Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

K0waxk


Immer wieder das alte Thema wie spricht Mann Frau an. Damit treten wir hier seit Jahren auf der Stelle. Ich habe die Frage schonmal gestellt vor ein par Wochen: Fällt uns nicht besseres ein ???

Ich habe das Thema Freundinsuche zu den Akten gelegt. Es gibt mehr als genug andere Baustellen. Erstmal so für sich allein zufrieden werden. Wie soll es funktionieren wenn man einen Berg Probleme hat und zur Krönung noch eine Frau auf diesen Berg setzen will?

Was mich ankotzt ist, dass immer und überall der Eindruck erzeugt wird jeder Mensch müsse eine/n Partner/in haben. Im Fernsehen läuft Werbung für Onlinekontaktbörsen. Ständig wird mit günstigen Angeboten für Paare geworben. Steht im Grundgesetz jeder Mensch hat gefälligst einen Partner zu haben ???

Klar ist es praktisch zu zweit zu sein. Finanziell ist ein Doppelverdienerhaushalt unbestritten besser dran. Es ist nur eine Wohnung zu finanzieren, nur eine Stromrechnung, bei der Heizung macht es kaum einen Unterschied ob die Bude von 1 oder 2 Personen bewohn wird. Also sehr praktisch. Und wer allein ist ist eben der Dumme und darf den Dreck allein finanzieren, sofern möglich. Daher stammt wohl auch der Ausdruck der Vernunftsehe. Ein Wort das ein Widerspruch in sich ist. Aber wenn ich mich umschaue sehe ich genau das. Paare die zusammen bleiben, weil eine Trennung beide dramatisch schlechter stellen würde. Ebenso ist es bei der Buildung neuer Paare. Da steht die Nutzenüberlegung oft im Vordergrund. So richtig schön romantisch eben.

Mheiste7rE_Glanxz


Es macht aber durchaus was aus, ob eine Person Strom braucht oder zwei. Zum Beispiel.

Natürlich sind geteilte Kosten günstiger. Aber wenn mans darauf reduziert, kann mans wirklich grad lassen.

K(wak


Nach allem was ich in den letzten Jahren gesehen habe spielen diese praktischen Erwägungen bei der Partnerwahl eine erhebliche Rolle.

M>eistewr_Glxanz


Hab ich jetzt dafür nie so erlebt. Aber gibts, das kann ich natürlich nicht verneinen.

Ich denk jetzt nicht, dass meine Freundin derartige Überlegungen angestellt hat, als sie mich "genommen" hat ;-)

Unser Ziel ist auch, dass sie eine vernünftige Ausbildung machen kann, damit wir irgendwann auch als mittelständischer Haushalt leben können. Wobei, momentan ists auch nicht so schlecht mit 1.5-fachem Einkommen. Meine Kosten sind nicht gestiegen, weil sie bei mir wohnt. Ausser halt eben etwas höhere Stromkosten und eine höhere Telefonrechnung. Was neu dazukommt, ist, dass sie ab sofort offiziell bei mir wohnt und drum einen Teil an die Mietkosten beiträgt, was uns wiederum ein besseres Hotel in den Ferien ermöglichen wird, weil ich etwas mehr zur Seite legen kann.

Man kann natürlich sagen, dass jede Partnerschaft einem Zweck dient. Aber keinesfalls nur dem wirtschaftlichen Zweck.

Cpoppexr


@ kwak

Ich habe das Thema Freundinsuche zu den Akten gelegt. Es gibt mehr als genug andere Baustellen. Erstmal so für sich allein zufrieden werden. Wie soll es funktionieren wenn man einen Berg Probleme hat und zur Krönung noch eine Frau auf diesen Berg setzen will?

Ist ja ok, das spiegelt deine Sicht wider, aber vermutlich weniger die der anderen. Und ums Ansprechen gehts eh nur sekundär.

Klar sollte man in erster Linie auch ans eigene Wohlergehen denken, aber wenn ne Partnerschaft eigentlich dazugehören würde, machst keinen Sinn, das zu verteufeln.

Was mich ankotzt ist, dass immer und überall der Eindruck erzeugt wird jeder Mensch müsse eine/n Partner/in haben. Im Fernsehen läuft Werbung für Onlinekontaktbörsen. Ständig wird mit günstigen Angeboten für Paare geworben. Steht im Grundgesetz jeder Mensch hat gefälligst einen Partner zu haben

Das machen die nur, um dich zu ärgern ;-) Stellt sich nur die Frage, warum es dich ankotzt, wenn dir das Thema doch eigentlich völlig egal ist.

