Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

AWlYdhaXferxa


smile-4-me, ich hoffe, es ist ok, wenn ich deine Worte als Grundlage nehme und etwas abwandle:

Vielleicht ist genau die Einstellung "Wenn ich keine Liebe bekomme, dann gebe ich auch nix davon an die Welt ab" ein großer Punkt, dass sich eben nichts verändert. Denn wie wirkt das auf andere, wenn man wie ein Egomane rüberkomme, der nur für sich selbst leben will? ... Wenn man sich in dem Punkt verändert und auch diese Einstellung ändert, wird etwas zurückkommen. Und sich nicht auf einen Partner fixieren, sondern allgemein erleben, wie erfüllend es ist, von Menschen ein positives Feedback zu bekommen, wenn man ihnen etwas entgegenbringt.

Die Liebe gibt es nicht ohne den Schmerz. Die Möglichkeit des einen schließt auch immer das andere ein. Öffne ich mich, gewähre ich Zugang, mache ich mich nun mal verletzlich und gehe Risiken ein. (Natürlich steht es mir zu, zu meinem eigenen Schutz aus Selbstverantwortung Grenzen zu ziehen.)

Ich hatte einige Zeit eine Beziehung für mich ausgeschlossen. In Anbetracht meines Gesundheitszustandes sollte niemand soviel Gefühl und Bindung und Verantwortung und Zuneigung in mich investieren. Ich wollte nicht, dass derjenige im Falle eines Falles dann so leidet, wie ich es sicher umgekehrt tun würde.

Du kennst mein "Hobby", Bergsteiger. Und weißt, dass mir meine Pferde und das Erleben dieser speziellen Art Freiheit in der Natur soviel bedeuten und gegeben haben, wie dir deine Berge. Niemals hätte man mich vor eine Wahl zwischen dem, meiner Familie und einer (potentiellen Beziehung) stellen sollen.

Das habe ich zu 98% verloren. Und sehr lange mit diesem Umstand gehadert. Die erste Depression meines Lebens gehabt und mich von allem und allen zurückgezogen. Meiner Familie, meinen Freunden, meinen Tieren; meinem Leben. Ich wollte diesen Schmerz ausschließen. Das einzige, was ich erreichte, war, ihn einzuschließen. In mir. Und ihn mich unmerklich kaputt machen lassen. Denn er war ja "still"; schien verschwunden, wenn ich mich nur deutlich genug vor allem versteckte, nichts davon mehr an mich ran ließ. Wie eine Wunde, in der sich ein Splitter verkapselt hat. Wenn man sie nicht berührt, merkt man nicht, dass sich längst ein Abszess entwickelt hat und sich ausbreitet. Es tut weh, diese Wunde dann zu öffnen. Sauweh. Aber nur so hat sie eine Chance zu heilen.

Wie ich damals. Noch längst ist nicht alles "wieder gut". Dafür manches besser. Ich kann beides wieder annehmen: das Glück und auch den Schmerz, den diese Welt zu bieten hat. Und beides macht mich reicher.

Heute fluche ich nicht mehr darüber, dass ich nicht mitreiten kann, wenn meine Freunde 5 Tage mit Pferd und Hund und Zelt losziehen. Oh sicher wäre ich liebend gern dabei und wenn ich mir im Nachhinein die Bilder ansehe und zuhöre, was sie alles erlebten, dann tut es immer noch weh. Aber ich kann mich für sie freuen, mit ihnen freuen. Meinen eigenen Teil daraus ziehen und am nächsten Tag glücklich die eine Stunde, die ich manchmal körperlich schaffe, mit meiner Stute, genießen. Ohne mir den Ritt durch die duftenden, besonnten Wiesen damit zu verderben, dass ich nur denke: "Toll, die anderen sind eine ganze Woche unterwegs und das einzige was dir bleibt ist dieser kümmerliche Rest!"...

dper-bergsxteiger


Aldi

Schön wieder von dir zu lesen! @:)

Du kennst mein "Hobby", Bergsteiger. Und weißt, dass mir meine Pferde und das Erleben dieser speziellen Art Freiheit in der Natur soviel bedeuten und gegeben haben, wie dir deine Berge. Niemals hätte man mich vor eine Wahl zwischen dem, meiner Familie und einer (potentiellen Beziehung) stellen sollen.

