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Bruder 14j erleichtert wieso habe ich das getan?

W(olfgpang


Inzest unter Juristen umstritten

Vorab: Es geht mir hier nicht um meine Meinung, sondern um die juristische Beurteilung des Problems.

Inzest ist strafrechtlich umstritten, denn es ist durchaus fragwürdig, ob, bzw. wer wen schädigt. Auch die Behauptung, dass durch Inzest gehäuft geschädigte Kinder entstehen ist genetisch betrachtet ein Märchen. Viele Beispiele aus der Geschichte belegen dies. (Nebenbei - auch "Sex mit Tieren" ist meines Wissens nicht strafbar.) Über Moral kann man diskutieren. Moral ist aber in Deutschland - Gottseidank - kein Grund jemanden einzusperren. Zur Zeit ist Inzest strafbar, aber, wie gesagt, die Meinung der Juristen ist unterschiedlich.

Egal, ob es stimmt, was hier geschrieben wurde, es fand kein Geschlechtsverkehr statt. Also, was soll's?? Brüderchen und Schwesterchen sollten miteinander reden. Ihm war es offenbar nicht unangenehm. Irgend etwas Dummes macht jeder mal. Das ist doch nur menschlich, aber deswegen geht die Welt doch nicht unter. Das wird sich doch jetzt klären lassen.

akntniVclixmax


Auch die Behauptung, dass durch Inzest gehäuft geschädigte Kinder entstehen ist genetisch betrachtet ein Märchen.

Wo hast Du denn den Unsinn aufgeschnappt??

Meine Güte, wenn Juristen versuchen sich mit Biologie zu befassen ...

TVrini<t#y19x83


:-/

konsanguinität (blutsverwandschaft mit zunehmender gefahr zum enger werdeneden grad der verwandschaft)hat eine bedeutung wenn es sich um erbrankheiten handelt,die vermehrt innerhalb der familie auftreten,vor allem bei autosomal-rezessiven erkrankungen ist dies zu beachten!!

also von wegen inzest habe damit nichts zu tun.. %-|

sGa`xxo


Trinity1983

hat eine bedeutung wenn es sich um erbrankheiten handelt, die vermehrt innerhalb der familie auftreten

Genau, nur dann! :-)

Mal zur Geschichte selber: Es ist doch eigentlich normal, daß man unter sexueller Erregung unkritischer den sexuellen Reizauslösern ist, als bei "klarem" Verstand. Der Junge fand es also ganz toll, betrunken und geil wie er war, solange, bis er gekommen ist. Und dann fand er seine Scjwester vermutlich genausowenig sexuell anziehend, wie vorher und im nüchternen Zustand. Also wird er selber überrascht ob dieser seiner zwei ganz unterschiedlichen Fühlweisen gewesen sein, was auch sein folgendes Sich-Zurückziehen erklärt.

W~ol1fgaxng


Genpool

@anticlimax:

Der prozentuale Anteil der Gene bleibt innerhalb einer Population, die in sich abgeschlossen ist, konstant. D.h., der Anteil der "guten" Gene, aber auch der "schlechten" Gene bleibt in seiner prozentualen Verteilung unverändert, so lange sich an einer Population nichts ändert. Es können sich negative Gene häufen, aber mit der gleichen Wahrscheinlichkeit auch positive Gene. Das gilt aber genauso für ein ganzes Volk wie für eine Dorfbevölkerung in einem abgeschiedenen Bergtal wie für eine Inzest treibende Familie, (was durchaus bei diversen Herrscherhäusern der Geschichte üblich war.) Damit etwas Nachteiliges passiert müssen aber auch erst einmal ganz einfach negative Erbeigenschaften vorhanden sein. Die entstehen nicht durch Inzest, sondern sie können (d.h. , nicht müssen, sondern können!) vorher vorhanden sein. Mit der gleichen Wahrscheinlichkeit treffen sie aber auch bei einer Partnerfindung aus anderen Familien auf die passenden Allele (parallele Gene, die nötig sind, damit eine rezessive Vererbung auch nach aussen sichtbar wird).

Aus geschichtlichen Gründen ist es problematisch, menschliche Vererbung mit Tierzucht zu vergleichen, dennoch hier: In der Tierzucht werden reinrassige Tiere bevorzugt, Beispiel Schäferhund oder Araberpferd. Auch hier findet genau betrachtet Inzucht statt, doch es häufen sich eben die erwünschten positiven Eigenschaften und es kommt eben keinesweg zu Verkümmerung oder Verblödung oder was weiss ich. Fazit: Eine genetische Begründung des Inzestverbotes ist Unsinn!

