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Ich möchte niemals so werden (Pädophilie)

V\eeb


kyle/2

Das alles hängt damit zusammen, wie sehr die Gesellschaft es als legitim ansieht, beim Kampf gegen Kindesmissbrauch, Halbwahrheiten als Fakten zu verkaufen.

Da bin ich nicht so sicher. Richtig ist natürlich, dass von den "gewissen Leuten" auch der Kindesmissbrauch als vehikel für ihre rückständigen und verklenmmten Ziele missbraucht wird, aber der "Verkauf von Halbwahrheiten als Fakten" kommt, denke ich, großenteils von denselben Leuten. Das kann aber nicht als Angriffspunkt gegen die weithin als berechtigt und begründet anerkannte Sanktion von Kindesmissbrauch dienen.

Dieselben Leute spannen jegliches Fehlverhalten - auch außerhalb der Sexualität - vor ihren Karren, wenn es nur ihren Zielen dient.

Ich bin für größtmögliche Freiheit des Einzelnen, aber damit das funktioniert gehört es eben auch dazu, das die eigene Freiheit dort endet, wo die Freiheit eines Anderen beginnt. Und dazu gehört auch die Freiheit von Kindern, ihr Schutz vor Ereignissen, die ein Trauma erzeugen. Hart gesagt: Wenn ein Erwachsener eine 8jährige fickt, so gehört er hart bestraft, weil er ein Trauma erzeugt, dessen Überwindung das ganze Leben fragwürdig bleibt. Und darüber ist nicht zu diskutieren, ganz zu schweigen von den Übelkeit erregenden Vorkommnissen mit noch kleineren Kindern.

Es kann dagegen niemandem Schaden, wenn man einfach nur bei der Warhheit bleibt. Zurückrudern ist im Zweifelsfall nicht mehr so einfach, wenn erstmal die ganze Nation die falschen Tatsachen für die Wahrheit hält.

Aus meinen voran gegangenen Zeilen ist hoffentlich ersichtlich, dass ich dem ohne Einschränkung zustimme. Die Wahrheit ist aber auch, dass Sex mit einem Erwachsenen einem Kind (lassen wir die diskussionswürdige Altersgrenze mal außen vor, mit KIND meine ich einen Menschen, der eindeutig noch ein Kind ist!) IN ALLER REGEL Schaden zufügt.

Und überhaupt: So lange, wie das Thema Kindesmissbrauch nun schon in der öffentlichen Diskussion steht, mit all den Reportagen und Gesetzesreformen, da ist es schon verwunderlich, dass die Menschen in vielen Fällen noch immer nicht weiter sind, als "oh, wie Schrecklich!" zu antworten und dabei eine beliebige Petition zu unterschreiben. Das ist nicht ungefährlich.

Kritiklose emotionale Reaktionen ohne nachzudenken sind immer gefährlich. Ich zum Beispiel würde nichts unterstützen, dessen Einschränkung über die gegenwärtige Gesetzeslage hinausgeht. Und vor allem wurde ich genau durchlesen, was ich da unterschreibe. Ich würde es zum Beispiel NICHT unterschreiben, wenn darin steht, dass Sex eines 15jährigen mit einer 13jährigen für den 15jährigen strafrechtliche Folgen haben soll. Die Strafbarkeit setzt mit 18 ein, nicht vorher. Das ist in Ordnung, was weiter einschränkt nicht – meine Meinung!

Auch beim Thema Kinderpornographie sieht man die Auswüchse der gesellschaftlichen Ohnmacht diesem Thema gegenüber. Jahrelang hat sich die Spirale immer weiter hochgedreht, bis es jetzt zur Reform kommt, nach der es unter Strafe stehen wird, Bilder von Jugendlichen in sexuell aufreizenden Posen zu besitzen. Das alles ist zum Teil nur durch radikale Anti-Kinderporno-Initiativen in Zusammenhang mit der heutigen Grundstimmung zu dem Thema möglich geworden. So traute sich bei diesem Thema auch Niemand, gegen den Medienstaatsvertrag zu wettern, der solche Bilder bereits seit einigen Jahren in öffentlichen Medien verbietet.

Mit dieser Einschränkung hätte ich noch kein Problem. Gewerbliche Pornografie mit nicht erwachsenen Menschen zu verbieten halte ich durchaus für diskussionswürdig. Andernfalls müsste man auch dagegen wettern, dass unter 18jährige in der Öffentlichkeit keinen Schnaps trinken dürfen.

