Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

BxergusteigMer 7x8


Fiann

Mit "zu direktem Handeln" meinte ich eher sowas wie das berüchtigte und vieldiskutierte Liebesgeständnis

Da haben wir uns aber missverstanden. Ich meinte damit z.B. den Arm um sie legen, ihre Hand nehmen, schauen wie sie darauf reagiert. Dass das Liebesgeständnis nicht der Weg sein kann, wissen wir ja bereits ;-)

Zu schnell die Karten offen auf den Tisch legen, ev. auch aus Angst vor der Konfrontation mit subtileren zwischenmenschlichen Dingen, vor der Spannung, die entsteht, wenn etwas Unausgesprochenes "in der Luft liegt"...

Hmm, siehs doch mal aus der umgekehrten Perspektive. Du lässt dir damit auch Optionen offen, hier kann es noch in beide Richtungen gehen, ohne dass viel Unheil angerichtet wird. Ich dachte immer, dass zuerst "Liebe" da sein muss, bevor es zu Berührungen und Nähe kommt. Dass man sich also erst verbal "einigen" muss :-/

Dem ist aber offenbar nicht so. Der Unterschied zwischen "guter Freund" und "Sexualpartner" liegt eben darin, dass man nicht nur miteinander spricht, sondern gemeinsam Nähe erlebt. Und diese Suche nach Nähe kann man nicht mit Worten betreiben, dazu hat man Augen, ein Lächeln und Hände... Es kann doch gut sein, dass ich jemand kennenlerne und interessant finde, aber keinen Gedanken daran verschwende, mir zu überlegen, ob das was werden soll oder nicht. Daher habe ich in dem Moment auch keine Antwort auf ein Liebesgeständnis, bzw. die Antwort lautet erstmal "Nein". Wenn es aber erstmal um die Suche nach Nähe geht, so ist es eben nicht mehr binär, sondern eben das "in der Luft liegende Unausgesprochene". Es ist der Moment, in dem wohl beide noch nicht wissen, was passieren wird, sondern es auf sich zukommen lassen wollen, ohne viel zu überlegen.

Wenn man sich zu sehr auf die Bedingung "ohne Verliebstein läuft nichts" versteift, so erkennt man viele (mögliche?) Signale nicht. Wenn man sagt "ich bin offen für vieles", so sind die (Flirt-)Antennen auf Empfang und warten nur auf die nächste Gelegenheit. Andernfalls sind sie gar nicht in Betrieb :-/ Und genau das ist mir diesen Herbst zum Verhängnis geworden. Die Antennen waren irgendwo versorgt, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass es auch in diese Richtung gehen könnte. In dem Moment, wo ich hätte handeln sollen, war ich mit der Situation überfordert und es fehlte der Mut, etwas mehr Nähe herzustellen :-(

Sundance

ich glaube wir, die wir wir ons tolerieren und ihnen gegenüber offen sind, sind hier eindeutig in der minderheit

Plötzlich sind wir dann doch die Mehrheit ;-)

M oni^ka665


sundance

ich meine DIESE EINE SCHWELLE die zwischen dir und dem kontakt zu der anderen person besteht.

??? Ich kenne diese eine Schwelle eben nicht, jedenfalls nicht so, dass sie große Buchstaben erfordern würde. In Kontakt kommen finde ich noch relativ schwellenlos. Die für mich deutlichste ist der Übergang zu Körperkontakt, aber ich glaube nicht, dass du die meinst.

Moonikoa65


aber die sind dann wesentlich kleiner und vor allem liegt es dann nicht mehr an dir allein diese zu überwinden, sondern an beiden.

Das hätte ich jetzt fast überlesen. Ich denke, es liegt immer an beiden. Wenn du jetzt ein Ansprechen einfach so aus heiterem Himmel meinst, gebe ich dir Recht, aber das ist ja auch ein ziemlich unsinniger Kontaktversuch. Eben WEIL er einseitig ist.

kKuc&ku4cksbluxme


sundance ist jm. er kennt eben bis jetzt nur die erste schwelle :-p

SlundaOncxe76


@ monika

ich sprach jetzt wirklich weniger von der körperlichen schwellen, sondern vielmehr von den schwellen bis dahin

@ blume

danke für die entmündigung! ;-)

MGonik;a65


kuckucksblume

Ich meine mich zu erinnern, dass sundance schon etwas "nähere" Kontakte hatte..

SdufndaQncea76


@ monika, kuckucksblume

darf ich auch noch was sagen oder redet ihr beide jetzt lieber über mich statt mit mir? ;-)

aber richtig monika, ich hatte schon "näheren kontakt" ;-)

Bhergste|igerx 78


Monika

Aus der Perspektive des Mannes sieht es wohl anders aus, wenn man mal das "klassische" Rollenmuster zugrundelegt. Aus der Sicht des Mannes siehts doch so aus:

1. Frau gefält mir --> Flirten+Ansprechen (SCHWELLE)

2. Date abmachen

3. ...

