Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

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Julien-Matteo

Interessante Beschreibung. Meine Lage und die gezogenen Konsequentzen sind in gewisser Weise ähnlich. Und ich glaube das gilt für die meisten hartnäckigen JMs, die versuchen damit zurecht zu kommen. Nur so viel: Es gibt eine körperliche Komponente, meist anfänglich, die man selber viel schwerwiegender einstuft als anderer. Und es gibt all die seelischen Defizite durch Prägung.

Ich begegne auf der Straße häufiger Frauen die mich erwartend angucken, so nach dem Motto: "Sprich mich an". Was ich wirklich bräuchte, ist ein größerer Freundeskreis, in dem solche Frauen auch mal kennenlernt ohne der super Checker zu sein. Leider habe ich es mir mit einigen Leuten verdorben, die soziale Multiplikatoren sind. Gerade weil es mich aufregt, dass Oberflächlichkeit und Verlogenheit soziale Anerkennung nach sich zieht. Andererseits sitze ich in meiner moralischen Festung ganz alleine dar.

Als Konsequenz mache ich es ähnlich wie Du: Abschotten, messbares unternehmen und weiter grübeln, ob und wie man denn nun zum gewünschten Status kommen könnte.

Bei mir ist es übrigens schon so weit, dass meine Eltern mir sagen, ich solle mich outen, wenn ich dann ein befreites und glückliches Leben führen würde. >:(

Jeuli2en-\Matxteo


was sind das deiner meinnung nach für frauen?

Charaktermäßig weiche ich etwas vom männlichen Durchschnitt ab und ich glaube, dass eine Frau, die etwas vom weiblichen Durchschnitt abweicht, ideal für mich wäre.

Starke, selbstbewusste, selbständige, durchsetzungsfähige Frauen, die nicht auf einen dominanten Mann angewiesen sind, faszinieren mich. Ich glaube, dass so eine Frau meine Schwächen perfekt ausgleichen könnte. Im Gegenzug würde sie einen Mann bekommen, der mit weiblicher Selbständigkeit nicht nur umgehen kann, sondern diese sogar voraussetzt.

Es geht mir nicht darum, Halt bei einer starken Frau zu suchen (denn ich bin -vom Thema Unerfahrenheit mal abgesehen – so gefestigt und selbstbewusst wie noch nie zuvor), sondern eine gleichberechtigte Partnerschaft zu führen, sowohl in der Beziehung als auch sexuell.

Eine Beziehung mit einer Frau, die in den meisten Lebenslagen männliche Dominanz voraussetzt, würde nicht funktionieren. Diese Rolle kann und will ich nicht einnehmen. Männliches Gehabe, das jedes Selbstreflektionsvermögen vermissen lässt, ist mir viel zu grobschlächtig.

Die selbstbewussten Frauen, die ich hier beschrieben habe, sind in meinen Augen allein schon charakterlich echte Premium-Frauen. Sie wissen was sie wollen und genießen ihr Leben. Genau hier fängt mein Problem an. Ich glaube, dass ich für solche Frauen (noch) nicht gut genug bin und noch viel an mir arbeiten muss.

hast du nie über tatsächliche psychologische hilfe nachgedacht, z.b. in form einer therapie?

In den letzten Jahren habe ich so viele Fortschritte gemacht, dass ich gehofft habe, dass es auch mit einer Beziehung klappen könnte. Aber es ist schwieriger als gedacht, die alten Minderwertigkeitskomplexe los zu werden.

Ich denke seit einiger Zeit tatsächlich darüber nach, eine Therapie zu machen, um die letzten Hürden zu nehmen.

Ich begegne auf der Straße häufiger Frauen die mich erwartend angucken, so nach dem Motto: "Sprich mich an".

Da geht es uns ähnlich. Ich habe allerdings Zweifel, ob ich die Erwartungen dieser "Sprich mich an-Frauen" erfüllen kann.

