Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

c3oltV 2.0


Die Sache ist im Prinzip ganz einfach, allerdings schaltet man zu wenig den Kopf ein in brenzligen Situationen: Es gibt fast jeden Tag bei mir Situationen, insb. im Job, da werden "instinktive" Reaktionen ausgelöst. Natürlich meine ich damit nicht Instinkt, als vielmehr Grundverhaltensmuster.

Ich habe z.B. jeden Tag soziale Situationen im Job, muss Diskussionen leiten oder bekomme eine Aufgabe übertragen. In solchen Situationen ist die erste Reaktion entscheidend. Was sagt diese erste Reaktion. Nun, bei mir sagt sie: "Das schaffst Du nicht", "Puh, wie soll ich das hinkriegen", "Jetzt ist das peinlich für mich", "Ich bin schlechter als die anderen", "Ich habe das nicht gut hinbekommen"... Es läuft also die Platte ab, die ich hier schon oft beschrieben habe.

Wie kommt dieses Grundmuster zustande? Nun, gerade höre ich dazu noch einen Radiobericht: Kindliche Prägung. Um die Platte zu wechseln, gibt es Wege, Therapien halt. Hypnose, oder NLP ist im Prinzip nichts anderes als Selbsthypnose. Es geht "nur" darum, den Mangel an Urvertrauen zu heilen, den man als unbewusstes Kind erlebt hat. Ob das je funtionieren kann?

K#ongog-pOtxto


Es geht "nur" darum, den Mangel an Urvertrauen zu heilen, den man als unbewusstes Kind erlebt hat. Ob das je funtionieren kann?

Ich kann dazu nur sagen, dass es für mich funktioniert, sowohl durch eine Therapie als auch durch eigenständiges Arbeiten an mir selbst, Austesten meiner Grenzen, Konfrontieren mit unangenehmen Situationen. Und da Du dabei ja nur gewinnen kannst, sollte es das wert sein, oder?

ccolt> 2.x0


Ich kann dazu nur sagen, dass es für mich funktioniert, sowohl durch eine Therapie als auch durch eigenständiges Arbeiten an mir selbst, Austesten meiner Grenzen, Konfrontieren mit unangenehmen Situationen. Und da Du dabei ja nur gewinnen kannst, sollte es das wert sein, oder?

Wie gesagt meine ich den ersten Gedanken, das erste Gefühl, das dir durch den Kopf geht. Das ist der Indikator, wie es um dein Urvertrauen steht.

Ja logo, arbeitet man an sich selbst. Vielleicht habe ich zu hohe Ziele, vielleicht weiß ich geringe Fortschritte nicht zu schätzen. Vielleicht suche ich mir permanent Ausreden.

Wenn ich andere Menschen und mich selbst beobachte, denke ich, dass es so etwas wie Prädestination gibt. Was Du als Kind erlebst, wird den Rest deines Lebens bestimmen.

Kcwak


Erkenntnisse 2010

Das Jahr 2010 geht seinem Ende entgegen. Nun stellt sich die Frage hat es etwas neues gebracht oder war es einfach nur ein Jahr das man ohne weitere Erwähnung im Klo runter spülen kann.

Zuerst mal das Unvermeidliche: Mal wieder ein Jahr älter geworden, die Jahre die man noch vor sich hat um ein weiteres reduziert. So ganz sachlich betrachtet für jeden der über einen funktionierenden Realitätssinn verfügt nachvollziehbar. Darum geht es mir hier nicht.

Es geht mir darum welche neuen Erkenntnisse es zu gewinnen gab. Gab es etwas das dazu beigetragen hat in einer sinnvollen Richtung weiter zu kommen?

Erfreulicherweise gab es für mich etwas neues. Ich habe erkannt, dass es wichtig ist etwas zu finden das mir gut tut. Etwas zu tun das mir ein gutes Gefühl gibt. Eine Gelegenheit finden aus dem alten bakannten Alltagstrott auszubrechen, zumindest für ein par Stunden.

