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Tabuthema geistig Behinderte Menschen und Sexualität

P_ALnFSub


Trisomie21 ist im eigentlichen Sinne keine Erbkrankheit, sondern eine -böse- Laune der Natur, die natürlich durch bestimmte Faktoren beeinflußt werden kann (aber nicht muß!)

Allerdings meine ich, dass das Risiko bei betroffenen Frauen, es an ihr Kind weiterzugeben, 50 % ist.

-/Al{inaS-


Ein behindertes Kind so aufleben zu lassen wie ein nicht behindertes Kind ist schwer finde ich. Man selbst kann dafür alles tun um es so normal wie möglich zu machen. Leider gibt es aber auch andere Mitmenschen die das nicht so sehen, vor allem Kinder und Jugendliche.

Ich erinnere mich noch gut an früher wo wir so 9-10 Jahre alt waren, da habe ich immer mit der Schwester von dem behinderten Mädchen gespielt. Ihre Mutter hat und jedesmal ihre Behinderte Schwester aufgedrängt sozusagen, sie solle doch mitspielen. Und auch wenn wir in der unserer Strasse mit anderen gespielt haben sollte sie mitspielen. Die anderen Kinder waren immer gemein zu ihr,sogar die eigene Schwester. Doch das war sehr schwer, meist stand sie dann doch am Rand. Ich finde grade für Kinder ist es schwer mit einem behinderten Menschen umzugehen und ihn mit dran teilhaben zu lassen. Ich finde das natürlich traurig, aber wenn man noch Kind ist denkt man anders darüber. Ich habe dann aber auch oft wenn andere keine Zeit hatten mit ihr was gespielt. Weil sie mir schon Leid tat, dass wenn wir Federball spielten sie auch mitspielen wollte und dann ihrer Mutter im Arm lag und weinte. Aber was mich so gefreut hat war das solche Kinder unheimlich viel lachen und Spass dran haben wenn man sich mit ihnen beschäftigt.

Auch bin ich mal mit ihr zur Schule gegangen, hatten den gleichen Schulweg. Da waren viele Kinder die sie dann hänselten und mich auch mit. Das führte dann natürlich dazu das man nicht mehr mit ihr gehen wollte. Kinder sind da schon grausam, man versteht indem Alter noch nicht vieles und möchte zu anderen gehören, darum schliesst man sich den "normalen" an und lässt dann so behinderte Menschen stehen.

Was ich nicht gut fand von den Eltern war, dass sie ihre Tochter auf eine normale Schule geschickt haben. Auf der einen Seite klar warum nicht Gleichberechtigung, aber die Eltern haben da wohl die Kinder unterschätzt. Denn sie stand immer alleine auf dem Schulhof, wurde gehänselt, man nahm ihr ihre Sachen weg etc. Sie hat oft geweint und war da ganz bestimmt nicht glücklich. Nach der Grundschule kam sie auf die Hauptschule, da sind noch andere schlimme Sachen abgegangen. Auf Klassenfahrt wollten ein paar Typen einen Porno drehen und sie hat sich dann ausgezogen und sollte sich selbstbefriedigen etc.

darum würde ich wenn ich so ein Kind hätte nicht dahin schicken wo nicht behinderte sind-wie die Schule zum Beispiel. Das kann böse ausgehen wie man sehen kann.

hBolyg2hsost


klar kann es schief gehen.

und idioten gibt es leider überall.

aber auch integrationskindergärten und schulen.

was ich so schlimm finde , ist diese "abschottung" die viele eltern praktizieren.

mfellmy2x10


Ich finde es absolut in Ordnug wenn geistig behinderte Sex haben solange es beide Partner freiwillig tun und nicht einer überedet/gezwungen wird. Das sicherzustellen obliegt meiner Meinung nach den Eltern/anderen betreuenden Personen.

Wo ich aber ganz klar einen Strich ziehen würde ist bei Kindern: geistig behinderte sind meistens nicht in der Lage ihr eigenes Leben ohne fremde Hilfe zu meistern-also steht es wohl ausser Frage, dass sie keinesfalls ein Kind versorgen könnten. Ich finde, wer für seine Kinder nicht sorgen kann, der sollte auch keine bekommen. Das ist nämlich auch für die Kinder extrem belastend.

In meiner Verwandtschaft hatten wir so einen Fall, der Vater hatte als Kind Hirnhautentzündung und hat eine geistige Behinderung zurückbehalten. Die Mutter war auch behindert, was die genau hatte weiß ich nicht (sind beide mittlerweile verstorben). Ihr Sohn (normal intelligent) wurde großteils von den Eltern der beiden betreut. Er hat sich als Kind immer für seine Eltern geschämt. Das war sicher auch für seine Eltern nicht leicht.

Ich finde, dass es unerlässlich ist, für eine sichere Verhütung zu sorgen wenn geistig behinderte Sex haben. Wenn sie das selbst nicht können müssen das dann eben die Eltern(betreuende Personen überwachen.Klar kann auch die beste Verhütung versagen, aber das ist ja was anderes.

K,itsuxne


Schweiriges Thema, kommt wohl auch auf den grad der Behinderung an-wie fit ist dieser Mensch, wie weit ist er eigenverantwortlich, wie klar kann er seinen Willen äussern. Das andere Problem ist eben die Verhütung. Ich finde, menschen, die überhaupt nicht in der Lage sind, ein Kind zu versorgen, und es auch nie sein werden, sollten auch wirklich keine Kinder bekommen. Und wenn das auch sicherlich ein moralisch und ethisch höchst heikles Thema ist, das noch dazu in Deutschland einen höchst widerlichen Beigeschmack hat, so finde ich doch, dass es in solchen Fällen, zum Wohle der behinderten Menschen als auch eines potenziellen Kindes, das unter der Situation womöglich massiv zu leiden hätte, dem Betreuungspersonal obliegen müsste, eine Zeugungs/Empfängisfähigkeit sicher auszuschliessen, sei es mit Implanon oder einer Vasektomie/Eileiterunterbrechung.

