Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

KGwxak


@ smile-4-me

Ich finde du bringst zu viele Dinge miteinander in Verbindung.

Ich stimme dir zu, dass vieles auf dieser Welt nicht so ist wie es sein sollte. Von der sogenennaten Gesellschaft halte ich sehr wenig. Dieses Zitat von Albert Einstein sagt alles dazu: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."

Zum Thema Prostitution:

Ich bin ins Bordell gegangen um mein JM-Sein zu beenden und bin froh darüber diesen Weg gewählt zu haben.Für mich war es die richtige Entscheidung. Ich habe lange gezögert diesen Schritt zu gehen. Manchmal denke ich ich hätte mich früher dazu entschließen sollen.

Sicher ist es nicht so schön wie in einer Beziehung bei der Liebe im Spiel ist. Aber es ist 100mal besser als nichts. Seitdem ich kein JM mehr bin gab es noch ein par weitere Bordellbesuche und es werden in Zukunft noch einige folgen. Ich sehe das nicht als Ideallösung an aber eine bessere Alternative habe ich nicht zur Verfügung.

Ich denke auch, dass Prostitution existieren muss. Es gab sie schon immer. Sie scheint in der menschlichen Natur zu liegen. Die Frage ist wie die Gesellschaft damit umgeht. Alle Versuche sie zu verbieten sind gescheitert und haben alles nur verschlechtert.

rWoadru(nneerIUI


@ Kwak

Geht das auf Dauer nicht ziemlich ins Geld?

Krwaxk


@ roadrunner

Es kostet schon einiges. Ich gehe auch nicht oft. Nur gelegentlich.

sbmile-R4-me


@ Duke-Raul

Jetzt kann man sich fragen ob das abstumpft? Ich denke ja, denn früher hat man sowas nur intim erfahren, es war etwas besonderes.

Ich denke auch, dass da ein Grat völlig überschritten wurde. Dass Sexualität früher nur hinter vorgehaltener Hand praktiziert wurde halte ich für genauso falsch wie das, was heutzutage diesbezüglich passiert. Die völlige Ent-Tabuisierung der Thematik in der Öffentlichkeit und damit wird einem fälschlicherweise suggeriert, dass das hemmungslose Ausleben seiner sexuellen Fantasien und Bedürfnisse das Leben besser macht, dass man frei ist sich das zu nehmen, was man angeblich braucht etc. Ich sehe im Grunde ständig nur gefangene Menschen. Menschen die besessen sind von dem Ausleben ihrer Sexualität, die ihre eigenen Beziehungen zerstören, weil ihre Frau ihnen keinen blasen will (weil in den Pornos machen das ja alle so suuuper gern) und Frauen die ihre Männer verlassen, weil er nicht vögeln kann wie ein junger Hengst (und das ist in den Pornos ja das normalste von der Welt).

Und dazu wirft sich für mich auch die Frage auf, wo ist die Erotik heutzutage? Wo gibt es das noch, dieses Knistern beim Anblick eines angezogenen Menschen? Die meisten sind doch schon völlig fixiert auf nackte Haut, der Reiz muss immer größer, immer deutlich sichtbarer, immer "nackter" werden, damit überhaupt noch was passiert. Das was da diesbezüglich in der Welt abgeht zerstört dieses besondere Spiel zwischen zwei Menschen, hinsichtlich der Erotik und auch hinsichtlich des tatsächlichen Aktes. Wo ist das Spielerische, wo ist das Geheimnisvolle, wo ist es hin, dass man sich danach verzehrt jemanden zu berühren oder von ihm berührt zu werden...heute fliegen die Klamotten gleich beim ersten Date, es gibt keine wirkliche Spannung mehr und die meisten sind auch nicht mehr in der Lage dazu Spannung über einen längeren Zeitraum aufzubauen oder zu erhalten.

@:)

@ cabana

Es ist ja auch das normalste der Welt!

Ich glaube du hast Duke da falsch verstanden. Der Akt an sich und auch der Wunsch nach Sexualität sind was völlig normales, da gebe ich dir Recht. Aber es verliert zunehmend seine Sinnlichkeit, die Erotik, das Verlangen das entsteht, wenn man sich nicht sofort jedem x-beliebigen hingibt. Es wird wertlos und verkommt zu einem reinen Akt der Befriedigung egoistischer Bedürfnisse und das wirkt sich auf die Qualität und auf den Tiefgang aus. Sex wird immer belangloser, weil er immer gleichgültiger praktiziert wird.