Auch für das nächste Jahr gibt es noch mehr als genug unbearbeitete Baustellen. Einiges das ich eigentlich anpacken wollte blieb mal wieder liegen. Also noch so einiges zu tun im neuen Jahr.

K:oKngoO-O}txto


Wenn ich andere Menschen und mich selbst beobachte, denke ich, dass es so etwas wie Prädestination gibt. Was Du als Kind erlebst, wird den Rest deines Lebens bestimmen.

Das habe ich lange Zeit auch geglaubt. Aber irgendwann war ich so weit unten angelangt, so weit entfernt von allen Hoffnungen und Träumen, dass ich den Gedanken an Vorbestimmung nicht mehr akzeptieren wollte. Ich bin der Kapitän meiner Seele, ich entscheide, wo es langgeht, ich entscheide, ob die ganze Sch..., die ich in meiner Kindheit und Pubertät erlebt habe, auch meine Zukunft bestimmt. Ich trage Verantwortung, ich habe Ziele, Wünsche und Träume, die es umzusetzen gilt.

Jemand sagte mir in dieser Zeit, dass die Psychoanalyse (oder sonstwas) erwiesen hätte, dass ein Mensch, dessen erste große Liebe fehlschlägt, niemals mehr glücklich werden kann. Damals hatte ich gerade akzeptiert, dass meine Bemühungen bei meinem damaligen "Objekt der Begierde" nicht zu Ziel führen würden – bei der Ersten, bei der ich mir ernsthafte Hoffnungen gemacht hatte. Hätte ich diese "Prädestination" akzeptiert, wäre mein Leben anders verlaufen – trauriger und hoffnungsloser.

c^olt x2.0


@ Kwak

Hört sich nach einem positiven Fazit an Kwak, für Deine Verhältnisse. Na dann frohe Weihnachten.

@ Kongo-Otto

Ich will es mal mit einem Auto vergleichen. Wenn man da bei der Produktion Murks macht, lässt sich das nachher schwer wieder beheben. Die kindliche Prägung manifestiert sich in Nervenbahnen, d.h. sie ist materiell. Man kann die Wege vielleicht optimieren, vielleicht auch eine neue Schnellstraße bauen, aber die uralte Autobahn bleibt meist als Hauptverkehrsader erhalten. Klar macht man irgendwie Fortschritte, aber nochmal: Was ist die aller aller erste Reaktion im Kopf gemittelt über alle "Stimuli"? Das sagt was über Dein Urvertrauen aus.

J$u+lien-nM8attexo


@ roadrunner

Wenn man meinem Umfeld glaubt, hat sich für diejenigen, die mich längere Zeit nicht gesehen haben, einiges an mir verändert.

Bin zur Zeit immer noch glücklich vergeben und musste letztens, ein eindeutiges Angebot einer Frau mit ihr ins Bett zu steigen ablehnen

Hallo roadrunner, klasse! Scheint ja ganz plötzlich alles super zu laufen. Was hat sich an Dir verändert? Oder anders gefragt: Was war früher das Problem?

Diese Frau hat einen Ar***, der ist jenseits von gut und böse

Erzähl' ruhig mehr... ;-)

@ Kwak

Erfreulicherweise gab es für mich etwas neues. Ich habe erkannt, dass es wichtig ist etwas zu finden das mir gut tut. Etwas zu tun das mir ein gutes Gefühl gibt. Eine Gelegenheit finden aus dem alten bakannten Alltagstrott auszubrechen, zumindest für ein par Stunden.

Früher hast Du befürchtet, dass das Leben nur aus Arbeiten und Schlafen besteht. Schön, dass Du Dich jetzt auch anderen Dingen öffnest.

@ colt

Ich will es mal mit einem Auto vergleichen. Wenn man da bei der Produktion Murks macht, lässt sich das nachher schwer wieder beheben

Das Auto "Julien" kann man wirklich keiner Frau anbieten (wollte früher auch keine Frau haben).

