Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

Kzwaxk


Ich will dieses Thema hier nicht öffentlich diskutieren.

K]wAak


Habt ihr auch das Gefühl am falschen Platz zu sein, zumindest manchmal? Ich habe dieses Gefühl seit einigen Tagen sehr deutlich. Ist nicht das erste Mal, hatte ich auch früher schon zeitweise. Aber diesmal ist es anders, stärker. Es ist noch immer die Sinnkrise über die ich vor Wochen schon geschrieben habe. Aber wohl nicht nur. Es passt nichts zusammen.

cioljt% 2.60


Mich beschleicht öfter das Gefühl, dass meine "Grundkonstellation" einfach bestimmte Aspekte im Leben ausschließt:

> zu wissen, was ich wirklich will (weil als Kind alles falsch war, was ich machte)

> körperliche Nähe als selbstverständlich zu empfinden, eine Partnerin zu haben

> anerkannt bei anderen Menschen zu sein

Es ist aber gar nicht so schlimm. Denn es ist halt ganz einfach so. Sei's drum. Das Leben ist nicht perfekt und man hat keinen Anspruch auf eine perfekte Konstellation bzw. Ausgangssituation.

Andere Menschen haben es noch schwerer. Und gerade das Abmühen macht das Leben doch interessant. Wenn ich finanziell ausgesorgt hätte, mir jede Frau zu Füßen läge etc. wäre ich mit Sicherheit unzufrieden. Denn gerade der Traum oder das Ziel treibt einen an.

Man hat zwei Alternativen:

1. Abzuwarten, bis der optimale "Ausgangszustand" gegeben ist, um von da aus optimal zu starten

2. Irgendetwas auszuprobieren und per Try and Error sich weiterzubewegen

Nr. 1 ist halt oft mit Sinnieren verbunden KWAK. Aus meiner Sicht kommt man so auch nicht weiter.

Sfin%istrxa


Hi colt,

zum einen muß ich dir zustimmen, zum anderen, von wegen Grundkonstellation, da muß ich dir widersprechen. Gerade du, wo du schon so viele Zusammenhänge erkannt hast, du hast alles in der Hand, das in der Kindheit dir Aufgezwungene wirklich loszuwerden, Selbstsuggestion kann da auch ganz nützlich sein :-)

Wenn du schon weißt, daß in deiner Kindheit alles falsch war, war ja bei mir nicht anders, dann hast du es in der Hand dir selbst klar zu machen, daß du jetzt weißt, was dir richtig erscheint und wenn du das machst, daß du dir erlauben darfst, dich damit absolut wohl zu fühlen ohne es zu hinterfragen.

Und worauf du Kwak hinweist, das ist sowieso selbstverständlich, zu warten, bis der optimale Ausgangszustand erreicht ist, wäre super, wenn nicht dabei das ganze Leben an einem vorbeisausen würde während man wartet.

Zu einem deiner vorigen Beiträge, von wegen an die sechzig Bewerbungen, die du geschrieben hast, der hat mir persönlich insoweit gutgetan, als ich annehme, du hast diese Bewerbungen zu einer Zeit geschrieben als es noch keine Wirtschaftskrise gab und für dies ist es schon eine schöne Summe. Denn einer meiner Söhne sucht ja auch schon eine gewisse Zeit, und hat an die hundert Bewerbungen geschrieben, auch immer wieder Vorstellungsgespräche und geklappt hat es bloß zweimal mit zwei 'linken' Firmen, die trotz guter Durchhaltevorsätze nicht auszuhalten waren (Arbeitszeit und Einstufung Gehalt)

Aber der Vergleich der Anzahl hat mir gutgetan und auch wenns nicht immer so ist, aber manchmal bringts halt doch die Masse und nicht nur die Qualität ;-)

ccoBltc 2x.0


@ Sinistra

Gerade du, wo du schon so viele Zusammenhänge erkannt hast, du hast alles in der Hand, das in der Kindheit dir Aufgezwungene wirklich loszuwerden, Selbstsuggestion kann da auch ganz nützlich sein :-)

Leider ist das nicht ganz so einfach. Ich bemerke recht schnell in bestimmten Situationen, was das Problem ist. Die Grundängste sind immer die vor geistigem Versagen (z.B. Kompetenzmangel in der Firma) und sozialem Versagen (z.B. Angst irgendwo alleine zu stehen, nicht dazu zu gehören ...). Gerade diese Woche bemerke ich die Ängste wieder, als hätte sich rein gar nichts getan und ich es doch eigentlich besser wissen müsste.