Grade deswegen ist es doch so bedrückend in unserem Alter noch keinen Sex gehabt zu haben.

Das kann ich auch gut verstehen. Aber für mich wäre viel bedrückender so einen wertvollen Akt einfach mit jemandem zu teilen, dem ich absolut bedeutungslos bin und wo es wirklich nur um "Rein-Raus-Puh-ich-hab-es-endlich-hinter-mir" geht. Sollte man sich nicht lieber fragen woran der Aufbau einer Liebesbeziehung scheitert? Nicht als Vorwurf gemeint oder sonstiges.

Was ist bitte normaler als der Fortpflanzungsakt von Lebewesen?

Ja, dem ist wohl so. Und heutzutage ist es auch -leider- normal geworden, den mit jedem zu teilen und wenn es dabei beispielsweise zu unerwünschter Fortpflanzung kommt, dann wird das was da entstehen könnte meistens abgetrieben...weil, man kennt sich ja vielleicht gerade mal beim Vornamen und hat eine Nacht miteinander verbracht und dann ein Kind, na das geht ja mal gar nicht.

sNmil`e-4-xme


@ kwak

Ja, ich setze natürlich Dinge miteinander in Zusammenhang, weil diese Zusammenhänge einfach da sind. Den Spruch von Einstein finde ich übrigens auch sehr genial, weil er absolut wahr ist. Die Dummheit der Menschen ist grenzenlos, ohne Zweifel ;-D

Ich bin ins Bordell gegangen um mein JM-Sein zu beenden und bin froh darüber diesen Weg gewählt zu haben.Für mich war es die richtige Entscheidung. Ich habe lange gezögert diesen Schritt zu gehen. Manchmal denke ich ich hätte mich früher dazu entschließen sollen.

Wie gesagt, es ist nicht so, dass ich solche Entschlüsse nicht nachvollziehen könnte. Aber ich sehe darin einfach eine große Gefahr, für jeden persönlich und letztlich auch für die Gesellschaft. So etwas ist doch letztlich auch Ausdruck vom Gefühl der eigenen Wertlosigkeit. Dass man glaubt es nicht wert zu sein von einem gegengeschlechtlichen Menschen geliebt, geachtet und begehrt zu sein. Und in dem man diese Schritte dann geht manifestiert sich sowas doch. Mit jedem Mal Bordell setzt man sich weniger mit seinen eigenen -teils auch nur so empfundenen- Unzulänglichkeiten auseinander. Man gibt sich mit dem zufrieden was man hat, auch wenn es nur ein fauler Kompromiss ist und man wenigstens ein Bedürfnis ansatzweise befriedigt sieht.

Ich kann das alles schlecht in Worte fassen. Ich verurteile das nicht, dass du dich so entschieden hast. Allerdings sehe ich da einfach die Gefahr, dass du dort stehenbleibst und das was du dir eigentlich wünschst gewissermaßen aufgibst. Und vielleicht würde eine Therapie für dich dazu gehören, um Steine aus dem Weg zu schaffen, die dich daran hindern den Weg zu gehen, den du dir eigentlich wünschst. Aber das sind Dinge, die man dann nur allzu leicht umgeht, weil man eben so ein kleines Bedürfnis befriedigt sieht. Und es ist die Gefahr da, dass man mit einer normalen Beziehung vielleicht gar nicht mehr wirklich klarkommt, wenn man ein Bedürfnis immer nur so isoliert von einer Beziehung ausgelebt hat. Vielleicht verbaut man sich damit den Weg zum Eigentlichen.

Alle Versuche sie zu verbieten sind gescheitert und haben alles nur verschlechtert.

Ein Verbot von Prostitution halte ich auch nicht für sinnvoll, denn es gäbe sie dann so oder so. Man sollte sich aber vielleicht mal darüber Gedanken machen, zu welchem Preis man seine Träume aufgibt oder mehr und mehr aufgibt und warum man das macht.

Letztlich muss es jeder selbst entscheiden. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass mehr Menschen an ihren Träumen und Vorstellungen festhalten, auch wenn der Weg dahin vielleicht steinig und schwer ist.

s-ebas2tianx85


@ smile-4-me

Irgendwie hast du ja recht mit dem was du schreibst. Ich sehe es auch nicht als ideale Lösung ins Bordell zu gehen und werde es daher auch noch nicht tun. Allerdings ist die Einstellung es nicht zu tun auch nicht gerade ohne.

