Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

s>mileJ-4-mxe


hier würde einzig der Psychiater gezahlt, weil der als Arzt gilt. Und Singlesein wird wohl kaum als Erkrankung durchgehen.

Ein Psychiater ist da auch nicht der richtige Ansprechpartner, der ist eher für Geisteskrankheiten zuständig. Für das Singlesein wird es eventuell einen tieferliegenden Grund geben und wenn "nur" das Selbstbewusstsein angeknackst ist. Die Gründe dafür sind so vielfältig und sobald ein Leidensdruck da ist, kann der Doc daraus eine Diagnose für die Krankenkasse basteln und man wird behandelt. Gut, in der Schweiz ist das anders. Aber grundsätzlich geht es ja um tieferliegendes, das Singlesein ist eventuell nur ein Symptom.

Ich hab mich weder beim Arzt noch beim Psychologen wirklich ernstgenommen gefühlt

Nicht jeder harmoniert mit jedem. Gerade, wenn man kompetente Ärzte sucht, muss man heutzutage oft eine lange Suche auf sich nehmen. Dann kommt es halt darauf an, bin ich mir das wert, auch wenn es nervt und Kraft kostet?

Schon alleine die Diagnose des eigenlichen Problems dürfte schwierig sein um dann auch die "richtige" Therapie zu finden.

Nicht wirklich nach meiner Erfahrung. So ein klein wenig kenne ich mich da aus beruflichen Gründen aus. Oft reicht es einfach schon, wenn man ein wenig in der Vergangenheit gräbt, sich die Kindheit anschaut, die Eltern und wie sie sich dem Kind gegenüber verhalten haben, wie es in der Schule war, wie es allgemein mit anderen Kontakten lief, mit Freunden, wie der berufliche Werdegang ist, Schicksalsschläge usw. usw. Ein geschulter Mensch erkennt da relativ leicht eine Art roten Faden. Es geht darum, den Menschen als Teil eines Systems zu sehen, denn man kommt nicht auf die Welt und ist wie man ist. Umstände, Vorstellungen und Eindrücke prägen einen Menschen und daraus resultiert Verhalten. Eigentlich ganz einfach.

Nach der Ursachenforschung die richtige Therapie zu finden, ist dann nicht wirklich das Problem. Wohl eher, ob man den richtigen Therapeuten findet.

Ja, aber genau diese Person wird sich dann wohl auch nicht helfen lassen wollen -- ganz einfach weil der Fehler ja nicht bei ihr sein kann...

Da gibt es nur zwei Möglichkeiten, es entwickelt sich Leidensdruck oder es entwickelt sich keiner. Wenn sich keiner entwickelt, dann ist ja alles in Ordnung, trotz Umständen, die man nicht nachvollziehen kann. Wie Single-Sein, um mal beim Thema zu bleiben. Oder es entwickelt sich Leidensdruck, der immer größer wird und man handelt.

Mein Ansatz ist wohl mittlerweile der, dass die Liebe zutiefst willkürlich und schlecht ist und bei mir durch Gleichgültigkeit ersetzt gehört.

Das ist lediglich was du empfinden willst. Was du eigentlich empfindest ist etwas ganz anderes und du tust alles dafür das zu zerstören, wonach du dich eigentlich sehnst.

Und jetzt wirst du sagen, na und? Ist doch eh alles egal, wenn es immer nur weh tut. Dazu fällt mir spontan das hier ein:

[[http://www.bibel-online.net/bibel_5/46.1-korinther/13.html]]

Wenn du diese Gefühle mutwillig in dir zerstörst, dann zerstörst du dich selbst und alles, was gut in dir ist.

JTuliEen-LMattexo


Was ist, wenn wir zu all dem was wir bisher falsch gemacht haben, auch noch eine Riesenportion Pech hinzukommt? Das ist ja auch nicht verifizierbar... Ich weigere mich, bei Vorgängen wo der Zufall eine Rolle spielt, die Realisierung einer Zufallsverteilung ausschliesslich dem eigenen Können zuzuschreiben

Wenn man mit über 25 noch JM/JF ist, dann dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass das mit Pech zu tun hat, gegen Null tendieren.