Meine These ist die, dass Veränderungen an der Grundeinstellung nur unterbewusst, niemals aber bewusst herbeigeführt werden können. Es ist ja auch so, dass mein Körper sich ebenfalls auf seine Weise über die Situation äußert. 20 Jahre vollgepumpt mit disfunktionalem Müll kann man nicht einfach so hinter sich lassen (Es gibt diesbzgl. auch eine "B-Probe", die beweist, dass ich allein es nicht sein kann). Das ist ja auch das Problem bei KWAK: Er suhlt sich quasi in diesem toxischen Mileu, indem er sich freiwillig darin aufhält.

Analysiere ich meinen internen Dialog und ziehe mein Verhalten heran ergibt sich folgendes Bild:

- Mein größtes inneres Bedürfnis ist das nach sozialer Anerkennung

- Mein soziales Verhalten ist absolut gegensätzlich dazu: Ich bin von Natur aus super kritisch, kann mir Namen ganz schlecht merken und entziehe mich immer wieder in meinen Lebenskonstellationen dem jeweils angesagten sozialen Gefüge (Studium, Arbeit, ... "habe keine Zeit ... muss noch lernen ... ")

- Außerdem bin ich genauso gnadenlos in der Wertung von anderen Menschen (nicht im Umgang, da eher sehr freundlich), wie von mir selbst. Das ist eine Grundkonstante, die ich nicht abschütteln kann und von meinern Eltern habe


... als ich annehme, du hast diese Bewerbungen zu einer Zeit geschrieben als es noch keine Wirtschaftskrise gab und für dies ist es schon eine schöne Summe.

Korrekt, ist schon etwas her. Auch hier haben sich wieder die Ängste gezeigt. Das ist ein Prozess, der einen nicht mental gefestigten Menschen wie mich auf die Probe stellt. Denn dann kommen Fragen wie:

-"Was sind Ihre Ziele (im Leben)?"

-"Was sind Sie für ein Mensch?"

-"Warum haben sie das und das so und so getan?"

Wenn man dann noch auf solche Fragen nicht vorbereitet ist, nicht darauf antworten kann und wirklich darüber nachdenkt wird es schwierig sich weiter zu motivieren. Im Prinzip kann man das mit der Partnersuche vergleichen: mühevoll und nur sehr wenige erfolge bis vielleicht mal klappt.

c~olt W27.x0


Habe das hier schon öfter erwähnt. Ist schon interessant, wie man so Schleifen dreht. Im Moment bin ich wieder voll in limitierenden selbstüberzeugungen aufgegangen: "... du kannst es nicht ... es steht dir nicht zu ... du? niemals!" Aber die routine mit dem gedanken- und gefühlskarousell nimmt zu.

KXwak


Ist schon interessant, wie man so Schleifen dreht.

Dem eigenen Unterbewußtsein und uralten Gewohnheiten entkommt man nicht. In entsprechenden Situationen melden sie sich immer wieder.

- Mein größtes inneres Bedürfnis ist das nach sozialer Anerkennung

- Mein soziales Verhalten ist absolut gegensätzlich dazu: Ich bin von Natur aus super kritisch, kann mir Namen ganz schlecht merken und entziehe mich immer wieder in meinen Lebenskonstellationen dem jeweils angesagten sozialen Gefüge (Studium, Arbeit, ... "habe keine Zeit ... muss noch lernen ... ")

Ist es tatsächlich ein Bedürfnis das aus dir selbst kommt oder willst du es nur weil du es bei anderen so siehst? Wenn du es nur willst weil du es so haben willst wie andere auch ist es kein Wunder, dass dein Unterbewußtsein nicht mitspielt.