Das habe ich zu 98% verloren. Und sehr lange mit diesem Umstand gehadert. Die erste Depression meines Lebens gehabt und mich von allem und allen zurückgezogen.

Was ist denn passiert? Davon hab ich ja gar nichts mitbekommen. Doch nicht etwas mit deiner Gesundheit?

smile

Du redest jetzt nur von partnerschaftlicher Liebe. Hast du dir mal überlegt, die Liebe, die du in dir trägst nicht auszurotten sondern sie an Menschen weiterzugeben, die zu wenig davon haben?

Ja, nur sehe ich immer weniger Sinn darin, dies zu tun. Es funktioniert nur, wenn auch einmal etwas zurückkommt. Ob die Liebe (oder was davon noch übrig ist) in mir ist oder nicht spielt doch keine Rolle mehr. Wenn meine Trinkflasche noch voll ist, so gebe ich gerne etwas von dem Wasser weiter. Bin ich aber am Verdursten und habe nur noch einen kleinen Rest, so muss ich mir gut überlegen, ob ich es selbst trinke oder die Flasche weiterreiche und damit mein Leben zugunsten eines anderen Lebens aufgebe. Auf die Liebe übertragen: Es fällt leichter, Liebe weiterzugeben wenn man selbst genug davon hat.

Ich habe hier schon so oft gelesen, dass jeder selbst schuld an seiner Situation ist. Wenn ich dies nun so stehen lasse, drängt sich aber eine ganz andere Frage auf: Die Menschen die du erwähnt hast, die zu wenig Liebe haben. Sind denn die nicht selbst verantwortlich für ihre Lage? Müssten nicht auch sie selbst dafür schauen dass es ihnen gut geht? Es geht mir dabei um das Prinzip der Gerechtigkeit und der Gleichbehandlung. Sobald ich diese ablege und mich verschiedener Massstäbe bediene, mache ich der Willkür Platz. Und ja, ich gewichte Gerechtigkeit höher als Barmherzigkeit.

Du beißt dich partout an allem negativen fest und was du so bekommst dürfte klar sein, genau das was du nicht möchtest. Vielleicht ist genau deine Einstellung "Wenn ich keine Liebe bekomme, dann gebe ich auch nix davon an die Welt ab" ein großer Punkt, dass sich eben nichts verändert. Denn wie wirkt das denn auf andere, wenn ich wie ein Egomane rüberkomme, der nur für sich selbst leben will? Weißt du was ich meine?

Ja, ich weiss was du meinst. Ich sehe es als Reaktion auf das, was immer zurückgekommen ist.

Zottelbaer

Weil es nicht zählt... ;-D

Wie soll ich es formulieren... Die Liebe hat ihren Preis. Aber der ist irgendwie irrelevant...

Nun gut, aber wovon soll ich den Preis denn zahlen? Nehmen wir mal an, die Liebe sei eine integrierbare Funktion. Über die Zeit muss das Integral doch positiv werden, aber wenn es mit der Zeit immer nur negativer wird? Was dann? Und zu welchem Zweck?

K`waxk


@ Aldhafera

Schön dich wieder hier zu sehen. @:) @:)

Wie einige hier wissen, habe ich ein - nun sagen wir - sehr ungewöhnliches ;-D Äußeres.

Davon hatte ich keine Ahnung. Jedenfalls schön, dass es dir heute gelingt damit klar zu kommen.

Jculien5-Ma#ttxeo


@ Aldhafera

Das Gedicht von Khalil Gibran ist wunderschön. Danke dafür. Es scheint, als hätte es jemand geschrieben, der die Antworten auf alle Fragen kennt.

