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Sterilisation beim Mann

fJrvancxa hat die Diskussion gestartet


Ich wundere mich immer wieder, daß nicht mehr Männer davon Gebrauch machen. Wird ambulant gemacht, kann rückgängig gemacht werden und hat nichts mit Potenz zu tun.

Ich höre sehr oft, daß Männer ungewollt Kinder zeugen und zahlen müssen. Und es wird nie anders werden, da Frauen in diesem Bereich von der Biologie vollkommend beherrscht werden (je jünger, um so mehr)Männer warum laßt Ihr Euch das gefallen ??? ?

Antworten
RSomyz, m3x4


Eben nicht

So einfach kann eine Sterilisation nicht immer rückgängig gemacht werden !!

[[http://www.praxis-tauber.de/steril_m.html]]

Außerdem die Vorstellung nie wieder Kinder erzeugen zu können, bedeutet für Mann nicht mehr Mann zu sein. Unabhängig davon, dass er sowieso keine Kinder mehr will. Dies ist ein großes psychologisches Problem. Er kann ja normalerweise bis ins höchste Alter Kinder zeugen, Frau ja leider nicht. Dies ist zu beachten denke ich.

AGnonxym


ist so ne Sache........

der Dok checkt bei Dir nach, ob es eventuell für Dich ne psychische Angelegenheit werden; da bei manchen Männern dieser Eingriff zur ner Blockade, sprich Impotenz ohne krankhafte Ursache, führen kann. Davor haben wohl einige Männer bedenken. Dass mit dem rückgängig machen ist mir neu. Bisher hieß es immer, die Chanchen einer erfolgreichen Rück-Op lägen bei 50 zu 50. Wenn dies nun kein Problem mehr ist, dann aber schnell zum OP, falls keine psychischen Bedenken im Hintergrund wirken!!!

Die Pillenschluckerei für Euch Frauen finde ich eh beschissen!!!

MbichCaxel


Re

also ich hab die Vasektomie nach der Geburt unseres 2. kindes machen lassen und lebe seit 12 Jahren damit. Es gibt weder psychische Probleme noch irgendwelche Potenzstörungen. Und es bedeutet keines Falls "kein Mann mehr zu sein"!

Rückgängig lässt sich dieser Schritt bei mir allerdings nicht mehr, da etwa 1,5cm von jedem Samenleiter entfernt werden und die OP wie erwähnt schon 12 Jahre zurückliegt. Je länger die Vasektomie zurückliegt, umso so schwieriger lässt sich das rückgängig machen.

Aber das stört mich nicht, da ich keine weiteren Kinder mehr zeugen möchte. Man(n) sollte sich das eben gründlich vorher überlegen, dann gibts auch keine Probleme.

Kpurxt


Kommt auf die OP an

Inzwischen werden nur noch sog. Wechsel-Sterilisationen gemacht.

Hier werden die Samenleiter durchtrennt, aber nicht "verknotet", deshalb liegt die Chance, diese wieder rückgängig zu machen bei knapp 80%

Bei der Steilisation von Michael und mir (liegt auch fast 18 Jahre zurück) sind dich Chancen auf Durchgängigkeit bei 50%, aber durch den Knoten müssen die Samen im Nebenhoden wieder resorbiert werden, wodurch die Produktion fast vollständig zurückgefahren wird.

Die Chance, daß der Hoden (mit Hormonunterstützung) wieder zur Produktion anzuregen ist aber nicht sehr groß (ehr 20%) macht zusammen etwa 10% Chance.

Die Länge der Samenleiter ist hier noch ein zusätzliches Problem (bei der Sterilisation ein Stück zur Untersucheung und der Knoten muß ja auch wieder rausgeschnitten werden)

Bezahlen muß man den ganze Krempel auch noch selber, weil man ja meist freiwillig Sterilisiert ist.

@ Anonym:

Lieder gibt es genügend Urologen, die überhaupt nichts abchecken, wobei das Risiko, daß der Mann hinterher ein Problem damit hat, nicht mal gering ist.

Für unentschlossene:

Vorteile:

Es riecht und schmeckt besser

Es ist weniger (Sauerei)

Ungewollte Schwangerschaft bei Wechselsterilisation < 0,1%

Nachteile:

Es hat schon Fälle gegeben, wo die beiden Enden von alleine wieder zusammengewachsen sind.