Das geht sogar so weit, dass es verboten ist, Bildmaterial von erwachsenen Frauen anzubieten, die kindlich/jugendlich aussehen bzw. so präsentiert werden. So kann man auch davon ausgehen, dass dies auch nach der Gesetzrefom so gehandhabt wird (also: auf keinen Fall die 18 jährige Freundin mit Lolitazöpfchen und Mädchenkleid fotografieren!). Und keiner wird sich dagegen beschweren, weil er sich damit in eine Position begäbe, die überhaupt nicht angenehm ist.

In diese Position begebe ich mich hiermit aber. Das ginge EINDEUTIG ZU WEIT. Solche Bilder gewerblich zu verbreiten halte ich zwar moralisch für zweifelhaft, aber es wäre immerhin besser, wenn sich die Pädophilen vor einem solchen Bild einen runterholen, statt vor dem Bild eines wirklichen Kindes. Das sexuelle – einvernehmliche – Verhalten von Erwachsenen untereinander ist eine moralische Frage und fällt somit in deren Freiheit. Da hat der Staat mit Gesetzen überhaupt nichts verloren. Und wie ich meine erwachsene Freundin – mit deren Einverständnis – drapiere und welche Bilder ich von ihr mache und wo ich sie aufbewahre, das geht den Staat einen Sch…dreck an! Sollte ein solches Gesetz verabschiedet werden, bin ich sogar sicher, dass es vor dem Bundesverfassungsgericht landet und Bestimmungen die das eben genannte Beispiel unter Strafe stellen würden, kassiert werden.

Das sind aber alles keine Argumente gegen die Strafbarkeit von Kinderpornografie. Die wird hier nur von den bewussten Kreisen dazu benutzt, ihre Sch…einstellung gegenüber JEDER Sexualität, die nicht unmittelbar der Fortpflanzung dient durchzusetzen.

Auch der Kampf gegen echte Kinderpronographie treibt schlimme Auswüchse.

Auch hier muss die Rechtstaatlichkeit eingehalten werden. Wo nicht führt das in ein übergreifendes Thema, das hier auch noch zu diskutieren zu weit führt. Die Verfolgung unschuldig Verdächtigter ist nach dem Motto "es bleibt immer etwas hängen" stets außerordentlich bedauerlich. Menschen sind nicht vollkommen. Die Alternative wäre aber eine Aufgabe des staatlichen Strafanspruchs. Ich kann auch nicht garantieren, dass ich nicht morgen eines Mordes verdächtigt werde, den ich nicht begangen habe, nur weil ich zur falschen zeit zufällig am falschen Ort war und dazu ein paar Indizien passen. Das ist bestimmt nicht angenehmer, als des Konsums von Kinderpornografie verdächtigt zu werden und nachher einen Freispruch wegen erwiesener Unschuld vorweisen zu können.

Es gab sogar schon Menschen, die wegen eines Kapitalverbrechens verurteilt wurden und 10, 15, 20 Jahre im Gefängnis saßen, ehe sich herausstellte, dass sie es definitiv nicht gewesen sein konnten. Das ist ganz schrecklich, aber man kann doch nicht die Justiz aufgeben, weil es auch dort schreckliche Irrtümer gibt!

Nur einmal habe ich auf [[http://Heise.de]] im Forum einen unerschrockenen Jugendlichen gesehen, der seine Urteilsverkündung eingescannt hatte, auf der ersichtlich war, dass er unschuldig ist. Und trotzdem kamen die Fragen, weshalb er denn überhaupt erst ermittelt wurde. Für einen erwachsenen Mann mit Familie und Beruf ist so ein Vorfall dagegen keine nette Freizeitbeschäftigung mehr. Und das liegt zum Teil eben an der Gesellschaft und wie sie über dieses Thema diskutiert.

Dazu habe ich nun schon geschrieben. Fehler sind leider unvermeidbar und ich hoffe ebenso wie du, von einer solchen Panne nie betroffen zu sein. Ich bedaure jeden Unschuldigen, der so in die Mühle gerät. Es ist die Aufgabe des Staates, solche Pannen weitgehend auszuschließen und unwahrscheinlich zu machen! Völlige Fehlerfreiheit wird man aber hier wie dort nicht erreichen können.

