Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

D-urke_Rxaul


Danke smile-4-me, du hast mir wieder aus der Seele gesprochen. Was sie doch nur meint ist, dass man sich den wahren Ursachen konfrontieren soll. Bei manchen und auch bei mir selber habe ich das Gefühl, dass man viele Dinge einfach unterdrückt, herunterschluckt, weil man denkt danach ist es besser. Aber meistens verfestigen sich diese Dinge dann im Unterbewusstsein und man wird somit jedesmal hinfallen. Es ist also alles zu hinterfragen warum man hinfällt. Das Optische ist hierbei gar nicht mal so ein großer Faktor. Ich würde mal eher so seelische, verhaltenspsychologische (schreibt man das so?) Sachen ansprechen. Ich sag es mal ganz ehrlich: auf geistlicher Ebene kommt es mir so vor als bewege sich der Mensch nur auf Stufe einer Stubenfliege.

cG.pelhigrxoso


Ouch, sind viele Schreibfehler drin. Das da korrigier ich mal:

Weiteres Beispiel: Mir hat früher nie auch nur einmal eine Frau zu erkennen gegeben, dass sie mich jemals auch nur im Traum interessant finden könnte; von der Freundschaftsgeschichte mal abgesehen (okay womöglich schon, aber so oder so hätte ich es nie bemerkt). So, dann hab ich jetzt halt mal auf ner Partnerbörse reingeschaut...

D2uke_BRauxl


Dazu fehlt es mir ja nichtmal an irgendwas und normalerweise wird es auf dieser ja ach so grausamen Schiene auch kaum dazu kommen. Ich bin bislang ziemlich gesund, muss mir über mein Studium und dessen Finanzierung usw. keine Sorgen machen, werde später vermutlich einen Job haben, der interessant ist und bei dem ich ein gutes Gehalt haben werde. Oh Mann...

@ c.peligroso

Da bist du nicht alleine. Das was du beschreibst ist meines Erachtens das Problem der "Materialisierung des Lebens(glückes)". Wir suchen das Glück zunehmends von Außen, daher muss es von Innen kommen. Alles andere ist Fiktion. Glück kann man sich nicht kaufen, Glück erwächst aus unserem Inneren. Wenn man unglücklich ist, dann bringt auch das schönste Auto, das tollste Haus nichts. Andersrum kann es das Leben verschönern. Wenn ich nur vor Glück strotzte und ein Sinn im Leben sehe, kann ich mir meine Welt bunt gestalten. Mir materielle Dinge kaufen. Freundschaften kann man sich z.B. auch nicht kaufen, die muss man sich erarbeiten. Wir sollten uns mal die Frage stellen, welche Dinge uns am meisten glücklich machen und dann ob wir sie kaufen können. Dann wird sofort aufallen: es sind Dinge, die keinen materiellen Wert haben.

EArzkanzlerk Ridcuxlly


Das ist ein Widerspruch in sich. Du sagst ja selbst, dass es Phasen gab, in denen es besser lief. Nur hat dich das letztlich nicht in eine Beziehung oder zu Sex gebracht (vermute ich) und ich schätze, deshalb bewertest du es im großen und ganzen als sinnlos im weitesten Sinne?

Nein. Ich habe z.B. immernoch, trotz Anstrengungen, keine realen (ausserhalb des Internets) "Freunde" und bin auch sonst nur der Aussenseiter, der gemieden wird. Sowas wie eine Kurz-"Beziehung" hatte ich mal. Vorher dachte ich immer, Beziehungen wären garkein Problem für mich. Im Endeffekt hat diese mir aber nur gezeigt, was fürn Freak ich bin.

Auch als "nicht normaler" Spätzünder kann man die Dinge beseitigen, die einem im Weg stehen, um glücklich oder zumindest zufrieden mit sich und seinem Leben zu werden.

Das ist ein Widerspruch in sich.

cN.pel7igroxso


Zählst du dieses Teil der Gesellschaft werden, sich einen größeres Umfeld und eine "normalere" Art der (Frei-)Zeitgestaltung zu finden zu diesen äußeren Faktoren für Glück oder zu den Inneren? So oder so, das ist bei mir der Knackpunkt, drum auch so viel Text dazu vorhin.