Ich glaube, dass Frauen, denen zumindest gedanklich ein "Na, mein Kleiner (in diesem Fall "mein Großer"), ich will Dich näher kennenlernen" auf den Lippen liegt, besser zu mir passen würde. OK, so würde es auch die selbstbewussteste Frau nicht ausdrücken, aber ich glaube, Ihr versteht, was ich meine. ;-)

daer-bZergstxeiger


Julien

Diese Beachtung und Anerkennung habe ich mir mein ganzes Leben lang gewünscht, aber ich habe sie nie gespürt – einerseits weil ich tatsächlich schlechter bin als andere Männer, andererseits, weil meine Minderwertigkeitskomplexe es niemals zugelassen haben, diese annehmen zu können.

Zwei Männer und eine Frau sitzen in einer Bar, alle um die Mitte 30. Die Frau ist mehrfache Olympiasiegerin im Eiskunstlauf, der eine Mann ist mehrfacher Mittelstreckenlauf-Olympiasieger, der andere ist Physiker und hat seit dem Studium ein Unternehmen aufgebaut mit mittlerweile 250 Mitarbeitenden und fährt in der Freizeit ab und zu Rad. Zwei völlig verschiedene Typen. Für welchen wird sich die Frau entscheiden, welcher Mann hat sie mehr verdient und warum?

Deshalb war meine Entscheidung richtig, mich von den unerfüllbaren Erwartungen der Anderen zu lösen, die Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und nur noch meine eigenen, erfüllbaren Maßstäbe an mich anzulegen.

Von wo nimmst du die Gewissheit, anderen nicht zu genügen? Warum sollst du deshalb weniger wert sein?

sqes


hallo männer.

einige von euch kennen mich vllt noch (tam, kwak *:) ) ich hab mich länger nicht im forum aufgehalten, kenn den einen oder anderen aber schon seit ein paar jahren durchs mitlesen in diesem faden.

ich hab meine motivation, mich hier mit einem bestimmten einwurf zu wort zu melde, noch nicht ganz reflektiert, vielleicht möchte ich euch aufrütteln, vielleicht aber auch nur eine sache zur diskussion stellen, die mir heute spontan beim überfliegen der letzen beiträge in den kopf geschossen ist.

eine beziehung zwischen 2 menschen ist meiner erfahrung nach und bildhaft ausgedrückt ein austausch von energie. diese energie kann man unterschiedlich benennen; im romantischen fall liebe, im desillusionierendsten fall geld; in dazwischen gelagerten fällen auch körperwärme, seelischen beistand, verständnis, optimismus, komplimente, geschenke, körperflüssigkeiten ............

funktioniert eine beziehung, ist es ein wechselspiel aus geben und nehmen. ich möcht jetz garnicht darauf hinaus, eine lebenslange gemeinschaft zu idealisieren, es kann auch sein dass in einer kurzen erfüllten nacht beide parteien das bekommen was sie möchten, z.B. er eine weiche stimme die ihm gute nacht wünscht, sie einen starken arm der sie festhält.

ist eine person nicht in der lage, energie – in welcher form auch immer – zu geben, wird es meines logik nach schwer, einen partner zu finden. zumal es ein partner sein müsste, dem es genug ist, seine energie zu geben und dafür nichts oder verhältnismäßig wenig zurückzubekommen.

ich möchte euch fragen – könnt ihr energie geben? und wenn ja – welche?

was wünscht ihr euch im gegenzug von eueren zukünftigen frauen?

wäre geben und nehmen in relation zueinander ausgeglichen?

LZunFaliNciogus


schöner beitrag ses! sehe es genauso. eine beziehung sollte auf augenhöhe sein, wie auch immer das aussieht. es gibt zwar sehr viele beziehungen, die das nicht sind.

bestes beispiel: junges, unerfahrenes, naives mädel hängt sich an älteren, "reiferen" mann, evtl. mit geld

es ist keine beziehung auf augenhöhe, aber beiden genügt es anscheined was sie bekommen. in seinem fall dürfte das nur der junge körper sein, dessen besitzerin er klar dominieren kann.

ob das allerdings etwas ist, was sich emanzipierte, selbstständige, selbst denkende, selbst sich etwas wünschende frauen sind, wage ich zu bezweifeln

aber umgekehrt gilt das selbe. auch ein mann, der sich nur führen lassen möchte, und deshalb eine starke frau an seiner seite sucht, dürfte kaum einer frau genügen.

