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Wie groß ist euer Schamgefühl?

B7ellad]on@na8x7


Manche denken halt und folgen nicht blind den Dogmen.

Viele denken eben lieber nach, wen sie an ihrer Nacktheit teilhaben lassen. Einfach drauflos nackt rumlaufen zeugt nicht gerade von nachdenken. Ich folge auch keinen Dogmen, sondern nur meinem Instinkt und Gefühl, was Nacktsein und Privatsphäre betrifft. Denn das gibt mir schon Bescheid, inwieweit ich mich anziehen muss oder halt nicht. Besser als irgendwelche Dogmen.

Nach dem Motto: "Glücklich bin ich, wenn ich die Erfüllung meiner Vorstellung umsetzen kann.

Die eigene Freiheit hört immer da auf, wo die eines anderen anfängt. Nicht wenige Leute schämen sich nicht nur, wenn sie selbst nackt vor fremden Leuten sind, sondern sie fühlen sich schlicht genauso durch fremde Nacktheit belästigt. In der Stadt und sonst woanders auch ist Nacktsein schlicht unangebracht. Es gibt genug FKK-Örtlichkeiten, wie zündstoff schon sagt. Daher muss sich niemand benachteiligt fühlen. FKKler wollen Toleranz, aber sie müssen respektieren, dass es auch andere Ansichten gibt und dürfen Leute, die sich lieber anziehen, nicht als "unfrei" oder "verklemmt" bezeichnen. FKKler wollen doch auch nicht von Textilern als "pervers" bezeichnet werden.

HCann/ibaBl-x1


Verkehr ist, wenn diese Vorstellungen rücksichtslos auf Kosten anderer umgesetzt werden.

zuendstoff

Stimmt, sich in teure Markenklamotten zwängen, die auf Kosten von Kinderarbeit oder prekären Arbeitsverhältnissen entstanden sind, da gebe ich dir voll Recht.

Stimmt, wenn einer Radio oder Fernsehen laut aufdreht oder abends auf der Strasse rumgrölt, im Nichtraucherbereich raucht, in der 30er Zone rasen tut, den Kaugummi auf die Strasse spuckt etc.

P.S.: Welche Kosten entstehen dir wenn einer nackt rum läuft?

Aber das Schema hatten wir schon mal, einmal ist es der Glaube, dann die Hautfarbe, dann die geschlechtliche Ausrichtung oder die Nacktheit, es gibt immer etwas was sich verfolgen lässt.

Oder wär es euch so recht?

[[http://www.testspiel.de/archives/2010/04/26/m-i-a-s-video-zu-born-free-ist-ein-schlag-in-die-fresse/]]

H"annBibal-x1


Die eigene Freiheit hört immer da auf, wo die eines anderen anfängt.

Belladonna87

Wenn schon zitieren, dann richtig.

Ich bin mal gespannt ob du weißt von wem das ursprüngliche Zitat stammt.

So ist es nämlich falsch.

Hzannib6alx-1


Die eigene Freiheit hört immer da auf, wo die eines anderen anfängt. Nicht wenige Leute schämen sich nicht nur, wenn sie selbst nackt vor fremden Leuten sind, sondern sie fühlen sich schlicht genauso durch fremde Nacktheit belästigt.

Es gibt auch Leute die schämen sich für ihre Hakennase oder Segelohren, schämen die sich auch für anderer Leute Hakennasen oder Segelohren und sollen diese dann eine Burka tragen?

Hpannibsal-1


Viele denken eben lieber nach, wen sie an ihrer Nacktheit teilhaben lassen. Einfach drauflos nackt rumlaufen zeugt nicht gerade von nachdenken. Ich folge auch keinen Dogmen, sondern nur meinem Instinkt und Gefühl, was Nacktsein und Privatsphäre betrifft. Denn das gibt mir schon Bescheid, inwieweit ich mich anziehen muss oder halt nicht. Besser als irgendwelche Dogmen.

