Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

Kewak


neue Erkenntnisse

Eben habe ich mein Buch "Grundformen der Angst" zu Ende gelesen. Insgesamt hat es mich positiv überrascht. Es ist verständlich geschrieben. Auch ein Nicht-Psychologe kann es verstehen.

Was ich daraus erfahren habe ist interessant aber teilweise auch erschreckend. Vieles was in einem Menschen steckt hat seine Ursache in seinen ersten 3 Lebensjahren. An diese Zeit kann sich niemand bewußt erinnern. Aber trotzdem wird er von diesen Erlebnissen an die er sich nicht erinnern kann beeinflusst so lange er lebt. Das hat etwas erschreckendes. Es erschwert auch die Analyse der eigenen Situation. Ich hätte das nicht gedacht bevor ich dieses Buch gelesen habe.

Ich habe dadurch angefangen darüber nachzudenken wie meine ersten 3 Jahre verlaufen sein müssen. Einiges weiß ich aus Erzählungen von meinen Eltern. Darüber vor dem Hintergrund von psychologischen Zusammenhängen nachzudenken hat mir Dinge gezeigt die ich nicht für möglich gehalten habe.

Ich denke jetzt, dass zumindest ein Teil der Ursachen für meine Schwierigkeiten mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen in meiner frühesten Kindheit liegt. Das setzte sich bis zum heutigen Tag immer weiter fort.

Vor einiger Zeit wurde hier der Begriff des JM-Gens erfunden. Ein solches Gen existiert sicher nicht. Ich bin mir jetzt ziemlich sicher, dass bei vielen Langzeit-JM die Ursache für ihre missliche Lage in ihrer frühen Kindheit liegt.

In den meisten Fällen ist das von niemandem absichtlich herbeigeführt worden. Ich bin mir sicher niemand von den Personen die in meinen ersten Jahren um mich herum waren wollte mir irgendwie schaden. Niemand von ihnen hatte eine Ahnung was die gerade ablaufenden Ereignisse möglicherweise bei mir später auslösen könnten. In meiner Familie gibt es niemanden der sich jemals mit psychologie beschäftigt hat.

Jedenfalls habe ich eine neue Sicht auf verschiedene Dinge gefunden die mir vorher nicht bewußt war. Bisher dachte ich immer meine unglücklich verlaufene jüngere Vergangenheit wäre für meine Situation verantwortlich. Aber es ist wohl viel mehr so, dass die Grundlagen in einer sehr frühen Zeit an die ich mich nicht bewußt erinnern kann gelegt wurden.

txam


Guten Morgen,

na wie gehts euch? Was gibt es neues?

LG

tam

L#ewiZan


Kwak

Was du schreibst, ist vermutlich inhaltlich richtig. Jedoch waere es ein Fehler, zu glauben, dass dich deine fruehe Kindheit unveraenderlich dazu verurteilt, ungluecklich zu sein. "Grundformen der Angst" ist ein analytisches, wissenschaftlich fundiertes Buch. Es ist kein Ratgeber.

Der Schluessel zu deiner Situation liegt immer noch in deinem eigenen Handeln, in der Gegenwart.

sdchKüchxtern


Bei mir gibt es nicht viel neues. Ich versuche aktuell, etwas Ordnung in mein "chaotisches" Leben zu bringen. Irgendwie falle ich in der letzten Zeit von einer extreme in die andere. Ich versuche aktuell, ein paar "eingeschlafene" Freundschaften wieder aufzufrischen, einige mit guten, andere mit nicht so guten Erfolg. Zum anderen versuche ich auch gerade, meine Zeit so so ordnen, das sie für die Sachen reicht, die ich vor habe. In der letzten Zeit war es so extrem verplant, das ich teilweise nicht mehr richtig zum aufräumen der Wohnung gekommen bin, und es hier mal wieder aussieht, als ob ein Krieg stattgefunden hätte. In so eine Wohnung kann man keine Frau lassen. Aber dafür muss jetzt der Sonntag hinhalten, zumindest die Sachen alle so aufräumen, das ich in der nächsten Woche einmal komplett durchputzen kann. Ausserdem sind noch einige Bohrarbeiten in der Wohnung fällig, ein Sensor für eine Wetterstation, ein Unterbauradio für die Küche, ein neue Notitzwand, die die alte ersetzen soll, Regale für DVDs im Wohnzimmer und eine Waage für die Küche. Nur die Zeit fehlt mir derzeit einfach, weil ich selten zuhause, sondern meist mehr in der Tanzschule bin (letzte Woche 12 Tanzkurse in 1 Woche gehabt). Wenn man meist kurz nach 15 Uhr erst von der arbeit heimkommt, und schon um 18 Uhr tanzbereit in der Tanzschule ist, hat man einfach nicht mehr so viel Zeit für andere Sachen. Ich habe halt auch die Befürchtung, das das viele "Aushelfen" beim tanzen langsam mehr eine Flucht vor der Realität wird, weil wenn ich keine Zeit habe...... mir macht das Tanzen sehr viel Spass, aber irgendwie muss ich hier ein Gleichgewicht zu anderen Sachen finden, und das ist aktuell nicht sehr leicht. Besonders, weil man hier fast jeden Tag schon "verplant" wird bzw gebeten, doch zu kommen, weil ständig Herren fehlen

W>aag:e73


@Kwak

Prima, neue Erkenntnisse sind immer wichtig (fast)! Ich weis noch sehr genau, wie gut es mir tat, als mir jemand gesagt hat, "Sie haben eine Depression". Man konnte es benennen, was ich damals hatte und ich hatte einen Ansatz, um was degegen zu tun. Ahnlich geht es mir hier im Forum, ich bin nicht allein, das haben andere auch (gehabt), mein "Problem".