Zum Schluss möchte ich noch mal betonen, dass mein gestriger Beitrag auf die Äußerungen von max32 fokussiert war. Ich hoffe, dass ich den verkürzten Eindruck, den das auf andere gemacht hat nun korrigiert habe.

m[ax3*2a


Wissenschaftler ...

... behaupten nicht nur etwas sondern begründen, beweisen, belegen mit Fakten. So ist nirgends belegt, daß ein Jugendlicher geschädigt worden sei durch Betrachten von Pornos. Gar nicht ist belegt, daß je ein älteres Kind geschädigt worden sei durch sexuellen Kontakt zu einem Erwachsenen, den es selbst gewollt hat und dessen Form es selbst entscheidend hat beeinflussen können. Aber eben diese letztere Aussage einer wiss. Meta-Studie von Rind, Bauserman, Tromovitch ist politisch nicht opportun, sie wird in den USA unterdrückt. Das ist ein Element von Diktatur.

kqywle


Veeb

Danke für Deine detailierte Antwort!

Dass Dein Text zuvor sich gegen die Meinung von Max32 richtete, war mir bewusst und Deine Grundhaltung zu diesem Thema teile ich auch. Dein Text an ihn enthielt eben nur einige Pauschalaussagen, oder Aussagen, die mir zu rigoros formuliert waren, die ich nur mal in einen Gesamtkontext rücken wollte, der hauptsächlich zum Nachdenken anregen sollte.

In Deiner Antwort ist mir ein Absatz aufgefallen, den ich noch kommentieren möchte:

Ich würde es zum Beispiel NICHT unterschreiben, wenn darin steht, dass Sex eines 15jährigen mit einer 13jährigen für den 15jährigen strafrechtliche Folgen haben soll. Die Strafbarkeit setzt mit 18 ein, nicht vorher. Das ist in Ordnung, was weiter einschränkt nicht – meine Meinung!

Dies ist leider schon der Fall. Bei Kindesmissbrauch wird ein Täter ab 14 Jahren (allgemeine Strafbarkeitsgrenze) auch für seine Tat bestraft. Ich erwähne hier immer wieder gerne die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), in der jedes Jahr bei Kindesmissbrauch in 6% aller Fälle Kinder (<14 Jahre) als Täter ermittlet werden und ganze 15% Jugendliche (14-18 Jahre). Die Kinder werden einfach nur ermittelt und im Zweifelsfall therapeutisch betreut, aber die 14-18 Jährigen werden ganz regulär zu einer Jugendstrafe verurteilt. Man sieht hier im Forum auch öfters diesbezügliche Fragen von 14,15-Jährigen mit 13-Jähriger Freundin, die sich über die Strafbarkeit sexueller Handlungen informieren wollen. Junge Menschen werden also schon lange mit diesem Gesetz konfrontiert und kennen daher im Einzelfall diesen Paragraphen besser als Erwachsene, die sich ja nur damit auseinandersetzen müssen, wenn sie Pädophil sind. Hier lohnt sich auch mal ein Blick auf die Schulhöfe, auf denen mittlerweile das alte Schimpfwort "Schwul" gegen "Pädophil" getauscht wurde. So wird dann ein 16 Jähriger gerne als Pädophil beschimpft, der eine 13- oder 14 Jährige Freundin hat.

m"axU32a


@ Veeb

"Die Wahrheit ist aber auch, dass Sex mit einem Erwachsenen einem Kind (lassen wir die diskussionswürdige Altersgrenze mal außen vor, mit KIND meine ich einen Menschen, der eindeutig noch ein Kind ist!) IN ALLER REGEL Schaden zufügt."

Heißt eindeutig Kind für Dich vorpubertär und gilt als Sex nur das, was Erwachsene mit ihren Genitalien aktiv tun, trifft Deine Aussage vermutlich zu. Ansonsten ist da nichts aber auch gar nichts in diesem Sinne wissenschaftlich belegt. Wieso sind Behauptungen Wahrheit?

VVeeb


saxo

Weißt Du mehr als andere?

Nein saxo, ich weiß nicht mehr als Andere. Meine Ansicht, Pädophilie sei eine erworbene Fehlentwicklung, entbehrt einer soliden Grundlage. Ich nehme sie deshalb zurück und sage: Ich weiß es nicht.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass niemand daran Anstoß nimmt, das psychisch Kranke, die zu gemeingefährlicher Gewalttätigkeit neigen, OHNE etwas dafür zu können, trotzdem zum Schutze der Gesellschaft weggesperrt werden. (Jedem davon wünsche ich baldige Heilung).

