Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

K^waxk


@der-bergsteiger

Ich glaub, mein Hauptproblem ist Angst vor wirklicher Nähe

Ich lese gerade ein Buch das sich mit den Grundformen der Angst beschäftigt. Die Angst vor Nähe ist eine der 4 Grundformen. Der Autor nennt es "Angst vor der Hingabe.

Das ist sicher ein erhebliches Problem wenn es um zwischenmenschliche Kontakte geht.

dzer-KbergVsteiUger


Lola

Ja kann sein, dass das mögliche Ziel schon die ersten Schritte verhindert. Aber wenn es wirklich das ist/wäre, wäre ja das ganze Problem damit zu lösen, dass man sich klar macht, dass "wirkliche Nähe" nicht zwangsläufig entsteht.

Hmm, irgendwie hab ich immer noch das Gefühl, dass wir aneinander vorbeireden. Ich denke nicht, dass es so einfach ist, wie du's hier beschreibst.

dAer-bergasteJi-gexr


Monika

Hast du negative Assoziationen mit dem Thema "Nähe"?

Nicht, dass es mir bewusst wäre und ich es in Worte fassen könnte :-|

Kwak

Und was wird als Lösungsansatz vorgeschlagen?

Shhavdo$wma|nxn


Hi ich werde mich ja nach Wohnungen umschauen, soll ich das jetzt schon machen obwohl ich bald Arbeitssuchend bin?

Weil das wird ja bei den Vermietern bestimmt keinen guten Eindruck hinterlassen, und bei vielen dadurch bestimmt keine Chance haben...

mfg Shadowann

s(choüchtxern


@ Shadowmann

Bist du an deinen Ort, wo du aktuell wohnst gebunden? Weil Familie in der "nähe" wohnt? Wenn du arbeit suchst, und sowie so umziehen möchtest, kannst du ja auch einen Job auch weiter weg suchen, kannst ja angeben, das du flexible bist, und auch wegen des Jobs an einen Wohnungswechsel denkst

Wua|age7x3


Gedankengänge

An dieser Sache mit dem inneren Kind ist wirklich was dran

Im Normalfall geht man wahrscheinlich selbstverständlicherweise richtig mit sich um, aber ich vermute mal, durch bestimmte Erlebnisse/ Erfahrungen oder nur ein paar falsche Strategien kann man das verlernen... und dann hat man den Salat, und weiß gar nicht so recht, was los ist.

Mal ein Beispiel für so eine falsche Strategie aus meinem Leben:

Ich habe lange Zeit mir alles selber verbockt, wenn ich einen neuen Weg bestritt, kurz vorm Ziel. Also ich sehe endlich mal Land, z.B. Schulden werden abbezahlt, gehe dann aber nicht mehr zum Job, hab zumindest so Fehlzeiten, das ich entlassen werde, meine Schuldner wieder mahnen und Verfahren anstreben und ich hab mehr Schulden als vorher. Ich war so wütend auf mich, Verzweifelt und hoffnungslos und war selber schuld. Das war lange, lange Zeit so in meinem Leben und ist auch noch nicht sehr lange anders.

Auf die Frage, warum ich das mache, erklärte ich mir rational, dass ich mich selber für etwas bestrafe. Jedoch hat sich mit dem Buch meine Vorgehensweise mit mir selber stark verändert. Als ich mir das letzte Mal was verbockt hab, war ich nicht wütend, eher traurig und hab mich mal an mein inneres Kind gewandt, warum ich das mache. Ohne die Wut auf mich selber, eher einfach wirklich aus interesse, weil ich will doch, dass es uns gut geht. In so einer vertrauensvollen Atmosspäre, meinte mein Kind zu mir (kurz gefasst), dass es Angst hat (also mich keineswegs hasst, oder bestrafen will ^^). Interessiert und beruhigend, sagte ich mir, dass es Angst haben darf und ich es nicht verurteile, dass das Projekt in die Hose gegangen ist, aber ob es mir nicht sagen will, wovor.