Aber ich habe es mittlerweile lieben gelernt, obwohl es niemals so gut sein wird wie die anderen Autos (und noch nie eine Frau am Steuer saß ;-) ). Ein echtes Liebhaberstück eben. Wie ein Oldtimer, an dem ich gerne rumschraube, um ihn Stück für Stück immer besser und schöner zu machen.

Ich mache das nur für mich.

K:ong{o-Otxto


Was ist die aller aller erste Reaktion im Kopf gemittelt über alle "Stimuli"? Das sagt was über Dein Urvertrauen aus.

Hm, in der Regel ist/ waren das für mich auch Angst, Hoffnungslosigkeit und der Wunsch, in Ruhe gelassen zu werden. Um mein Urvertrauen ist es also ziemlich besch... bestellt, richtig? Aber wie bei so vielem kam auch hier der Punkt, an dem ich das nicht mehr wollte. Ich habe mich gegen diese Reaktion gestellt, habe den Kampf statt der Flucht gewählt – und gewonnen. Sicherlich, mir ist viel Schlimmes passiert, und dadurch hatte ich es nicht leicht in meinem Leben – aber das muss ich nicht akzeptieren. Ich wollte es ändern, und ich habe es geändert.

Wenn man da bei der Produktion Murks macht, lässt sich das nachher schwer wieder beheben.

Um bei dem Bild zu bleiben: Es gab mal den alten Lada "Kongo-Otto", der war ein richtiges Schrottding. Niemand glaubte, dass dieses Auto sich jemals wieder auch nur einen Meter bewegen würde. Nun, ich habe die letzten elf Jahre darauf verwendet, das Auto zu restaurieren, habe fast alle teile ausgetauscht, hatte gute Mechaniker, die mir geholfen haben... es ist immer noch ein alter Lada, und der Motor wird immer seine Macken haben – aber er läuft, und läuft, und läuft! Die erste Probefahrt mit Frau am Steuer war großartig, auch wenn jetzt eine andere den Schlüssel bei sich trägt.

Um das Bild in die Realität zu transferieren: Ein ehemaliger Mitschüler glaubte immer, dass ich der letzte von uns wäre, der heiraten würde, wenn überhaupt. Er sagte mir dies am Abend meiner Hochzeit. Ich bin der erste und einzige meiner Schulfreunde, der eine dauerhafte befriedigende Beziehung führt. Das war das größte Kompliment, das mir jemals jemand gemacht hat.

c\olt 2x.0


Ich habe mich gegen diese Reaktion gestellt, habe den Kampf statt der Flucht gewählt – und gewonnen.

Ich denke, das Urvertrauen kam vielleicht ein stückweit auch durch die Beziehung zu (d)einer Frau. Ich bezweifle nicht, dass das auch bei mir der Fall sein könnte. Es ist aber in gewisser Weise ein Teufelskreis.

Ich kann nur für mich sprechen, aber ich erlebe es oft, dass ich in der ersten Millisekunde meiner Reaktion das GEfühl habe "das habe ich falsch gemacht", "das ist meine Schuld", ... Klar arbeite ich dann mit meinem Verstand dagegen an. Aber der Verstand wird niemals diese Macht erlangen, dass was da ganz tief in mir drin ist, zu beeinflussen.

cBolt| 2.x0


Ich möchte anfügen: Ich bemerke, dass ich im Prinzip so werde wie der Elternteil, dem ich diesen ganzen Schlamassel zu verdanken habe. Es kotzt mich an. Aber das ist gelerntes Verhalten, schon interessant.

KXong3o-MOtxto


Ich denke, das Urvertrauen kam vielleicht ein stückweit auch durch die Beziehung zu (d)einer Frau.

Teilweise ja, weil ich dadurch erkannte, dass auch ich geliebt werden und lieben konnte. Dieses Ankämpfen gegen die "Primärreaktion" begann aber schon mehrere Jahre vorher, und es war nicht leicht.