Etwas Angeborenes – gehen wir mal davon aus – kann man in aller Regel aber nicht heilen.

Die Sexualität wurde von der Natur zur Sicherstellung der Erhaltung der Art entwickelt, darüber sind wir uns wohl einig, insofern wären sowohl Homosexualität, als auch Pädophilie Defekte, da sie aus Sicht der Natur keinen Zweck erfüllen können, also auch keinen "Sinn" haben. Biologisch könnte man sie dann sogar als fehlgeschlagene Versuche der Evolution sehen. Sie sind ja auch zum "Aussterben" verurteilt, denn wenn es sich um einen Gendefekt handelt kann er so nicht weitergegeben werden. Es sei denn, der Betroffene bringt es fertig, mit einer Frau eigens zu diesem Zweck einen von ihm nicht natürlicher Weise angestrebten Geschlechtsakt auszuüben.

Ich will hier aber ausdrücklich betonen, dass ich Homosexualität und Pädophilie in keiner Weise vergleichen will. Homosexualität unter Erwachsenen ist etwas, was den Staat heute zu Recht nichts mehr angeht. Pädophilie unter Erwachsenen gibt es aber per definitionem nicht!

Ich sehe nun nicht ein, warum von einem ansonsten gesunden, pädophilen Erwachsenen nicht verlangt werden sollte, seine Veranlagung nicht zum Tragen kommen zu lassen. Das mag für ihn schwer und hart sein, aber z. B. querschnittsgelähmt zu sein und nichts mehr zu spüren, ist noch härter – und die davon z. T. auch in jungen Jahren (Unfall) Betroffenen haben KEINE Wahl. Kein Mensch verbietet einem Pädophilen seine Neigung im stillen Kämmerlein in seinen Fantasien auszuleben, aber NUR in ihnen. Ich habe jedenfalls noch nie von einem Pädophilen gehört, der nie eine Straftat begangen hat, aber für seine Fantasien zur Rechenschaft gezogen wurde. Insofern ist er besser dran, als viele Andere, deren Sexualität, aus welchen körperlichen Gründen auch immer, gar nicht mehr funktioniert.

Ich weiß saxo, das hatte jetzt zum Großteil nichts mehr mit deiner obigen Frage zu tun. Ich wollte damit nur klarstellen, dass die Antwort auf diese Frage bei der Beurteilung pädophilen Verhaltens keine Rolle spielen darf.

Ich glaube, mit diesem Satz (Juristen sind schon mal nicht dafür qualifiziert, kinderpsychologische Sachverhalte beurteilen zu können. Sie sind JURISTEN, keine Psychologen.) hast Du einen großen Teil Deiner Argumentation selber ausgehebelt. So eine strikte Trennung von Juristen und Psychologen beweist doch nur, daß psychologische Aspekte bei der Gesetzesbildung außen vor gelassen werden.

Nein, das glaube ich keineswegs. Ich denke doch, dass bei der Entwicklung von Gesetzen Fachleute (in diesem Fall also Psychologen/Soziologen) von den Juristen hinzugezogen werden. So wie bei einem neuen Steuergesetz Steuerfachleute hinzugezogen werden und eine breite Diskussion stattfindet. Ich hoffe doch stark, dass unserem Staat unsere Kinder wenigstens so wichtig sind wie die Steuern, die wir zahlen!!! Dein Schluss "daß psychologische Aspekte bei der Gesetzesbildung außen vor gelassen werden" ist also nicht zulässig.

Es ist durchaus praktikabel und wird auch praktiziert. Zum Beispiel, wenn es um die Anwendung des Jugendstrafrechts geht. Da wird nämlich ein Gutachten erstellt. So ein Gutachten soll die Altersgrenze von 14 nicht aufweichen, aber alles, was darüber ist, belegbar machen.