K3wSaxk


@ Julien-Matteo

Du hast bereits etwas wichtiges erreicht. Du führst ein eigenes Leben mit dem du weitgehend zufrieden bist. Damit hast du ein bedeutendes Stück Weg zurückgelegt. Ich trete bei diesem Versuch noch immer auf der Stelle.

Es ist wohl unvermeidbar Zweifel an sich selbst, an seiner Beziehungsfähigkeit zu entwickeln wenn man seit Jahrzehnten bei Frauen keinen Erfolg hat. Ich habe große Zweifel ob ich für eine Beziehung überhaupt tauge. Würde es funktionieren mit einer Frau zusammen zu laben? Würde ich das aushalten, würde sie nach kurzer Zeit die Flucht ergreifen? Ich kann mir nicht vorstellen wie es funktionieren könnte. Meine Vorstellungskraft reicht nicht.

K$wak


@ colt

Bei mir ist es übrigens schon so weit, dass meine Eltern mir sagen, ich solle mich outen, wenn ich dann ein befreites und glückliches Leben führen würde.

Deine Eltern meinen du solltest anderen offen sagen, dass du JM bist? :-o Das ist sicher keine gute Idee.

K\wak


Hallo ses *:)

Klingt interessant was du schreibst.

Ich habe mich schon oft gefragt was 2 Menschen für lange Zeit zusammen hält. Bei vielen Paaren hat es scheinbar rein praktrische Gründe oder es ist Gewohnheit. Alleine wäre es für beide schwerer den Alltag zu bewältigen.

"Der Mensch ist ein Gewohnheitstier" sagt ein Sprichwort. Ich finde da ist viel Wahres dran. Merke es bei mir selbst. Ich kanne nichts anderes als meine aktuelle Situation, bin damit nicht zufrieden aber trotzdem finde ich den Ausgang nicht. So scheint es auch bei einigen Paaren zu sein die schon lange zusammen sind. Sie haben sich so eingerichtet, für beide ist es halbwegs bequem, es herrscht eine gewisse Arbeitsteilung bei der Alltagsbewältigung. Also bleibt alles wie es schon lange ist.

ich möchte euch fragen – könnt ihr energie geben? und wenn ja – welche?

Gute Frage. :-/ Eine Antwort fällt mir leider nicht ein.

M'eis<t[er_HGlanxz


Du wirkst hier oft saft- und kraftlos, insofern wäre man versucht, die Frage mit "Nein" zu beantworten. Aber ich denke, wenn du die richtige Person dazu findest (muss jetzt nicht zwingend eine Partnerin sein, kann auch ein Freund oder sonstjemand sein), könntest du vielleicht entsprechend "reagieren" und Energie abgeben. Halbwegs chemisch-physikalisch gesprochen. Nur ists halt die Frage, obs keinen schnelleren Weg gibt, zum Energiespender zu werden ...

Zum Thema Gewohnheitstier. Ich hab auch so ne Situation, in der mein Dasein als Gewohnheitstier stark durchdrückt. Ich warte auf den Bescheid, ob ich nen neuen Job bekomm. Auch wenn ich bei meinem jetzigen Job tausend Gründe finde, warum ich weg muss/will, hoff ich nicht zu 100 Prozent, dass die mir zusagen. Und das nur, weil ich halt eben als Gewohnheitstier Angst hab, nach fast neun Jahren etwas Neues anzufangen. Wieder neue Beziehungen zu neuen Kollegen aufbauen zu müssen, meine jetzigen Kollegen nicht mehr jeden Tag zu sehen. Etc.

