Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

KCwaxk


@ Copper

Das heißt also soviel wie Sex oder Verlieben ja, aber bitte nicht in Anwesenheit von Frauen

Sehr treffend formuliert. :)^ So lässt sich auch mein Problem beschreiben. Der Wunsch ist vorhanden. Wenn ich alleine bin gelingt es. Wenn eine Frau dabei ist gelingt es nichtmehr richtig.

Nur woran liegt es? Wahrscheinlich mal wieder die jahrzehnte lange Gewohnheit. Anders kannte ich es ewige Zeiten nicht. Auch wenn der Wunsch schon lange da war hapert es dann wenn es ernst wird mit der Umsetzung.

Ein Lösungsansatz für dieses Problem fehlt mir noch immer.

tOam


@ Kwak:

Benutzt du ein Kondom, wenn du es dir selber machst? Vielleicht liegt es zum Teil daran?

c!.pdeliBgrxoso


Argh wieder die alte (Party-)Leier bei mir ..."du redest ja gar nix!"

An sich kann man ja damit leben, aber wenn man das Gegenteil versucht hat und dabei in dem Moment eigentlich sehr zufrieden mit seiner "Leistung" war, ist das einfach nur doof. >:(

c^ol&t 2|.E0


Beginnen wir es zu akzeptieren: die Regeln, unsere Situation. Nicht im negativen Sinne. Es gibt etwas, dass uns in diesem ganzen Anbahnungs- und Paarungsstress nicht genommen werden kann: Wir selber. (Das ist jetzt auch eine Art Selbstappel)

Ich habe mich selber. Das Bedürfnis nach Nähe, Zweisamkeit etc. ist da, aber ich werde nicht mehr irgendwelchen Hoffnungen hinterherlaufen und halbherzige Versuche unternehmen, doch noch ein Gigolo zu werden.

Es gibt noch so viele Dinge, die ich machen möchte. Und ehrlich gesagt: Ich will gar keine Freundin haben. Also schon die Nähe und so weiter. Aber eben nicht die ganze Zeit und nicht als Lebensinhalt.

Seien wir doch mal ehrlich, was ist hier das Problem

Es liegt 100%ig an mir selbst, zumindest in diesem Stadium: Wenn ich es unbedingt wollte, könnte ich meine Probleme mit Frauen in, sagen wir, 6 Monaten lösen. Die Maßnahmen: mehrfache Bordellbesuche, häufiges Weggehen zur Suche nach unbezahltem Sex (ONS), Single-Börsen und alle Geschütze auffahren die es gibt. Lernen eben. Zurecht kommen lernen, mit den eigenen Unzulänglichkeiten, aufgrund derer man glaubt, dass andere einen nicht mögen könnten.

Aber das will ich gar nicht. Ich werde mich nicht verbiegen. Es ist gut, so wie es ist. Wenn andere mehr Erfolg haben, schön. Mein Leben ist im groben OK, so wie es ist. Selbst wenn gar niemand mehr da wäre: Ich habe mich selbst. (Keine Ahnung, ob das jetzt das Gegenteil zur Extrovertierung, quasi die Introvertierung darstellt.)


Wenn Ihr Euch oft scheiße fühlt, dann befasst Euch mit Buddhismus. Die Grundkonzepte sind das A und O für ein glückliches Leben. Wir rennen nur "Anhaftungen" hinterher, befreien wir uns davon. Denn rein gar nichts macht überhaupt einen Sinn. Wenn es mal wieder scheiße gelaufen ist: Scheiß drauf, es ist sowieso vollkommen egal. Das Leben ist vollkommen sinnfrei. ABER: Deswegen können wir so ziemlich allem eine eigene Bedeutung zuweisen.

Ich versuche halbwegs nach diesen Prinzipien zu leben und es gelingt mir immer besser. Auch bemerke ich, wie ich sehr viel mitfühlender werde und mir andere Leute immer häufiger Leid tun (keine Ahnung ob das gut oder schlecht ist). Beispiel: Der Behinderte im Fitnessstudio oder die einsame alte Frau in der Dönerbude. Leute, die z.T. erheblich schlechtere Startchancen hatten als ich. Da denke ich mir: Hey, Du hast es doch eigentlich gar nicht so übel.