Der Punkt ist doch...wenn ich immer wieder scheitere und selbst keinen Grund dafür sehen kann, wenn ich an immer den gleichen Punkten scheitere und schon jahrzehntelang allein bin...dann denke ich, sollte man nicht nur das Glück oder Pech bedienen, dann sollte man wirklich tiefgehender bei sich selbst schauen, was anliegt.

Da kann ich nur zustimmen. Und wenn man nicht selbst drauf kommt, woran es liegen könnte, sollte man einer Therapie nicht aus dem Wege gehen.

J6ulien(-Mattxeo


Denn "normalerweise" sind Kontakte mit Menschen sehr sehr schnell geknüpft.

Da kann ich nur zustimmen. Ich habe einige Bekannte, die jeden Abend mit 'ner anderen Frau - zumindest aber mit einer ansehnlichen Sammlung von Telefonnummern - nach Hause gehen könnten.

Nicht, dass ich das für erstrebenswert halten würde, aber es zeigt doch, dass mein Lebenslauf so stark von anderen abweicht, dass man von Zufall nicht ernsthaft sprechen kann.

Ich bilde mir ein, die wesentlichen Ursachen für mein "Leid" ergründet zu haben. Seit ich begonnen habe, mein Leben zu verändern, geht es mir erheblich besser. Die psychosomatischen Probleme, die ich vorübergehend hatte, sind verschwunden. Ich glaube, dass jetzt nur noch ein paar "Restarbeiten" zu erledigen sind, dann durchschlage ich den Knoten endgültig.

cJoltx38


Mein Ansatz ist wohl mittlerweile der, dass die Liebe zutiefst willkürlich und schlecht ist und bei mir durch Gleichgültigkeit ersetzt gehört.

Ich kenne das Gefühl: "Jemand soll das Bedürfnis nach einer Partnerin aus mir heraus schneiden!" Aber das geht nunmal nicht. Ich lese von psychosomatischen Beschwerden, von (Arche)Typen, die sich ähnlich sind (MBTI) und ich denke oh scheiße, da gibt es ein klares Muster. Und ich habe jeden Tag Angst, dass ich für etwas schlichtweg nicht geschaffen wurde, das elementar für das Leben eines jeden Menschen ist.

ABER:

- Was haben wir überhaupt für eine Wahl, als uns zu optimieren und es zu versuchen?

- Habt Ihr wirklich schon alles probiert, seid Ihr an Eure SChmerzgrenzen und darüber hinaus gegangen?

- Wieviel Ablehnung habt Ihr erfahren? Mehr als jeder andere "normale" Mann?

- Mal ehrlich: Wie viele Kontakte, Dates, ... hattet Ihr in den letzten Jahren, die im Sande verlaufen sind (es gibt übrigens auch schüchterne Frauen)?

Ich kann für mich sagen: Nein ich habe noch längst nicht alles probiert. Und ich will mich auf einen Weg begeben, auf dem ich zumindest alles versuche, um vollends glücklich zuwerden.

- Man darf sich m.E. nicht sagen: "Ich will eine Frau, die soll jetzt mal kommen ... aber das bringt ja alles sowieso nichts ..."

- Man muss sich folgendes Mantra geben: "Ich möchte mich meinetwegen weiterentwickeln, um meine Potenziale zu entfalten. Ich kann so viel mehr, blockiere meine eigenen Möglichkeiten. Und ich werde bis zum Umfallen an mir selber arbeiten. Und dadurch lerne ich mehr zu kämpfen als jeder andere, weil anderen derartige Dinge scheinbar zugeflogen kommen."

Ich habe viele nicht entwickelte Seiten, an denen es in Bezug auf Frauen mangelt. Aber ich habe schon immer gekämpft und werde es auch weiter tun. Wie gesagt: Was haben wir denn schon für eine Wahl? Es gibt nur einen Weg: Neue Wege suchen und neue Kontakte knüpfen und sehen was auf uns zukommt.