Ich will jetzt keinenfalls allen geistig Behinderten das Recht auch Fortpflanzung absprechen, und in gemischten Paaren sieht das auch nochmal anders aus, aber ich finde eben, jedes Kind hat ein Recht auf angemessene Versorgung, und ich finde es wesentlich humaner, Menschen, die dies wirklich nicht erfüllen können, primär die Möglichkeit dazu zu nehmen, als ihnen sekundär wegen Überforderung dann das Kind wegzunehmen.

NSad_mruc


Vor einigen Jahren...

hatte ich mal einen Freund, der seinen Zivildienst bei einem mehrfach schwerstbehinderten ableistete. Dieser war unter anderem auch geistig behindert. Er erzählte mir, dann, dass die Mutter dieses etwa zwanzig Jahre alten Mannes, nicht selten beim Wechsel der Windeln ein erigiertes Glied vorfinden würde. Zunehmend hätte sie sich dann Gedanken zum Sexualleben ihres Sohnes gemacht. O-Ton: "Sie wusste manchmal gar nicht, wie sie damit umgehen sollte." Kann sich jemand in ihre Lage versetzen?

C hGe+rry8x8


jemand normales!?

fände es schöner den ausdruck "jmd. normales" durch "nichtbehindert" zu ersetzen... ;-)

bVaHbeT86


Die Frage Behinderte mit Nichtbehinderten ist da schon prekärer. Ich glaube aber, dass es nur ganz selten zu einem Verlangen danach seitens des Nichtbehinderten kommen wird.

Dazu kann ich nur soviel sagen:

Die Mutter meines Freunds ist behindert und wurde min. 1x vergewaltigt, so entstand er.

Meine Tante ist behindert und wurde min. 2x vergewaltigt, wurde 2x schwanger, gebar 2 gesunde Kinder.

niichtx_gut


da wird häufig gebummst wie die kanickel, das schamempfinden ist da nicht so ausgeprägt. deshalb ist auch verhütung zwingend nötig, man will ja nicht noch mehr downkinders

P}unchD_runxkLove


Jemand sagte mal ...

Wir sind eben die normal Gestörten ... Menschen, die man im Allgemeinen mit dem Wort "Behinderte" meint, sind einfach anders gestört.

Mir huscht ein Schmunzeln über die Lippen ... Und dann denke ich "Ja".

Ich weiß, darum gehts hier nicht. Aber - es is so meine Herangehensweise an das Thema.

Sexualität ist ja auch massig mehr als der Geschlechtsakt. Ich behaupte sogar, es fängt schon da an, wo sich einer von meinen Leuten auf Arbeit (ich betreue schwerbehinderte Menschen in nem Wohnheim) einpisst, weil er sich einfach mal riesig über irgendwas freut ... oder durch irgendwas "gereizt" wurde. Wenn das jetzt unverständlich wirkt: ich mein jemand Bestimmten, der an sich nich inkontinent is, aber eben öfters mal in bestimmten Situationen alles laufen lässt ;-).

Ich find das Thema sehr schwer, trotz des Erlebens der Verhaltensweisen von behinderten Menschen. Man müsste da auch extrem differenzieren ... ich find da ne weit größere Varianz von Charaktären als in meinem normalen Bekanntenkreis.

Also - ich erlaub mir kein Urteil. Grundsätzlich sollte jedem Menschen offen stehen, sich so auszuleben, wie er selbst es entscheidet.

Noch n bisschen ausm Nähkästchen plaudern: einer der Leute, die ich betreue, schrubbt sich regelmäßig mal einen ... Verlangen ist also da - und (obwohl er z.B. nur wenige Worte spricht und kaum mal versteht, was man ihm sagen will) auch die Fähigkeit "fachgerecht" damit umzugehen.

Pärchen gibts in so Einrichtungen oft. Bei uns auch viele. Aber ich würde trotzdem behaupten - ab ner bestimmten Stärke von "Behinderung" kommen die Leute gar nich auf den Gedanken, dass sie mal ihre Geschlechtsteile zusammenbringen könnten.

Und - solange sie so fit sind auf diese Gedanken zu kommen, sind sie wohl auch fit genug zu verstehen, was da abgeht. Wieso sollte man ihnen also untersagen etwasvölllig natürliches zu tun?!

dDirbbuk


Es gibt sogar Callgirls, die sich auf

Kunden mit Körperbehinderung spezialisiert haben - auch was die Preise betrifft :)*

P8unchD-run_kLo@ve


Oha, so hab ich das nich verstanden ...

Ich dacht, es ginge hier um geistige Behinderungen - ne körperliche Behinderung is natürlich ganz was anderes ...

U$noverklAemmt


... sicher werden ihre Eltern bei denen sie noch wohnen das natürlich unterbinden.

Warum sollten sie? Sie haben ja auch ein Down-Kind auf die Welt gebracht.

PvunchwDru)nkLxove


"Wieso sollte jemand ...

sein eigenes Kind schlagen oder vergewaltigen ... er hat es doch auch auf die Welt gebracht!?"

Weil Menschen oft nicht vorher überlegen, was sie tun?

Weil ein Kind auf die Welt bringen nicht automatisch heißt, dass man es "gut" ins Leben bringt?

sNaxxo


Warum sollten sie? Sie haben ja auch ein Down-Kind auf die Welt gebracht.

Also fördern würde ich die Möglichkeit, daß in meiner Verantwotung nun weitere Down-Kinder auf die Wet kommen, auch nicht ...

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