Heute - mit einem ganz anderen Selbstverständnis für mich ausgestattet - bin ich vollkommen anders in diesen Situationen. Wirklich entspannt statt gespielt. ICH vergesse oft in gewisser Weise, wie ich aussehe

Das soll auch mein Weg werden. Ich will meine Angst endlich los werden, frei sein und ganz selbstverständlich so sein dürfen wie ich bin. Ich mache immer den Fehler, dass ich mich an normal bzw. gut Aussehenden orientiere. Statt dessen sollte ich mich nur an meinen Bedürfnissen und Wünschen orientieren.

Und weißt, dass mir meine Pferde und das Erleben dieser speziellen Art Freiheit in der Natur soviel bedeuten und gegeben haben, wie dir deine Berge. Niemals hätte man mich vor eine Wahl zwischen dem, meiner Familie und einer (potentiellen Beziehung) stellen sollen. Das habe ich zu 98% verloren. Und sehr lange mit diesem Umstand gehadert. Die erste Depression meines Lebens gehabt und mich von allem und allen zurückgezogen

Das tut mir leid. :°_ Es muss sehr schwer sein, lieb gewonnenes aufgeben zu müssen und dem ganzen hilflos gegenüber zu stehen. Solche Erlebnisse stellen viele andere Dinge, die man für Probleme gehalten hat, in den Schatten. Ich freue mich, dass Du inzwischen wieder etwas besser damit umgehen kannst.

sDmile-C4-mxe


Ja, nur sehe ich immer weniger Sinn darin, dies zu tun. Es funktioniert nur, wenn auch einmal etwas zurückkommt

Was ist mit ganz normalen Freundschaften, Familie, Verwandten? Du wirst mit Sicherheit von jemandem etwas zurückbekommen oder nicht?

Wenn meine Trinkflasche noch voll ist, so gebe ich gerne etwas von dem Wasser weiter. Bin ich aber am Verdursten und habe nur noch einen kleinen Rest, so muss ich mir gut überlegen, ob ich es selbst trinke oder die Flasche weiterreiche und damit mein Leben zugunsten eines anderen Lebens aufgebe.

Dazu fällt mir nur ein Spruch ein...Liebe ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt ;-) Du wirst es sehen, wenn du dich darauf einlässt, da bin ich mir sicher. Und wenn du es nicht immer nur auf partnerschaftlicher Ebene erwartest und betrachtest.

Ich habe hier schon so oft gelesen, dass jeder selbst schuld an seiner Situation ist.

Man ist manchmal nicht Schuld daran, WIE man in eine Situation gekommen ist. Aber man ist Schuld daran, wenn man bewusst in ihr sitzen bleibt, obwohl man weiß was anliegt.

Die Menschen die du erwähnt hast, die zu wenig Liebe haben. Sind denn die nicht selbst verantwortlich für ihre Lage? Müssten nicht auch sie selbst dafür schauen dass es ihnen gut geht?

Von welchen Menschen hab ich da gesprochen? Ich hab den Zusammenhang jetzt nicht so ganz erfasst, erklär mal genauer bitte :-)

Und ja, ich gewichte Gerechtigkeit höher als Barmherzigkeit.

Wenn da ein Mensch ist, nehmen wir mal an ein pflege- und betreuungsbedürftiger Mensch, der Liebe und Aufmerksamkeit nicht mehr aktiv und bewusst einfordern kann (davon sind Alten- und Pflegeheime im übrigen voll) und du stehst an seinem/ihren Bett...dann willst du mir nicht erzählen, dass du darauf beharrst nicht das geben zu können, wonach einem anderen dürstet, weil es dir ja auch niemand gibt? ;-)

B2extsyy2030x6


@ Aldhi:

Schön, dass Du wieder an Bord bist! :-)

@ Julien-Matteo:

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso Du Dein Streben nach einer Beziehung von den Reaktionen irgendwelcher Zufallsbegegnungen abhängig machst. Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Was interessiert Dich denn, wie irgendwelche Tussis im Vorbeigehen reagieren. Die kennen Dich doch gar nicht als Gesamtpersönlichkeit und mit 95% von denen willst Du ja auch keine liebevolle Beziehung eingehen.