Auch da muss ich dir widersprechen. Das wäre rechtsstaatlich mehr als bedenklich. Bei den von dir angesprochenen Gutachten geht es um die Reife und Einsichtsfähigkeit eines STRAFTÄTERS. Im Falle einer Straftat gegen einen unter 14 jährigen jungen Menschen würde jedoch von dem, der die Straftat NICHT begangen hat, verlangt, sich "durchleuchten" und psychologisch analysieren zu lassen. So etwas wäre höchstens freiwillig und nach sorgfältiger Aufklärung des Probanden, was auf ihn zukommt, zulässig. Wobei schon wieder die Frage aufkommt: Kann das Kind (unter 14) überhaupt entscheiden, ob es das will? Ein "Ja" dazu würde schon das Ergebnis des Gutachtens quasi vorwegnehmen. Als Vater einer Tochter unter 14, der ein Missbrauch widerfahren wäre, würde ich mir sehr genau überlegen, ob ich das gestatte bzw. im Falle angedrohter Zwangsmaßnahmen dagegen das Bundesverfassungsgericht anrufen. Es kann wohl nicht sein, dass zuerst mal der "bestraft" wird, der nichts getan hat, indem er zu etwas gezwungen wird, was er u. U. ablehnt. Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass missbrauchte Kinder oft starke Schuldgefühle entwickeln. Eine solche Untersuchung zu möglichen Gunsten des TÄTERS würde diese noch verstärken, statt sie abzuschwächen! Auch aus diesem Grund halte ich eine starre Altersgrenze – so unbefriedigend sie FÜR DEN TÄTER im Einzelfall sein mag – für das einzig Praktikable.

Du machst es Dir sehr einfach. Wenn ich ein neues Gesetz ablehne, dann deswegen, weil ich Vertrauen in das alte habe - NICHT weil ich irgendwelche Andersdenkende unterstütze! Die Erneuerungen sprechen nun mal u. a. 17-jährigen eine eigene Meinung ab. Und das ist einem Land, wo man mit 16 schon heiraten darf.

Ich mache es mir nicht einfach, sondern ich denke über die Wirkung nach und über Alternativen. Wieso unterstütze ich Andersdenkende? Wenn du glaubst, ich unterstütze das neu geplante Gesetz, das ich erst seit heute morgen überhaupt kenne, so habe ich mich durch meine gestrige Unkenntnis einem gewaltigen Missverständnis ausgesetzt. Ich habe mich über dieses geplante Gesetz in meiner Antwort an kyle ausführlich geäußert. Einzig mit dem Verbot gewerbsmäßiger Pornografie für unter 18jährige hätte ich kein Problem. Wenn 16 oder 17jährige selbst darüber entscheiden können, ob sie sich dafür ausbeuten lassen, kann ich das ganze Jugendschutzgesetz in den Papierkorb werfen und die Volljährigkeit gleich auf 16 setzen.

Alles Andere darin ist ziemlich hanebüchen und ich lehne die Einmischung des Staates dort massiv ab. Diese Sorte "Andersdenkender" habe ich gefressen, darauf kannst du dich verlassen. Es würde mir nie einfallen, prüde, verklemmte und dogmatische Fanatiker zu unterstützen!!!

V`eexb


kyle (Dein Beitrag von 1:24 Uhr)

Das habe ich nicht gewusst und halte es (das Gesetz) für einen gewaltigen Unfug! Ich war mit 17 auch mal in eine 13jährige verknallt (allerdings nur aus der Ferne). Das war 1959! Herrlich weit haben wirs seitdem gebracht! :-(

Viexeb


max (0:35 und 1:55 Uhr)

Du sprichst wieder von den berühmten Einzelfällen. Und wenn das Mädchen 13 und der "Täter" noch keine 18 ist, bin ich sowieso deiner Meinung. Ich bin nur dagegen, diese Sicht auf alle 13jährigen zu verallgemeinern.

Und die USA: Kommentar überflüssig. Da würde ich mit dir mit protestieren! Das ist ein Element von Diktatur.

Behauptungen sind nicht Wahrheit, aber auch du hast nur GELESEN, diese Behauptungen seien nicht wissenschaftlich belegt. Was heißt hier überhaupt wissenschaftlich? Psychologische Reaktionen sind nur empirisch nachzuprüfen, nämlich mit den Aussagen der Betroffenen. Ihren Gefühlen. Die Aussage: "Ich fühlte mich nicht missbraucht und habe keine Probleme damit", ist aber da die Ausnahme, das andere die Regel, z.B. hier im Forum.

Es stört mich auch nach wie vor sehr, dass dein zweites Post unterschwellig nahelegt, dass eindeutig sexuelles Rumfummeln mit den Händen an einem auch vorpubertären Kind erlaubt sein sollte. Etwas anderes kann man aus deinem Text nicht schließen, sonst hast du dich falsch ausgedrückt.