Das aus dem letzten Abschnitt war eigentlich nur ne Randbemerkung zum Abschluss. Mir ist es eigentlich egal ob ich später mal eine Wohnung oder ein Auto besitze, solange ich in einem normalen Rahmen arbeten muss um mir mein Essen kaufen zu können, sowie ein warmes Bett, Gesundheitssachen und ordentliche Kleidung. Das wäre in dem Fall natürlich alles gewährleistet.

Wobei das vielleicht schon ein Zeichen von einer recht starken Fixierung auf Materielles ist (eine Freundin von mir kriegt schon jetzt keine Unterstützung von den Eltern, hat das selbe anstrengende Studium, nutzt die Freizeit die sie dann hat und ist immer trotzdem oder vielleicht deswegen immer fröhlich drauf). Insgesamt gebe ich dir aber auf jeden Fall recht.

skmile(-4-xme


@ peligroso

Hmm, gut, so ein kleeein wenig kenne ich das auch von mir. Ich hab um mich herum immer die Leute gesehen, die abends so cliquenmäßig miteinander unterwegs sind und dabei Spaß haben, die sich mal auf einen DVD-Abend treffen oder mal was trinken gehen etc. Bei mir war es immer so, dass ich absolut nicht der Typ war (bin?), den sowas ausfüllt oder wirklich zufrieden macht. Ich hab schon immer gemerkt, seitdem ich ein Teenie war, dass sowas einfach nicht DAS für mich ist. Es ist irgendwas, das alle machen und womit alle scheinbar auch zufrieden sind. Nur ich war das nicht.

Ich hab jahrelang mit dem Gefühl gekämpft einfach anders zu sein, ich wollte mich unbedingt an das "Normale" anpassen, ich fing an mich mehr und mehr abzulehnen, weil bei mir einfach manches anders war als das, was ich für normal erachtete. Und irgendwann kam der Punkt, da hab ich angefangen zu dem zu stehen, was ich bin. Ich bin kein Typ, der am Wochenende feiern geht und sich die Nacht um die Ohren schlägt. Ich bin auch kein Typ, der jede Menge Alkohol oder sonstige Drogen braucht, um Spaß zu haben. Ich bin eher kulturell interessiert, reise super gerne, lerne gerne intensiv Menschen kennen und nicht nur so oberflächlich, allgemein hab ich wenn, dann Beziehungen oder Freundschaften mit Tiefgang. Alles andere hat mich auch noch nie gereizt.

Heute kann ich sagen, ich hab die "Nische" gefunden, in der ich mich wohl und zu Hause fühle und wo ich so sein kann, wie ich bin und vor allem wo ich so akzeptiert bin wie ich bin. Und wo es "normal" ist, dass man sich nicht besäuft am Wochenende und wo es "normal" ist, dass man mit Tiefgang lebt und manches kritisch hinterfragt als einfach eine Form der Oberflächlichkeit zu leben, die heutzutage so In ist. Ich weiß ja nicht, aber wie weit kannst du dein Anders-Sein akzeptieren oder wie weit kämpfst du noch mit dem Gefühl, dass du "normal" sein willst?

@ Duke

Wir sollten uns mal die Frage stellen, welche Dinge uns am meisten glücklich machen und dann ob wir sie kaufen können. Dann wird sofort aufallen: es sind Dinge, die keinen materiellen Wert haben.

Ja, so geht es mir auch. Was mich vorrangig glücklich macht sind aufrichtige und tiefe Beziehungen zu Menschen, zu meiner Familie, Freunden, Bekannten und Verwandten. Ohne menschliche Beziehungen, ohne das Geben und Nehmen, das man dort erfährt, ohne die Freude die man anderen schenken kann, wäre das Leben in meinen Augen irgendwie wertlos. Man würde nur arbeiten, um sich sein Leben finanzieren zu können, aber wofür arbeitet und lebt man? Dass man da depressiv wird kann ich verstehen.

Ich würde mal eher so seelische, verhaltenspsychologische (schreibt man das so?) Sachen ansprechen. Ich sag es mal ganz ehrlich: auf geistlicher Ebene kommt es mir so vor als bewege sich der Mensch nur auf Stufe einer Stubenfliege.

Ja, ich denke auch, dass es viel mit Verhaltenspsychologie zu tun hat. Viel mit unseren sämtlichen Beziehungserfahrungen (also nicht nur die von partnerschaftlichen Beziehungen) und wie wir sie erlebt haben, was sich da bei uns manifestiert hat und was uns davon aktuell noch immer beeinflusst frei und unbefangen auf andere Menschen zuzugehen. Zum Beispiel.