Was ich wollte hat sich in den letzten Jahren in einigen Lebensbereichen mehrmals geändert. Wenn ich das was ich wollte kritisch hinterfragt habe erschien mir manches doch nicht so erstrebenswert oder ich merkte es ist unrealistisch ich hatte mir etwas vorgenommen was für mich undurchführbar ist.

c_olt x2.0


Ist es tatsächlich ein Bedürfnis das aus dir selbst kommt oder willst du es nur weil du es bei anderen so siehst?

Es kommt aus mir selbst, denn große Teile meiner Phantasien drehen sich genau darum. Dass ich völlig konträr dazu handle hängt mit folgenden Faktoren zusammen:

- Bequemlichkeit

- Angst vor sozialer Ablehnung

- ein Gefühl nicht dazu zu gehören

K"wxak


Phantasien sollte man immer kritisch sehen. Mir ist es ein par mal passiert, dass mich Phantasien fehlgeleitet haben und den Blick auf die Realität versperrt haben. Heute habe ich das im Griff. Bis es dazu kam bin ich auch ein par mal auf die Nase gefallen.

- Bequemlichkeit

Das hängt auch mit Gewohnheit zusammen. Du kennst es nicht anders und man neigt dazu den bekannten Mustern treu zu bleiben. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

- ein Gefühl nicht dazu zu gehören

Kenne ich. Was man dagenen tun kann weiß ich nicht.

KGwaxk


Fehlender Antrieb ist etwas das mir nicht neu ist. Auch meine Unzufriedenheit über mögliche Zukunftsaussichten ist nicht neu.

Aber seit einigen Wochen empfinde ich etwas völlig anderes, auch wenn es zu dem zuvor genannten irgendwie passt. Ich habe das Gefühl alt zu werden. Klingt wohl seltsam. :-/ Besonders fällt es mir auf wenn ich an Sachen denke die lange her sind. Manches liegt 10 Jahre oder noch länger zurück. :-o 10 Jahre!! Das sagt sich so leicht. Damlas im 20. Jahrhundert. Wir haben noch mit Mark und Pfennig bezahlt. Unglaublich wie lange das schon her ist. Und was habe ich in dieser Zeit gemacht was mich weiter gebracht hat? Wohin geht es jetzt? Was kommt noch? Ist noch etwas zu erwarten oder wars das ???

Es wird immer unübersichtlicher. ":/ Ich weiß was früher mal war aber wohin die Reise gehen soll weiß ich nicht.

K:waxk


Dass ich völlig konträr dazu handle hängt mit folgenden Faktoren zusammen:

Dazu fällt mir nochwas ein. Der Zustand totaler Entmutigung. Der Berg der Sachen die man mal anpacken sollte wird immer größer. Man verliert den Überblick und damit jede Lust etwas zu tun egal was. Man verfällt in völligen Stillstand und steht vor dem Problemberg und sieht keinen Weg mehr.

cAolt $2.0


Der Zustand totaler Entmutigung. Der Berg der Sachen die man mal anpacken sollte wird immer größer.

Es ist genau anders herum KWAK: Du hast nichts zu tun und verkümmerst. Ich merke das selber: Habe ich nichts zu tun auf der arbeit, werde ich unzufrieden. Wenn ich mit arbeit voll bin und total gestresst, komme dann abends nach hause, bin ich ausgeglichener und zufriedener.

Dein Problem ist: Es gibt keinen Berg von Sachen.

Du stehst morgens um 10-11 Uhr auf, frühstückst in aller Ruhe. Setzt Dich vor den PC, schaust Dir DVDs an und vergammelst den Tag, hälst zwischendrin ein Mittagsschläfchen. Gehst um 2-3 Uhr ins Bett, weil Du Dir das Nachtprogramm reinfährst.

Dein komplettes Erhaltungssystem verkümmert, Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt nehmen sukzessive ab und als Schutzmechanismus vor Selbsterkenntnis hast Du das Jammern und das Beklagen des Schlechten der Welt.

Mir hilft immer, sich am unteren Rand zu orientieren: Leute die wesentlich schlechter gebildet, finanziell ausgestattet, genetisch weniger gut weggekommen, hässlicher sind als ich und es deswegen schwerer haben. Ich sehe Leute mit körperlichen und geistigen Gebrechen, die sich durchschlagen. Dann bekomme ich ein unendlich schlechtes Gewissen, wie gut es mir doch eigentlich geht.

