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Mein Partner hat keine Lust mehr auf Sex

S`tücXkskexn hat die Diskussion gestartet


Ich weiß gar nicht, in welcher Sparte ich hier im Forum nun schreiben soll: Sexualität, Beziehungen, Psychologie, Süchte.....keine Ahnung, ich schreib erst mal hier:

Seit ca. 3 Monaten hat mein Partner (39), mit dem ich (39) seit knapp 2 Jahren zusammen bin, keine Lust mehr auf Sex. In den letzten 3 Monaten haben wir 3 x zusammen geschlafen, 1 x davon nur war es wirklich schön, die beiden anderen Male waren nur kurz "Druck ablassen" für ihn.

Die Zeit davor war es richtig toll mit ihm, wir hatten 2-3 x die Woche Sex, auch immer ausgiebig und wirklich schön.

Die Unlust hat aber auch einen Grund: er hatte vor ca. 15 Monaten einen Schlaganfall und wurde am Gehirn operiert. Seitdem muss er Anti-Epileptika nehmen, weil er immer zwischendurch Krampfanfälle hat. Bis vor 3 Monaten hat er nur 2 Sorten Tabletten bekommen, im März ist dann eine dritte Sorte hinzugekommen (totale Hammerteile!!), weil dem Neurologen die Anfallshäufigkeit zu hoch war. Also liegt die Unlust an den neuen Tabletten! Die Problematik, die jedoch noch hinzukommt ist: er bräuchte diese Tabletten (zumindest die neuen Hammerteile) nicht, wenn er weniger trinken würde. Seit ich ihn kenne, trinkt er 4-5 Bier am Tag, ist also "leichter" Alkoholiker und nun dürfte er wegen den Anfällen eigentlich überhaupt keinen Alkohol trinken, er braucht ihn aber.

Der Arzt weiß nichts von dem Alkohol! Der hat nur am Anfallsprotokoll gesehen: zu viele Anfälle, mehr Tabletten! Jetzt hat er zwar kaum noch Anfälle, dafür haben wir nun diese Probleme, bzw. ICH! ER sagt einfach nur: ich hab eben keine Lust mehr....tut mir leid! Ich kann anstellen, was ich will, er will einfach nicht und weist mich ab. Er sagt auch, ich solle ihn nicht so unter Druck setzen, was ich dann auch sein gelassen habe, doch es passiert bei ihm wochenlang einfach nichts.

Ich habe ihm gesagt (und er merkt es auch), wie schwer es für mich ist, ihn nicht mehr körperlich lieben zu können.....es ging vom vernünftigen Gespräch über Vorwürfe, die ich ihm gemacht habe, dass ihm das Bier wichtiger sei als ich, denn würde er weniger/kein Bier trinken, bräuchte er auch diese Tabletten nicht! Er hat sich dann eine Weile zusammen gerissen und sich auf 2 Bier am Tag beschränkt. Dann hat er mit dem Arzt gesprochen, dass es unsere Beziehung belastet, dass wir keinen Sex mehr haben und wollte die Tabl. wieder absetzen, doch der Arzt meinte, er bräuchte diese Tabletten, fertig aus!

Danach gings wieder los mit mehr Bier, wieder in den alten Trott rein von ca. 5 Flaschen. Mit Entzugs-Station im Krankenhaus darf ich ihm nicht kommen, dann wird er total sauer. Ich kann irgendwie mittlerweile überhaupt nicht mehr mit ihm reden, er will von all dem nichts hören.

Ich signalisiere ihm oft, dass ich bald nicht mehr kann, aber er nimmt mich wohl nicht ernst! Ich liebe ihn ja auch...sehr sogar!!! Und das weiß er, deshalb denkt er auch, dass ich ihn nicht verlasse, nur weil wir keinen Sex mehr haben. Im Moment denke ich auch nicht ernsthaft daran, ihn aufzugeben, ich weiß nur nicht mehr, wie es weitergehen soll. SO kann es jedenfalls nicht mehr lange weitergehen!

Ihr könnt mir sicherlich keinen Tip geben, was ich machen soll, wie ich weiterhin reagieren soll, oder? Wenn nicht, muss ich es erst mal weiter so erdulden und sehen, was ich mache. Ich wollte auch eigentlich nur mal mein Herz hier ausschütten, bin total traurig und fertig wegen der ganzen Situation!!!