P.S. 150 Euro für eine 3/4 Stunde für einen Psychologen halte ich für übertrieben. Mein Vorschlag: Selber zahlen, Preis aushandeln und erstmal 2 mal im Monat hingehen. Dann schneidet man sich halt mal 150 - 200 Euro im Monat irgendwie aus den Rippen und probiert's aus. Besser als nix tun und abwarten.

cHoltx38


Nachtrag:

Wie in einem meiner vorherigen Beiträge erwähnt: Ich empfehle Bücher, die mir die Augen geöffnet haben und falls Ihr die noch nicht gelesen habt, dann solltet Ihr das tun. Man erhält z.B. die letzten beiden, die ich erwähnte, für ca. 20 Euro und liest daran dann auch ein paar Wochen. Das sollte man auch vor einer Sitzung beim Psychologen sowieso tun, weil man dann viel besser versteht, worauf der hinaus will. Und das Gute daran, diese Bücher kann jedermann verstehen, ist also alles für Laien geschrieben.

s|mile-14-me


Habt Ihr wirklich schon alles probiert, seid Ihr an Eure SChmerzgrenzen und darüber hinaus gegangen?

Weißt du was mir dazu spontan für ein Beispiel einfällt? Es gibt ja viele Leute, die extreme Angst vorm Zahnarzt haben, vor den Schmerzen, vorm Ausgeliefertsein. Und was machen sie? Reißen sich selbst die Zähne raus, was unter Garantie definitiv weitaus mehr schmerzt als es behandeln zu lassen ;-)

Was ich damit meine...es wird lieber jahrelang stumm ertragen, man erkaltet darüber, stumpft lieber seine Empfindungen ab, macht Gefühle mies, baut sich ein negatives Muster als alles daran zu setzen, dass das nicht passieren muss. Und es muss definitiv nicht passieren, weil alles eine Einstellungssache ist. Ob mit oder ohne Erfüllung der großen Wünsche oder Sehnsüchte.

Ich glaube, die meisten in diesem Thread haben schon viele auch selbstgemachte Schmerzen ertragen, aber über konstruktive Schmerzgrenzen sind viele nicht hinausgegangen. Das ist zumindest mein Eindruck.

Nein ich habe noch längst nicht alles probiert. Und ich will mich auf einen Weg begeben, auf dem ich zumindest alles versuche, um vollends glücklich zuwerden.

Das entspricht genau meiner Einstellung :)^ Genauso versuche ich es auch zu praktizieren. Für mein Glück bin nur ich selbst verantwortlich, da kann ich nichts auf Umstände oder Bedingungen schieben. Denn letztlich ist mein Blickwinkel auf die Dinge dafür verantwortlich, ob ich etwas als negativ oder positiv wahrnehme. Zum Beispiel. Diese ganzen "Aber´s" und "Hätte, Wäre, Wenn´s", die bringen es nicht. Man kann noch so lang lamentieren und sich auf sowas berufen, es wird zu keinem Ziel führen, nur zu weiterer innerer Leere.

Und du hast das schon richtig gesagt finde ich, ich muss es vorrangig für mich selbst wollen! Nicht weil ich einen Partner will oder sonst was...sondern weil ich mir selbst soviel wert bin, dass ich mir nur das Beste für mich wünsche und darauf hinarbeite. Weil ich das Beste verdient habe. Es ist -mal wieder- eine Frage der Wertigkeit, was bin ich mir selber wert. Das ist die zentrale Frage bei so vielem.

Und nun geht die Klugscheißerin schlafen ;-D

K#wa[k


@ Tortola

Ich frage nur, weil ich mir sicher bin, dass du dir viele Probleme einfach nur einredest.

Nein. Mein aktuelles Problem ist völlig real. Was ich ursprünglich vor hatte geht nicht. Habe das erst kurzfristig gemerkt und habe weil ich zuvor mit anderen Dingen beschäftigt war erst spät angefangen mich darum zu kümmern.

Was ich damit sagen will? Keine Ahnung, aber so ein verkopftes "Hilfe, mich darf keiner erkennen, deshalb erzähl ich nichts privates!" kann einfach nicht gut sein.

Ich will nur hier öffentlich wo es jeder der lesen kann erfahren kann gewisse Dinge nicht schreiben. In einem persönlichen Gespräch sieht das anders aus.

*:) zzz

J'ulie1n-Mxatteo


- Wieviel Ablehnung habt Ihr erfahren? Mehr als jeder andere "normale" Mann?

