,

Du hast recht.

Natürlich ist die Sache nicht so einfach. Wenn's einfach wäre, gäbe es diese Fäden nicht.

Aber was soll man machen, was kann man machen?

Irgendwelche Beziehungen, Affairen oder erotische Abenteuer, irgendwelche Flirts: Ich sehe das als Ausprägung sozialen Verhaltens.

Oder anders herum gesagt: Man kann wohl keinen Partner finden, wenn einem die Mitmenschen eigentlich zuwider sind, wenn man lieber allein und für sich ist. Wenn man sich vor seinen Mitmenschen ekelt oder aber, sich nicht ihnen zugehörig fühlt.

Eine Freudin, ein Freund ist doch zuerst einmal ein Mitmensch, mit dem man sozial interagiert. Die erotische, sexuelle oder romantische Komponete einer, sagenwirmal, Liebesbeziehung ist doch bloß eine weitere, wenn auch gefühlsmäßig sehr schöne und intensiv empfundene Komponente sozialen Umgangs, also der zwischenmenschlichen Beziehungen zu seinen Mitmenschen.

Es fällt mir sehr schwer zu glauben, dass jemand, der sich stets nur von seinen Mitmenschen isoliert und immer nur alleine bleiben möchte, eine Freundin/Freund finden könnte.

Wenigstens das Zusammensein, das soziale Interagieren mit DIESEM EINEN Menschen müsste einem Spaß oder Freude machen, um mit ihm zusammen zu kommen.

Du hast natürlich Recht, wenn Du schreibst, Spaß kann man nicht verordnen.

Aber.

Kann man diesen Spaß nicht auch erlernen, kann man sich nicht vieleicht auch daran gewöhnen, daran, am Unter-Menschen-Gehen Spaß zu empfinden?

Das wäre sicher keine Sache, die von heute auf morgen passiert. Sondern, die etwas Zeit braucht.

Zu den Ratschlägen, den berüchtigten: "Unter Menschen gehen", "Freundeskreis aufbauen", "Kurse besuchen", etc.: Weißt Du etwas besseres? Es würde mich sehr feuen, wenn du etwas besseres wüsstest! Wirklich, und ganz ohne jegliche Ironie. Natürlich klingen alle diese Ratschläge nach Binsenweisheiten und Küchenphilosophie.

Aber: Gibt es wirklich etwas besseres? Gibt es tatsächlich praktikablere, oder leichter Lösungen? Ich würde aus eigener Erfahrungen sagen, nein. Andere mögen andere Erfahrungen haben, dann wäre es schön, wenn sie's mal schreiben würden.

Bevor ich mal was mit Frauen hatte, hatte ich Sport- und Tanzkurse besucht, mich auf Freund- oder Bekanntschaften mit Kollegen eingelasse und darüber andere Menschen kennengelernt, die keineswegs meinem Bildungsgrad angehörten oder die sonstwie nach äußeren Gesichtspunkten zu mir passten. Ich hatte mich darauf eingelassen, zu Parties zu gehen, und sogar einmal selber zu einer Party einzuladen.

Das schöne mit "neuen" Menschen ist ja auch, dass sie einen nicht in seiner ganzen "trostlosen" JM-Geschichte kennen. Sondern nur so, wie man jetzt und heute ist. Mir war es dann passiert, dass sich eine der schönsten Frauen der Stadt etwas für mich interesiert hatte. Also, sie hatte mit mir geredet und etwas rumgealbert, und wir hatten uns auch mal verabredet. War wohl ein Irrtum von ihrer Seite aus, aber, ich war wohl in der Position, mich da in die "coole" In-Gesellschaft etwas hineinzumogeln und nicht gleich als Schwindler entlarvt zu werden.

Nun glaube ich aber auch nicht, dass ich irgendetwas besonderes bin, weder im Hinblick auf körperliche Attraktivität noch auf soziale Kompetenzen noch auch Selbstbewusstsein oder sonstwas. Mittelmäßiger Durchschnitt halt. Von daher denke ich, dass auch alle anderen Mittelmäßigen so ihre Möglichkeiten haben. Ich glaube nicht, dass da irgendwelche unüberwindbaren äußeren Umstände im Wege stehen.

Ich glaube, dass es an der eigenen Einstellung liegt. Am eigenen Empfinden oder der Wertschätzung sich selbst gegenüber. Ich glaube schon, dass man daran etwas ändern kann. Aber man muß es wohl auch wollen und sich bemühen.

Eine Anekdote am Rande: Mit einem Bekannten saß ich mal vor vielen Jahren im Biergarten, am Tisch mit noch zwei unbekannten Mädels. Die hatten jedenfalls kein Wort mit uns gewechselt.

Hmmm.

Später meinte mein Bekannter, diese beiden Mädels seien ja vollkommen unkommunikativ und sozusagen blöde, dass sie nicht mit uns geredet hatten.