OgptiNmismxus


Colt 2.0 - DAS ist vermutlich DIE Erkenntnis, die Dich befreien kann. Ich sehe es zwar nicht so, dass mein Leben sinnlos ist, aber das kann man verschieden betrachten. Es gibt so viel Schönes auf der Welt. Seit ich das wieder mehr zu schätzen weiss, fallen mir viele Dinge wieder viel leichter. Und das wiederum hat sich auf meine Ausstrahlung und auf mein Verhalten ausgewirkt. Meine Umwelt hat das auch gemerkt - und tatataaaa - die Welt lächelt zurück.

:)*

czojlt 2x.0


@ Optimismus

Doch, unser aller Leben ist absolut sinnlos. Zumindest von außen und rational betrachtet. Der Schlüssel ist doch gerade: Wir behaften alles mit einem Sinn, setzen uns Ziele etc. Das ist absolut OK, so lange funktioniert. Wenn es nicht mehr funktioniert, muss man was an der Behaftung ändern.

Der Fightclub sagt z.B. "Erst wenn Du alles verloren hast, bist du frei, alles zu tun." Das ist im Film im negativen, destruktiven Kontext gemeint. Der Buddhismus sagt nichts anderes, aber halt im positiven Sinne. Du könntest auch sagen, dass alles um Dich herum ein Film ist der abläuft. Warum bemessen wir dem eigenen Sinn so viel bei?

Nimm mal Gefühle. Ich weiß nicht, ob Du auch schon die Entdeckung gemacht hast, dass sich z.B. melancholie und Glücksgefühl verdammt ähneln oder vielleicht sogar identisch sind. Kennst Du das, wenn Du ein GEfühl hast, Dir aber nicht ganz sicher bist, ob das jetzt gut oder schlecht ist? In dem Moment versuchen wir die Behaftung zu finden.

Mein Eindruck ist, ich muss das Grundsätzliche hinterfragen. Ich glaube mein Jungmann-status ist mir sogar ganz angenehm unterbewusst, weil er ein Vorwand ist, alles zu hinterfragen. Vielleicht ist das Hinterfragen mein Lebensinhalt?

KUwaxk


@ tam

Bei der SB benutze ich kein Kondom. Habe vor vielen Jahren ein par mal die Benutzung von Kondomen geübt, seitdem nichtmehr.

Es kann sein, dass das Kondom mit für meine Schwierigkeiten beim GV verantwortlich ist. Nur wie kann ich da Abhilfe schaffen? Kondom muss im Bordell natürlich sein. Vielleicht sollte ich mal wieder allein mit Kondom üben.

Okptimuismuxs


Colt - das sind ja sehr tiefgreifende Gedanken. Aber es hat schon was. Da hast Du wohl recht. Du scheinst ein sehr kluger, junger Mann zu sein, der sich auch selber reflektieren kann. Ich finde das sehr interessant.

:)*

KYwak


@ colt

Ein sehr interessanter Denkansatz. Ich finde es auch wichtig sich von äußeren Einflüssen unabhängig zu machen.

Ich will gar keine Freundin haben. Also schon die Nähe und so weiter. Aber eben nicht die ganze Zeit und nicht als Lebensinhalt.

Früher dachte ich wenn ich eine Freundin finde lösen sich auch alle anderen Probleme. Dass ich dabei grundlegend falsch dachte habe ich erkannt. Ich kann es mir auch nicht wirklich vorstellen wie es sein könnte eine Freundin zu haben. Zur Zeit will ich es auch nicht.

Wenn ich es unbedingt wollte, könnte ich meine Probleme mit Frauen in, sagen wir, 6 Monaten lösen. Die Maßnahmen: mehrfache Bordellbesuche, häufiges Weggehen zur Suche nach unbezahltem Sex (ONS), Single-Börsen und alle Geschütze auffahren die es gibt. Lernen eben.

Warum gehst du nicht einmal den ersten schritt in deiner Maßnahmenliste? Eine interessante Erfahrung wäre es auf jeden Fall und wenn es kein totaler Reinfall wird bekommst du dadurch sicherf Lust auf mehr. ;-)

Selbst wenn gar niemand mehr da wäre: **Ich habe mich selbst.