D]amals`Windmanxn


@ Kwak

Hi :-)

...spielen diese praktischen Erwägungen bei der Partnerwahl eine erhebliche Rolle...

Sehe ich auch so. Es ist - meiner Meinung nach keinesfalls unwichtig. Das finanzielle wird oft taxiert.

Eine Regel würde ich aber nicht daraus machen - weil jeder Menschen wahrscheinlich doch ein klein

wenig anders ist.

...wenn man einen Berg Probleme hat...

Was sind deine 'anderen' Probleme? Was hindert dich daran sie in den Griff zu bekommen?

KFwaxk


@ DamalsWindmann

Was sind deine 'anderen' Probleme? Was hindert dich daran sie in den Griff zu bekommen?

Meine anderen Probleme sind wenig befriedigende Zukunftsaussichten und fehlende Finanzmittel um ein par Wünsche zu erfüllen.

K-waxk


@ Copper

Das machen die nur, um dich zu ärgern

Das muss es wohl sein. ;-)

Stellt sich nur die Frage, warum es dich ankotzt, wenn dir das Thema doch eigentlich völlig egal ist.

Mich stört, dass Single-Sein als etwas hingestellt wird das nicht akzeptabel ist. Nach dem Motto: Du bist allein?! Tu gefälligst was dagegen! Aber schnell!! Und daran wollen wir natürlich verdienen!

Es gibt heute so viele singles wie nie zuvor. Früher hat es wahrscheinlich niemand statistisch erfasst. :-/

c.o lt 2x.0


Mir ist etwas bewusst geworden: Ich habe mich noch nicht von meiner Mutter abgenabelt.

Vielleicht bringt Euch mein Gedankengang weiter:

Mangelnde Abnabelung klingt jetzt erstmal so, als ob ich noch zuhause wohnen würde, alles von Mami gemacht bekomme etc. Das ist bei einigen JMs so, bei mir aber absolut nicht der Fall. Ich bin komplett selbständig, sehe meine Mutter ca. alle 8 Wochen für ein paar Minuten. Ich habe ein sehr schlechtes Verhältnis zu ihr, auch weil sie mich mit Ihren Ängsten indoktriniert hat.

Aber: Ich bin emotional irgendwie noch an sie gebunden. Ich sehne mich nach der Mutterwärme und das jede Minute in meinem Leben. Deswegen stehe (oder stand) ich auch auf den mütterlichen oder sagen wir süßen Frauentyp und meine Fantasien drehten sich um den ganzen romantischen Scheiß und zwar in überzogener Art und Weise.

Mir ist die emotionale Abnabelung nicht gelungen, auch weil ich zu wenig selbstbewusstseins-stiftende Ressourcen von Mama mitbekommen habe (klingt widersprüchlich ist aber so). Ich verwechsle in Teilen die partnerschaftliche Liebe mit der mütterlichen, nämlich die bedürftige, anhängliche, mit der freien.

Man durchschreitet bestimmte Phasen des Erwachsenwerdens (siehe z.B. Piaget) und wenn man nicht bestimmte Prozesse durchgeht (etwa die Abnabelung), dann bleiben Lücken in der Entwicklung und entsprechende Folgen für das Seelenleben.

Mir ist das beim Lesen dieser "Mann-Bücher" bewusst geworden. Und ich lese ähnliche Tendenzen bei anderen hier, etwa kürzlich pianoforte.

c?oAlt 2k.x0


Logbuch Eintrag Nr. 2:

Mir ist weiterhin wieder ins Bewusstsein gerückt, dass ich für andere Menschen unattraktive Denk- und Kommunikationsweisen lebe. Ich versuche mir das jetzt mal durch Maxime zu verdeutlichen. Und es fällt mir unendlich schwer, anders zu denken. Einige davon sind:

> in jedem Menschen etwas gutes sehen

> prozessorientiert denken und nicht nur an das Ziel (der Weg ist das Ziel)

> nicht jammern

> kein Drama ausdenken (zutiefst weiblich)

> positiv denken und positives berichten

Es geht so weiter. Vielleicht schaffe ich es mal, diese Maxime annähernd zu leben.

KQwak


@ colt

Ein interessanter Gedanke. :-/

Klwak


Man durchschreitet bestimmte Phasen des Erwachsenwerdens (siehe z.B. Piaget) und wenn man nicht bestimmte Prozesse durchgeht (etwa die Abnabelung), dann bleiben Lücken in der Entwicklung und entsprechende Folgen für das Seelenleben.