Belladonna87

Wenn es dir Bescheid gibt, ist es doch ok.

Behaupte aber nicht, das Nackt sein in Bereichen, die von anderen als "unnormal" angesehen werden, kein nachdenken erfordert.

Manche waschen ihr Auto 3x die Woche, andere 2x im Jahr.

Jeder misst der einen Sache einen anderen Stellenwert zu. Für dich ist deine Nacktheit eben etwas besonderes (Auto= heilige Kuh=3x waschen) für andere ist Nacktheit eben nichts besonderes (Auto 2x im Jahr waschen=Transportmittel um von A nach B zu kommen)

B'ellaydonnxa87


Die Freiheit des einzelnen hört dort auf, wo die eines anderen beginnt.

Und so ist es auch. Man kann nicht tun und lassen was man will, ohne auf andere Rücksicht nehmen zu müssen. Das hat zündstoff ja auch angesprochen.

z`ue@ndfstoXff


P.S.: Welche Kosten entstehen dir wenn einer nackt rum läuft?

Es verursacht mir die "Kosten", dass ich das unangenehme Gefühl habe, eine fremde Intimsphäre zu verletzen, wenn ich den Blick nicht abwende, die Straßenseite wechsle etc. Ich werde also eingeschränkt mit meiner freien Bewegung.

Es ist in unserer Kultur gewachsener und bewährter Konsens, dass bestimmte Dinge in den vor anderen geschützten Privatbereich gehören. Ich schließe auch mit einer gemurmelten Entschuldigung die Toilettentür, die der "Besetzer" vergessen hat abzuschließen, anstatt interessiert den Mittelstrahl zu begutachten. Diese Konvention dient genauso oder vielleicht sogar mehr dem Selbst- wie dem Fremdschutz.

Kulturen, die es bei der Nacktheit belassen, verharren auch sonst i.d.R. auf einem primitiven Niveau. Die Archäologen unter uns werden es bestätigen: Sobald eine Kultur sich sozial, mental und technisch zu entwickeln begann, kam Kleidung ins Spiel, auch und gerade auch wegen ihres schmückenden Effekts. Insofern ist das "Natur"-Argument, das entweder hier oder im benachbarten Schwimmbad-Umzieh-Thread fiel, fehl am Platz, wenn wir hier uns als entwickelte Wesen begreifen und stolz darauf sind. Wenn du dich via Nicht-Bekleidung verbrüderst mit Naturvölkern aus Papua-Neuguinea (und sogar die tragen einen Angeber-Köcher überm Schwanz), musst du auch akzeptieren, dass die deinen Kopf in geschrumpfter Form am Gürtel tragen würden.

Das Argument "Menschen sind von Natur aus auch sprachlos und bleiben es aber nicht" wurde entkräftet mit dem Faktum, dass niemand dem Menschen das Lernen verbieten kann. Schön. So hat die Menschheit in ihrer weit überwiegenden Form eben auch gelernt, dass Kleidung gegenüber Nacktheit ein Fortschritt ist, weil sie schützt: vor Hitze, Kälte, Verletzung etc. und nicht zuletzt vor abschätzigen oder geilen Blicken.

Meinem Eindruck nach sind es vor allem Männer, die die "Nackt rules!"-Fraktion bilden. Honni soit qui mal y pense. Vielleicht würde bei denen auch weniger geguckt, unter den einschlägigen Tätern sind es ja auch wohl vor allem Männer, die am einsamen Bahndamm einem unschuld'gen Gretchen auflauern, um mit dramatischer Geste den Trenchcoat aufzureißen.

Was meint ihr denn, was passieren würde, wenn eine (womöglich noch schöne und junge) Frau in einer warmen Samstagabend-Vollmondsommernacht nur angetan mit ihrem (Kopf!)Haarkleide durch's Vergnügungsviertel spazieren würde? Käme die unangemacht, ungenötigt und unvergewaltigt zu Hause an? Top, die Wette gilt, dass nicht.