Durch die Wechselsterilisation eben nicht 100% sicher (meine schon)

Die Libido kann sich verändern (z.B. Impotenz wie angesprochen, ich habe allerdings sehr viel mehr Lust als vorher)

Spätere Kinderwunsch (neue Beziehung) wird evt. ein Problem.

R8omyi, m3x4


@Michael

Ich habe nie behauptet, dass man nach einer Sterilisation kein Mann mehr ist. Ich meine der Verlust der Zeugungsfähigkeit führt bei vielen zum Gedanke kein Mann mehr zu sein. Schoen das Du keine psychichen Probleme hattest. Es kommt sicher auch auf das Alter an. Ich habe da mal auch ein fieses Beispiel: Partnerschaft ist glänzend; Alter ungefähr 45-50; 2 Kinder und dann der Knall - Was keiner dachte - Beziehung zu Ende. Er lernt nach gewisser Zeit sie kennen. Sie will ein Kind (sie ist natürlich viel jünger) - Was nun?

MQicGhaexl


@Romy

nun, ich habe die Vasektomie machen lassen, weil ich definitiv keine Kinder mehr möchte. Sollte nun meine Ehe den Bach runter gehen und ich eine neue Partnerin kennenlernen, die noch Kinder haben möchte, dann geht es halt nicht. Ich bin jetzt 49 Jahre alt und will sicher nicht irgendwann als Opa der eigenen Kinder angesehen werden. Ich persönlich meine eben, dass man Kinder in jüngeren Jahren bekommen sollte. Ich möchte jedenfalls jetzt nicht mehr Vater werden! Aber wie schon geschrieben, dass soll man(n) sich vor der OP genau überlegen und alle Fakten abwägen. Es muss letztendlich jeder seine eigene Entscheidung treffen. Meine Entscheidung für die Vasektomie hab ich jedenfalls noch nicht einen Tag bereut und der Sex ist seitdem viel entspannter.

Natürlich kann es bei manchen Männern nach der OP psychische Probleme geben, das streite ich nicht ab. Aber auch diese Dinge muss man VOR der OP abwägen und eventl. mit dem Arzt besprechen.

KMu9r|t


Meiner einer nochmal

Ich bin inzwischen in der Situation, daß Nachwuchs gewünscht wird (meine Frau ist etwas jünger als ich).

Adoption geht nicht, zu alt (auch wenn es keine geschriebene Altersgrenze gibt)

Pflegekinder geht auch nicht, weil keine Erfahrungen mit Kindererziehung

Punktierung teuer und ... Aua

Künstliche Befruchtung auch, aber nur in Deutschland ;-)

Zu Deutsch, ich bin nicht scharf darauf meine eigenen Gene unbedingt zu verbreiten und mich stört es nicht, wenn meine Kinder (ja so sehe ich sie dann) nicht meine Gene haben.

Selbst ein Lover wäre eine Alternative, ich sehe allerdings ein, daß ein Kinderwunsch ja meist deshalb auftaucht, weil man sie mit einem bestimmten Partner haben möchte und dann natürlich auch von ihm.

K@urt


Nachtrag

Ich fühle mich nicht weniger Mann deswegen und ich habe meine Vasektomie auch bis heute nicht bereut.

Für jemanden, der soweit seine Familienplanung abgeschlossen hat oder wie ich kein Problem damit hat, wenn Kinder nicht mit eigenen Genen gezeugt werden (war bei mir auch schon damals so) dann ist es eine gute Alternative

h9oha


Bitte einmal ehrlich darüber nachdenken!!!!!!

Ich würde sagen, dass es zum Großteil bei den Männern daran liegt, nicht ganz dicht in der Birne zu sein. Auf der einen Seite wissen sie, dass sie nicht die nötigen Mittel haben um Kinder groß zu ziehen und sich auch nicht die nötige Zeit nehmen, damit aus diesen Kindern liebende Menschen werden. Auf der anderen Seite, glauben sie überall ihre Spuren hinterlassen zu müssen. Wo das Ganze hinführt, dafür braucht man nur unsere Welt anzusehen. Es ist erschreckend wie lieblos und mit welcher Macht und Gewalt versucht wird unsere Welt zu beherrschen.

Ich kann dazu nur soviel sagen, ich habe diesen Schritt vor 13 Jahren gemacht und keine Stunde bereut.

Ich würde es gerne sehen, wenn aus diesem Thema eine größere Diskussion entstehen würde.