Ich habe dieses unbestimmte Gefühl mir fehlt etwas wichtiges. Was es ist kann ich selbst nicht erklären. Ich fühle eine große Leere. Ich finde die Antwort nach dem Sinn des Ganzen nicht. Ich habe das Gefühl da muss es etwas in diesem Leben geben was den ganzen Auswand lohnt. Irgendwo da draußen muss es sein aber ich kann es nicht sehen. Etwas das ich bräuchte um es finden zu können wurde mir nicht mitgegeben.

Klingt seltam das ganze. Weiß aber nicht wie ich es sonst beschreiben kann. :-/

Partnerschaftliche Liebe übersteigt meine Vorstellungskraft. Ich war ein par mal verliebt wenn ich dachte die richtige Frau wäre mir über den Weg gelaufen. Aber Liebe war das nicht.

D]ama]ls#WTindmxann


@ Colt 2.0

...die Abnabelung...

Im Buch "Der Eisenhans" wird die Abnabelung so ausgedrückt:

Der Jungmann muss der Mutter den Schlüssel stehlen(!), damit der Jungmann den Käfig öffnen kann in dem der "Wilde Mann" eingesperrt ist.

Der Schlüssel liegt unter dem Kopfkissen der Mutter.

Ein junger Mann hat ab einem gewissen Punkt in seinem Leben seinen eigenen Gesetzen und seinem eigenen Willen mehr zu

gehorchen als den kultivierten Regeln der Mutter (der Eltern). Das bedeutet nicht seine Mutter (seine Eltern) zu verachten oder

nicht zu respektieren - es bedeutet meiner Meinung nach - ab einem gewissen Punkt dass zu tun was man selbst für richtig hält

(das eigene Selbst oder Ich befreien und ihm auch vertrauen). Viele Jungmänner sind vielleicht noch unfrei (obwohl sie in einer

eigenen Wohnung leben) weil sie "innerlich" nicht frei genug sind ihren eigenen Weg zu gehen.

Der "Wilde Mann" im Inneren gibt Kraft und Energie. Wenn ich von Metallica "Nothing Else Matters" höre spüre ich etwas in der

Bauchgegend - da ist etwas tiefes knurriges in mir. Ich kann das nicht in Worte fassen. Ich habe das empfinden, dass der Wilde Mann

etwas sehr beharrliches ist, etwas dass nie aufgibt und sein Ziel unnachgiebig verfolgt. Der "Wilde Mann" stellt sich einer blöden

Situation, anstatt davor wegzulaufen (oder "Verkopft" zu werden) und sich unter Mamas Rock zu verkriechen. Er kämpft und handelt,

aktiv anstatt dass er sich passiv behandeln läßt:

Wenn ich in ein Taxi einsteige und mir der Fahrer sagt dass es bis zum Zielort 10 Euro kostet - ich aber weiß dass es höchstens

5 Euro sein können (und also merke dass man mich verarschen will) - dann sagt der Wilde Mann: "Das ist mir zu teuer." und steigt aus

dem Taxi aus - anstatt sich das passiv gefallen zu lassen und mehr zu bezahlen.

Besser kann ich dass was ich denke und empfinde im Moment nicht in Wort fassen.

h&eyerdxahl


Angst...ist alles was ein Jungmann hat. Vor natürlichen Dingen, die einem anderen kein müdes Lächeln wert sind.

Jungs, Angst verliert man nicht durch Bücherlesen sondern indem man sich mit der Situation vertraut macht - dies senkt die Hemmschwelle. Hast du Angst, dich in großen Städten zu verfahren. Ja dann schnapp die Karre und fahr gerade in die große Stadt. Irgendwann merkst du, das alles kein Problem ist, man immer ein Straßenschild findet, das den richtige Weg weist.

Ich wette, das alles nur auf Angst aller Art zurückzuführen ist. Und die Lösung dazu liegt eben auch auf der Hand. Zu einfach für euch, Jungs?

cn.peliwgr{osxo


@ heyerdahl

Kann ich natürlich nur zustimmen.

Bei mir sind viele dieser Ängste in den letzten 1-2 Jahren von alleine weggegangen, schleichend. Mir kommt immer wieder mal mittendrin der Gedanke: "Hey hiermit hättest du vor eine Weile noch ein Problem gehabt."

Konfrontiert werden und sich und die Angst beobachten ist es wohl.

In die Richtung zielen auch Sachen aus dem Buddhismus (colt *:) ), ist eigentlich wie gemacht für einen JM.

(Leider mangelts grade am Konfrontieren, ich lerne kaum wen kennen und nicht viel los...)

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