@ erzkanzler

Vorher dachte ich immer, Beziehungen wären garkein Problem für mich. Im Endeffekt hat diese mir aber nur gezeigt, was fürn Freak ich bin.

Wenn du merkst, dass da etwas ist, dass dich von persönlicher Zufriedenheit trennt, warum gehst du es dann nicht an? Mal extra ein klein wenig provokativ gefragt.

sKmil0e$-4-me


@ duke

auf geistlicher Ebene kommt es mir so vor als bewege sich der Mensch nur auf Stufe einer Stubenfliege.

Meinst du tatsächlich geistlich oder geistig? ;-) Wobei, es träfe wahrscheinlich auf beides zu.

E{rzkanz3lerE Ri)dc^ully


Wenn du merkst, dass da etwas ist, dass dich von persönlicher Zufriedenheit trennt, warum gehst du es dann nicht an?

Das habe ich doch weiter oben geschrieben. Ich habe es doch intensiv versucht. Klar, etwas Erfolg gab es, aber sich komplett zu ändern , ist absolut unrealistisch, wie ich leider erfahren durfte. Man kann nur Stellschrauben justieren.

s<mil?e-4-xme


Es geht ja auch nicht darum seine komplette Persönlichkeit zu verändern. Ziel sollte es allgemein doch sein, dass man zufrieden ist. Wenn man merkt, dass es aus irgendeinem Grund nicht funzt und da Dinge sind, die einen hindern und die man nicht selbst beheben kann -das sind halt meist Dinge, die in der Person selbst stecken- dann sollte man vielleicht mal darüber nachdenken eine Verhaltenstherapie oder ähnliches zu machen. Oder sich überlegen, ob man nicht die falschen Erwartungen an sich hat oder nach etwas strebt, das vielleicht gar nicht man selbst ist. Ist schwer in Worte zu fassen.

EurKzkanzller Ridxcully


Hatte mich über Verhaltenstherapien informiert und bin zu Psychiatern und Psychologen getingelt. Habe aber erkannt, dass das überhaupt nicht meine Welt ist und die "Fachleute" waren auch recht uneins, ob ich sowas brauche. Ich war wegen "Depressionen" und "sozialer Phobie" dort. Ich dachte ich hätte beides, was aber nicht der Fall war. Ok, zumindest ein kleiner Erfolg. ;-) Insgesamt war mir das alles viel zu unkonkret, schwammig und wenig zielführend. Immer wenn ich nachgefragt hab, wie genau etwas funktionieren soll oder auch nicht, kam meistens kaum was zurück.

Naja ist ja auch völlig egal eigentlich. Hab nur geschrieben, weil ich der einen Aussage weiter oben so überhaupt nicht zustimmen konnte.

T|obsevn8x9


Hey Leute,

wollte mich mal wieder melden ;-D

Ich hab weiter oben einen Satz gefunden, der genau auch auf mich zutrifft:

Weiteres Beispiel: Mir hat früher nie auch nur einmal eine Frau zu erkennen gegeben, dass sie mich jemals auch nur im Traum interessant finden könnte

So geht es mir auch. Ab und zu im Zug lächelt mich ein Mädel an, aber wahrscheinlich ich sie nur freundlich, da sie sich bei mir mit hinsetzten kann wenn der zug voll ist.

CDabanxa


Puh, hier ist ja ne Menge neuer Text hinzugekommen seit gestern Abend. :)D

Sollte man sich nicht lieber fragen woran der Aufbau einer Liebesbeziehung scheitert?

Ja das tue ich tagtäglich. Anfangs dachte ich, es läge am Aussehen- nachdem ich aber von mehreren gehört habe, das ich gut aussähe und man nicht verstehen könne, warum ich keine Freundin habe, hab ich diesen Gedanken verworfen. Selbst wenn ich zu jung aussehe, müsste ich ja zumindest auf jüngere Mädels, außerhalb meiner Zielgruppe interessant wirken.

Mit jedem Mal Bordell setzt man sich weniger mit seinen eigenen -teils auch nur so empfundenen- Unzulänglichkeiten auseinander. Man gibt sich mit dem zufrieden was man hat, auch wenn es nur ein fauler Kompromiss ist und man wenigstens ein Bedürfnis ansatzweise befriedigt sieht.

...

Denn letztlich ist das ja wie "Blut lecken" und kann den Zustand der Beziehungslosigkeit noch viel unerträglicher machen.