Hast du diesen Gedanken einmal konsequent weiter gedacht? Denke mal 40 Jahre weiter. Wie wird es dann aussehen wenn es so weiter läuft wie jetzt?

Ich habe mir diese Frage vor einiger zeit mal gestellt bzw. wurde unfreiwillig darauf gestoßen. Es war als meine Oma starb. Zur Beerdigung kam die ganze Familie. Da wurde mir klar, dass die meisten Leute in meiner Verwandschaft deutlich älter sind als ich, eine Generation vor mir eben. Dann habe ich gedacht wie sieht es in 40 Jahren aus? Ich werde dann aller Wahrscheinlichkeit nach noch leben. Viele andere der jetzt Anwesenden aber nichtmehr.

Und was noch wichtiger ist: Wie fülle ich diese 40 Jahre so aus, dass ich dann zurückblicken kann und sagen: ich habe erreicht was ich wollte, diese Jahre waren schön, ich bin zufrieden.

Mit diesen Überlegungen bin ich bis heute noch zu keinem befriedigenden Ergebnis gekommen. Genau das zieht mich auch immer wieder runter. Wie bringe ich einen Sinn in dieses Leben damit ich später mal nicht das Gefühl habe ich hätte es genauso gut lassen könen.

HGolEadi


Mein Leben ist im groben OK, so wie es ist. Selbst wenn gar niemand mehr da wäre: Ich habe mich selbst.

Grundsaetzlich bin ich mit meinem Leben auch ganz zufrieden. Es ist sicher auch nicht so, dass mein gesamter Lebensinhalt darin bestehen wuerde, eine Freundin zu finden. Aber es gibt Zeiten, da bin ich mir selber halt nicht genug. Das wird bei mir natuerlich auch dadurch verstaerkt, dass ich keine Familie mehr habe. Zur Zeit geht geht's mir gerade mal wieder so: Ich bin seit zwei Wochen zuhause, weil ich mir den Arm gebrochen habe. Das ist jetzt an sich nicht so tragisch. Aber es waere halt schon schoen, wenn sich da ab und zu mal jemand um einen kuemmern wuerde (mehr so im Sinne von einfach da sein meine ich). In solchen Situationen kann die Einsamkeit schon ziemlich deprimierend sein :-( Und das wird mit zunehmendem Alter denke ich eher schlimmer, wie auch Kwak geschrieben hat.

c3oltx 2.0


Hast du diesen Gedanken einmal konsequent weiter gedacht? Denke mal 40 Jahre weiter. Wie wird es dann aussehen wenn es so weiter läuft wie jetzt?

Nein, wieso sollte ich das. Es spielt ja auch keine Rolle. Du machst Dich doch abhängig von falschen Vorstellungen und kannst doch nicht wirklich in Deine Situation einsteuern, also das und das tun, damit Du mit 35-40 garantiert eine Familie hast, ... und nicht einsam bist.

Ich habe eine ganze Reihe falscher Vorstellungen vom Leben eingeimpft bekommen, die ich nach und nach revidiere: Familie mit 35, Haus, Kinder, super job, arbeiten den ganzen Tag, ... Das will ich gar nicht in dieser Form. Ich finde bspw. Kinder total nervig und will keine haben.

Und was noch wichtiger ist: Wie fülle ich diese 40 Jahre so aus, dass ich dann zurückblicken kann und sagen: ich habe erreicht was ich wollte, diese Jahre waren schön, ich bin zufrieden.

Wie gesagt, wieso sollte ich darüber nachdenken. Du kannst so vieles nicht beeinflussen. Und die Musik spielt jetzt, in diesem Augenblick.


Machen wir die Sache doch mal dingfest:

1. Ich wil nicht nur Sex, sondern eine Beziehung

2. Ich brauche Freiheiten und will nicht eingeschränkt werden

3. Die Frau muss intelligent sein, ich ertrage dumme Menschen nicht lange (sorry, klingt arrogant, ist aber einfach so) und sie muss was zu sagen haben

4. Natürlich sollte sie halbwegs passabel aussehen, wobei mein Geschmack nicht unbedingt Massenkompatibel im Sinne von Heidi Klum meint. Schlank oder zumindest nichgt dick ist aber schon angesagt.