Ich sehe nur auch die Gefahr darin, sich auf den Erkenntnissen auszuruhen. Die frühste Kindheit ist extrem weit weg und man kann daran nix ändern, ausser im Jetzt seine Sicht der Dinge und die Probleme anzugehen. Man kann definitiv nur im Jetzt handeln! Gerade Ängste werden mit Konfrontationen derselben abgebaut, denke ich. und auch dieses passiert wieder nur im jetzt. Hier und jetzt löst man diese alten Knoten, die sich damals entwickelt haben, um einen zu schützen, aber inzwischen nicht mehr nötig sind. Zu forschen woher seine Angst kommt ist prima, kostet aber auch unter Umständen viel Zeit. Korrektive Erfahrungen zu sammeln geht schneller und hilft meiner Meinung auch mehr.

Es gibt eh ganz wenige angeborene Ängste, Dunkelheit und Angst vorm fallen, las ich mal. Also gehen wir sie an ;-)

M7oni ka65


kwak

Ich habe die frühe Kindheit von zwei Kindern hautnah miterlebt, ich kann dir versichern, dass manche Probleme mit ihnen geboren werden. Gerade die gravierenderen. Sie bringen sie mit, sie sind keine weiße Leinwand, die erst beschrieben wird und sie beeinflussen auch die Reaktion ihrer Eltern. In der Psychologie ist die Bedeutung der frühen Kindheit umstritten und wird keineswegs überall gleich eingestuft. Riemann war Psychoanalytiker und das Buch ist schon ziemlich alt.

Auf der anderen Seite mag es schon mal wichtig sein, seine eigene Kindheit zu betrachten, mit den Eltern, Geschwistern reden, manches nochmal nachfühlen.

W aadge7x3


WOW !

Hat getroffen Monica, zumindest mich ^^. Ich spüre schon, wer ich bin , ein ganzes Leben? Eltern haben dieses Leben irgendwann geschenkt gekriegt, um es zu begleiten, zu unterstützen, herauszufinden wer das ist und was ich inzwischen merkte, dem Individuum zu helfen, wer man selber ist.

Sehr theoretisch, sehr kurz, aber der Compi ist bei mir nur geteilt und wandert gleich ins andere Zimmer. Geiles Wetter draussen in NRW ;-)

LG,

Waage

W?aagxe73


Ach, ist übrigens ne sehr verbitterte Ansicht, weil ich hatte das nicht, ich wurde verbogen, vll. auch erzogen (im Sinne von ner Richtung drängen), ich wurde nicht gefördert! Das hätte ich denke ich erwartet, egal wie ich bin.

Was will ich selbst, ist die vorrangige Frage. Also bei mir! Hab mich verbiegen lassen, jedoch fühle ich durchaus in mir drinne, was ich bin und was ich mir auch mal für mich wünschte. Zum Teil entdecke ich gerade erst meine wirklichen Ziele. Erziehung hat das bei mir verbogen, aber es gibt für mich ein Inneres, was mich immer begleitet hat, ne Sicht der Dinge, Un-/-Gerechtigkeitsgefühle, etc.!

Deswegen das WOW, hast in meinen Augen 100% Recht, da kommen Individuen zu den Eltern und ich denke Eltern sollten darauf vorbereitet sein ^^.

KawUak


@Monika

So wie es im Buch beschrieben ist klang es für mich sehr einleuchtend und passt teilweise gut zu meiner Situation und Vergangenheit.

Ich glaube auch nicht, dass Erlebnisse in der frühen Kindheit alleine ausschlaggebend sind. Sicher gib es auch einiges das schon angeboren ist. Ich finde darin könnte auch eine Erklärung für erhebliche unterschiede zwischen Geschwistern liegen. Es kommt sicher oft vor, dass ein Kind das ein par Jahre später geboren wird in einer ganz anderen Situation landet wie das zuvor geborene.

K{wak


@Lewian

Ich fand es positiv, dass dieses Buch kein Ratgeber ist. Über meine Situation vor einem wissenschaftlichen Hintergrund nachzudenken hat mir Dinge gezeigt die ich vorher nicht gesehen habe.

KCwak


@Waage

Zu forschen woher seine Angst kommt ist prima, kostet aber auch unter Umständen viel Zeit. Korrektive Erfahrungen zu sammeln geht schneller und hilft meiner Meinung auch mehr.

Mit Erfahrungen sammeln ist es so eine Sache. Man muss erstmal wissen wie.

K@wak


@schüchtern

Du solltest das Tanzen etwas einschränken wenn dir dadurch die Zeit für alles andere fehlt. Nimm dir z.B. vor nur noch 2mal pro Woche in die Tanzschule zu gehen und kümmere dich an den anderen Tagen um andere Dinge die dir wichtig sind.

MxonHikav6x5


kwak

Es kommt sicher oft vor, dass ein Kind das ein par Jahre später geboren wird in einer ganz anderen Situation landet wie das zuvor geborene.

Ja, aber die andere Situation entsteht unter anderem auch häufig durch die Tatsache, dass das Kind einfach anders IST. Aber letztlich ist alles gut für die eigene Entwicklung, was man als förderlich empfindet.

s0chüwchtexrn


@Kwak

Das ist einfacher gesagt als getan. Unter der Woche ist es aktuell so, das ich lieber dort bin, weil ich so unter Menschen komme, und am Wochenende habe ich einfach keine Lust mehr, alleine irgendwo hinzugehen

mUrk8x2


wenn du was hast, das du gern machst, dann mach das ... darfst nur nicht festfahren.

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