Ich hatte Angst, Verantwortung zu übernehmen, was ich automatisch machen würde, wenn ich meine Dinge selber regele und Probleme löse. Angst vor Veränderungen waren auch mit dabei. Auf nachfragen, kam dann auch die Situation raus, wo ich das entwickelt habe (hab nämlich mal sehr gerne Verantwortung getragen und meine Sachen gut gemacht, man konnte sich auf mich verlassen und auf meine Entscheidungen).

Als ich 14 war, fiel mein Vater ins Koma und hab alles wirklich gut gemanagt, also Krankenwagen geholt, Erste Hilfe, usw. Jedoch fiel mein Vater ins Koma und die Ärzte sagten, er wacht zu 95% nicht mehr auf. Wir waren damals in keiner Krankenkasse und meine Mutter fragte MICH (!!!), ob wir die Maschinen abschalten oder nicht. Die Ärzte rieten dazu. Ich hab entschieden ja, jedoch kam am nächsten Tag schon die Entwarnung, mein Vater sei doch auf dem Weg der Besserung, wenn wir Glück haben. Wir hatten Glück. Da schwor ich mir unterbewusst, innerlich, ich werde keine Verantwortung mehr übernehmen, werde einen Teufel tun, gut zu sein und man fragt mich um Rat.

Das war damals eine völlig normale Situation, kann ich mit meinem Erwachsenenverstand sagen (also meinem rationalen), und ich konnte meinem Kind auch erklären, dass ich jetzt da bin und es besdchützen werde vor solchen heftigen Entscheidungen. Mein Kind tat mir sehr leid, dass es die ganze Zeit alleine war, ich war zu sehr mit meinen erwachsenen Probs beschäftigt und hörte nicht hin. Wir haben zusammen getrauert und geweint, dass es so eine Scheiß Erfahrung machen musste.

Der Knoten hat sich denke ich etwas gelöst. Hab das erste Mal meinen Job richtig gut gemacht und konnte auch mit dem Lob prima umgehen. Das alles ist noch nicht so lange her und muss immer noch darauf achten, dass ich in diesem Punkt bei mir bleibe. Mein Kind weis, ich mache ab und an Fehler, aber ich arbeite an mir. Ich werd den Kleinen beschützen und uns ein schönes Leben einrichten. Er darf mit allem was er hat zu mir kommen. Das Vertrauen wächst (Selbstvertrauen ;-) ) und ganz am Anfang, war mein Kind stumm, hat mir kein bisschen vertraut. Ich habe auch sehr oft Sachen gemacht, die wirklich Scheiße waren. Mit mir gefeilscht, mich manipuliert und nicht darauf geachtet, wie es mir geht. Ich wollte etwas von aussen, Liebe zum Beispiel. Ein wirkliches RIESENprob bei der Einstellung ist, dass es nicht genug Liebe sein kann, wenn sie von aussen kommt. Dies Bedürfnis wird ganz kurz gesättigt, in der Situation selber wo ich sie bekomme, aber ich will direkt danach mehr, weil es meine innere Leere nicht ausfüllt.

Ich denke, selbst wenn ich eine Freundin gehabt hätte, wäre es daran irgendwann kaputt gegangen. Deswegen ist es so wichtig, sich selber zu lieben, sich mit seinen Fehlern zu akzeptieren und es nächstes Mal halt besser zu machen, man lernt ja.

Aber ich bin nicht mehr alleine :-) Hab ein inneres Kind, auf das ich aufpasse und wenn mal Gefühle von Einsamkeit auftauchen, muss ich manchmal Schmunzeln, denn wir haben ja uns und ich fühle das.