H}ann9ibaxl-1


Aha und du willst die Axt verbieten, weil man mit ihr auch morden kann ???

Dein unangenehmes Gefühl in Ehren aber das hat manch einer auch wenn er abends durch den Park geht oder es sitzen als Beigabe noch ein paar Skinheads da rum.

Da würdest du auch einen anderen Weg nehmen.

Und ob unsere Kultur nicht primitiv ist wage ich stärkstens zu bezweifeln.

Sieht man jeden Tag, von der Wirtschaftszeitung über TV bis zur Blöd-Zeitung.

Vor abschätzigen Blicken schützt noch nicht mal die Burka.

Vor geilen Blicken schützt auch kein Mini-Rock.

Für deine Wette stellst du dich da zur Verfügung ???

Deine Argumentation wegen dem Exhi klingt so hahnebüchen wie die zu Vergewaltigungen vor ein paar Jahrzehnten.

Oder hätte es dir gefallen eine Mitschuld zu bekommen da du ja im Mini-Rock eine Vergewaltigung geradezu provoziert hättest?

Und bei Schutz vor Hitze, Kälte oder Verletzung hätten wir unser Fell gar nicht erst verlieren brauchen.

KXleegjeigxe


So hat die Menschheit in ihrer weit überwiegenden Form eben auch gelernt, dass Kleidung gegenüber Nacktheit ein Fortschritt ist, weil sie schützt: vor Hitze, Kälte, Verletzung etc.

So kennt beispielsweise die Volkswirtschaftslehre, den Badeanzug oder die Badehose, als abolutes Luxusgut. Weil diese Dinge eben nicht vor, Nässe usw. schützen und auch sonst keinen nutzbringenden Wert haben.

Damit sind noch nicht einmal die kleinen Dreiecke mit Schnüren gemeint, die Frauen tragen.

und nicht zuletzt vor abschätzigen oder geilen Blicken.

Abschätzig, als Außen- oder Innenansicht. Da es hierzulande am gestrigen Tag, wie aus Kübeln goß, die Wohnung kalt war, ergriff ich die Flucht und ging in die Sauna.

Da tauchte wieder einmal das Phänomen, Frau mit Bikini, auf. Normalerweise erfolgt der unnachsichtige Hinweis, entweder ausziehen oder die Sauna verlassen.

Eine Frau meinte warum tut man so etwas. Sie hätte auch kein Problem zwischen nackten Männern zu sein. Im Gegenteil sie werde genauso respektvoll, wenn nicht mehr, behandelt als wäre sie angezogen. Noch etwas, sie würde sich vor einem nackten Mann eher wohlfüllen als vor einer angezogenen Frau.

Kcleege}ige


Und ob unsere Kultur nicht primitiv ist wage ich stärkstens zu bezweifeln.

Sie ist vielleicht zu vielgeschichtig.

Es wurde ruchbar, an einer Schule haben die Kinder (Geschlechter getrennt) nach dem Schulsportunterricht duschen. Die Beschwerden mehrten sich. Eine Elternversammlung sollte Einvernehmen und Einsichten schaffen.

Die Eltern deren Jungen Fußball spielen, waren leicht in der Überzahl. Sie hielten es für vollkommen normal, daß nach dem Schulsport nackt geduscht wird. Warum sollten die gleichen Buben in der Schule nicht duschen dürfen. Wäre damit das Duschen nach dem Fußballtraining nicht erlaubt?

Bei den Mädchen waren es nicht so viele, die eine Mannschaftssportart ausführten. Doch kamen von dieser Seite das gleiche Argument.

Die Eltern, die contra-duschen waren, kamen mit dem Argument, Sexualerziehung ist ausschließliches Recht der Eltern. Dazu gehöre nun auch, vor wem und wann sich ihre Sprößlinge nackt ausziehen dürfen.

Nach einer hitzigen Debatte, mit tumultartigen Szenen, war das Ergebnis, das Duschen wird wieder eingesellt.

