Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

K3wapk


So eine Art positiver "No-Future-Ansatz".

Es ist offensichtlich völlig sinnlos irgendwelche Pläne für die Zukunft zu machen. Es kommt immer anders als man gedacht hat.

Ich habe oft gedacht wenn das hier überstanden ist wird es besser. Aber nie hat es gestimmt. Nach dem Abi kanns nur besser werden - es wurde schlimmer. Wenn das Studium vorbei ist wird alles besser - jetzt wütet die Finanzkrise und die Jobsuche ist aussichtslos. Mal sehen was als nächstes kommt. Ich versuche nicht es mir vorzustellen. Es kommt immer anders.

Nur in einem Punkt wird es kaum eine Änderung geben. Eine Beziehung mit einer Frau wird es wohl kaum geben. Woher auch?

KNwak


Mal wieder was wprüber wir uns auch keine Gedanken machen müssen.

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/451773/]]

D!uke8_R{auxl


Das ist keine Negativphase, als vielmehr ein gesundes Stück Realismus. Das Gute daran: Es entsteht so etwas wie Fatalismus. Generell erkenne ich diesen zunehmend in meinem Leben.

So sehe ich es auch. Im Grunde verarschen wir uns doch selber. Man denkt immer, dass man eine echte Wahlmöglichkeit hätte, jedoch steht vieles schon fest bevor ich überhaupt die Frage stelle welche Alternative ich wähle. (Thema: Freier Wille) Ist es nicht so? Daher denke ich sollte man viel mehr einfach auf sich zukommen lassen ohne andauernd über die Konsequenzen zu denken. Natürlich nicht so gravierend, dass man ins Casino geht und alles auf Schwarz setzt, aber eine gesunde Lockerheit ist bestimmt nicht verkehrt.

cNolt0 2x.0


... und die Jobsuche ist aussichtslos.

KWAK, Du bist ein Normalsterblicher, was die Begabungen und die Noten betrifft (nehme ich jetzt mal an). Da ist die Jobsuche immer schwierig. Das ist ganz normal. Du schreibst 50 Bewerbungen, bekommst 10 Gespräche (schon ein guter Schnitt), bekommst 2-3 Angebote. Ich habe immer dann ein Angebot bekommen, wenn es mir eigentlich scheißegal war. So viel zum "positiven Fatalismus"

cWolt$ 2.I0


"Liebe, ein unordentliches Gefühl"

Hat jemand mal den vorletzten Spiegel gelesen? Da hat ein Typ aus seinem o.g. Buch geschrieben. Tenor: Das Streben des Menschen, die wahre Liebe zu finden und eine Beziehung zu führen, die ihn gefühlsmäßig erfüllt i.S.d. Selbstverwirklichung, ist wohl relativ neu. Früher heirateten die Menschen aus pragmatischen Gründen, wurden in ihren SChichten verheiratet, was auch immer. Angeblich waren sie nicht unglücklicher. Nur unsere "multioptionale" Gesellschaft erschafft Anforderungen an das Glück, die schier unerreichbar scheinen, zumindest für mich.

Dcuke_}Raul


Früher heirateten die Menschen aus pragmatischen Gründen, wurden in ihren SChichten verheiratet, was auch immer.

Interessanter Ansatz! Also ein Grund war in jedem Fall der Sicherheitsaspekt, und dann eigentlich auch so eine Art Rentenversicherungsaspekt. Die Menschen hatten früher 10 Kinder, damit sie später mal "Altersrente" gehen konnten. Unser Rentenversicherungssystem hat versagt, das damalige nicht. Daneben waren die häuslichen Pflichten ganz anders, es war einfach viel billiger und aus Kostengründen eigentlich Pflicht als Paar zu leben. Die ganzen Haushaltgeräte waren früher auch noch ziemlich teuer.

Heute spielen diese Aspekte keine Rolle mehr und im zunehmenden im vereinfachten Leben, da liegen die Bedürfnisse in viel höheren Schichten. Es könnte jedoch sein, dass wir uns wir mit diesem vermeintlich lässigen Lebensstil immer mehr vereinsamen.

KTwaOk


Die Menschen hatten früher 10 Kinder, damit sie später mal "Altersrente" gehen konnten.

Das war schon vor 100 Jahren nicht mehr der Grund. Die hohen Geburtenzahlen lagen hauptsächlich an den mangelnden Möglichkeiten der Verhütung. Der Aspekt der Altersversorgung war in viel früheren Zeiten ausschlaggebend.