So jetzt bilde aus diesen Faktoren mal einen Trichter:

Zu 1.: Ich lerne ungefähr 0,0 Frauen kennen, was die Wahrscheinlichkeit eine Freundin zu finden ziemlich nach unten zieht. Single-Börsen gehen einfach nicht. In der Disse bin nur total voll ein Held.

Zu 2.: keine Ahnung, muss die Frau mitmachen oder Leine ziehen

Zu 3.: 90% der Frauen minimum fallen durch, ich bin nicht die ober-Oberleuchte, aber schlauer als ich wäre nicht grundverkehrt

Zu 4.: Mehr oder weniger alle passablen Frauen sind mit ca. 25-30 schon leiert, alle anderen, siehe Punkt 1

Im Übrigen muss die Dame ja auch noch mit meinen ganzen Unzulänglichkeitebn zurecht kommen.

Was will ich sagen: Das sieht nicht besonders vielversprechend aus. Aber scheiß drauf. Ich mache mein Leben nicht davon abhängig. Das will ich damit sagen: Ich habe mich selbst. Und das ist prima. Was nicht heißt, das nicht die Bedürfnisse da sind und es hin und wieder mal zu schlechten Gefühlen kommt.

H:olaEdxi


Zu 2.: keine Ahnung, muss die Frau mitmachen oder Leine ziehen

Naja, natuerlich muss man sich in einer Beziehung einschraenken und kann nicht immer das machen, wozu man gerade Lust hat. Aber dafuer wird man ja auch (zumindest wenn die Beziehung gut laeuft) entschaedigt.

Zu 3.: 90% der Frauen minimum fallen durch, ich bin nicht die ober-Oberleuchte, aber schlauer als ich wäre nicht grundverkehrt

Ein IQ von mindestens 120 ist fuer dich Voraussetzung? Ist das nicht etwas anspruchsvoll?

Zu 4.: Mehr oder weniger alle passablen Frauen sind mit ca. 25-30 schon leiert, alle anderen, siehe Punkt 1

Viele Beziehungen halten nicht ewig. Das heisst, viele dieser Frauen sind irgendwann auch mal wieder auf dem freien Markt.

Czoppxer


Colt, die Haltung ist ne gute Basis zu einer Grundzufriedenheit zu gelangen. Selbstaktzeptanz. Find ich. Aber wenn das Bedürfnis nach Nähe dadurch nicht befriedigt werden kann, dann widerspricht es dieser Haltung nicht, etwas dafür zu tun. Im Gegenteil... du hast das auch verdient, und wenn du das erstmal spürst, hast du noch die Fähigkeit gewonnen, dich be/geliebt zu fühlen, sofern das noch nicht klappt...

@ s.wallisii

hm, kann leider nicht sagen wie sich das durchbrechen lässt. Einerseits ist es sicher ein Prozess den hier sicher einige machen/machten/machen werden, andererseits ist's am Ende dessen wirklich so ne Art plötzliches durchbrechen das einfach passiert wenn ein paar Faktoren zusammenkommen.

Naja, ich glaube sogar, dass das mittlerweile auch nicht mehr so ein großes Problem ist. Ich hab die Problematik auf dem Schirm - schwierig wars, als es das noch nicht war... da konnt ich keinen Einfluss drauf nehmen und bin damals für mich unerklärlicherweise in den verschiedensten Situation hängengeblieben.

Jetzt könnt ich es sicher bewusst durchbrechen, wenn die Faktoren stimmen, aber dass muss auch erstmal gegeben sein. Zuletzt bin ich eher auf dieses Problem gestoßen, deswegen glaub ich, dass wenn man schon anspruchsvoll ist und die Faktoren selten zusammenzukommen scheinen, man auch aktiver suchen muss. Natürlich ohne auf die Bedürftigkeitsschiene zu rutschen.