Vsesexb


nochmal Max

den es selbst gewollt hat und dessen Form es selbst entscheidend hat beeinflussen können.

Darüber sind wir nicht verschiedener Meinung. Das ist aber nicht der Regelfall mit 13. Sicher nimmt das aber zu. Was wäre die "richtige" Altersgrenze? Ich weiß es auch nicht. Vereinzelt gibt es wahrscheinlich auch schon 11 oder 12jährige, die schon so weit sind. Esgibt aber eben die Problematik, dass eine so weit gehende Differenzierung kaum praktikabel wäre. Ich glaube aber, dass solche Fälle zu 90% nie auf den Tisch der Justiz kommen. Es muss ja erst mal jemand Anzeige erstatten.

Die starre Grenze ist sicher nicht das Gelbe vom Ei, aber oft nicht zu umgehen. Ein am Tag der Wahl 17 Jahre und 364 Tage alter junger Mensch, der seit Jahren politisch hochinteressiert ist und vielleicht sogar aktiv in einem Jugendparlament tätig, darf halt noch nicht wählen, aber der versoffene und dumpfe 30jährige, der sich für nichts interessiert, darf sein Kreuzchen bei irgendwelchen radikalen Idioten machen, die (noch) zur Wahl zugelassen wurden. Was ist daran gerecht? Wir sind sowieso das Land der Überregulierung, machen wirs nicht noch schlimmer. Und für wen ist das schlimm, dass man sich 13jährigen nicht sexuell nähern darf? Nur für die kleine Minderheit der Pädophilen. (Die Strafbarkeit bei unter 18jährigen Freunden halte ich wie schon geschrieben, für absolut groben Unfug!)

Das hier Vieles im Argen liegt bestreite ich gar nicht, aber dass (zu) viele Kinder (da sind ja zum Teil 3 und 4 jährige oder gar Kleinkinder beteiligt!) Opfer skrupelloser Erwachsener werden ist eben auch nicht zu bestreiten, auch wenn es darüber keine Studien und Statisken gibt. Es wäre schön, wenn es die gäbe, aber würdest du deine missbrauchte 9jährige Tochter dafür zur Verfügung stellen, sie diesem Stress aussetzen? Ich nicht. Zum Glück sind meine beiden Töchter schon 30 und 25 und ihnen ist so etwas nie widerfahren.

mxax3x2a


@ Veeb

"Und für wen ist das schlimm, dass man sich 13jährigen nicht sexuell nähern darf? Nur für die kleine Minderheit der Pädophilen."

Manche 13jährige gehen mit homosexuellen Wünschen auf Ältere zu, und zwar eher auf (erfahrenere) Erwachsene als auf Jugendliche, die sie verspotten würden. Jeder Erwachsene wird sie abweisen müssen, will er sich nicht strafbar machen. Das Problem liegt also auf seiten des 13jährigen. Mit echter Pädophilie hat das nichts zu tun, die endet bekanntlich mit Beginn der Pubertät.

Du sagst, das seien Einzelfälle - mit so einem Argument könnte man alles verbieten, was nicht dem Mehrheitsgeschmack entspricht. Nein, Demokratie heißt nicht Mehrheitsdiktat sondern Minderheitenschutz.

szaxxo


Veeb

So ein Gutachten soll die Altersgrenze von 14 nicht aufweichen, aber alles, was darüber ist, belegbar machen.

Das hab ich vielleicht zu ungenau geschrieben: Gutachten sollen nur bei 14-jährigen und älteren - im Zweifelsfall - erstellt werden. Der Zweifelsfall besteht, wenn das Kind

- selbst behauptet, den sexuellen Kontakt gewollt zu haben,

- die Vermutung besteht, daß hier ein unschuldiger Erwachsener beschuldigt werden soll.

Für mich ist die Altersgrenze von 14 traditionell fest verwurzelt. Mit 14 wird man konfirmiert (hat Jugerndweihe), mit 14 darf man in den Ferien arbeiten (früher war mit 14 die Kindheit ganz und gar zu Ende und arbeiten war angesagt), mit 14 darf man (sofern das Elternhaus nichts dagegen hat) sexuellen Umgang haben. Mit dem neuen Gesetz würde man den freien Willen eines 17-jährigen teilweise auf den eines 13-jährigen zurückstufen.

Wieso unterstütze ich Andersdenkende?