Ich fürchte da hast du vollkommen recht! So hab ich das noch gar nicht betrachtet. :-/

die sind mitlerweile schon lange Rentner und immernoch JM, hatten ihr leben lang nie was mit einer Frau und mit 75 ist da auch irgendwann ende

Das macht mir jetzt Angst! :-o

Und des Weiteren glaube ich, dass viele einfach zu bequem, zu ängstlich, vielleicht auch zu feige sind, sich mit ihren "Problemzonen" -im doppeldeutigen Sinne- zu konfrontieren oder konfrontieren zu lassen.

...

wenn jemand somatisch erkrankt ist, dann rennt er schnell zum Arzt, wenn jemand Schwierigkeiten hat Teile seiner Vergangenheit oder ähnlichem in seine Identität zu integrieren etc. dann scheut man sich vorm Arztbesuch

Auch das stimmt natürlich. Aber ich würde auch sagen, dass mir irgendwo das "wie" fehlt. Was ist, wenn ich mich mit meinen Problemen soweit auseinander gesetzt habe, aber nicht weiß wie ich sie lösen kann?

Außerdem kann ich momentan gar nicht mehr in Worte fassen, warum es mir schlecht geht. Liegt es daran, dass ich in der Grundschule oft Probleme in der Schule hatte und später gemobbt wurde!? Oder die erste gescheiterte Beziehung? Der Verlust von Freunden? Woher kommt die momentane Unzufriedneheit mit mir selbst, wann fing das an und was resultiert woraus?

Ich kann nicht einfach zum Mackendoktor gehen und sagen "ich fühl mich scheiße, weiß aber nicht warum". Wenn jmd. einen Angehörigen verliert oder Opfer eines Überfalls wird, hat er einen handfesten Grund sich in ärtzliche Behandlung zu geben. Aber ich? Hab einen geregelten Tagesablauf, soziale Kontakte, keine finanziellen Probleme, stand auch noch nie an der Dachkante eines Hochhauses oder mit der Rasierklinge im verschlossenen Bad... Also was soll ich beim Arzt? Das wäre nur eine weitere Ausrede, sich nicht mit sich selbst zu beschäftigen.

Bin grad etwas ratlos. ???

EDrozkanzler RJidculxly


Als ich damals zu Psychiatern und Psychologen gewetzt bin, hatte ich vorher eigentlich erwartet, die würden irgendwelche klugen Fragen stellen, um so das "Problem" zu ergründen etc. Leider kamen da keine/kaum kluge Fragen. Das hatte mich ziemlich demotiviert. Die haben wohl erwartet, dass es einfach reicht "sich mal auszusprechen". Das war wie bei den zahllosen Depri-Tests im Internet: "Empfinden sie eine gedrückte Stimmung? Wenn ja, dann sind sie deprimiert"

CMabaxna


... hatte ich vorher eigentlich erwartet, die würden irgendwelche klugen Fragen stellen, um so das "Problem" zu ergründen etc.

und was lief das bei dir ab? Was haben sie dich gefragt oder dir geraten? Was kam dabei raus?

ct.pTeligrxoso


Ich weiß ja nicht, aber wie weit kannst du dein Anders-Sein akzeptieren oder wie weit kämpfst du noch mit dem Gefühl, dass du "normal" sein willst?

Vom Prinzip her hätte ich kein Problem damit anders zu sein. Aber so wie das bei mir läuft kann ich damit nicht leben. Ich kann das was du berichtest in etwa unterschreiben*, auch oder sogar besonders den Teil mit tiefgehenden menschlichen Beziehungen. Und an denen mangelt's mir total. Das ist halt ein Dilemma, da es ja eine Folge von meine sonstigen Lebensstil ist: Abgesehen davon dass ich ja eben ohnehin nicht so oft unterwegs bin, habe ich auch noch eben diese eher einsam machende Freizeitgestaltung. Ich hab also ein Beschaffungsproblem sozusagen. Wie ich da rangehen könnte? Keine Ahnung, ich würde es so oder so nicht durchziehen, siehe die anderen Sachen. Naja.

Auf jeden Fall danke für's antworten, auch an die anderen.

*(okay ab und zu, d.h. wenn ich denn mal gefragt werde sage ich nicht nein zu einem Film-/Kneipenabend o.ä.; vielleicht hätte sich das auch anders, d.h. "normaler" entwickelt wenn ich damit "aufgewachsen" wäre)

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