Also hab ich mich von Djs Disco-Abenteuern anstecken lassen und habs gestern ausprobiert, mit ner offensiveren Einstellung auf die Piste zu gehen. Ohne konkretes Ziel erstmal wie irgendeine anzulabern oder anzutanzen... ich wollt einfach mal wieder gezielt abchecken, welche Signale ich so empfange. Damit sie nicht ausbleiben, hab ich den Studentenlook zu Hause gelassen, mich etwas schicker in Schale geworfen und bin außerdem im Geiste eines Pickup-Helden erhobenen Hauptes und festen Blickes durch den Laden marschiert. Die Reaktionen der Leute natürlich immer im Auge.

War schon interessant, ich bin bei Frauen und Männern gleichermaßen aufgefallen. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht unterschwellig durch diese bewusst aufgelegte, aber auch weitestgehend empfundene Selbstsicherheit etwas ausgelöst hab, was die Blicke anzieht. Die andere Variante wär, dass man diese Blicke immer bekommt. Aber unter ner schüchternen Haltung bemerkt man sie nicht, weil man Kommunikation eh vermeiden und unauffällig bleiben will.

So hab ich also an vielen Ecken Frauen bemerkt, die mich abgecheckt haben, mit einigen auch wiederholten intensiveren Blickkontakt gehabt. Zwischendurch rieb sich beim Tanzen eine an mir, aber es scheint so, als würde das bei mir nicht laufen. Also solange ich das Gefühl hab, das ist Zufall und ich bin eventuell gar nicht gemeint, mache ich nix. Und das kann von mir aus auch so bleiben, das ist wohl eher ne Charakterfrage, als übertriebene Schüchternheit. Es sei denn, ich check irgendwann mal, dass ich bei sowas IMMER gemeint bin ;-)

Ok, also Eindruck schinden schön und gut, wenn man gut bei der Sache ist, geht da immer was, sofern man auch bereit ist, richtig aktiv zu werden.

Das andere ist, dass man offenbar auch auffälliger für agressive Idioten wird ;-D Schon dadurch, da man sich von den Mackern nicht rumschubsen läßt und dadurch auffällig wird, weil man nicht zurückzieht, als auch durch die unterschwellig vermittelte starke Konkurrenz.

Ich war jedenfalls ganz überrascht zu merken, dass meine Selbstsicherheit nicht zusammenkracht, wenn mir so ein Typ mit den neulich hier erwähnten Männlichkeitsritualen kommt... aber auch überrascht, wie unvermittelt sowas kommt. Meine Reaktion fand ich aber nachträglich als nicht so gelungen, weil ich mich auf das Niveau herabgelassen hab und es in anderen Situationen dann schnell mal scheppern könnte ;-) Naja, man lernt nie aus.

@ c.peligroso

Argh wieder die alte (Party-)Leier bei mir ..."du redest ja gar nix!"

An sich kann man ja damit leben, aber wenn man das Gegenteil versucht hat und dabei in dem Moment eigentlich sehr zufrieden mit seiner "Leistung" war, ist das einfach nur doof

Na, wenn du mit dir zufrieden bist, dann ist das auch ok so. Du bist doch kein Unterhalter für irgendjemanden.

Oder hast du den Eindruck, dass du noch nicht so bist, wie du sein möchtest? Also eigentlich kommunikativer?

Dann solltest du dir aber auch keinen Stress machen und mit deinen Fortschritten zufrieden sein.

Ich glaub, sowas hab ich früher auch gehört. "Lach doch mal, erzähl doch mal was" oder irgendsowas. Davon hab ich mich verunsichern lassen, und das hat mich verkrampfen lassen, sodass es letztendlich das Gegenteil bewirkt hat. Geärgert hab ich mich dann auch über mich. Ziemlich blöd.

Lass es dir zustehen, keine Reden halten zu müssen, und du wirst vermutlich noch etwas kommunikativer werden, wenn du Reserven hast.

K0waxk


@ colt

Du machst Dich doch abhängig von falschen Vorstellungen und kannst doch nicht wirklich in Deine Situation einsteuern, also das und das tun, damit Du mit 35-40 garantiert eine Familie hast, ... und nicht einsam bist.

Ich habe keine wirkliche Vorstellung. Ich sehe, dass ich ein Problem habe aber einen ausweg kenne ich nicht.