Während der Pubertät habe ich wegen meines Aussehens und meiner Schüchternheit viel Ablehnung erfahren. Danach habe ich aufgegeben.

Jetzt wird viel davon abhängen, wie die Frauen heute auf mich reagieren, wenn ich mich am Strand zeige. Sind die Reaktionen neutral (positiv werden sie nicht sein), habe ich gewonnen, sind sie überwiegend negativ, könnte meine allgegenwärtige innere Stimme, die mir einredet, dass ich nicht gut genug für eine Frau bin, letztlich doch noch obsiegen. Vielleicht würde ich das Thema Beziehung dann endgültig abschließen.

In ein Loch fallen werde ich selbst dann nicht. Vielleicht werde ich dann nebenberuflich Dichter oder Maler, um mich mit Christina Stürmer's "Engel fliegen einsam" trösten zu können. ;-)

Ich bin selbst gespannt, wie die Geschichte ausgehen wird.

JOulien|-Mattxeo


Und ich werde bis zum Umfallen an mir selber arbeiten. Und dadurch lerne ich mehr zu kämpfen als jeder andere, weil anderen derartige Dinge scheinbar zugeflogen kommen."

Ja, aber wer kämpft, der muss auch das Risiko einkalkulieren, letztlich doch zu verlieren:

[[http://de.youtube.com/watch?v=iUPONW7gdw8&feature=related Risiko]]

dyer-beqrgstBeixger


Es geht darum, den Menschen als Teil eines Systems zu sehen, denn man kommt nicht auf die Welt und ist wie man ist. Umstände, Vorstellungen und Eindrücke prägen einen Menschen und daraus resultiert Verhalten. Eigentlich ganz einfach.

Und genau darum gerät man ja in die Spirale der schlechten Erfahrungen...

Das ist lediglich was du empfinden willst. Was du eigentlich empfindest ist etwas ganz anderes und du tust alles dafür das zu zerstören, wonach du dich eigentlich sehnst.

Und jetzt wirst du sagen, na und? Ist doch eh alles egal, wenn es immer nur weh tut.

Nein, ich sage nicht "na und?" sondern ich sage, dass es ein Weg ist, um endlich inneren Frieden zu finden, um diesen nutzlosen Teil loszuwerden.

[[http://www.bibel-online.net/bibel_5/46.1-korinther/13.html [[www.bibel-online.net/bibel_5/46.1-korinther/13.html]]]]

Wenn du diese Gefühle mutwillig in dir zerstörst, dann zerstörst du dich selbst und alles, was gut in dir ist.

//Liebe hat Geduld. Die Liebe ist gütig. Sie kennt keinen Neid; sie macht macht sich nicht wichtig, sie bläht sich nicht auf;

sie ist nicht taktlos und sucht nicht sich selbst; sie lässt sich nicht reizen und trägt Böses nicht nach; sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. //

Warum steht da nichts von dem Schmerz und der Trauer den sie verursacht? Warum steht da nichts über die Leere die sie hinterlässt? Warum steht da nur Gutes und warum wird das Schlechte denn verschwiegen?

d/er-b%ergste_igxer


:-o Das ist die Formatierung etwas durcheinandergeraten, aber ich denke dass man das Zitat als solches erkennt @:)

ArlxdhIaferxa


Warum steht da nichts von dem Schmerz und der Trauer den sie verursacht? Warum steht da nichts über die Leere die sie hinterlässt? Warum steht da nur Gutes und warum wird das Schlechte denn verschwiegen?

Khalil Gibran:

von der Liebe

Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr,

sind ihre Wege auch schwer und steil.

Und wen ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin,

auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert

dich verwunden kann.

Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie,

auch wenn ihre Stimme deine Träume

zerschmettern kann wie der Nordwind den Garten verwüstet.

Denn so, wie die Liebe dich krönt, so kreuzigt sie dich.

So wie sie dich wachsen lässt, beschneidet sie dich.

So wie sie emporsteigt zu deinen Höhen und

Die zartesten Zweige liebkost,

die in der Sonne zittern,

steigt sie hinab zu deinen Wurzeln

und erschüttert sie in ihrer Erdgebundenheit.

Wie Korngarben sammelt sie dich um sich.