Ich habe ein paar Verwandte und kenne auch so noch ein paar, die sind mitlerweile schon lange Rentner und immernoch JM, hatten ihr leben lang nie was mit einer Frau und mit 75 ist da auch irgendwann ende.

Was ich damit sagen will ist, dass nicht jeder Topf einen Deckel findet, egal wie sehr man sich das wünscht und egal wie richtig seine Vorstellungen sind. Daher kann die Entscheidung wenigstens mal im Bordell einer Frau näher gekommen zu sein durchaus auch mal die Richtige sein. Für die, über die ich hier schreibe, wäre es wohl aufjedenfall die richtige Wahl gewesen.

sJmileh-4y-me


@ sebastian

Ich glaube einfach, dass es Gründe gibt, warum jemand seinen Deckel nicht findet. Und ich will nicht mal sagen, dass jeder sein passendes Gegenstück findet, davon bin ich auch nicht überzeugt. Aber zurück zum Thema...ich bin sicher, dass es Gründe gibt, warum jemand nicht in der Lage ist eine Liebesbeziehung aufzubauen und ich glaube auch, dass man diese Gründe beseitigen kann. Und des Weiteren glaube ich, dass viele einfach zu bequem, zu ängstlich, vielleicht auch zu feige sind, sich mit ihren "Problemzonen" -im doppeldeutigen Sinne- zu konfrontieren oder konfrontieren zu lassen. Einfach ausgedrückt, viele gehen den Weg des geringsten Widerstandes mit entsprechendem Ergebnis.

Ich bekomme ja virtuell von vielen Singles was mit und es liegt oftmals nicht wirklich ausschließlich an der Optik, sondern vielfach auch an dem, was sie von sich rüberbringen, wie sie rüberkommen. Dass viele von uns Bundesbürgern "emotionale Krüppel" sind, bleibt in dieser Gesellschaft nicht aus. Ich hab auch meine Verletzungen und Prägungen aus der Vergangenheit, teils aus der Familie, teils durch die Gesellschaft verschuldet. Und so tragen die meisten eben auch diese Verletzbarkeit mit sich herum, was es schon schwieriger macht jemanden an sich heranzulassen. Oft fehlt es auch einfach an Vertrauen...Vertrauen zu sich selbst und Vertrauen in andere. Und es ist natürlich auch zunehmend schwerer anderen Vertrauen entgegen zu bringen. Und da kommt man wieder zur Gesellschaft...weil Menschen oftmals einfach nur noch für den eigenen Gewinn benutzt werden. Sei es beim Thema Sex, Partnerschaft, in der Arbeitswelt, in Freundschaften etc.

Ich merke gerade wieder, wie komplex das Thema eigentlich ist. Es ist nicht damit getan, dass man ein Bordell besucht und dann glaubt, dass der Knoten platzt und genauso wenig ist es damit getan, dass man in seiner Hoffnungslosigkeit versinkt. Sehr schwierig das Ganze.

Rentner und immernoch JM, hatten ihr leben lang nie was mit einer Frau und mit 75 ist da auch irgendwann ende.

Naja, ist die Frage, ob es durch Bordellbesuche oder ähnliches ein besserer Zustand wäre als jetzt. Denn letztlich ist das ja wie "Blut lecken" und kann den Zustand der Beziehungslosigkeit noch viel unerträglicher machen.

s#ebastEianx85


Da will ich dir nichtmal wiedersprechen, die meisten probleme sind hausgemacht und können überwunden werden, wenn man nur daran arbeiten will. Daher gehe ich da ja auch nicht hin, habe genug Dates, da ergibt sich schon über kurz oder lang was. Was ich damit nur sagen wollte ist, dass so ein Besuch nicht zwangsweise spätere Beziehungen erschweren könnte, weil es nicht unbedingt welche geben muss und nicht immer der falsche Weg sein muss.

Dennoch bin ich auch der Meinung, dass man zualler erst bei sich selbst anfangen sollte nach Gründen zu suchen warum es nicht klappt und diese dann zu beseitigen.

s!mi-le-4-xme


Ja, dem stimme ich zu @:)

mPrk82


Mal so am Rande gefragt ...

Ein Kollege hat mir letzte Woche erzählt, dass es in Deutschland erst ab einer gewissen Grösse einer Stadt erlaubt ist, Bordelle zu betreiben. Ist das so?