Früher wurde es von der Gesellschaft erwartet zu heiraten. Das lag auch am Einfluss der Kirche. Außerhalb der Ehe durfte es offiziell keinen Sex geben. Auch die Weitergabe des guten Famileinnamens und die Sicherung der Erbfolge spielen eine wichtige Rolle. Das änderte nichts daran, dass heimliche Affären neben der Ehe gepflegt wurden. In den letzten 100 Jahren hat der Einfluss der Kirchen zum Glück stark abgenommen.

Auch ein wichtiger Grund zum heiraten war die gegenseitige Versorgung. Frauen verdienten selbst kein Geld, Männer konnten nicht kochen und waschen. Also eine Zweckgemeinschaft. Ob damit alle Beteiligten dauerhaft glücklich waren ist eine andere Frage.

EQrzkadnzl_er Ridcxully


Daneben waren die häuslichen Pflichten ganz anders, es war einfach viel billiger und aus Kostengründen eigentlich Pflicht als Paar zu leben. Die ganzen Haushaltgeräte waren früher auch noch ziemlich teuer.

Interessanterweise ist in den letzten 10 bis 20 Jahren das Armutsrisiko stark angestiegen. Diverse Soziologen erklären das fast komplett mit der steigenden Zahl von Single-Haushalten und nicht mit der sich verändernden Art und Weise des Beschäftigungsverhältnisses. Wer alleine im Leben vor sich hinwurschtelt, ist viel stärker dem Risiko von Armut ausgesetzt. Fand ich sehr verblüffend und einleuchtend. Wie auch immer, ich finde es unendlich angenehmer jetzt. Bin sehr froh in einer Zeit und Gesellschaft zu leben, in der man nur aus romantischen Motiven heiratet im Idealfall.

Dnuke_[Rxaul


Das war schon vor 100 Jahren nicht mehr der Grund.

Heute wäre es wieder der Grund Nr.1 Sind wir doch mal ehrlich. Welche Sicherheit haben Unternehmen? Welche Sicherheit haben Kinder? Kinder sind die beste Investition. Aktien, Lebensversicherungen, alles wertlos wenn das Kartenhaus zusammenklappt. :)^

C"aVbana


@ Kwak:

Vielleicht sollten wir mal "Glück kommt selten allein..." von Hirschhausen lesen! (;

Welche Sicherheit haben Kinder? Kinder sind die beste Investition. Aktien, Lebensversicherungen, alles wertlos wenn das Kartenhaus zusammenklappt.

Die Gesellschaft braucht aber keine Kinder! Jedenfalls nicht mehr soviel wie früher. In immer mehr Regionen wachsen Kinder in Armut auf. Warum? Weil den Eltern und den öffentlichen Institutionen die ökonomischen Fähigkeiten fehlen diese zu ernähren. Unsere Gesellschaft wird immer technischer: Immer weniger Menschen werden für Produktion von Gütern oder Erbringung einfacher Dienstleistungen benötigt. Der Mehrwert dieser Arbeit verschwindet zunehmend in den Händen derer, denen die Produktionsmittel gehören (also Firmenbesitzer, Aktienanteilshaber etc.). Selbst das Bildungswesen geht den Bach runter. Das ist aus Sicht der vielen Betroffenen sicher schlimm, aber stört es die Gesellschaft? Nein es macht sie nur effizienter, weil auf Privatschulen und Eliteunis die nötige Anzahl an "Leistungsträgern" für die Zukunft heran gezogen wird.

...und nun sage mir noch einer wir bräuchten Kinder für die Zukunft! %-|

DCuike_qRaul


..und nun sage mir noch einer wir bräuchten Kinder für die Zukunft! %-|

Ja, vorallem Deutschland! Kinder braucht man immer, weil wir nur noch bis 67 arbeiten und dann nur noch konsumieren. Wenn du keine Kinder gezeugt hättest, würde keiner deine Güter produzieren, du selber möchtest ja in Rente gehen. In Deutschland wird es statistisch übrigens nicht genug Menschen geben um die ganzen Güter für die Rentner zu produzieren. Es wird ein Land sein, dass Überschuss hat. China. China wird für uns produzieren, sie haben genug Human-"Kapital". Weltweit gibt es gottseidank keine Überalterung.

C9a[banxa


Kinder braucht man immer, weil wir nur noch bis 67 arbeiten und dann nur noch konsumieren.