Sie drischt dich, um dich nackt zu machen.

Sie siebt dich, um dich von deiner Spreu zu befreien.

Sie mahlt dich, bis du weiß bist.

Sie knetet dich, bis du geschmeidig bist;

Und dann weiht sie dich ihrem heiligen Feuer,

damit du heiliges Brot wirst

für Gottes heiliges Mahl.

All dies wird die Liebe mit dir machen,

damit du die Geheimnisse deines Herzens kennenlernst

und in diesem Wissen ein Teil vom Herzen des Lebens wirst.

Aber wenn du in deiner Angst nur die Ruhe

und die Lust der Liebe suchst,

dann ist es besser für dich,

deine Nacktheit zu bedecken

und vom Dreschboden der Liebe zu gehen

in die Welt ohne Jahreszeiten, wo du lachen wirst,

aber nicht dein ganzes Lachen,

und weinen, aber nicht all deine Tränen.

Liebe gibt nichts als sich selbst

und nimmt nichts als von sich selbst.

Amld}haxfera


Julien-Matteo

Jetzt wird viel davon abhängen, wie die Frauen heute auf mich reagieren, wenn ich mich am Strand zeige. Sind die Reaktionen neutral (positiv werden sie nicht sein), habe ich gewonnen, sind sie überwiegend negativ, könnte meine allgegenwärtige innere Stimme, die mir einredet, dass ich nicht gut genug für eine Frau bin, letztlich doch noch obsiegen. Vielleicht würde ich das Thema Beziehung dann endgültig abschließen.

Wie einige hier wissen, habe ich ein - nun sagen wir - sehr ungewöhnliches ;-D Äußeres. Und das nicht im positiven Sinn. Im Gegensatz zu dir falle ich auch bekleidet extrem auf. Wie du wurde ich damit geboren, sozusagen. Ich kenne mich also nicht anders; für mich bin ich so "normal."

Wenn ich früher unterwegs war, fühlte ich mich an fremden Orten oder unterer Menschen, die mich nicht kannten, oft nicht ganz wohl und auch beobachtet oder angestarrt. Ich war sehr unsicher und versuchte dies zu überspielen. Negative oder neutrale Reaktionen fielen mir weit mehr auf, als positive.

Heute - mit einem ganz anderen Selbstverständnis für mich ausgestattet - bin ich vollkommen anders in diesen Situationen. Wirklich entspannt statt gespielt. ICH vergesse oft in gewisser Weise, wie ich aussehe. Obwohl sich mein Äußeres seit damals leider keinesfalls verbessert, sondern durch bestimmte Umstände eher verstärkt negativ entwickelt hat. :-/ Und erstaunlich viele Menschen, denen ich begegne, treten mir (für meine Begriffe) sehr mutig gegenüber! ;-D

Man spricht mich an, einfach so. In Supermärkten, auf der Straße, bei Festen. Auf einer Messe oder einmal in einer Kneipe. Entweder aufgrund meiner körperlichen Merkmale (und der Vermutung, man sei deswegen in einer ähnlichen Situation) oder aber deswegen, wie ich damit umgehe. So etwas erstaunt und verblüfft mich bei unbekannten Leuten immer wieder. Und es macht mich glücklich.

Denn sind wir mal ehrlich: Es fällt schwer, so etwas zu tun. Schließlich weiß man doch nicht, ob man mit Ansprechen und Fragen nicht gerade eine für denjenigen schmerzhafte Grenze überschreitet? Und gerade diese Gedanken verunsichern. Diese Unsicherheit der anderen interpretieren wir dann oft negativ, obwohl dahinter nur selten wirkliche Ablehnung steht.

LG, an alle natürlich,

sVmile1-$4-}me


Und genau darum gerät man ja in die Spirale der schlechten Erfahrungen...

Man gerät vielleicht erstmal in schlechte Erfahrungen dadurch, aber es ist leicht dann die Verantwortung auf alles andere abzuschieben als bei sich selbst zu schauen und zu sagen "Hey, ich muss nicht in diesem Teufelskreis bleiben, es liegt an mir da rauszukommen und mein Leben zu verändern!" Und was mir spontan dazu einfällt...eine Textzeile von Kool Savas aus "Der beste Tag deines Lebens"

"Entfern dich von all dem negativen Dreck der dich bumst"

Bisschen unkonventionell ausgedrückt, aber genauso ist es. Die Kraft, die man aufbringt um im Negativen zu bleiben, kann man genauso gut dafür aufwenden, was Gutes für sich selbst und für andere zu tun.

