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Schwuler Inzest - gibt's das?

MRatt1x6 hat die Diskussion gestartet


Hey!

Ich habe dieses Forum erst vor kurzem entdeckt und bin total begeistert. Was man hier alles lernen kann ...

Jetzt habe ich aber auch eine Frage. Mein Zwillingsbruder und ich sind beide schwul. Ab und zu befriedigen wir uns gegenseitig, manchmal auch oral. Wuerde man das Inzest nennen, oder bezeichnet Inzest nur heterosexuelle Handlungen zwischen Verwandten?

Waere zu schade, wenn das, was wir machen, verboten waere, denn es ist ziemlich geil.

Vielleicht weiss ja eine(r) von Euch Bescheid?

Vielen Dank und viele Gruesse.

Antworten
H>anxz


Natürlich gibt's das auch! Das Gesetz macht da auch keinen Unterschied. Nicht mal bei Zwillingen! Es ist gesetzlich verboten!

sers

fCranxca


Symbiose bei Zwillingen

Egal ob man das Inszest nennt oder nicht, ihr habt anscheinend große Probleme. Seit Ihr mißbraucht worden oder was?

b/erpnd


@Matt16

Es ist nicht verboten, sich gegenseitig zu befriedigen, egal wie. Verboten sind nur Ehen zwischen Geschwistern. Aber Du willst ja Deinen Bruder sicherlich nicht heiraten.

Gruss

MMaeuschxen


ein wirklich schön konstruierter Spezialfall

Da ihr keine Kinder miteinander haben könnt, beschränkt sich das gesetzliche Verbot also nur noch auf Geschlechtsverkehr.

Dafür muß man Euch diesen nachweisen können - ein unmögliches Unterfangen, selbst wenn Ihr eine gemeinsame Wohnung habt. Zusammenzuleben ist nämlich nicht verboten.

Ich denke, jeder deutsche (nicht amerikanische!) Richter würde ein Verfahren einstellen, selbst wenn Beweismaterial vorläge. Denn juristische Spitzfindigkeiten machen eine genaue Definition des "Geschlechtsaktes" erforderlich, was in Eurem Fall schwierig ist und viele Auslegungvarianten bietet. Dafür würde dem Voyeur bzw. Spanner eine saftige Strafe drohen.

Miatt1x6


Re: Symbiose bei Zwillingen, Re: @Matt16

Hey!

Vielen Dank für Eure Antworten!

Wir haben in der Zwischenzeit auch selber versucht, uns schlau zu machen. Das ganze wird (in Deutschland) in Paragraph 173 StGB geregelt. Dort ist vom Vollzug des "Beischlafs" die Rede. Aber gegenseitiges Masturbieren oder "Blasen" ist doch kein Beischlaf, oder? Naja... auf jeden Fall können wir - wenn es denn sein muss - noch gute 1 1/2 Jahre weiter machen, denn Geschwister unter 18 Jahre werden nicht bestraft.

@ Franca:

Wir verstehen nicht ganz, warum Du meinst, dass wir anscheinend große Probleme haben oder missbraucht worden sind. Keine Sorge. Wir sind sehr glücklich und haben tolle Eltern. Außerdem ist es ja auch nicht so, dass wir das ständig machen - höchstens einmal im Monat oder so, und auch nur, wenn wir Beide gerade solo sind, was zur Zeit leider der Fall ist.

@ Bernd:

Nein, heiraten wollen wir nun wirklich nicht. (Wir wollten zwar, als wir kleiner waren, beide unsere Mutter heiraten. Aber auf diese Idee kommt ja wohl fast jedes Kind.)

Nochmal vielen Dank für Eure Antworten und viele Grüße.

b#ePrnxd


@Matt16

Euer "Problem" ist sicherlich nur von theoretischem Interesse, denn in der Praxis duerfte es kaum einen Richter interessieren, was ihr privat macht. Wenn man also - streng genommen - wirklich die Rechtslage analysieren wollte, muesste man als erstes den Gesetzgeber fragen, was er unter dem Begriff "vollzogener Beischlaf" genau versteht. Moeglicherweise ist damit nichts anderes als eine intra-uterine Insemination, also ein Samenerguss in den Uterus gemeint. Das kann bei Euch schon mal rein aus anatomischen Gruenden nicht in Betracht kommen und scheidet somit als Rechtsgrundlage voellig aus.

Gleichgeschlechtliche Handlungen wurden frueher durch den Paragraphen 175 strafrechtlich verfolgt. Den aber gibt es aber zum Glueck seit ein paar Jahren nicht mehr (und er galt zuletzt auch nur fuer bestimmte Alterskonstellationen). Interessant ist aber in diesem Zusammenhang, dass im Paragraphen 175 von "beischlaf-aehnlichen(!) Handlungen", also nicht von einem "vollzogenen" Beischlaf die Rede war. Da sich der Paragraph 173 aber nur auf "vollzogenen" Beischlaf, nicht auf beischlaf-"aehnliche" Handlungen bezieht, gibt es rein logisch gesehen ueberhaupt keine gesetzliche Grundlage gegen eine gleichgeschlechtliche gegenseitige Befriedigung und somit auch keine Moeglichkeit der Strafverfolgung.

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