Aber das Neue ist das Richtige. Das weiss ich, eigentlich. Drum hab ich auch zugesagt, den Job anzunehmen, falls sie sich für mich entscheiden. Ich muss weg, ich muss mich verändern. Es braucht sicher Mut und Kraft, nach so langer Zeit die Richtung zu ändern. Aber im jetzigen Trott kanns nicht mehr weitergehen.

G1oldxtau


ich möchte euch fragen – könnt ihr energie geben? und wenn ja – welche?

was wünscht ihr euch im gegenzug von eueren zukünftigen frauen?

wäre geben und nehmen in relation zueinander ausgeglichen?

Ich finde diese Fragen recht theoretisch. "könnt ihr energie geben?" Das sollen doch die Frauen in spe jeweils für sich beantworten, bzw. spüren. Muß den Mann nicht weiter interessieren.

"was wünscht ihr euch im gegenzug von eueren zukünftigen frauen?" Das ist doch die eigentlich interessante Frage für die Männer.

Es geht ja nicht darum, sich so zu verbiegen, dass Mann vermeintliche vermutete Erwartungen irgendwelcher Frauen erfüllen könnte.

Sondern diejenige herauszupicken, die die eigenen Erwartungen und Wünsche erfüllen könnte. Ob diejenige "Energie ziehen kann", oder was auch immer, ist ihre Sache. Das soll sie mit sich selber ausmachen.

Also, sich selber treu bleiben, zu seinen Schwächen und Stärken, also zu seinen Eigenschaften stehen, denn: Die Schwächen in der einen Augen sind die Stärken in der anderen Augen. Oder auch nicht. Aber egal: Mann will doch eine Frau, die die eigenen Bedürfnisse und Wünsche erfüllen kann.

Also, Mann bewirbt sich nicht wie im Bewerbungsgespräch angepasst und brav und unterwürfig um einen Arbeitsplatz, also Frau, sondern Mann sortiert Bewerbungen aus. Und wirbt dann mit Arbeitsplatz und Dienstwagen und Geld um den besten Bewerber, also wirbt mit Charme und so um die eine Frau.

Also aus einer Position des Stärke heraus.

Die geeigneten Frauen machen aber das gleiche, wie die ganzen sehr guten Uni-Absolventen, die guten Konditionen heraushandeln können.

Verhandeln oder anbandeln aus einer Postion der Schwäche heraus ist jedenfalls doof. Also so anbandeln, dass Mann dankbar für jede Brosamen ist, die vom Tisch abfallen. Und man hündisch alles tun würde, um ein paar dieser Krümel abzubekommen.

Nö.

Mann sortiert Bewerberinnen aus.

MfG

JvulienA-Mattexo


@ bergsteiger

Zwei völlig verschiedene Typen. Für welchen wird sich die Frau entscheiden, welcher Mann hat sie mehr verdient und warum?

Möglicherweise sind die Typen gar nicht so verschieden: Beide sind überdurchschnittlich erfolgreich – jeder auf seine Weise.

Anhand der genannten Parameter kann man natürlich nicht beurteilen, für wen sich diese Frau entscheidet. Selbst wenn man alle Fakten kennen würde, könnte man die Frage nicht beantworten, denn die Liebe hat ihre eigenen Gesetze.

Von wo nimmst du die Gewissheit, anderen nicht zu genügen? Warum sollst du deshalb weniger wert sein?

Ich wurde so erzogen. Die daraus resultierende Schüchternheit führte dann auch zu tatsächlichem Misserfolg bei den Frauen, was das Problem weiter verschlimmerte. Nicht, dass ich jemals unbeliebt gewesen wäre, aber als Partner kam ich wegen der Minderwertigkeitskomplexe nicht in Betracht.

@ ses

ich möchte euch fragen – könnt ihr energie geben? und wenn ja – welche?

Da ich noch keine Beziehung hatte, kann ich mir da nicht sicher sein.