E9rzkanzlrer Rnidculxly


... diese dann zu beseitigen ...

Als wenn es bei jedem nur irgendwelche Kleinigkeiten sind. Wenn es die einzige Hoffnung ist, dass man die Persönlichkeit komplett ändern muss um überhaupt eine minimale Chance oder Möglichkeiten zu haben, dann kann man sich auch gleich selbst umnieten.

sLmil^e-V4-Mme


@ Erzkanzler

Es geht nicht darum seine Persönlichkeit komplett zu verändern. Es geht darum, sich Wunden und Narben anzusehen, die sicherlich jeder zweifeslohne hat und die sicherlich auch oft ein Hindernis beim Beziehungsaufbau sind. Wenn du einen schmerzhaften, großen Splitter im Finger hast und jedesmal wenn du drüberfährst brennt es wie die Hölle...ziehst du ihn dann raus oder lebst du mit dem Höllenschmerz? Es ist immer das Gleiche...wenn jemand somatisch erkrankt ist, dann rennt er schnell zum Arzt, wenn jemand Schwierigkeiten hat Teile seiner Vergangenheit oder ähnlichem in seine Identität zu integrieren etc. dann scheut man sich vorm Arztbesuch.

Wie gesagt, es geht nicht darum seine Persönlichkeit so hinzubiegen, dass man everybody´s darling ist. Andererseits kann mir hier auch keiner erzählen, dass er eben nicht Dinge in sich trägt, von denen er genau weiß, dass sie einen Beziehungsaufbau und damit erfüllende Beziehungen behindern. Es geht nur darum ins Reine mit sich zu kommen, sich annehmen können wie man ist und mit sich zufrieden sein wie man ist. Im Grunde darum der Mensch zu werden, der eigentlich in einem ist, den man aber nicht lebt. Aus welchem Grund auch immer.

E3rzkaynzlier R:idcuxlly


Ich habe mich in den letzten vielleicht 4 oder 5 Jahren schon _sehr_ stark verändert und mich weiterentwickelt. Es gab Phasen da lief es dann dann etwas besser. Aber im grossen und ganzen hat das alles Netto absolut _garnichts_ gebracht.

"diese dann zu beseitigen" bringt vielleicht was, wenn man nur ein "normaler" Spätzünder ist und es im Prinzip nichts zu beseitigen gibt.

s/miCle-24Y-xme


Es gab Phasen da lief es dann dann etwas besser. Aber im grossen und ganzen hat das alles Netto absolut _garnichts_ gebracht.

Das ist ein Widerspruch in sich. Du sagst ja selbst, dass es Phasen gab, in denen es besser lief. Nur hat dich das letztlich nicht in eine Beziehung oder zu Sex gebracht (vermute ich) und ich schätze, deshalb bewertest du es im großen und ganzen als sinnlos im weitesten Sinne?

"diese dann zu beseitigen" bringt vielleicht was, wenn man nur ein "normaler" Spätzünder ist und es im Prinzip nichts zu beseitigen gibt.

Auch als "nicht normaler" Spätzünder kann man die Dinge beseitigen, die einem im Weg stehen, um glücklich oder zumindest zufrieden mit sich und seinem Leben zu werden.

c:.peli}gr[oso


Ich will ja eigentlich nicht in das Klischee reinreißen, dass der JM-Faden eine Ansammlung von Heulsusen ist, aber ich muss jetzt hier einfach mal was runterschreiben.

Bis vor wenigen Wochen bzw. Monaten habe ich immer das Ziel gehabt, mich als JM zu "verbessern", d.h. mich insgesamt mehr in die Gesellschaft einzugliedern, besser auf Mitmenschen einzugehen, meine Lebensweise etwas umzustellen, optisch möglichst das beste rauszuholen, mir klar zu werden was ich eigentlich will, den Stock ausm Arsch zu ziehen, nette Kontakte aufzubauen und vor allem das Leben zu genießen!

Insgesamt hatte ich schon einige Teilerfolge denke ich, gerade in letzter Zeit. Nur habe ich anscheinend zunehmend die Lust dran verloren und sehe irgendwie keinen tieferen Sinn darin. Der Blick auf die "andere Seite" war schon da, und grade wenn ich mit Leuten (abends) was unternommen habe, fand ich's im Rückblick immer schön und war froh es gemacht zu haben. Genauso wenn ich mit anderen für' Studium gearbeitet habe. Auch positives Feedback gab es zum ersten mal in meinem Leben von Leuten mit denen ich nicht unbedingt eng befreundet bin oder die nicht zur Familie gehören. Also ein wenig das wovon ich früher "geträumt" hätte.