Ziemlich egoistische Denkweise Kinder in die Welt zu setzen, nur damit man selber im Alter versorgt ist! Wir sind doch noch jung genug selber vorzusorgen. Ich kann doch nicht sagen, "wir brauchen Kinder für unsere Rente", ohne mir Gedanken zu machen, wovon diese Kinder dann leben sollen!? Erstens nimmt die Automatisierung immer weiter zu, sodass wir immer weniger Menschen zur Güterproduktion brauchen. Zweitens werden Konsumgüter eh in zunehmendem Maße in Asien gefertigt, weil die Löhne hier viel zu teuer sind. Ich behaupte also weiter: wir brauchen in Zukunft viel weniger Kinder als heute. Weniger Menschen würde auch diese furchtbare Zersiedelung Deutschlands mit den grausamen Eigenheimsiedlungen und Baumärkten auf der grünen Wiese eindämmen.

D!uke_~Raul


Ziemlich egoistische Denkweise Kinder in die Welt zu setzen, nur damit man selber im Alter versorgt ist!

Anders funktioniert das aber nicht. Wer soll die Produkte denn produzieren, wenn nicht die Menschen durch bezahlte Arbeit. Du sparst im Laufe deines Lebens einen Rententopf an. Wenn du in Rente gehst entsparst du diesen und gibst jedesmal einen kleinen Teil an die arbeitende Bevölkerung. Du selber bist vielleicht schon krank und gebrechlich und kannst gar nicht mehr arbeiten. Das beruht auf dem Solidarprinzip und weis gott kein egoistisches Prinzip. Beide Parteien profitieren: eine Win-Win Situation. Jetzt haben wir nur in Deutschland das Problem der Rentergesellschaft, weil keiner mehr bereit ist Opfer zu geben (Kinder zu bekommen). Aber: die Leidtragenden werden wir selber sein, denn wir werden keine Rente erhalten, weil keiner mehr da ist, der für uns arbeiten wird. Ins eigene Fleisch geschnitten also.

Erstens nimmt die Automatisierung immer weiter zu, sodass wir immer weniger Menschen zur Güterproduktion brauchen.

Eine eingeschränkte Sichtweise. Wirtschaft war immerschon dynamisch und im Wandel, hat viele Strukturwandlungen erfahren. Wir wandeln und gerade zu einer Dienstleistungsgesellschaft und da sind Menschen umso mehr gefragt, weil wie von dir richtigerweise erwähnt Resourcen frei geworden sind durch die ernorme maschinelle Substitution von menschlicher Arbeit. Diese Resourcen verschwinden aber nicht, sondern wandern nun in andere Bereiche, weil Menschen etwas Problembezogenes für andere Menschen anbieten. Und da die Welt nunmal nicht statisch ist, werden wir vor immer neuen Problemen stehen und nach Lösungen suchen.

C_abanxa


Du sihest das aus meinr Sicht zu sehr auf die Rentenproblematik bezogen. Klar möchten wir die auch mal bekommen, aber wir sind noch jung genug um selbst vorzusorgen. Tendenzielle wird die Arbeitslosigkeit in Deutschland in den nächsten Jahren weiter zunehmen, weil einfach Arbeiten immer weniger benötigt werden. Das Lohnniveau wird dadurch natürlich noch weiter nach unten gerissen. Wovon sollen sich 80 Mio. Deutsche in 30 Jahren ernähren? Wovon sollen sie leben? Es ist einfach kein Bedarf mehr für soviele Menschen. Wer sagt denn, dass wir immer mehr werden sollen? Was spricht dagegen, wenn sich eine Gesellschaft, die im Wandel ist wieder "gesund schrumpft"!?

stebast0ian8x5


Weniger Bevölkerung => weniger Menschen die Konsumieren können => weniger Jobs

Es war noch nie so und es wird nie so sein, dass jeder einen Job hat. In Zeiten des Booms kommt man vielleicht mal in die nähe der Sockelarbeitslosigkeit, in Zeiten des Abschwungs eben wieder nicht. Aber die Quoten sind relativ konstant seit ewig langen Zeiten und nicht schön, aber eben auch nicht groß zu verhindern.

Und die Aussage, dass bei weniger Bevölkerung plötzlich jeder einen Job hätte, die ist schlichtweg falsch. Da kann man genauso in die Gegenrichtung argumentieren, dass bei mehr Bevölkerung auch mehr Konsum entstehen würde und daher viel mehr Arbeitsplätze zur verfügung stehen würden und daher die Bevölkerungszahlen stark steigen müssen.

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