Fangen wir mit dem langweiligen Teil an: Ich könnte alles geben, was "nette Männer", also die erfolglosen Ikea-Regal-Aufbauhelfer einer Frau geben könnten: Sicherheit, Zuverlässigkeit, Unabhängigkeit, Komplimente, gemeinsame Reisen und Unternehmungen, tiefgehende Gespräche, Fähigkeit, auch schwierige Probleme zu lösen etc.

Aber damit kann man keine Frau gewinnen. Ich frage mich, ob ich auch ausreichend "Feuer", Liebe, Emotionen geben könnte. Ich wünsche es mir, will es auch aus tiefstem Herzen (in all meinen Phantasien träume ich davon), aber genau da liegen meine Hauptprobleme: Ich müsste erst einmal auftauen und selbstsicherer werden. Man kann keine Beziehung führen, wenn man insgeheim glaubt, nicht gut genug für eine Frau zu sein.

Also mache ich erst einmal allein weiter, staune weiter über meine Fortschritte und hoffe, dass vielleicht eine Therapie das Eis brechen und den heissen, emotionalen Kern zum Vorschein bringen kann.

@ Kwak

Du hast bereits etwas wichtiges erreicht. Du führst ein eigenes Leben mit dem du weitgehend zufrieden bist. Damit hast du ein bedeutendes Stück Weg zurückgelegt. Ich trete bei diesem Versuch noch immer auf der Stelle.

Das wirst Du auch schaffen. Bei mir war es auch ein langer Weg.

J!ulien-Muatteo


Aber egal: Mann will doch eine Frau, die die eigenen Bedürfnisse und Wünsche erfüllen kann.

Ich glaube, dass erfolgreiche Männer tatsächlich in erster Linie an ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche denken.

Damit bringen sie automatisch viele Charaktereigenschaften mit, die viele Frauen so schätzen: Stärke, Selbstsicherheit, Durchsetzungsfähigkeit etc.

"könnt ihr energie geben?" Das sollen doch die Frauen in spe jeweils für sich beantworten, bzw. spüren. Muß den Mann nicht weiter interessieren.

Erfolgreiche Männer muss das nicht interessieren. Wohl aber die Männer, die erfolglos sind, weil sie möglicherweise nichts mitbringen, was eine Frau hinreichend ansprechen könnte.

RZotxnase


Verhandeln oder anbandeln aus einer Postion der Schwäche heraus ist jedenfalls doof. Also so anbandeln, dass Mann dankbar für jede Brosamen ist, die vom Tisch abfallen. Und man hündisch alles tun würde, um ein paar dieser Krümel abzubekommen.

Mann sortiert Bewerberinnen aus.

In gewissen Maße ja, aber wenn man in sich in einer Position der Schwäche fühlt, dann hat man oft nichts anderes. Und aus so einer Position heraus verhandeln mag zwar nicht effizient sein, aber immerhin verhandelt man.

Andererseits, wenn Mann alle Bewerberinnen mit dem Argument "Ich will keine, die sich mit Waschlappen wie mir abgibt" aussortiert, dann hat der liebe Mann seine liebe Not mit der Liebe. Besser schon niedrig anfangen und upgraden.

Erfolgreiche Männer muss das nicht interessieren. Wohl aber die Männer, die erfolglos sind, weil sie möglicherweise nichts mitbringen, was eine Frau hinreichend ansprechen könnte.

In der gleichen Zahl erfolgloser Männer gibt es auch erfolglose Frauen, für die sich kein erfolgreicher Mann interessiert. Wie beim Fußball gibt es verschieden Ligen, für alle Mannschaften eine passende. Nur weil ich mit dem FC-Misthaufen nicht in der Bundesliga mitspielen kann, heißt das doch noch nicht, daß es keine Mannschaften gibt, gegen die wir eine Chance haben. Mitspielen ist wichtig, um den Aufstieg kann man sich kümmern wenn man einmal dabei ist.

d'er-b*ergstneigxer


Julien

Möglicherweise sind die Typen gar nicht so verschieden: Beide sind überdurchschnittlich erfolgreich – jeder auf seine Weise.