Kommen wir so zu einer Sexualmoral, die alle gleich verstehen? ???

Z0uocker?jungxe


Wir sind da nackt !!!! Zuhause, in der Sauna, im Schwimmbad beim nacktbaden,am Baggersee,im Stadtpark, am FKK – Strand usw.usw. *:)

B!ellad&onna87


So kennt beispielsweise die Volkswirtschaftslehre, den Badeanzug oder die Badehose, als abolutes Luxusgut. Weil diese Dinge eben nicht vor, Nässe usw. schützen und auch sonst keinen nutzbringenden Wert haben.

Ich könnte auf einen Badeanzug nie verzichten, weil ich sportlich bin und im Schwimmbad viel tobe und auch gern vom Sprungbrett springe. Es ist ein Sportbadeanzug von Arena. Allein schon aus anatomischen Gründen muss da alles verpackt sein. Das ginge nackt nicht. Wenn man ins Wasser geht, wird man nunmal nass, da schützt natürlich kein Badeanzug. ;-) Soll er ja auch gar nicht.

b'arlbara7x6


Wie groß ist euer Schamgefühl?

Ich meine damit, welche Körperbereiche würdet ihr nackt zeigen?

Also mit dem nackt "zeigen" habe ich eigentlich überhaupt kein Problem, egal vor wem. Aber ein großes Schamgefühl habe ich in vielen Situationen trotzdem. Ich kann z.B. gaaanz schlecht urinieren, wenn in der Kabine nebenan ne Freundin ist oder so. Ich gehöre zu den Frauen, die lieber alleine aufs Klo gehen. Weiß nicht, aber irgendwie sind mir die Geräusche vor anderen Leuten, die ich kenne (außer Familie), peinlich... |-o

gegenüber dem eigenen Geschlecht?

Keine Einschränkungen.

gregenüber dem andern Geschlecht?

Hab ich auch keine Probleme, wenn ich die Person soweit einschätzen kann, dass ich weiß, dass es ihr nicht unangenehm ist. Andernfalls behalte ich nen Slip an. Vor Fremden ists mir egal. Und natürlich nur dort wo es üblich oder erlaubt ist.

Für mich ist Nacktheit nichts, was einem bestimmten Personenkreis etc. vorbehalten ist oder mir unangenehm ist.

Scham spielt sich bei mir auf anderen Ebenen ab.

bkarba#ra7x6


Mir fällt da grad noch was zu dem Thema ein: Wir haben gestern mit Freunden Urlaubsphotos angeguckt. Vom Strand gab es dabei auch Photos, wo mein Mann und ich nackt zu sehen sind oder bei mir die Brüste nicht bedeckt sind. Wir sortieren sowas im Freundes-/Bekanntenkreis eigentlich auch nie aus. Trotzdem ist das Gefühl ein anderes, ob andere einen in Natura nackt sehen (und evtl. auch selbst nackt sind) oder alle angezogen auf dem Sofa sitzen und man auf den Bildern nackt ist. Wir, mein Mann und ich, lassen auch alle 2 Jahre professionelle Aktfotos von uns machen. Diese zeigen wir auch Freunden/Bekannten, die es interessiert. Eine Auswahl hängt immer in unserem Schlafzimmer.

Wie sieht das bei euch aus? Dürfen andere Photos sehen, auf denen ihr nackt seid oder nicht? Bzw. besonders interessieren würde mich, ob es jemanden gibt, für den Nacktsein vor anderen oder (!) Nacktfotos anderen zeigen okay ist, das jeweils andere aber nicht und warum.

Wir haben mit beidem kein Problem (wobei wir (mit Ausnahme eventuell mal ein Urlaubsphoto) nie Photos in digitaler Form an irgendwen verschicken), trotzdem ist das Gefühl ein anderes. Bei den Photos ist es irgendwie "aufregender".

KOiVngT


Ich würde alles jedem zeigen, der es sehen möchte!

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