Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

Szh"ad/owm/anxn


Ja ich würde auch nie meinen Eltern die "Schuld" geben. Ich weiss das auch bei mir weiss Gott nicht alles normal und toll verlaufen ist, aber den größten Teil habe ich selber falsche Entscheidungen getroffen.

Nunja jetzt probiere ich halt aus eigener Kraft was auf die Beine zu stellen. Und arbeite Step By Step daran, obwohl jetzt gerade nen kleiner Rückschlag kam mit der Wohnung aber auch das ist kein Weltuntergang. ;-)

Kxwak


Was haben sie dir vorgelebt? Immerhin sind sie zu zweit und haben Kinder.

Sie sind nicht verantwortlich dafür, dass du keinen Spaß an irgendwas hast. Solange du das denkst, kommst du nicht weiter.

Ich mache meine Eltern nicht dafür verantwortlich, dass ich keinen Spaß habe. Die Beschreibung von Tortola ist sehr treffend.

Nein, verantwortlich sind die eigenen Eltern nicht. Aber wenn diese nur zu Hause rumsitzen vor dem Fernseher, am besten noch jeder für sich, selbst keine Freunde haben, nie ausgehen, nie ins Kino gehen, sich nicht mal trauen, auch mal alleine loszugehen

Genau so kenne ich es. Abends fernsehen, am Wochenende Haus und Garten pflegen, solange meine Großeltern noch lebten sie regelmäßig besuchen, früher gelegentlich mal einen Ausflug am WE aber schon seit Jahren kaum noch.

Und auch ich habe einen externen Impuls gebraucht, der mir gezeigt hat, dass es auch anders geht.

Von selbst habe ich es auch nicht gemerkt. Erst nachdem ich es mehrmals überdeutlich gesehen habe ist es mir klar geworden.

MWoni\ka605


Kwak

So leben viele Menschen, wenn sie nicht mehr jung sind. Das ist absolut nichts Außergewöhnliches, das irgendetwas von deiner sozialen Zurückgezogenheit erklären könnte. Meine Eltern haben auch nicht viel anders gelebt.

Aber sie haben es doch offenbar in jungen Jahren geschafft, sich kennen zu lernen, zu heiraten, Kinder bekommen und sich eine Existenz geschaffen.

s,chü,chterxn


Aber sie haben es doch offenbar in jungen Jahren geschafft, sich kennen zu lernen, zu heiraten, Kinder bekommen und sich eine Existenz geschaffen.

Sei mir nicht böse, aber das waren ganz andere Zeiten. Ich kenne es von den erzählungen von meinen Eltern, von meinen Verwanten usw, sie sie sich selber kennengelernt haben. Damals hatte mein Vater gerade mal ein paar Hosen, ist also immer mit der gleichen herumgerannt, war nicht besonders angezogen usw. Damals war alles anders, weil Frau nicht so selbstständig sein konnte wie heute. Heute arbeitet Frau, verdient selber Geld. Vor 30 Jahren war das noch anders. Früher haben andere Werte gezählt als heute. Früher war es einfach gang und gebe, früh zu heiraten. Die Frau hat die Hausfrau gespielt, der Mann ist arbeiten gegangen. Aber heute kann man einfach nicht mit der Zeit vor 30 Jahren verleichen

M4onikka65


schüchtern

Vor 30 Jahren war die 70iger Generation am Ruder, ich glaube, du weißt nicht, wovon du redest. Denkst du, das waren brave Frauen? Das, was du schilderst, gilt vielleicht noch für die Vorkriegsgeneration, aber 30 Jahre.. %-|

Früh geheiratet hat man da auch nicht mehr unbedingt, die Unis waren vollgestopft und die Leute sind noch für Studentenbelange auf die Straße gegangen..

cbitroxnyx


@ monika und schüchtern

Vor 30 Jahren war die 70iger Generation am Ruder, ich glaube, du weißt nicht, wovon du redest. Denkst du, das waren brave Frauen? Das, was du schilderst, gilt vielleicht noch für die Vorkriegsgeneration, aber 30 Jahre..

monika, NICHT ALLE frauen waren in dieser zeit 68er rebellinnen. das hat sich, glaube ich, ziemlich die waage gehalten vom verhältnis her, also eher studentisch-rebellisch angehaucht oder eher aus arbeiter- oder bürgerlichen familien stammende "normal-brav" tickende frauen. also ich kenne auch eher die zweite variante (normal aber schon chic im rahmen der finanziellen möglichkeiten von jungen leuten, sag ich mal) und bin auch in den 70ern aufgewachsen.