Naja, gibt noch ganz viel zu lernen. Warum ich Angst vor Sex habe, weis ich z.B. nicht, da macht mein Kind einfach zu. Ich habe deswegen für mich beschlossen, uns einfach mal zu zeigen, dass Sex nichts Lebensbedrohliches ist. Könnte ein Grund sein, warum ich einfach auch die Schritte zum Ziel vermeide. Muss das aber auch trennen von Liebe. Es ist nur ein Aspekt meiner Angst, jedoch bin ich am Gefühl der Liebe auch näher dran, weil ich mich selbst mag. Ist viel mehr Platz da, um andere zu mögen.

Hab glaub ich noch nie so viel getrauert, wie im letzten Jahr ^^. Und es tut so gut. Es ist was wunderschönes, sich selber trösten zu können, weil zur Zeit ist nunmal vieles Scheiße, weil vieles damals Scheiße gelaufen ist. Trauer schafft Raum für Neues. Ich bin gerne traurig, weil ich bin es nicht mehr allein. Es ist in solchen Momenten natürlich auch wunderschön, von jemandem anderen getröstet zu werden, jedoch fühlt sich das anders an, inzwischen. Da ist keine Manipulation um Aufmerksamkeit zu bekommen (als Beispiel), nein, man ist traurig und ist bei sich und jemand tröstet einen noch zusätzlich.

Also mein Weg führt auf jeden Fall in die Richtung, bei mir zu bleiben und nicht meine Umwelt für etwas verantwortlich zu machen. Nicht die Frauen sind es, die nicht auf mich stehen, sondern es liegt an meiner Einstellung. Ich kann die Frauen nicht ändern, jedoch mich. Hab für mich festgestellt, ich liebe die Frauen ^^. Ich wünsche mir interessante Gespräche, Abenteuer, auch wenn mal Angst dabei ist, wie spannend. Ich bin sehr am staunen, wie Dinge einfach anders laufen und ich weis gar nicht so konkret warum (ja, ich flirte ab und an). Es ist auf jeden Fall spielerischer geworden, wirklich spannend. Auch wenn da immer noch etwas Angst dabei ist.

Ich lerne um, jedoch würd mich auch arg interessieren, warum ich so eine ängstlich Haltung in Bezug auf Frauen aufgebaut habe. Gibt es da ein ähnliches Schlüsselerlebnis wie oben genannt?

Jedoch will und mache ich mir keinen Druck mehr. Ich habe sooooooooooooo viele Baustellen, woran gearbeitet wird, bestimmt mein inneres Kind *lach*. Bin nur als Helfer dabei und kann mich immer wieder mal wundern. Fühl mich wirklich wohl, zumindest sehr oft.

Leben im Jetzt ist angesagt, nicht in der Vergangenheit und auch nicht in der Zukunft!

Lebe natürlich nicht immer danach, aber bin ja auch erst auf dem Weg und lerne. Und ich darf auch durchaus mal Fehler machen.

So, langer Monolog geworden ^^. Hoffe es interessiert trotzdem, weil kann noch nicht so auf alle hier eingehen, wie ich gerne würde. Dafür hab ich massig zu lesen. Lese im Moment "Unfreiwillig Single", eine Studie zu JM und danach "Unberührt". Ausserdem die 100 Seiten des ersten Threads. Und da Gedanken raus müssen und ich fühl mich hier verstanden, poste ich sie halt ^^. Hab mich glaub ich noch nie so sehr mit meinem JM Status beschäftigt, das erste Mal mit wirklicher Hoffnung, wie in letzter Zeit. Dafür ein Danke an alle hier.

LOoblaX5


bergsteiger

Hmm, irgendwie hab ich immer noch das Gefühl, dass wir aneinander vorbeireden. Ich denke nicht, dass es so einfach ist, wie du's hier beschreibst.

Ich denke auch nicht, dass es so einfach ist. Darauf wollte ich eigentlich hinaus. Ich habe eben irgendwie das Gefühl, dass du mit deiner Hypothese, dass die Angst vor wirklicher Nähe das grundlegende Problem ist, "daneben" liegst. Das würde ich eher bei den Leuten vermuten, die immer wieder neue Beziehungen haben, von denen aber keine in die Tiefe geht.