Ich kann nur für mich sprechen, aber ich erlebe es oft, dass ich in der ersten Millisekunde meiner Reaktion das GEfühl habe "das habe ich falsch gemacht", "das ist meine Schuld", ... Klar arbeite ich dann mit meinem Verstand dagegen an. Aber der Verstand wird niemals diese Macht erlangen, dass was da ganz tief in mir drin ist, zu beeinflussen.

Das kenne ich, und das habe ich heute auch noch. Aber ich weiß, dass es ein Teil von mir ist und dass es für diese Reaktionen Gründe gibt. Und dadurch ist es mir möglich, diese Reaktion zu ignorieren und i. d. R. das genaue Gegenteil von dem zu tun, was ich instinktiv tun will. Als ich meiner Frau zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht gegenüberstand, wollte ich zuerst vor diesem attraktiven süßen Wesen flüchten. Wie wäre mein leben wohl verlaufen, wenn ich mich nicht gegen diesen Impuls gewährt hätte?

Ich bemerke, dass ich im Prinzip so werde wie der Elternteil, dem ich diesen ganzen Schlamassel zu verdanken habe. Es kotzt mich an. Aber das ist gelerntes Verhalten, schon interessant.

Auch das ist bei mir ähnlich. Aber niemand ist gezwungen, in die Fußstapfen seiner Eltern zu treten. Ich habe mich irgendwann dagegen entschieden, und seitdem komme ich besser mit meinem Leben und meinen Eltern klar.

KLwak


Hört sich nach einem positiven Fazit an Kwak, für Deine Verhältnisse.

Für mich war es ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Es gab ein par interessante Dinge zu hören und sehen.

Früher hast Du befürchtet, dass das Leben nur aus Arbeiten und Schlafen besteht. Schön, dass Du Dich jetzt auch anderen Dingen öffnest.

Ich habe erkannt, dass man nicht zulassen darf, dass das Leben nur aus Arbeit und Schlaf besteht. Man darf sich von einer Sache nicht vereinnahmen lassen. Theoretisch habe ich das verstanden. Wie es mit der praktischen Umsetzung aussieht ist noch nicht so klar.

KCwaxk


Autovergleich

Der Vergleich mit dem Auto gefällt mir. :-)

Das Auto "Julien" kann man wirklich keiner Frau anbieten (wollte früher auch keine Frau haben).

Das Auto soll der Frau nicht angeboten werden. Nicht nach dem Motto "Schau mal willst du nicht vielleicht?". Nein. Der Frau muss vermittelt werden, dass es sich um ein Unikat, um eine einmalige Gelegenheit handelt. "Steig jetzt ein. Diese Gelegenheit kommt nie wieder."

Aber ich habe es mittlerweile lieben gelernt, obwohl es niemals so gut sein wird wie die anderen Autos

Was haißt da nicht so gut ??? Nein so sieht der richtige Ansatz aus:

Ein echtes Liebhaberstück eben. Wie ein Oldtimer...

Ja. Etwas ganz besonderes. Ein wahrhaft seltenes Exemplar.

Kein rundgelutschter, okölogischer Kleinwagen. Nein ein Klassiker. Echte Qualität die man nur sehr selten findet.

MAeistEerl__Glaxnz


Zu exklusiv darfs dann aber nicht sein. Viele möchten einfach ein "Auto", das fährt und zuverlässig ist.

r%oadruXnne}rII


Hallo roadrunner, klasse! Scheint ja ganz plötzlich alles super zu laufen. Was hat sich an Dir verändert? Oder anders gefragt: Was war früher das Problem?

Was hat sich an mir verändert?

- Styling, was ein guter Friseur alles anrichten kann ;-D . Ich war vorher schon zufrieden, hätte im Leben nie gedacht, dass man noch mehr aus Haaren machen kann.

- Kleidung, meine zwei Mädels haben mir beim Shoppen unter die Arme gegriffen.

- Körper, ich pumpe ja schon seit mehreren Jahren, für mich.

Was war früher mein Problem?

- Eskalationsangst

- Indikatoren für Interesse übersehen

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