Hans

L8ili!axn


Habe ganz viele Fragen

Erst einmal möchte ich sagen, dass ich es ganz toll finde, wenn Männer auch was für die Verhütung tun. Mein Mann ist jetzt auch zu dem Entschluss gekommen, dass ich jetzt genug verhütet habe. Jetzt will er seinen Teil dazu beitragen. Finde ich sehr lieb von ihm.

Nun stehen aber etliche Fragen offen. Vielleicht finden sich ja einige die Lust haben, ihre Erfahrungen (OP, Schmerzen, Schwellungen, Betäubung, wie lage kein Sex -ganz wichtig-, und, und, und) mitzuteilen. Ich würde mich darüber sehr freuen.

Viele Grüße Lilian

Ty0bYi


Find das unfair

Ich finde das unfair das Frauen immer behaupten Männer würden sich um das Thema verhütung drücken, das stimmt einfach nicht.

Wenn man mit Kondomen verhütet (was heute in kurzen Partnerschaften oder ONS zu >90% der Fall ist) trägt doch 95% der Verhütungslast der Mann.

Es gibt leider (noch) keine wirksame hormonelle medikamentöse verhütungsmethode für den Mann. Ich kenne sehr viele männer die liebend gerne die "Pille-Für-Den-Mann" nehmen würden, wenn sie erstmal so sicher ist wie die weibliche variante.

Wenn ein Mann mit einer Frau schläft und sie kümmert sich um die verhütung (sprich pille) muss der mann sich immer 100% darauf verlassen das sie diese auch regelmässig eingenommen hat.

Die Frau kann dem Mann quasi ohne dessen einverständniss ein Kind aufzwingen (absichtlich oder fahrlässig), für das er mal abgesehen von der last der geburt genauso emotional und finanziell verantwortlich ist wie die frau.

Ein mann hat diese möglichkeit nicht.

Die sterilisation ist immernoch ein heftiger und (vielleicht) entgültiger eingriff und sie sollte nicht mit anderen verhütungsmethoden verglichen werden.

L'iXliaxn


Hi Tobi,

das siehst du jetzt aber ein bisschen eng. Wenn Frauen sowas behaupten, dann haben sie vielleicht einen Partner, der sich wirklich überhaupt nicht darum kümmert. Ich rätsel bei mir zum Beispiel gerade rum. Darüber unterhalte ich mich natürlich mit meinem Mann. Das geht schließlich uns beide was an. Würde er mir sagen, dass das mein Problem sei, dann würde ich auch behaupten, er kümmert sich darum nicht.

Generell hast du Recht. Für den Mann gibt es nur geringe Möglichkeiten der Verhütung. Da ist es doch umso schöner, wenn der Mann, wie bei mir nach fast 10jähriger Ehe, jetzt auch was für die Verhütung tun will. Wir haben zwei Kinder. Dabei soll es bleiben. Mir bleibt es dann künftig erspart, meinen Körper mit Hormonen voll zu pumpen.

Was ist daran so schlimm, dass ich das begrüße?

Es ist schon klar, dass man eine Sterilisation nicht mit einer ganz normalen Verhütung vergleichen kann. Aber ab einem gewissen Alter kann man durchaus darüber nachdenken.

Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ich würde nie von einem Mann verlangen, dass er dies tun soll. Mein Mann fing von ganz allein damit an. Ich war völlig perplex. Ja, ich wollte ihm das sogar ausreden. Wegen dieser Endgültigkeit. Ich hatte Angst, er würde es bereuen. Aber nach vielem Nachdenken, sehe ich das jetzt sehr positiv. Hauptsächlich tut er das für mich. Denn bisher klappte unsere Verhütung ganz reibungslos. Und das rechne ich ihm hoch an.

K|urxt


@Lilian

Also hier meine Erfahrungen ...

aber, zunächst einmal, damit es nicht so endgültig ist, und auch falls ein Paar auseinandergeht und eine neue Beziehung könnte ja den Wunsch auf ein Kind aufkommen lassen, würde ich zu einer "Eigensamenspende" raten.

Man kann seinen Samen einfrieren lassen und nur für die eigene Verwendung dann aufbewahren lassen.

Vermutlich wird die Geschichte dann etwas kosten, weil sie ja damit nicht anderweitig "arbeiten" können, aber wer sich nicht 100% sicher ist, könnte damit einen "Notfallplan" haben, ohne die Rück-Operation zu benötigen, die ja immer noch nicht 100% sicher funktioniert.