M6onEika6x5


Aber solche Frauen gibt es heute noch ganz genauso. Jede Zeit hat ihre Voraussetzungen, es gab damals Leute, die allein waren und heute genauso und umgekehrt. Im Gegenteil, vor 30 Jahren gab es noch wesentlich weniger aktiv auf Männer zugehende Frauen. Wenn ich höre, was mir mein Sohn so erzählt, dann muss ich sagen, wow, er hats eher leichter. Ich sehe hier nur immer wieder die Tendenz, dass die schüchtern und kwak sich als Opfer der Umstände sehen. Würden wir jetzt das Jahr 1978 schreiben, würden sie sich vermutlich kein bisschen anders sehen, mit dem Unterschied, dass sie es niemandem erzählen könnten, weil es das Internet nicht gab. (Auch noch einen Kennenlernmöglichkeit, die es damals nicht gab...)

Csoppexr


@ kwak

Ein Problem ist, dass ich seit ewigen Zeiten nichts anderes kenne als diesen Zustand. Meine Fantasie scheint nicht auszureichen um mir etwas anderes vorzustellen.

Ach, du brauchst dazu doch keine Fantasie.

Tatsache ist ja schon mal, daß du dich in deinen Vorstellungen vom Leben nicht so sehr von den Menschen, die ein anderes Leben führen, unterscheidest - denn sonst wärst du ja wie gesagt zufrieden.

Also, unterbewußt ist dir klar, daß es so falsch läuft, wie es läuft.

Dann ists doch eigentlich nicht so schwer rauszufinden, wie es richtig laufen müßte, oder? Du würdest es genauso merken. Du mußt es nur machen.... und dich nicht von der Unsicherheit davon abbringen lassen.

Bei der Überwindung solcher Unsicherheiten durchläuft man mehrere Phasen - ich weiß nicht, an welchen Punkt du stehst und wie ernst es nur mit der Unsicherheit alleine überhaupt ist.

Ich kann nur von meiner Erfahrung sprechen...

und würd sagen, es geht damit los, daß du dir von der Angst keine Angst mehr machen lassen solltest. Dazu muß sie dir erstmal also solche bewußt sein. Z.B. als "Eindringling" im Kopf, den du zumindest schon mal entdeckt hast - und das ist das wichtigste!

Aber das hast du ja durch das Buch herausgefunden, oder? Die Unsicherheit gehört also noch zu dir, darf dich aber nicht mehr daran hindern, dich weiterzuentwicklen und Sachen zu tun, die du tun möchtest.

An diesem Punkt wirst du dich noch einige Male überwinden müssen. Aber wenn dir klar ist, daß du nichts GEGEN dich, sondern FÜR dich machst, wird dir das leichter fallen, und du wirst es auch positiv einschätzen. Und dann wird es zur Routine, bis es keine Überwindung mehr kostet.

Und das ist schon befreiend, aber eventuell lange nicht alles. Die Angst fast völlig runterzufahren ist nicht leicht, geht aber recht schnell, meiner Erfahrung nach. Das ist eine Sache von ein paar Versuchen, die man innerhalb von einigen Wochen oder Monaten geschafft haben kann. Es kann sich aber auch zwei, drei Jahre hinziehen, je nachdem, wie bewußt einem der Erfolg ist, wie wirksam sich das ganze auch auf die damit in Verbindung stehenden Angewohnheiten und das Selbstbild auswirkt.

Und das ist nach meiner Erfahrung viel schwieriger und langwieriger. Das hat dann nix mehr mit Überwindung zu tun, die man gedanklich viel leichter fassen kann. Diese Angewohnheiten konservieren ja die Angst in gewisser Hinsicht- soll heißen, man hat gar keine Angst mehr, vermeidet aber gewohnheitsgemäß immer noch dieses und jenes... und wenn es nur darum geht, sich selbst wertzuschätzen. Was selbstverständlich scheint! Isses aber nicht. Diese Dinge werden nämlich immer unauffälliger, subtiler und schwieriger zu fassen, aber halten den charakterlichen Fortschritt total auf.