Hmmm. Als verklemmter JM glaubt man in solcher Situation bloß, man sei nicht interessant genug gewesen, man sei zu niedrig, als dass die Mädels mit einem reden würden. Mein Bekannter (er war damals verheiratet) und also ohne JM-Minderwertigkeitskomplexe sah die ganze Sache vollkommen anders herum: Die Mädels waren bloß zu blöde.

Was ging mir dabei auf?

1.) Leute mit vernünftigem Selbstbewusstsein sehen die "Schuld" an nicht zustande gekommenen Kontakten zuerstmal nicht bei sich selbst.

2.) Leute, die den Mund nicht aufbekommen und nicht auf Kommunikationssituationen einsteigen (wie die beiden Mädels) werden von "normalen" Leuten als unkommunikativ, zu blöde oder als zu arrogant angesehen.

Was hab ich glaub ich daraus gelernt? Ich denke mal:

1.) "Normale" Leute knackst es nicht an, wenn ihre Kommunikationsangebote nicht angenommen werden. Warum ist das aber für JM fast immer ein Drama?

2.) Kommunikationsangebote verweigern, auch nur aus Schüchternheit, wirkt leicht wie arrogant oder unkomunikativ. (Gut, man muß natürlich nicht mit allen unsympathischen Menschen reden wollen.) Wenn man mal zu Parties eingeladen wird, muß man auch selber mal eine geben. Und sei sie noch so räumlich beschränkt. Besser als keine Kommunikation ist allemal "schlechte" oder nicht so geübte Kommunikation, verschüchtert und mit Stocken.

Mißverständnisse in Kommunikationen lieber bald klären: "Entschuldige, ich habe neulich sowas gesagt, das hast Du vieleicht mißverstanden. Es war so nicht gemeint. Etc...." Besser, als solche Dinge auf sich beruhen lassen zu wollen.

Hmmm.

Ich schreibe immer solange, weil ich sonst kaum Ansprache habe.

Beste Grüße

j)ensR7x0


Kwak, ist Dir mal aufgefallen,

Du schreibst solche Beiträge wie den von vorhin etwa alle 5 Tage.

Am nächsten Tag kommen allerlei gut(gemeinte) Ratschläge, und Du argumentierst, meist gegen alle Ratschläge. Dann driftet das Thema etwas ab.

Und am 5. Tage schreibst Du wieder so einen Beitrag wie von vorhin, dass Du keinen Ausweg siehst, usw.

Das geht jetzt schon gefühlte 5 Jahre so.

Glaubst du denn immer noch, dass das Forum Dir irgendeine Hilfe sein könnte? Hat Dir das Forum denn schon irgendeinmal helfen können?

Anstatt dem toten Gaul immer mächtiger die Sporen zu geben, solltest Du Dir vieleicht doch besser mal einen anderern Gaul finden, der Dich bis zur nächsten Etappe reitet.

Es ist ja nicht schlimm, im Forum immer und immer wieder seinen Frust abzulassen:

Bloß:

Wenn du willst, dass sich bei Dir etwas bessert: Such dir eine bessere Hilfe.

Das Forum ist Dir keine Hilfe!

Beste Grüße

jsenJsx70


Der Bergsteiger

Einspruch! Meine Erfahrungen mit Frauen sind zu 99.99% negativ.

Oh, erzähl doch mal von den 0.001% anderer Erfahrungen!

Begriffe wie "Freund/ Freundin", "Liebe" oder "Ex" sind mir nur von anderen bekannt, sie gehören nicht zu meinem Erfahrungsschatz. Das ist faktisch der Ausschluss von "den Anderen", da braucht man doch nichts schönreden zu wollen. Ich kann bei diesen Themen nunmal nicht mitreden, weil es keine entsprechenden Erfahrungen gibt.

Das sagst Du so einfach daher, ohne darüber nachgedacht zu haben. Und dabei möchtest Du zur geistigen Elite zählen! ;-)

Dieses Wochenende hätte es für mich einige Gelegenheiten für Flirts gegeben.

Ach was! Schau mal einer an! Unser Bergsteiger! Gelegenheiten zu Flirts! Er! Der sich immer nur so schlecht macht! Wie passt denn das denn zusammen?

Ich habe sie nicht genutzt. Und zwar bewusst nicht genutzt, weil mir nicht danach war, und irgendwie auch aus destruktiven Gedanken heraus.

Ach, da schau her! Aus destruktiven Gedanken! Waren es Deine Gedanken oder die destruktiven Gedanken der Mädels?

War es Deine Einstellung oder die Einstellung der Mädels?

Hast Du alles abgeblockt, oder die Mädels?

Um ganz ehrlich zu sein, ich empfand eine gewisse Genugtuung dabei, Flirtversuche im Keim ersticken zu lassen.

Cool, Baby, klar, als einsamer Mann braucht man sowas gar nicht mehr! Sowas stört ja bloß noch!

Vor ein paar Monaten hätte ich mich über sowas gefreut, nun ists mir egal, weil mir klargeworden ist, dass das mit den Frauen gar nicht funktionieren kann.