Nein, ich sage nicht "na und?" sondern ich sage, dass es ein Weg ist, um endlich inneren Frieden zu finden, um diesen nutzlosen Teil loszuwerden.

Du redest jetzt nur von partnerschaftlicher Liebe. Hast du dir mal überlegt, die Liebe, die du in dir trägst nicht auszurotten sondern sie an Menschen weiterzugeben, die zu wenig davon haben?

Warum steht da nichts von dem Schmerz und der Trauer den sie verursacht? Warum steht da nichts über die Leere die sie hinterlässt? Warum steht da nur Gutes und warum wird das Schlechte denn verschwiegen?

Das steht da teilweise schon drin, aber eher indirekt.

Ja, es ist hinterlässt Leere, wenn man sich von einem Partner nicht geliebt weiß. Das verstehe ich sehr gut und momentan gehts mir ja auch nicht anders. ABER es gibt mehr Liebe im Leben als nur diese Form.

Ich glaube, dir fehlt es auch ein bisschen an dem Wunsch zum Perspektivenwechsel. Geht mir gerade so durch den Kopf, ist nicht böse gemeint @:) Du beißt dich partout an allem negativen fest und was du so bekommst dürfte klar sein, genau das was du nicht möchtest. Vielleicht ist genau deine Einstellung "Wenn ich keine Liebe bekomme, dann gebe ich auch nix davon an die Welt ab" ein großer Punkt, dass sich eben nichts verändert. Denn wie wirkt das denn auf andere, wenn ich wie ein Egomane rüberkomme, der nur für sich selbst leben will? Weißt du was ich meine? Erst wenn du dich in dem Punkt veränderst und auch deine Einstellung änderst, wird was zurückkommen. Und da fixiere dich nicht auf einen Partner, sondern erlebe allgemein wie erfüllend es ist, von Menschen ein positives Feedback zu bekommen, wenn du ihnen etwas entgegenbringst.

Jetzt hätte ich fast gesagt, übernimm mal einen Besuchsdienst in einem Altenheim vielleicht. Schau dir an wieviel Dankbarkeit du auslösen und wieviel Freude du bereiten kannst, wenn du uneigennützig gibst. Denn das ist der Charakter von Liebe.

Ich hoffe, das ist okay was ich geschrieben hab. Es sprudelte gerade ein wenig aus mir raus ;-)

ZwoTttelb`aexr


Warum steht da nichts von dem Schmerz und der Trauer den sie verursacht? Warum steht da nichts über die Leere die sie hinterlässt? Warum steht da nur Gutes und warum wird das Schlechte denn verschwiegen?

Weil es nicht zählt... ;-D

Wie soll ich es formulieren... Die Liebe hat ihren Preis. Aber der ist irgendwie irrelevant...

Das schöne an der Liebe ist, das Zweifel gar nicht bis zum Verstand durchdringen. :-p

Man darf mal mit Absicht und bei vollem Bewusstsein unvernünftig sein, und das ganze ist sogar noch gesellschaftlich akzeptiert. ;-D

Zweifel daran, ob eine Beziehung letztlich gut oder schlecht ist, lässt die Liebe nicht zu.

//Was es ist

Es ist Unsinn

sagt die Vernunft

Es ist was es ist

sagt die Liebe

Es ist Unglück

sagt die Berechnung

Es ist nichts als Schmerz

sagt die Angst

Es ist aussichtslos

sagt die Einsicht

Es ist was es ist

sagt die Liebe

Es ist lächerlich

sagt der Stolz

Es ist leichtsinnig

sagt die Vorsicht

Es ist unmöglich

sagt die Erfahrung

Es ist was es ist

sagt die Liebe//

Sicher verursacht Liebe Schmerz. Und ich sage es immer wieder: Nur, wer bereit ist, diese Schmerzen zu akzeptieren, ist auch liebesfähig.

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