Übrigens: Ich bin nicht Jurist, sondern Biologe, Ist aber eigentlich egal. @:)

e)inOintexndant


Ich bin kein Jurist, weiss aber, daß sex.Handlungen unter Geschwistern straffrei sind, so beide noch unter 18 sind. So steht es im Gesetz. Ich glaube § 173, Absatz b oder c.

M6iRLoLi


Wolfgang

Danke für deine fundierten Ausführungen. :)^

Diese biologische Begründung des Inzestverbotes zieht sich ja auch schon durch einige andere Fäden. Quatsch!

Selbst wenn es so wäre, dass das Risiko geschädigte Kinder zu zeugen unter Verwandten größer wäre, wäre das noch lange keine Begründungen, ihnen sexuelle Kontakte zu verbieten. Sonst müsste man Frauen über 35 - die definitiv ein höheres Risiko tragen - gänzlich mit Sexverbot belegen. Absurd!

a+nticljimaxx


Lieber Wolfgang,

auch wenn es nicht so aussieht, tragen wir gesunde Menschen eine Vielzahl von defekten Genen mit uns herum - daß wir nicht alle krank sind liegt daran, daß die Funktionalität des defekten Allels in der Regel (d.h. wenn rezessiv) durch das "gesunde" Allel übernommen wird und deshalb im Phänotyp nicht zum Vorschein kommt.

Zahlenbeispiel - ist alles reine Mathematik:

Angenommen, ein Mann ist Träger eines bestimmten Gendefektes (auf einem Autosom natürlich), d.h. ein Allel ist defekt das andere gesund und die Wahrscheinlichkeit des Defektes in der Gesamtbevölkerung **ein [b]defektes Allel zu besitzen betrage 1/10000, dann ist die Wahrscheinlichkeit ein (im Phänotyp) erbkrankes Kind (bezogen auf diesen Defekt) zu zeugen: 1/2 (Mann) * 1/10000 *1/2 (x-beliebige Frau) = 1/40000.

Die Wahrscheinlichkeit, daß sein Kind [b]Träger** des Gendefektes ist, ist aber 1/2 !! Nicht weiter schlimm, wenn das Kind später mit einem x-beliebigen Sexulpartner Kinder zeugt.

Haben seine Kinder wiederum untereinander Kinder, so beträgt die Wahrscheinlichkeit auf ein erbkrankes Kind 1/2*1/2*1/2*1/2=1/16 !! Und das nur für ein Gen, wir tragen aber jede Menge defekte Gene mit uns herum !! Daß das defekte Gen des Mannes im Enkel durch die Geschwisterliebe homozygot wird ist also ein Achtel - ein unerhört hoher Wert für nur einen einzelnen Defekt!

Jetzt schau ich mal aus Jux bei Wikipedia nach, moment ...

Aha! Ich kann das jetzt nicht an Hand von Primärliteratur nachprüfen, aber die Angaben dort entsprechen durchaus dem was man erwarten darf:

Wegen der großen Anzahl der Gene ist das Risiko für die Ausbildung erblicher Defekte dieser Art bei Nachkommen von genetisch nahe Verwandten sehr hoch. So ist jedes zweite bis dritte Kind aus einer Beziehung zwischen Bruder und Schwester auffällig. Etwa jedes vierte ist geistig behindert, jedes siebte hat einen Geburtsdefekt, und jedes achte leidet unter einer bekannten rezessiven Krankheit.

und:

Wie hoch genau die Wahrscheinlichkeit einer Erbkrankheit infolge Inzestes tatsächlich ist, ist in der Forschung wohl strittig, manchmal wird ein Risiko von 30% angegeben, während andere Studien von einem 50% Risiko sprechen.

So, und nun wäre ich Dir dankbar, wenn Du mir noch erzählst, an welcher Universität Du Biologie studiert hast - die werde ich gewiß nicht weiterempfehlen!

;-)

a%ntpiclim"ax


und nochmal ohne Tippfehler:

Lieber Wolfgang,

auch wenn es nicht so aussieht, tragen wir "gesunde Menschen" eine Vielzahl von defekten Genen mit uns herum - daß wir nicht alle krank sind liegt daran, daß die Funktionalität des defekten Allels in der Regel (d.h. wenn rezessiv) durch das "gesunde" Allel übernommen wird und deshalb im Phänotyp nicht zum Vorschein kommt.