Tust Du gar nicht. Du hast - als Du das neue Gesetz noch nicht gelesen hast - anderen den Vorwurf gemacht. Aber das hat sich ja nun erledigt.

V]eexb


max

Nein, Demokratie heißt nicht Mehrheitsdiktat sondern Minderheitenschutz.

Was soll das? Soll die weit überwiegende Mehrheit der 13jährigen also wegen einer kleinen Minderheit nicht mehr geschützt sein?

Nach dieser deiner Logik muss 13jährigen also auch der Zutritt zu Swingerclubs gestattet sein: Sie könnten ja diesen heftigen Wunsch haben! Die Mehrheit hat sich also den Bedürfnissen der Minderheit unterzuordnen!

Und ein Erwachsener, der einen 13jährigen sexuell unter Druck setzt, der das eigentlich NICHT will, nur nicht weiß wie er sich dagegen wehren soll, darf dafür also nicht zur Rechenschaft gezogen werden? Der 13jährige ist ja selber schuld, wenn er dem Erwachsenen nicht die Grenzen aufzeigt?

Da kann ich nur den Kopf schütteln!

VGeeb


saxo

Gutachten sollen nur bei 14-jährigen und älteren - im Zweifelsfall - erstellt werden. Der Zweifelsfall besteht, wenn das Kind

- selbst behauptet, den sexuellen Kontakt gewollt zu haben,

- die Vermutung besteht, daß hier ein unschuldiger Erwachsener beschuldigt werden soll.

Dieses Missverständnis hat sich ja nun auch erledigt. Meines Wissens ist die derzeitige Gesetzeslage noch so, dass ein Erwachsener NICHT bestraft wird, wenn ein(e) 14jährige(r) bestätigt, den sexuellen Kontakt gewollt zu haben.

Meine Ablehnung des geplanten Gesetzes (bis auf das Verbot der gewerblichen Pornografie für noch nicht Volljährige) habe ich ja in meinen Statements von heutige Nacht hoffentlich deutlich genug dargelegt. Wir sind uns völlig einig, dass einem z.B. 17jährigen die Entscheidung über sein sexuelles Verhalten (bis auf professionellen Sex) zusteht und eine Änderung in Richtung Interesse der verklemmten und frömmelnden Zeitgenossen strikt abzulehnen ist. Noch heißt unser Präsident bzw. Kanzler nicht Bush!!

Provozierend finde ich hier nur immer wieder die Äußerungen von max32, dessen Einlassungen sich ausschließlich an den "Interessen" einer kleinen Minderheit ausrichten, auch um den Preis einer Aushöhlung des Schutzes normaler junger menschen unter 14.

Ich denke doch, dass homosexuelle Wünsche 13jähriger Jungs an Erwachsene nicht gerade ein Massenphänomen sind!!

URlrichSskoYvski


Ich bin jetzt 15... und wenn ich jemanden treffen würde der 13 ist, und es würde was laufen, wen interessierts? Das bekommt doch keiner raus! %-|

V#eeb


Ulrichskovski

Erstens das, wenn ihr euch nicht saudum anstellt und zweitens gäbe es daran in meinen Augen nichts, was zu verurteilen oder strafwürdig wäre!

lseona^rdo4x0


je nun...

Erstens das, wenn ihr euch nicht saudum anstellt und zweitens gäbe es daran in meinen Augen nichts, was zu verurteilen oder strafwürdig wäre!

das gute alte 11. gebot: du sollst dich nicht erwischen lassen... und doch erwischts immer mal jemanden... dumm gelaufen...

meine augen sehen das auch nicht anders als die von veeb - who cares - was zählt, sind erst mal die augen des staatsanwaltes. und da ist bei uns die gesetzeslage klar: unter 14: absoluter schutz.

hier ein link aus einem juristischen forum: [[http://www.mindermeinung.de/index.php?module=pnForum&func=viewforum&forum=5&start=15]]

dort; sexuelle handlungen zwischen 13- und 14-jährigen.

in meinen augen ist unsere gesetzeslage unbefriedigend, die österreichische finde ich vernünftiger, sie berücksichtigt den altersunterschied. ein 50 j onaniert mit einem 13j oder ein 14j onaniert mit einem 13j, das muss man doch einfach unterschiedlich sehen.

[[http://www.sbg.ac.at/ssk/docs/stgb/stgb201_221.htm]]

§§ 206 und 207 - unmündig ist gleich unter 14, wie bei uns kind.

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