Sog ehmohl, wie häufig hast Du solche Situationen mal "reifen" lassen, bloß um mal unbeteiligt zuzuschauen, wie weit die Mädels noch gehen, um Dich rumzukriegen? Mal hier und dort beim Schwatzen ein paar plumpe Zweideutigkeiten wie, "das war lieb von Dir, mir noch ein Bier zu bestellen", oder sowas ähnliches einzustreuen?

Es gibt viel wichtigere Dinge im Leben als eine Beziehung und Sex

der-bergsteig

Bergsteiger,

das mag ja alles stimmen, was Du schreibst. Aber Du schreibst so emotional darüber, wie Du Flirtversuche abgewehrt hast, wie es Dir Genugtuung bereitet hat, dass es sehr schwer fällt dir zu glauben, die Frauen seien Dir egal.

Ich glaube, Du möchtest gerne mal angebaggert werden und durch Deine Abwürgungen es "den" Frauen mal so richtig heimzahlen, dass sie Dich bishehr immer so "vernachlässigt" haben.

Du hast Wut.

Ich finde, das ist gut.

Du bist Dir nicht egal.

Du hast Emotionen.

Mach weiter so.

Beste Grüße

BGetsy2200x6


@ Kwak:

Also ich habe das Gefühl, dass bei Dir in den letzten Wochen zum ersten Mal so etwas wie eine Entwicklung zu erkennen ist. Klar sind es erst ein paar kleine Schritte und es liegt noch ein weiter Weg vor Dir. Du hast erst die Spitze des Eisbergs entdeckt, als Dir zum Beispiel bewusst wurde, dass es nicht gut für Dich ist, nur Dein zuhause und die Uni zu kennen, nicht aber das, was links und rechts des Weges ist. Zum ersten Mal hast Du ernsthaft in Erwägung gezogen, einmal vom gewohnten Pfad abzuweichen. Zum ersten Mal habe ich bei Dir so etwas wie Neugier gespürt auf das, was das Leben da draußen zu bieten hat.

Deshalb: Lass Dich nicht beirren, auch wenn Deine momentane Angebetete Deine Bemühungen nicht zu schätzen weiß. Verfolge diesen Weg weiter, für Dich und Deine persönliche Entwicklung. Und glaube mir, nach der Uni ist das Leben nicht vorbei. Da fängt es erst richtig an. Du verdienst Dein eigenes Geld und kannst nach Belieben darüber verfügen (z.B. für anspruchsvolle Hobbies), Du bekommst Bestätigung im Job, was dem Selbstbewusstsein einen riesen Schub geben kann, Du lernst jede Menge interessante Menschen kennen. Du hast evtl. einen Neuanfang in einer anderen Stadt und kannst Dir dort bewusst einen Bekanntenkreis aufbauen, eine schöne, gemütliche Wohnung einrichten, die sich ganz und gar nach Deinem eigenen zuhause anfühlt. Niemand kennt Deine Vorgeschichte, Du kannst Dich in gewisser Weise selbst neu erfinden.

Bei mir war das Studium eine Scheißzeit, in der ich sehr einsam war. Mir ist das - ähnlich wie Dir - ca. 1 Jahr vor Ende des Studiums bewusst geworden. Damals habe ich mir geschworen, dass ich meine nächste Lebensphase sehr bewusst gestalten(!) werde. Das habe ich getan. Am Anfang war es verdammt schwierig. Ich habe bestimmt fünf verschiedene Vereine plus diverse Veranstaltungen ausprobiert, bevor ich Aktivitäten/Menschen gefunden habe, die mein Leben bereichern. Heute fühle ich mich pudelwohl mit meinem Leben. Ich war noch nie so glücklich wie in den vergangenen vier Jahren. Niemand behauptet, dass so eine Entwicklung einfach ist, aber sie ist machbar.

j_ensx70


Betsy

glaubst Du, es sind äußere Umstände oder die eigene Einstellung?

Glaubst Du, man ist seinem Schicksaal ausgeliefert, oder hat es in der Hand, etwas zu verändern?

Wäre es Dir unangenehm, etwas mehr über Deinen Weg zu schreiben? Die ganzen Vereine und Veranstaltungen, die Du erwähnt hast?

Ich könnte mir denken, etwas halbwegs konkrete Erfahrungen von Leuten, die es geschafft haben, könnte durchaus ermutigend und anregend oder inspirierend wirken.

Beste Grüße

M=onixka65


Jens

Zu den Ratschlägen, den berüchtigten: "Unter Menschen gehen", "Freundeskreis aufbauen", "Kurse besuchen", etc.: Weißt Du etwas besseres? Es würde mich sehr feuen, wenn du etwas besseres wüsstest!

Nicht wirklich. Ich wollte nur darstellen, dass genau da das Problem liegt. Man baut nicht einfach einen Freundeskreis auf, nur weil man eingesehen hat, dass das notwendig wäre, aus dem Kopf heraus sozusagen. Wenn es für diesen Menschen so leicht wäre, wäre es schon längst passiert. Aber das Bewusstsein dafür ist natürlich der Anfang einer Änderung, wenn einem klar geworden ist, wo der Hund begraben liegt.

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