Zahlenbeispiel - ist alles reine Mathematik:

Angenommen, ein Mann ist Träger eines bestimmten Gendefektes (auf einem Autosom natürlich), d.h. ein Allel ist defekt das andere gesund und die Wahrscheinlichkeit des Defektes in der Gesamtbevölkerung ein defektes Allel zu besitzen betrage 1/10000, dann ist die Wahrscheinlichkeit ein (im Phänotyp) erbkrankes Kind (bezogen auf diesen Defekt) zu zeugen: 1/2 (Mann) * 1/10000 *1/2 (x-beliebige Frau) = 1/40000.

Die Wahrscheinlichkeit, daß sein Kind Träger des Gendefektes ist, ist aber 1/2 !! Nicht weiter schlimm, wenn das Kind später mit einem x-beliebigen Sexulpartner Kinder zeugt.

Haben seine Kinder wiederum untereinander Kinder, so beträgt die Wahrscheinlichkeit auf ein erbkrankes Kind 1/2*1/2*1/2*1/2=1/16 !! Und das nur für ein Gen, wir tragen aber jede Menge defekte Gene mit uns herum!! Daß das defekte Gen des Mannes im Enkel durch die Geschwisterliebe homozygot wird ist also ein Sechzehntel- ein unerhört hoher Wert für nur einen einzelnen Defekt!

Jetzt schau ich mal aus Jux bei Wikipedia nach, moment ...

Aha! Ich kann das jetzt nicht an Hand von Primärliteratur nachprüfen, aber die Angaben dort entsprechen durchaus dem was man erwarten darf:

Wegen der großen Anzahl der Gene ist das Risiko für die Ausbildung erblicher Defekte dieser Art bei Nachkommen von genetisch nahe Verwandten sehr hoch. So ist jedes zweite bis dritte Kind aus einer Beziehung zwischen Bruder und Schwester auffällig. Etwa jedes vierte ist geistig behindert, jedes siebte hat einen Geburtsdefekt, und jedes achte leidet unter einer bekannten rezessiven Krankheit.

und:

Wie hoch genau die Wahrscheinlichkeit einer Erbkrankheit infolge Inzestes tatsächlich ist, ist in der Forschung wohl strittig, manchmal wird ein Risiko von 30% angegeben, während andere Studien von einem 50% Risiko sprechen.

So, und nun wäre ich Dir dankbar, wenn Du mir noch erzählst, an welcher Universität Du Biologie studiert hast - die werde ich gewiß nicht weiterempfehlen!

ejinin6tenxdant


und an welcher Schule hast Du Schreiben gelernt? Kann man die weiter empfehlen ???

aHnticYliRmaxx


Sexulpartner

Inzestes

Tatsächlich, da waren noch mehr |-o

Tqauru~s78


->Topic

Scham und Verlegenheit sind normal in so einer Situation. Dass es überhaupt dazu kommen kann, aber auch.

und es ist (zumindest für mich) ja auch irgendwie süß und reizvoll mir das vorzustellen. Es war kein Geschlechtsverkehr und ist in der sexuellen Orientierungsphase passiert.

Ich würde sagen - genehmigt. ;-9

Da gibts noch so ein komisches Geschwisterpaar in Sachsen, die kriegen schon das zweite Kind - DAS ist krank.

Aber ein intimer Ausrutscher unter Geschwistern - Schwamm drüber..

T~auAruKs78


Meine Empehlung an Dich, Heike, wäre, das noch ein bisschen auszusitzen und mit lustigen Themen oder anderen Dingen einfach abzulenken, bis er merkt, darum geht es nicht mehr, es ist ok.

Manche Dinge muss man nicht ausdriskutieren, sie können sich auch von selbst erledigen.

Bleibt er über lange Zeit verklemmt, sprich ihn behutsam an und sag, es ist ein einmaliger Ausrutscher gewesen, deswegen bleibt ihr trotzdem normale Geschwister und müsst Euch nicht bis ans Lebensende schämen deswegen-

Viele Grüße,

Taurus

Tsa+u!rusJ78


Sorry wegen der Schreibfehler diesmal. Soll nicht zur Regel werden. ;-D

S*ilk1e-M^aus


Heike

das ganze war, wie du schreibst, Sylvester letztes Jahr.

Da schämst du dich schon seit 10 Monaten und gehts deinem Bruder schon so lange aus dem Weg?

Die Frage, was du tun sollst kommt da ziemlich spät!:(v

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