Familie mit 35, Haus, Kinder, super job, arbeiten den ganzen Tag, ... Das will ich gar nicht in dieser Form.

Ich auch nicht. Da sind wir der gleichen Meinung. Genau das haben mir meine Eltern immer vorgelebt. Daher weiß ich, dass es genau das nicht will.

Problem: die Vorstellung einer Alternative fehlt mir. Wie soll es bei mir laufen damit ich zufrieden bin. Zur Zeit bin ich mit der unerfreulichen Situation konfrontiert weitreichende Entscheidungen über meine Zukunft treffen zu müssen ohne selbst zu wissen was ich eigentlich will. Ein par Vorstellungen habe ich. Aber die basieren auch nur auf dem was ich vorgelebt bekommen habe. Vieles davon gefällt mir nicht.

c@olt! 2.0


Ich habe keine wirkliche Vorstellung.

Also, ich will meinen Ansatz mal "positiven Nihilismus" nennen. Du brauchst keine Vorstellung, du solltest das tun, worauf Du Lust hast. (Natürlich ist die Berücksichtigung von sozialen Aktivitäten in Deinem Freizeit-Portfolio nicht grundverkehrt.) Das Problem: Du musst rausfinden, worauf Du Lust hast. Ich will z.B. wieder kreativ tätig sein, in vielerlei Hinsicht. Und ich habe damit wieder angefangen.

Problem: die Vorstellung einer Alternative fehlt mir. Wie soll es bei mir laufen edamit ich zufrieden bin. ... Ein par Vorstellungen habe ich. Aber die basieren auch nur auf dem was ich vorgelebt bekommen habe.

Genau. Du bist noch mitten in Deinem Dilemma. Du musst erst Außenstehender werden, um das mit einem distanzierteren Blick betrachten zu können. Ich litt an häufigeren Migräneattacken mit teilweisem Sehausfall, extremen Kopfschmerzen und Erbrechen (so das die Äderchen unter den Augen platzten) als ich noch zuhause wohnte. Seit ich auszog, habe ich diese Symptome nie wieder gehabt.

Die Prozesse, die bei Dir zuhause ablaufen, können Dir erst nach Jahren der Distanz bewusst werden. Hättest Du mir vor 1-2 Jahren gesagt: "Hey, eine Ursache könnten Deine Eltern sein", hätte ich Dir einen Vogel gezeigt.

Wenn ich jetzt nach Hause fahre, schalte ich gleich in einen ganz anderen "Modus". Dann bin ich eine Person, die ich gar nicht mehr seien möchte. Ich finde erst jetzt langsam zu mir selbst, desto mehr Distanz ich dazu habe.

Du bist ein Gefäß

Jeder Mensch ist aus meiner Sicht quasi ein leeres Blatt, dass durch seine Sozialisation beschrieben wird. Du könntest vermutlich genauso gut ein gigolo und beruflicher erfolgstyp sein, aber du bist in deiner jugend eben nicht entsprechend "aufgeladen" worden, hast die glaubenssätze nicht eingetrichtert bekommen. Deine Eltern können vermutlich gar nichts dafür, denn sie erlebten es nicht anders oder zumindest ähnlich. Und hey: Pick Up (das letztlich auf NLP aufbaut) o.ä. kann das nicht einfach so richten

Das Bewusstsein schärfst Du nur seeeeeehr langsam. Wie gesagt: Meditation könnte ein Weg für Dich sein.

Ich merke jetzt noch, wie tief die schlechten Glaubenssätze sitzen: Gerade heute morgen dachte ich an eine süße Frau, fantasierte und spielte wieder den Film: "Ich muss sie retten". Das ist der Film, in dem ich einen geschädigten Menschen rette, statt von einem "vollwertig gesundem" einfach geliebt werde. Was sagt uns das: Glaubenssatz 1a: "Du bist nicht liebenswert Colt oder musst zumindest sehr viel dafür tun"


Sieh es mal so: Du kannst jetzt Dein Leben einrichten, Deine Ziele finden etc. Andere Leute betäuben sich womöglich mit einer Beziehung. Wir dagegen haben die Chance all die intrinsischen Lebenskrisen jetzt abzuwickeln.

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