Das ist der Punkt, wo man wirklich alle Eitelkeit aufgeben und sich helfen lassen sollte.

K*wak


Monika

So leben viele Menschen, wenn sie nicht mehr jung sind. Das ist absolut nichts Außergewöhnliches, das irgendetwas von deiner sozialen Zurückgezogenheit erklären könnte.

Es ist sicher nicht die alleinige Erklärung für meine Zurückgezogenheit. Ich habe lange nicht gemerkt, dass es auch anders sein könnte. Deshalb kam ich nicht auf die Idee einen anderen Weg zu versuchen.

Auch das Buch von Riemann das ich lese hat mich auf neue Ansätze möglicher Ursachen gebracht. Es ist interssant und in gewisser Weise auch erschreckend welchen Einflüssen man ausgesetzt ist und wie diese sich auswirken können.

s@chüch1teHrn


@Monika65

Ich sehe hier nur immer wieder die Tendenz, dass die schüchtern und kwak sich als Opfer der Umstände sehen.

Nein, das bin ich (kann es nur über mich sagen nicht). Ich weiss nur von aussagen von Leuten, die schon 20 Jahre verheiratet sind, das sie es damals einfacher hatten. Aber ganz ehrlich. Es gab Zeiten, da haben die Azubis bei der Vertragsunterschrift noch ein Mofa geschenkt bekommen, und heute? Ähnlich sehe ich es auch hier. Nicht das ich was geschenkt bekomme, aber es ist doch egal, was früher war. Und wenn man früher Frauen geschenkt bekommen hätte, ändert das nichts an meiner Sitution von heute! Es ist keine Ausrede, das es früher einfacher war, nur eine Feststellung. Ich selber kenne meine eigenen Probleme, aber daran zu arbeiten, ist sehr schwer, weil es grundsätzliche Probleme sind, aber darüber habe ich hier schon genügend geschrieben

Vor 30 Jahren war die 70iger Generation am Ruder, ich glaube, du weißt nicht, wovon du redest. Denkst du, das waren brave Frauen? Das, was du schilderst, gilt vielleicht noch für die Vorkriegsgeneration, aber 30 Jahre..

Früh geheiratet hat man da auch nicht mehr unbedingt, die Unis waren vollgestopft und die Leute sind noch für Studentenbelange auf die Straße gegangen..

So ein quatsch? Viele Frauen, die z.B. bei mir in der Firma arbeiten (sind nicht wenige), haben z.B. ihre Lehre abgebrochen, wegen Kindern. Oder gleich nach der Schule arbeiten gegangen, und dann eine Familie gegründet, weil sie nie was gelernt haben. Die wenigsten haben überhaupt eine Ausbildung, sind alles angelerntes Personal

K(waxk


Ich sehe hier nur immer wieder die Tendenz, dass die schüchtern und kwak sich als Opfer der Umstände sehen. Würden wir jetzt das Jahr 1978 schreiben, würden sie sich vermutlich kein bisschen anders sehen, mit dem Unterschied, dass sie es niemandem erzählen könnten, weil es das Internet nicht gab.

Es gibt sicher mehrere Einflussfaktoren die zu meiner jetzigen Situation geführt haben. Die äußeren Umstände sind einer davon.

Der Vergleich heute und vor 30 Jahren ist schwierig bis unmöglich. Ich kann keinen Vergleich anstellen, weil ich diese Zeit selbst nicht erlebt habe.

Damals galt wie heute, dass allen Menschen verschieden sind und die verschiedensten Probleme haben. Ob es damals leichter oder schwerer war kann ich nicht beurteilen. Für meine jetzige Situation ist es auch egal.

m2rk8x2


jede zeit hat ihre tücken und obs die menschen einfach oder schwer haben, hängt wohl zu einem grossen teil von ihrer einstellung zum leben und zu ihrer umwelt zusammen. (ausnahmen vorbehalten)

S2hado$wmaxnn


Boah heute ist auch wieder nen Tag da wäre ich lieber nicht aufgestanden.

Ich habe so viele Baustellen:

1. Mein Job wird bald wohl weg sein, naja das gut ist die Arbeit mochte ich wirklich noch nie. Werde dort auch von niemanden ersnt genommen.