Ich war die vergangenen Tage für einen Kunden auf einer Messe. Dort ist das, was ich für mich selber immer als absolutes Alptraumszenario im Hinblick auf meine "Behinderung" (man sieht es zwar aber es schränkt mich nicht ein) definiert habe, Realität geworden. Ich habe immer gedacht, wenn irgendwann mal vor einem Kunden jemand eine ätzende Bemerkung über mein Aussehen macht, dann bricht für mich eine Welt zusammen. Bisher ist das nie passiert, aber Dienstagmorgen war es dann soweit. Ich ging in einer kleinen Gruppe über das Freigelände der Messe, als mir drei Herren entgegenkamen. Zwei von denen waren Ende 50, einer Ende 30. Ich habe den End-Dreißiger einen Moment lang angesehen, weil ich ihn ausgesprochen attraktiv fand. Im nächsten Moment hat er dann im Vorbeigehen einen absolut inakzeptablen Kommentar losgelassen, den sowohl seine als auch meine Begleiter mitbekommen haben. Dazu hat er mich auch noch nachgeahmt.

Und weißt Du was?! Die Welt ist nicht untergegangen. Ich habe mich selbst nicht in Frage gestellt und meine Geschäftspartner sind da in keiner Weise drauf eingegangen, da das Problem ganz eindeutig bei dem Kerl lag. Ich finde mich, so wie ich bin, voll in Ordnung. Wenn dieser Kerl ein Problem mit meinerm Aussehen hat, was interessiert mich das? Ich kenne den gar nicht und so wie er sich verhalten hat, werden wir uns sicher auch niemals kennenlernen. Dafür ist mir meine Zeit einfach zu schade.

Du musst irgendwann dahinkommen, dass Du Dich selber toll und attraktiv und liebenswert findest. Alles andere passiert dann wie von selber. Guck Dich vielleicht mal bei [[www.handicap-love.de]] um. Da gibt es Menschen mit allen möglichen Einschränkungen, die (zu Recht!!!) fest davon überzeugt sind, dass sie eine liebevolle Beziehung verdienen. Für mich war das eine sehr inspirierende Erfahrung.

J)uli6enO-Ma#ttexo


Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso Du Dein Streben nach einer Beziehung von den Reaktionen irgendwelcher Zufallsbegegnungen abhängig machst.

Für die Frage, ob ich eine Freundin finden kann, ist es tatsächlich nicht von entscheidender Bedeutung. Ich betrachte es eher als Teil einer Therapie. Ich will lernen, mich ohne Angst so zu zeigen wie ich bin. Ich verstecke mich seit Jahren und will das endlich beenden. Nebenbei will ich herausfinden, ob bzw. inwieweit sich das Verhalten der Frauen ändert, nachdem sie mich nicht nur im T-Shirt, sondern auch am Strand gesehen haben: Ist es so schlimm wie ich denke oder schlimmer oder übertreibe ich maßlos?

Wie ich auf die Attacke arroganter Schnösel oder Schnöselinen reagieren würde, weiss ich nicht. Ich glaube, es würde mich eher bestärken als schwächen. Mich interessiert eher wie sympathische Frauen damit umgehen und hoffe inständig, dass nicht sowas wie ein Mitleidseffekt eintritt. Das setzt natürlich auch entsprechend selbtsicheres Auftreten meinerseits voraus. Wird mir schwerfallen, aber ich will's lernen.

Und was diesen arroganten Schnösel angeht, der Dich beleidigt hat: Dem wünsche ich eine unschöne Begegnung mit einer Selbstverteidigungstrainerin, die keine Kompromisse macht. Dann hätte es sich bald ein für allemal ausgeschnöselt.

deer-%bRergstYeigexr


smile

Ich setze hier mal ein Lesezeichen @:) Ich hab grad nichts weiter zu sagen :|N [[http://www.youtube.com/watch?v=7yUJxqT1V0o]]

ssmile8-42-zmxe


Okay @:)

J@uliesn-MJattxeo


Ich habe hier schon so oft gelesen, dass jeder selbst schuld an seiner Situation ist.

Dann haben wir unterschiedliche Threads gelesen. Die Kernaussage ist, dass jeder - ggf. mit der Hilfe anderer - sein Leben verändern / verbessern kann, wenn man es wirklich will. Das ist ein großer Unterschied zu "jeder ist selbst schuld".

Was spricht eigentlich dagegen, bei der Liebe immer wieder in Vorleistung zu treten? Es ist vollkommen kostenlos, fordert also keinen hohen Preis. Es bringt doch nichts, jeden Abend eine Kosten-Nutzen-Analyse zu machen und die eigenen Vorleistungen dabei auch noch zu beschönigen.

Was haben die meisten JM denn großartiges geleistet, um eine Freundin zu finden? Da wird unterm Strich nicht viel zusammenkommen (falls überhaupt was zusammenkommt). Und dann vergleicht diese Bilanz mal mit der von andern Männern (siehe z.B. "Mein Regelwerk zum Frauenaufreißen").

Wenn wirklich nur Negatives zurückkommt (was ich nicht glaube), dann wird es Zeit, seinen Blick zu schärfen, Technik und Ausrüstung zu überprüfen und ggf. auszutauschen.

cZolt3x8


Ich habe hier schon so oft gelesen, dass jeder selbst schuld an seiner Situation ist.

Fassen wir doch mal die Anforderungen der Liebe zusammen, die an einen Menschen, insb. einen Mann gestellt werden:

1. Selbstliebe:

- Sich selber lieben

- Selbstbewusstsein: Sich so geben, wie man ist

2. Liebe ggü. anderen:

- Auf andere zugehen: Kontakte initiieren (als normaler Mann kann man vergeblich auf die Initiative von Frauen warten, die wollen "verzaubert" werden, das beinhaltet die Ansprache)

- Anderen ggü. aufgeschlossen sein

- Empathisch sein: Mitgefühl haben, seine eigenen Gefühle zeigen (zu rechten Zeit, im richtigen Ausmaß)

3. Unbekannte:

- Aussehen: eher geringfügig einzuschätzen: viele beliebte Typen haben Haarsausfall, sind vollschlank oder verfehlen sonst irgendwie die 100% Schönheitsideale

- Verhalten: Extrovertiertheit, Mut, eine Frau verzaubern können: an Unbekannte Plätze führen, Spaß mit ihr haben, ... spielt zusammen mit Punkt 1 + 2, dass meinen Frauen vermutlich, wenn sie ihren "Prinzen" suchen, der sie rettet und beschützt


Und jetzt zur Bestandsaufnahme und Lösungsmöglichkeiten bzgl. meiner Person (stellvertretend für alle hier):

Zu 1.

Ich mache mich ständig selber schlecht, vor mir selbst und vor anderen, vor allem unterbewusst. Grund: frühkindheitliche Prägung: "Du bist eben nicht OK, so wie Du bist ... Du musst Dich ändern, um geliebt zu werden ... " Deswegen habe ich ein geringes Selbstbewusstsein, fühlte mich stets unvollständig für eine Beziehung, gleiches gilt für meinen Job, habe Angst oder zumindest Bedenken vor neuen Dingen.

Lösung:

- Ursache finden (Psychologe, Bücher), Felder finden, auf denen man seine Stärken auslebt, um selbstbewusstsein zu erzielen, Erfolge feiern

- Hemmungen abbauen: sich bewusst in unangenehme Sitautionen begeben, in denen man sich selbst unter Beweis stellen muss, die peinlich sind, um irgendwann sagen zu können: "ich habe keine Angst mehr, ich darf Fehler machen, mal versagen ... nur wenn ich etwas tue, werde ich etwas erreichen, dann aber auch mal scheitern"

Zu 2.

Ich dachte stets ich wäre sehr empathisch, aber das war und bin ich überhaupt nicht. Ich legte die gleichen unbarmherzigen Anforderungen an andere, die ich an mich selber leg(t)e. Auf meine Gefühle wurde in meiner Kindheit nicht immer Rücksicht genommen, wenn es mir schlecht ging, erfuhr ich nicht die bedingungslose Liebe und das Verständnis, das ein Kind braucht. Es hieß halt immer: "Ja, Du musst Dich ändern oder mit Dir stimmt was nicht". Um das klarzustellen: Ich dachte bis vor kurzem, meine Kindheit sei völlig normal gewesen. Bis ich mir der Wichtigkeit der frühkindheitlichen Prägung bewusst wurde und vieles nochmal REvue passieren ließ.

Lösung:

Sich versuchen in andere reinzuversetzen, emotional intelligent handeln, d.h. sich seiner eigenen Gefühle bewusst werden, seine eigenen Gefühle ausdrücken können, Gefühle anderer verstehen und darauf reagieren können. Kurzum: Die Muster, die man selber erfuhr nicht weitertragen.

Zu 3.

- Aussehen: Das beste rausholen was geht, d.h. Körperpflege, schöner Haarschnitt, anständige saubere Klammotten, gern auch ein bisschen fancy, denn das hat auch was mit Selbstliebe zu tun. Ich fand mich auf Fotos immer schrecklich, lächelte nie gerne, war stundenlang betrübt, wenn ich mich selber auf schlechten Bildern sah. Objektiv: ich glaube ich sehe nicht schlecht aus (ein absoluter LAdykiller meinte mal zu mir: Du siehst besser aus als ich und ich glaube das war ehrlich gemeint), aber hier spielt eben das Gefühl OK zu sein wieder rein, Die Messlatte OK zu sein wurde als Kind eben unendlich hoch gelegt (von Menschen, die selber verrissen hätten und deswegen so waren -> Kreislauf).

- Verhalten: Manches kann man nur schwer beeinflussen oder nur über die Zeit. Ich werde wohl nie ein total extrovertierter Mensch werden. Fühle mich in großen Ansammlungen eher unwohl, setze mich dem trotzdem aus. Mich preiszugeben, in den Mittelpunkt zu stellen fällt mir schwer, ich fühle mich beobachtet und unangenehm (Beispiel: Begrüßung von Freunden in einer großen Gruppe 8-10 Leute, insb. wenn es darum geht, jeden einzelen zu begrüßen und weiblichen Bekannten Bussy zu geben -> Unerfahrenheit in Bezug auf körperliche Dinge)

JZulien-QMatteo


Gute Zusammenstellung, Colt.

- Hemmungen abbauen: sich bewusst in unangenehme Sitautionen begeben, in denen man sich selbst unter Beweis stellen muss, die peinlich sind, um irgendwann sagen zu können: "ich habe keine Angst mehr, ich darf Fehler machen, mal versagen ... nur wenn ich etwas tue, werde ich etwas erreichen, dann aber auch mal scheitern"

[[http://de.youtube.com/watch?v=IuYrRebvFHc Strand]]

Man achte nur auf die erste Zeile des Liedtextes. ;-)

cuoltx38


Bemühungen

Nachdem die Anforderungen an die Liebe kurzum umrissen wurden, kann man auf die Bemühungen eingehen die ich bislang unternommen habe, um die Liebe zu finden:

- leer

- leer

- leer

-

Nich viel oder?

OK, ich habe erst vor kurzem damit angefangen ab und an mal eine Frau anzusprechen, mich auch mit wenigen getroffen. Da traten dann die Defizite zu Tage, die ich im vorherigen Beitrag skizzierte. ABER: das war gut so, denn anders hätte ich diese nicht identifizieren können. Ich glaube auch (abgesehen vielleicht von einer), wären die allesamt nix für mich gewesen. Und: Oftmals benutzt man Platzhalter, d.h. man verbindet einen Menschen mit dem Bedürfnis Liebe, und denkt man sei verliebt, obwohl man den Menschen gar nicht gut genug kennt.

Ich gehe in Bars, Tanzlokale mustere die Frauen dort, versuche herauszufinden, ob ich interessant bin. Und dann merke ich wieder: Ich bin verklemmt, kann nicht aus mir heraus, meine Körpersprache ist vermutlich ziemlich verräterisch und zeigt, das ich unsicher bin. Offen gesagt, ist das glaube ich der "Todesstoß", weil Frauen das unterbewusst wahrnehmen (seht Ihr: sehr harte Anforderungen, die ich da stelle). Und ich glaube Selbstbewusstsein und Dominanz (ja die Frauen dürfen wieder meckern, aber es stimmt) sind für einen Mann aunabdingbare Voraussetzungen, um häufig Erfolg bei Frauen zu haben. Habt ihr schonmal Frauen gesehen, deren Männer unterm Strich sichtlich weniger Selbstbewusst waren (was nicht mit Extrovertiertheit zu verwechseln ist)? Umgekehrt ist das wohl schon eher möglich.

ABER

Registrieren wir die Verbesserungen:

- Kontaktanbahnung: Ich habe weniger/kaum noch Scheu

Früher hätte ich eine Frau niemals angesprochen

"Live" mache ich das auch heute nur selten, wenn der Impuls kommt, im Internet habe ich damit keine Probleme , habe hier aber eher schlechte Erfahrungen gemacht (Die Häufigkeit kann ich an max. 2 Händen abzählen, insofern ist das auch nicht aussagekräftig).

- Aus sich herausgehen: Ich bin lebendiger geworden

Früher habe ich fast nir gelächelt, wenn dann nur verhalten. Inzwischen kann ich (wenn ich gut drauf bin) richtig strahlend lächeln. Ich lächle immer wenn ich mit Menschen rede, der Kontext es erlaubt und ich es authentisch kann. Da kommt direkt was zurück. Ich habe mich in o.g. Lokalitäten nie zur Musik bewegt, trug ständig die Hände in den Taschen. Inzwischen wippe ich zur Musik, bewege mich leicht auch im Sitzen an der Theke, manchmal mit richtiger Freude. Wenn ich getrunken habe tanze ich auch schon mal (1-2 mal im Jahr).

- Gespür für andere Menschen:

In meinen Unterhaltungen mit Frauen musste ich das GEspräch immer wieder anfeuern. Es war zwar eine Unterhaltung, aber ich glaube keine, die eine Frau bewegt und berührt. Ich glaube mein Fehler lag darin, dass ich zu wenig auf die Gefühle eingegangen bin. Inzwischen versuche ich mich wirklich für die Dinge zu interessieren, die meine Gesprächstpartner sagen und nicht nur darüber nachzudenken, was ich als nächstes sagen soll, um das Gespräch aufrecht zuerhalten. Ich versuche die emotionale Seite in dem Gesagten zu entdecken und darauf einzugehen. Auch versuche ich, weniger über den inhaltlichen Sinn meiner Worte zu denken als über deren Bedeutung im Gesamtkontext. Fazit: Nicht was total sinnvolles sagen, sondern etwas, was eine Verbindung zu dem anderen schafft (hier hilft es auch die 3 "Ichs" zu berücksichtigen und sich mit dem anderen zu synchonisieren, siehe meine Büchertipps).

Fazit: Ich tue nicht viel im ersten Schritt, der Kontakanbahnung, sondern arbeite zunächst einmal vor allem noch an mir selber. Wenn ich soweit bin, werde ich die Kontaktanbahnung stärker forcieren, d.h. Frauen verstärkt ansprechen, mich mit ihnen treffen.

Anmerkung: Ich schreibe schonmal viel hier rein. Mir geht es primär weniger darum, dass Ihr das lest, als vielmehr um mir das selber zu vergegenwärtigen, indem ich es ausformuliere.

STash2x5


- Aussehen: eher geringfügig einzuschätzen: viele beliebte Typen haben Haarsausfall, sind vollschlank oder verfehlen sonst irgendwie die 100% Schönheitsideale

Das bezweifel ich irgendwie, wenn es da nicht einen Ausgleich wie Geld und Ruhm gibt.

Aber mal noch kurz etwas zu Klamotten, bisher habe ich da wirklich kaum welche gefunden die an mir gut aussehen und wo ich wirklich mit zufrieden war, ist aber wohl der Fluch wenn man als Mann zu klein ist ;-) .

Kontakte initiieren (als normaler Mann kann man vergeblich auf die Initiative von Frauen warten, die wollen "verzaubert" werden, das beinhaltet die Ansprache)

Das ist wohl unser größtes Problem, wobei es für mich noch ein bisschen spezieller ist, da ich aus gewissen Gründen nicht gerne rede, das werde ich hier aber wie gesagt nicht preisgeben ( wer mehr wissen will PN ). Deshalb würde ich mir wirklich wünschen, dass Frauen auch mal mehr Initiative ergreifen.

a1ll2o83


Sash

Das ist wohl unser größtes Problem, wobei es für mich noch ein bisschen spezieller ist, da ich aus gewissen Gründen nicht gerne rede, das werde ich hier aber wie gesagt nicht preisgeben ( wer mehr wissen will PN ). Deshalb würde ich mir wirklich wünschen, dass Frauen auch mal mehr Initiative ergreifen.

Wer auch immer die Initiative ergreift, die Fähigkeit zu einer beidsetigen Unterhaltung sollte schon da sein. Wenn du nicht gerne redest, kann ich das verstehen (ging mir früher auch so), und es tut mir leid, aber das ist wirklich eine essentielle Fähigkeit um eine Frau kennenzulernen. Dass sie die Initiative ergreift, ist wohl möglich, aber einen Monolog wird sie dann wohl kaum halten wollen...

Was für mich auch wichtig ist: Man muss lernen, das Interesse anderer Menschen an sich selbst einzuschätzen (das beschränkt sich nicht nur auf Frauen). Manchen Leuten ist man halt piep-egal, und damit wird man wohl leben können. Manchen Menschen ist man aber auch nicht egal, und die freuen sich dann über eine begonne Unterhaltung oder eine andere Aufmerksamkeit (eine aufgehaltene Tür, ein Gruß,...). Manchen Leuten macht es vielleicht nichts aus eine negative Reaktion zu bekommen, mir aber schon! Daher suche ich vorher nach Anzeichen, ob sich der/die gegenüber überhaupt in irgendeiner Weise interessieren könnte.

- Aussehen: eher geringfügig einzuschätzen: viele beliebte Typen haben Haarsausfall, sind vollschlank oder verfehlen sonst irgendwie die 100% Schönheitsideale

Das bezweifel ich irgendwie, wenn es da nicht einen Ausgleich wie Geld und Ruhm gibt.

Ich hab gerade erst vor kurzem einen Typen kennengelernt, der war dick und überhaupt nicht gutaussehend. Fand zumindest ich, und fanden auch die Frauen, mit denen ich darüber gesprochen hab. Trotzdem hatte der immer die allerhübschesten Frauen an seiner Seite (und in seinem Bett). Ich würde sagen, gutes Aussehen kann natürlich ein Pluspunkt sein, aber seit ich die Bekanntschaft dieses Typen gemacht habe, glaub ich nicht mehr an gutes Aussehen bei Männern als wichtiges Kriterium. Natürlich darf man nicht gleich auf das Gegenteil schliessen. Hat jemand gleichzeitig Pickel, eine hässliche Brille, fettige Haare, etc. dann wird darüber natürlich nicht so einfach hinweggesehen. Aber man muss nun wirklich kein Mr. Germany sein.

colt38

zum Thema Extrovertiertheit:

Es ist zwar so, dass die größten Super-Stecher meist extrovertiert sind. Aber das ist doch nicht das Ziel, oder? Ich bin kein bisschen extrovertiert und hatte mit meiner Zurückhaltung bisher auch viele Probleme, aber mittlerweile komme ich damit echt gut klar. Man muss keineswegs extrovertiert sein, um eine Frau kennenzulernen oder ihr zu gefallen. Da ich auch nicht gerne im Mittelpunkt stehe, habe ich in letzter zeit viele Dialoge geführt, was mir viel mehr Spass macht. So steht man ja im Prinzip auch im Mittelpunkt, allerdings nur gegenüber der Person, mit der man spricht. Ich schätze meine Small-talk-Fähigkeit mittleriweile wirklich gut ein. Und mittlerweile mache ich auch hier oft den ersten Schritt, was ich vor 1,2 Jahren nie gemacht hätte. Wobei erster Schritt aber nicht Gleichbedeutend mit Interesse an einer Beziehung ist.

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