Antworten
dier v{om xMars


Sorry, sicher daß er Dich nicht betrügt?

S[tüc+kskexn


Ich dachte einmal, dass er mich evt. betrogen hat, aber das Thema hat sich erledigt. Ja, ich bin sicher, dass er mich NICHT betrügt!

ZNwergtYerrori7stin


Stücksken:

Erst einmal möchte ich dir sagen, dass mir deine Situation leid tut. Es ist schmerzlich sich für etwas aufzuopfern, was mehr und mehr den Anschein für Ausweglosigkeit annimmt...

Solange dein Mann nicht bereit für eine Therapie ist (ich meine das nicht im Sinne von stur sein sondern von Suchtkrank sein) wirst du die Situation wohl nicht ändern können, es sei, du ziehst Konsequenzen daraus.

Hast du ihm schon mal, in aller Deutlichkeit, gesagt wie weit es ist? Weiß er, dass etwas passieren MUSS? Oder hast du aus Rücksicht eher durch die Blume mit ihm gesprochen?

Zwergi *:)

B7ärx45


@Stücksen

Solange dein Mann nicht bereit für eine Therapie ist (ich meine das nicht im Sinne von stur sein sondern von Suchtkrank sein) wirst du die Situation wohl nicht ändern können, es sei, du ziehst Konsequenzen daraus.

Zwergi hat recht.

Ohne Therapie wird´s nichts! Willigt er nicht ein, musst du handeln, sonst gehst du selbst den Bach runter und wenn es noch so weh tut! Ich weiß wovon ich rede, denn die Ehe meiner Eltern ist ebenfalls am Alkoholmissbrauch gescheitert. Außerdem habe ich z.Z. selbst die Möglichkeit zuschauen zu müssen, wie die Ehe von Bekannten durch die sauferei extrem belastet wird. Mische ich mich ein, mache ich mich unbeliebt, mehr passiert nicht.

Ich finde es aber klasse, dass du noch zu ihm hälts!

Viel Glück und alles Gute! *:)

An die anderen Forenteilnehmer: Es ist mir klar, dass dieser Beitrag nicht hierher gehört, hat sich aber nun mal so ergeben,Sorry

Z+wergteSrrojristxin


Klasse...

ich finde es einerseits natürlich auch klasse, dass du zu ihm hältst. Zu einer Beziehung gehören eben auch schlechte Zeiten. Ich würde mir aber für dich wünschen, dass du rechtzeitig erkennst, wann es so sehr an deine Substanz geht, dass du daran zerbrichst. Egal welchen Weg du gehst, mit ihm gemeinsam oder allein, es ist ein sehr schwerer langer Weg und ich drücke dir alle Daumen die ich hier finden kann, dass er nicht allzu steinig wird...

Zwergi *:)

*die immer wahnsinnig traurig ist wenn Situationen so aussichtslos erscheinen*

u omo aTnzikano


Stücksken

Solange dein Mann nicht bereit für eine Therapie ist

Grundsätzlich hat Zwergie natürlich Recht mit dem, was sie heir schreibt ... nur glaube ich, dass man einen Punkt klarstellen sollte, der vielleicht noch nicht ganz deutlich geworden ist?

Alkoholismus ist definitiv eine Krankheit ... eine Suchterkrankung, die sich zunächst vor allem auch auf die persönliche Urteils- und Entscheidungsfähigkeit des jeweils Betroffenen auswirkt.

Insofern ist es zumindest fraglich, ob dein Partner überhaupt

jemals

bereit sein kann für eine Therapie?

"Aussichtslos" erscheint mir eure Situation jedoch nicht ... es gibt sicherlich eine Aussicht auf Besserung und ich bin sicher, dass du den Weg dorthin selber kennst?

Die Frage ist nur, was du bereit bist, dafür in Kauf zu nehmen, diese Besserung zu erreichen?

Das ist jedenfalls eine Entscheidung, die du ganz allein treffen musst ... für dich selbst, wie für ihn.

"Ganz allein" heißt in diesem Zusammenhang vor allem auch "ohne deinen Partner".