Dasselbe aus der Sicht der Frau

1. Huch, ich werde angesprochen

2. Date abmachen (*erstmaljasag* ;-))

3. ... *hmm, was will ich nun von ihm, soll ich, soll ich nicht?* (SCHWELLE)

Könnte es nicht so etwas sein?

Fdianxn


kuckucksblume

du machst die schwelle.

Ja, irgendwie schon. Eine kleine Unsicherheit darüber, wie es weitergehen soll…und die Schwelle ist da. Ich mache sie, und fühle mich als Mann dann verantwortlich dafür, sie zu überwinden, beginne, mich zu bemühen, versuche mutig zu sein etc. Das Traurige ist, dass ich gar nicht damit rechne, dass auch die Frau sich einsetzen könnte, die Schwelle zu überwinden, egal wie gross das Interesse ihrerseits ist. Ich komme immer wieder in Situationen, wo bildlich ausgedrückt die Frau jenseits der Schwelle beobachtet, was ich unternehme. Einfach weil irgendwie in der Luft zu liegen scheint (bzw. ich das ausstrahle), dass ich abhängiger bin von ihr als sie von mir, und ich deshalb mehr zu verlieren habe. Deshalb ist mein nächstes Ziel, diese subjektiv empfundene Abhängigkeit vom Verhalten der Frau zu überwinden. Je mehr ich mich abhängig fühle, umso mehr wirken die Annäherungsversuche bemühend. In solchen Situationen scheint dann Rückzug in die Einsamkeit die einzige Möglichkeit zu sein, autonom zu bleiben.

F?iann


Bergsteiger

Ich dachte immer, dass zuerst "Liebe" da sein muss, bevor es zu Berührungen und Nähe kommt. Dass man sich also erst verbal "einigen" muss

Das dachte ich früher auch, mit diesem Verbalisieren von etwas, das eigentlich ohne Worte klar sein müsste. In den meisten Fällen schaffen Worte nur Distanz, legen auf Eis, was warm werden möchte.

k`ucgkucks;blume


@fiann

Eine kleine Unsicherheit darüber, wie es weitergehen soll…und die Schwelle ist da.

ob klein oder groß, warum denkst du, gibt es überhaupt eine unsicherheit wie es weitergehen soll? woher kommt sie?

wirklich gut finde ich es dann, wenn beide genau spüren wie es weitergehen soll und wenn eben keine "wie soll es weitergehen-unsicherheit" auftaucht.

L'ewilan


Bergsteiger

Dass das Liebesgeständnis nicht der Weg sein kann, wissen wir ja bereits

Noe.

L5ew(ixan


Eine Frau war bei mir mit einem verbalen Liebesgestaendnis erfolgreich.

Und in meinem Bekanntenkreis gibt's mehrere Maenner, die damit bei Frauen gelandet sind.

Mwondikax65


Fiann

Ich komme immer wieder in Situationen, wo bildlich ausgedrückt die Frau jenseits der Schwelle beobachtet, was ich unternehme. Einfach weil irgendwie in der Luft zu liegen scheint (bzw. ich das ausstrahle), dass ich abhängiger bin von ihr als sie von mir, und ich deshalb mehr zu verlieren habe.

Wieso meinst du ist das so? Diese Abhängigkeitsgefühle bei dir? Wenn du immer wieder in diese Situationen gerätst, klingt es ja schon nach einem Muster.

L{ewiban


Noch was...

Faehigkeit zu klaren klugen Gedanken scheint's hier im Faden ja genug zu geben, das stelle ich immer wieder fest. Z.B. bei den Herren Fiann und Bergsteiger faellt mir das gerade wieder auf.

Ich bin bekanntlich nicht der Meinung, dass es ein gutes Rezept ist, das Denken zu verteufeln und abstellen zu wollen.

Aber: Wie ernst nehmt ihr eure Gedanken eigentlich? Seid ihr in der Lage, ueber euch selber zu lachen? Z.B. ueber den himmelweiten Unterschied zwischen Theorie und Praxis? Oder ueber den Quatsch, den ihr euch jedesmal trotz aller eurer Intelligenz wieder zusammendenkt, wenn euch mal wirklich eine tolle Frau ueber den Weg laeuft? (Das ist kein Vorwurf, ich kenne das selber nur zu gut... 8-))

Denken, schoen und gut... aber ein bisschen Distanz zum eigenen Denkapparat kann nicht schaden.

Und wenn man sich selber im Scheitern lustig finden kann, wird die Angst vorm Scheitern vielleicht kleiner?

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