Darum kann ich mir überhaupt kein Stück erklären was mich hindert weiterzumachen. Stattdessen drehe ich einfach um. Weiteres Beispiel: Mir früher hat nie auch nur einmal eine Frau zu erkennen gegeben dass sie mich jemals auch nur im Traum interessant finden könnte; von der Freundschaftsgeschichte mal abgesehen (okay womöglich schon, aber so oder so hätte ich es nie bemerkt). So, dann war ich jetzt halt mal auf ner Partnerbörse reingeschaut und bei den drei, vier kurzen Schreib-Kontakten auf einmal recht flott ein eigentlich ganz nettes Feedback bekommen, ein guter Start also um weiterzumachen und sich zu treffen oder sowas. Was mache ich? Denke innerlich wohl sowas wie ein trockenes "okay, erledigt" und melde mich komplett wieder ab. Hallo, was soll das?

Inzwischen bin ich locker wieder da angekommen wo ich vor Monaten oder noch länger war, d.h. alle "Projekte" abgebrochen. Naja was heißt "inzwischen"? Ich glaube es ging von einem Tag auf den anderen. Zack innen den Schalter umgelegt, alle Ziele weg, Lebensweise wie früher.

Wenn ich mich so beobachte komme ich einfach immer zu dem Schluss, dass ich wirklich "anders" bin und das was ich mir ursprünglich so vorgenommen habe gar nicht wirklich erreichen will. Stattdessen ziehe ich mich fast komplett zurück, unterhalte wie früher nur lose den Kontakt zu den engsten Freunden und arbeite vor mich hin. Wenn ich das nicht muss, dann beschäftige ich mich jede Minute mit irgendwelchen Dingen die mich halt interessieren, für mich allein.

Dann habe ich überlegt ob ich nicht einfach wirklich so gestrickt bin, sonst würde ich ja nicht "krankhaft" oder wie ein Ex-Alki der ne Flasche Schnaps kriegt in dieses Muster fallen. Vielleicht habe ich sogar dieses Asperger-Syndrom. Was man darüber so lesen kann beschreibt mich glaube ich ganz gut.

Das ganze klingt ja eigentlich nach einem Ergebnis. Ich hätte halbwegs Klarheit über mich (hatte ich bislag nie erreicht) und könnte mich drauf einstellen und fertig.

Leider merke ich, dass mich diese Lebensweise schon nach ganz kurzer Zeit wieder innerlich fertigmacht und mich permanent negative Gedanken einnehmen: Ich mache mir andauernd Vorwürfe, bin unzufrieden mit mir, fühle mich einsam, die Sachen die ich beim Arbeiten und in der Freizeit mache kommen mir langweilig und sinnlos vor*. Die letzten zwei Punkte sind das wirklich Durchgeknallte: ich bin ja sonst quasi dauernd automatisch beschäftigt anderen und einem echten Leben aus dem Weg zu gehen um stattdessen mich in das Gegenteil zu flüchten, nämlich Alleinsein und mich mit Sachen zu beschäftigen, die andere gar nicht oder wenigstens nicht in dem Ausmaß tun würden.

*(dass ich Arbeitszeit und Freizeit nicht trennen kann, also häufig irgendwas halb mache und dabei noch viel mehr Zeit und Energie verschwende ist auch so ein Punkt...)

Insgesamt weiß ich einfach nicht, mit welchem "Plan" ich weitermachen soll und ob ich das dann so könnte. Wenn ich da nichts finde, würde ich die nächsten ca. 50 Jahre immer wieder mal versuchen mich ein wenig zu ändern, um es daraufhin wieder sein zu lassen und mich dabei permanent über mich zu ärgern und unglücklich zu sein.

Dazu fehlt es mir ja nichtmal an irgendwas und normalerweise wird es auf dieser ja ach so grausamen Schiene auch kaum dazu kommen. Ich bin bislang ziemlich gesund, muss mir über mein Studium und dessen Finanzierung usw. keine Sorgen machen, werde später vermutlich einen Job haben, der interessant ist und bei dem ich ein gutes Gehalt haben werde. Oh Mann... :(v

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