Aber wer weiß, vielleicht ist die Hypothese für dich produktiver, als sie für mich aussieht...

Copper

Hmm, ich fände es nicht mal widersprüchlich zu sagen, man wünscht sich wirkliche Nähe und hat trotzdem ein Problem damit.

Ja, denke ich auch. Ich glaube ich bin auch so eine Kandidatin. ;-D Ich stell's mir schön, aber auch ziemlich gefährlich vor. Mit ein bisschen Distanz kann man sich im Notfall einfach besser schützen. :-/

Aber "wirkliche Nähe", zumindest das was ich darunter verstehe, ist ja keine Vorraussetzung für Beziehungen und erst recht nicht, um eine Beziehung einzugehen. Ich denke sogar, es gibt massenweise Beziehungen OHNE wirkliche Nähe...

dmer-be`rgsteLiger


Lola

Und wenn man "Angst vor Nähe" durch "Angst vor Verletztwerden" ersetzt? Würde es dann mehr Sinn machen? Ist es am Schluss nicht doch nur einfach ein lächerlicher Versuch, den Zufall rationalisieren zu wollen?

L*o+laX5


bergsteiger

Und wenn man "Angst vor Nähe" durch "Angst vor Verletztwerden" ersetzt? Würde es dann mehr Sinn machen?

Ja, finde ich schon. Wenn man nämlich sowieso schon in einer "schwachen Phase" ist, kann man auch verletzt werden, bevor Nähe auch nur ansatzweise entsteht...

Ist es am Schluss nicht doch nur einfach ein lächerlicher Versuch, den Zufall rationalisieren zu wollen?

Ich weiß nicht, wie du's hältst, aber ich glaube sowohl an den Zufall, als auch an Gründe... ;-)

dger-b5erg;steixger


Ich weiß nicht, wie du's hältst, aber ich glaube sowohl an den Zufall, als auch an Gründe...

Ja, schon. Aber der Zufall heisst nicht von ungefähr so :-p

LDolaXx5


Wenn einem etwas zu fällt, muss man es aber auch auffangen können... ;-) Wenn man mit verschränkten Armen dasteht hilft einem der schönste Zufall nichts... ;-D

d`er-Mber6gsTteiger


:=o

SIhad$owmxann


@ schüchtern

Nein ich bin zum Glück an niemanden gebunden denke nur das es schwer wird etwas zu finden( und auch dann zu bekommen) wenn man angibt das man arbeitslos ist bzw. bald wird...

Naja heute Abend steht erstmal saufen an.

Schönen Abend euch allen

THor6tolxa


Ob du arbeitslos wirst, will doch keiner wissen. Die wollen die letzten 3 Gehaltsnachweise, die kannst du doch vorlegen. Was in der Zukunft ist, weiß doch niemand.

CNoppxer


@ lolax5

Aber "wirkliche Nähe", zumindest das was ich darunter verstehe, ist ja keine Vorraussetzung für Beziehungen und erst recht nicht, um eine Beziehung einzugehen.

Sofern man kein tieferes Empfinden voraussetzt... ja.

Aber ich mache anscheinend den Fehler und erwarte das von Beginn an.

Vielleicht ist das, was gleich zu Beginn abblockend wirkt, einfach nur ein unbewußter Test, den ich den Mädels abverlange... wer weiß ;-) Und es funktioniert ja sogar. Wer dann immer noch dranbleibt, den betrachte ich ganz anders.

Es funktioniert nur nicht im Rahmen des üblichen unverbindlichen Rumgebaggers... das läuft dann an mir vorbei, wenn ich nicht sofort mitmache.

Naja, vielleicht kann ich in Zukunft etwas entgegenkommender sein... ich wärs ja gerne. Aber vielleicht gehts auch einfach nicht.

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