Nun zu den anderen Dingen:

(OP, Schmerzen, Schwellungen, Betäubung, wie lage kein Sex -ganz wichtig-, und, und, und)

OP: ging ambulant, also einen Tag frei nehmen (krank schreiben lassen), vorher rasieren (Enhaarungscreme etc.) und dann hingehen, Kosten hat bei mir die gesetzliche KK übernommen.

Schmerzen: Mein Urologe hat mir erzählt, das sei ganz schmerzfrei, das kann ich leider nicht bestätigen.

Um die lokale Betäubung durchzuführen mußte der Arzt die Samenleiter suchen und auch "festlegen", daß hat er mit einer Arterienklemme (so eine Mischung aus Schere und Pinzette, wichtig, sie läßt sich arretieren) gemacht.

Der Samenleiter ist allerdings genauso empfindlich, wie der Hoden selber, d.h. es es fühlte sich an, wie ein satter Tritt in die Kronjuwelen ...

Schwellungen: gab es bei mir keine, aber es gab auch keine Wundkomplikationen, hier gibt es sicher auch andere Erfahrungen.

Betäubung: lokal (s.o.)

Wie lange kein Sex: Das ist individuell und der Urologe meinte auf die Frage meiner damaligen Frau ... "Sie werden es merken"

Bei mir hat es etwa 3 Wochen gebraucht, bis ich wieder Lust hatte (gemeint ist nur der eigene Orgasmus ;-D ), und die ersten 2-3 Tage bin ich rumgelaufen, wie ein Cowboy, dem man sein Pferd gestohlen hat.

Danach war Sex auch nur ganz vorsichtig möglich.

Übrigens müßt Ihr noch eine Weile weiter verhüten, denn in der Prostata werden auch Samen "gelagert".

Erst nach einer Samenzählung (bei mir nach 4 - 5 Wochen) hat dann der Urologe grünes Licht gegeben.

und, und, und: Hier im Forum wurde schon häufiger mal so etwas gepostet, wie " Der Urologe klärt ab, ob der Mann keine psychischen Probleme damit bekomm"

Also in meinem Fall hat er nicht einmal darauf hingewiesen, daß es sowas gibt, das ist also sicher von Arzt zu Arzt verschieden.

Wichtig ist, daß Dein Mann absolut davon überzeugt ist, bei mir war es so und ich kann mich ehr über zuviel (sogar mehr als vorher) Libido, als über zu wenig beklagen.

Die heutige Art der Sterilisation (siehe meinen Beitrag weiter oben) ist nicht mehr so sicher, wie die, die ich damals gemacht habe.

Bei der Wechselsterilisation kann sich immer noch eine Samenzelle mal in das Ziel verirren und es sind schon Fälle von "Selbstheilungen" bekannt geworden, wo die Samenleiter von alleine wieder zusammengefunden haben.

Bei nachgewiesenem Kunstfehler, kam auch schon vor (Blutgefäß, statt Samenleiter durchtrennt), wurde der Urologe übrigens zu Unterhaltzahlungen verknackt.

Statistisch gesehen ist die Pille sicherer und die Sterilisation der Frau auch.

Durch die Sterilisation wird die Menge des Ejakulats um ca 10% weniger, an der Konsistenz ändert sich nichts merklich, allerdings Geruch und Geschmack verändern sich, ich finde absolut zum positiven. ;-)

Nach einer Postata-Operation (die ja jedem Mann bevorstehen kann) fällt dann auch noch die Trägerflüssigkeit weg, d.h. ein steriler Mann hat dann einen "trockenen" Orgasmus, was hier im Forum schon als weniger intensiv (also weniger Genuß) beschrieben wurde.

Weiteres "und" fällt mir jetzt nicht ein, aber frag ruhig, und Du kannst auch eine Mail schicken, wenn es Dir hier mal zu wenig "intim" ist.

L~iliaxn


Danke Kurt :-D

Das war eine sehr schöne Erklärung. Mein Mann ist sich sehr sicher, dass er diesen Schritt gehen möchte. Kinder will er auf keinen Fall mehr. Da gibt es bei ihm nichts dran zu rütteln. Und psychische Probleme wird er gewiss nicht bekommen. Dazu ist er von der Sache viel zu überzeugt. Außerdem weiß er, dass ein Mann nicht sein Sperma rausschießen muss, um ein Mann zu sein. Dann dürften Frauen ab den Wechseljahren keine Frauen mehr sein.

Es gibt bestimmt noch Fragen. Dann "rufe" ich dich.

Viele liebe Grüße Lilian

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