Es gibt nur eine Erkenntnis, die Du erlangen musst: Es gilt einfach die Situation anzunehmen und das beste daraus zu machen. Es gibt nur ein Mensch, der das für Dich tun kann und das bist Du selber.

Sieh 30 Jahre zurück und überleg mal wie schnell die vorbei gegangen sind. Dann sieh mal 30 Jahre in die Zukunft: Diese werden noch sehr viel schneller vergehen (die ersten 18 Jahre sind subjektiv die Hälfte des Lebens).

S^inimstxra


Hi Kwak,

ich muß colt irgendwie rechtgeben, ich hab mir beim Durchlesen deiner Zeilen auch gedacht, soooo einen Problemberg kann er doch gar nicht haben... wie denn auch? Du hast keinen Job, du hast keine eigene Wohnung wo du dich um den Haushalt kümmern mußt, du hast auch keine Frau oder Familie – also was bitte ist bei dir ein Problemberg ???

Dein einziges Problem ist dein NICHTAUFRAFFENKÖNNEN, dich freut gar nichts und es haben dir schon so viele User geschrieben, daß du theoretisch Depressionen haben könntest und dagegen mal was unternehmen solltest.

Du bist doch selbst geschockt wie schnell 30 Jahre vergangen sind, denn so alt bist du ja ungefähr... du wirst nicht jünger und dynamischer, wenn du dich nicht bald und schnell und resolut daran machst, dein Leben umzukrempeln, dann lieber Kwak, dann läuft es an dir vorbei und du brauchst dir gar nicht mehr vorstellen, daß du die weiteren dreißig Jahre in ein Büro dackelst und du brauchst dich dann auch nicht fragen, ob das alles sein soll – denn was du jetzt hast ist noch viel weniger als das...

Und der letzte Satz von colt, hui, der ist ziemlich wahr, hab ich auch noch die so gehört aber glaub ich auf der Stelle :)z

Kgwaxk


Also...

Sieh 30 Jahre zurück und überleg mal wie schnell die vorbei gegangen sind. Dann sieh mal 30 Jahre in die Zukunft: Diese werden noch sehr viel schneller vergehen (die ersten 18 Jahre sind subjektiv die Hälfte des Lebens).

Ich weiß. Genau das macht mir auch Sorgen. Ich merke ich werde älter ohne wirklich weiter zu kommen.

Dein einziges Problem ist dein NICHTAUFRAFFENKÖNNEN, dich freut gar nichts...

Ja. Das ist ein entscheidender Teil des Problembergs. Ich kann mich zu selten dazu aufraffen etwas anzupacken, zu manchen Dingen fehlt mir auch der Mut. Es gibt auch Sachen die ich gerne mal machen würde aber dazu fehlt das Geld. Ich habe oft das Gefühl es ist egal was ich mache es nutzt nichts. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten 15 Jahre. Ein Problem aus der Welt geschafft schon sind die nächsten 5 da. Es ist keine Perspektive erkennbar die eine bessere Zukunft erahnen lässt.

dann lieber Kwak, dann läuft es an dir vorbei und du brauchst dir gar nicht mehr vorstellen, daß du die weiteren dreißig Jahre in ein Büro dackelst und du brauchst dich dann auch nicht fragen, ob das alles sein soll ...

Ich weiß, dass vieles an mir vorbei läuft oder schon vorbeigelaufen ist. Früher habe ich es nicht bemerkt. Heute merke ich es kann es aber nicht verhindern.

Und der letzte Satz von colt, hui, der ist ziemlich wahr, hab ich auch noch die so gehört aber glaub ich auf der Stelle

Ich habe mal von einer Studie gehört die zu diesem Ergebnis kam. Ich merke die Zeitwahrnehmung ändert sich mit zunehmendem Alter. Scheint also zu stimmen.

MweiMster)_Glanxz


Es gibt auch Sachen die ich gerne mal machen würde aber dazu fehlt das Geld.

:=o

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