2. Wohnung: Aufgrund des Jobsverlust der wohl bald bevorsteht weiss ich nicht wie das planen/finanzieren soll.

3. Freundin/soziales Leben

Mir ist aufgefallen das ich gerade mal 2 Besuche hatte, das liegt wohl daran das ich in dieser Wohnung einladen mag. Auch sieht meine Wohnung nur halb fertig aus da ich ja zum Teil ausziehen möchte, und deswegen nicht mehr Geld in die jetzige Stecken möchte komische Situation...

Aber ich glaube ich kann die Punkte eh nur in der Reihenfolge abarbeiten, bekomme jetzt schon Angst wenn ich da an den Zeitaufwan denke....

K>waxk


@Copper

Ich merke, dass es nicht gut läuft. Aber mir fehlt auch die Vorstellung davon wie es aussehen könnte wenn es besser laufen würde. Es gibt ein par Eckpunkte die offensichtlich falsch sitzen. Zu wenig und zu späte Erfahrungen mit Frauen, zu spät mit dem richtigen Studium angefangen, fehlende Kraft um aus Gewohnheiten auszubrechen, fehlende soziale Fähigkeiten.

Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen wie es praktisch aussehen würde wenn diese Eckpunkte anders sitzen würden. Also wenn ich mehr Erfahrungen mit Frauen hätte sammeln können, mit dem Studium schon fertig wäre usw.

Bei der Überwindung solcher Unsicherheiten durchläuft man mehrere Phasen - ich weiß nicht, an welchen Punkt du stehst und wie ernst es nur mit der Unsicherheit alleine überhaupt ist.

Ich stehe wohl noch am Anfang. Mit der Unsicherheit ist es bei mir ziemlich ernst. Ich habe oft das Gefühl am falschen Platz zu sein. Das setzt besonders dann ein wenn ich irgendwo in der Öffentlichkeit bin. Da habe ich manchmal nur das Bedürfnis schnell zu verschwinden um wieder in meinem geschützen Raum zu sein.

Ich kann nur von meiner Erfahrung sprechen...

und würd sagen, es geht damit los, daß du dir von der Angst keine Angst mehr machen lassen solltest. Dazu muß sie dir erstmal also solche bewußt sein. Z.B. als "Eindringling" im Kopf, den du zumindest schon mal entdeckt hast - und das ist das wichtigste!

Ich habe mein Buch noch nicht komplett gelesen. Manches darin kommt mir aus eigener Erfahrung sehr bekannt vor. Ich denke es ist so wie du sagst. Die Angst kann man nicht abstellen. Man muss einen Weg finden damit sie nichtmehr lähmend wirkt. Man muss ihr die Kontrolle üner das eigene Leben nehmen. Theoretisch ist mir das klar. Aber an der praktischen Umsetzung fehlt es noch.

KEwaBk


An diesem Punkt wirst du dich noch einige Male überwinden müssen. Aber wenn dir klar ist, daß du nichts GEGEN dich, sondern FÜR dich machst, wird dir das leichter fallen, und du wirst es auch positiv einschätzen. Und dann wird es zur Routine, bis es keine Überwindung mehr kostet.

Bis es zur Routine wird ist es noch ein sehr langer Weg falls es überhaupt dazu kommt. Wenn ich mich zu etwas überwinde kommt irgendwann der Punkt an dem es nicht weiter geht.

Im letzten Jahr hatte ich so ein Erlebnis als ich in der Stadt war. Ich denke schon lange, dass ich mir bei Gelegenheit mal ein Sakko kaufen sollte wenn ich mal etwas eleganteres zu anziehen brauche. Also beschloss ich in ein Kaufhaus zu gehen um zu schauen was angeboten wird und was es kostet. Wirklich Lust dazu hatte ich nicht aber wenn ich schonmal in der Stadt bin kann ich gleich mal schauen. Es ging genau so lange gut bis ich in der errenabteilung ankam. Schon als ich die Rolltreppe verließ fühlte ich mich unwohl und versprüte den Wunsch so schnell wie möglich zu verschwinden. Damit war es aus. Nach höchsten 5 Minuten war ich aus dem Kaufhaus raus und auf dem schnellsten Weg in richtung nach Hause.

Meine Überwindungsfähigkeit war an ihren Grenzen angekommen. So geht es mit immer wieder. Irgendwann kommt der Ounkt an dem nichts mehr geht.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH