Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

MNonikxa65


Dieser deutsche Pick Up Artist und Redakteur vom Playboy (O. Kuhn)

:-/ Wow, sicher hat dieser Mann einen umfassenden Einblick in die Betreuung von Kleinkindern und den Alltag von Müttern. 8-)

Ganz ehrlich, das ist aus Sicht einer Mutter, die zwei Söhne groß gezogen hat, ziemlich viel Unsinn. %-|

LGewiahn


colt

Meiner Meinung nach bist du ein bisschen auf dem Holzweg mit dieser PUA-Theorie.

1. Der Mann muss eben gewisse Schritte in der Kontaktanbahnung übernehmen und bestimmte Verhaltenskriterien erfüllen.

2. Durch die weibliche Sozialisation, werden viele Männer als Kind davon abgebracht, weil deren Mütter keinen kleinen Casanova großziehen wollen, er soll "respektvoll" sein.

Der Anteil der Vaeter an der Erziehung der Kinder hat historisch gesehen keinesfalls abgenommen in den letzten 50 Jahren, sondern eher zugenommen (dieses ist einer der Effekte der Emanzipation, die von den PUAs uebereinstimmend mit den verstaubtesten Konservativen ja so gerne verteufelt wird). Angesichts dessen von (zunehmend) "weiblicher Sozialization" zu sprechen ist reichlich unpassend. Punkt 1 zitiert nichts weiter als die Ergebnisse einer aelteren Sozialisation, die die Moechtegern-Machos lieber wiederhaetten als das, was sich in der letzten Zeit getan hat, weil die armen identitaetsgeschaedigten Troepfe anscheinend mit Frauen ueberfordert sind, die ihre eigenen Ansichten haben. (Es wird zwar gerne daherbehauptet, aber nie bewiesen, dass das irgendwie naturgegeben oder biologisch sei... das ist wie mit der alten Rechtschreibung; man hat sich dran gewoehnt, und wenn dann jemand was neu machen will, tut man so, als haetten schon die Affen auf den Baeumen so geschrieben.)

Du hast mal gemutmasst, dass es frueher nicht so viele JM gegeben hat - das ist voellig frei erfunden und beruht auf keinerlei Sachkenntnis, richtig? Wissen kann das niemand, denn frueher war Sexualitaet ja Tabuthema und man konnte nicht einfach als Forscher herumrennen und 2000 repraesentativ ausgewaehlte Maenner nach ihren sexuellen Erfahrungen fragen... auch dass das heute moeglich ist, ist erst im Zuge derselben gesellschaftlichen Tendenzen entstanden, zu denen auch die Emanzipation gehoert.

Viele hier (inkl. mir) haben doch das Problem, dass sie "nett" sind, aber eben nur "nett" oder aber anders "nett", als im Sinne von sexuell oder beziehungsmäßig interessant (nen ähnlichen O-Ton habe ich höchst persönlich auch schon gehört).

Das Problem mit der uebertriebenen Nettigkeit ist meiner Meinung nach ein persoenliches. Jeder ist gefragt, zu lernen, die eigene Persoenlichkeit zu entdecken und, wenn angebracht, selbstbewusst zu praesentieren. Dass viele JM auf diesem Gebiet, insbesondere bei Mut und Selbstbewusstsein, Schwierigkeiten haben, ist mir bewusst und wir sind uns einig darueber. Ich kann dich nur ermutigen, daran etwas zu tun. Die "Schuld" bei den Frauen und der Emanzipation zu suchen, erscheint mir dabei aber nicht hilfreich, sondern eher kontraproduktiv. "Die Gesellschaft ist schuld dass ich so bin" erscheint mir nicht gerade als wirkungsvoller Hebel, etwas zu veraendern. Uebernimm Verantwortung fuer dich selber!

Ach so, "Pick up artists" - in den alten Zeiten, die diese Herren angeblich so hoch verehren, hat man sich noch "Kuenstler" genannt, wenn man etwas produziert hat, was zur Erbauung oder Bildung der Mitmenschen geeignet war, anstatt bloss ein paar Frauen ins eigene Bett zu locken.

sCe's


tam: ganz lieben gruß zurück!!!!! *:) war grad 3 wochen nicht im lande, deswegen schreib ich erst jetzt.

kwak: danke auch dir für die blume! :-D ich kann dich irgendwie verstehen. zum psychologen zu gehen ist ein riesen schritt. allerdings gleichzeitig auch nur ein kleiner.

ich würd dich so gern an der hand nehmen und dich ins leben schleifen, aber das kann ich leider nicht. das kannst nur du.

eines weiß ich inzwischen - du denkst zuviel. dein denken hemmt dein handeln. das ist bei vielen menschen so, oft auch bei mir.

zum psychologen bzw. therapeuten: menschen können sich ändern, dazu gehört selbstvertrauen. selbstvertrauen entsteht u.a. durch positiven austausch mit mitmenschen. psychologen und therapeuten sind dazu da, durch eine positive therapeutische beziehung - die manchmal einer platonischen freundschaft nicht unähnlich ist - selbstvertauen im klienten zu erzeugen und zu verstärken. ein therapeut ist ein mensch, der dich unterstützt, was immer du grad durchmachst. es ist eine bezahlte menschliche beziehung, die durch professionelle gesprächstechniken, übungen und hilfestellungen unterstützt wird, je nach fachrichtung läuft das unterschiedlich ab. und jetzt sag mir nicht, dass dir das nicht helfen könnte. :)z

sxebastLianx85


"Die Gesellschaft ist schuld dass ich so bin" erscheint mir nicht gerade als wirkungsvoller Hebel, etwas zu veraendern. Uebernimm Verantwortung fuer dich selber!

Genau so sehe ich das auch. Und seitdem ich das so sehe, mache ich zum ersten mal wirklich Fortschritte auf dem Gebiet. Die Schuld bei anderen zu suchen ist einfach sinnlos und wird niemanden hier voran bringen.

b<igg6exrbang


Hatte ja vor einigen Tagen schon mal "Hallo" gesagt.

Nun ja zu mir, ich bin ebenfalls JM, wahrscheinlich nicht wirklich eine Überraschung ;-)...bin 20 Jahre alt und was soll ich sagen...weiter oben hat jemand geschrieben, dass er früher das Gefühl hatte, Luft für die Mädchen zu sein...ich würde sagen, dass trifft mein Empfinden ziemlich genau. Ich würde mich definitiv nicht als hässlich bezeichnen, natürlich auch kein Model, aber wer ist das schon, Figur ist auch ok (87kg bei 1,84m)...aber es hat sich halt noch nie etwas ergeben. Sicherlich bin ich, gerade was Mädchen angeht, nicht sonderlich extrovertiert. Das resultiert aber eher daraus, dass ich noch nie das Gefühl hatte, dass sie sich wirklichfür mich interessieren. Klar hab ich in der Schule mit vielen was zu tun gehabt, aber man sieht sich halt, man unterhält sich ganz nett, aber das wars dann auch. Viele sagen, man sollte einfach anfangen, Mädchen anzuquatschen..das ist sicherlich etwas, was mir gar nicht liegt, da ich einfach nicht wüsste, was ich sagen soll. Tja man sieht, wie alle sich vergnügen und irgendwie bekommt man es selber überhaupt nicht hin. Das war jetzt wohl nicht sonderlich strukturiert, aber egal ;-D...ich werde mal versuchen, hier ein bisschen mitzudiskutieren...vllt gibts ja eine Erhellung. :-)

L7ewi)axn


sebastian

Da bist du ja nun ploetzlich ziemlich schnell zum Mann geworden. Wenigstens was die Farbe betrifft! ;-) :)*

L:eDwiqan


Abgesehen davon: Gute Einstellung! Weiter so!

s(eba?stilan$85


@ biggerbang

Wie gesagt, ich hab mit Sicherheit noch viel zu lernen und bin aus der Nummer ja auch noch nicht raus. Aber ich kann dir nur nen paar Sachen sagen:

Ich hatte früher auch echt viel angst davor leute anzuquatschen. Naja mitlerweile gehe ich damit z.B. in der Uni recht locker um und die Leute weisen einen nicht zurück und es passiert nichts schlimmes. Mit den einen versteht man sich besser, mit den anderen eben weniger, aber es ergibt sich einfach vieles und es geht mir danach zumindestens einfach viel besser, als wenn ich alleine irgendwo rumsitzen würde. Und glaub mir, ich bin selber verdammt schüchtern.

Das andere ist, dass ich auch immer total angst hatte, wenn ich jetzt den Arm um sie lege und sie das vielleicht noch nicht wollte, sie könnte mir ja den Kopf abreißen. Naja vor einiger Zeit saßen wir mal wieder abends alle bei einander, haben dann nen film geschaut und eine hat sich erst bei mir angelehnt und dann den kopf auf meinen schoß getan. Ich natürlich auch erst total verunsichert, was kann ich tun, was darf ich tun usw. Naja glaub mir, ich hab eine std oder so gebraucht um meinen arm um sie zu legen. Und es kam darauf nichtmal wirklich ne reaktion, es war völlig ok für sie.

Was ich damit sagen will, wir machen uns oft einen Kopf um dinge, die wir einfach tun sollten, wenn wir zu weit gehen, dann signalisiert die Frau uns das schon, aber niemand wird es uns wirklich übel nehmen. Also einfach offener sein und damit anfangen, sich selber etwas zu trauen.

E^rgzkpanSzler Ridgcully


Zwar schon vor drei Jahren mal hier verlinkt, aber immerwieder nett zu lesen:

[[http://de.nothingisreal.com/wiki/Warum_ich_nie_eine_Freundin_haben_werde]]

slmmile-4x-me


"Die Gesellschaft ist schuld dass ich so bin" erscheint mir nicht gerade als wirkungsvoller Hebel, etwas zu veraendern. Uebernimm Verantwortung fuer dich selber!

Spontan fallen mir dazu einige Menschen in Einrichtungen ein, in denen ich gearbeitet habe. Meist Menschen, die sich im wahrsten Sinne des Wortes den Verstand weggesoffen haben. Und Schuld sind ja immer die anderen, man selbst ist das arme Opfer und kann ja nix dafür, dass es so kam. Aber Fakt ist, selbst wenn das so stimmen würde, wird keine Veränderung passieren, solange ich mich in meiner Schwachheit, in meinen Komplexen und in meinem negativen Denken suhle.

Also ist Negativismus niemals eine Lösung, obwohl in ihn meist mehr Energien investiert werden als in konstruktive Lösungen komischerweise. Es ist halt schwierig ausgetretene und bekannte Pfade zu verlassen. Aber wer immer altbekannte Wege geht, der wird kaum auf Veränderung stoßen, das ist das Problem dabei.

SW. wa-ll1isii


Meist Menschen, die sich im wahrsten Sinne des Wortes den Verstand weggesoffen haben. Und Schuld sind ja immer die anderen, man selbst ist das arme Opfer und kann ja nix dafür, dass es so kam. + Also ist Negativismus niemals eine Lösung, obwohl in ihn meist mehr Energien investiert werden als in konstruktive Lösungen komischerweise.

Vielleicht findest du das nicht mehr komisch wenn du selbst in den Genuß einer schweren Alkoholsucht kommst. Ein Verwandter von mir ist kurz vorm sterben und kann's trotzdem nicht lassen, soll ich jetzt auch hergehen und sagen: "selber schuld. Trink doch einfach Apfelsaft." :(v :(v :(v

ZXott|elbaxer


Nein, aber ist sein Leben, und der ist der Handelnde.

Ich weiß nicht, ob es überhaupt etwas gibt, was ihn retten könnte, aber eines weiß ich ganz sicher. Ein "Die anderen sind alle schuld!" wird ihn unter gar keinen Umständen retten - nicht einmal dann, wenn er mit seiner Aussage Recht hätte!

Dein Verwandter hat das verfassungsmäßig garantierte Recht, sich zu Tode zu saufen, und der macht von diesem Recht Gebrauch. Nein, das ist kein Sarkasmus, meine ich ernst. Es ist seine Entscheidung, sich zu schaden. Und niemand kann es ihm verbieten.

Wenn Dein Verwandter mit seinem Problem nicht konstruktiv umgehen will oder kann, dann kannst Du eben nichts tun oder sagen - Apfelsaft hin, Maltetee her.

[z]soll ich jetzt auch hergehen und sagen: "selber schuld. Trink doch einfach Apfelsaft." [/z]

Wäre diese Aufforderung für ihn irgendwie schädlicher als etwas beliebig Anderes, was Du tun könntest oder tust?

b,ilgge.rbWang


@ smile-4-me :

Mit dem Negativismus hast du sicherlich recht. Doch dieser muss sich ja auch erst einmal entwickeln. Ich lange Zeit überhaupt nicht frustriert, was Mädchen angeht..und auch jetzt bin ich es nur manchmal. Aber es ist halt so: Als ich 13 oder so war, dachte ich, wow jetzt kommt man langsam in die Phase, wo etwas in der Hinsicht passiert. Tat sich aber nichts, ich dachte, kommt halt noch...aber es kam nichts. Natürlich bin ich ein gerade in dieser Hinsicht eher ruhiger Mensch, aber wenn ich jemanden erst mal so kenne und ins Gespräch komme, bin ich nicht auf den Mund gefallen...Trotzdem hat sich halt nie was ergeben. Und man kann ja nicht immer nur überlegen, welche quatsche ich als nächstes an...natürlich sollte man kontaktfreudig sein, aber bevor es ernst wird, ist doch fast immer ein normales Kennen, und dann merkt man ja auch, wenn eine Sympathien für einen hegt...und das war bei mir nie der Fall, also klar ganz nett und so ..aber halt nicht in Richtung, dass da mehr gehen könnte.

Naja und das ist jetzt seit Jahren so..aber ich bin mal gespannt. Im Herbst fängt das Studium an, ich habe mir vorgenommen, ingesamt viel offener zu sein, mal gucken, ob sich was ändern wird.

Tnem9pelri_ttter


Das ist ein guter Ansatz von Sebastian, welcher definitiv hilft.

Wenn früher die Frage kam, hast du lust was zu machen, war meine Antwort meist nein, weil ich irgendwie lieber zuhause war, nun habe ich mir geschworen, dass so eine Antwort nie wieder kommt. Ich habe mich bei Unisportkursen angemeldet und habe da sehr viel Kontakt gefunden. Ich habe mir vorgenommen wenn immer es möglich ist, die Leute die neben mir sitzen z.B. in der Uni kennen zu lernen. Und ich denke nichtmehr bei jeder Frau, könnte das was werden. Mitlerweile hab ich viele Freundinnen, mit denen ich auch privat was unternehme.

swmbile-4r-me


Vielleicht findest du das nicht mehr komisch wenn du selbst in den Genuß einer schweren Alkoholsucht kommst. Ein Verwandter von mir ist kurz vorm sterben und kann's trotzdem nicht lassen, soll ich jetzt auch hergehen und sagen: "selber schuld. Trink doch einfach Apfelsaft."

Du solltest hier nicht die Sach- und die persönliche Ebene durcheinander werfen bzw. diese Opferhaltung, die häufig bei Alkoholismus vorkommt ist nur ein Beispiel von vielen möglichen.

Eine Sucht mit dem Negativismus zu vergleichen, der hier häufig vorliegt...damit fange ich erst gar nicht an, denn Sucht ist eine Krankheit und eine negative Einstellung lässt sich sehr viel leichter verändern als eine Sucht zu heilen.

Und ich habe nirgends gesagt, dass ich das komisch finde. Ich finde es traurig, wenn Menschen ihr Leben an Suchtmittel verlieren. Ebenso traurig finde ich es, wenn Leute ihr Leben wegwerfen, weil sie glauben, alle Welt meint es nur schlecht mit ihnen. Klar gibt es Leute, die haben einen leichteren Start, leichtere Bedingungen. Aber hier geht es nur um eins: Will ich eine Veränderung und wenn ja, was bin ich bereit dafür zu tun. Das ist die zentrale Frage, auf die sich letztlich alles reduziert. Da kann man noch schön drumherum reden und diskutieren, aber das ist die Entscheidung, die jeder für sich treffen kann. Immer.

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