Anhand der genannten Parameter kann man natürlich nicht beurteilen, für wen sich diese Frau entscheidet. Selbst wenn man alle Fakten kennen würde, könnte man die Frage nicht beantworten, denn die Liebe hat ihre eigenen Gesetze.

Und wer sagt, dass Frauen ausschliesslich erfolgreiche Männer wollen? Was ich dir damit sagen will – klar kannst du dich immer "nach oben" orientieren. Damit verlierst du aber den Blick auf deinen Standort und siehst nicht, was links und rechts ist.

Warum vermittelst du immer das Bild "ich bin nicht gut genug, ich muss noch an mir arbeiten"? Wann willst du mit der Arbeit fertig sein? Und wer sagt dir, dass du in die richtige Richtung gehst?

Warum sagst du nicht "seht her, das bin ich, nehmt es oder lasst es sein"?

C3onCnaissexur


Empirisch.

Mein bester Freund hat zwar mit 18 seine Jungfräulichkeit von einem Auslandjahr nicht wieder nach Hause gebracht. Aber. Seither gab es wohl den einen oder anderen One-Night-Stand (so etwa im frustrierenden 4-Jahres-Rhythmus), aber sonst hat beziehungsmässig einfach nichts geklappt. Leiden. Verzweifeln. Vorsätzliches Ansprechen unvorbereiteter Frauen. Diverse Psychologen. Resignieren. Zufriedenheit-Einreden. Ändernwollen. (et cetera, das volle Programm)

Der Freund ist, wenn man ihn so gut kennt wie ich, für jeden Blödsinn zu haben. Wenn aufgetaut, zündet er eine Schlagfertigkeits- nach der anderen Tollereistufen. Auf Aussenstehende wirkt er, nun ja, vielleicht eher so ein wenig kompliziert, gerade wie seine auf ein mit niemandem geteiltes Single-Leben eingerichtete Wohnung, die unschlüssigen Antworten gerade auch bei banalen Dingen und die dann doch noch eintretenden Sinneswandel.

Der Freund hat sich über die letzten Jahre (auch, wie ich vermute, unter dem Eindruck der omnipräsenten 2-Kind-Familien-Constraints meiner Wenigkeit) einem Masslosen Junggesellenleben hingegeben: Schon immer mochte er Theater – also schliesst er sich einer professionell geleiteten Laiengruppe an. Kochen? Da kann ein Spezialitätenkurs nicht schaden – und ein zweiter Feierabend pro Woche ist verplant. Mit dem (dank erschlichener Legi bezahlbaren) Uni-Rudertraining musste er aufhören, weil es sonst für den Gospel-Chor nicht mehr gereicht hätte, schliesslich muss er sich den verbleibenden Abend für Billard freihalten, ansonsten hätte er die Turnier-Zulassung verloren.

Neulich verschickte ich Einladungen zu einer Fête (rücksichtsvollerweise von mir in zwei Varianten formuliert – ich weiss aus eigener Erinnerung, dass man als Einzelgänger nicht so begeistert ist, die ganze Zeit in Ihr-Form und mit Partner/in angesprochen zu werden).

Antwort des Freundes: ist es ok, wenn ich zu zweit komme?

*kinnladewiedervombodenaufheb*

Die aus dramaturgischen Gründen übersprungenen Einzelheiten in kurzer Zusammenfassung:

In einer der exzessiv betriebenen Freizeitaktivitäten war eine Frau, 30, Single, beziehungsbereit, die genau ihn haben wollte und die Botschaft mit Charme, Nachdruck und genau getroffenem Ton rübergebracht hat.

Mit ihren rundum vorhandenen üppigen weiblichen Rundungen enspricht sie eher weniger seinem zuvor gehegten Frauenideal. Aber die Frau an seiner Seite hat einen dermassen verwandten Humor, hat sich so selbstverständlich mit seinen Kumpels angefreundet, kennt und geniesst seine versteckte wilde Seite derart, dass es einfach nur schön ist, die zwei beisammen zu sehen.

Nur erfundene Geschichten haben eine Moral. Deshalb folgt hier keine.

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