Bei dieser Entscheidung geht es, auf absehbare Zeit zumindest, auch nicht um eine positive oder negative Änderung der Verhältnisse, sondern darum, ob du den gegenwärtigen Ist-Zustand solange weiter ertragen willst, bis sich die Situation weiter verschlechtert ... immer ein bißchen mehr, immer ein bißchen unerträglicher werdend - oder ob du jetzt sofort weitere Schwierigkeiten, Sorgen und Belastungen in Kauf nehmen würdest, um ggf. irgendwann einmal doch noch eine positive Veränderung bei ihm erwarten zu dürfen - an der du selbst aber möglicherweise

dann gar nicht mehr teilhaben wirst?

Z|werg}terroBris]ti%n


Ich habe...

tatsächlich Alkoholiker kennengelernt, die bereit waren für eine Therapie, allerdings waren die auch schon recht weit unten. Eben deshalb ja die Frage, wann es Zeit wird, die Notbremse zu ziehen...

Keine situation ist wirklich aussichtslos, aber wenn man mittendrin steckt erscheint es einem oftmals so, so meinte ich das...

Liebe Grüße

Zwergi *:)

umoWmo aNnzxiano


Zwergi

Ich habe... tatsächlich Alkoholiker kennengelernt, die bereit waren für eine Therapie

Ist schon klar ... ich hatte das auch schon durchaus richtig verstanden.

Keine Frage ... natürlich gibt es auch Beispiele, in denen diese Bereitschaft irgendwann da war - aber leider gibt es auch den genau umgekehrten Fall - also Menschen, die ganz weit unten, also absolut am Boden, waren und dennoch nicht einmal den Hauch einer Veranlassung gesehen haben, von sich aus irgendetwas zu ändern.

Das meinte ich jedenfalls, dass nicht notwendigerweise irgendwann einmal eine "Gesinnungswandel" bei ihm zwangsläufig einsetzen muss und dass deshalb auch die Gefahr groß ist, wertvolle Zeit (und sich selbst) zu verlieren, weil man auf einen Wandel hofft, der vielleicht niemals von selbst einsetzen wird?

Z wer\gt5erro)ristixn


ich sehe...

die Gefahr groß ist, wertvolle Zeit (und sich selbst) zu verlieren, weil man auf einen Wandel hofft, der vielleicht niemals von selbst einsetzen wird?

wir meinen das selbe...

Zwergi *:)

c"asi[mxed


@ Stücksken

Kannst du jemanden auch dem Freundeskreis oder Verwandtschaft um Hilfe bitten.

Den ohne eine Therapie wird es nicht besser.

N(aly$l,axh


Verlasse ihn...

auch wenn es hart klingt. Ich habe mit Alkoholikern innerhalb meiner Familie genug erlebt um eine solche Aussage zu treffen.

Ein Süchtiger MUSS VON ALLEINE darauf kommen, dass er krank ist und Hilfe benötigt. Solange er das nicht will oder einsieht kann keiner etwas dagegen unternehmen. Manche fallen sehr tief bevor sie das einsehen und andere sterben vorher.

Das Fatale für die Angehörigen ist, wenn sie nicht loslassen (nicht fallenlassen!) können - werden sie selbst mit runtergezogen.

Aber ich habe leider auch des öfteren die Erfahrung machen müssen, dass Co-Abhängige ebenso resistent gegen Ratschläge sind wie die Abhängigen selbst.

Ich wünsche Dir alles Gute und sehr viel Kraft und Glauben.

I?nten(danxt


Ist man bei 4-5 Bier gleich Alkoholiker? Ich glaube eher, es liegt an der Epelepsie. Ich habe im Bekanntenkreis eine Frau, auch so in Eurem Alter, wo der Mann Epileptiker ist. Da läuft auch nichts mit Sex von ihm aus. Sie verläßt ihn auch nicht, hat aber einen Sexpartner gefunden, wovon er natürlich nichts weiß. Aber sie ist jetzt zufrieden und die Ehe läuft weiter gut. Es geht manchmal nicht anders im Leben.

ZtwergtTerrorxistin


Intendant:

es gibt doch verschiedene Stadien/Formen von Alkoholismus...

diese hier nennt sich, soweit ich weiß, Gewohnheits-/Spiegeltrinker...

Es geht ja auch nur darum, dass die Verbindung zwischen Medikament und Alkohol denkbar ungünstig ist....

Weniger Alkohol -> weniger Medikamente -> weniger Anfälle -> mehr Lust...

Zwergi *:)

mBaryxcat


Ist man bei 4-5 Bier gleich Alkoholiker?

Am Tag? Ja.

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